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Der Rebell
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Re: Wer macht es in den USA?

@ Matze,

das ist doch nicht mein persönlicher Favorit.

Ich habe nur spekuliert, wie es ausgehen wird.
Alt 07. 02. 2008, 20:34 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #76
niD
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Re: Wer macht es in den USA?

Hmm leider hab ich auch McCain als Präsident im Gefühl aber ich bin immer noch für Obama.
Alt 07. 02. 2008, 20:38 niD is offline Mit Zitat antworten #77
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Re: Wer macht es in den USA?

Obama
Alt 07. 02. 2008, 20:45 StolacBosna is offline Mit Zitat antworten #78
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Re: Wer macht es in den USA?

@ verifyme:
Wer ist nicht dein persönlicher Favorit bzw. wer ist es?

Naja, ich denke aber eher, dass die Meisten erst die persönlichen Interessen mit denen ihrer Favoriten vergleichen. Und die "Qualitätsmerkmale" Obamas und Clintons könnten doch auch gutes verheißen. Wo doch gerade die Frau wie auch der Schwarze in der Geschichte Amerikas ständig unter Unterdrückung leiden musste.
Und ich glaube ehrlich gesagt kaum, dass die Interessen eines Bürgers, der für die Gleichberechtigung von Schwarzen ist, sehr von den Interessen Obamas abweichen.

Edit:
@StolacBosna: Hast du nichts geistreicheres Beizutragen?
Alt 07. 02. 2008, 20:50 Matze-Katze is offline Mit Zitat antworten #79
niD
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Re: Wer macht es in den USA?

Zitat:
Obama Wins Super Tuesday: Wins Most States, Wins Most Delegates

Hat Clinton nicht die meisten Delegierten?
Alt 07. 02. 2008, 20:57 niD is offline Mit Zitat antworten #80
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Re: Wer macht es in den USA?

Hier kann man in der Mitte des Artikels genau sehen, wer wo wieviele Wahlmänner gewonnen hat.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...533307,00.html

Die Landkarte zeigt die einzelnen US-Staaten.

Insgesamt sind es danach 823 zu 741 Wahlmänner für Clinton. (Registerkarte: "Delegierte insgesamt")
Alt 07. 02. 2008, 21:03 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #81
niD
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Re: Wer macht es in den USA?

kann sich eig. irgendwo Obamas Reden auf deutsch anhören oder durchlesen? Ich bin leider nicht so gut als das ich ihn so gut verstehe.
Alt 07. 02. 2008, 21:10 niD is offline Mit Zitat antworten #82
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Re: Wer macht es in den USA?

Zitat:
Zitat von 3zzix
Matze-katze hat recht,
was man nicht außer acht lassen sollte, ist nämlich, dass über die hälfte der delegierten noch nicht gewählt wurden und edwards noch nicht position bezogen hat (hofftentlich setzt er sich für obama ein, damit hätte obama meiner meinung nach die südstaaten sogut wie auf seiner seite). Somit ist das Rennen noch mehr als völlig offen.

Wobei ich aber leider auch die befürchtung habe, dass es nachher ein republikaner wird (bauchgefühl)

Von der demokratischen Seite aus betrachtet magst du recht haben. Größte Chance für Obama wäre dann z.B. North-Carolina und wahrscheinlich auch Louisiana obwohl Hillary gute Chancen hat im wichtigen Florida zu punkten. Bedenkt man aber das die Konservativen-Hochburg Texas (nach Kalifornien) einen für die Wahl entscheidenden Faktor darstellt und auch dessen Nachbarstaaten von nicht minderer Relevanz sind, könnte das insgesamt ein herber Rückschlag für die Demokraten werden. Vielleicht daher das "Bauchgefühl".

Ich persönlich finde die politischen Ansätze beider demokratischen Kandidaten gut und die Wahlprogramme recht vielversprechend. Jedoch bin ich gegen ihre Irak-Politik. Ein Abzug des Militärs hätte möglicherweise katastrophale Folgen für den Irak und den Nahen Osten. Jedenfalls finde ich diese "Das Land seinem Schicksal überlassen" Statements ein wenig unverantwortlich. Die Gewalt zwischen Schiiten und Sunniten würde vermutlich vollständig eskalieren, der Irak als Staat wäre dem Untergang geweiht. Und da anschliessend jeder der irakischen Nachbarstaaten territoriale Ansprüche für sich erheben könnte, führt das evtll. zu erheblichen Konfliken in diesem Gebiet. Ein aussenpolitisches Desaster meiner Meinung nach. Naja ist nur eine Spekulation meinerseits und ich hoffe das ich da falsch liege.

Eine Sache finde ich aber was die Wahlen betrifft mittlerweile ziemlich bedenklich. Man hat die Möglichkeit als Afroamerikaner, als Frau, ja vielleicht sogar als homosexueller Präsident zu werden, nicht aber als Atheist. Egal ob republikanisch oder demokratisch hinter beiden Fraktionen steht eine starke religiöse Gemeinschaft. Evangelikale, Baptisten, Methodisten. Wovon letztere noch vertretbarer sind als die anderen. Jedenfalls schleicht sich diese teils recht aggressive Religiösität immer mehr ins politische Geschehen, ohne grossartig aufzufallen. Eine meiner Meinung nach gefährliche Entwicklung für eine so mächtige Instanz wie die USA es sind.

Überhaupt sind die Weltreligionen (traurigerweise) wieder stark im Kommen und jede Seite egal ob christlich oder islamistisch erhält wieder vermehrt zuwachs (besonders die radikaleren Vertreter beider Seiten). Wie gesagt, in meinen Augen bedenklich.
Alt 08. 02. 2008, 00:05 Xcellent is offline Mit Zitat antworten #83
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Re: Wer macht es in den USA?

Zitat:
Zitat von Xcellent
Eine Sache finde ich aber was die Wahlen betrifft mittlerweile ziemlich bedenklich. Man hat die Möglichkeit als Afroamerikaner, als Frau, ja vielleicht sogar als homosexueller Präsident zu werden, nicht aber als Atheist. Egal ob republikanisch oder demokratisch hinter beiden Fraktionen steht eine starke religiöse Gemeinschaft. Evangelikale, Baptisten, Methodisten. Wovon letztere noch vertretbarer sind als die anderen. Jedenfalls schleicht sich diese teils recht aggressive Religiösität immer mehr ins politische Geschehen, ohne grossartig aufzufallen. Eine meiner Meinung nach gefährliche Entwicklung für eine so mächtige Instanz wie die USA es sind.

Die Entwicklung ist aber nicht erst jetzt im Kommen. Die Staaten waren schon immer sehr dadurch beeinflusst.
Alt 08. 02. 2008, 11:03 Dahlia is offline Mit Zitat antworten #84
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Re: Wer macht es in den USA?

Zitat:
Zitat von Xcellent
Bedenkt man aber das die Konservativen-Hochburg Texas (nach Kalifornien) einen für die Wahl entscheidenden Faktor darstellt und auch dessen Nachbarstaaten von nicht minderer Relevanz sind, könnte das insgesamt ein herber Rückschlag für die Demokraten werden.
Jedoch gibt es auch in den Südstaaten doch mehr Schwarze als Weiße(die aber die Mehrheit der Reichen bilden), wenn ich mich da nicht irre. ALso würd es doch so schlecht nicht sein für Obama.
Alt 08. 02. 2008, 11:56 3zzix is offline Mit Zitat antworten #85
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Re: Wer macht es in den USA?

Man sollte das Denken der Leute nicht unterschätzen. Das spiegelt sich auch in der gesellschaftlichen Realität wider, wenn es um Verhaftungen geht und die immer wieder zu beobachtenden Prügelorgien von Polizisten an Schwarzen zB. Es wird auch behauptet, daß der zögerliche Wiederaufbau von NewOrleans darin seine Ursache hat.

Natürlich ruft niemand "Wir wollen keinen schwarzen Präsidenten"; aber gedacht wird es von vielen.

Rassistische Kriterien sind weltweit im Denken verankert und eine Linie, an der noch immer viele Entscheidungen gefällt werden. Oder finden Türken in Deutschland genauso einfach einen Vermieter wie Deutsche? Auf wen fällt der erste Verdacht bei der Aufklärung und Verfolgung von Straftaten?

Über den schwarzen Schwiedersohn brauchen wir gar nicht erst zu reden.
Alt 08. 02. 2008, 12:12 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #86
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Re: Wer macht es in den USA?

also ich seh mit den weißen reichen nich so...
zum glück kann man sich in den usa nicht mehr stimmen kaufen als man hat(okay außer von bestechung etc abgesehen...)

und die schwarze bevölkerung nimmt im vergleich zu den weißen rapide zu... jetzt siehts ja schon so aus, dass die bev. 50% weiss und 50% schwarz, asiatisch, latinos sind. was also das angeht kann man relativ entspannt sein, denn niemand von den anderen 50% wird einen präsi wählen der krass konservativ ist Oo

wiederum.... die NSDAP wurde damals auch gewählt -.- was jetz nich heißen soll, das die
clinton oder mccain so sind... ich wollte damit nur sagen das es durchaus sein kann das die leute nich wissen was sie da wählen^^"

ich jedenfalls hoffe das obama das rennen macht... kann mir gut vorstellen das es mit ihm durchaus viele positive änderungen in der welt und in amerika gibt... und er ist schwarz!
Alt 08. 02. 2008, 12:49 NGEFan is offline Mit Zitat antworten #87
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Re: Wer macht es in den USA?

Die Losung jedes US-Präsidenten lautet: "Amerika first"

Also nicht allzu viele Hoffnungen haben. Aber ein bischen weniger Bush ist ja auch was wert.
Alt 08. 02. 2008, 12:53 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #88
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Re: Wer macht es in den USA?

Zitat:
Zitat von NGEFan
.. ich wollte damit nur sagen das es durchaus sein kann das die leute nich wissen was sie da wählen^^"

Die meisten Leute wissen vermutlich nicht was sie da wählen. Die breite masse folgt eher einer stupiden Stimmung im Land die durch die mediale Omnipräsenz verursacht und geschürt wird. Es ist meistens nur der intellektuelle Teil der Wählerschaft der sich die Programme seiner Kandidaten wirklich durchliest und begreift.

Zitat:
Zitat von NGEFan
ich jedenfalls hoffe das obama das rennen macht... kann mir gut vorstellen das es mit ihm durchaus viele positive änderungen in der welt und in amerika gibt... und er ist schwarz!

Obama ist jedenfalls ein guter Rethoriker der es schafft ein breites Publikum anzusprechen. Seine Hautfarbe gibt aber überhaupt keinen aufschluss über seine politischen Fähigkeiten, was viele offenbar übersehen. Wie er sich letztenendes wirklich in der Politik schlagen würde bleibt abzuwarten, falls es dazu kommt.
Alt 08. 02. 2008, 13:09 Xcellent is offline Mit Zitat antworten #89
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Re: Wer macht es in den USA?

Zitat:
Zitat von verifyme
Die Losung jedes US-Präsidenten lautet: "Amerika first"
Das hat Amerika auch bitter nötig.

Zitat:
Zitat von Xcellent
Ich persönlich finde die politischen Ansätze beider demokratischen Kandidaten gut und die Wahlprogramme recht vielversprechend. Jedoch bin ich gegen ihre Irak-Politik. Ein Abzug des Militärs hätte möglicherweise katastrophale Folgen für den Irak und den Nahen Osten. Jedenfalls finde ich diese "Das Land seinem Schicksal überlassen" Statements ein wenig unverantwortlich. Die Gewalt zwischen Schiiten und Sunniten würde vermutlich vollständig eskalieren, der Irak als Staat wäre dem Untergang geweiht. Und da anschliessend jeder der irakischen Nachbarstaaten territoriale Ansprüche für sich erheben könnte, führt das evtll. zu erheblichen Konfliken in diesem Gebiet. Ein aussenpolitisches Desaster meiner Meinung nach. Naja ist nur eine Spekulation meinerseits und ich hoffe das ich da falsch liege.
Ich glaube, du hast da was falsch verstanden. Die U.S. Truppen sind nicht in den Irak gegangen um Probleme zu lösen. Sie brachten die ganzen Probleme. Die USA hat sich da in etwas eingemischt mit dem es rein gar nichts zu tun hatte. Es gab keine Gefahr für die nationale Sicherheit Amerikas, dort war keine Al Qaeda und die Iraker und Saddam Hussein hatten nichts mit dem 11. September oder anderen Anschlägen zu tun. Also, was tuen die Amis noch im Irak?!
-sie bringen Chaos, Tote und noch mehr Tote!
Und wenn ich dann einen McCain höre, der von weiteren 100 Jahren im Irak redet, bekomm ich echt das Kotzen.
Hier ein paar Videos dazu:
Video, noch ein Video und noch eins
Alt 08. 02. 2008, 13:46 Matze-Katze is offline Mit Zitat antworten #90
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Re: Wer macht es in den USA?

Dasselbe in Afghanistan.

Und Deutschland schliddert da hinein. Dieser hochgepuschte Feigheitsvorwurf ist schon sehr geschickt.

Das sind alles diese bekannten uralten Floskeln wie zB: "Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns" etc pp.

SpOn schreibt: "Bush geht - seine Außenpolitik bleibt"

Das dürfte auch noch lange so bleiben und mehrere kommende Präsidentschaften binden, wenn sie nicht ihren Führungsanspruch vollständig aufgeben wollen.
Alt 08. 02. 2008, 14:00 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #91
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Re: Wer macht es in den USA?

Zitat:
Zitat von Matze-Katze
Ich glaube, du hast da was falsch verstanden. Die U.S. Truppen sind nicht in den Irak gegangen um Probleme zu lösen. Sie brachten die ganzen Probleme. Die USA hat sich da in etwas eingemischt mit dem es rein gar nichts zu tun hatte. Es gab keine Gefahr für die nationale Sicherheit Amerikas, dort war keine Al Qaeda und die Iraker und Saddam Hussein hatten nichts mit dem 11. September oder anderen Anschlägen zu tun. Also, was tuen die Amis noch im Irak?!
-sie bringen Chaos, Tote und noch mehr Tote!
Und wenn ich dann einen McCain höre, der von weiteren 100 Jahren im Irak redet, bekomm ich echt das Kotzen.
Hier ein paar Videos dazu:
Video, noch ein Video und noch eins

Da hast du meine Aussage jetzt aber falsch interpretiert, ich habe nie bestritten, das die USA mit ihrem Krieg der entscheidende Katalysator für diese Probleme waren. Was ich sagen wollte ist, das es falsch ist ein "Chaos" anzurichten und sich jetzt zu verdrücken, als wäre nichts gewesen. Mt etwas mehr Zeit und einer besseren Organisation der Truppen hätte man die Lage durchaus stabilisieren können, dazu sind durchaus Ansätze vorhanden. Die USA trägt weiterhin einen Teil der Verantwortung für die Lage dort.

Im moment sind die noch verbliebenen Truppen der letzte Puffer zwischen Schiiten und Sunniten, bevor eine endgültige Eskalation hereinbricht und der nächste Größenwahnsinnige mit aller Gewalt versucht die Macht zu erlangen. Das ist der Wirtschaft und der Humanität garantiert nicht förderlich. Wenn die Truppen nicht mehr sind, geht es mit dem Abschlachten zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen erst richtig los und das verursacht garantiert noch mehr Tote.

Deshalb müssen die Truppen meiner Meinung nach dableiben und es einfach nur besser machen. Mittlerweile gibt es diverse zivile Programme, mit der man versucht sich der allgemeinen Bevölkerung besser anzunähern und das Vertrauen zu gewinnen, möglicherweise ein Schritt in die richtige Richtung, davor war es lediglich miltärische Logistik und das hat sich eben geändert. Und das seh ich garantiert nicht konservativ sondern rein Geopolitisch.
Alt 08. 02. 2008, 14:15 Xcellent is offline Mit Zitat antworten #92
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Re: Wer macht es in den USA?

Wenn Du es "geopolitisch" siehst, solltest Du Dich mal fragen, in wievielen Ländern ganz ähnliche Verhältnisse herrschen. Dort scheint es aber kein Interesse an Befriedung zu geben.

Der Irak ist nunmal nicht mit dem besiegten Deutschland zu vergleichen. Allein schon deswegen nicht, weil es in Deutschland nach dem Krieg niemanden gab, der die "Besatzer" vertreiben wollte. Eine gespaltene Gesellschaft gab es auch nicht.

Es stellt sich doch mehr und mehr die Frage, ob die Probleme im Irak und in Afghanistan überhaupt auf diese Weise lösbar sind. Ich vermute eher, daß die gegnerischen Kräfte einen langen Atem haben und nur darauf warten, daß die "Fremden" wieder verschwinden. Bis dahin sind die Probleme einfach vertagt und brechen sofort wieder auf.

Genau diese Logik bindet jeden US-Kandidaten. Es ist nichts einfacher, als Wahlversprechen in diesem Punkt schnell zu brechen. Was immer ein Kandidat vor einer Wahl sagt, der Hinweis auf die "nationale Sicherheit" ist ein mächtiger Hebel, der alles vergessen läßt.
Alt 08. 02. 2008, 14:26 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #93
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Re: Wer macht es in den USA?

Zitat:
Zitat von verifyme
Dasselbe in Afghanistan.

Und Deutschland schliddert da hinein. Dieser hochgepuschte Feigheitsvorwurf ist schon sehr geschickt.

Das sind alles diese bekannten uralten Floskeln wie zB: "Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns" etc pp.

SpOn schreibt: "Bush geht - seine Außenpolitik bleibt"

Das dürfte auch noch lange so bleiben und mehrere kommende Präsidentschaften binden, wenn sie nicht ihren Führungsanspruch vollständig aufgeben wollen.
Natürlich, Deutschland will ja schließlich auch an dem Krieg profitieren. Wenn es nach Merkel gegangen wär, wären wir auch in den Irak hineinmarschiert. Aber das wollte niemand auf sich nehmen, da dieser dann das ganze Volk gegen sich hätte.

Interessanter Artikel. Obamas Slogan "Change - We can believe in" sowie seine politischen Ansichten besagen ja gerade, dass er diesen Teufelskreis beenden will. Auch wenn ich skeptisch bin was die Zeit nach dem Irak und Co. angeht, da die geldgeilen Rüstungs- und Waffenindustrien, die sich am Irakkrieg mittlerweile schon dumm und dämlich verdient haben, einen enormen Druck ausüben werden.

Edit:
Zitat:
Da hast du meine Aussage jetzt aber falsch interpretiert, ich habe nie bestritten, das die USA mit ihrem Krieg der entscheidende Katalysator für diese Probleme waren. Was ich sagen wollte ist, das es ist falsch ist ein "Chaos" anzurichten und sich jetzt zu verdrücken, als wäre nichts gewesen. Mt etwas mehr Zeit und einer besseren Organisation der Truppen hätte man die Lage durchaus stabilisieren können, dazu sind durchaus Ansätze vorhanden. Die USA trägt weiterhin einen Teil der Verantwortung für die Lage dort.

Ich glaube kaum, dass Bush & Co. jemals an ein Ende des Krieges gedacht haben bzw. denken wollten. Im Hintergrund wird doch ordentlich Geld verdient - Stichpunkt Waffenindustrie.
Deswegen kann man diesen Krieg nicht "gewinnen" geschweige denn die Lage stabilisieren. Er sollte von Anfang an ewig dauern. Und McCain weiß das und baut genau darauf auf.
Und nein, nich die USA trägt Verantwortung für die Lage dort, sondern Bush und Co. - die, die den Krieg inszeniert und propagiert haben müssen zur rechenschaft gezogen werden.
Alt 08. 02. 2008, 14:27 Matze-Katze is offline Mit Zitat antworten #94
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Re: Wer macht es in den USA?

Zitat:
Zitat von verifyme
Wenn Du es "geopolitisch" siehst, solltest Du Dich mal fragen, in wievielen Ländern ganz ähnliche Verhältnisse herrschen. Dort scheint es aber kein Interesse an Befriedung zu geben.

Sicherlich findet sich auch dort eine ähnliche Problematik, und ich würde es auch nicht für gut halten wenn sich jetzt irgendein Staat zum Retter und Erlöser deklariert. Aber im Fall Irak ist es nun einmal geschehen und gerade der Irak ist geopolitisch ein Sonderfall. Der Schmelztiegel des Nahen Ostens, zwischen Sunniten und Schiiten. Das hat man (abgesehen von Afghanistan vielleicht) nirgends. Aber wie ich schon sagte, wenn man schon ein Chaos verursacht trägt man auch die Verantwortung dabei mitzuhelfen es zu beseitigen.

Zitat:
Zitat von verifyme
Es stellt sich doch mehr und mehr die Frage, ob die Probleme im Irak und in Afghanistan überhaupt auf diese Weise lösbar sind. Ich vermute eher, daß die gegnerischen Kräfte einen langen Atem haben und nur darauf warten, daß die "Fremden" wieder verschwinden. Bis dahin sind die Probleme einfach vertagt und brechen sofort wieder auf.

Dieses Problem seh auch ich, jedoch darf man nicht vergessen das dieser lange Atem nicht von der Mehrheit Bevölkerung an sich, sondern von den einzelnen radikalen politischen Gruppierungen ausgeht, die den Hass auf die Fremden und auf die Gegenseite schüren. Wenn man also die Mehrheit für sich gewinnen könnte, wäre es lösbar. Die Frage ist wie realistisch das ganze ist. Wie ich schon meinte Ansätze sind vorhanden, aber sicher bin ich mir auch nicht. Es ist eben eine schwierige Patt-Situation. Geht man, eskaliert die Situation, bleibt man wird es eine sehr Zeit- u. ressourcenfressende Operation die nicht einmal Garantie für Besserung mit sich bringt.

Zitat:
Zitat von verifyme
Genau diese Logik bindet jeden US-Kandidaten. Es ist nichts einfacher, als Wahlversprechen in diesem Punkt schnell zu brechen. Was immer ein Kandidat vor einer Wahl sagt, der Hinweis auf die "nationale Sicherheit" ist ein mächtiger Hebel, der alles vergessen läßt.

Ja genau so ist es. Auf der einen Seite nachvollziehbar, auf der anderen Seite aber auch irgendwie traurig, das die wenigsten es wagen dahinter zu blicken.

Zitat:
Zitat von Matze-Katze
Ich glaube kaum, dass Bush & Co. jemals an ein Ende des Krieges gedacht haben bzw. denken wollten. Im Hintergrund wird doch ordentlich Geld verdient - Stichpunkt Waffenindustrie.
Deswegen kann man diesen Krieg nicht "gewinnen" geschweige denn die Lage stabilisieren. Er sollte von Anfang an ewig dauern. Und McCain weiß das und baut genau darauf auf.
Und nein, nich die USA trägt Verantwortung für die Lage dort, sondern Bush und Co. - die, die den Krieg inszeniert und propagiert haben müssen zur rechenschaft gezogen werden.

Da geb ich dir auch recht. Aber Bush war in diesem Fall mehr oder weniger nur eine Marionette, hinter der Lobbyisten und ein ganzer Industriezweig stehen. Zur Rechenschaft ziehen wäre schön, aber leider ist das nicht sehr wahrscheinlich. Nach wie vor bleiben aber die bedenken bezüglich der Eskalation nach dem Abzug und dessen Folgen.

Zitat:
Zitat von Dahlia
Die Entwicklung ist aber nicht erst jetzt im Kommen. Die Staaten waren schon immer sehr dadurch beeinflusst.


In der Vergangenheit aber hauptsächlich durch evangelisch/protestantische und methodistische Formen, die radikale Evangelikale ist im Vergleich dazu ein relativ frischer und nicht zu unterschätzender stetig wachsender Faktor. Vor allem ist er um einiges gefährlicher und zu dem unliberal. Da würde ich fast schon einen Vergleich mit fundamentalistischen Islamisten in Erwägung ziehen. Sie wenden zwar nicht direkt physische Gewalt an, jedoch sind aktive Missionierungsversuche und Indoktrination nicht weniger gefährlich.
Alt 08. 02. 2008, 15:25 Xcellent is offline Mit Zitat antworten #95
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Re: Wer macht es in den USA?

OBAMA
Alt 08. 02. 2008, 17:50 Apple_Freak is offline Mit Zitat antworten #96
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Re: Wer macht es in den USA?

Zitat:
Zitat von Xcellent
In der Vergangenheit aber hauptsächlich durch evangelisch/protestantische und methodistische Formen, die radikale Evangelikale ist im Vergleich dazu ein relativ frischer und nicht zu unterschätzender stetig wachsender Faktor. Vor allem ist er um einiges gefährlicher und zu dem unliberal. Da würde ich fast schon einen Vergleich mit fundamentalistischen Islamisten in Erwägung ziehen. Sie wenden zwar nicht direkt physische Gewalt an, jedoch sind aktive Missionierungsversuche und Indoktrination nicht weniger gefährlich.

Definitiv. Allerdings erachte ich die Religionenlandschaft in den USA immer noch als relativ gediegen. Der Einfluss der von dir genannten Lager haben, meiner Meinung nach, zumindest auf diese Wahl noch keinen sehr großen Einfluss. Allerdings muss man auch hier kritisch die Entwicklung betrachten.

Wichtig für diese Wahl ist der Ausgang der Demokraten und die Reaktion der Anhänger aus den Lagern Obama / Clinton.
Alt 08. 02. 2008, 18:12 Dahlia is offline Mit Zitat antworten #97
5huichi
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Re: Wer macht es in den USA?

Yay, gestern hat Obama in allen drei Staaten haushoch gewonnen und hat bei der Deligiertenzahl stark aufgeholt; Clinton hat jetzt nichtmal mehr 100 mehr.
Bei den nächsten Wählen könnte Obama sie nun einholen.

Spiegel Text dazu.

Ach, weil das schon ein Thema war: Ich hab gestern CNN gesehen, bei dem sie die Ergebnisse zweier Umfragen zeigten:
Die eine war von CNN, die andere vom Timemagazin und die Frage war, welcher Demokrat eher gegen McCain gewinnen würde und bei beiden Umfragen war das Obama.
Alt 10. 02. 2008, 11:21 5huichi is offline Mit Zitat antworten #98