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30sabo
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Re: Machen Kinder arm?

Das Problem ist doch, dass die Leute die normale Jobs haben sich fast gar keine Kinder mehr leisten können! Wenn der Arzt / Rechtsanwalt richtig Geld mit heim bringt, kann es sich die Gattin ja durchaus leisten Hausfrau zu sein! Aber bei Normalverdienern funktioniert das fast nicht mehr! Alternative is natürlich das beliebte Spielchen: Beide bleiben zu Hause und leben dann vom Kindergeld + sonstigen Leistungen...
Alt 02. 03. 2008, 08:57 30sabo is offline Mit Zitat antworten #26
_Benny_
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Re: Machen Kinder arm?

Ihr wisst schon, dass es seit 2007 noch nie so günstig war in Deutschland Kinder zu kriegen?
Elterngeld, zusätzliche Hilfen, Erstausstattungen, Kleidergeld, etc. Insgesamt eine sehr gute Situation.

Ich freu mich schon aufs Kind und die Aussagen der Eltern hier machen mir Mut, dass die Zeit mit Kind umso schöner wird.
Alt 02. 03. 2008, 10:16 _Benny_ is offline Mit Zitat antworten #27
Pinky82
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Re: Machen Kinder arm?

Zitat:
Zitat von _Benny_
Elterngeld, zusätzliche Hilfen, Erstausstattungen, Kleidergeld, etc. Insgesamt eine sehr gute Situation.



die zusätzlichen Stützen bekommt man aber nur, wenn man Arbeitslos ist und sich selbst schon nicht versorgen kann. Eh kein guter Ausgangspunkt um Kinder zu bekommen

Wüsste nicht, dass ein gut verdienendes Paar Kleidergeld, Erstaustattung, etc für ihr Kind bekommt.
Alt 02. 03. 2008, 10:27 Pinky82 is offline Mit Zitat antworten #28
B.A. Spencer
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Re: Machen Kinder arm?

Ihr habt einem ja echt gute Gründe genannt und diese auch schön weit erläutert, und mich auch zum Teil davon überzeugt, dass Kinder arm machen.
Aber, es gibt da ja immer noch die Gegenseite. Wirtschaftlich gesehen, stimmt es alles was ihr gesagt habt, aber ein Kind zu haben kann man nicht wirklich mit Geld aufmessen und somit ist es irgendwie irrational das so zu vergleichen.
Alt 02. 03. 2008, 11:08 B.A. Spencer is offline Mit Zitat antworten #29
f1shb0t
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Re: Machen Kinder arm?

Finde ich nicht. Wenn man selber schon am unteren sozialen Rand steht sollte man sich nicht noch zusätzlich mit Kindern belasten. Denn bei aller Liebe und Freude die Kinder machen, davon kann man sie leider nicht ernähren. Das ist dann ja auch eine große Belastung für das Kind und vorbei ists mit der Heiterkeit.
Alt 02. 03. 2008, 11:11 f1shb0t is offline Mit Zitat antworten #30
Bull-suN
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Re: Machen Kinder arm?

Zitat:
Zitat von f1shb0t
Wenn man selber schon am unteren sozialen Rand steht sollte man sich nicht noch zusätzlich mit Kindern belasten.

---

Und wenn man nicht absichtlich am sozial-unterem Rand steht und
den Wunschtraum : Kind gerne erfüllen möchte ?

Das währe dann ja wohl ein Argument dagegen.

---

Okay Deine Meinung aber ich würde sagen; wenn man ein Kind haben möchte, dann soll es egal sein, wie man sozial- oder finanziell da steht..
Alt 02. 03. 2008, 11:46 Bull-suN is offline Mit Zitat antworten #31
f1shb0t
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Re: Machen Kinder arm?

Zitat:
Zitat von Bull-suN
Und wenn man nicht absichtlich am sozial-unterem Rand steht und
den Wunschtraum : Kind gerne erfüllen möchte ?

Wer steht schon freiwillig am sozialen Abgrund?

Zitat:
Zitat von Bull-suN
Okay Deine Meinung aber ich würde sagen; wenn man ein Kind haben möchte, dann soll es egal sein, wie man sozial- oder finanziell da steht..

Wenn du über so gut wie keine finanzielle Mittel verfügst wie willst du dein Kind versorgen? Man sollte bei sowas nicht nur an seine eigenen Interessen denken sondern auch mal an das Kind denken. Ich kann mir nicht vorstellen das die Kinder glücklich sind wenn sie in jahrealten Klamotten rumrennen müssen, keine oder nur minimale Geschenke zum Geburtstag/Weihnachten bekommen, nicht an Klassenfahrten teilnehmen können etc.
Ausserdem sind sozial schwächer gestellte Kinder häufig das Ziel von Spötteleien anderer Kinder. Ich kann mir nicht vorstellen das sich die Eltern das für ihr Kind wünschen?
Zu sagen wir machen ein Kind egal wieviel Geld wir haben halte ich für eine sehr unreife Aussage.
Alt 02. 03. 2008, 11:58 f1shb0t is offline Mit Zitat antworten #32
zwo-elf
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Re: Machen Kinder arm?

Zitat:
Zitat von BartHeDevil
-Seit mal ehrlich wer hat wirlich mehr Geld am Ende des Monats auf dem Girokonto gehabt bevor er Kinder hatte?

Meld.

Was soll das jetzt hier werden? Die Fakten sind doch klar: ein Kind kostet Geld, das nicht verdient werden kann, wenn ein Elternteil zwecks Betreuung zu Hause bleibt.
Das Kindergeld reicht aus, um das Kind zu kleiden (gibt doch recht viele Kleiderkammern) und ihm was zu essen zu kaufen (zur Not fragen wir Herrn Sarrazin).

Klar, ein Kind läßt sich nicht in Geld aufrechnen, oder fragt man sich auch vor der Hochzeit, ob eine Frau wirklich was bringt oder doch nur Geld kostet? Trotzdem gehen mir diese Berufsromantiker auf die Nerven, die behaupten, ein Kinderlächeln gibt einem alle Mühe und Arbeit hundertfach zurück.
Und das Gesülze mit den Markenklamotten meine Güte, als ob eine normale 4-jährige schon auf Markennamen guckt, dass sind doch wohl eher die Eltern.
Und ja, ein Baby ist noch günstig (allerdings sind da noch die Windeln), ein Kindergartenkind geht auch noch, aber wenn der hoffnungsvolle Sprößling mal ins Gymnasium geht, dann freut euch. Schulbücher, Klassenfahrten, Taschenrechner, Klamotten (auch ohne Marke nicht ganz billig), Taschengeld, Monatskarte (bei uns grad wieder teuerer geworden).
Natürlich geht das alles, muss ja, aber schon Urlaub wird schwierig, neue Klamotten für mich sind selten, und ein Ipod? Naja, brauch ich nicht wirklich.
Rente? Krieg ich nicht, klar, aber sparen für später kann ich auch nicht. Das ist das fatale, mit meinen beiden Kindern hab ich die Eintrittskarte für den Sozialhilfesatz im Alter gleich mit bekommen.
Achja, und bevor hier wieder dusselige Bemerkungen a la 'hättste nicht so viel vorm PC gesessen, dann hättste einen ordendlichen Beruf': hab ich.

Aber was soll's: die Leute haben sich doch längst entschieden: wenn überhaupt Kinder, dann nur eins. Meistens jedenfalls. In der Klasse meiner Tochter hat nur noch ein Drittel der Kinder Geschwister. Wird schon seinen Grund haben.

und weil's grad so schön paßt:

Alt 02. 03. 2008, 14:11 zwo-elf is offline Mit Zitat antworten #33
MamaMaia
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Re: Machen Kinder arm?

Zitat:
Zitat von zwo-elf
Das ist das fatale, mit meinen beiden Kindern hab ich die Eintrittskarte für den Sozialhilfesatz im Alter gleich mit bekommen.

Bekommen deine Kidds dieses Fatale zu spüren von dir?
Kinder sind da sehr sensibel und spüren diesen Lebens-Frust deutlich
und leiden dann jahrelange unter unnötigen Schuldgefühlen,
weil sie für Papa und Mama ne Last sind/waren.

Echt traurig so was…

Ja, ich kann mir auch keinen oder nur selten Urlaub leisten,
auch kein Auto oder neues Handy oder oder oder...
und Klamotten, dafür reicht’s derzeit selten mal,
weil meine Püppy (Jugendliche) in einem teueren Alter ist.
Stört mich aber herzlich wenig...
Dann hab ich halt nicht so viel SchnickSchnack wie andere Erdenbürger.
Ist mir sowas von blabla…
>> Wenn ich sterbe kann ich den ganzen unwichtigen materiellen Erdenkram
eh nirgends mit hinnehmen.

Ich bin was ich bin
und nicht
was ich habe…

Und ich bin eine sehr glückliche Mutter,
die auch gerne mal zum Berufsromantiker wird,
weil mich das Lachen meines Kindes tatsächlich erfüllt
und ihre Liebe für alles entschädigt.
Meine Tochter ist toll.

Grussa Maia

Geändert von MamaMaia (02. 03. 2008 um 20:01 Uhr). Grund: Rechtschreibfehler
Alt 02. 03. 2008, 15:04 MamaMaia is offline Mit Zitat antworten #34
zwo-elf
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Re: Machen Kinder arm?

Wie schön für dich, dass du mit dem, was du hast zufrieden bist. Das wird deine Tochter sicher ganz doll freuen, dass sie dich glücklich macht und ihre Liebe dich für alles entschädigt.

Mir geht es halt anders, ich würde sehr gern in meinem Beruf arbeiten, wobei ich wahrscheinlich auch keine Reichtümer anhäufen würde.
Und sicher wissen meine Kinder das, ich spreche nämlich mit ihnen darüber. Und ich sage ihnen ganz ehrlich, dass ich wegen ihnen Schwierigkeiten habe, einen (guten/besseren) Job zu finden. Ich sage ihnen aber auch, dass sie daran keine Schuld haben und dass ich sie nie für einen tollen Job hergeben würde. Und dass ich mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen kann.

Und was heißt Lebensfrust? Ich würde es beruflich-materielle Unzufriedenheit nennen, und genauso bespreche ich das auch mit meinen Kindern. Das Leben ist schließlich mehr als Arbeit, Schule oder Geld.
Andererseits braucht man für viele Sachen, die Spaß machen, Geld. Und damit meine ich nicht irgendwelchen Tüdelüt. Aber Musikstunden, Instrumente, Reitstunden, Sportvereine, ein Bandübungsraum, sowas kostet auch den ein oder anderen Euro. Und das ist ja auch okay.

Mir geht dieses rosorote Gesülze 'die Kinder geben meinem Leben einen Sinn und erfüllen mich total mit Liebe und Glück' einfach nur auf den Nerv. Und ich glaub, meinen Kindern würde es auch auf den Nerv gehen, wenn sie mein einziger Lebensinhalt und alleiniger Quell meines Lebensglücks wären.


Zitat:
Beruf:
derzeit:Hausfraumami

Aber jede so, wie sie's mag.
Alt 02. 03. 2008, 15:40 zwo-elf is offline Mit Zitat antworten #35
MamaMaia
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Re: Machen Kinder arm?

Zitat:
Beruf: derzeit Hausfraumami

Augenmerk liegt auf derzeit.
Im Januar hatte ich eine schwere Hysterektomie (Totaloperation)
und sobald ich mich davon erholt habe, geh ich wieder arbeiten.

Ich versteh dich ja schon zwo-elf,
und ich weiß auch, dass Kinder Verzicht bedeuten,
ich hoffe - du fühlst dich von mir net uffn Schlips getreten - klingst so -
das war nich meine Absicht.
Ich, die Maia - wollt nur ma sagen,
das ich gerne verzichtet habe und das,
obwohl ich mich damals mit 17 nicht bewusst
für ein Kind entscheiden konnte. Heute ja.
Vielleicht töne ich deswegen etwas megarosa,
aber - ich fühle nunmal wirklich so.
Ich liebe mein Kind so abgöttisch -
das mir der ganze materielle Scheiß oft egal ist.
Und glaub mir, als allein erziehende Mutter muss ich wirklich sehr viel verzichten
und viel kämpfen -
aber... ich bekomm es irgendwie immer hin.

Wenn ich so Berichte im Fernsehen sehe,
wo die Eltern sagen - sie haben keine Geld für ihre Kinder
und dann seh ich aber den überfüllten Aschenbecher aufn Wohnzimmertisch
und alle haben ne Kippe im Gesicht,
na dann wundert’s mich auch nicht, dass Geld knapp ist.

Jeder der sich ein Kind wünscht,
sollte auf jeden Fall wissen – dass ein Kind Verzicht bedeutet
und dies gerne tun …
oder sich fairnesshalber für ein kinderloses Dasein entscheiden.

Liebe Grüße Maia
Alt 02. 03. 2008, 16:21 MamaMaia is offline Mit Zitat antworten #36
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Re: Machen Kinder arm?

Zitat:
Zitat von zwo-elf
Und ich sage ihnen ganz ehrlich, dass ich wegen ihnen Schwierigkeiten habe, einen (guten/besseren) Job zu finden. Ich sage ihnen aber auch, dass sie daran keine Schuld haben

Dazu hätte ich mal eine Frage:

Wenn zu dir jemand sagt:
„Du, ich kann wegen dir keine gute Arbeit annehmen
und ich habe wegen dir Schwierigkeiten deswegen,
brauchst dich aber net schuldig fühlen…usw.“


Würdest du dich dann so völlig frei von Schuld fühlen?

Fühl dich bitte mal rein in diesen Satz
und was der mit dir machen würde.

Hm?

Sind wirklich deine Kinder "schuld" daran, dass dein Leben ist wie es ist ?
oder hat vielleicht auch das Lieblingstier vieler Deutscher, der Schweinehund,
etwas damit zu tun.
Die Schuld bei/in anderen zu suchen ist immer einfacher, als bei sich selbst.
Bringt aber auch nicht wirklich weiter im Leben und macht passiv.


Hierzu ein Zitat von einer meiner Lieblingsseiten "Saboteure des Glücks"

Glück - so zerstörst du es garantiert

Zitat:
Übernimm nie die Verantwortung für dein Handeln.

So gehst du vor:
Handle stets nach dem Motto: Schuld sind immer die anderen: der Partner, die Kinder, der Chef, die Mitarbeiter, die Gene, die Gesellschaft.
Dein Mantra, das du ständig laut und entrüstet wiederholen solltest, lautet:
"Das ist nicht meine Schuld".
Belüge dich und andere, indem du jegliche Verantwortung für Fehler und Fehlentscheidungen abstreitest. Mache stets deine persönliche, finanzielle Lage, deine Familie, die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse oder das Wetter verantwortlich, warum du etwas getan oder nicht getan hast. Belüge dich und die anderen, indem du deine Hände immer in Unschuld wäschst.
Alt 02. 03. 2008, 17:50 MamaMaia is offline Mit Zitat antworten #37
DukeFak
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Re: Machen Kinder arm?

Wenns dumm läuft kann man seinem gewohnten Lebensstandard nicht halten, aber in Armut rutscht man wegen der Kinder eher nicht.
Stellt sich aber auch die Frage was jemand unter "Armut" versteht und welchen Umgang er mit Geld hat.
Kenne Leute die mit höherem Einkommen und niedrigeren Fixkosten ständig über chronischen Geldmangel klagen, während wir ein recht passablen Lebenstil führen ohne gross zu verzichten. Keine Ahnung was die falsch/wir richtig machen.
Alt 02. 03. 2008, 19:21 DukeFak is offline Mit Zitat antworten #38
TheBigSasha
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Re: Machen Kinder arm?

Also bei mir ist es so, meine Mutter hat mich mit 15 bekommen. Klaro anfangs wars nicht unbedingt leicht für sie. Hier mal der Bericht eines Produkts einer Teenagerschwangerschaft:
Für meine Mutter war es sicher nicht leicht, aber sie hat sich immer bemüht nen job zu haben, sie war sich auch bewusst, dass sie eher schwer gleichzeitig arbeiten und mich großziehen konnte. Ich bin daher einige Jahre bei meinen Großeltern aufgewachsen, doch das war auch gut so, ich hatte immer schicke Kleidung, ich hatte immer Spielzeug das ich mir gewünscht hab usw. Also letztenendes hat es mir damals nie an etwas gemangelt. Gut dann bin ich zu meiner Mutter gezogen, damals war die Situation schon etwas schwerer. Wie sich jeder denken kann als Kellner ist man nicht grad Millionär. Doch nach ein paar Jahren hat sich meine Mutter zusammengenommen und sich ne Ausbildungsstelle als Friseurin gesucht die sie dann auch bekommen hat. So machte sie vor ein paar jahren ihre Ausbildung. Sie war danach knapp ein halbes Jahr arbeitslos fand dann aber nen Superjob den sie bis jetzt auch beibehalten hat.

Jetzt zu meiner Lebenssituation, ich finds super so wie es ist. Geldmangel gibts zwar aber trotzdem können wir uns alles leisten was wir grad dringend wollen. Wir haben ne schicke wohnung und das alles obwohl mein Vater keinen regelmäßigen Unterhalt zahlt.

Also ich kann mir schon vorstellen, dass das Leben manchmal scheiße sein kann und vor allem durch Kinder kompliziert werden kann, doch wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Da bin ich mir sicher da ich es ja aus eigener Erfahrung weiß.
Meine Mutter hat mir nie was von Sorgen erzählt, da es auch das schlimmste ist was man machen kann. Als Kind macht man sich schon Vorwürfe für Scheidungen, was ist dann erst wenn man das Gefühl hat man ist für das miese Leben der Eltern verantwortlich?
Alt 02. 03. 2008, 19:31 TheBigSasha is offline Mit Zitat antworten #39
SacreCoeur
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Re: Machen Kinder arm?

@zwo-elf: Warum kannst Du Deinen Job wegen der Kinder nicht machen?

Job und Kind(er) sind ja möglich - wenn auch schwierig... Ich beneide manchmal die Mütter, die bei Sonnenschein mit ihren Kindern auf dem Spielplatz sitzen, während ich im Büro bin...

Frust beruflich oder materieller Art habe ich nicht - dafür vielleicht hin und wieder maternaler Frust, s.o.

Gruss

SC
Alt 02. 03. 2008, 19:56 SacreCoeur is offline Mit Zitat antworten #40
zwo-elf
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Re: Machen Kinder arm?

Zitat:
Zitat von TheBigSasha
Meine Mutter hat mir nie was von Sorgen erzählt, da es auch das schlimmste ist was man machen kann. Als Kind macht man sich schon Vorwürfe für Scheidungen, was ist dann erst wenn man das Gefühl hat man ist für das miese Leben der Eltern verantwortlich?
Ich finde es schlimmer, Sorgen zu haben und nicht mit seinen Kindern darüber zu sprechen. Und mache ich denn meine Kinder für meine Sorgen verantwortlich, wenn ich mit ihnen darüber spreche?

Ist natürlich vom Alter abhängig, mit einer dreijährigen berede ich keine finanziellen Probleme, mit meinem 14-jährigen Sohn aber durchaus. Ich habe ihn anhand eines monatlichen Kontoauszugs mal mit unserer Einnahmen/Ausgabensituation vertraut gemacht. Ich hatte nicht das Gefühl, dass es ihn belastet hat aber ich bin mir sicher, er kann jetzt besser einschätzen, was wir uns leisten können und was eben nicht.


Sagen wir mal so: ob Kinder arm machen, hängt von der Ausgangsituation ab. Ist mein Vater Ministerpräsident a.D. und mein Gatte Professor, dürfte ich auch mit sieben Kindern weiterhin komfortabel leben können. Ist mein Vater dagegen Postbote und mein Mann Handwerkselektriker und ich bin Bäckereifachverkäuferin (nach den Kindern auf 400 Euro-Basis tätig) dürfte der Verzicht spürbarer sein.
Denn ein Verzicht bedeuten Kinder in der Regel. Ob dieser Verzicht mir schwer fällt oder ob ich finde, dass es ein Kinderlachen wieder wett macht, ist meine ureigenste Entscheidung und für andere Leute nicht ausschlaggebend.
Mich nervt nur diese Verklärung der Elternschaft. Es scheint Leute zu geben, die sich ein erfülltes und sinnvolles Leben ohne Kinder nicht vorstellen können. Ich finde es ist eine schwere Last für Kinder, der alleinige Glücks- und Sinnspender im Leben seiner Eltern zu sein. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass mich meine Kinder nicht glücklich machen, aber ihnen die Verantwortung für mein Lebensglück aufzubürden finde ich schon heftig.

Ansonsten ist meine persönliche Situation hier uninteressant, ein persönliches Schicksal gibt keine Antwort auf eine allgemeine Frage wie 'Machen Kinder arm?'.
Den drei Leuten, die hier sagen, ja, Kinder machen arm, denen wird dann gleich vorgehalten, dass sie nicht mit Geld umgehen können, oder ihre Zeit nicht g:b verplempern sollen sondern für die Schule/Uni lernen sollen oder das sie einfach die Schuld für ihr Versagen auf ihre Kinder abwälzen.

@Sacre Coeur: Vielleicht läßt dein Neid ein wenig nach, wenn du dir die Mütter bei Regen in einer kleinen Wohnung vorstellst

@MamaMaia:
Sorry, wenn ich dir zu nahe trete, aber Hausfraumami? Ich finde das peinlich. Es ist es doch keine Pflicht, einen Beruf im Profil einzutragen. Insofern enthält Hausfraumami schon eine Botschaft. (Weltanschauungsberater hätte auch eine, die finde ich aber lustiger.)

btw: haben die Saboteure des Glücks von Watzlawick abgeschrieben? Wird der auf den Seiten wenigstens einmal erwähnt?
Alt 02. 03. 2008, 21:27 zwo-elf is offline Mit Zitat antworten #41
_Benny_
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Re: Machen Kinder arm?

Zitat:
Zitat von Pinky82
die zusätzlichen Stützen bekommt man aber nur, wenn man Arbeitslos ist und sich selbst schon nicht versorgen kann. Eh kein guter Ausgangspunkt um Kinder zu bekommen

Wüsste nicht, dass ein gut verdienendes Paar Kleidergeld, Erstaustattung, etc für ihr Kind bekommt.
Du willst dich mal besser informieren.
Alt 03. 03. 2008, 08:47 _Benny_ is offline Mit Zitat antworten #42
MamaMaia
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Re: Machen Kinder arm?

Zwei Sachen sind zu beobachten:

>>> Rausreden bzw. die offensichtliche Wahrheit nicht erkennen wollen oder können

Zitat:
Zitat von zwo-elf
Und mache ich denn meine Kinder für meine Sorgen verantwortlich, wenn ich mit ihnen darüber spreche?
Zitat:
Zitat von zwo-elf
Und ich sage ihnen ganz ehrlich, dass ich wegen ihnen Schwierigkeiten habe, einen (guten/besseren) Job zu finden.
>>> Beleidigend werden, wenn die Argumente ausgehen oder man sich angepisst fühlt
Zitat:
Zitat von zwo-elf
Sorry, wenn ich dir zu nahe trete, aber Hausfraumami? Ich finde das peinlich.
Und das alles, obwohl man sich als tolerant gab:
Zitat:
Zitat von zwo-elf
Aber jede so, wie sie's mag.
Naja, zwo-elf, ich finde es schon länger bedauerlich,
dass man sich in diesem Land sagen lassen muss >>> Hausfrau und Mutter<<< ist was Peinliches.
(da bist du ja leider nicht der Einzige > Mainstreamgedanken)
Anderseits gibt es mittlerweile immer mehr psychisch Erkrankte (Depressive),
die sich unter anderem über ihre Kindheit als Schlüsselkinder beschweren
oder die Liebe der Mutter vermisst haben, da diese mit Haushalt und Arbeit überfordert war.
Also, was denn nun?
Dann gibt es reichlich Männer (nicht alle), die sich beschweren –
das die Emanzipation der Frauen ihre Arbeitsplätze gekostet hat. Hm?

Zitat:
Zitat von zwo-elf
Es scheint Leute zu geben, die sich ein erfülltes und sinnvolles Leben ohne Kinder nicht vorstellen können. Ich finde es ist eine schwere Last für Kinder, der alleinige Glücks- und Sinnspender im Leben seiner Eltern zu sein.
Da du diesen Satz bereits das zweitemal in meiner Gegenwart ausgesprochen hast,
vermute ich mal, dass du meine Liebesbekundungen an meine Tochter
damit in einen Topf schmeißt. An dem ist nicht.
In meinem Leben gibt es viele verschiedene Sinn- und Glücksspender,
einige erkunde ich sogar noch.
Meine Tochter ist sicher einer davon, jedoch nicht der Einzige.
Auch die Liebe zu (m)einem Mann ist mir wichtig (derzeit Fernbeziehung)
und meine Gaben finden, meinen Weg… is for me megaspannend…
und ich beschäftige mich sehr gerne mit spirituellen Themen.
Es gibt wirklich viel im Leben zu entdecken.

Sicherlich gibt es solche Menschen die du da ansprichst,
mich zähle ich keinesfalls dazu.


Zitat:
btw: haben die Saboteure des Glücks von Watzlawick abgeschrieben? Wird der auf den Seiten wenigstens einmal erwähnt?
Hm, also... das die Macher der Inetseite von Paul Watzlawicks Bestseller
"Anleitung zum Unglücklichsein" abgeschrieben haben, bezweifle ich.
Allenfalls haben sie sich inspirieren lassen. Find ich auch völlig okay.
Denn, falls du das Buch von Paul mal gelesen haben solltest,
auch er hat sich von vielen anderen Menschen/Autoren inspirieren lassen –
sein Buch ist schließlich voll mit Literaturverweisen. (Sehr oft zum Bsp. Dostojewski)

Was mich wundert, wenn du dieses Buch kennst – und sogar hoffentlich mal gelesen hast,
also… warum wendest du es nicht oder kaum an?

Liebe Grüße Maia (Hausfraumami) *lol*
Alt 03. 03. 2008, 08:51 MamaMaia is offline Mit Zitat antworten #43
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Re: Machen Kinder arm?

Zitat:
Zitat von TheBigSasha
Jetzt zu meiner Lebenssituation, ich finds super so wie es ist.

Danke Sasha für deine Geschichte.
Ich habe sie dreimal gelesen, weil ich es so schön finde,
wie du über/von deiner Mutter sprichst...
und wie du das Leben meisterst,
obwohl es nicht immer leicht ist/war für dich.
Hut ab...


Danke und liebe Grüße
Maia
Alt 03. 03. 2008, 09:05 MamaMaia is offline Mit Zitat antworten #44
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Re: Machen Kinder arm?

Zitat:
Zitat von MamaMaia
Naja, zwo-elf, ich finde es schon länger bedauerlich,
dass man sich in diesem Land sagen lassen muss >>> Hausfrau und Mutter<<< ist was Peinliches.
(da bist du ja leider nicht der Einzige > Mainstreamgedanken)

Du hast mich missverstanden. Mir geht es nicht darum, ob du Hausfrau und Mutter oder berufstätig bist. Peinlich finde ich, wenn sich eine erwachsene Frau selbst als Mami bezeichnet. Das Wort Mami würde ich verwenden, wenn ich eine weinende Dreijährige frage: Hast du deine Mama verloren? Und selbst da würde ich nicht Mami sondern Mama sagen, aber das ist vielleicht lokaler Dialekt. Unter Erwachsenen würde ich von mir aber nur als Mutter sprechen.

Zitat:
Dann gibt es reichlich Männer (nicht alle), die sich beschweren –
das die Emanzipation der Frauen ihre Arbeitsplätze gekostet hat. Hm?

Und? Welchen Schluß soll ich nun aus dieser Aussage ziehen?

Zitat:
und ich beschäftige mich sehr gerne mit spirituellen Themen.
Das glaub ich dir aufs Wort.

Zitat:

Was mich wundert, wenn du dieses Buch kennst – und sogar hoffentlich mal gelesen hast,
also… warum wendest du es nicht oder kaum an?

Ich habe das Buch vor geraumer Zeit gelesen und fand es amüsant. Ich meine mich zu erinnern, dass es gerade nicht Thema dieses Buches ist, Anleitungen zum Glücklichsein zu liefern. Ich habe das Buch so interpretiert, dass wenn auch die Hinweise zum Unglücklichsein ziemlich gut funktionieren, es eben gerade nicht so ist, dass sich durch einfach Umkehrung der Verhaltensmuster eine Glücksgarantie ergibt.

Außerdem finde ich es seltsam, dass du mir seit mehreren Posts unterstellst, ich würde meine Kinder für mein Lebensfrust verantwortlich machen und mir nun auch noch unterjubeln willst, ich sei unglücklich. Ich freue mich natürlich über deine Anteilnahme und deine Sorge um mein Glück, möchte dir aber versichern, dies ist überflüssig. Du interpretierst Sachen in meine Aussagen, die dort überhaupt nicht stehen.

Wenn ich z.B. schreibe, dass ich wegen meiner Kinder keinen besseren Job bekomme, dann ist das einfach Fakt. Ich habe z.Z. einen 400 Euro-Aushilfejob, den ich gern in eine feste Halbtagsanstellung umwandeln würde. Mein direkter Vorgesetzter hat mir einen Posten angeboten, dessen Hauptarbeitszeit von 14.00 bis 20.00 Uhr geht. Andere Stellen wären zur Zeit nicht zu besetzen.
Mein jüngstes Kind ist 9, mein Mann arbeitet Schichtdienst, d.h. meine Kinder wären mindestens jede zweite Woche jeden Nachmittag allein. Und nein, ich gebe meinen Kindern daran nicht die Schuld, aber auch mir nicht. Und noch nichtmal meinem Vorgesetzten, denn eine nicht fest angestellte Aushilfskraft taucht in der Personalstatistik nicht auf und er muss sich nicht im Aufsichtsrat dafür rechtfertigen.
Ich hoffe, ich habe dir mit dieser Schilderung nun endlich die Sorge um die seelische Gesundheit meiner Kinder nehmen können.
Aber letztendlich ist es auch nicht wichtig, was du denkst, wichtig ist, wie ich mit meinen Kindern klar komme. Und dafür brauche ich keine dubiosen Glücksberater, die für jede Lebenskrise einen Stapel Bücher im Angebot haben.

Es geht hier in diesem Thread aber nicht um mein Lebensglück oder um meine berufliche Situation sondern um das Thema 'Machen Kinder arm?' Nun ist Armut relativ, wundert mich, dass bisher niemand mit der offiziellen Armutsgrenze von einem Dollar pro Tag gekommen ist.
Tatsache ist, dass es unzählige statistische Erhebungen gibt, dass Kinder in Deutschland ein Armutsrisiko sind. Und auch du wirst der Aussage, dass es für Frauen mit Kindern schwierig ist, - gerade wenn sie gut qualifiziert sind - eine ihrer Ausbildung entsprechende Anstellung zu finden, sicher nicht widersprechen.
Ansonsten hilft vielleicht eine ganz nüchterne Betrachtung: wenn ein Verdiener ausfällt, die Kinder aber nur das Kindergeld (150 Euro/Monat) 'einbringen', dann hat man bei gestiegenen Ausgaben definitiv weniger Geld auf dem Konto.
Da hilft auch kein alles wieder gut machendes Kinderlachen, das hat damit überhaupt nichts zu tun.
Die Entscheidung, ob es mir das wert ist, geht über das rein materielle weit hinaus. Das wäre dann aber eine ganz andere Fragestellung.
Vielen Dank, dass Sie diesen Post bis zum Ende durchgelesen haben.
Alt 03. 03. 2008, 15:56 zwo-elf is offline Mit Zitat antworten #45
MamaMaia
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Re: Machen Kinder arm?

Höflichkeitshalber sollte/müsste ich auf deine Fragen antworten,
aber ehrlich gesagt, ich hab kein Faible mehr dafür.
Für mich wird es langsam mühselig dir zuzuhören.

Es freut mich sehr, dass du glücklich bist
und das deine Kinder nicht zu deinem nichtvorhandenen Lebensfrust beitragen
Sollten meine Fragen wie Unterstellungen bei dir angekommen sein,
dann entschuldige.

Alles Gute für dich und deine Familie
lg Maia
Alt 03. 03. 2008, 16:38 MamaMaia is offline Mit Zitat antworten #46
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Re: Machen Kinder arm?

Zitat:
Zitat von _Benny_
Du willst dich mal besser informieren.


erzähl mir mehr darüber! Woher hast du diese Infos?
Alt 03. 03. 2008, 16:51 Pinky82 is offline Mit Zitat antworten #47
Zel
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Beiträge: 1.013
Re: Machen Kinder arm?

Ich find die Interpretation falsch, daß Kinder arm machen.

Rein finanziell gesehen ist es nunmal so, daß Lebensführung mit Kosten verbunden ist. Es ist auch jedem klar, daß Kinder gefüttert werden müssen, eingekleidet und und und...

Genau genommen ist es dann doch so, daß diejenigen, die nach Geburt eines Kindes "arm" werden, es schon gewesen sind. Denn sie verfügen nicht über die finanziellen Mittel, um sich selbst oder Kinder ohne Erwerbsarbeit durchzubringen.

Zumindest ist für mich jemand reich, der ohne Erwerbsarbeit leben kann. Alle anderen sind nur solange "reich", wie sie es zur Arbeitsstelle schaffen bzw. noch eine Arbeitsstelle haben-also garnicht reich.

Man lässt sich gerne einreden, man wäre reich, bloß weil man ein Auto fährt und dies und das in der Mietwohnung stehen hat...Faktisch ist aber der dritte Welt Bauer mit eigenem Gründstück, eigenem Vieh reicher, als der Durchschnittbürger hierzulande. Denn der braucht keinen anderen, der ihn bezahlt, der könnte auch ohne überleben.

So gesehen können Kinder nicht arm machen-sie zeigen einem nur deutlich auf, wo man sich finanziell befindet, was man nicht bemerkt, solange es einem gesundheitlich gut geht und man jeden Monatsersten wieder ein Häppchen von Cheffes Kuchen abbekommt.
Alt 03. 03. 2008, 19:03 Zel is offline Mit Zitat antworten #48