das thema ist hier tibet, also ist die chinesische kultur hier eher nebensache.
das die chinesische kultur das hauptopfer der maoisten war, wird, da hast du recht, immer wieder übersehen.
ich habe mal im fernsehen ein interview mit einem sehr alten mönch des berühmten klosters shao-lin gesehen, ein aufpasser war anscheinend gerade nicht da, also plauderte der mann von seinen erlebnissen als mönch während der machtübernahme
durch die kommunisten und die spätere kulturrevolutuion.
seinen erzählungen war zu entnehmen das es den chinesischen mönchen und klöstern exakt genauso erging wie den tibetischen.
das wird heute gerne übersehen.
tibetisches unrechtsregime hin oder her - der maoismus war der denkbar ungeeigneteste "befreier" den sich irgendein volk wünschen konnte , seien es die tibeter oder eben auch die chinesen selber.
mao war ein monster das seinen platz neben stalin, hitler und pol-pot wohl mehr als nur verdient hat.
die geschichte ist nun mal wie sie ist, man kann sie nicht verändern und auch nicht wissen was passiert wäre wenn der dalai lama hätte herrschen können.
in meinen augen wäre es auch besser gewesen wenn dem dalai lama nur noch ein religiöses amt geblieben wäre und die herrschaft der adligen und mönchsbonzen auf irgendeine, möglichst friedfertige art und weise, beendet worden wäre.
das mönchsbonzentum war und ist sicherlich nicht im sinne des religionsgründers gewesen, was aber wohl in fast allen religionen wohl so war, vieleicht mit ausnahme des islams dessen gründer sich die untaten seiner heutigen nachfolger sicherlich wohlwollend anschauen würde, hatte er doch ähnlich gehandelt.
bis auf diese eine ausnahme kann man meistens sagen: der weise stiftet die lehre und der teufel baut die kirche.
im groben könnte man das auch auf den tibetischen mönchsapparat beziehen, jedenfalls auf seine schlimmsten auswüchse, katholizismus des fernen ostens nenne ich den TB deswegen manchmal. obwohl ich ihn und einige seiner lehrer sehr gerne habe, aber blinde liebe ist nich so mein ding, zur liebe gehört auch kritik.
und viele der großen lehrer tibets waren auch große kritiker und spötter des mönchsbonzentums.
in meinen augen wäre es auch besser gewesen wenn dem dalai lama nur noch ein religiöses amt geblieben wäre und die herrschaft der adligen und mönchsbonzen auf irgendeine, möglichst friedfertige art und weise, beendet worden wäre
Wie sollte das jemals denn geschehen?
Die Herrschaft der Lamas und Adeligen war in Tibet auf extremer Gewalt und Unterdrückung begründet. Das Volk kämpfte ums blanke Überleben, wenn man jeden Tag nur damit beschäftigt ist Essen zu finden, kann man keine Politik betreiben. Das ganze System war völlig erstarrt.
Da Tibet früher deutlich restriktiver war als Buthan (Vergleichsstaat) und Buthan heute noch eine Absolute Monarchie ist in der es gerade eben erst jetzt anfängt sich zu ändern, dann wäre Tibet ohne Intervention von außen von selbst immer noch nicht so weit.
Wie gesagt, die Herrschaft der Lamas wäre heute immer noch schlimmer als die Herrschaft der Han Chinesen. Die Tibeter waren früher noch viel schneller mit der Todesstrafe bei der Hand als sonst irgendein Volk. Dazu kamen Verstümmelungen, Folter usw, Tibet unter weiterer Lamaherrschaft das wäre eine Staat geworden den jeder Westler der heute für ein Freies Tibet ist ablehnen würde.
Ein Tibeter hat mal die Zeit wo die Kommunisten kamen so beschrieben: Vom Regen in die Traufe.
was hat der "fortschritt" noch gebracht: massivster und rücksichtsloser raubbau an der natur, gnadenloses abholzen der wälder ohne rücksicht auf verluste, nutzung von teilen des landes als atommüll-verklappungshalde und so weiter.
Oha,
das sind ja echt wirklich harte Geschütze die hier aufgefahren werden
Ganz spontan fällt mir dazu ein...
Regenwald ( ich denke mal dazu bedarf es eigentlich keiner genauer Erläuterungen;-)
Atommüll wurde durch den Westen entsorgt via Uranmunition im ehemaligen Jugoslawien, Irak sowie Afghanistan und weisst der Geier wo sonst noch...
Und schon mal was von den Shoshonen gehört ?
...im Land der Freiheit wo man so frei ist, den Atommüll bei den Minderheiten zu entsorgen.
Spoiler:
GN: In den vergangenen 50 Jahren wurden im Stammesgebiet Ihres Volkes an die 1000 Atom-Tests durchgeführt. Damit sind die Shoshonen wohl das am meisten bombardierte Volk der Welt - ein trauriger Rekord. Nun haben die USA einen Vertrag über ein Atom-Test-Verbot, den sogenannten "Common Nuclear Test Ban Treaty", unterzeichnet. Welche Auswirkungen hat das auf Ihre Aktivitäten?
Harney: Natürlich hat die US-Regierung ein derartiges Abkommen unterzeichnet. Aber daß deswegen die Zeit der Atom-Tests vorbei sei, ist ein Märchen, das man Euch in Europa auftischt. Sowohl im vergangenen Jahr als auch heuer hat es Atom-Tests in Nevada gegeben. Die Regierung sagt das Eine und tut das Andere. Sie nennen die Tests jetzt "subkritisch", die Auswirkungen sind jedoch die gleichen. Sie hält sich einfach nicht an Abmachungen. Aber dieses Verhalten kennen wir ja gut. Es gab einmal diesen berühmten "Vertrag zwischen zwei Nationen" (ein Friedens- und Freundschaftsvertrag zwischen Shoshonen und Weißen, Anm. d. Red.) - und was ist passiert? Unter Präsident Truman wurde unser Land 1948 militärischen Zwecken gewidmet. Unser ureigenstes Territorium - und niemand hat es für nötig befunden, uns über die dort stattfindenden Nuklearversuche zu informieren. Das haben wir erst später herausgefunden: Tausende unserer Tiere starben oder kamen verkrüppelt zur Welt; unzählige Menschen sind an Krebs erkrankt. Und es ist bis heute nicht besser geworden. Im Gegenteil.
GN: Inwiefern hat sich die Situation der Shoshonen verschlimmert?
Harney: Vor Jahren hatten wir noch jede Menge Öffentlichkeit. 1988 ist es uns gelungen, 22.000 Menschen auf dem Testgelände zu versammeln. Wir wollten, daß diese Menschen mit eigenen Augen sehen und mit eigenen Ohren hören, was dort geschieht. Damals war das Medieninteresse groß, und wir konnten hoffen, daß die Tests bald ein Ende haben werden. Mittlerweile ist die Sache eingeschlafen. Es wird zwar nicht mehr soviel getestet, dafür ist die Sache mit dem Atommüll dazugekommen. Aus allen Teilen der Welt wird Atommüll in Schiffen über die Ozeane gebracht, in riesige Trucks verladen und dann ohne weitere Sicherheitsvorkehrungen einfach auf unserem Land abgeladen. Aus Protest haben wir letztes Jahr die Zufahrtsstraße zum Testgelände blockiert. 26 von uns wurden verhaftet und angeklagt. Ich habe dem Richter erklärt, daß wir das getan haben, weil wir verzweifelt sind und niemand auf uns hört. Wir werden ebenso wenig gehört, wie die Elemente gehört werden.
Zitat:
kultureller völkermord.
Totschlagargument mit Assoziation zum Hitler-Regime,
daher geh ich jetzt mal lieber...
Da der Begriff Chinesen im Deutschen nicht eindeutig unterscheidet zwischen Staatsangehörigen Chinas und Angehörigen der Han-Nationalität, also „ethnischen Chinesen“, hat sich die Bezeichnung „Han-Chinesen“ oder kurz Han zunehmend eingebürgert. Im Chinesischen wird zwischen dem „Chinesen“ als Staatsbürger (中国人 Zhongguoren, „Mensch aus dem Land der Mitte“) und dem „ethnischen Chinesen“ (汉族人 Hanzuren oder 汉人 Hanren, „Mensch des Han-Volkes“) klar unterschieden. Die Hakka stellen nach chinesischer Auffassung eine Untergruppe der Han-Chinesen dar.
Die Han stellen heute etwa 91,59 % der Gesamtbevölkerung der Volksrepublik China und rund 90% der Gesamtbevölkerung der Republik China und rund 70 % der Gesamtbevölkerung Singapurs. Neben den Han-Chinesen gibt es in der Volksrepublik noch 55, in der Republik zwölf weitere offiziell anerkannte Völker („Nationalitäten“); siehe Völker Chinas und Indigene Völker Taiwans. Hinzu kommen jeweils 15–20 ethnische Gruppen, die nicht offiziell als Nationalitäten anerkannt sind.
Tatsächlich sind jedoch auch die Han-Chinesen keine so homogene Gruppe wie gerne angenommen. Besonders moderne staatliche Institutionen mit ihrem Drang zur Vereinheitlichung und Zentralisierung leugnen diese Heterogenität. Diese zeigt sich jedoch z. B. an den unterschiedlichen Sprachen der Chinesischen Sprachgruppe und an Bezeichnungen für Regionen und ihre Bewohner, die älter sind als die Han-Dynastie (z. B. Wu oder Shu). Auch andere Dynastien werden zur Eigenbenennung verwendet, so nannten sich Südchinesen (und tun dies im südostasiatischen Ausland immer noch) Tang und nicht Han - folgerichtig insofern, als diese Gebiete erst zur Zeit der Tang aus dem Norden besiedelt wurden und die autochthone Bevölkerung verdrängt oder assimiliert wurde.
Aufstände in Tibet. Was wirklich passiert weiß keiner. Abschottung.
Der Kundun flüchtete damals ins indische Exil. Das war der richtige Weg. Sein Tod hätte nicht viel bewirkt.
Jetzt ist der Dalai Lama gefordert. Er hat sich in den vergangenen Jahren einen gewissen Weltruhm erarbeitet. Jeder kennt ihn, fast alle schätzen ihn.
Nun müsste er nach Tibet zurück. Unbewaffnet mit einem großen Tross an Journalisten.
Sich den Besatzern todesmutig entgegenstellen. Wie einst Ghandi.
Ohne Gewalt, nur mit seinem Mut bewaffnet.
Ghandi und Dalai Lama nehmen wir mal an, Dalai Lama wird wie Ghandi erschossen. Tibet wird um ihn Trauern aber wird es nach seinen Tod noch ein Tibet geben? Ich glaube eher das die Chinesen Tibet endgültig einnehmen werden wenn Dalai Lama einmal weg ist. Denn es gibt dann keine so populäre Führungskraft wie Ihn mehr in Tibet. Ich persönlich sehe keine hoffnung für dieses Land.....
Ghandi und Dalai Lama nehmen wir mal an, Dalai Lama wird wie Ghandi erschossen. Tibet wird um ihn Trauern aber wird es nach seinen Tod noch ein Tibet geben? Ich glaube eher das die Chinesen Tibet endgültig einnehmen werden wenn Dalai Lama einmal weg ist. Denn es gibt dann keine so populäre Führungskraft wie Ihn mehr in Tibet. Ich persönlich sehe keine hoffnung für dieses Land.....
Na na na, mein Freund. Ghandi wurde erst später, nach dem Rückzug Englands, erschossen.
Vorher ging es nicht -> Auslandspresse !!! (ja, ja der wusste wie)
Stell Dir vor der D.L. marschiert mit Presse nach Tibet. Und die würden ihn erschießen.
Vor den Olympischen Spielen.
Stell Dir vor der D.L. marschiert mit Presse nach Tibet. Und die würden ihn erschießen.
Vor den Olympischen Spielen.
glaub mir, die Inder, die den Dalai Lama damals nur auf Druck der CIA und GB unfreiwillig aufgenommen hatten, würden ihn zuerst erschießen/einsperren/an China ausliefern/ noch lange bevor der Dalai Lama die indische-chinesische Grenze überhaupt zu sehen bekommt.
Da in dem Artikel auch der Haß vieler Tibeter auf die Hui genannt wird, genau so brutal gingen die Tibeter bei den Unruhen auch gegen Koreaner vor. Zwar gibt es davon nur sehr wenige in Lhasa, aber die Haltung der Tibeter ist ja einfach: was kein Tibeter ist, ist ein Untermensch. Im Westen wurden die anhand der Schrift eindeutig koreanischen Läden dann wiederum einfach als chineische Läden bezeichnet.
So wie nepalesische Polizei die tibetische Mönche zusammen schlug auch einfach zur chinesischen Polizei erklärt wurde.
Interessant sind auch die vielen Kontakte des Dalai Lama und der Exiltibeter zu Nazi Organisationen und zu aktiven Nazis und Faschisten. Und dies nicht damals in einer fernen Vergangenheit sondern bis zum heutigen Tage.
Da in dem Artikel auch der Haß vieler Tibeter auf die Hui genannt wird, genau so brutal gingen die Tibeter bei den Unruhen auch gegen Koreaner vor. Zwar gibt es davon nur sehr wenige in Lhasa, aber die Haltung der Tibeter ist ja einfach: was kein Tibeter ist, ist ein Untermensch. Im Westen wurden die anhand der Schrift eindeutig koreanischen Läden dann wiederum einfach als chineische Läden bezeichnet.
So wie nepalesische Polizei die tibetische Mönche zusammen schlug auch einfach zur chinesischen Polizei erklärt wurde.
Interessant sind auch die vielen Kontakte des Dalai Lama und der Exiltibeter zu Nazi Organisationen und zu aktiven Nazis und Faschisten. Und dies nicht damals in einer fernen Vergangenheit sondern bis zum heutigen Tage.
Man kann Alles "so" oder "so" auslegen. Wichtig ist nur, dass man sich nicht auf eine Meinung versteift. Sonst wird man ganz schnell blind.
"Höre Alles, glaube Nichts"
die Haltung der Tibeter ist ja einfach: was kein Tibeter ist, ist ein Untermensch.
Und das soll man jetzt so einfach schlucken, oder wie? hihi... klaa...
Zitat:
Zitat von Bundespolizei
Interessant sind auch die vielen Kontakte des Dalai Lama und der Exiltibeter zu Nazi Organisationen und zu aktiven Nazis und Faschisten. Und dies nicht damals in einer fernen Vergangenheit sondern bis zum heutigen Tage.
Dalai als Kanzlerkandidat der NPD? Das ist ja noch besser als Harald Schmidt.
Die Aufstände, auch wenn sie gewaltsam sind, haben meiner Meinung nach ihre Berechtigung und sind nach der Leidensgeschichte Tibets nur verständlich.
In China herrscht seit jeher eine auf Gewalt und Unterdrückung basierende Diktatur. die Tibeter werden seit Jahrzehnten brutalst unterdrückt und durch gezielte Millionenzuwanderung von Han-Chinesen im eigenen Lande zu Fremden gemacht. Sie haben doch ihre eigene Kultur, ihre eigene Sprache usw., die sie durch Beendung der Okkupation und der Schaffung eines souveränen Staates erhalten könnten. Und auch wenn ihre Aufstände bereits zum Scheitern verurteilt sind, sind es die Bemühungen trotzdem wert sich mit allen möglichen Mitteln gegen das chinesische Regime zustellen
Dann heißt du sicher auch die Befreiungsbewegung von Katalanen und Basken für gut, die seid Jahren vom spanischen Regime unterdrückt werden und ihrer Souveränität durch Terror der Regierung unterdrückt werden.
Die Tibeter wurden auch schon unterrückt als sie selbständig waren, damals aber vom geistigen Oberhaupt Dalai Lama. ALso dies ist keine Erfindung der Chinesen und daher keine zielende Argumentation
Die Tibeter wurden auch schon unterrückt als sie selbständig waren, damals aber vom geistigen Oberhaupt Dalai Lama. ALso dies ist keine Erfindung der Chinesen und daher keine zielende Argumentation
Das ist zwar richtig, nur musst du dir dann auch die Frage gefallen lassen inwieweit die damalige Unterdrückung akzeptiert wurde. Laut Wikipedia war der Lamaismus bis dato eine 1400 Jahre vorherrschende Herrschaftsform. So unzufrieden können die Tibeter ja damit nicht gewesen sein.
Seit wann ist es denn positiv wenn ein nicht demokratisches System gegen ein anderes ebenso wenig demokratisches System abgelöst wird? Das findet ihr doch auch nicht gut wenn das Amerika oder Russland macht, oder doch?!
Das Problem ist doch aber eher, dass von außen die Unterdrückung durch China kritisiert wird, aber man dabei außer betracht lässt, dass die Tibeter auch schon vorher unterdrückt worden (egal ob freiwillig oder nicht). Abgesehen davon kann man doch die Aufstände dann trotzdem niocht gutheißen, da die Gewalt kaum zum einlenken der Chinesen führt, sondern die Brutalität der Chinesen gegenüber den Tibetern wieder erhöht und dadurch eine Gewaltspirale in kraft gesetzt wird, die swoohl von den Tibetern als auch vond en Chinesen herbeigeführt wird.
Die typischen Gesetzmäßigkeiten einer Gewaltspirale sollten wir mal außer Acht lassen. Es ist immer schwierig, einen vielleicht berechtigten Aufstand deswegen zu verurteilen, weil dadurch noch mehr Gewalt entsteht. Das liegt in der Natur der Sache. Mir geht es um die Ursachen.
Und da frage ich mich, ob sich das tibetische Volk unterdrückt fühlt(e) und nicht ob es nach objektiven (also unseren) Maßstäben unterdrückt ist? (Unter den Mönchen meinte ich.)
Fuer mich ist Gewalt doch nur ein Zeichen von Unzufrieden- oder Perspektivlosigkeit oder von Beidem.
Jedenfalls geht dem Ganzen immer eine Wut, Trauer und/oder Hoffnungslosigkeit voraus, die teilweise persoenlich, viel haeufiger aber gesellschaftlich bedingt sind.
So neigen in Deutschland besonders arme Migranten zu Gewalttaten. Das liegt nicht etwa daran, dass wir die besseren Menschen sind, sondern daran, dass sie gesellschaftlich sehr weit unten Stehen. Sie gehoeren einer Klasse an, die nie auch nur die kleinste Aussicht auf einen Sieg des Klassenkampfes haben.
Daraus entsteht eben auch Langeweile, Frustration und letztendlich Gewaltpotenzial.
So wird es auch unter den Tibetern ergehen. Sie sind unzufrieden, weil sie nicht im Ansatz von der Gesellschaft akzeptiert werden und die Regierung in China sie drangsaliert.
Das macht Gewalt im Einzelnen nie besser, aber bin kein Richter, der darueber zu befinden hat, was wie zu bestrafen ist. Viel mehr sollten wir uns im Klaren darueber sein, wo die Ursachen liegen.
Man neigt zwar zunächst dazu, Gewalt grundsätzlich abzulehnen. Andererseits darf man nicht vergessen, daß sogar bei uns durch unser Grundgesetz Gewalt unter engen Voraussetzungen legitim ist.
Das betrifft auch die Situation, wenn eine "fremde Macht" Deutschland unterwerfen würde oder eben die eigene Regierung die Verfassungsordnung außer Kraft setzt.
Im Falle Tibets ist es daher schon von Belang, ob die Tibeter überhaupt etwas gegen die Mönchs-Gesellschaft einzuwenden haben oder hatten. Sollte dieses nicht der Fall sein, sehe ich keinen Anlaß für Außenstehende, die dortige Mönchs-Gesellschaft zu kritisieren.
In dem Fall bleibt die Kritik an China bestehen, weil es ein Volk unterworfen hat.
Stellt sich dann auch die Frage, ob die Tibeter bereit wären alle Errungenschaften, die die Chinesen nach Tibet gebracht haben, wieder zu verlieren. Ich würde mir dann wünschen, dass die Chinesen so konsequent sind, und jede gebaute Strasse, jede elektronische Leitung usw. bei einem Tibet, dass sich unabhängig erklären söllte, abzureißen und Tibet in den Zustand zurückversetzen (also wirtschaftlich), den es vor der chinesischen Unterdrückung hatte. Ich finde es nämlich eine ziemliche Heuchelei und auch Frechheit, wenn sich die Leute, wie die Tibeter, aufregen (wenn auch berechtigt) und unabhängig werden wollen, aber dann das Gute, was durch die Unterdrücker gebracht wurden, wie Strassen und Strom, nicht verlieren wollen. Entweder alles oder gar nichts (der Meinung bin ich auch bei Kosovo: Serbien müsste konsequent alle Zufuhren nach Kosovo kappen und die Überflugsrechte für die unterstützenden Staaten sperren)