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thrilled
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Schuldig bin ich dem Staate wie so viele andere hier im Board wohl nichts und kann Cybernys Post in diesem Thread nur zustimmen.

Auch ich fühle mich dieser Gesellschaft verpflichtet und das, obwohl meine persönlichen Werte und Ansichten von einem großteil dieser Gesellschaft vermutlich nicht unterstützt, verstanden oder richtig begriffen werden.
Alt 24. 05. 2008, 00:35 thrilled is offline Mit Zitat antworten #126
Enteiser
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Zitat:
Zitat von herr-k

Unterm Strich kann ich in der gegenwärtigen Lage nur die Losung ausgeben, sich von Parteien fernzuhalten, nicht zur Wahl zu gehen und sämtliche Energien auf private Initiativen zu konzentrieren.
Sorry.


Mit dem ersten Teil bin ich nicht einverstanden. Das kann nicht die Lösung sein. Das Beispiel bis ins letzte Extrem weitergedacht:

Wenn das alle mitmachen würden, dann gehen nur noch die aufgestellten Kandidaten zur Wahl.. die brauchten dann auch kein Programm oder Inhalte mehr... wählen sich letztendlich selbst, machen im Amt was sie wollen und gestalten das System ggf. so um, wie es noch besser für sie ist... interessiert ja eh keinen.... das bringt uns nicht weiter.... außer man gehört zu denen


Wenn du im zweiten Teil deine privaten Initiativen ausschließlich zu deinem eigenen Nutzen ausrichten willst und das jeder machen würde, dann führt das zu Verhältnissen wie im wilden Westen (obwohl, selbst da gab es aber auch Gesetze...)

Ich denke aber, daß du auch private Initiativen die dem Allgemeinwohl dienen gemeint hast. Die sind in der Tat nötig und richtig, jedoch viel zu selten.

MfG Enteiser
Alt 24. 05. 2008, 01:12 Enteiser is offline Mit Zitat antworten #127
LordPiccolo Spender
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Chauvinistischer Spam und Reaktionen gelöscht und User wurde gesperrt....Bitte geht nicht mehr dadrauf ein...
Alt 26. 05. 2008, 11:47 LordPiccolo is online now Mit Zitat antworten #128
Humiliation
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Meiner Meinung nach ist der Sinn des Lebens sich stets selbst zu verbessern und für das Allgemeinwohl zu arbeiten. Also eine gewisse Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Und da der Staat praktisch die Grundpfeiler einer Gesellschaft darstellt, denke ich sollte man sich für Politik interessieren. "Verpflichtet" oder "schuldig" halte ich aber für die falschen Wörter.
Alt 26. 05. 2008, 12:29 Humiliation is offline Mit Zitat antworten #129
Xibalba
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Das ist mein Tipp für alle hier in dem Thema, die auf den Staat "scheißen":

Dann packt eure Sachen und wandert aus, wenn es euch hier nicht gefällt! Basta.

Deutschland ist und bleibt ein Klagestaat, alle beklagen sich... schaut doch bitte erstmal in die Dritte-Welt-Länder... und dann beklagt euch nochmal über unseren Staat. Egoistisches Pack!
Alt 26. 05. 2008, 12:47 Xibalba is offline Mit Zitat antworten #130
Der Rebell
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Gehts Dir noch gut?

Es ist wohl eher so, daß Du auswandern solltest, wenn Du bereit bist, Dir alles gefallen zu lassen. Kommt in Deiner Vorstellungswelt das Wort "Kritik" überhaupt vor? Oder ist Kritik am Staat in Deinen Augen Majestätsbeleidigung?

Früher sagte man "Wenn es Dir hier nicht gefällt, dann geh doch in die DDR."

Wann hast Du das letzte Mal das Wort "D e m o k r a t i e" buchstabiert?
Alt 26. 05. 2008, 13:01 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #131
Bastard99
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Hmm, ich für meinen Teil finde dass es doch relativ ausgeglichen ist.

Ich meine, warum sollte der Staat den Menschen wie auch die Menschen dem Staat etwas schulden?


Ok, wir zahlen Steuern, und das auch nicht zu knapp. Ausserdem muss man für sehr viele "Kleinigkeiten" auf ein Amt wo man dann gebühren bezahlen muss.

Nur denke ich sollte jeder der in Deutschland wohnt schon auch in einer gewissen Weise glücklich sein, ohne jedoch den Mut zur Kritik zu verlieren.


Ich meine, es gibt so viele Leute die über Deutschland schimpfen als würden sie vom Staat bis auf den letzten Cent ausgenommen werden ohne eine Gegenleistung dafür zu erhalten. Nur stimmt das so nicht.

Viele Leute meinen dass sie hier in Deutschland in einem Land leben dass den Bürgern nichts für ihr Geld oder ihre Steuern bietet, sobald es aber um andere Länder geht, sind wir auf einmal wieder die größten.

Man sieht das immer sehr schön bei einem Ereignis wie der letzten Fußball EM. Man schimpft immer sehr lange über das eigene Land aber wenn wir dann ein Spiel gewinnen heften sich alle die Deutschlandfahnen an die Autos und sind stolz auf ihr Land? Wie kommt das? Warum fühlen sich hier viele nur so überlegen wenn es einem anderen reingedrückt werden kann, wenn man aber keinen anderen hat auf den man herabschauen kann, wird in den eigenen Reihen jemand gesucht der das ausbaden muss? Komisch oder?


Ich für meinen Teil bin froh dass ich hier leben darf. Ich bin froh, dass ich in einem Staat leben darf der sich um so viel kümmert dass Menschen die nichts mehr haben und evtl. auch nichts mehr können bzw. noch nie was konnten, egal ob sie selbst Schuld daran sind oder nichts dafür können, nicht einfach irgendwo auf der Straße verrecken.


In Deutschland wird oft gesagt dass es für jeden kleinen Dreck ein Amt geben muss und da dann noch Gebühren aufgebrummt werden. Nur finde ich das nicht so schlimm wenn es denn nicht anderst geht.

Ich meine: Wir haben in Deutschland ein Gesetzt, können selber bestimmen wen wir an der Macht haben wollen, und wenn doch mal was sein sollte gibt es eben Wege das zu regeln.


Stellt euch mal vor ihr werdet Arbeitslos. Das erste was dann passiert ist: Man schimpft auf den Staat. Dann fällt einem ein wie Schlecht die Organisation doch gemacht ist und alles andere. Nur dankbar dafür zu sein dass es überhaupt so etwas gibt, das fällt keinem mehr ein.


Wir zahlen Steuern, aber bekommen eben dafür wenn man mal in einer schweren Lebenslage ist so etwas wie Sozialhilfe. Wäre es euch lieber wenn ihr alles behalten dürftet und dafür wenn ihr dann mal nichts mehr habt euch auf der Straße um euren eigenen Dreck zu kümmern?


Man schimpft immer viel, aber im allgemeinen sollte man doch froh sein in einem Land wie Deutschland leben zu dürfen. Es gibt andere Länder wo die Leute genau so "ausgenommen" werden, jedoch wenn sie dann mal Hilfe brauchen einfach auf der Straße liegen gelassen werden als wären sie nur einen Haufen Dreck wert.

Ich bin zwar erst 19 Jahre alt, jedoch bin ich schon in viele Ländern gewesen, unter anderem in Spanien, Italien, Frankreich oder der Türkei, und das nicht nur 1 Woche mit der Schule oder so. Und wenn ich mal ganz ehrlich bin dann sind wir im Vergleich zu diesen Ländern, die allesamt auch noch recht ordentlich sind, doch am besten dran.

Zu den europäischen Ländern war ich auch schon oft genug in Afrika unterwegs, größenteils in Äthiopien und Kenia, und das nicht in den Touristenorten mit Schicken Hotels. Ich war bei meiner Verwandschaft, zwar nicht im tiefsten Ghetto oder in den härtesten Slums wie es sich manche vorstellen, jedoch in einer Gegend, wo viele in Deutschland wohl schon nach 1 Woche mit Handkuss wieder zurückkehren würden.


Jeder der das nicht mal erlebt hat, und ich rede hier nicht von 2 Wochen Sommerurlaub sondern von 4-6 Monaten, der sollte froh und dankbar sein dass er in Deutschland leben darf und auch wenn er ab und an denkt dass es ungerecht ist, er doch das Glück hat, in einem Land zu leben, wo so viele Sachen geregelt sind.



Dass man für Sachen wie einen Pass verlängern mal schnell 35 Euro oder so los ist, finde ich auch nicht ok. Gerade solche kleinen Sachen, wo der Staat die Bürger dazu zwingt, und dann auch noch Geld dafür verlangt, finde ich auch nicht ok. Nur wird eben sehr oft zu viel gemäckert über Sachen, wo sie eigentlich froh sein sollten.


Ich sage immer: Erst wenn man eine Sache nicht mehr hat die einem normal vorkommt, merkt man was man im Endeffekt eigentlich davon hatte.


In dem Sinne:

Nicht immer über alles schimpfen was einem gerade so in den Sinn kommt. Aber auch nicht alles was derzeit so im Staat passiert bzw. was es derzeit so gibt toll finden, denn manches muss ja nicht sein.





PS: Viele meiner Freunde die aus Ländern wie Äthiopien oder Umgebung kommen sind glücklich hier leben zu dürfen. Viele von denen sind auch adoptiert. Auf die Frage, ob sie lieber hier oder dort leben würden sind sich so gut wie immer alle einig, und zwar:

Im Endeffekt kann man es nicht wirklich sagen ob es dort besser wäre oder hier. Auf den ersten Blick denkt man sich naürlich dass es hier besser ist da eben viel mehr möglichkeiten vorhanden sind.

Nur, woher wollen wir wissen ob das denn wirklich so ist bzw. ob wir das denn genau so empfinden würden wenn wir keine Vergleichsmöglichkeit haben?

Wir können nicht sagen ob es hier besser ist wie dort da wir eben schon in einem Alter von wenigen Monaten hier in nach Deutschland gekommen sind und deshalb nicht wissen wie das Leben dort wirklich ist. Wir waren zwar schon alle über einen etwas längeren Zeitraum dort, jedoch ist auch das nicht wirklich mit einem richtigen Leben von kleinauf in diesem Land zu vergleichen. Man kann teilweise auch nur erahnen wie das gewesen wäre.

Natürlich haben wir hier in Deutschland ein gutes zu Hause, immer genug zu Essen und auch Wertsachen bzw. Luxusgegenstände die einem das Leben erleichtern bzw. einem für eine gewisse Zeit Freude und Glück bringen können.

Jedoch sind solche Sachen nicht relevant. Man kann genau so glücklich sein wenn man nichts mehr hat bzw. noch nie viel hatte, jedoch immer seine Familie um sich hatte und es allen den Umständen entsprechend gut geht. Man kann genau so glücklich sein bzw. man sollte mindestens genau so glücklich sein wenn man mit seiner ursprünglichen Familie hätte zusammenleben können, und sei es nur in einer Röhre aus Stein irgendwo in einem Dorf, wie wenn man hier in Luxus schwimmt.

Wirkliches Glück definiert sich nicht über die Rahmenbedinungen sondern über das eigene Empfinden was einem etwas bedeutet und über was man mit gutem gewissen hinwegsehen würde/kann, wenn man dafür die wirklich wichtigen Dinge in seinem Leben sehen bzw. haben könnte, wie Gesunde Kinder oder eine Familie die glücklich ist weil sie sich Gegenseitig haben und immer füreinander da sind, sei es auf der Straße oder in einer Luxusvilla.

Wir sind froh dass wir in Deutschland diese Chance bekommen haben und wissen es alle nach unseren Aufenthalten in unseren Heimatländern zu schätzen in Deutschland leben zu dürfen. Hier bekommen wir eine Chance die wir dort nie gehabt hätten. Ob das im Endeffekt besser für uns ist bzw. ob uns das glücklicher macht, als wenn es nciht so wäre, kann man wie gesagt nicht eindeutig festmachen, da wir eben keinen Vergleich haben, wie es wäre, wenn es nicht so gekommen wäre.


Im allgemein ist Deutschland aber ein sehr gutes Land das viel für seine Bürger tut und die wenigsten wissen das wirklich zu schätzen!
Alt 26. 05. 2008, 13:28 Bastard99 is offline Mit Zitat antworten #132
Xibalba
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Zitat:
Zitat von Der Rebell
Gehts Dir noch gut?
Ja, danke der Nachfrage.

Zitat:
Es ist wohl eher so, daß Du auswandern solltest, wenn Du bereit bist, Dir alles gefallen zu lassen. Kommt in Deiner Vorstellungswelt das Wort "Kritik" überhaupt vor? Oder ist Kritik am Staat in Deinen Augen Majestätsbeleidigung?
Mir scheint, du hast meinen Post nicht ganz verstanden. LESEN! Meine Meinung bezog sich auf die Personen, die auf den Staat "scheissen", die nichts anderes können als schimpfen und sich beklagen und das am liebsten über den Staat, NICHT die Personen, die konstruktive Kritik üben (KONSTRUKTIV!). Denn natürlich ist konstruktive Kritik angebracht, denn rund läuft hier einiges nicht, das ist wohl wahr.
Die Intention meines Postings war, dass die Personen - wohlbemerkt meine Lieblingszielgruppe- Arbeitsuchende und stolz darauf- die soziale Leistungen vom Staat erhalten und sich hier in diesem Thema über den Staat beschweren, zumeist mittels platter Kritik, diese sollten erstmal doch erstmal schauen, wie es in anderen Ländern, z.B Dritte-Welt-Länder, steht, denn diese Menschen erhalten wenig bis gar keine Leistung vom Staat.
Nurmal so als Anstoss für deren Hirne, wie gut Sie es doch hier haben mit den sozialen Leistungen vom Staat.
Die ständige Verteuerung der Lebenshaltungskosten und die Verschwendung von Steuergeldern ist dann nochmal ein ganz anderes Thema.

Zitat:
Wann hast Du das letzte Mal das Wort "D e m o k r a t i e" buchstabiert?
Das mache ich jeden Morgen, kurz bevor ich an die Arbeit fahre.

Edit: Bastard99 hats gut auf den Punkt gebracht.
Alt 26. 05. 2008, 13:39 Xibalba is offline Mit Zitat antworten #133
Der Rebell
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Du sagst es: Arbeitssuchende sollen also das Maul halten?

Natürlich unterstellst Du indirekt (Lieblingszielgruppe), daß die sowieso alle faul sind.

Und wenn es um "platte Kritik" geht, dann hat das mit Arbeitslosigkeit nichts zu tun. Entweder ist Kritik gerechtfertigt oder nicht.
Alt 26. 05. 2008, 13:53 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #134
Xibalba
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Dreh mir nicht das Wort im Mund herum!
Ich sage: Macht euch Gedanken, wie gut wir es hier haben, bevor ihr den Staat ins Blaue hinein kritisiert.
Und das du dich an meiner persönlichen Meinung über Arbeitsuchende aufhängst, war ja klar. Naja, das wird wohl meine schlechte Erfahrung sein. Pauschalisieren tue ich ungern, viele können nichts dazu, aber was man so sieht und mitmacht (bin Bankangestellter)...nunja.
Alt 26. 05. 2008, 14:13 Xibalba is offline Mit Zitat antworten #135
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Zitat:
Und das du dich an meiner persönlichen Meinung über Arbeitsuchende aufhängst, war ja klar.

Nun gut, wenns klar war ....................
Alt 26. 05. 2008, 14:17 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #136
Olbtwo
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

möp,

ich sehe das so : Der Staat isn Konstrukt, dass seine Macht durch das Volk erhält (auch wenn das gerade in Deutschland wieder im Abbau ist...). Deswegen sind sie angehalten ihren Job möglichst gut zu machen, d.h. für mich : Sie sind mir, den Wähler, ein kluges, bedachtes Handeln schuldig sowie der Verwaltung Deutschlands

Deswegen kann ich für mich definitiv sagen, dass ich dem Staat nix schulde. der Staat, also die Menschen , die ihn verwalten, schulden eher mir was, denn durch mich (also das volk) haben sie ja die macht erlangen.

mfg. olbert
Alt 26. 05. 2008, 16:49 Olbtwo is offline Mit Zitat antworten #137
Sam80
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Vermehrt werden derartige Fragen auch nur gestellt, weil der größte Teil vom Volk sich schon die Systemfrage stellt.
Die soziale Schere klafft immer weiter auf etc. etc., Tag für Tag werden immer mehr Menschen mit den Folgen einer globalisierten "Heuschrecken" Welt konfrontiert.
Staatliche Macht korrumpiert und ist zum Diener der Großkonzerne geworden, d.h. sie hat sich gegen die Interessen des Volkes gerichtet.
Somit den Respekt und die Verantwortung gegenüber dem Volk verraten und verkauft, während das Volk seine "Verantwortung" als "Motor" des Systems noch erfüllt, und die derzeitige Ausbeutung noch heroisch erträgt.

Der Karren ist schon so tief im Dreck, dass sich unsere Machtinhaber nicht mehr mit der Schuldfrage beschäftigen sollten, sondern im Sinne - wie biegen wir das angezettelte wieder hin, dass dies alles nicht in Bürgerkriegen endet.

Das Volk hat bis Dato seine Pflicht bestens erfüllt, wäre es nicht so würde es schon an allen Ecken und Enden qualmen.
Der Staat(Regierung) ist eindeutig gegen das Volk ausgerichtet, mittlerweile dreht sich das ganze Lügenkarussell schon so schnell, dass es zu implodieren droht.

Der Staat schuldet dem Volk seit einigen Lenzen verantwortliches Handeln und Denken, und vorallem Wahrheit.
Ich frage mich langsam nicht mehr was ich noch schuldig bin, sondern wie ich mich dagegen schütze. Traurig was?
Alt 26. 05. 2008, 17:39 Sam80 is offline Mit Zitat antworten #138
Neandertaler
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Zitat:
Zitat von Sam80
Vermehrt werden derartige Fragen auch nur gestellt, weil der größte Teil vom Volk sich schon die Systemfrage stellt.
Windows oder Linux - das meinst Du doch?
Alt 26. 05. 2008, 18:11 Neandertaler is offline Mit Zitat antworten #139
Sam80
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Zitat:
Zitat von Neandertaler
Windows oder Linux - das meinst Du doch?

Die Verarmung durch die Hintertür, da darf man nie den Humor verlieren, gelle Neandertaler?! ;-)

Zitat:
Deutschland ist und bleibt ein Klagestaat, alle beklagen sich... schaut doch bitte erstmal in die Dritte-Welt-Länder... und dann beklagt euch nochmal über unseren Staat. Egoistisches Pack!

Was sollen denn diese ständigen vergleiche mit den Dritte Welt Ländern?
Auch die westliche Welt kann sehr schnell auf diesen Level sein, man ignoriert die Zustände im eigenen Land und verweist auf das größere Elend.
Das ist richtig Egoistisch im Sinne von "zum Glück gehts mir noch besser wie anderen".
Geholfen ist mit dieser Denkweise niemanden, aber damit liegst du voll im Trend der globalisierten Welt. Eine scheinheilige Ellenbogengesellschaft ist besser, als eine kritische Bevölkerung.
Die Zeichen der Zeit sind sehr bedenklich, da sogar schon die Massenmedien auf die Verarmung hinweisen.

Zitat:
Im allgemein ist Deutschland aber ein sehr gutes Land das viel für seine Bürger tut und die wenigsten wissen das wirklich zu schätzen!

Hört sich an wie aus einer Kolumne bei der BildZ, "Gutmenschgelaber" und irgendwo in den 80érn hängengeblieben.
Verantwortung tragen heißt auch, dass das Volk kritisch die Zeichen der Zeit hinterfragen muß, typische staatliche Propaganda eingesaugt und Andere damit belehren wollen. "Du bis Deutschland, schließe deine Augen".
Alt 26. 05. 2008, 18:17 Sam80 is offline Mit Zitat antworten #140
Roger1337
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Ich muss mich schonmal entschuldigen, ich hab nur die erste seite gelesen aber ich dachte ich geb auch mal meinen Senf dazu.

Ich denke jeder der ordnungsgemäß seine Steuern zahlt, der ist dem Staat nichts schuldig, man erfühlt seine pflichten und gut ist.
Deshalb finde ich persönlich die ganzen steuerhinterzieher einfach aller letzte sahne...

Anders sieht bei der Gesellschaft aus. Man sollte vielleicht dazusagen das ich der absolute Anti-Patriot bin, aber der gesellschaft ist man bestimmt etwas schuldig. Sie hat einen geprägt (gut manchmal muss man sich fragen ob sich das bei allen so positiv ausgewirkt hat) aber die Frage ist wie man diese Schuld "begleichen" kann. Vielleicht ein Vorbild für nachkommende Generationen sein? Ich weiß es auch nicht wirklich...
Alt 26. 05. 2008, 20:29 Roger1337 is offline Mit Zitat antworten #141
Superskinny
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Ich denke jeder ist dem Staat und der Gesellschaft das schuldig was er von ihr erhalten hat. In der Regel ist das eine ganze Menge. Das schlimmste sind die Leute, denen es hier nicht so gut geht, die resignieren und mit ihrer "Leck mich am Arsch" Stimmung alles nur schlimmer machen. Seit froh, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der man seine Meinung sagen kann, öffentlich diskutieren wie hier im Board und eventuell sogar mal gehört werden mit seiner Meinung. (Ihr glaubt garnicht, wieviele Meinungsforscher für die Politik das Netz durchsuchen).

Wir brauchen uns nicht mit 3te Welt Ländern zu vergleichen um zu erkennen, dass es bei uns noch nicht so schlimm ist wie anderswo. Es gibt genug 1. Weltländer, die nicht über diese sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Strukturen verfügen wie Deutschland. Viele Deutsche erkennen Missstände...in anderen Ländern ist das nicht so. Und die Deutschen sollen sich noch viel mehr beschweren, denn nur so geht es vorwärts.

Immer gegen den Strom
Alt 26. 05. 2008, 21:23 Superskinny is offline Mit Zitat antworten #142
Der Rebell
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Staat ist nicht dasselbe wie Gesellschaft; leider.

Ich fühle mich schon eher dazu verpflichtet, die Gesellschaft vor dem Staat zu schützen.
Alt 26. 05. 2008, 21:49 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #143
Neandertaler
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Zitat:
Zitat von Der Rebell
Staat ist nicht dasselbe wie Gesellschaft; leider.

Ich fühle mich schon eher dazu verpflichtet, die Gesellschaft vor dem Staat zu schützen.
Guter Einwand. Aber: Die Multis gehören zu Gesellschaft, und vor denen, sagst Du öfter, sollte doch wiederum der Staat uns schützen und ist zu schwach dazu.

In ferner Vorzeit, bei irgendwelchen Stämmen, waren Staat und Gesellschaft eins. Eigentlich war das bis zum absolutistischen Polizei- und Versorgungsstaat noch so. Der Staat war Eigentümer der Manufakturen, er regelte das wirtschaflliche Leben, war Unternehmer. Neben dem Staat gab es nichts von Bedeutung, praktisch nur Produktion für den Eigenbedarf oder örtlichen Tausch.

Gesellschaft neben dem Staat gibt es erst seit der bürgerlichen Gesellschaft, also seit ein vom Staat unabhängiges Wirtschaftsleben entstand. Und seither gibt es den Gegensatz oder Konflikt zwischen Staat und Gesellschaft.

Der Staat ist zunächst der König - L'État c'est moi hat angeblich Ludwig XIV. gesagt -, also köpfen die Bürger den König, als sie die Macht dazu haben. Aber dass sie den Staat, ihren Feind, nicht einfach abschaffen können, merken sie schnell. Sie brauchen diesen ihren Feind. Einer muss das Gewaltmonopol haben, wenn alle anderen auf Gewalt verzichten sollen. Zu diesem Verzicht muss man sie nämlich zwingen können. Also braucht man Polizei, Justiz, Militär. Und bald stellte sich heraus, dass man sie auch zum Schutz vor revolutionären Umtrieben der Arbeitermassen braucht.

Der Ausweg: Parlamentarische Kontrolle. Die Apparate, die ein Eigenleben führen, müssen sein, aber wir halten sie an der kurzen Leine.

Das ging so lang gut, bis der Kapitalismus richtig auf die Beine kam. Das aufgeräumte Salatbeet "Gesellschaft" entwickelte sich wie tropischer Regenwald, und mit dem wurde sie auch verglichen. Um das wuchernde Gestrüpp noch zu bändigen wurden immer neue staatlichen Einrichtungen erforderlich, vom Patentamt über die Kartellbehörde bis zur Rentenversicherungsanstalt. Und ein Staat, der sich um alles kümmern muss, muss natürlich alles wissen.

Soll er aber nicht, wirst Du sagen, müsste er aber, wenn er, wie Du auch sagst, die Multis kontrollieren soll. Und das hat dazu geführt, dass zwischen Privat - Gesellschaft - Staat oft überhaupt nicht mehr unterschieden werden kann.

Wenn einer Hartz IV beantragt, darf er, was seine materialle Lage betrifft, nicht mal das Unterhemd anbehalten. Nackt wie Gott ihn schuf hat er zur Musterung zu erscheinen. Privatsphäre adé und passé.

Der ohnmächtige Einzelne wird praktisch von allen Seiten in die Mangel genommen. Wenn die PIN Group gerade noch so viel Lohn zahlt, dass man in einer selbstmontierten Wellblechhütte am Rand der Müllkippe wohnen müssen, um davon leben zu können, ruft man: Staat, komm, verordne Mindestlohn! Der Staat läßst sich nicht zwei mal bitten. Er kommt und verordnet Online-Überwachung. Und im Grunde stecken Staat und Gesellschaft längst unter einer Decke.

Man kommt immer vom Regen in die Traufe. Und wie man da raus kommen soll, weiß ich auch nicht.
Alt 27. 05. 2008, 00:26 Neandertaler is offline Mit Zitat antworten #144
LordPiccolo Spender
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Zitat:
Einer muss das Gewaltmonopol haben, wenn alle anderen auf Gewalt verzichten sollen. Zu diesem Verzicht muss man sie nämlich zwingen können. Also braucht man Polizei, Justiz, Militär. Und bald stellte sich heraus, dass man sie auch zum Schutz vor revolutionären Umtrieben der Arbeitermassen braucht.

Nicht nur Kontrolle vor den Arbeitermassen. Der bürgerliche Staat hat die Funktion, die zerstrittenen Fraktionen des Kapitals untereinander zu vereinen. Die Fraktionen brauchen diese Funktion. Sonst würden sich die Konkurrenten gegenseitig die Köpfe einhauen und der Kapitalismus nicht funktionieren. Bestes Beispiel sind die sogenannten "Failed states", also Länder in denen der Staat versagt hat und verschiedene Interessensgruppen sich gegenseitig die Köpfe hauen...Funktioniert dort der Kapitalismus? Nö...

Zitat:
Staat, komm, verordne Mindestlohn! Der Staat läßst sich nicht zwei mal bitten. Er kommt und verordnet Online-Überwachung.

Erinnert mich so an Bismarck und seine Sozialistengesetze...hmmmm
Alt 27. 05. 2008, 01:36 LordPiccolo is online now Mit Zitat antworten #145
Neandertaler
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Zitat:
Zitat von LordPiccolo
Nicht nur Kontrolle vor den Arbeitermassen.
So ist es, und der Einwurf bietet Gelegenheit, den Liberalen, die immer gern den Staat schrumpfen lassen wollen zu Gunsten das Kapitals, den wirklichen Hergang der Dinge zu erzählen.

Nur der Staat hat den Kapitalismus auch in ökonomischer Hinsicht erst möglich gemacht, weil er die Massennachfrage schuf, welche die Voraussetzung der Massenproduktion, also arbeitsteiliger Fabrikproduktion, also kapitalistischer Produktion ist.

Warum war der Kapitalismus zuerst eine Angelegenheit von Spinnereien und Webereien? Weil der Staat eine Armee unterhielt, und mit der Existenz einer Armeee ist die Nachfrage nach 100.000 gleichartigen Uniformen verbunden. Außerhalb des staatlichen Sektors existierte eine so geartete Nachfrage gar nicht, und sie hätte sich auch niemals nach und nach von allein entwickelt.

Um Fabriken betreiben zu können, war ferner ein Organisationswissen nötig. Was man mit 3.000 Mann anstellen soll, muss man erst mal wissen. Woher kam dieses Wissen? Vom Militär. Schön ist das noch in der amerikanischen Terminologie herauszuhören, wo der Vorstandsvorsitzende, der CEO, Chief executing officer heißt.

Wenn man 3.000 Arbeiter einstellt, müssen auch diese Arbeiter schon eine Art Grundwissen mitbringen, zum Beispiel Disziplin. Wo hatten sie die gelernt? Beim Militär. Exerzieren oder hundert mal hintereinander eine Gewehr zerlegen und wieder zusammenbauen ist ein hervorragendes Training für Fabrikarbeit.

Ferne ist ist der Staat auch selbst der Unternehmer, der Maßstäbe setzt, etwa mit Post und Bahn, und die Entwicklung vorantreibt.

Die Datenverarbeitung zum Beispiel, die gern als Domäne der Privatwirtschaft und als Nachweis von deren Innovativkraft dargestellt wird, ist natürlich auch wieder eine ursprünglich staatliche Entwicklung. Lochkarten und die Hollerithmaschinen, um sie auszuwerten, wurden erstmal bei einer amerikanischen Volkszählung (1920? Ich weiß es nicht mehr. Bitte googeln.) eingesetzt und eigens für sie entwickelt. Es war eben so, das nur der Staat mit Datenmengen zu hantieren hatte, die eine maschinelle Auswertung unumgänglich machten.

Die Reihe der Beipiele ließe sich beliebig fortsetzen.

Dies nur als kleine Korrektur des Ammenmärchens der Mittelständler, die uns erzählen, sie hätten das Pulver erfunden und der Staat sei ihnen dabei immer nur in den Arm gefallen.
Alt 27. 05. 2008, 08:11 Neandertaler is offline Mit Zitat antworten #146
Demiurg
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Ich vertrete die Meinung, dass sowohl das Individuum als auch der Staat sich gegenseitig etwas schulden.

Das meine ich so: Aus dem 17. Jhd stammt das schöne Wort Commonwealth, was sich in seiner ursprünglichen Bedeutung nur als "Gemeinwohl" oder so übersetzen lässt. Ich denke, dass ist eine schöne Beschreibung der Aufgabe des Staates, wir treten einen Teil unserer Freuheit (freu,freu) ab, und werden Teil eines größeren Ganzen, das sich verpflichtet hat, dem Fortkommen aller seiner Teile zu dienen. Sollte der Staat dieser Verpflichtung nicht mehr nachkommen, hat jeder seiner "Teile" die Pflicht, ihn wieder in die richtige Richtung zu lenken. Das die Ansichten über die richtige Richtung auseinandergehen, ist nur natürlich.

Doch denke ich durchaus, dass die herrschenden Demagokraten es in den 60 Jahren BRD echt gut geschafft haben, es so hinzustellen, dass der Staat oberflächlich immer nur fordern darf.

Ein gutes Beispiel liefert uns die Bildung: Nach der Auffassung weiter Kreisen des Millieus, aus dem ich stamme, hat das Individuum eine gewaltige Bringschuld, alleine aus dem Grund, dass "der Staat sich erbarmt, ihm Bildung zu schenken". Ich denke, grundsätzlich hätte aber die Gesellschaft, und damit der Staat, ein imminentes Interesse daran, dass aus jedem Schüler, Auszubildendem, Studenten... das letzte bisschen Potential herausgeholt wird. Das ist natürlich eine beiderseitige Verpflichtung, die aber vom z.B. Studenten bereits durch seine temporäre Armut abgeleistet wird. So gesehen sind Hochschulzugangsbeschränkungen nichts weiter als Schikane.
Alt 28. 05. 2008, 10:47 Demiurg is offline Mit Zitat antworten #147