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03. 03. 2008, 17:51 #1
Petition 2: Briten gegen Filesharersperren der Provider, Gesetz undurchsetzbar
Das umstrittene "Three Strikes and you're out"-Gesetz, das britische Provider zum Sperren wiederholter Filesharer zwingen soll, stößt auf Widerstand. Eine Online-Petition wurde gestartet, leidet jedoch unter erstaunlich geringer Beteiligung. Experten bezeichnen das Gesetz indessen als ohnehin "undurchsetzbar".
Als Hilfssherrifs der RIAA würden die Provider agieren müssen, würde das Gesetz in Kraft treten. Passieren soll das 2009, die Deadline für die Petition läuft am 25. August 2008 ab. Wie auch die Post nicht gezwungen werden kann, alle Briefe zu öffnen
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03. 03. 2008, 20:32 #2
Re: Petition 2: Briten gegen Filesharersperren der Provider, Gesetz undurchsetzbar
Davon ist in England (noch?) nicht die Rede! In diese "Scan-Falle" wird gerne getappt, ich bin zum Beispiel hier: Beitrag #34 hineingelatscht.mit der notwendigen, kompletten Trafficanalyse, die mit der Sperrpflicht der Provider fällig würde, werden grundlegende Menschenrechte außer Kraft gesetzt.
Nach den Vorstellungen der Engländer sollen die Provider aber keineswegs die Datenströme der Kunden aktiv überprüfen. Es ist eher so gedacht, dass man vom Provider verwarnt oder sogar gesperrt werden kann, wenn durch Dritte eine Urheberrechtsverletzung festgestellt wurde.
Übertragen auf Deutschland in etwa: Wer das erste mal eine Abmahnung bekommt, wird zusätzlich auch noch von seinem Provider angeschrieben und verwarnt: "Mach besser nicht weiter so, sonst kappen wir dir das Netz, Kunde!" Bei der zweiten Abmahnung gibt es eine dreiwöchige Sperre und mit dem Empfang der dritten Abmahnung würde dann der Provider den Kunden tatsächlich endgültig vom Netz trennen. Internet-Entzug bei wiederholtem Musikdownload, wenn man so will.
Dies und nicht mehr versteht man unter dem "three strikes out"-System. Diese Idee ist zwar irrwitzig, aber bei weitem nicht so extrem wie eine aktive Kontrolle und Filterung des Datenstroms. Letzteres schwebt aber den Franzosen vor, dort hat man tatsächlich ganz konkrete Filterfantasien. Französische ISPs sollen zukünftig die Datenströme ihrer Kunden aktiv untersuchen und filtern. Dort (und nicht in England) hat man vergessen, dem Sarkozy mitzuteilen, dass das nicht funktioniert.
(via Beitrag #1597)
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03. 03. 2008, 20:41 #3
Re: Petition 2: Briten gegen Filesharersperren der Provider, Gesetz undurchsetzbar
Klar geht das nicht, ABER sie könnten ja auf die irrsinnige Idee kommen, den Traffic pro Tag auf - sagen wir - 1 GB zu beschränken!!!
Das würde dann allerdings sämtliche Flatrates ad adsurdum führen!
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03. 03. 2008, 21:00 #4
Re: Petition 2: Briten gegen Filesharersperren der Provider, Gesetz undurchsetzbar
Einen sehr realistischen Beitrag zu diesem Thema gibt es bei The Register: "Filesharers petition Downing Street on 'three strikes' (in englischer Sprache).
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04. 03. 2008, 00:11 #5
Re: Petition 2: Briten gegen Filesharersperren der Provider, Gesetz undurchsetzbar
Für mich ist das genauso schlimm wie eine Filterung.
Zitat von Hadron
Bisher war man nach unserem Rechtssystem unschuldig, solange man nicht von einem Gericht verurteilt worden ist.
Und selbst dann kann man noch in Berufung gehen.
Und jetzt sollen hier selbst ernannte Sherifs von der Musikindustrie bestimmen, wer bestraft wird. (Auschluss vom Internet)
Das fehlt uns noch, dass die MI gleichzeitig Exekutive und Judikative wird.
[Übertreibung]
Da könnte man ja gleich Waffen an alle Bürger verteilen, und jeder darf dann für sein Recht sorgen.
[/Übertreibung]
Ne Danke, Wild-West ist nicht so mein Fall.
Gruss Moses
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04. 03. 2008, 09:55 #6DasFragezeichendeaktiviertes Benutzerkonto
Re: Petition 2: Briten gegen Filesharersperren der Provider, Gesetz undurchsetzbar
Besser formiliert wäre: "Entzug der Existenzgrundlage für bestimmte Personengruppen bei wiederholtem Musikdownload, wenn man so will." Stell dir mal einen Firmenchef vor der kein Internet mehr hat, einen Informatiker, etc. Naja, haben eh zuwenig Arbeitslose. Die Marke ist schon lange unter der erschreckenden 10%.Internet-Entzug bei wiederholtem Musikdownload, wenn man so will.
In Amiland kein Problem. In (zumindest) einem Bundesstaat darfste auch jemand über den Haufen schießen, wenn du dich von ihm bedroht fühlst. (Ich fühle mich übrigens von der Medienindustrie auch bedroht
Zitat von Moses
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04. 03. 2008, 12:23 #7Marco 001Gast
Re: Petition 2: Briten gegen Filesharersperren der Provider, Gesetz undurchsetzbar
Solche Sperren sind im Nachhinein wohl mehr als Nutzlos. Wer will, wird auch da ein Schlupfloch finden.
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04. 03. 2008, 12:32 #8
Re: Petition 2: Briten gegen Filesharersperren der Provider, Gesetz undurchsetzbar
pfft, diese trottel...
Zensur führt doch eh nur dazu, das es trotzdem gemacht wird -.-
wie bei kleinen kindern, denen man was verbietet.
warum das ganze? das volk im würgegriff zu halten ?
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04. 03. 2008, 14:50 #9
Re: Petition 2: Briten gegen Filesharersperren der Provider, Gesetz undurchsetzbar
Zensur und Wissen über das Volk (durch OD etc) = Macht
Manche Menschen sind extrem Machtgeil
Wenn du Macht hast, dann hast du die Kontrolle (solange, bis sie dir entgleitet)
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