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06. 03. 2008, 19:10 #1
Studie: Online-Piraterie eine Frage von mangelnden Alternativen
Nach den Erkenntnissen der britischen DigtalEntertainment Umfrage 2008 vom Forschungsinstitut Entertainment Media Research sind die meisten illegalen Downloads im Netz eine Folge der mangelnden Alternativen. Die Studie beweist, dass rund ein Drittel der befragten Personen aller Altersklassen urheberrechtlich geschütztes Material illegal heruntergeladen haben. 70 % der Briten, die zu ihren Schwarzkopien standen, gaben an, die legalen Online-Portale würden einfach nicht ein vergleichbares Angebot liefern. Bis auf sehr populäre Tracks hätten sie Probleme gehabt, dort Musikstücke von weniger bekannten Gruppen und Interpreten kaufen zu können.
Würde man diese zur Verfügung stellen, würde sich auch die Bereitschaft vergrößern, die Lieder käuflich zu erwerben. Wahrscheinlich ist das eines der Gründe, warum die Mitschnitte von TV-Shows in den Tauschbörsen so populär sind. Bezogen auf das BitTorrent-Netzwerk machen diese in etwa die Hälfte aller Downloads aus. Die Kaufbereitschaft ist oftmals gegeben, meist mangelt es lediglich an der Verfügbarkeit und Bequemlichkeit der Angebote. Zudem zeigt das DigitalEtertainmentSurvey, dass* Antipiraten-Kampagnen wie "You can click but you can't hide" ohne Wirkung bleiben. 50 % der Briten würden ihre Downloads nur für den Fall einstellen, wenn ihr Internetprovider sie deswegen schriftlich verwarnt. Nur etwa 47 % würden das Filesharing beenden, wären die Chancen höher dafür bestraft zu werden. 53 % der Befragten glauben sogar nicht daran, beim Austausch der Dateien erwischt zu werden. Und selbst wenn sich knapp die Hälfte der TorrentFreaks durch die Neuigkeiten über strafrechtlich verfolgte Filesharer verängstigt fühlen, würden noch immer 39 % mit ihrem Treiben fortfahren, würden noch mehr News über geschnappte Online-Piraten in den britischen Tickern auftauchen.
Die sozialen Netzwerke scheinen bei der Suche nach neuen Interpreten oder guten Filmen eine immer größere Rolle zu spielen. Die beliebteste Beschäftigung der Briten ist demnach das herumstöbern in Sozialen Netzwerken, knapp gefolgt von Chats über einen der zahlreichen Instant Messenger. Wenn sich die Industrie auf die Bedürfnisse ihrer Kunden einstellen will, muss sie ihr Angebot deutlich breiter aufstellen. Filesharing bietet bislang noch immer die maximale Palette an Medien, die dort zur Verfügung stehen. Dazu sind die Dateien zumeist in einer guten Qualität und durchgehend frei von DRM. Wenn die kommerziellen Anbieter nachziehen und diese Anforderungen erfüllen, werden aller Wahrscheinlichkeit nach nicht alle aber zumindest sehr viele Surfer auf eine der legalen Alternativen ausweichen.
(Via TorrentFreak)
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06. 03. 2008, 19:27 #2
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Re: Studie: Online-Piraterie eine Frage von mangelnden Alternativen
Naja, als nicht-Torrent-Nutzer kann ich dazu nichts sagen, aber als Usenet-Nutzer würde ich eher behaupten, dass mehr legale Angebote und diese auch in größerem Umfang existieren. Es gibt viele Sachen, seien es Filme, Spiele, Programme oder CDs die man problemlos käuflich erwerben könnte aber im Internet nirgends findet. Allerdings ist der Preis für diese legalen Angebote einfach zu hoch. Ich hab immerhin keine Lust 30 Euro für eine Blueray zu zahlen, die ich mir ein einziges mal anschaue. Im Internet lad ich sie einfach runter, schaue sie an und lösche sie.
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06. 03. 2008, 20:39 #3rundeckGast
Re: Studie: Online-Piraterie eine Frage von mangelnden Alternativen
ziemlich dämliche legitimation.
"ich würde ja aber es geht nicht".
mich würde mal interessieren wieviel der 70% wirklich so absolute raritäten suchen, dass sie sie nicht legal beziehen können.
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06. 03. 2008, 21:06 #4
Re: Studie: Online-Piraterie eine Frage von mangelnden Alternativen
also ... ich stimme der studie aufjedenfall zu! ich denke schon seit einiger zeit , dass es einfach zu schwer oder gar teilweise unmöglich und sehr viel umständlicher ist media-dateien legal zu erwerben. zurzeit ist es über torrent-netzwerk und one-klick-hoster sehr bequem geworden sich unmengen von files zu beschaffen. dass das ganze illegal ist, ist der negative nebenaspekt. mich würde es sehr freuen wenn die autoren, interpreten usw etwas vom kuchen abbekommen. doch leider ist es in der heutigen zeit viel zu umständlich sowas auf legaler basis aufzubauen. nicht einmal die legalen online-musik-stores kommen nur annähernd an das angebot von einigen seite ran. des weiteren, wie schon in der studie gesagt, findet man dort meist nur die populärer interpreten. sehr schade ... ich würde sofort auf eine legale möglichkeit umsteigen wenn es sie in den außmaßen wie die illegalen plattformen geben würde.
greetzPC:Intel Core2Duo E6400 @ 2,13GHz, Asus P5B, 2 GB DDR2 RAM, 8800 GTS 640 MB, DVD-RAM Brenner
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06. 03. 2008, 21:21 #5Mitglied
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Re: Studie: Online-Piraterie eine Frage von mangelnden Alternativen
Ist schon komisch heutzutage.
Für Aussagen, auf die man durch ein wenig Nachdenken und gesunden Menschenverstand auf käme, brauchts aufwändige wissenschaftliche "Studien".
Also bei mir liegen die voll daneben.
Ich tausche ausschlieslich um der Inhalte-Mafia maximal zu schaden.
Denkt die Mafia etwa, dass selbst wenn plötzlich alles online zu kaufen wäre, alles wäre vergeben und vergessen und wieder Friede Freude Sonnenschein ?
Selbst wenn es Angebote in der von mir inzwischen gewohnten Qualität gäbe, würde ich nichts dafür zahlen.
Null, zero, nada, 0.0
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06. 03. 2008, 21:33 #6
Re: Studie: Online-Piraterie eine Frage von mangelnden Alternativen
Bei mir ist es tatsächlich so. Viele Serien, die ich gerne habe, gibt es nicht auf DVD. Woher soll ich sie also nehmen, da sie nicht mal mehr im TV gezeigt werden.
Beispiele?
- Forever Knight (Nick Knight)
- Kampfstern Galactica (die Folgen, die auf der Erde spielen) von 1979/1980
- Buck Rogers (bisher)
- ein Fall für Professor Chase
- Nam
- Stingray
Die gibt es alle nicht auf DVD!!!
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06. 03. 2008, 23:00 #7
Re: Studie: Online-Piraterie eine Frage von mangelnden Alternativen
Zitat von rundeck
ziemlich dämliche Verkausstrategie.
"Sie würden ja online kaufen aber wir wollen es nicht".
Uns würde mal interessieren wieviel der 70% wirklich so absolute raritäten suchen, dass wir mit überzogenen Preisen profit mit abbezahlten Inhalten machen.
kunde vs industrie ...<<<<< Wuala is DEAD - Hail to syncany >>>>>
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06. 03. 2008, 23:12 #8
Re: Studie: Online-Piraterie eine Frage von mangelnden Alternativen
ich denke eher, dass es einfach die preise sind. 15 euro und mehr für ein album ist einfach lächerlich. 4,99 für ein album halte ich für absolut angemessen, wenn man mal folgendes beispiel vor augen hält: eine dvd mit einem film, welcher z.b. 100 mio dollar gekostet hat, beinhaltet auch einen soundtrack. diesen soundtrack kann man zwar nicht separat hören, er ist aber vorhanden. zusätzlich verschlang der film 100 mio in der produktion. vergleicht man die profuktionskosten mit den von alben, ist das einfach lachhaft, dass die dvd in manchen fällen sogar günstiger ist. natürlich verkauft sich ein album meist in viel geringeren stückzahlen. aber bringe ich ein produkt auf den markt, welches zu teuer ist, damit ich den absatz garantieren kann, ist das wirtschaftlich ein schlechtes produkt und ich mache verlust. eine ganz einfache sache. und wenn sie ihre alben nicht verkauft bekommen ist das einfach pech.
daher mein appell an die musiker: verkauft eure alben für 4,99 und macht gute musik. wenn ihr gute musik macht, wird der absatz so hoch sein, dass ihr euch trotzdem noch eine goldene nase verdient. aber scheiss musik machen und dann den preis so hoch zu setzen, weil der absatz zu gering ist, ist einfach erbärmlich.
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06. 03. 2008, 23:46 #9
Re: Studie: Online-Piraterie eine Frage von mangelnden Alternativen
Zitat von quasimodo2000
dito
Wenn ich mir so meine Dateien anschaue, finde ich nur 5 Alben, davon hör ich eigentlich nur 2 dauerhaft und den Rest nur ab und zu. Und für eines dieser 3 Alben soll ich 10€ auf den Tisch legen, pffiii ne danke.
btw diese 2, die ich höre, hab ich bei jamendo runtergeladen, sagt schon alles.
Filme werden angeschaut (unter imdb 6-7) läuft nix und dann gelöscht. Also bringt mir ne DVD nix, geschweige denn Blueray.
Einzig bei Serien würd ich die Mafia unterstützen, Scrubs und Two and a half Men rocken halt
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06. 03. 2008, 23:47 #10
Re: Studie: Online-Piraterie eine Frage von mangelnden Alternativen
Diese Studie deckt sich genau mit meinen Eindrücken. Ein Beispiel im Musik-Bereich: Wenn mir jemand sagen kann, bei welchem Shop ich - mindestens - das "Angebot" von metalarea.org bekomme, und zwar in Form von einzelnen Tracks und mit schneller Vorhör-Funktion, und natürlich DRM-frei, dann brauche ich mich nicht damit aufzuhalten, jeden Tag 30 Alben runterzuladen und 99,8 % davon gleich wieder löschen...
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07. 03. 2008, 09:22 #11DarkestSoulGast
Re: Studie: Online-Piraterie eine Frage von mangelnden Alternativen
und wenn ein lied zum download zwischen 1,95 € bis 3,99 € kostet... dann guten nacht... da lädt man lieber illegal... für 50 Cent wärs ja ok... und das was ich gern höre gibts meist eh nich legal zum download...

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07. 03. 2008, 09:34 #12Nihilist.
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Re: Studie: Online-Piraterie eine Frage von mangelnden Alternativen
ich habe zwei kostenpflichtige dienste getestet und es ist wirklich so, wie es in der news steht: das meiste, was man sucht kann dort nicht gefunden werden!
Zitat von rundeck
ich hatte 3 monate lang das Maxdome Premium Paket
viele filme und serien, sogar populäre, wie z.b. Scrubs oder Malcolm mittendrin, gabs dort nicht! Von Raritäten ganz zu schweigen!
das andere war Napster, auch dort gab's das meiste, was ich gesucht habe, nicht. leider!
ich hätte gern beide dienste weiter genutzt!
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07. 03. 2008, 21:01 #13
Re: Studie: Online-Piraterie eine Frage von mangelnden Alternativen
Selbst 5€ für eine CD ist zu viel.
Der Musiker sieht vom Verkauf höchsten 1,50€.
Den preis zahle ich gerne, wenn er ausschliesslich dem Künster zukommt.
Die Leute, die nur durch den Vertrieb verdienen haben mit der Musik nichts zu tun, und werden in Zeiten des Internets nicht mehr benötigt.
So langsam komme ich auch zu der Einstellung von Quasimodo2000
Zitat von quasimodo2000
Die Herren haben uns den Krieg erklärt: Den sollen sie haben.
Die "Inhalte-Industrie" gibt erst Ruhe wenn sie uns (und das Internet) völlig unter Kontrolle hat oder Pleite gegangen ist.
Die letzte Alternative gefällt mir besser.
Gruss Moses
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08. 03. 2008, 16:45 #14
Re: Studie: Online-Piraterie eine Frage von mangelnden Alternativen
Dank der hohen CD und DVD Preise werden die schon nicht Pleite gehen. Leider.

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08. 03. 2008, 19:39 #15
Re: Studie: Online-Piraterie eine Frage von mangelnden Alternativen
Eher gerade deswegen

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08. 03. 2008, 21:13 #16
Re: Studie: Online-Piraterie eine Frage von mangelnden Alternativen
Müssen wir den wirklich immer versuchen das Raubkopieren irgendwie zu rechtfertigen?
Ich lade die Sachen nicht deswegen illegal runter, weil es einfacher ist, als legal zu kaufen, sondern weil es mich nichts kostet. Dass ich damit dem Produzenten schade (ja, es gibt auch Künstler die auf das Geld angewiesen sind), nehme ich in Kauf.
Und ich behaupte mal, dass ich damit durchaus nicht alleine darstehe. Nur brauchen die meisten Leute anscheinend immer wieder eine Rechtfertigung für ihre illegalen Downloads.
Viel Spaß weiterhin damit.....oO0[[Feinste Downloadwaren - nur heute im Angebot]]0Oo..
AVG Antivir 7.5 O Requiem for a Dream (Director's Cut) O Lola rennt (x264) O Disassembler O Mystic Inn O Opposing Force O Still Life O Build-a-lot O 2774 Klingeltöne O MCF - Ravenhearst (dt.) O Infected Mushroom
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08. 03. 2008, 21:42 #17Mitglied
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Re: Studie: Online-Piraterie eine Frage von mangelnden Alternativen
Amen Bur, dieses rechtfertigen ist echt sowas von armseelig.
Ich lade mir mein kram auch, weil ich weiss wo ich was kriege und nichts bezahlen muss. schon alleine das anmelden bei einem legalen shop ist mir zuviel aufwand.
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10. 03. 2008, 03:43 #18
Re: Studie: Online-Piraterie eine Frage von mangelnden Alternativen
Armseeliges Leben, wenn du nicht hinter dem stehst, was du tust...
Zitat von bur
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26. 03. 2008, 06:00 #19WandangGast
Re: Studie: Online-Piraterie eine Frage von mangelnden Alternativen
bei mir ist der preis und die auswahl entscheidend.
damals hab ich mal nach slipknot geguckt und nie gefunden. mitlehrweile haben die es ja drin. such ich aber aktuelle metalbands wirds schon knapp.. aber wenigstens haben die tokio hotel immer im angebot *kotz*
/€: achja vom asiatischen markt will ich gar nicht anfangen. würde ich aktuelle animes sehen können, hätte es ja was... *lach* aber doch net bei der content-industrie
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27. 03. 2008, 03:29 #20
Re: Studie: Online-Piraterie eine Frage von mangelnden Alternativen
Ich hab im mom noch ein 3 Monate gratis Napster-Abo, aber die Auswahl in Richtung Metal/PunkRock/HardRock ist insgesamt zu mau. Da bietet AllOfMp3 (Mp3Sparks) viel viel mehr, aber das ist ja auch illegal ^^
Zitat von Wandang
Naja CD's im Laden kaufen kann man sowieso vergessen und die Online-Shops ebenso, wegen Auswahl und auch Qualität und DRM.
Am einfachsten wäre wenn man einfach alle Quellen nutzen könnte und monatlich 5€ abdrückt...
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