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  1. #1
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    Standard Knochenmarkspende nur Pro oder gibt es auch Contra???

    Zuerst, ich denke die meisten können mit dem Begriff "Knochenmarkspende" etwas anfangen, wer nicht findet es mithilfe Google heraus.

    Gerade wird in unserer Nähe wieder eine Typisierungsaktion für eine evt. Knochenmarkspende beworben. Da eine Bekannte von mir vor hat, da ernsthaft hinzufahren, setze ich mich momentan auch mit dem Thema auseinander. Ich bin mir durchaus bewusst, dass jeder Einzelne damit einen großen Dienst leistet, dass das Überleben von Leukämiekranken davon abhängen kann, etc...
    Aber das soll nicht direkt das Theman meines Threads sein, vielleicht ist mein Threadtitel da auch nicht eindeutig genug.
    Klar, bezüglich des Stiches bei der Typisierungsaktion mach ich mir keine Gedanken, allerdings muss ich dann ja auch damit rechnen, u.U. mal tatsächlich mein Knochenmark zu spenden. Dazu bin ich aber nicht bereit, wenn ich nicht auch etwas über Risiken und Negativwirkungen gehört hab. Es gibt ja auch Millionen, die sich noch nicht registriert haben.

    Nun bin ich daran interessiert, was spricht dagegen? Ich habe z.B. schon was von medizinischen Risiken gehört wie etwa Lähmung, sofern die Ärzte bei der Operation nicht sauber arbeiten. Der Zweite Punkt der mich auch bedenklich stimmt, ist die enorme Werbelobby, die hinter der DKMS steckt. Es gibt ja auch noch viele andere schlimme Krankheiten, die gleichermaßen finanzielle Unterstützung brauchen könnten.
    Was mich außerdem kritisch stimmt, ist dieser Link: http://www.pilhar.com/Hamer/NeuMed/S...r/Leukaemi.htm
    [...]Die Krönung des Wahnsinns ist die sog. Knochenmarkstransplantation:
    [...]

    Noch nie hat ein Forscher feststellen können, daß eine radioaktiv markierte Knochenmarkszelle wirklich vom Blut ins Knochenmark gewandert und dort angewachsen wäre. Die Fremdzellen werden im Gegenteil rasch abgebaut und sind bald nicht mehr nachweisbar.[...]
    Schaut diesen Link aber lieber euch selber mal an.
    Für eure Posts bedanke ich mich schonmal im Vorraus.

    P.S.: Bevor dieser Threat in die falsche Richtung läuft: Mir geht es wie erwähnt weniger um die "Pro-Seiten", diesbezüglich finde ich selber genügend Informationen. Es geht hier außerdem um meine eigene Einstellung, trotz allem würde ich niemandem abraten sich typisieren zu lassen oder Geld dafür zu spenden. Ich selber habe mir noch überhaupt keine endgültige Meinung dazu gebildet, also bittet keine unsachliche Angriffe. Ebenfalls soll die Diskussion nicht um Organspende oder Blutspende gehen, wer dazu meine Einstellung wissen will, der soll mir eine PN schreiben.

  2. #2
    Mitglied Avatar von SNAFU
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    Fernando Poo
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    Standard Re: Knochenmarkspende nur Pro oder gibt es auch Contra???

    Hamer und seine "Neue Germanische Medizin" kannst du nicht als Quelle aufzählen. Das ist schon, der schon so strunzdumm ist, das selbst die Bezeichnung "Pseudowissenschaftlich" noch eine Beförderung wäre. Hamer selbst hat schon mehrere Jahre hinter Gittern gesessen (Unterlassene Hilfeleistung u.a. - durch seine Behandlung, bzw. Nicht-Behandlung durften ein paar Menschen diesen PLaneten vorzeitig verlassen) und wird in einigen Ländern per Haftbefehl gesucht.

    Was die Nachteile der Knochenmarkspende angeht - da bin ich leider nicht allzu gut informiert. Allerdings bezweifel ich, dass es Nachteile gibt, die die Vorteile (einem Menschen das Leben retten) aufwiegen.

    Gruß,
    SNAFU

  3. #3
    Mitglied Avatar von Faulo
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    Standard Re: Knochenmarkspende nur Pro oder gibt es auch Contra???

    Ich habe mich selbst auch typisieren lassen.
    Bezüglich deiner Angst vor einer Operation kann ich sagen, dass heute so viel ich weiß kaum noch Knochenmark aus dem Becken, sondern einfach nach medikamentöser Behandlung aus dem Blut entnommen wird.

  4. #4
    B-zap
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    Standard Re: Knochenmarkspende nur Pro oder gibt es auch Contra???

    Ist eine Knochenmarkspende nicht unheimlich schmerzhaft? Da gehn die ja mit ne riesen fetten Nadel durch den ganzen Rücken
    Ansonsten find ich es eine sehr gute Idee von dir.

  5. #5
    Mitglied Avatar von Faulo
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    Standard Re: Knochenmarkspende nur Pro oder gibt es auch Contra???

    Zitat Zitat von B-zap
    Ist eine Knochenmarkspende nicht unheimlich schmerzhaft? Da gehn die ja mit ne riesen fetten Nadel durch den ganzen Rücken
    Kann es sein, dass du Knochenmark mit Rückenmark verwechselst?

  6. #6
    B-zap
    Gast

    Standard Re: Knochenmarkspende nur Pro oder gibt es auch Contra???

    JA entschuldigung.

  7. #7
    G:Rentner Avatar von Baer
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  8. #8
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    Standard Re: Knochenmarkspende nur Pro oder gibt es auch Contra???

    Mein Vater hat für meine Tante Stammzellen gespendet.

    Meist-so auch in diesem Fall-werden diese aus dem Blut entnommen.Dafür werden vorher Medikamente gespritzt,ca 5 Spritzen(selbst ist der Mann)Ein paar Tage später wird dann geerntet.
    Naja,in den Tagen gehts einem dann halt nicht sooo gut,aber sooo schlimm ists auch wieder nicht.
    Inkl. medizinischen ,intensiven Vortests(volles Programm^^) dauerts 5 Tage,aber zwischen den Vortests und dem Rest vergeht ja noch einige an Zeit.

    In den Tagen davor keine Schlägereien,ein Schlag im Bereich der Milz wäre lebensgefährlich!
    Grundsätzlich gibts bei jedem medizinischen Eingriff Risiken...

    Das Schlimmste in unserem fall war,dass meine Tante schliesslich dann doch an der Leukämie verstorben ist.

  9. #9
    Boeses junges Fleisch Avatar von Korrupt
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    Standard Re: Knochenmarkspende nur Pro oder gibt es auch Contra???

    Ack, Pilhar geht generell nicht, dito Hamer und Tolzin. Man kann an sich dfavon ausgehen, dass die drei generell Unsinn behaupten, wenn mal was ansatzweise der Realitaet entspricht, hat das allenfalls zufaellige Gruende.Die DKMS wurde schon gelinkt, beste Anlaufstation ist sie definitiv.

    Dagegen spricht afaik in der Tat kaum etwas - gerade bei Kindern ist Leukaemie eine der Krebsarten mit den hoechsten Heilungsraten. Wobei, was gern vergessen wird: die Typisierung ist *scheissteuer* und entsprechend braucht die DKMS Geld, nicht nur (Knochenmark)Spender.

    Die Entnahme der KM-Zellen aus dem Blut ist ir neu - ich bin auch bei der DKMS registriert und hatte einmal ein Schreiben bekommen, dass ich *moeglicherweise* als Spender in Betracht kaeme und bereits jetzt auch sagen koenne, nein, will ich eh nicht machen. Nach genauerer Typisierung hatten sie dann wohl jemanden passenderen, es kam nix nach. Das sollte um die drei, vier Jahre her sein und da wurde schon geraten, dass man sich ein wenig freinehmen solle. IIRC wurde damals mit Hohlnadel unter oertlicher Betaeubung das Knochenmark aus dem Beckenknochen gewonnen, ein Risiko fuer den Spender ist dabei kaum vorhanden - nun, es ist halt ein Eingriff in den Koerper, aber steril und bestens kontrolliert und ueberwacht.

    Wenn das inzwischen tatsaechlich ueber Blut geht, halte ich das fuer ebenso risikoreich bzw. -arm wie eine simple Blutspende.

  10. #10
    Mitglied Avatar von Dozo.
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    Standard Re: Knochenmarkspende nur Pro oder gibt es auch Contra???

    Ich denke ein Gegenargument ist das enorme Unwissen das immer noch in Deutschland rumgeistert. Nadel in den Rücken des Spenders? Nee, is nich.
    Überhaupt, Knochenmark an sich wird zunehmend immer weniger gespendet. Höchstens bei ganz akuten Fällen oder in Arztserien.

    Kurz zum Ablauf einer Typisierung und einer Spende:
    Du gehst zur Typisierungsstelle, dort füllst du dann bei einem ehrenamtlichen "Berater" dein Spendenformular (Kontakdaten + grundsätzliche Spendenbereitschaft) aus. Wichtig hierbei ist, dass es eine immer verfügbare Einspruchsmöglichkeit gibt. Du verpflichtest dich also zu nichts.
    Du hast z.B. schon den kompletten Bogen ausgefüllt, musst nur noch unterschreiben und möchtest nun, aus welchen Gründen auch immer, doch nicht in die Spenderkartei aufgenommen werden? Kein Problem, aufstehen, verabschieden, gehen.

    Hast du beim Ausfüllen Fragen, einfach an den Berater wenden. Deswegen sitzt der den ganzen Tag für 'ne Tasse Kaffee da und kümmert sich immer nur um jeweils einen potentiellen Spender.
    Natürlich fragt der dann auch, ob du auch etwas Geld spenden möchtest (einmalig oder als Dauerauftrag). Der Betrag spielt hier keine große Rolle, hier macht das Kleinvieh den Mist. Wozu man das Geld braucht?
    1. Eine Typisierung kostet etwa 50 €
    2. Die Infrastruktur der Spenderkartei will unterhalten werden

    Wenn alle Fragen beantwortet sind und keine Zweifel mehr vorhanden sind, gehts weiter zur nächsten Station.

    Hier warten Ärzte, Krankenschwestern oder andere ausgebildete Leute, die Blut abnehmen dürfen (z.B. MTAs) auf dich. Wenn du jetzt glaubst, die schlürfen dir gleich das Mark aus den Knochen, ist das falsch. Es wird auch kein halber Liter Blut abgezapft.
    Dir wird, wie bei einer normalen Blutuntersuchung auch, ein Röhrchen Blut abgenommen und das wars. Wenn du es dir auf dem Weg vom Berater zum Blutabnehmen aber anders überlegt hast: Kein Problem, umdrehen, verabschieden (das ist hier jetzt wichtig, wg. dem bereits ausgefüllten Formular), gehen.

    Zum Abschluss gibts noch was zum Essen (meist gegen einen geringfügigen Obulus, der beliebig von dir aufgestockt werden darf). Oft haben solche Typisierungsaktionen auch ein mehr oder weniger großes Rahmenprogramm um die Leute anzulocken und zusätzliche Spenden zu sammeln.

    Und ab nach Hause oder was du sonst so machen willst. Sport, Disco, Saufen: Alles kein Problem, dir wurde nur eine minimale Menge Blut abgenommen.

    Etwa einen Monat später kommt dann ein Brief von der DKMS bei dir an.
    In dem Brief wird dir für deine Spendenbereitschaft gedankt und der weitere Ablauf beschrieben. Also, dass dein Blut analysiert wird, du nach wie vor immer noch "Nein" sagen kannst und dass du sofort und umfassend informiert wirst, sobald du als Spender in Betracht kommst.
    Umfassend heißt hier:
    Bevor du als endgültiger Spender angeschrieben wirst, durchläuft dein Blut einige verschiedene Testreihen. Über jede dieser Testreihen wirst du informiert. Und bei jeder neuen Benachrichtigung kannst du widersprechen.
    (Warum verschiedene Testreihen? Eine "Knochenmarkspende" ist eine schwierige Angelegenheit. Der Spender muss nicht nur die gleiche Blutgruppe, usw. wie der Empfänger haben, sondern viele andere Faktoren spielen hier auch eine entscheidende Rolle. Sobald du aber als passender Spender festgestellt wurdest, ist die Chance ziemlich groß, dass du der einzige Spender bist. Mehr Information liefert z.B. die DKMS.)

    Ein möglicher Ablauf:

    1. Brief: Ihr Blut wurde als potentiell geeignet für einen Empfänger befunden. Sobald ein positives Ergebnis des Tests vorliegt, werden Sie erneut über die folgende Testreihe benachrichtigt. Falls Sie nicht mehr Spender sein möchten, benachrichtigen Sie uns bitte.
    Und falls du nicht mehr spenden möchtest, einfach kurz bescheid sagen.
    der 2. und 3. Brief haben einen ähnlichen Inhalt (und du kannst jedesmal widersprechen) wie Brief 1, bis dann der 4. und meist letzte Brief kommt:

    Sie wurden unter den verbliebenen XX Spendern als geeignetster Spender festgestellt.
    Sofern Sie nicht widersprechen, werden wir Sie demnächst telefonisch kontaktieren.

    Ja, du kannst nach wie vor widersprechen. Machst du in diesem Beispiel aber nicht.
    Sonst wär Schluss. Mit dem Posting und dem Leben eines Menschen.

    Jetzt kommt ein neuer Spieler aufs Feld, dein Hausarzt nämlich. Warum? Weil das Knochenmark eben normalerweise nicht mehr aus der Hüfte entnommen wird.
    Exkurs: Knochenmark ~ Stammzellen (wir erinnern uns was Stammzellen sind, ja?)

    Dir sollen (Blut-)Stammzellen entnommen werden. Vereinfacht gesagt, je mehr du davon hast, desto besser kannst du spenden. Um so viele Blutstammzellen wie möglich in deinem Blut anzuhäufen, bekommst du einen Wachstumsfaktor gespritzt.
    Das erste Mal macht das dein Arzt und zeigt dir, wie, wo und wann du das Mittel injizieren solltest, danach machst du es selbst oder deine Frau/Freundin/Mutter (ja, es kann eigentlich jeder machen dem du vertraust) macht es für dich. Es kann sein, dass dieser Wachstumsfaktor bei dir grippeähnliche Symptome hervorruft, bei solchen Fällen hilft dir dein Arzt gerne weiter. Wenn du meinst, du hältst das mit den Injektionen nicht aus: Einfach aussteigen. Aber bitte Bescheid geben und auch daran denken, was du dem Empfänger damit antust.

    Gut, nach ein-zwei Wochen hat sich genug Stammzellenmaterial angesammelt, das muss aus dir raus und in den Empfänger rein. Wie? Ganz einfach, ähnlich wie bei einer Blutplasmaspende. Da es sehr wichtig ist, dass deine Stammzellen so schnell wie möglich den Empfänger erreichen, wird die folgende Behandlung normalerweise in dem Krankenhaus durchgeführt, in dem der Empfänger liegt. Du bist aus Bochum und der Empfänger liegt in Berlin? Die Krankenkasse des Empfängers übernimmt den Flug für dich. Wenn deine Frau und Kinder auch mit wollen, dürfen sie. Du hast Verdienstausfall wegen der Spende? Zahlt die Krankenkasse des Empfängers.

    Du kommst also auf eine Liege, zwei Kanülen mit Schläuchen werden an dir angeschlossen und dann liegst du da eine Weile. Aus dem einen Schlauch läuft Blut aus dir raus, die Stammzellen werden entnommen und auf der anderen Seite läuft der Rest vom Blut wieder in dich zurück. Wie lange genau diese Prozedur dauert ist individuell verschieden, aber wir reden hier eher von Stunden als von Minuten. Wer jetzt hier liegend noch widersprechen möchte, hat bei mir und wohl ziemlich vielen anderen Menschen verschissen, kann aber dennoch gehen.

    Deine gespendeten Stammzellen werden nun über Infusionen dem Empfänger zugeführt und retten ihm/ihr hoffentlich das Leben. Du hast auf jeden Fall dein Möglichstes dazu getan.

    Auch wenn ich die "Geschichte" hier vielleicht etwas zu flapsig dargestellt habe, so eine Spende ist eine ernste Sache. Es geht hier um das Lebens eines Menschen, dessen einzige Hoffnung ihr sein könnt. Ich hab das hier jetzt ziemlich vereinfacht dargestellt, mehr Information liefern DKMS, ZKRD, wiki und google.

    Dennoch, kurz mögliche Gegenargumente:

    - Kosten für das Gesundheitssystem
    - Nebenwirkungen des Wachstumfaktors
    - Zeitaufwand
    - geringe Chance, überhaupt Spender zu sein
    - Angst vor Nadeln
    - Missanthropie


    Grüße,

    Dozo.

    PS: Die Chance, ein geeigneter Spender zu sein, ist bei jungen Männern relativ hoch.

    edit: Ich hoffe, es ist ok, dass ich etwas langsamer war.

  11. #11
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    Standard Re: Knochenmarkspende nur Pro oder gibt es auch Contra???

    Also ist eine KMS zusammengefasst eine etwas aufwändigere Blutspende? Weil dafür könnte ich mich persönlich dann begeistern

  12. #12
    Mitglied Avatar von Dozo.
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    Standard Re: Knochenmarkspende nur Pro oder gibt es auch Contra???

    Mittlerweilen, größtenteils ja. Eben weil es Wortsinn keine Knochenmarkspende mehr ist.

  13. #13
    deaktivierter Nutzer
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    Standard Re: Knochenmarkspende nur Pro oder gibt es auch Contra???

    Zitat Zitat von Dozo.
    Mittlerweilen, größtenteils ja. Eben weil es Wortsinn keine Knochenmarkspende mehr ist.
    Gut zu wissen Sollte man evtl. irgendwann mal anpassen. Kein Wunder, dass sich kaum jemand dafür findet, weil sich das zunächst nach einem operativen Eingriff anhört (Um an das Mark im Knochen zu kommen. War nie besonders bewandert in Bio, aber so abwegig find ich diesen Gedanken gar nicht).

    Danke für die Aufklärung!

  14. #14
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    Standard Re: Knochenmarkspende nur Pro oder gibt es auch Contra???

    Offiziell wars doch eh immer Stammzellspende...Oder?

  15. #15
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    Standard Re: Knochenmarkspende nur Pro oder gibt es auch Contra???

    der einzige nachteil einer knochenmark/rückenmarkspende liegt meiner meinung nach nur im infektionsrisiko das heutzutage aber recht gering bis nahe null ist wenn man eine gescheite klinik hat und nicht grad pech und ein schwaches immunsystem

  16. #16
    Mitglied Avatar von Dozo.
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    Standard Re: Knochenmarkspende nur Pro oder gibt es auch Contra???

    @ Philipus II:
    Jein. Knochenmark "besteht" aus Stammzellen und "früher" war über das Knochenmark die beste Möglichkeit an die Stammzellen heranzukommen. Und wie lange "früher" her ist, siehe:

    Zitat Zitat von Korrupt
    Die Entnahme der KM-Zellen aus dem Blut ist ir neu - ich bin auch bei der DKMS registriert und hatte einmal ein Schreiben bekommen, dass ich *moeglicherweise* als Spender in Betracht kaeme und bereits jetzt auch sagen koenne, nein, will ich eh nicht machen. Nach genauerer Typisierung hatten sie dann wohl jemanden passenderen, es kam nix nach. Das sollte um die drei, vier Jahre her sein und da wurde schon geraten, dass man sich ein wenig freinehmen solle. IIRC wurde damals mit Hohlnadel unter oertlicher Betaeubung das Knochenmark aus dem Beckenknochen gewonnen, ein Risiko fuer den Spender ist dabei kaum vorhanden - nun, es ist halt ein Eingriff in den Koerper, aber steril und bestens kontrolliert und ueberwacht.

    Wenn das inzwischen tatsaechlich ueber Blut geht, halte ich das fuer ebenso risikoreich bzw. -arm wie eine simple Blutspende.
    In, jetzt mittlerweile, eher seltenen Fällen, wird die von Korrupt dargestellte Methode aber immer noch angewandt.

    Ergänzung: http://de.wikipedia.org/wiki/Stammzelltransplantation#Methoden_der_Stammzellgewinnung
    Geändert von Dozo. (12. 02. 2008 um 19:17 Uhr) Grund: Ergänzung

  17. #17
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    Standard Re: Knochenmarkspende nur Pro oder gibt es auch Contra???

    Zitat Zitat von Dozo.
    In, jetzt mittlerweile, eher seltenen Fällen, wird die von Korrupt dargestellte Methode aber immer noch angewandt.
    Wann und Warum? (Um jetzt mal ganz platt zu fragen)

  18. #18
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    Standard Re: Knochenmarkspende nur Pro oder gibt es auch Contra???

    Wenn ein extrem dringender Fall vorliegt und der Patient einfach die Woche für die Behandlung des Spenders mit dem Wachstumsfaktor nicht mehr hat. Da die Konzentration von Stammzellen im Blut im Normzustand geringer ist als im Knochenmark, wird das höherkonzentrierte Knochenmark entnommen. Aber selbst falls es zu diesem unwahrscheinlichen Fall kommt:
    Das Verfahren ist erprobt und da stehen keine Stümper rum und bohren dir planlos in der Hüfte.


    @daHooligan "der einzige nachteil einer knochenmark/rückenmarkspende"

    Nein. Bitte streich das mit der Rückenmarksspende. Das Rückenmark ist komplett anders aufgebaut und auch seine Funktion unterscheidet sich fundamental von der des Knochenmarks.

  19. #19
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    Standard Re: Knochenmarkspende nur Pro oder gibt es auch Contra???

    @ Threadersteller

    Du beziehst dich auf Marius oder?

  20. #20
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    (Threadstarter)


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    Standard Re: Knochenmarkspende nur Pro oder gibt es auch Contra???

    @Sdudnic: Ja genau Bist du auch aus dem Kreis Göppingen?

    Ansonsten danke ich euch für eure zahlreiche Posts. Ok, mein zitierter Link kam mir auch nicht so seriös vor, verkniffen hab ich es mir trotzdem nicht ihn zu posten . Aber dann ist ja alles klar.
    Insbesondere die Ausführungen von Dozo. fande ich interessant, es ist beruhigend zu hören, dass man noch keine wirkliche Verpflichtung eingegangen ist und jederzeit es rückgängig machen könnte. Wenn allerdings keine besonderen Umstände (anstehende Reise in Tropengebiet, Marathonlauf, etc..) oder Krankheitsfaktoren hinzukommen, würd ich es mir dann nicht auf einmal wieder anders überlegen. In einem späteren "Stadium", wenn ich definitiv jemandem helfen könnte, sowieso nicht.
    Ab wann erfährt eigentlich der Empfänger davon?

    P.S.: Endgültig hab ich mich zwar noch nicht entschieden ob ich mich schon diesen Monat typisieren lassen soll, meine Bedenken sind jetzt aber eigentlich weitgehend zerstreut.

  21.  
     
     
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