Wo kommen diese Zahlen einer Millionenzuwanderung überhaupt her? Das ist vielleicht interessant zu wissen:
Die Exiltibeter und der Dalai Lama setzen Tibet nicht mit der heutigen Provinz Tibet gleich. Sie rechnen zu Tibet alle Gebiet die in den vergangenen Jahrhunderten überhaupt jemals unter tibetischer Herrschaft standen (wenn auch nicht gleichzeitig) und darüber hinaus alle Gebiete in denen sonst noch Tibeter leben, selbst wenn diese nie unter tibetischer Herrschaft standen.
Auf diese Weise ist das Tibet das die Exiltibeter „befreien“ wollen deutlich größer als es das Freie Tibet war das der Dalai Lama beherrschte. Sie fordern also nicht nur die Unabhängigkeit für die Provinz Tibet und nicht für Tibet in den Grenzen von 1911 sondern sie fordern noch darüber hinaus gehend Land.
Nun sollte man Wissen, daß es aufgrund vieler Wanderungsbewegungen auch in Südchina beispielsweise noch kleine Gruppen von Mongolen gibt und ebenso in Afghanistan. Die Forderungen des Dalai Lama sind also so, als ob die Mongolei ganz Südchina und ganz Afghanistan fordern würden.
Rechnet man alle Tibeter zusammen die es gibt, kommt man auf ungefähr 4 bis 5 Millionen. Nun sind für den Dalai Lama auch etliche eindeutig nichttibetische Stämme Tibeter und so kommt er auf 6 Millionen.
Es sind aber maximal wirklich nur 5 Millionen und vielleicht weniger. Lassen wir es 5 Millionen sein was noch hochgesteckt ist.
Davon leben 50% in der heutigen Provinz Tibet, die andere in den angrenzenden Gebieten drumherum.
Nun kommt der Dalai Lama zu folgender einfacher Rechnung: in diesen umliegenden Provinzen die seiner Ansicht nach natürlich samt und sonders Tibet gehören leben auch viele nichttibetische Chinesen, ingesamt sind es ca 6 bis 7 Millionen nichttibetische Chinesen also sind offenbar Millionen Han Chinesen dorthin eingewandert.
Aber:
1 Sind diese Chinesen durchaus nicht allesamt Han
2 Haben in diesen Provinzen auch früher schon viele nichttibetische Chinesen gelebt
3 sind diese Provinzen auch größtenteils nicht Teil von Tibet in den Grenzen von 1911 gewesen. Sie waren schon vor 1911 chinesisch, sie waren es nach 1911 und sind es noch heute.
Nur weil dort Tibeter leben oder weil vor Jahrhunderten dort mal kurzzeitig Tibeter herrschten, leitet also der Dalai Lama sowohl einen Herrschaftsanspruch als auch die Behauptung ab, Millionen Chinesen seien nach Tibet eingewandert.
Das wäre so als ob Deutschland sagen würde, das die Goten am Schwarzen Meer einen Anspruch Deutschlands auf die Ukraine begründen und noch eins drauf, daß also Millionen von Slawen offenbar in deutsche Gebiete eingewandert sind.
Eine solche Argumentation ist nicht mal fragwürdig, sie ist einfach grundfalsch und zeigt klar die Motive und fehlgeleiteten Positionen des Dalai Lama und der Exiltibeter auf.
In einem Buch des Dalai Lama kann man den Plan der Tibeter für China sehen:
Dort ist nicht nur ein Großtibet aus China heraus getrennt sondern auch ein Ost Turkestan im Nordwesten, die Innere Mongolei, und die Mandschurei als eigene Staaten. Vom Dalai Lama selbst ist also für China vorgesehen, daß die VR China über 60% ihres Territoriums verlieren soll.
Die Zahl der Exiltibeter beträgt übrigens nur so ca 120 000. Diese 120 000 bestimmen nicht nur für die 2,5 Millionen in Tibet sondern auch noch ganz selbstverständlich für viele weitere Millionen von Menschen und wollen deren Zukunft bestimmen. Und diese Zukunft soll sein, daß sich Millionen von Menschen unter die Herrschaft dieser 120 000 stellen sollen in einem von diesen autoritär beherrschten Großtibet.
Ist dann Großtibet errichtet, ist es der nächste Plan mit den ganzen bösen „eingewanderten“ Minderheiten abzurechnen. Insbesondere mit den Hui die in Tibet von den Tibetern allgemein gehasst werden.
Den was kein Tibeter ist, ist ja eingewandert und hat daher keine Rechte....
Die Exiltibeter und der Dalai Lama sind eben nicht allein gegen die Han Chinesen, sie sind auch gegen alle Minderheiten oder anderen alten Völker die im tibetischen Hochland leben.
Schlußendlich vertreten die Tibeter eine chauvinistische, nationalistische Agenda die anderen Völkern in ihrem Herrschaftsgebiet kein Lebensrecht zusteht.
Das ist keine Theorie, die Praxis konnte man jetzt bei den aufständen in Lhasa und andernorten sehr gut beobachten, es wurden reihenweise nicht nur Han Chinesen angegriffen sondern auch Hui ermordet und andere. Die Tibeter haben bei diesen Unruhen gezielt und massiv die Angehörigen von Minderheiten angegriffen weil diese ohnehin Ziel sind und vertrieben werden sollen und weil die Chinesischen Sicherheitskräfte sich zunächst primär um die Sicherheit der Han kümmern.
Zitat:
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Trotzdem stellt sich immer die Frage, ob die Chinesen die Tibeter beglücken sollten
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Die Frage stellt sich überhaupt nicht. Fakt ist: das die Tibeter heute Chinesen sind und es bleiben werden.
Die Frage die sich stellt ist, ob China nicht ganz allgemein ein Unrechtsstaat ist. Nicht weil es die Tibeter unterdrückt sondern weil es zum Wohl unserer westlichen Wirtschaft alle Menschen unter seiner Herrschaft unterdrückt.
Hundert mal Mehr Han Chinesen als es überhaupt Tibeter gibt leben im Elend und werden zum Teil mehr unterdrückt als die Tibeter. Aber das interessiert den Westen ja kein bißchen solange diese Lohnsklaven weiter brav arbeiten.