Kann mir mal jemand die Technischen Unterschiede zwischen DTS und Dolby Digital erklären???
Ich mein, beides ist ja 5.1-Sound (wir sehen mal von der Möglichkeit des 6.1-Sounds ab)
Ist ein System besser (scheint bei DTS ja der Fall zu sein), wie zeigt sich das?
(es sei noch erwähnt, dass ich vom Home-cinema-bereich, sprich DVD und LD, spreche.
Dass im Kino bei DTS der Sound von CD´s, die durch digitale Infos auf der Filrolle angesteuert werden, kommt und bei DD der Sound direkt auf der Rolle ist, ist mir bekannt.)
hier habe ich mal die Erklärungen von DVD-infomag.de kopiert:
DTS:
DTS (Digital Theater Systems): Dieses 5.1 Kanal-Verfahren (5x 48kHz, 20 Bit) ist das klanglich beste in den Kinos und zu Hause, es existiert seit 1993. (kam mit Jurassic Park) Das Grundprinzip funktioniert ähnlich ADPCM, also ist die Komprimierung nicht wesentlich aufwendiger als z.B. AC-3. DTS hat jedoch eine wesentlich (bis 5x) höhere Datenrate (768kb/s=96kB/s oder 1536kb/s=192kB/s), wodurch der Klang, die Dynamik und Räumlichkeit nochmals verbessert werden konnten, was besonders bei hochqualitativen Musikvideos sinnvoll ist. Von Nachteil ist nur die große Datenmenge b.z.w. Datenrate, weshalb DTS auch im Kino nicht mehr auf dem (35mm) Film gespeichert wurde. Dort läuft synchronisiert eine CD mit. Das hat auch den Vorteil, daß bei ziemlich zerkratzten Filmen der Mehrkanalton konstant gut bleibt, sie muß im Kino aber mit dem Film synchronisiert werden. Allerdings gibt es die Möglichkeit bei 70mm-Filmen diese Daten doch noch mit auf dem Film zu speichern, dies wird aber nur bei sehr teuren Produktionen in Riesenkinosäälen angewandt. "Surround-High-Ender" nutzen dieses Verfahren auch auf DVDs. Diese erscheinen aber fast ausschließlich in den USA, da dort die DVD bereits ihren Durchbruch hinter sich hat, NTSC auch weniger Platz (20%) benötigt und es kein MPEG-2-A als "Alternative" gibt.
Dolby Digital:
Dieses auch als AC-3 (Audio Coding No. 3) bezeichnete 5.1 System arbeitet vollständig digital und stammt ebenfalls aus dem Kino. Es wurde Anfang der 90er zuerst noch unter der Bezeichnung Dolby SR-D (Dolby Stereo Digital) verwendet. Durch die hohen Kosten (Chips etc.) setzte es ich jedoch erst etwas später weltweit durch. Hier werden die Daten von 5 Hauptkanälen (Left, Right, Center, Rear L, Rear R) mit vollem Bereich (20Hz-20kHz mit 20Bit) und einem Bass-Kanal (bis 120Hz) dynamisch (Die Kanäle mit den meisten Informationen erhalten die meisten Daten) auf 320kb/s (oder 384kb/s) komprimiert und auf dem Film gespeichert. Bricht die Datenrate zusammen b.z.w. der Datenstrom ab, wird auf die normale analoge Tonaufzeichnung (Stereo b.z.w. Dolby Surround) umgeschaltet, was im Kino manchmal zu hören ist, wenn der Film schon "runtergeludert" wurde. Dieses System wird neben dem Kino noch auf Laserdisks und DVDs eingesetzt, dort zusätzlich mit der Option einer höheren Datenrate von 384kb/s bzw. 448kb/s, praktisch sind bis 692kb/s möglich. Ein digital ausgestrahlter Satellitensender (DVB) benutzt nun ebenfalls dieses System. Glückwunsch PRO7! Ich hoffe, es werden noch mehr Sender hinzukommen. (Premiere/DF1?) Es ist meiner Meinung nach, heute der optimale Kompromiß eines digitalen Mehrkanal-Verfahrens für Filme durch seine extrem gute und "intelligente" Komprimierung. Aus diesem System werden z.B. bei neueren DVD-Playern mit Downmixing auch die Daten für Dolby Surround (Pro Logic) erstellt, so daß dann besserer Raumklang als die der Stereo-MPEG-Spur möglich ist. Denn: Dieses System ist nicht kompatibel zu Dolby Surround, es müssen die analogen Daten entweder doppelt übertragen (und gespeichert) werden, oder sie werden (per Downmix) neu erstellt, was aber teurer ist, denn nach dem integrierten AC-3-Dekoder müssen die 6 Kanäle erneut in 2-Stereospuren gezwängt (codiert) werden, damit etwaige Dolby-Surround-Dekoder korrekt funktionieren.
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