Zitat:
Und ich weiß nicht, weiß nicht was zählt,
weiß nicht was mir fehlt,
habe keine Ahnung wohin es geht,
worum sich mein Leben dreht.
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Dafür weiß ich jetzt wieder, wieso es mir so Scheiße geht. Ich kann weder vor noch zurück, alle Wege sind durch andere Wege versperrt.
Und ich weiß auch, dass mein Bruder meine unangenehmen Fragen nicht erträgt, weil sie die Illusionen zerstören, die er sich mit viel Mühe aufgebaut hat: Das kann ich verstehen, aber ich kann nicht weg, ich kann nicht in einer Täuschung leben. Ich kann nicht zurück in die Welt der Oberflächlichkeit. Ich kann nicht auf Parties als Teil des Mainstream tanzen, weil ich die Umgebung nicht ertrage, weil mich jede Minute in ihr foltert. Weil ich es nicht ertrage, allein zu sein, in meiner Seifenblase und zu wissen, dass mir keiner von ihnen die Wärme geben kann, die ich brauche.
Zitat:
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Ich bin weder friedlich mit den Umständen noch mit mir!
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Oder so ähnlich. Ich weiß, dass nichts die Leere füllen kann, die ihn mir wütet, weder Gott, noch Hedonismus, noch Traurigkeit, noch Ideologie, noch …
Zitat:
Ich hab Angst, mir ist schlecht,
ich möchte weg und du hast Recht.
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Ich bin so schmerzhaft weit weg, vom durchschnittlichen Leben in dieser Gesellschaft, wie man nur sein kann. Ich hasse diese Welt, ich verabscheue ihre Oberflächlichkeit, ihre abgrundtief ehrliche und kalte Natur, der soviele romantisch nachtrauern. Ich hasse diese Zivilisation, mit allen ihren Tücken, mit all ihrem Kampf und Verlorensein. Gott ist tot und mir ist auch schon ganz schlecht.
Aber vor allem:
Ich hasse mich, dafür, dass ich nicht so sein kann, wie ich mich will.
Ich hasse mich für meine Arroganz, für meine Faulheit, für meinen ungebremsten Egoismus, meinem Profilierungsdrang. Weil ich weder der dogamtische, spirituelle Pazifist bin, noch der egozentrische Hedonist. Weil ich nichts wirklich und von allem etwas bin.
Und das macht mich rasend und macht mich so unruhig, dass ich gleichzeitig weinen und lachen möchte.
Zitat:
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Und wievielen Leuten man die Hand schüttelt, um sich nicht allein zu fühlen.
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Was ich suche, werde ich nicht finden und nun sitze ich hier und überlege, ob ich aufhöre zu Suchen, aber ich weiß, dass ich das nicht kann.
Und so bewege ich mich immer weiter, zwischen den Polen, ohne Fortschritt, ohne Halt.
Und plötzlich fällt mir auf, wie unstrukturiert dieser Text ist und dann frage ich mich, ob ihn Leute lesen werden und ob sie ihn mögen werden und plötzlich schäme ich mich. Das verfliegt und was übrigbleibt ist dieselbe Leere, die wie immer hinter allem liegt.
Wenn ich jetzt aufstehe, werde ich sie verdrängen, für ein paar Sekunden, für ein paar Minuten, für ein paar Stunden und dann ist sie wieder da.
Zitat:
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Ich bin kurz davor, Tränen zu vergießen. Darüber, dass wir nicht die “Generation Doof”, sondern “Generation Kaputt” sind, dass wir nicht mehr wissen, wer wir sind, dass wir jegliche Perspektive verloren haben, dass das, was uns erzählt wird, unser ganzes Leben eicht und ein Maßstab für ALLES ist, was wir tun. Wir haben vergessen, wir selbst zu sein, wir haben vergessen, wir haben verloren, und nichts macht mehr Sinn außer die Fülle an Möglichkeiten, unsere innere Leere zu stopfen. Und zwar mit Scheisse. Nur mit Scheisse.
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Ich sehe nicht.
Danke für eure Aufmerksamkeit.
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Wo die Realität zur Fernsehsendung wird, wird LSD zu einem guten Buch.
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