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E. Teach
mit Glied
 
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Registrierungsdatum: Feb 2007
Ort: Seven Seas
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

... und weiter, wer noch kann soll weiter lesen.

Spoiler:


Anstatt hier zu lamentieren, ob oder ob nicht ,wer wem was schuldet oder auch nicht...
die Tatsache erkennen, dass wir vera*t werden. Was wir produzieren, davon profitieren andere. Die Brotkrumen und Almosen bleiben uns übrig. Der Souverän ist zum dumm-dümpelnden TV-sedierten Sklaven verkommen.

Ne kleine Anektdote aus dem alten Rom:
Zitat:
Im alten Rom hat ein Senator vorgeschlagen, man sollte alle Sklaven mit einem weissen Armband versehen, um sie besser erkennen zu können.
„Nein“, sagte ein weiser Senator, „Wenn sie sehen wie viele sie sind, dann gibt es einen Aufstand gegen uns.“

Oder gestern bei "Neues aus der Anstalt" zum Thema BW Einsatz im Inneren. Wenn sich die Arbeiter wirklich erhöben, wäre das ein Problem mit dem man die Polizei eben nicht alleine lassen kann.

Was hindert uns eigentlich daran uns unser Land wieder zurückzuholen. Etablieren wir doch einfach ein demokratisches System. Andere Vorschläge?

E. Teach

P.S. Ich weiss, lange Texte in den Spoilern, aber echt lesenswert! Nehmt Euch ruhig die Zeit aber stellt Baldrian bereit. Könnte sonst die Zornesader platzen.
Alt 28. 05. 2008, 19:57 E. Teach is offline Mit Zitat antworten #151
LemurbleibtStur
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Registrierungsdatum: Apr 2008
Beiträge: 6
Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Hi,

ich will dazu mal sagen, dass der Staat uns genug ausbeutet, und deshalb ich nach dem Grundsatz lebe, wie du mir so ich dir ^^.

Die Politiker machen nur scheisse reisen rum und unterhalten sich mit affigen Politikern aus anderen Ländern.
Reformen gibts immer erst kurz vor der Wahl, und danach gibts dann wieder tausend ausreden, wieso es nicht klappt.

Um nicht ganz vom Thema abzuweichen, JA ich bin dem Staat nichts schuldig, im Grunde genommen kann er mich mal kreuzweise und spiralförmig.

Meiner Meinung nach sollten se alle zerschossen werden die Mistschweine!

Tschüüüüüüs
Alt 28. 05. 2008, 20:02 LemurbleibtStur is offline Mit Zitat antworten #152
blueeye61m
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Registrierungsdatum: Mar 2006
Beiträge: 4
Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Yepp!

bin 1961....
bin in Gdansk zur welt gekommen.....
(Danzig) ! na ja!

dachte mal ich bin die Leute wo mich meine eltern vor gewahrnt haben!

nu bin ich nen alter Sack! im "Internet"

wird wohl der "Voka" sein der mich nu ....mutig macht mal ..zu tippseln!


bin da eher nen "einzeldingens" ohne Staat...hätte ich nix zu motzen!


mag motzen!


"Sprüche" ja......

kommen mir die Pfadfinder in den Sinn!.....

hey! mehr tun! nicht nur buchstaben tauschen!


und für mehr lächeln im Leben sorgen!!!!!!!!!!!
CU
Alt 28. 05. 2008, 20:12 blueeye61m is offline Mit Zitat antworten #153
Tequila_Sunrise
Mensch
(Threadstarter)
 
Registrierungsdatum: Oct 2006
Beiträge: 1.658
Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Das meiste von der Kritik ist sicherlich berechtigt. Trotzdem denke ich, dass sich hier so ziemlich alle ein Feindbild erschaffen, das ungefähr so sehr existiert wie die jüdische Weltverschwörung.

Spoiler:
Alt 28. 05. 2008, 21:47 Tequila_Sunrise is offline Mit Zitat antworten #154
igita
Einmal Löwe immer Löwe
 
Benutzerbild von igita
 
Registrierungsdatum: Apr 2007
Ort: Freiburg
Beiträge: 560
Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Zitat:
Zitat von E. Teach 
Was hindert uns eigentlich daran uns unser Land wieder zurückzuholen. Etablieren wir doch einfach ein demokratisches System. Andere Vorschläge?

E. Teach

Da geht es doch schon los.
Warum sprichst du von wir und nicht von dir?
Brauchst du die Masse mit der du mitschwimmen kannst?

Was hindert dich daran dein Land zurückzuholen?

denkbare Antworten

Angst vor der eigenen Courage?
Angst vor der Macht und was sie aus dir machen kann?
Die Einsicht, dass das was du forderst niemals umsetzbar ist und du daher niemals in die Verlegenheit kommen willst dies zugeben zu müssen.


Und auch dies finde ich nicht in Ordnung, dass du ein demokratisches System etablieren willst. Iachte wir Leben in Deutschland und nicht in Nordkorea.
Was wäre denn dein Ideal, wenn du es schon forderst?
Alt 28. 05. 2008, 22:51 igita is offline Mit Zitat antworten #155
Jormunga
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Beiträge: 3
Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Hmmm, ja dem Staat was schulden...schwierige Frage, aber hier mal meine Ideen..

I)Zu der ganzen Wehrpflicht/Zivi-Sache kann ich mich nich wirklich qualifiziert äußern, weil ausgemustert, Kurzsichtig, nicht Lebensfähig, aber generell meine ich, dass es SO wie ist, nicht in Ordnung ist.
1) Wehrdienst
Meiner Meinung nach schonmal völlig antiquiert, damals in Preußen mit Armee-Beschränkung und Frankreich und Russland vorne und hinten ja sinnvoll und ne gewitzte Sache vom alten Fritz (war das doch, oder?), aber heute? Wer ne schlagkräftige Armee will, is selbst schuld, nen "klassischen" Krieg, wo es auf Masse ankommt gibts so schnell sowieso nicht mehr, und selbst wenn, da reißen dann (ex-)Wehrpflichtige auch kein Ruder mehr rum. Heute gehts viel eher um schnelle, spezialisierte Einheiten bzw. Trupengattungen wo das "Zerstörungs/Personal-Verhältnis" (weiß nich, wie ich große Bomber anders nennen soll..) keine Massen mehr benötigt. Deswegen bin ich für ne reine Berufsarmee, wäre günstiger bzw. man hätte ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei Katastrophen im Inland (in welchem Falle Dienstverpflichtung jedweder Art durchaus sinnvoll sein kann) gibts afaik sowieso die Möglichkeit, letztere durchzusetzen. (2. Semester Jura-Halbwissen, sorry..)
Also, Wehrdienst halte ich für problemlos abschaffbar bzw. "nicht geschuldet"
2) Zivildienst
Schon schwieriger zu beantworten, weil dieser durchaus sinnvoll sein kann, auch wenn kein aus dem letzten Loch pfeifendes Sozial- und Pflegesystem davon abhängt, (aber dazu später mehr) hier seh ich jedoch andere Probleme. Zum einen finde ich es nur gut, wenn man als junger Mensch etwas soziales leistet, weniger wegen dem großen Guten, als zum Zwecke der Grenzenfindung und aufgrund der eigenen Erfahrungen. Auf der anderen Seite erlebt mein kleiner Bruder gerade, was mit G8 (Keine Diskussionen darüber, zumindest nich hier und jetzt..) unternommen wird, um die armen Hanseln/-innen ein Jahr früher auf den Arbeitsmarkt zu bringen (was ja auch besonders in Zeiten der globalen Konkurrenz, ob verteufelt oder nicht, durchaus sinnvoll erscheint). Es ist nicht schön, was er erlebt, ich fand Schule(Oberstufe) geil, er heult jetzt schon, und ich verstehe ihn ehrlich gesagt. Dieses gewonnene(aka "hart erarbeitete") Jahr dann auf ner Zivi-Stelle abgammeln zu dürfen ist der blankeste Zynismus seit "arbeit macht frei" und ebenso unter aller Kanone! Desweiteren möchte ich alle Verfechter des "Und wenn du mal in der Situation bist"-Argumentes fragen, ob sie wirklich gerne von Zivis mit eher durchschnittlicher Motivation und Fähigkeit (will sagen ohne Lust und Kenntnis), die einfach ihre Zeit rumbringen wollen, gepflegt werden wollen? Ich nicht!
Lobenswerte Ausnahmen an Zivis seien hier mal ausgenommen, beziehe meine (vor-)Urteile aus erweitertem Bekanntenkreis...
Lange Rede, kurzer Sinn, Zivildienst (in zwangsweiser Form) ist momentan notwendig, aber bei weitem keine Ideallösung.
II) Schulden gegenüber dem Staat !/?
Generell bin ich der Meinung, dass bei einem Bürger, der in einem Staat (wie bereits oben, ob nun verteufelt oder nicht) lebt und dessen Vorzüge genießt, die Verpflichtung besteht, nach seinem Vermögen (im Sinne von "nach seinen Fähigkeiten") dafür aufzukommen. Wer wenig hat, zahlt wenig, wer mehr hat, eben mehr, fertig. Dem nahe zu kommen ist recht einfach, Steuersystem vereinfachen, Schlupflöcher schließen und durch höhrere Generalfreibeträge ausgleichen, "Reichensteuer" kann meinetwegen auch in der Form beibehalten werden.
Wenn diese Utopie erreicht wäre, würde keine/r mehr gerechtfertigt meckern können! Würde man nun sämtliche Sozialleistungen/KVs/Pflegeversicherungen auf privater Basis einführen und staatliche Pendants abschaffen (und nur eine absolute Grundversorgung sicherstellen), könnte jeder das so gesparte Geld einsetzen, um so, wie er es sich vorstellt, für sich selbst vorzusorgen. Ob er dies nun tut oder nicht, wie oder wann oder in welchem Umfang, bliebe jedem selbst überlassen. Der Staat wäre nicht mehr omnipräsent ( bzw. der von vielen propagierte Unterdrücker/Ausbeuter) sondern reiner Rahmengeber, in dem jeder seine Eigenverantwortung ausleben könnte. Wer was leistet, erhält Gegenleistung, wer nichts leistet eben nur absolute Grundversorgung, sämtliche Stufen dazwischen sind möglich. So wäre das "Aber wenn du in der Situation bist"-Argument entkräftet (Wer sich nicht um seine Zukunft kümmert, dem kann ich auch nicht mehr helfen), niemand könnte sich mehr über "faule Hartz-IVer" (klischee bitte entschuldigen) aufregen (weil man diese ja nicht mehr finanziert), und niemand könnte mehr über übertriebene Abgabenlast jammern, weil diese Abgaben nur für essentielle Dinge wie Infrastruktur, Sicherheit, Feuerwehr u.ä. verwendet werden, die ja auch jeder benötigt.
Keiner dürfte mehr (gerechtfertigt) jammern, man wäre einen allzu aufdringlichen Staat los und könnte endlich mehr Eigenverantwortung übernehmen.
Die Frage nach "Was schulde ich dem Staat/den Menschen darin" wäre auch geklärt.
Alt 29. 05. 2008, 15:06 Jormunga is offline Mit Zitat antworten #156
E. Teach
mit Glied
 
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Registrierungsdatum: Feb 2007
Ort: Seven Seas
Beiträge: 396
Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Hallo Igita,

aus Deiner Reaktion schliesse ich mal, dass Du entweder die Spoiler nicht
gelesen hast, oder Du diese Gegebenheiten gutheisst. Ferner vermisse ich immer
noch die Antwprt auf die ursprüngliche Frage von Rebell, die ich aber auch
gerne beantwortet sähe. Du weisst welche, oder?
Aber da ich nicht Gleiches mit Gleichem vergelten möchte, gebe ich Dir
nachfolgend gerne Antwort:

Zitat:
Zitat von Igita 
Warum sprichst du von wir und nicht von dir?
Brauchst du die Masse mit der du mitschwimmen kannst?

Weil ich auch nicht von "meinem" sondern "unserem" Land spreche. Weil ich auch
nicht in einem Land leben will, das ich entworfen habe, sondern in einem Land
mit einer demokratischen Struktur, da unterschieden wir uns scheinbar.
Ich hätte nicht mal etwas gegen Lobbyismus, wäre er denn transparent, unter demokratischer Kontrolle und representativ. Ich vermisse aber die Lobbyisten der Arbeitslosen, Kranken, Rentner, Kindergärten, Schulen ... usw. Kein Gegengewicht zu denen der Banker und Wirtschaftsunternehmen.
Gefällt Dir das?
Scheint so, aber vielen anderen, wie mir eben auch, nicht.

Die breite Masse zum Mitschwimmen ist es kaum. Es geht mehr um eine
solidarische Gemeinschaft in der man noch etwas ändern könnte, bevor es zu spät
ist. Aber solidarische Gemeinschaften sind gefährlich, darum werden die Menschen
auch in Splittergruppen gegeneinander gehetzt. Arbeiter gegen Arbeitslose,
Ausländer gegen Deutsche, alt gegen jung ... Wehe, die würden nachdenken und solidarisch alle in die gleiche Richtung laufen...
Wir werden in ein wirtschaftsfaschistisches System transformiert, den "totalen
Markt".
Menschen zählen nur noch als "Humankapital" oder als "Verbraucher". Ihr Wert wird nur noch gemessen an Ihrer Produktivität oder Konsumkraft.
Menschlichkeit wird ersetzt durch die Prozente der Renditen...
Kauft Du noch, oder lebst Du schon?

Ist das die Welt in der Du leben willst?
Willst Du den totalen Markt?
Vermutlich, zählst Du Dich doch zu denen, die davon provitieren werden. Eliteuni, nicht?

Noch wäre dagegen etwas zu tun. Als einzelnes Individuum natürlich nicht.
Aber ich würde immer lieber in einer breiten, denn in einer braunen Masse
mitschwimmen. Wie ist's mit Dir?

Zitat:
Zitat von Igita 
Was hindert dich daran dein Land zurückzuholen?

Du hast die Spoiler ja wirklich nicht gelesen!
Unter anderem aber auch Sand-in-die-Augen-Streuer wie Du!

Zitat:
Zitat von Igita 
Angst vor der eigenen Courage?

Möglich, passiert Dir mit Sicherheit nie. Eliten sind vor derartigen Aussetzern ja gefeit, oder?

Zitat:
Zitat von Igita 
Angst vor der Macht und was sie aus dir machen kann?

Möglich, passiert Dir mit Sicherheit nie. Eliten sind vor derartigen Aussetzern ja gefeit, oder? Zumindest müsste mich die Macht erst noch zu dem machen, was ihr schon jetzt seid...

Abgesehen davon strebe ich nicht nach Macht, ich möchte nur meine derzeitige
Ohnmacht loswerden. Das ist nicht ganz das selbe! Ich sehe Gefahr für die
Demokratie und wie sehr sie schon gelitten hat.
Fällt Dir das gar nicht auf, oder gefällt Dir das sogar, sag mal!

Zitat:
Zitat von Igita 
Die Einsicht, dass das was du forderst niemals umsetzbar ist und du daher
niemals in die Verlegenheit kommen willst dies zugeben zu müssen.

Danke für den Lacher. Das von einem FDP'ler ist schon ganz, ganz grosses Kino.
Mach weiter, ich hole nur grad Cola und Popcorn. Das wird luschtich!

Aber was fordere ich denn, was nicht in der Verfassung genau so vorgesehen wäre? Ich denke ich gehöre nicht zu denen, die das GG zu Ihrem Vorteil zu verbiegen suchen.

Zitat:
Zitat von Igita 
Und auch dies finde ich nicht in Ordnung, dass du ein demokratisches System
etablieren willst. Iachte wir Leben in Deutschland und nicht in Nordkorea.
Was wäre denn dein Ideal, wenn du es schon forderst?

Und ich finde nicht in Ordnung, dass es u.a. auch mir überhaupt nötig scheint, ein
demokratisches System etablieren, respektive wiederbeleben zu müssen.
(Nordkorea, ehrlich was soll das jetzt? Dümmer geht's nimmer.)

Meiner Meinung nach hat sich die Politik viel zu weit an die Wirtschaft
angeschmiegt, was Du sicher gutheissen magst. Aber dass die Macht vom Volk
ausgeht, davon spüre ich nichts mehr. Vielleicht geht es einigen der über 50%
Nichtwählern in Schleswig-Holstein ja ähnlich, was meinst Du? Kann man daraus noch einen Regierungsauftrag ableiten? Da ist doch was faul am Staate Dänemark, oder?

Weit über die Hälfte der Menschen ist auch gegen die DB-Privatisierung (Umfragen zu
Folge).

Wen kümmern diese japsenden Sterblichen? Es geht um Profit, das ist heuer weit wichtiger.

Gesetzesvorlagen werden von den Unternehmen vorgefertigt, eingereicht und im
Parlament durchgewunken.
Prima, oder? Demokratische Kontrolle der Legislative? Ist dem noch so? 1ste
Säule sollte vom TÜV überprüft werden.

Die Macht der Medien ist in den Händen weniger konzentriert. Die 4te der
demokratischen Hauptsäulen befindet sich unter der Kontrolle einiger weniger
Verlagshäuser, schau selbst nach welche. Es gibt keine unabhängige Presse mehr,
mit entsprechender Wirkung für die Demokratie.
Die erste Säule bröckelt, die vierte Säule ist gebrochen, über die anderen beiden maße ich mir im Moment noch kein Urteil an. Aber ist es in diesem Zustand noch
Demokratie? Jedenfalls breche ich auch gleich...

Aber das Du nicht dafür bist, ein demokratisches System zu etablieren, das
glaube ich Dir sogar.


Was hälst Du eigentlich vom Vorschlag, den (selbsternannten!) "Leistungträgern" doppelte Stimmgewichtung einzuräumen. Wäre das Klassenwahlrecht nicht eine willkommene Lösung für Dich und Deine elitären Kumpels?
Vielleicht am besten direkt nach Steuervolumen die Stimmen werten, wär das
nicht schön?
Sag mal!
Erzähl mal, lass uns doch mal an Deinen persönlichen Visionen teilhaben.

Ich schulde diesem Staat Wachsamkeit, damit die Demokratie erhalten bzw. rekonstituiert wird.
Wachsamkeit damit das GG nicht zu einem Fetzen Papier verkommt.
Wachsamkeit das Volkes Stimme nicht unbeachtet verhallt.
Trotzdem ich weiss, dass ich nichts ändern kann. Aber vielleicht liest das hier jemand und öffnet die Augen, dann wären wir schon 2.
Morgen 4,
übermorgen 8
Dann 16 , 32, 64.
Geometrische Reihen wachsen schnell.

Vermutlich habe ich aber keine Forderungen mit denen sich Elitestudenten wie Du indentifizieren könnten, nicht wahr?

E. Teach

P.S. Und lies die Spoiler, damit Du weisst wovon ich rede. Als linken Aktivisten kannst selbst Du den Autor nicht denunzieren...

P.P.S. Es ist übrigens nach wie vor ein Zeichen von Höflichkeit und Respekt die Anrede "Du" oder "Sie" gross zu schreiben.

P.P.P.S. Noch einen zum Nachdenken:
Zitat:
Zitat von Benito Mussolini 
Faschismus sollte man besser Korporativismus nennen, weil es die Verschmelzung der Staatsmacht mit der Konzernmacht darstellt.
Alt 29. 05. 2008, 16:47 E. Teach is offline Mit Zitat antworten #157
igita
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Ort: Freiburg
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Zitat:
Zitat von E. Teach 
Ich hätte nicht mal etwas gegen Lobbyismus, wäre er denn transparent, unter demokratischer Kontrolle und representativ. Ich vermisse aber die Lobbyisten der Arbeitslosen, Kranken, Rentner, Kindergärten, Schulen ... usw. Kein Gegengewicht zu denen der Banker und Wirtschaftsunternehmen.
Gefällt Dir das?
Scheint so, aber vielen anderen, wie mir eben auch, nicht

Ich bin natürlich ein Freund des Lobbyismuses. Ich gebe dir aber Recht, das ich dieses Versteckspiel hasse.
Wenn etwas z.B. ein Geetz von einem Lobbyisten entworfen bzw vorangetrieben worden ist, sollten es auch die Bürger erfahren.
Transparanz ist das Zauberwort.

Deine Auflistung der fehlenden Lobbygruppen finde ich amüsant.
Lobbisten müssen bezahlt werden. Ehrenamtliche sind selten.
Und wenn Schulen Arbeitslose oder die Gruppen, die du genannt hast dafür Geld ausgeben würden, würde einiges schief laufen.

Aber die Lösung wäre ein Soli für unterrepräsentierte Lobbygruppen.


Zitat:
Zitat von E. Teach 
Ist das die Welt in der Du leben willst?
Willst Du den totalen Markt?
Vermutlich, zählst Du Dich doch zu denen, die davon provitieren werden. Eliteuni, nicht?

Nein ich will nicht den totalen Markt.
Ich will die freie soziale Marktwirtschaft nach Erhardt.
Davon profitiert jeder. Aber besonders jeder deutsche Staatsbürger.
Egal ob oben oder unten.
Die Starken tragen die Schwachen.

Du willst diese Seite meiner Medaille nicht sehen, da du dir mein Ideal asozial und ungerecht ausmalst.

Aber wir haben diesselben Ziele nur unsere Mittel sind grundverschieden.

Zitat:
Zitat von E. Teach 
Aber ich würde immer lieber in einer breiten, denn in einer braunen Masse
mitschwimmen. Wie ist's mit Dir?

Da sind wir einer Meinung.

Zitat:
Zitat von E. Teach 
Unter anderem aber auch Sand-in-die-Augen-Streuer wie Du!

Wir haben beide unsere Ansichten.
Du bist ein hemmungsloser sozialsitischer Idealist in meinen Augen, der Sand in die Augen streut, wenn es um wirtschaftspolitische Fragen geht.
Jedem das seine.
Ich bin froh, dass es solche Leute wie dich gibt. Denn du gibst mir die Kraft weiter zu machen und meine politischen Ziele voranzutreiben. Bei dir dürfte es umgekehrt dasselbe sein.

Zitat:
Zitat von E. Teach 
Aber was fordere ich denn, was nicht in der Verfassung genau so vorgesehen wäre? Ich denke ich gehöre nicht zu denen, die das GG zu Ihrem Vorteil zu verbiegen suchen.

Das GG ist mir genau so heilig wie dir.
Nur steht da drin, dass Deutschland ein sozialer Staat ist.
Von einem Wohlfahrtsstaat steht nichts geschrieben.

Zitat:
Zitat von E. Teach 
Vielleicht geht es einigen der über 50%
Nichtwählern in Schleswig-Holstein ja ähnlich, was meinst Du? Kann man daraus noch einen Regierungsauftrag ableiten? Da ist doch was faul am Staate Dänemark, oder?

Ich meine, dass du da zu viel hineininterpretierst.
Jedoch bereitet mir die Zahl der Nichtwähler auch große Sorgen.
Jeder Nichtwähler stärkt die NPD.

Zitat:
Zitat von E. Teach 
Weit über die Hälfte der Menschen ist auch gegen die DB-Privatisierung (Umfragen zu
Folge).

Von einer Privatisierung kann man wirklich nicht sprechen.
Bahnhöfe und Gleise sind weiter in staatlicher Hand.

Und mit Umfragen ist es so eine Sache.
Wieviel Meschen sind wohl für Steuer und Abgabensenkungen?
Fast alle würde ich sagen und der Rest lügt.

Zitat:
Zitat von E. Teach 
Aber das Du nicht dafür bist, ein demokratisches System zu etablieren, das
glaube ich Dir sogar.

Jetzt gehst du zu weit.
Ich habe ein anders Verständniss von Demokratie als du. Mich deshalb als undemokratisch hinzustellen zeugt von Schwäche.

Zitat:
Zitat von E. Teach 
Was hälst Du eigentlich vom Vorschlag, den (selbsternannten!) "Leistungträgern" doppelte Stimmgewichtung einzuräumen. Wäre das Klassenwahlrecht nicht eine willkommene Lösung für Dich und Deine elitären Kumpels?

Davon halte ich gar nichts.
Was aber der Verfasser dieser Aussage erreichen wollte ist, dass wieder über die Leistungsträger disskutiert wird und wie wir sie besser stellen und nicht über die Leistungsempfänger.

Rente Sozialhilfe.. sind wichtige Themen aber was hat ein Arbeitnehmer davon.

Nur eine Politik für die Leistungsträger kann einen Sozialstaat am Leben erhalten.
Umverteilung funktioniert nämlich nur, wenn es etwas zum Umverteilen gibt.
Dies haben die Linken vergessen. Sie wollen das Pferd von hinten aufziehen. Dies wird aber nicht funktionieren.

Zitat:
Zitat von E. Teach 
Vermutlich habe ich aber keine Forderungen mit denen sich Elitestudenten wie Du indentifizieren könnten, nicht wahr?

Du hast Forderungen, die einfach nicht zu finanzieren sind und zur Belastung für die Arbeitnehmer und die Unternehmen werden.

Du kannst alles fordern. Aber die Umsetzung muss trotzdem realistische bleiben.
Alt 29. 05. 2008, 18:36 igita is offline Mit Zitat antworten #158
E. Teach
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Nee, Igita

Lobbyismus ist in dieser Form tödlich für die Demokratie. Unsägliche Beispiel wie die "gemein"nützige Bertelsmannstiftung, Der Konvnet für Deutschland, die INSM. Dazu gibt es keinerlei Gegengewicht mehr, und deren Agenda ist eindeutig gegen das Volk gerichtet und eindeutig nur Wirtschaftsinteressen vertreten. Das Du meinst das wäre das Gleiche sei Dir gegönnt. Es nicht nicht so. Die Behauptung, geht es der Wirtschaft gut, geht es den Menschen auch gut ist ein Märchen. Die Wirtschaft fährt Gewinne ein wie nie und die Nettolöhne sinken.
Im Gegenteil, die Renditen steigen noch höher, wenn man die Löhne drückt und genauso wird aus diesen Lobbyistenvereinen Politik gemacht.
Und das Schlimme ist, sie wird dort tatsächlich gemacht. Das ist nicht nur gegen die Interessen der Menschen, sondern zutiefst undemokratisch.

Deine Meinung zur Presse hätte ich noch gerne gewusst. Die Zentralisierung in zu so geballter Macht beeindruckt Dich gar nicht?

Zitat:
Zitat von Igita 
Das GG ist mir genau so heilig wie dir.
Nur steht da drin, dass Deutschland ein sozialer Staat ist.
Von einem Wohlfahrtsstaat steht nichts geschrieben.

Das was Du mit Wohlfahrt umschreibst, nenne ich sozial. Was Du als sozial bezeichnest nenne ich ganz anders. Das es den Menschen nicht besser geht, nur weil die Wirtschaft mehr Gewinne macht, das sehen alle, die Willens sind zu sehen. Unkontrollierte Wirtschaft funktioniert nicht, das ist wie Monopoly.
Am Ende sind alle bis auf einen Pleite und das Spiel ist aus.

Was die Bahn betrifft, die Mehrheit der Besitzer hat sich gegen eine Privatisierung ausgesprochen. Das beinhaltet wohl auch eine Teilprivatisierung. Die Besitzer der Bahn möchten sie in ihrer Mehrheit so wie sie ist behalten. Punkt! Was gäbe es da noch zu lamentieren in eine Demokratie. Das sie doch verkauft wird, ohne den Besitzer zu fragen, spricht doch für sich. Konkurrent, ja ja. Gäbe es z.B. echte Konkurrenz, also 100+ Anbieter, wäre die Strompreise auch anders, denkst Du nicht?
Aber das Thema hatte wir schon, Du kennst nur ein positives Beispiel.

Zitat:
Zitat von Igita 
Davon halte ich gar nichts.
Das beruhigt mich! Ehrlich.
Zitat:
Zitat von Igita 
Was aber der Verfasser dieser Aussage erreichen wollte ist, dass wieder über die Leistungsträger disskutiert wird und wie wir sie besser stellen und nicht über die Leistungsempfänger.
Das das Thema diskutiert wird, das hat er ja erreicht. Aber ich denke leider, er hat genau gemeint was er gesagt hat. Weil sich diese "elitären Leistungsträger" nämlich selbst als besser, wichtiger und berechtigter ansehen und sich über den Rest erheben (wollen). So interpretiere ich das, leider.

Zitat:
Zitat von igita 
Nur eine Politik für die Leistungsträger kann einen Sozialstaat am Leben erhalten.
Umverteilung funktioniert nämlich nur, wenn es etwas zum Umverteilen gibt.
Dies haben die Linken vergessen. Sie wollen das Pferd von hinten aufziehen. Dies wird aber nicht funktionieren.

Nochmal zum mitschreiben. Leisten tun die, die Mehrwert produzieren, nicht die die rein spekulativ Gewinn anhäufen oder lediglich arbeiten lassen. Aber dass Du das einsiehst habe ich aufgegeben.

Und was die Nichtwähler angeht, interpretiere ich das leider so, dass der Souverän sich - zu Recht - zunehmend Ohnmächtig empfindet. Wozu wählen, wenn die doch nur machen was das Kapital diktiert? Das Mussolinizitat gelesen? Sagt Dir das was?

sozialistischen Gruss
E. Teach

P.S. Was möchtest Du gegen die zunehmende Öffnung der Schere arm-reich noch gleich unternehmen? Steuersätze senken? Arme Menschen werden aber sowas von profitieren davon. Halleluhja!
Alt 29. 05. 2008, 19:16 E. Teach is offline Mit Zitat antworten #159
igita
Einmal Löwe immer Löwe
 
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Re: Ich bin dem Staat nichts schuldig... oder doch?

Zitat:
Zitat von E. Teach 
Die Behauptung, geht es der Wirtschaft gut, geht es den Menschen auch gut ist ein Märchen.

Dies stimmt doch. Deine Verallgemeinerungen mögen dir dienlich sein, aber der Sache sind sie es nicht.

Du nimmst Aktienunternehmen, die nicht einmal 1 % der Beschäftigten stellen und schließt aus ihrer speziellen Situation auf die Mittelständler, die die eigentlich Wirtschaft, die du kritisierst darstellen.

Der MIttelstand stellt ohne Ende Leute ein. Trotz der Regierung und all ihren kontraproduktiven Massnahmen sinkt die Arbeitslosigkeit.
Wenn du dies schlecht reden willst, darfst du dies gerne. Halte dich aber an die Fakten.
Was du als Wirtschaft bezeichnest nenne ich DAX Unternehmen.

Aber du sollest lieber über deine Politik nachdenken.
Denn es ist eine Tatsache, dass wenn es der Wirtschaft schlecht geht es auch den Menschen schlecht gehen wird.

Zitat:
Zitat von E. Teach 
Deine Meinung zur Presse hätte ich noch gerne gewusst. Die Zentralisierung in zu so geballter Macht beeindruckt Dich gar nicht?

Nein. MIch beeindruckt es wirklich nicht.
Du und ich und auch die meisten hier im Board sind informiert genug um zu wissen, dass man keinem Medium glauben darf.

Aber natürlich ist die weitestgehende Mehrheit in Deutschland sehr leicht beeinflussbar. 4 Millionen Bildleser jeden Tag. Dies macht mir sorgen, denn ich weiß die Infos einzuordnen und weiß wenn Zeitung A etwas schreibt, dass ich Zeitung B als Kontrollinstrument habe und mir erst dann eine wirkliche Meinung bilden kann.

Zitat:
Zitat von E. Teach 
Aber das Thema hatte wir schon, Du kennst nur ein positives Beispiel.

Naja. Die Stromprivatisierung ist schief gelaufen. Dies hatte aber weniger mit der Theorie sondern mit der Politik zu tun.
Auf kommunaler Ebene gibt es viele Beispiele für eine gelungene Privatisierungen.
Aber wie du sagst dieses Thema hatten wir schon.

Zitat:
Zitat von E. Teach 
Das das Thema diskutiert wird, das hat er ja erreicht. Aber ich denke leider, er hat genau gemeint was er gesagt hat. Weil sich diese "elitären Leistungsträger" nämlich selbst als besser, wichtiger und berechtigter ansehen und sich über den Rest erheben (wollen). So interpretiere ich das, leider.

Es so zu sehen ist dein gutes Recht.
Ich sehe es aber anders. Als Aufruf zum Umdenken. Die SPD ist eine Arbeiterpartei. Die CDU eine Angestellten Partei. Für diese Leute wird zu wenig getan, obwohl sie es sind auf deren Schultern die Gessellschaft steht.
Alles was man verteilen will, müssen sie sich aus dem Leib schneiden.

Zitat:
Zitat von E. Teach 
P.S. Was möchtest Du gegen die zunehmende Öffnung der Schere arm-reich noch gleich unternehmen? Steuersätze senken? Arme Menschen werden aber sowas von profitieren davon. Halleluhja!

Warum ist für dich so schlimm, dass die Schere immer weiter aufgeht.
Wir könnten jedem 100 % mehr geben, von dem was er jetzt hat und den Menschen wäre geholfen. Die Schere würde aber weiter auseinandergehen. Dies willst du ja nicht. Ergo würdest du wollen, dass es allen schlechter geht.
Wir können natürlich alle arm machen, denn dann wär ja keiner mehr arm sonder alle wären gleich reich.

Hör bitte aud solch schwammige Begriffe wie arm und reich zu benutzen.

Ich will, dass ein armer Deutscher in allen anderen Ländern als reich angesehen wird.
Dies will ich.
Es ist den M