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The Slayer
Registrierungsdatum: Sep 2007
Ort: Wo Pfeffer wächst.
Beiträge: 958
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Mein innerstes Ich
Vorab möchte ich sagen, dass ich lange damit gerungen habe, ob ich dieses nun hier niederschreiben soll oder nicht, da niemand etwas davon weiß, ich es noch nie niemanden erzählt habe. Aber langsam ist es an der Zeit, das dieses Ich nach außen getragen werden muss, damit es mich nicht mehr von innen her zerfrisst.
Vor allem habe ich mir aber überlegt, ob ich mir nicht lieber einen Zweitaccount zulege, habe mir dann aber gedacht, ich stehe zu dem, was ich schreibe.
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Eine Geschichte. Ihr fragt euch jetzt bestimmt, was für eine Geschichte?
Ich werde euch die Geschichte von einem Menschen erzählen, der den Glauben und das Vertrauen in die Menschheit nie gefunden hat.
Einem Menschen, dem es fremd ist Mensch zu sein, der sich mit anderen Menschen nicht identifizieren kann.
Einem Menschen, der immer versucht hat, das Gute in der Menschheit zu sehen, höflich, nett und zuvorkommend zu den Menschen war.
Man weiß nicht was der Auslöser war, dass dieser Mensch erkaltet ist.
War es jene furchtbare Trennung von Vater und Mutter, wo jener Mensch sechs Jahre alt war?
War es, weil er nie wirkliche Liebe widerfahren hat, weder von Mutter, noch vom Stiefvater?
Oder weil er immer und immer wieder von den Menschen enttäuscht worden ist?
So lebt nun dieser Mensch, Tag für Tag, um herauszufinden, warum die Menschen sind wie sie sind. Verzweifelt klammert er sich an die Hoffnung, dass irgendein Mensch, nicht so sein kann wie er denkt.
Nun, was aber denkt dieser Mensch über die Menschen, bzw. weiß es haargenau?
Er weiß, Menschen sind dumm, nicht alle, aber ein großer Teil.
Er weiß, Menschen sind intolerant, naiv, egoistisch und selbstzerstörerisch, nicht alle, aber ein großer Teil.
Da dieser Mensch schon so viele Enttäuschungen erlebt hat, ist ein Mensch für Ihn nichts mehr wert. Er kümmert sich nicht drum, welche Gefühle die Menschen haben, egal was er ihnen antut. Es kümmert ihn nicht, welches Schicksal sie erlitten haben.
Eine Pflanze, ein Baum, ein Fussel, ja selbst Dinge, sind ihm mehr Wert, als Menschen. Er betrachtet Menschen als Gegenstände, die man benutzt, wenn man sie braucht und dann weg wirft, wenn sie nutzlos geworden sind.
Dieser Mensch ist lieber alleine, abgeschottet von all den anderen Menschen, doch er kann nicht alleine sein, da er ein Mensch ist und Geld verdienen muss, damit er leben kann, ein Mensch sein kann, was ihm zuwider ist. Er ekelt sich davor, Mensch zu sein, ekelt sich, sich wie ein Mensch verhalten zu müssen, wie ein Mensch leben zu müssen.
Eine Geschichte. Eine traurige Geschichte? Oder doch nur eher eine Geschichte, die man nicht glaubt, weil man naiv ist und es einfach nicht glauben kann?
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17. 02. 2008, 00:33
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#1
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Hip-Hop is alive!
Registrierungsdatum: Jan 2008
Ort: Schweiz
Beiträge: 411
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Re: Mein innerstes Ich
Ich glaube es dir und du tust mir leid, dass du nichts schönes in den Menschen sehen kannst. Hol dir professionelle Hilfe.
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17. 02. 2008, 01:10
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#2
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Mitglied
Registrierungsdatum: Feb 2006
Beiträge: 37
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Re: Mein innerstes Ich
Eine Runde Mitleid ,mit 24Jahren wirste noch viel erleben was deine Meinung ändern wird .Also mach dir das Leben nicht unnötig schwer und denke nicht du seiest Verletzt worden von Menschen..Lerne damit Umzugehen.Kämpfe dagegen.Setz dir Ziele. Und Verschwende dein Leben nicht weil du denkst es macht eh keinen Sinn.Denn diese Dinge zeigen von Stärke..
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17. 02. 2008, 01:10
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#3
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Mitglied
Registrierungsdatum: May 2006
Beiträge: 28
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Re: Mein innerstes Ich
Ich kenne das leider auch sehr gut wurde auch bis jetzt (bin jetzt 24) immer nur ausgenutzt und verarscht.
Ich bin so ein typ der andauernd nur zuhause sitzt am Pc was macht weil ich ehrlich gesagt nichts mit anderen Menschen zu tun haben will. Arbeiten und einkaufen geh ich schon ausser Haus aber in meiner Freizeit sitze ich immer zuhause.
Den Text von TS hätte ich auch schon fast so schreiben können.
Jiao
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17. 02. 2008, 02:07
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#4
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lebt @home wie im Kloster
Registrierungsdatum: Aug 2001
Beiträge: 3.940
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Zitat:
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Zitat von Jiaochan
Ich bin so ein typ der andauernd nur zuhause sitzt am Pc was macht [...]
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Naja, wenn ich (~28) mal nicht rausgehe bzw. Babysitte, siehts hier auch nicht anders aus.
Wie sieht's mit Freunden oder Freundin aus ?
Früher vor etwa 8 Jahren habe ich eine Disco von innen zuletzt gesehen, naja, die hier in Ampelborn kann man eh vergessen...
Naja, meine Mutter hatte sich damals wo ich etwa 11 war auch von meinem Ex-Erzeuger getrennt, er hatte die Scheidung eingereicht, er war sowieso untreu
Mit meinem Ex-Erzeuger habe ich auch keinen Kontakt mehr, er kann da bleiben wo der Pfeffer wächst, meine Mutter reicht mir, auch wenn ich bald umziehe.
Nunja, das sich deine Eltern wo du 6 warst getrennt haben, wenn ich es richtig rausgelesen habe, ist schon traurig.
Lass nicht den Kopf hängen und unternimm irgendwas, mir geht es ehrlich gesagt psychisch nicht toll, liegt daran das ich keine Freundin/Frauchen habe und das meine Nichte (~14) noch im Kinderheim ist.
Nunja, ich könnte zwar einen halben Roman schreiben was ich euch nicht antun möchte.
Gute Nacht oder morgen.
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17. 02. 2008, 03:27
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#5
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Geisterfahrer
Registrierungsdatum: Apr 2006
Ort: südlich des Nordpols
Beiträge: 2.186
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Re: Mein innerstes Ich
Hallo TS
Ich würde sagen, du bist ein klassisches Beispiel dafür, was in frühester Kindheit kaputt gemacht werden kann.
Google mal nach "Erikson, Urvertrauen vs. Misstrauen"
oder nach "Mahler, emotionale Entwicklung"
und besprich dich danach mit deinem Arzt oder Psychiater.
Bist nicht selbst schuld. Das kriegen nur Erwachsene hin, jemand so kaputt zu machen.
Aber nun wirst du selbst erwachsen, auch wenn dir das grundlegende Fundament fehlt.
Kannst aber noch versuchen das Beste daraus zu machen. Es lohnt sich.
Gruss jomsn
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17. 02. 2008, 09:21
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#6
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The Slayer
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Sep 2007
Ort: Wo Pfeffer wächst.
Beiträge: 958
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Re: Mein innerstes Ich
Ich glaube nicht, das diese Trennung, allein der Grund ist, warum ich so bin wie ich bin. Es ist vielmehr das spätere was ich erlebt habe, was mir das Leben gezeigt hat.
Die Trennung habe ich ja aktiv miterlebt und ich habe auch noch gute Erinnerung dran, aber ich war nie traurig darüber, dass sich meine Eltern getrennt waren, eher im Gegenteil, ich war froh das mein alkoholischer Vater weg war. Seitdem habe ich auch ihn nie wieder gesehen und ich habe auch nicht das Verlangen danach ihn zu sehen.
Ne Freundin habe ich und ich behandle sie eigentlich auch gut, was eher untypisch für mich ist. Sie kennt aber nicht diese Seite von mir, niemand hatte sie bisher gekannt wie ich ja schon erwähnt hatte.
Kopf hängen lassen tue ich nicht, dafür ist mein Selbstbewusstsein zu groß. Aber ich bewahre mich davor, Menschen näher an mich ranlassen, werde mich davor bewahren, dass sie mich näher kennen lernen.
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17. 02. 2008, 11:26
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#7
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Geisterfahrer
Registrierungsdatum: Apr 2006
Ort: südlich des Nordpols
Beiträge: 2.186
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Re: Mein innerstes Ich
Zitat:
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Zitat von Godslayer1984
Ich glaube nicht, das diese Trennung, allein der Grund ist, warum ich so bin wie ich bin. Es ist vielmehr das spätere was ich erlebt habe, was mir das Leben gezeigt hat.
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Hallo Godslayer
hast du gegoogelt was ich dir vorgeschlagen habe? Dann wüsstest du, dass ich nicht die Trennung der Eltern meinte und auch nicht was danach war. Die Risse im Vertrauen sind viel früher entstanden - nehme ich jedenfalls mal an. Alles danach ist nur noch ein mühseliges den Pfad zwischen den Rissen finden.
Aber es gibt einen Ausweg! Wenn es dich interessiert frag im Tread nach oder schreib mit eine PN.
Gruss jomsn
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17. 02. 2008, 11:35
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#8
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Sich wehrender Genormter
Registrierungsdatum: Feb 2007
Beiträge: 26
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Re: Mein innerstes Ich
Naja sowas kenn ich auch ein wenig.
Nicht so krass, aber in die gleiche Richtung gehend.
Sag mal ganz ehrlich: wieviel Wert legst du darauf was andere von dir halten?
Ist dein Selbstbewusstsein narzisstischer oder "wahrer" Natur?
Mein Mutter hat mir mal eine Postkarte geschenkt wo folgendes draufstand:
(Ich find es prima, auch wenn ich 0 religiös o.ä bin.)
Der Engel der Gemeinschaft sei mit Dir.
Wenn Du glaubst,
Du kämest immer und überall
auch alleine gut zurecht,
lasse er Dich jedesmal aufmerken,
wenn Du mit anderen gute Erfahrungen machst.
Wenn Du aus Enttäuschungen heraus
anderen mit Skepsis und Misstrauen begegnest,
erinere er Dich daran,
dass man auch Dich nur ertragen kann,
indem man Dir gelegentliche Fehler verzeiht.
Wenn Du wieder einmal darauf wartest,
dass jemand zuerst auf Dich zukommt,
lasse er Dich rechtzeitig spüren,
dass Gott Dir Füße geschenkt hat,
die auch für erste Schritte taugen.
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17. 02. 2008, 12:30
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#9
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The Slayer
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Sep 2007
Ort: Wo Pfeffer wächst.
Beiträge: 958
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Re: Mein innerstes Ich
Was andere von mir halten? Hm... um es deutlich zusagen, es ist mir egal was andere von mir halten, entweder man nimmt mich so wie ich bin oder man lässt es halt. Ich zwinge niemanden, zu verstehen, warum ich so denke, warum ich so bin, aber diejenigen die es versuchen zu verstehen, erhalten den größten Respekt von mir.
Mein Selbstbewusstsein ist von wahrer Natur, da ich schon früh lernen musste, mir alles selbst beizubringen, Selbstständig zu sein und mir alles immer hart erarbeiten musste.
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17. 02. 2008, 12:37
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#10
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