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Registrierungsdatum: Mar 2008
Beiträge: 6
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gedanken
Ich werde nun einmal versuchen, meine Gedanken der letzten Wochen zu ordnen.
Ich schwanke zwischen Zufriedenheit und Depression. An dem einen Tag bin ich hoffnungsvoll, motiviert und sehe einfach positiv in die Zukunft. Im nächsten Moment verfalle ich in eine Art Selbstmitleid, einhergehend mit einer absoluten "Trägheit", aus der ich nur schwer wieder herauskomme. Ich frage mich, wie ich hier hin gekommen bin? Sind es einfach meine Erbanlagen, dass ich verdammt schüchtern bin, eher gesagt vermutlich an so etwas wie einer sozialen Phobie leide, aber das seit einiger Zeit einfach nicht mehr sein will? Liegt es vielleicht doch daran, dass ich ohne es wirklich zu registrieren, zum "nerd", "geek" oder was auch immer verkommen bin? Das Spiel hat am Anfang einfach nur Spaß gemacht. Jeden Tag 1-2 Stunden gezockt, im Laufe der Zeit immer besser geworden, dann irgendwann mit dem ganzen "clan"-scheiß angefangen. Mehr in die "Szene" reingekommen. Der Wunsch, noch mehr "skilled" zu werden. Recht viel Zeit (3 Stunden pro Tag mit sicherheit) mit dem Spiel verbracht. Aber ist es wirklich einfach nur die klassische PC-Sucht, die mich hier hin gebracht hat? Ich glaube nicht. Dazu war es sozusagen nicht extrem genug. Ich habe nie das Game über mein "Reallife" gestellt. Erinnere mich nur an einen Tag, also ich bei einem Freund war und früher gegangen bin, weil ich noch ein Ligaspiel hatte. Das Problem ist dann doch eher, dass ich noch nie viele Freunde hatte. Eigentlich hatte ich immer einen, mit dem ich ziemlich viel unternommen habe (nachmittags), und ein paar, die ich aber fast nur in der Schule gesehen habe! Das hat sich in den letzten Jahre auch nicht geändert - es hätte sich aber ändern sollen! Ich kam immerhin in das Alter, in dem man nicht nur nachmittags zu nem Freund geht, sondern vor allem am Wochenende mal weg geht, Party usw. Aber das ist irgendwie völlig an mir vorbeigegangen. Allerdings muss man dazu sagen, dass auch mein Freundeskreis nicht/kaum auf Partys geht. Find das schade, weiß aber nicht, wie ich das ändern könnte. Das alles ist ja irgendwie suboptimal, aber noch viel mehr Angst macht mir die Zukunft: Nach dem Abi heißt es wohl oder übel Neuanfang, vermutlich Umzug, höchstwahrscheinlich wird keiner meiner jetztigen Freunde in der Nähe wohnen. Ich habe absolut keine Idee, wie ich es fertigbringen soll in einer neuen Umgebung Freunde zu finden. Einzige Chance: Eine WG suchen. Da hätte ich wenigstens ein paar Leute um mich. Mit denen werd ich schon auskommen, das ist nicht das Problem. Menschen kennen zu lernen allerdings schon. Das führt mich auf eine weitere (die größte?) Sorge: Mädchen. Das was ich jetzt schreibe kommt mir selber lächerlich vor - egal. Ich hatte noch nie eine Freundin. Ich hab - ehrlich gesagt - noch nie mehr mit einem Mädchen geredet als über schulische Themen oder bedeutungsloses, nie mehr als 3-4 Sätze. Ich würde nicht sagen, dass sich ein Mädchen unter den Menschen befindet, die ich "Freunde" nennen kann. Außerhalb der Schule hab ich überhaupt noch nie wirklich etwas mit Mädchen zu tun gehabt. Das ist erbärmlich, und ich weiß trotzdem nicht, wie ich es ändern soll. Ich kann mit Mädchen kein vernünftiges Gespräch führen. Wenn es um etwas völlig Belangloses geht und die Gesprächspartnerin nicht "zu attraktiv" (oO) ist, geht es. Aber sonst bin ich einfach zu nervös. Soziala Phobie (oder postiver ausgedrückt Schüchternheit) eben. In letzter Zeit, als mir diese Probleme erst mal bewusst worden, hat sich das sogar körperlich ausgewirkt. OK, ob meine Beschwerden wirklich psychische Ursachen habe/hatten, weiß ich nicht, ich gehe aber stark davon aus. Zum Glück hab ich das inzwischen einigermaßen im Griff. Bin ich einfach zu "faul" etwas an mir zu ädern, wirklich an mir zu arbeiten? Oder einfach zu unfähig? Ich habe nur die Hoffnung, dass ich in einer spätpubertären Phase stecke und sich alles irgendwie von alleine ergeben wird. Auf jeden Fall ist jetzt Schluss mit dem rungenerde. Das Game hab ich immerhin schon ne gute Woche nicht mehr angerührt. ![]() So, immerhin hab ich das ganze jetzt mal aufgeschrieben. Das ist wohl sowieso die Wurzel alles Übels: Das ich alles in mich hineinfresse und mich nicht zu meinen Gefühlen/Gedanken bekennen kann. |
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