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  1. #1
    gulli:News Redaktion Avatar von gullinews
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    Standard IFPI setzt vor dänischem Gericht Zensur gegen TPB durch

    Schon im Oktober 2006 gelang es der IFPI den dänischen Internet-Provider Tele2 gerichtlich dazu zu zwingen, Zensur durch die Blockade einer bestimmten Website durchzuführen. Damals sollten die Kunden des Providers daran gehindert werden, die russische Seite AllOfMP3.com zu besuchen. Jetzt hat man The Pirate Bay in Schweden als neues Ziel ausgemacht.

    Das Gericht in Kopenhagen hat kürzlich der Forderung der IFPI nach einer Blockade entsprochen. Tele2, einer der größten Internetanbieter Skandinaviens, wird ab sofort gerichtlich dazu verpflichtet, den Zugriff auf die Website von The Pirate Bay (TPB) unmöglich zu machen.

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  2. #2
    ▲1911▲ - Herr Knigge Avatar von Claymore
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    Standard Re: IFPI setzt vor dänischem Gericht Zensur gegen TPB durch

    Bleibt die Frage, ob man die Zensur wieder mit OpenDNS umgehen kann, oder ob diesmal eine IP-Sperre vorgezogen wurde. Man wird sehen, was es bringt ... in meinen Augen nichts, da man nichts zensieren kann, was der Kunde wirklich will.

    mfg Claymore

  3. #3
    Midgleed Avatar von Hadron
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    Standard Re: IFPI setzt vor dänischem Gericht Zensur gegen TPB durch

    Auch wenn sie nicht wirklich etwas bringen, ich halte solche Aktionen trotzdem für prinzipiell bedenklich. Die IFPI wird in ganz Europa so weitermachen, wir dürften hier gerade erst die Anfänge miterleben. Erstaunlich, dass die Provider tatsächlich ein Ohr für die Musikindustrie haben und im Namen dieses Industriezweiges immer öfter ihren Kunden einen freien, unbeeinflussten Zugriff auf das Internet verwehren.

    Ich finde es deshalb so bedenklich, weil es hier einzig und allein um Profite geht, die man sich mit Hilfe solcher drastischen Maßnahmen sichern will.

  4. #4
    Der nette von Nebenan
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    Standard Re: IFPI setzt vor dänischem Gericht Zensur gegen TPB durch

    Kleiner geschichtlicher Denkanreiz:

    Anhand der DDR kann man genau sehen und beobachten, was mit einem Zensurstaat geschieht und wie sich die Bürder wehren.
    Also ist eine Zensur nicht aufrecht zu erhalten, wenn sich die Masse der Bevölkerung dagegen outet (egal welche Art).

    Bin mal gespannt, wann hier in D die ersten Tracker etc. per ZENSUR verboten werden (evtl. mal wieder Hamburger Richter? )...

  5. #5
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    Standard Re: IFPI setzt vor dänischem Gericht Zensur gegen TPB durch

    Als Provider könnte man doch eigentlich damit drohen, ebenfalls alle Seiten von Unternehmen zu sperren, die der IFPI angehören.

  6. #6
    Ente statt Hut!
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    Standard Re: IFPI setzt vor dänischem Gericht Zensur gegen TPB durch

    Zitat Zitat von kd83
    Als Provider könnte man doch eigentlich damit drohen, ebenfalls alle Seiten von Unternehmen zu sperren, die der IFPI angehören.
    Erpressung ist leider verboten

  7. #7
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    Standard Re: IFPI setzt vor dänischem Gericht Zensur gegen TPB durch

    aber man könnte es einfach machen ohne zu drohen

    so nach dem Motto wenn wir schonmal dabei sind können wir auch Seiten blocken die uns nicht passen. Es gibt ja warscheinlich kein Gesetz das ein Provider dazu zwingt alle Seiten verfügbar zu machen

  8. #8
    Gesperrt Avatar von Gravenreuth
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    Standard Re: IFPI setzt vor dänischem Gericht Zensur gegen TPB durch

    Zitat Zitat von Hadron
    Auch wenn sie nicht wirklich etwas bringen, ich halte solche Aktionen trotzdem für prinzipiell bedenklich. Die IFPI wird in ganz Europa so weitermachen, wir dürften hier gerade erst die Anfänge miterleben.

    Davon ist auzugehen.

    Erstaunlich, dass die Provider tatsächlich ein Ohr für die Musikindustrie haben und im Namen dieses Industriezweiges immer öfter ihren Kunden einen freien, unbeeinflussten Zugriff auf das Internet verwehren.
    Nur zu Warez-Quellen und ander unzulässig Inhalte. Im übrigen nicht nur die Provider sondern z. B. auch HEISE!

    Ich finde es deshalb so bedenklich, weil es hier einzig und allein um Profite geht, die man sich mit Hilfe solcher drastischen Maßnahmen sichern will.
    es geht um den Schutz des Eigentums!

  9. #9
    Midgleed Avatar von Hadron
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    Standard Re: IFPI setzt vor dänischem Gericht Zensur gegen TPB durch

    Zitat Zitat von Gravenreuth
    Nur zu Warez-Quellen und ander unzulässig Inhalte.
    Man findet auf PirateBay keine unzulässigen Inhalte, allenfalls Meta-Daten, die auf urheberrechtlich geschützte Werke verweisen. Das kommt zu diesen blödsinnigen Sperrverordnungen noch erschwerend hinzu.
    Zitat Zitat von Gravenreuth
    es geht um den Schutz des Eigentums!
    Wie gesagt, es wird der Zugriff auf Meta-Daten gesperrt, nicht der Zugriff auf möglicherweise urheberrechtlich geschütztes geistiges Eigentum.

    Überall liest man "Wir haben das Recht", "Es ist unser Recht", "wir müssen unsere Rechte schützen", "Hartes Durchsetzen unserer Rechte" usw. Ich habe das Gefühl, man vergisst allzu schnell, dass geistiges Eigentum im Sinne des GG Artikel 14, Absatz 2 auch verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. Auch wenn der Passus mit "dem Wohle der Allgemeinheit" in unserer heutigen, vom Kapitalismus befallenen Welt traurigerweise schon fast deplatziert klingt. Was hat man sich bloß dabei gedacht, als man damals dem Eigentumsrecht Schranken auferlegt hat? Müssen welche von Ihren "bösen Gutmenschen" gewesen sein.

  10. #10
    Gesperrt Avatar von Gravenreuth
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    Standard Re: IFPI setzt vor dänischem Gericht Zensur gegen TPB durch

    Zitat Zitat von Hadron
    Man findet auf PirateBay keine unzulässigen Inhalte, allenfalls Meta-Daten, die auf urheberrechtlich geschützte Werke verweisen.
    Dazu hat ja HEISE der Netzwelt gleich drei wunderschöne Urteile geliefert.
    http://www.affiliateundrecht.de/olg-...uer-links.html
    http://www.jurpc.de/rechtspr/20070147.htm
    http://www.foren-und-recht.de/urteil...-20060822.html

    Überall liest man "Wir haben das Recht", "Es ist unser Recht", "wir müssen unsere Rechte schützen", "Hartes Durchsetzen unserer Rechte" usw. Ich habe das Gefühl, man vergisst allzu schnell, dass geistiges Eigentum im Sinne des GG Artikel 14, Absatz 2 auch verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. Auch wenn der Passus mit "dem Wohle der Allgemeinheit" in unserer heutigen, vom Kapitalismus befallenen Welt traurigerweise schon fast deplatziert klingt. Was hat man sich bloß dabei gedacht, als man damals dem Eigentumsrecht Schranken auferlegt hat? Müssen welche von Ihren "bösen Gutmenschen" gewesen sein.
    Will man damit z.B. auch Ladendienstähle begründen?

  11. #11
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    Standard Re: IFPI setzt vor dänischem Gericht Zensur gegen TPB durch

    Zitat Zitat von Gravenreuth
    Dazu hat ja HEISE der Netzwelt gleich drei wunderschöne Urteile geliefert.
    Man kann bloß hoffen, dass Urteile, die von derart geringer technischer Kompetenz der Richter zeugen, abnehmen.
    1. Verlinken von Bildern der "privaten" HOmepage zur kritischen Berichterstattung verbieten: Lachhaft.
      1. ist jede noch so private Homepage, steht sie ohne PW-Schutz oder ähnliche Maßnahmen, den Nutzerkreis zu begrenzen, im Internet, zu 100% öffentlich.
      2. OK, schreibt an halt demnächst etwas wie "Dazu gibt es auch sehr interessante Bilder auf seiner HOmepage, aber schaut es euch am besten selber an. Das zweite und dritte von unten Links unter "Bilder".
    2. Das Heise-Urteil bzgl. Foren: IMHO ein Skandal. Zu verlangen, *alle* Beiträge in Diskussionsforen im Internet gegenzulesen und zu moderieren, auch wenn es gewerblich betrieben wird, ist schlicht unmöglich. Das können nur Richter verzapft haben, die das Internet aus Erzählungen ihrer Enkelkinder kennen und für das Große Unbekannte halten. Weltweit verfügbar, unendliche Weiten™, unberechenbar, unüberschaubar... das kann nicht gut sein für die Aufrechterhaltung des braven, unpolitischen Bürgers. Aber gut, gehen halt auch deutsche Forenhoster mit ihrem Webspace demnächst ins Ausland. Und Unternehmen stellen es eben nicht mehr als "offizielles Forum" ins Netz, sondern verlinken es nur und Mitarbeiter, die es betreuen, outen sich nicht mehr so offenkundig als solche. Dann kann man sich im Notfall vom Forum distanzieren. Schadet letztlich dann nur dem IT-Standort Deutschland.
    3. Verlinkungen auf Seiten mit urheberrechtlich geschütztem Material untersagen: LOOOOOOOOOOL! Mal davon abgesehen, dass diese Sache ja wohl uralt ist, kann ja nu wirklich *jeder*, der an der in einem Artikel besprochenen Software interessiert ist, diese auch ohne Link finden. *immer noch loool* Und die, die das nicht schaffen, könnten wahrscheinl. auch nicht mit der Sw umgehen. Aber sicher sind als nächstes die Suchmaschienen die Bösen, oder? (ach ja, waren sie ja auch schon) Wie wenig kann man eigentl. von der Art der Informationsbeschaffung und -verbreitung im WWW verstehen? Obwohl: vll. wollten die Richter der nächsten Instanz auch einfach nur das Verfahren ersparen und dem Kläger scheinbar entgegen kommen...

    BTW @G: Kennst du die Urteile gegen deine Machenschaften wenigstens genauso gut?

    Zitat Zitat von Gravenreuth
    Will man damit z.B. auch Ladendienstähle begründen?
    Das bringt mich schon wieder zum Gähnen. Eine Kopie ist kein Diebstahl. Aber das haben dir bestimmt schon andere Leute hier erklärt und vll. wirst du es eines Tages auch verstehen.
    Ciao AOM

  12.  
     
     

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