|
|
|
|
|
|
Mitglied
Registrierungsdatum: Feb 2008
Beiträge: 2
|
Meinung zu meiner ersten Kurzgeschichte
Hi, ich bin neu hier und würde gerne eure Meinung zu meiner ersten Kurzgeschichte hören.Um es vorweg zusagen ich leide unter einer Rechtschreibschwäche, daher könnten Fehler drin sein dar bitte ich um Nachsicht.
Regen
Im Bett liege ich, die Nacht war viel zu kurz. Ich stehe auf um den Rollladen hoch zu ziehen, aber irgendwie auf einmal habe ich keine Lust dazu, ich höre es ja das leise prasseln und rauschen, mal stärker mal weniger. Es hat was, aber was! Ich gehe durch das Zimmer, der Boden ist kalt. Ich orientiere mich an einem kleinen Lichtschlimmer der durch denn fast ganz runter gelassen Rollladen scheint, wie ein Wegweiser kommt er mir vor. Auf halbem Weg bleib ich stehen, soll ich wirklich weiter gehen. Wie gelähmt bin ich immer auf dieses kleine Licht starrend , ich weiß was es bedeutet. Jetzt kommt es wieder in mir hoch dieses Gefühl das ich schon seit Wochen und Monaten habe das mich schon an den kleinsten Dingen verzweifeln lässt dass ich es nicht kann. Dass ich am liebsten nur im Bett liegen möchte nichts sehen und hören möchte, ich will nur nachdenken über alles ja das ist gut. Ich muss rausfinden was es ist das mich dazu antreibt jedoch um so mehr ich darüber nachdenke ergibt es immer weniger Sinn.
Ich merke wie die Kälte meine Füße umfasst, ich muss weiter. Am Fenster angekommen umfasst meine Hand das Rollladenband das rauschen und prasseln wird lauter. Soll ich wirklich weiter machen, das Licht das durch den kleinen Schlitz scheint blendet mich. Soll ich wirklich? Langsam zieh ich am Band, immer mehr Licht fällt in das Zimmer. Es ist ein kaltes Licht mehr trüb als hell, es ist nicht ein Brennen in meinen Augen das bedeutet keine Sonne gut so, denke ich, es bedrückt mich sowieso nur wenn ich daran denke an all die Fröhlichkeit der anderen Leute an der ich nicht teilhaben kann.
Ich zieh den Rollladen weiter hoch klack macht es er ist oben. Meine Hand hält das Band fest soll ich ihn wieder runter lassen, ich blicke aus dem Fenster. Da ist mein Garten wild
sieht es aus seit Monaten habe ich nichts mehr gemacht ich kann den Anblick nicht ertragen zu viele Erinnerungen kommen hoch.
Wie war das früher so schön. Nein ich will das nicht mehr sehen ich drehe mich um, mein Blick schweift durch das Zimmer. Kahl ist es alle Sachen die ich früher darin hatte Bilder Fotos Gegenstände die mich an eine Zeit erinnern die gut war. Weg sind sie nicht mehr ertragen konnte ich sie.
Sie vermitteln mir das Gefühl von Schuld gegenüber denen ich Verantwortung hatte.
Mein Blick richtet sich zur Zimmertür, sie kommt mir so weit weg vor so unerreichbar obwohl es nur 3 Meter sind ist es doch ein Kraftakt auf sie zuzugehen. Sie wirkt beklemmend auf mich wie eine böse Vorahnung die man hat als hätte man was Böses gemacht und die Scharfrichter warten auf einen die gekommen sind jemanden zu richten. Die Angst über kommt mich ich muss zurück ins Bett und das schnell, Panik steigt in mir auf mit drei vier Schritten bin ich wieder im Bett; so sicher gerettet. Ich decke mich wieder zu meinen Blick auf die Tür gerichtet, gespannt starre ich auf sie als würde gleich ein Monster herein kommen und mich fressen wollen. Wut überkommt mich über meine eigene Unzulänglichkeit, ich weiß doch dass da nichts ist ich bin tausendmal durch diese Tür durch was mache ich bloß. Ich schaue zum Fenster der Regen prasselt dagegen, wie Tränen wirken sie, langsam laufen sie am Glas runter. Ja geweint habe ich so oft in der letzten Zeit, und da ist es wieder die Angst vor dem Versagen nicht mehr standhalten zu können in der Gesellschaft in der Familie bei Freunden auf der Arbeit überall Druck. Ich kann nicht mehr wäre es nicht besser tot zu sein alles hinter sich zu lassen, Ruhe zu haben ewige Ruhe wen würde es schon stören wenn ich nicht mehr da wäre. Froh wären sie doch endlich ist er weg dieser Looser, ja da bin ich mir sicher die verdammte verlogene Bande.
Mist jetzt muss ich auf Toilette ich mag aber nicht raus ich hatte mir schon vorher mal überlegt ob ich mir nicht einfach einen Eimer mit ins Zimmer nehmen sollte und wenn er voll war ihn einfach aus dem Fenster zu schütten. Das aber war mir dann doch zuwider und die Vorstellung erst wenn dieser Eimer umfallen würde egal wie auch immer nein soweit war ich noch nicht. Dann werde ich wohl doch ins Bad gehen müssen. Oh diese verdammt Tür sie starrt mich an, aber diesmal werde ich keine Angst haben diesmal nicht. Drei Meter zwei ein der Türgriff kommt mir vor eine glühende Klinge, meine Hand umfasst sie kalt fühlt sie sich an. Ein leichter Druck nach unten ich spüre mein Herz es pocht wie wild, verdammt verdammt ich schaffe das nicht. Mit einem Klack öffnet sich die Tür; geschafft. Jetzt nur den Gang runter und ins Bad, wenn ich schon mal dort bin könnte ich auch gleich einmal Duschen ich fühle mich so verdammt schmutzig.
Das Bad ist hell gehalten, weiße Fliesen mit grauen Ornamenten, eine Dusche, Badewanne, Toilette, Waschbecken, ein Spiegel, halt alles was so zu einem Bad gehört, und nicht zu vergessen das Fenster. Denn ein Bad ohne Fenster wäre eher ein Muffloch.
Ich fühle mich wohl im Bad, es ist warm und behaglich, sauber halt, hier kann ich den ganzen Schmutz los werden der an mir haftet. Keine Schuld mehr keine Angst alles weg waschen ja das tut so gut, nach zwanzig Minuten bin ich fertig mit allem und ich fühl mich gut.
Ich gehe aus dem Bad, nach ein zwei Metern ,da ist es wieder das Gefühl das ich mich gar nicht gut fühlen darf. Was mache ich jetzt bloß was soll ich jetzt dagegen machen; ok ich werde nicht wieder ins Schlafzimmer gehen diesmal nicht ich werde mir einen Kaffe machen und eine Rauchen ja das ist gut das werde ich machen. Ich werde auf den Boden schauen und nicht in die Richtung des Schlafzimmers schauen; bloß nicht hinsehen ich schaffe das schon nur noch vier Schritte so geschafft. Die Küche hatte auch schon bessere Tage gesehen aber seit Frau und Kinder weg sind hat sie keine Bedeutung mehr für mich. Die Kaffeemaschine und die Mikrowelle das sind die Geräte die ich noch benutze. Fertigessen das geht schnell und verursacht kein schmutziges Geschirr sondern nur Müll. Ja der Müll war ein Problem. Er stapelte sich säckeweise ich müsste ihn raus bringen. Das bedeutet aber vor die Tür zu gehen; jetzt nicht später vielleicht ganz sicher werde ich das machen.
Der Geruch von Kaffe lässt meine Stimmung steigen, er muss stark sein mit Milch und Zucker goldbraun so ist er richtig. Die erste Tasse ist die beste zusammen mit einer Zigarette, ich merke zusehends wie ich entspanne. An nichts zu denken keinen Gedanken nachgehen einfach nur Leere das ist so herrlich. Ich gehe ins Wohnzimmer und setzte mich auf die Couch es ist eine alte braune Ledercouch die ich von einem Freund bekommen habe als meine Frau ausgezogen war.
Frank war noch der einzige Freund der ihm geblieben war. Von den anderen keine Spur mehr, wer will auch mit einem Looser der er jetzt in ihren Augen war noch zu tun haben. Der nie gut drauf war, immer keine Lust hatte und nur traurig war.
Keiner hatte mich verstanden dass ich nicht mehr konnte. Ich war in ihren Augen immer der Starke der Kämpfer dem man alles sagen konnte der immer einen Rat hatte und auf alles eine Antwort wusste.
Und jetzt bin ich hier allein gelassen, niemand mit dem ich sprechen kann der mich versteht. Zum Kotzen ist das ich verstehe das nicht warum ist das so, bin ich doch an allem Schuld; na ja ich muss es wohl sein oder? Ich will jetzt nicht schon wieder darüber nachdenken, ich muss mich ablenken aber wie oder mit was. Der Fernseher, das ist gut aber im Grunde möchte ich es nicht wirklich; soll oder soll ich nicht. Er kommt mir vor wie ein riesiges Auge das nur geschlossen ist und nur darauf wartet geweckt zu werden um mich zu verschlingen und mir nur Vorwürfe zu machen. Den ganzen Müll von Konsum und Fröhlichkeit immer aktiv und gut drauf zu sein. Es vermittelt mir nichts wert zu sein oder für irgend etwas gebraucht zu werden. Na ja es ist jetzt besser als das Schlafzimmer und im Bett zu liegen. Ich schau auf das Fenster das mir einen Blick auf meinen Garten erlaubt, die Gardinen sind vergilbt ich hätte sie schon lange mal waschen sollen ich werde es heute machen ganz sicher. Mal sehen wenn ich mit dem Kaffe fertig bin werde ich es machen.
Ich sehe den Walnussbaum in meinem Garten, kahl ist er und es bedrückt mich so leblos kommt er mir vor. Dann aber überkommt mich das Gefühl von Angst, ich schau genauer auf den Baum er wirkt auf einmal bedrohlich. Seine Äste sind Tentakeln gleich die nach mir greifen möchten. Ich glaube eine Fratze zu erkennen mit großen Augen und weit aufgerissenem Maul das sich langsam öffnet und wieder schließt, seine Äste bewegen sich auf und nieder nach rechts nach links als wollte er in jedem Augenblick auf mich los stürzen. Nichts hatte er auf einmal von all dem wie ich ihn kannte.
Grün, Schatten spendend als ich mit den Kindern unter ihm spielte und er das Symbol für Ruhe und Kraft war die ein solcher Baum ausstrahlt. Jetzt was ist jetzt die Blätter liegen wie ein brauner Teppich um ihn herum wie ein Sumpf wirkt es ein alles verschlingender Sumpf von Vorwürfen aus dem es kein Entrinnen gibt, Teufel auch ich hasse ihn er muss weg ich kann es nicht mehr ertragen dieser verdammte Baum. Er ist ein Mahnmal an mein Versagen.
Ablenkung das brauche ich jetzt sofort, die Fernbedienung auf dem Tisch sie grinst mich regelrecht an; zappen ja das ist ok mal sehen was sich finden lässt. Früher hätte ich keinen Gedanken daran verschwendet wie dann auch ich musste ja arbeiten außer am Wochenende mit den Kindern zusammen irgendwelche Kindersendungen und immer das Gezankte von ihnen was sie sehen wollten was habe ich mich immer aufgeregt darüber. Und heute ja heute was würde ich dafür geben sie wieder bei mir zu haben. Es treibt mir die Tränen in die Augen; nein ich habe es nicht verdient ich war kein guter Vater das ist meine Strafe versagt habe ich auf ganzer Linie. Schon wieder ein Weinkrampf ich will nicht mehr leben ich hasse mich so. Wie konnte ich das alles nur so zulassen wieso nur. Meine Gedanken kreisen in meinem Kopf herum wie ein Brummkreisel Arbeit Frau Kinder Geld Haus einfach alles, es überströmt mich wie ein riesiger Wasserfall der mich in den Wahnsinn treibt.
Es klingelt an der Tür ich erschrecke wie mit einem Hammerschlag werde ich aus meiner Lethargie meines Seins herausgerissen die blanke Angst überkommt mich ich fühle mich als hätte das Klingeln meine restliche Lebensenergie aus mir rausgezogen, ich bin wie erstarrt; Ring Ring. Ich will nicht an die Tür wer kann das sein Frank nein, der würde vorher anrufen das weiß ich. Meine Frau nein, die erst recht nicht. Mein Blick geht auf die Wanduhr die rechts über dem Fernseher hängt; verdammt schon 10:00 Uhr seit zwei Stunden bin ich schon auf der Couch ich kann mich nicht einmal daran erinnern was ich gemacht habe in der Zeit. Ich werde zur Küche gehen und aus dem Fenster schauen wer da ist, aber leise wie ein Dieb so komm ich mir vor ja keinen Laut machen. Es könnte ja einer von den ach so lieben Freunden sein die immer noch glauben dass sie mir helfen können, zum Kotzen sind sie keine Ahnung habe sie immer die gleichen Floskeln; wir wollen dir doch nur helfen, komm doch mal mit raus du brauchst doch nur Abwechslung sonst nix. Zum Teufel mit ihnen ich kann mir selber helfen so wie ich es immer gemacht habe. Ich schau vorsichtig durch das Fenster das mir einen Blick auf die Straße erlaubt, am Hoftor steht ein Mann in Uniform; wer ist das und was will der. Ich blicke ein wenig zur Seite und erkenne ein Postauto. Der Mann geht an das Auto und öffnet die Fahrertür steigt aber nicht ein sondern holt irgendwas raus und schließt die Tür wieder. Es ist also der Postbote was will er denn warum kann er einfach wie sonst auch immer die Post in den Briefkasten werfen; Ring Ring. Was will er denn von mir.
Das kann nur eins bedeuten und das ist bestimmt nix Gutes, mir wird übel mein Magen zieht sich zusammen und wieder das Gefühl von Angst als wenn man was gemacht hat und dabei erwischt worden ist. Es klingelt abermals; es nutzt nichts ich werde wohl aufmachen müssen.
Ich gehe an die Haustür und drücke den Knopf für das Öffnen des Hoftores. Ich warte einen Augenblick mit dem Öffnen der Wohnungstür, bis ich eine Silluette durch das Milchglas das in der Tür eingelassen ist sehe. Ich schließe die Tür auf und öffne sie nur so viel dass ich ihn erkennen kann. „Guten Morgen ich habe ein Einschreiben für Sie Herr Meyer“, schallt es mir entgegen. Der Postbote ist ein ca. 25-30 Jahre alter Mann, schlank mit einem Allerweltsgesicht, er wirkt recht genervt, sichtlich nicht erfreut darüber, dass er im Regen raus muss. „Unterschreiben Sie hier bitte!“ .Er hält mir einen Block hin und einen Kugelschreiber, ich unterschreibe mit einem unguten Gefühl, ich will nur schnell wieder rein. „Danke und hier sind noch ein paar Briefe für Sie“, „Ja ja, danke.“ Ich nehme die restliche Post entgegen. Ich schließe die Tür schnell und höre ihn noch sagen: „Einen schönen Tag noch.“ Er hatte es aber noch nicht einmal ausgesprochen da hatte ich schon die Tür zu. Ich gehe zur Küche um aus dem Fenster zu schauen ob er auch weg ist, ich sehe noch wie er ins Auto steigt und dann endlich weg fährt. Langsam gehe ich wieder ins Wohnzimmer um mich auf die Couch zu setzen und erst einmal mich zu sammeln. Mein Puls rast noch immer, ich schau mir die Briefe an bestimmt nur Rechnungen und Mahnungen und dieses Einschreiben. Es wirkt irgendwie amtlich; nein ich werde es jetzt nicht öffnen jetzt nicht, ich lege sie zum Rest der sich auf dem Tisch befindenden Post dazu. Es ist schon ein ganzer Haufen; egal was ich nicht weiß macht mich nicht heiß. Kaffe ich brauch Kaffe und eine Zigarette und Ablenkung ein Buch vielleicht. Früher hatte ich so viel gelesen ja regelrecht verschlugen habe ich sie aber in letzter Zeit habe ich keinen Nerv mehr dazu. Ich konnte mich einfach nicht konzentrieren egal wie oft ich es auch versuchte es klappte einfach nicht. Warum nur ich kam nicht dahinter.
Ich war jetzt 38 Jahre alt ich hatte alles einen Job der zwar nicht das war was ich wollte aber gut bezahlt für das was ich machen musste. Er brachte mir das Geld ein das ich brauchte um eine Familie und ein Haus zu unterhalten. Gut bürgerlich halt wie viele andere auch. Aber irgendwann hatte es mich angewidert ja einfach zum Kotzen war es.
Das jedoch machte sich später zwangsläufig auf der Arbeit bemerkbar. Immer öfter eckte ich bei Kollegen und Vorgesetzten an; was waren das nur für Idioten nur nie über den Tellerrand schauen Kleingeister halt bloß nicht auffallen immer schön mit dem Strom schwimmen.
Nicht fragen sondern nur machen, jeder Versuch was zu verändern bzw. auf Fehler aufmerksam zu machen würde mit Ignoranz und Überheblichkeit bis hin zu Anfeindung belohnt.
Es sind die typischen mafiösen Machtverhältnisse einer Großfirma die sich aufmacht ein Global Player auf dem Aktienmarkt zu werden. Ein Blick in das firmeneigne Telefonbuch und es wird einem schnell klar wem man den Arsch lecken muss wenn man was werden will und mit wem man besser kein Ärger haben sollte. Das Schlimmste daran ist, dass sie nicht einmal ihren Job beherrschen sondern nur damit prahlen und sich rühmen damit. Wenn sie doch mal Mist gemacht haben wurden ein paar Bauern geopfert und sie sind nach oben gefallen. Immer schön dem Motto nach: „Die Kleinen jagen und verheizen, egal wie.“ Hauptsache man steht gut da vor den anderen Speichelleckern.
Und wenn es jemand wagen sollte ihre eigene Unfähigkeit und Inkompetenz aufzuzeigen und obendrauf keine Angst vor ihnen hat, tja dann bleiben nur zwei Möglichkeiten. Entweder er fällt die Treppe rauf auf irgendeinen Job wo er keinen Schaden anrichten kann oder man wartet auf eine Gelegenheit ihn loszuwerden. Das Letztere passierte mir, krank zu werden das war der Anfang vom Ende. Diese verfluchte Bande diese Firma hatte mich krank gemacht, eine riesige Wut überkommt mich wenn ich nur daran denke. Nein es ist keine Wut sondern es ist Hass und doch ein Gefühl von Ohnmacht sich nicht mit rechtlichen Mitteln wehren zu können weil sie sicht nicht daran halten. Und sie versuchen einen am langen Arm verhungern zu lassen und das geht am besten wenn man den Geldhahn abdreht und das so lange bis das Geld weg ist und man alles was man verkaufen kann verkauft hat und wenn das dann noch immer nicht reicht, tja dann entzieht man noch die Krankenversicherung Renten- und Arbeitslosenversicherung auch wen das nicht legal ist so dauert der Klageweg lange und Zeit ist das was sie reichlich haben und man selbst wird in den Ruin getrieben. Was dann kommt ist klar die Familie bricht auseinander.
Konflikte brechen auf die nicht mehr zu beheben sind, so kommt es wie es kommen muss. Frau und Kinder verlassen einen das verändert jeden aber verstehen kann es keiner, ja Vorwürfe machen das können sie. „Warum hast du einfach nicht still gehalten so wie all die anderen auch. Warum musst du immer gegen den Strom schwimmen, du bist doch selber schuld“, und so weiter. Keine Moral, Stolz und Ehre haben sie, keine Werte, nur dem eigenen Ich verfallen, sie sind wie Schlachtvieh das zwar schreit aber sich nicht wehrt.
Nein dann lieber untergehen.
Ich gehe in die Küche um mir einen Kaffe zu holen. Dieses Einschreiben nervt mich ich weiß dass ich es aufmachen muss aber ich habe Angst davor. „Es wird schon nicht so schlimm sein“, rede ich mir selber ein aber mein Gefühl sagt mir was anderes. Ich bin hin und her gerissen von diesen Gedanken. Auf dem Weg zurück ins Wohnzimmer sehe ich schon den Berg von Post und oben drauf dieses verdammte Einschreiben. Ich habe das Gefühl, dass es mich anschreit: „Mach mich auf du Versager, mach schon sei kein Feigling!“ Ich setze mich hin und starre auf den Berg von Post, das meiste davon sind Zahlungsaufforderungen, Mahnungen, Anwaltsschreiben, nichts Gutes halt. Und oben drauf dieses Einschreiben.
Ich beschließe wieder ins Bett zu gehen, lieber das als dieses Einschreiben vor Augen zu haben. Ich gehe den Gang runter zum Schlafzimmer, die Tür ist offen ich weiß wenn ich erst einmal drin bin komme ich so schnell nicht wieder raus. Auf halbem Weg überkommt mich ein Gefühl als wäre jemand hinter mir. Die Panik kriecht langsam an mir hoch oder ist es doch eher Angst. Meine Schritte werden schneller ein Gedanke schießt mir in den Kopf; renn renn um dein Leben mach schon sonst... Ich weiß dass dieser Gedanke Blödsinn ist aber ich komme nicht dagegen an, meine Beine wollen nicht auf mich hören als würden sie von irgendeiner Kraft angetrieben die ich nicht steuern kann. Ich renne den Rest des Weges obgleich ich das Gefühl habe dass ich dahin krieche wie eine Schnecke, was ist wenn die Tür auf einmal zu gehen sollte was soll ich dann machen mich umdrehen, nein nie würde ich das machen oder doch! Ich greife nach dem Türgriff verfehle ihn aber, erst beim zweiten Mal bekomme ich ihn zu fassen: „Oh Gott gleich hat es mich nein ich will nicht dass es mich bekommt!“
Ich reiße die Tür zu sie kracht mit voller Wucht ins Schloss mit drei vier Schritten jage ich durch das Zimmer um mit einem Satz ins Bett zu stürzen. Ich zittere am ganzen Körper Angstschweiß rinnt mir dir Stirn runter mein Herz und Puls rasen wie wahnsinnig geschafft ich bin in Sicherheit. Dann überkommt mich eine unsagbare Müdigkeit der ich mich nicht widersetzen kann. Ich versuch dagegen anzugehen schaffe es aber nicht und schlafe ein.
Nach vier Stunden wache ich schweißgebadet auf ich fühle mich als wäre ich durch den
Fleischwolf gedreht worden. Sofort kommt mir dieses Einschreiben in den Kopf, ich starre an die Decke und versuch an was anderes zu denken an irgendwas anderes aber dieses Einschreiben will mir einfach nicht aus dem Kopf gehen. Was wird es wohl sein ich sehe es regelrecht vor mir wie es auf diesem Stapel von Briefen liegt in einem hellen Leuchten das mich blendet. Es wirkt wie die Offenbarung des Unheils das auf mich niederkommen soll. Ein Blick zum Fenster lenkt mich für einen kurzen Augenblick ab, es regnet noch immer beruhigend ist es und schön zugleich, dieses gleichmäßige Rauschen und Prasseln, dass ich nur noch liegen bleiben möchte und das für immer. Aber auf einmal kommt mir dieser Brief wieder in den Kopf ich werde ihn einfach nicht los. Egal jetzt ich werde ihn aufmachen ganz gleich was da auch kommen mag, ich schau rüber zur Tür: „nein dieses Mal werde ich nicht versagen dieses Mal nicht!“ Ich muss wissen was in diesem Brief ist bevor ich noch völlig den Verstand verliere. Ich steh auf und gehe stur auf die Tür zu, Wut und Zorn überkommt mich, mit einem festen Ruck stoße ich die Tür auf. Keine Spur mehr von Angst die ich noch am Morgen verspürt hatte. Wild entschlossen gehe ich den Gang runter an Bad und Küche vorbei bis ich mitten im Wohnzimmer stehe. Der verdammte Fernseher läuft noch immer, „oh wie ich ihn hasse“, aber da ist er ich zögere noch einen Augenblick gehe dann auf den Tisch zu nehme den Brief und reiße ihn auf. Meine Hand zittert vorbei war es mit all der Entschlossenheit ich verharre einen Augenblick wie eine Statue aus Stein komme ich mir vor kalt und regungslos. Langsam ziehe ich ihn aus dem Kuvert und blicke auf den Briefkopf. Mein Atem stockt ich kann nicht einmal schlucken ich habe das Gefühl als hätte man mir mein Herz rausgerissen. Ich sacke rückwärts auf die Couch wie ein Sack den man umgestoßen hat. „Amtsgericht Frankfurt am Main Bla Bla Zwangsräumung ihres Hauses bis zum 30.04.2005.“
Das war es wohl dann was jetzt, blanke Panik überkommt mich was soll ich denn jetzt machen Frau, Kinder, Job weg kein Geld mehr und jetzt auch nicht einmal ein Dach über dem Kopf mehr was soll ich denn bloß machen.
Aber auf einmal Ruhe in meinem Kopf nix passiert kein Gedanke einfach nichts regt sich in mir wie in Trance schau ich aus dem Fenster und blicke auf den Baum. Seine Äste bewegen sich noch immer aber ich habe keine Angst mehr vor ihm sondern ich habe viel mehr das Gefühl als rufe er mich zu sich, als wolle er mir was sagen ja als böte er mir seine Hilfe an.
Meine Kinder und meine Frau sie laufen um den Baum herum und lachen und rufen nach mir.
Ich mache die Tür zur Terrasse auf und ein kühler Windstoß und Regen erfühlt mich, es ist so angenehm ich trete zwei Schritte raus blicke dann hoch in den Himmel. Regentropfen laufen mir ins Auge auf meine Stirn, Wangen bis in meinen Nacken ich blicke wieder auf den Baum schön ist er ja er liebt mich er will mir helfen da bin ich mir sicher. Ich wende meinen Blick von ihm ab und gehe zur Garage. Der Boden ist kalt aber ich fühle mich wohl so durch den Regen zu laufen ohne Schuhe und Socken. Ich schließe die Garage auf nehme das
Abschleppseil aus dem Kofferraum meines Wagens raus schneide die beiden Karabinerhaken mit der Gartenschere ab und betrachte es einen Augenblick und lasse meine Hand darüber gleiten um zu fühlen wie jede Faser meine Haut durchdringt.
Ich verlasse die Garage ohne sie zu schließen und gehe wieder zur Terrasse zurück wo der weiße Gartentisch steht, dort angekommen lege ich das Seil auf den Tisch hebe ihn hoch und trage ihn zu dem Baum. Auf einem Ast sehe ich meine Kinder und meine Frau sitzen sie winken mir zu dass ich zu ihn kommen soll. „Gleich bin ich bei euch nur noch einen Augenblick“, rufe ich. Die Blätter des Baumes die auf dem Boden liegen, weich sind sie, wie Samt fühlen sie sich an. Ich stelle den Tisch unter dem dicksten Ast ab, binde eine Schlinge steige auf den Tisch und mach das andere Ende am Ast fest. Ich blicke noch einmal hoch zum Himmel, grau ist er mit ein wenig Weiß, er hat was von Ruhe in sich wie ein Schleier der sich um mich legt. Der Regen prasselt auf die am Boden liegenden Blätter es ist wie Musik und die Blätter bewegen sich im Takt dazu. Sie sind bereit mich aufzunehmen ich werde eins mit ihnen werden. Ich lege mir die Schlinge um dem Hals ein Gefühl von Erleichterung überkommt mich ja es ist ein Hochgefühl von Freiheit keine Last mehr keine Angst und Schuldgefühle mehr nichts mehr nur Erleichterung, ich blicke nach unten meine Kinder und meine Frau sind jetzt da sie winken mir dass ich zu ihnen kommen soll.
Nur noch ein Schritt und ich bin frei ja ich komme
|
15. 02. 2008, 02:48
|
#1
|
|
...
Registrierungsdatum: Sep 2007
Beiträge: 719
|
Re: Meinung zu meiner ersten Kurzgeschichte
Vor dem lesen:
Schön, dass du eine LRSchwäche hast, aber uns das auf die nase zu binden drückt schonmal den wert deiner geschichte. lass es weg und lass die fehler drin oder jag es mal eben durch die word kprrektur, das reicht dann schon zum lesen.
Nach dem lesen Objektive kritik:
Es ist lange her, dass ich das thema in der schule hatte. diese ganzen regeln da. drei dinge die mir formal aufgefallen sind: zeiten, erzähl perspektive und zahlen unter 10 schreibt man aus  . kann sein, dass ich irre, ich hab es nämlich nicht analysiert und nur einmal gelesen.
Subjektiv:
Authentisch bis auf der schluss. nicht "bis zum" schluss, da dieser mir übereilt vorgekommen ist. ob das so hätte passieren können? und wie viel fiktion denn an der sache überhaupt dran ist frage ich mich. wer muss was erlebt/erzählt bekommen haben um das so zu schreiben.
mich hat es jedenfalls für 10 min unterhalten, danke, auch wenn ich von dramatischen geschichten eigentlich die nase voll hab... den teil wo "er" sich über die gesellschaft bzw. seine ehemalige firma auslässt habe ich teilweise nicht gelesen. dort liegt der schwächste punkt. gut finde ich auch, dass man nicht so recht erfährt was mit frau und kind passiert ist. die tatsache, dass er so zerstört ist steht im vordergrund.
Was hast du dir für rezensionen erhofft?
Wo veröffentlichst du deine geschichten für normal noch? ich persöhnlich würde das nie bei gulli tun, danke dir abere, dass du es getan hast und ich sie habe lesen können.
|
15. 02. 2008, 04:09
|
#2
|
|
Mitglied
Registrierungsdatum: Nov 2006
Ort: Norditalien *überleg
Beiträge: 194
|
Re: Meinung zu meiner ersten Kurzgeschichte
Was das veröffentlichen von Texten betrifft, kann ich dir nur
www.verlorene-werke.de empfehlen. Nette Leute, große community... da stehen/sanden auch mal ne Menge von meinen Kurzgeschichten .-)
Und ich hab dank denen viel dazu gelernt
|
21. 02. 2008, 16:38
|
#3
|
|
Mitglied
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Feb 2008
Beiträge: 2
|
Re: Meinung zu meiner ersten Kurzgeschichte
Hi vielen Dank für deinen Tipp . Die Seite scheint recht gut zu sein , unter was für einen Namen hast du dort geschrieben . Wenn das ok ist das ich das frage?
|
22. 02. 2008, 11:26
|
#4
|
|
|
Re: Meinung zu meiner ersten Kurzgeschichte
Den ersten Satz hast du zerstückelt und gewürfelt um zu verhindern, dass jeder Satz mit "ich" anfängt. Hast aber dadurch nichts gerettet, weils später immer wieder auftaucht und auffällt.
Bring Abwechslung rein, ich würds so schreiben, wenn ichs schreiben würde (als Beispiel der Anfang):
Ich liege wach in meinem Bett, die Nacht war wieder viel zu kurz. Vor dem Fenster fallen die Regentropfen und klopfen ungeduldig, verlangen Einlass. Sollte ich einen Blick hinaus wagen? Vielleicht wird dieser Tag ja besser als der letzte. Sicher. Schlechter kann er kaum werden. Der Gedanke gibt mir genug Kraft mich von der Matratze zu hieven.
Sieben Schritte sinds bis zum Fenster, doch auf halbem Weg vergeht mir die Lust, ich drehe mich um und schlendere in die andere Richtung, während der kalte Boden meine Füße kitzelt suche ich in der Dunkelheit...
|
22. 02. 2008, 22:33
|
#5
|
|
Trias
Registrierungsdatum: Jan 2008
Beiträge: 26
|
Re: Meinung zu meiner ersten Kurzgeschichte
Bist du nicht Jackie1996?
|
23. 02. 2008, 08:14
|
#6
|
|
Alle Zeitangaben in UTC +1. Es ist jetzt 19:45 Uhr.
|
|