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gullinews
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Peking 2008 und die Menschenrechte: Gold für China?

Amnesty International (ai) versucht mit der Aktion "Peking 2008 - Gold für Menschenrechte" auf die zunehmend brenzliche Situation für Menschenrechtler in China hinzuweisen. Der chinesische Menschenrechtler Teng Biao war nach Angaben von ai fast zwei Tage lang spurlos verschwunden. Er wurde von der Polizei verschleppt und verhört. Mehr Details zu seinem Verschwinden will der chinesische Anwalt und Menschenrechtsverteidiger nicht preisgeben. Auch im Tibet hat sich die Situation zugespitzt. Die tibetische Exilregierung sprach von 100 Toten, die im Verlauf der jüngsten Demonstrationen ums Leben gekommen sind.

Offizielle Stellen haben den Menschenrechtler Teng Biao davor gewarnt, öffentlich zu sprechen.
Wenige Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking häufen sich Fälle, in denen chinesische Menschenrechtsaktivisten massiv unter Druck gesetzt werden. ai versucht nun mit der Aktion "Gold für Menschenrechte" Gegendruck aufzubauen und fordert alle Bürgerinnen und Bürger auf, die Kampagne durch eine Unterschrift der Petition zu unterstützen. Als prominente Unterstützer haben sich bisher der Schwimmsportler Michael Groß, der Rapper Max Herre und der deutsche Journalist und Fernsehmoderator Michael Steinbrecher zur Verfügung gestellt.
Im Tibet wurde den Demonstranten einen Tag nach den heftigsten anti-chinesischen Protesten seit fast zwanzig Jahren eine Frist gesetzt, um sich den Sicherheitsbehörden zu ergeben. Wer sich bis Montag Mitternacht stelle, werde "mit Nachsicht" behandelt und könne mit Strafminderung rechnen, so die amtliche Verlautbarung der Nachrichtenagentur Xinhua. Die Behörden teilten mit, dass bei den gewalttätigen Protesten in der tibetischen Hauptstadt Lhasa lediglich zehn Menschen getötet worden seien. Dabei habe es sich mehrheitlich um Händler gehandelt. Die meisten davon sollen angeblich "unschuldige Bürger" gewesen sein, die ums Leben kamen, als deren Geschäfte in Brand gesteckt wurden. Die tibetische Exilregierung in Indien sprach dagegen von 100 Toten. Unterdessen stellten sich die chinesischen Sicherheitskräfte auf weitere Protestaktionen ein und haben in der Hauptstadt ganze Teile des Stadtzentrums abgeriegelt. Das Mobilfunknetz in der Hauptstadt der autonomen Region Tibet wurde offenbar unterbrochen, um die Koordination weiterer Proteste zu unterbinden.
Nach Angaben der Regionalregierung wären im Verlauf der Demonstrationen lediglich Warnschüsse gefallen, auch hätte man das Kriegsrecht nicht über die Region verhängt. China beschuldigte den Dalai Lama, für die Unruhen verantwortlich zu sein. Ein Sprecher des geistlichen Oberhaupts der Tibeter wies diese Vorwürfe zurück. Anlass der Proteste sei der 49. Jahrestag des gescheiterten Aufstandes gegen die chinesische Herrschaft in der Himalajaregion. Die Regierung würde seit vielen Jahren in der Provinz Millionen Han-Chinesen ansiedeln, um deren Macht zu stärken. Das eigene Volk wird damit zu einer Bevölkerungsminderheit, so der Dalai Lama. Im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele in China waren die Proteste verschärft worden. Am Freitag protestieren in Lhasa zunächst rund hundert Mönche, die auf ihrem Weg von immer mehr Menschen begleitet wurden. Als die Sicherheitskräfte einschritten, sollen die ursprünglich friedlichen Proteste gewaltsam geworden sein. Wütende Tibeter setzten chinesische Läden in Brand, mehrere Fahrzeuge gingen in Flammen auf.
Wer die Petition von Amnesty International an den chinesischen Ministerpräsidenten Wen schicken will, kann die Petition als PDF downloaden oder diese bequem online unterzeichnen und absenden. ai wird alle Unterschriften vor Beginn der Olympischen Spiele an die chinesische Regierung übergeben.
(Via tagesschau.de & amnesty international)

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Alt 15. 03. 2008, 11:42 gullinews is offline Mit Zitat antworten #1
DasFragezeichen
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Re: Peking 2008 und die Menschenrechte: Gold für China?

Ich warte eigentlich nur darauf, dass die Sache in Tibet weiter eskaliert, als das eh schon der Fall ist und erste Athleten ihre Teilnahme an den Spielen absagen. Wenn das genug machen würden, wäre ein Flopp der Spiele vorprogrammiert. Ich denke eine solche Reaktion würde China endlich mal verdeutlichen, dass Menschenrechte in der Welt noch einen gewissen Stellenwert haben.
Alt 15. 03. 2008, 12:23 DasFragezeichen is offline Mit Zitat antworten #2
Crass Spektakel
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Re: Peking 2008 und die Menschenrechte: Gold für China?

Wäre nicht wirklich was neues, Ost und West haben sich schon mehrmals komplett boykottiert, besonders beeindruckend war der Boykott der olympischen Spiele in Moskau von praktisch allen Ländern der Welt: 99% der Goldmedallien gingen an Rußland ;-)

Ich hab mich schon länger gefragt ob die Regierung in Peking den Verstand verlohren hat, Olympia ist ein hervorragender Anlaß daß die Dissidenten auf den Putz hauen (soll in der Praxis heisen: Wers Maul aufmacht bekommen von der KP aufs Maul) und die Welt das auch mal wahrnimmt.
Alt 15. 03. 2008, 13:12 Crass Spektakel is offline Mit Zitat antworten #3
Chronoton
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Re: Peking 2008 und die Menschenrechte: Gold für China?

Zitat:
und erste Athleten ihre Teilnahme an den Spielen absagen. Wenn das genug machen würden, wäre ein Flopp der Spiele vorprogrammiert. Ich denke eine solche Reaktion würde China endlich mal verdeutlichen, dass Menschenrechte in der Welt noch einen gewissen Stellenwert haben.
diese hoffnung ist meines erachtens vergebens. die sportler selbst werden wohl ihre sportlichen und finanziellen ambitionen höher einstufen als ihre moralische integrität. ein boykott ihrerseits wäre auch zuviel des guten. besonders, wenn es ihnen die wirtschaft vormacht, wie man diese aspekte ausblendet.
wenn schon, dann wären es die nationalen olympischen verbände bzw. die regierungen. die eine entsendung ihrer nationalteams absagen könnten. da habe ich aber auch wenig hoffnung, da wirtschaftliche interessen schon in der vergangenheit dazu führten, dass china stets mit samthandschuhen angefaßt wurde.
geld regiert die welt, nicht die moral.


mfg
chronoton
Alt 15. 03. 2008, 13:17 Chronoton is offline Mit Zitat antworten #4
zresu
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Re: Peking 2008 und die Menschenrechte: Gold für China?

Und in der Udssr gab es nunmal nichts zu gewinnen für westliche Regierungen/Unternehmen, ganz im Gegensatz zum modernen China.
Alt 15. 03. 2008, 13:19 zresu is offline Mit Zitat antworten #5
DasFragezeichen
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Re: Peking 2008 und die Menschenrechte: Gold für China?

Ah, ab Montag kann mit einem "Showdown" gerechnet werden. Bis dahin haben die Chinesen den Beteiligten an den Unruhen eine Frist gesetzt.

@Chronoton: Jetzt hast du meine Traumblase kaputt gemacht
Alt 15. 03. 2008, 13:22 DasFragezeichen is offline Mit Zitat antworten #6
kxexnxnxy
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Re: Peking 2008 und die Menschenrechte: Gold für China?

bei aller kritik an china: passt auf mit wem ihr euch solidarisiert!
der dalailama ist ein autoritärer religiöser sektenführer, der die tibeter_innen als heiliges Volk auffast und in monarchischer Art und Weise regiert. nur weil er keine Gewalt ausübt, ist er friedlich. Macht basiert immer auf Gewalt, ob sie körperlich ausgeübt wird oder nicht. Die Thronfolge wird monarchisch vererbt. Kein Wunder das der Rassist Roland Koch sein guter Kumpel ist.
Also: Kritik an China - ja! aber keine Solidarität für religiöse Fundamentalist_innen, die Jagd auf Chines_innen machen!
Marx: "Die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik." - MEW 1, S. 378, 1844
Alt 15. 03. 2008, 15:47 kxexnxnxy is offline Mit Zitat antworten #7
Suppenkazper
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Re: Peking 2008 und die Menschenrechte: Gold für China?

erst sektenfuehrer, dann doch religion?

desweiteren finde ich irgendwie den springenden punkt nicht, weswegen soll der dalai lama bzw. der gesamte buddhismus boese sein?
also wenn die buddhisten (uebrigens eher ne lehre, als religion) nicht friedlich ist, dann ist kein volk friedlich.

find ich bissl harsch die buddhisten, die vertrieben wurden als fundamentalisten zu beschimpfen, die chinesen toeten wollen. lies dir nochmal bisschen was ueber den buddhismus durch!
Alt 15. 03. 2008, 21:38 Suppenkazper is offline Mit Zitat antworten #8
sphaeroid
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Re: Peking 2008 und die Menschenrechte: Gold für China?

Zitat:
Zitat von kxexnxnxy 
bei aller kritik an china: passt auf mit wem ihr euch solidarisiert!

Die Wahrheit, die wir von hier unstrittig erkennen können ist:
Es gab Demonstrationen, diese gingen in gewalttätige Ausschreitungen über, eine Zahl zwischen zehn und hundert Zivilisten ist tot, keine Ordnungskräfte kamen ums Leben, die selben Ordnungskräfte behindern eine ungehinderte Berichterstattung, die selben Ordnungskräfte fördern seit Jahrzehnten einen culturocide durch Assimilation.

Zitat:
Zitat von kxexnxnxy 
der dalailama ist ein autoritärer religiöser sektenführer, der die tibeter_innen als heiliges Volk auffast und in monarchischer Art und Weise regiert.

Der Dalai Lama ist nicht der Führer dieser Glaubensgemeinschaft, sondern hatte eine Funktion inne, die man als Priesterkönig bezeichnen könnte, als weltlicher Herrscher durch Gnade und im Auftrag der tibetischen Mönchskaste. Er ist zwar einer der höchsten Priester, aber nicht der höchste Priester. Man kann es vielleicht mit der Position vergleichen die Ratzinger unter Johannes Paul II. innehatte, aber nur im Ansatz, da sind Vatikan und Tibet doch zu unterschiedlich.

Zitat:
Zitat von kxexnxnxy 
nur weil er keine Gewalt ausübt, ist er friedlich. Macht basiert immer auf Gewalt, ob sie körperlich ausgeübt wird oder nicht.

Das Problem ist eben, dass der körperlichen Gewalt Menschen zum Opfer fallen, die zum Teil daran sterben. Die anderen Gewaltformen haben nicht diese unmittelbaren Folgen. Und eben nicht jede Gewaltform auch Macht bringt, umgekehrt jede Form der Macht einer stützenden Gewalt bedarf. Und die Macht über Tibet hat China. Was lässt uns das schliessen?

Zitat:
Zitat von kxexnxnxy 
Die Thronfolge wird monarchisch vererbt. Kein Wunder das der Rassist Roland Koch sein guter Kumpel ist.

Das erste ist falsch, das zweite ist eher unlogisch.

Die Tatsache, dass die Dalai Lamas fast alle den Beiname Gyatso tragen liegt nicht daran, dass es sich um die gleiche Familie handelt, sondern dass es angenommene Mönchsnamen sind und traditionell Knaben die als wiedergeborener Dalai Lama gelten einen Mönchsnamen mit Beinamen Gyatso bekommen. Deshalb trägt der gegenwärtige Dalai Lama den Namen Tenzin Gyatso. Geboren wurde er als Lhamo Dhondrub. Selbst unter dem Gesichtspunkt der Wiedergeburt ist es keine Vererbung, danach bleibt der Dalai Lama der Dalai Lama. Dass das Amt etwas monarchisches hat trifft zu, aber das ist per se nichts verdammenswertes und noch nicht mal undemokratisch. Beispielsweise kann man die Niederlande auch mit Königin als demokratisches Land betrachten. In den Forderungen des Dalai Lama und seiner nicht anerkannten Exilregierung nach einem erweiterten Autonomiestatut für Tibet legt er Wert auf eine Rolle für sich, die einem Monarchen nach niederländischem Modell entspricht, eine repräsentative Position.

Das Autonomiestatut, das Tibet heute schon hat leidet an der Kernproblematik, dass es hauptsächlich eine kulturelle Identität schützen soll, die gleichzeitig durch die chinesische Siedlungs- und Wirtschaftspolitik konterkariert wird. Das ähnelt dem Fall Südtirol und dass das einigen Tibetern nicht gefällt ist verständlich. Stell dir vor was bei uns los wäre wenn 100 Millionen Türken nach Deutschland emigrieren würden weil das Kopftuch und die Burka hier nicht illegal sind und dann die neue Mehrheit Rindfleisch und Alkohol verbieten würde. Die Vorkommnisse in Tibet sollten uns deshalb sehr wohl verständlich sein. Das ist auch der Grund warum so viele Exiltibeter in der Schweiz wohnen, die Ursprünge der Eidgenossenschaft erinnern die Tibeter an ihr gegenwärtiges Schicksal: Fremdbesiedlung, Fremdbeherrschung, Landvogtunwesen. Deshalb gibt es auch Analogien zwischen den romanhaften Existenzen des Dalai Lama und des Wilhelm Tell, auch wenn Harrer und Schiller zwei Paar Stiefel sind.

Zitat:
Zitat von kxexnxnxy 
Also: Kritik an China - ja! aber keine Solidarität für religiöse Fundamentalist_innen, die Jagd auf Chines_innen machen!
In dem Artikel geht es auch nicht um Solidarität mit irgendwelchen religiösen Eiferern, sondern um den Aktivisten von Amnesty International Teng Biao. Dieser steht dem Dalai Lama nicht mal nahe, ausser dass er Tibeter ist. Er ist ein Rechtsanwalt, der sich international einen Namen als Menschenrechtler gemacht hat indem er neben AIDS-Aktivisten und FalunGong-Anhängern vor allem Bauern vertreten hat, denen von regionalen Parteifunktionären das Land enteignet wurde um es für Industrieprojekte zu verwenden. Da hier eine eklatante Differenz zwischen Entschädigung und Verkaufspreis an den Investor besteht, ist diese Rechtsvertretung bei den Profiteuren nicht beliebt. Er verschwand am 7. März nachdem man seinen Pass eingezogen und sein Telefon abgeklemmt hatte, er wurde vor seinem Wohnhaus aus dem Auto gezerrt und verschleppt. Im letzten Herbst war er noch zu Gast in Deutschland und hat auf Veranstaltungen von AI gesprochen. Um ihn geht es hauptsächlich.

Wenn sich die Tibeter irgendwann einmal frei entscheiden dürfen wie sie ihre eigene Autonomie gestalten möchten, was sie für nötig erachten um ihre Traditionen und ihre Kultur zu bewahren, dann steht ihnen auch das Recht zu wieder einen Dalai Lama einzusetzen oder auch nicht. Auch für dieses demokratische Selbstbestimmungsrecht setzt sich Teng Biao ein, deshalb verdient er Solidarität.

Dass die chinesische Regierung nicht nachgeben kann sollte einem auch klar sein, denn dann würden sie gleichzeitig auf Taiwan verzichten, das dann auch selbst bestimmen dürfte, denn dann würden sie ihr Gesicht verlieren und noch wichtiger die Pfründen, die in Tibet zu vergeben sind und die sie in Taiwan gerne hätten. Und hier schliesst sich der Kreis zu deinen Ausführungen, denn die Provinzposten der Partei werden monarchisch vererbt. Auch dagegen treten AI und Aktivisten wie Teng Biao an und das verdient Solidarität.
Alt 16. 03. 2008, 00:20 sphaeroid is offline Mit Zitat antworten #9
KaRaKaN
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Re: Peking 2008 und die Menschenrechte: Gold für China?

Zitat:
Zitat von kxexnxnxy 
bei aller kritik an china: passt auf mit wem ihr euch solidarisiert!
der dalailama ist ein autoritärer religiöser sektenführer, der die tibeter_innen als heiliges Volk auffast und in monarchischer Art und Weise regiert. nur weil er keine Gewalt ausübt, ist er friedlich. Macht basiert immer auf Gewalt, ob sie körperlich ausgeübt wird oder nicht. Die Thronfolge wird monarchisch vererbt. Kein Wunder das der Rassist Roland Koch sein guter Kumpel ist.
Also: Kritik an China - ja! aber keine Solidarität für religiöse Fundamentalist_innen, die Jagd auf Chines_innen machen!
Marx: "Die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik." - MEW 1, S. 378, 1844

irgendwie ist da ja schon was dran
Alt 16. 03. 2008, 11:54 KaRaKaN is offline Mit Zitat antworten #10
kxexnxnxy
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Re: Peking 2008 und die Menschenrechte: Gold für China?

ich gebe zu meiner aggression gegenüber dem dalai lama haben mein beitrag nicht besonders sachlich wirken lassen. also:

Der Dalai Lama ist kein Friedensfürst!

"Der Buddhismus sagt, daß man ein friedfertiges Leben führen soll - Gewalt wird abgelehnt. Kreuzzüge im Namen des Buddhismus gab es nicht. Erstaunlich ist, daß gerade der tibetische Buddhismus als so friedfertig gilt. Die tibetische Geschichte war nicht friedfertig. Es gab viel Gewalt und immer wieder kriegerische Auseinandersetzungen, bei denen es um Macht und Einfluß ging und die Religion gerne vorgeschoben wurde - das war gar nicht anders als in anderen Ländern auch." Mit diesen Worten stellt sich der Münchener Tibetologe Volker Caumanns gegen das gängige Bild vom tibetischen Buddhismus. Tatsächlich herrschten in der alten tibetischen Buddhokratie schon lange vor dem Einmarsch der chinesischen Besatzungsmacht inhumane soziale Zustände. Viele westliche Besucher berichten, daß auf dem "Dach der Welt" bis zum Jahr 1959, als der Dalai Lama aus Tibet flüchtete, diktatorische Entscheidungen, Beamtenwillkür, paranoider Dämonen- und Geisterglaube ebenso an der Tagesordnung waren wie bitterste Armut und exzessiver Reichtum, Sklaverei und Leibeigenschaft.

Nicht nur in seiner konkreten Geschichte, sondern auch in seiner Mythologie, seiner religiösen Doktrin und im Ritualwesen ist der tibetische Buddhismus aggressiv. Seine Anhänger beten schauerlich aussehende Kriegsgötter und kriegerische Herukas (Buddhas) an. Sie beschwören Schutzdämonen, welche die Feinde der buddhistischen Lehre vernichten. Nationale Kriegshelden wie Gesar von Ling werden in Epen besungen. Unter den Texten dieses militanten Buddhismus fällt besonders das so genannte Kalachakra-Tantra und die darin enthaltene Prophezeiung des Shambhala-Krieges ins Auge. Der im 10. Jh. n. Chr. verfaßte Text gilt den Tibetern als "der Gipfel aller buddhistischen Systeme". Seit fast einem halben Jahrhundert praktiziert der XIV. Dalai Lama weltweit das Kalachakra-Tantra-Ritual, in das schon Hunderttausende Initianten eingeweiht wurden.

Die Prophezeiungen dieses Tantra-Textes unterscheiden sich strukturell nicht von der christlichen Apokalypse und dem daraus abgeleiteten aggressiven Messianismus vieler Millionen christlicher Fundamentalisten in den USA. Mit der Ausnahme, daß es hier nicht Christen, sondern Buddhisten sind, die auf Seiten des "Guten" als "Shambhala-Krieger" gegen die "Achse des Bösen" (die Andersgläubigen) in einem angekündigten totalen Vernichtungskrieg antreten werden. Ebenso wie in der christlichen Apokalyptik wird in der buddhistischen Variante die Errichtung einer rechtgläubigen Weltenherrschaft (hier einer "Buddhokratie") angekündigt, unter der andere Glaubensrichtungen nicht geduldet sind. Die Rolle des militanten Christus, der nach der Vorstellung evangelikaler Sekten als Endzeiträcher alle Ungläubigen ausrottet, nimmt im Kalachakra-Tantra der Shambhala-König Rudra Chakrin ("Zorniger Raddreher") ein.

Die Teilnehmer an einer vom Dalai Lama durchgeführten Kalachakra-Einweihung erhalten das zweifelhafte Privileg, als "Shambhala-Krieger" in "der letzten Schlacht gegen die Mächte der Finsternis" reinkarnieren zu dürfen. Sie werden dann in dem prophezeiten Weltkrieg als "Soldaten Buddhas" gegen die "Feinde der Lehre" kämpfen. Nach einer Vision des Lamas Kamtrul Rinpoche ist es der Dalai Lama selber, der als reinkarnierter Shambhala-König Rudra Chakrin die buddhistische Endzeitarmee anführt.

Angesichts der aktuellen Weltlage, in der ein aggressiver Westen einem extrem militanten Islam gegenübersteht, ist das Kalachakra-Tantra nicht nur deswegen gefährlich, weil es den allgemeinen apokalyptischen Wahn fördert, sondern weil es einen konkreten "Heiligen Krieg" zwischen Buddhisten und Moslems prophezeit und anheizt. Als Gegner des Buddhismus werden darin die wichtigsten Repräsentanten aller drei monotheistischen Religionen genannt: Adam, Noah, Abraham, Moses, Jesus, Mani, Mohammed und der Mahdi, die allesamt (wie es heißt) der "Familie der dämonischen Schlangen" angehören.

Doch kämpfen am Ende der Zeiten die Buddhisten allein gegen die Muslime, die im Text als mleccha bezeichnet werden. Die Christen und Juden sind offensichtlich schon verschwunden. Diese Vision von einer letzten Schlacht mit dem Islam hat historische Wurzeln. Als das Kalachakra-Tantra vor rund 1.000 Jahren verfaßt wurde, waren die buddhistischen Kulturen Indiens und Zentralasiens von den islamischen Armeen schon überrannt. Zu Tausenden flüchteten die Mönche nach Nepal und Tibet. Da die Muslime das Lehrgebäude Buddhas nicht als eine "Religion des Buches" anerkannten und die Buddhisten zu den "Götzenanbetern" zählten, standen diese nach einer Aussage des Korans vor der Alternative, entweder zu konvertieren oder getötet zu werden.

Seit dieser Zeit der Verfolgung sitzt das buddhistische Mißtrauen gegenüber dem Islam "so tief, wie für Muslime das Trauma der Kreuzzüge", schreibt Klemens Ludwig, Leiter der deutschen Tibetinitiative. Historisch gesehen ist das Kalachakra-Tantra deswegen eine in die Zukunft projizierte Revanche der Buddhisten für die erlittene Niederlage. Ein eifriger Verfechter der Kalachakra-Vision ist der bekannte dänische Lama Ole Nydahl, der mit seinen anti-islamischen Sprüchen eine apokalyptisch-messianische Stimmung schürt.

Aber es gibt auch mehrere Parallelen zwischen den beiden gegnerischen Religionssystemen. Eine davon ist die Vorstellung von einem Heiligen Krieg: "Die Kalachakra Darstellung des Shambhala Krieges und die islamische Diskussion über den Djihad zeigen bemerkenswerte Ähnlichkeiten", schreibt der vom Dalai Lama zum Kalachakra-Experten gekürte Alexander Berzin. Kalachakra-Anhänger vertreten zudem einen primitiven Märtyrer-Kult, der an denjenigen moslemischer Mujaheddin erinnert: Wer während der Shambhala-Schlacht erschlagen wird, dem wird als Belohnung der Eintritt ins (buddhistische) Paradies garantiert. Bisher gibt es trotz heftiger Kritik von Seiten des Dalai Lama keinen Kommentar zu den offenkundig kriegerischen und die anderen Religionen diskriminierenden Passagen dieses Textes.

Ausgehend von der Islamfeindlichkeit des Kalachakra-Tantras ist es interessant zu erfahren, wie sich der heutige Religionsführer im Konflikt zwischen dem Westen und dem militanten Islam positioniert. Es gibt zwar in der letzten Zeit im Gegensatz zu früher islamfreundliche Sprüche des Dalai Lama, auffallend ist aber, daß er sich zu den aktuellen Konflikten in Afghanistan und Irak nichtssagend oder ausweichend geäußert hat. Er ließ sogar Bemerkungen fallen, die selbst seine Anhänger irritierten. Der Afghanistan-Krieg, so der "Gottkönig", habe nicht nur "eine Art von Befreiung gebracht", sondern die Bombardements der Amerikaner müßten wegen ihrer Treffsicherheit auch als humanitärer Fortschritt angesehen werden. Angesichts des weltweit verurteilten Einsatzes von Streubomben in diesem Krieg ist eine solche Einschätzung aus dem Munde eines "lebenden Buddhas" und Friedensnobelpreisträgers zynisch.

Andere Statements von ihm zur Terrorbekämpfung und zum Irakkrieg waren jedenfalls so vieldeutig, daß sie die Journalistin Laurie Goodstein dazu veranlaßten, in der New York Times einen Artikel mit dem Titel "Der Dalai Lama sagt, der Terror verlange eine gewaltsame Antwort" zu veröffentlichen. Das wurde später von einem exiltibetischen Beamten dementiert. Ob ein Mißverständnis oder nicht, feststeht, daß sich der tibetische Religionsführer in der Irak-Frage auf keinen Fall auf eine klare und engagierte Friedenspolitik festlegen wollte.

Diese Vogel-Strauß-Politik blieb nicht unbemerkt und wurde selbst von früheren Dalai-Lama-Freunden mit Befremden kommentiert. Einer von ihnen ist der bekannte amerikanische Historiker Howard Zinn: "Ich habe den Dalai Lama immer wegen seiner Plädoyers für Gewaltlosigkeit und seiner Unterstützung der tibetischen Rechte gegen die chinesische Okkupation bewundert. Aber ich muß sagen, ich war enttäuscht, als ich mir seinen Kommentar zum Irakkrieg angesehen habe, denn das ist eine so offensichtliche und klare moralische Angelegenheit, bei der massive Gewalt gegen die Iraker ausgeübt wurde, was Tausende von Toten zur Folge hatte.". Die Neue Zürcher Zeitung kommentierte ironisch das Verhalten des Tibeters als die Taktik "eines Interessenpolitikers, der weiß, wer ihm die Butter aufs Brot streicht". Das bestätigte auch der Journalist Adrian Zupp, der im Boston Phoenix feststellte: "Wenn immer er auf dieses Thema [den Irakkrieg] zu sprechen kommt, geschieht das innerhalb der Vorgaben der US-Antwort." Für die Nähe zu den USA gibt es historische Gründe: Schon vor 1959 kooperierte der "Gottkönig" mit der CIA, die ihm die Flucht nach Indien ermöglichte. Später stand er jahrelang auf der payroll der CIA und unterstützte die von ihr ausgebildete tibetische Guerilla.

Heute, nachdem der Irakkrieg verloren scheint, sieht das wieder etwas anders aus. Der tibetische Religionsführer wird von den Medien als entschiedener Gegner der US-Intervention präsentiert. So schreibt Die Zeit, vergebens habe der Dalai Lama den amerikanischen Präsidenten nach dem 11. September gewarnt, daß Gewalt immer nur Gegengewalt hervorrufe. Doch er bekenne: "I still love President Bush."

Alle Schulrichtungen des Buddhismus, nicht nur der Lamaismus, haben "Leichen im Keller" und weisen Kriegsideologien sowie eine blutige Geschichte auf. Darin unterscheidet sich der Buddhismus nicht von anderen Religionen. Das Kalachakra-Tantra mit seiner aggressiven, intoleranten und apokalyptischen Weltsicht verstößt jedoch in besonderem Maße gegen wichtige Grundaussagen des historischen Buddhas, die jegliche Legitimation des Tötens und des Krieges verbot (ahimsa-Prinzip). Es ist deswegen grotesk, daß gerade der Dalai Lama als der unermüdliche Propagandist dieses fundamentalistischen Rituals von den westlichen Medien zu einer leuchtenden Ikone der Toleranz und des Friedens stilisiert wird.
Victoria und Victor Trimondi
mehr: http://www.derfunke.de/content/view/492/75/
Alt 16. 03. 2008, 13:19 kxexnxnxy is offline Mit Zitat antworten #11
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Re: Peking 2008 und die Menschenrechte: Gold für China?

Alt 16. 03. 2008, 14:31 frogger9 is offline Mit Zitat antworten #12
sphaeroid
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Re: Peking 2008 und die Menschenrechte: Gold für China?

Zitat:
Zitat von kxexnxnxy 

daß auf dem "Dach der Welt" bis zum Jahr 1959, als der Dalai Lama aus Tibet flüchtete, diktatorische Entscheidungen, Beamtenwillkür, paranoider Dämonen- und Geisterglaube ebenso an der Tagesordnung waren wie bitterste Armut und exzessiver Reichtum, Sklaverei und Leibeigenschaft.

Die Menschenrechtsorganisationen nennen genau diese Punkte als Hauptkritikpunkte für die gegenwärtige chinesische Politik in Tibet und anderen Landesteilen.

Wieso sich ausgerechnet militante Marxisten zu China hingezogen fühlen ist mir auch ein Rätsel und wie man das Andenken Leo Trotzkis schänden kann, in dem man ein solch chinafreundliches Magazin "Der Funke" nennt. Zumal das aktuelle Geschehen in Tibet Stalinismus in Reinkultur ist. Trotzki hätte in seinem Funken sicher auch zur Solidarität mit Teng Biao aufgerufen.
Alt 16. 03. 2008, 18:35 sphaeroid is offline Mit Zitat antworten #13
Reisist
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Re: Peking 2008 und die Menschenrechte: Gold für China?

Zitat:
Zitat von kxexnxnxy 
bei aller kritik an china: passt auf mit wem ihr euch solidarisiert!
der dalailama ist ein autoritärer religiöser sektenführer, der die tibeter_innen als heiliges Volk auffast und in monarchischer Art und Weise regiert. nur weil er keine Gewalt ausübt, ist er friedlich. Macht basiert immer auf Gewalt, ob sie körperlich ausgeübt wird oder nicht. Die Thronfolge wird monarchisch vererbt. Kein Wunder das der Rassist Roland Koch sein guter Kumpel ist.
Also: Kritik an China - ja! aber keine Solidarität für religiöse Fundamentalist_innen, die Jagd auf Chines_innen machen!
Marx: "Die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik." - MEW 1, S. 378, 1844

Na, der gute Marx muss es ja wissen..

Dann sind wir ja jetzt alle froh, dass die lieben Chinesen die Tibetaner von ihrem grausamen Sektenführer befreit haben, als dieser mit 15 Jahren seine Schreckensherrschaft beginnen wollte.
Großzügig wollen wir übersehen, dass die Chinesen dabei und danach zehntausende Tibetaner abgeschlachtet haben. Das waren sowieso nur Terror-Mönche, die gerade einen Feldzug gegen alle Moslems dieser Welt planten.

Nja, die Freundschaft zu Roland Koch möcht ich gar nicht erst groß kommentieren. Klingt (anscheinend nicht nur für mich) ziemlich an den Haaren herbeigezogen, um nicht zu sagen schlichtweg frei erfunden.

Zitat:
Viele westliche Besucher berichten, dass auf dem "Dach der Welt" bis zum Jahr 1959, als der Dalai Lama aus Tibet flüchtete, diktatorische Entscheidungen [...] an der Tagesordnung waren

Wieviele genau waren's denn? 1950 als die Chinesen in Tibet einmarschierten, hielten sich mal gerade 6 Ausländer in Tibet auf und Harrer bzw. Aufschneiter haben (zumindest bei mir) ein sehr positives Bild von Tibet hinterlassen und die waren immerhin 7 Jahre dort.
Beide sind übrigens nach Tibet gekommen, weil sich ein Diktator mit dem Rest der Welt im Krieg befand (P.S. Es war nicht der Dalai Lama).

Über deine Kalacakra kannst du dir vielleicht mal folgende höchst aufrührerische Einweisung durch den Dalai Lama höchstselbst durchlesen.
Ist etwas lang und falls du den Krieg gegen die Moslems nicht wiederfinden kannst, liegt das uU daran, dass die meisten Tibetaner den "Krieg" als symbolisch für die inneren Auseinandersetzungen beim Yoga des Kalacakra Tantra ansehen.
Hierzu Wikipedia:
Zitat:
Der gegenwärtige Dalai Lama gibt auch im Westen in regelmäßigen Abständen Einweihungen in das buddhistische Kalachakra-Tantra. Kalachakra ist, neben den Praktiken auf Yamantaka und Guhyasamaja (Yidams), eine der Hauptübertragungen. Die mit dieser Einweihung verbundene Praxis wird auch als Kalachakra für den Weltfrieden bezeichnet.

Das der Dalai Lama nicht unfehlbar ist und das höchstgelegenste Land der Erde gerade auch früher nicht mit dem Himmel gleichzusetzen war, sollte jedem klar sein.
Aber Tibet hätte sich auch mit der Zeit dem Westen öffnen müssen und hätte sich auch politisch sicherlich demokratischer entwickelt (so es die Bevölkerung denn wollte), doch die Chance haben die Chinesen auf brutalste Art und Weise genommen.
So menschenverachtend, wie China Tibet "integriert" hat und sich noch immer gibt, hätte kein buddhistischer König jemals regieren können.
Alt 16. 03. 2008, 22:50 Reisist is offline Mit Zitat antworten #14
Habek
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Re: Peking 2008 und die Menschenrechte: Gold für China?

Wenn die Kritik dort jetzt stärker wird, ist das zu begrüssen, wenn man bedenkt, dass der Staat dort bei größeren Protesten sowieso nichts machen könnte.

Hat man ja gesehen, wie schlecht die Niederschlagungsaktionen bisher liefen.
Alt 16. 03. 2008, 22:55 Habek is offline Mit Zitat antworten #15
kxexnxnxy
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Re: Peking 2008 und die Menschenrechte: Gold für China?

zu Roland Koch und der Vorwurf es sei frei erfunden:
z.B.: http://www.tagesspiegel.de/zeitung/F...art693,2496066

Der frühere tschechische Präsident Vaclav Havel gehört zu seinen persönlichen Freunden, ebenso wie der hessische Ministerpräsident Roland Koch [...] Das ungleiche Paar Roland Koch und Dalai Lama trafen sich zum ersten Mal Mitte der 80er Jahre – und schlossen Freundschaft. „Sofort zieht den Gesprächspartner sein Charisma in den Bann, aber auch der persönliche Charme, seine Spiritualität, seine Bescheidenheit, seine Disziplin, das Bekenntnis zur Gewaltfreiheit, seine ungebrochene Zuversicht und heitere Gelassenheit, sein ansteckendes Lachen“, erinnert sich der CDUPolitiker, der den Tibeter auch in den Hessischen Landtag einlud. Damals schon sprach der Dalai Lama vom „kulturellen Völkermord", Worte die er am Sonntag als Reaktion auf die Unruhen in seiner Heimat wiederholte. Er betonte aber auch die Bedeutung von Güte und Mitgefühl für das menschliche Zusammenleben. „Politik, aber unsere Welt generell“, so lautete das Fazit Kochs, „braucht Vorbilder wie den Dalai Lama“.
Alt 17. 03. 2008, 10:34 kxexnxnxy is offline Mit Zitat antworten #16
Suppenkazper
desillusionierter Sarkast
 
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Re: Peking 2008 und die Menschenrechte: Gold für China?

rofl.
wer unter diesem verhaeltnis eine "freundschaft" versteht, kann mir nur von herzen leid tun.
Alt 17. 03. 2008, 12:46 Suppenkazper is offline Mit Zitat antworten #17
alp18109
mit Glied
 
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Beiträge: 193
Talking Re: Peking 2008 und die Menschenrechte: Gold für China?

Zitat:
Zitat von Crass Spektakel 
Wäre nicht wirklich was neues, Ost und West haben sich schon mehrmals komplett boykottiert, besonders beeindruckend war der Boykott der olympischen Spiele in Moskau von praktisch allen Ländern der Welt: 99% der Goldmedallien gingen an Rußland ;-)

Also, mit der Prozentrechnung ist es bei Dir nicht doll. Der Medaillenspiegel lautete 1980 korrekt:

Platz Land G S B Gesamt

1 Sowjetunion 80 69 46 195
2 DDR 47 37 42 126
3 Bulgarien 8 16 17 41
4 Kuba 8 7 5 20
5 Italien 8 3 4 15
6 Ungarn 7 10 15 32
7 Rumänien 6 6 13 25
8 Frankreich 6 5 3 14
9 Vereinigtes Königreich5 7 9 21
10 Polen 3 14 15 32
19 Schweiz 2 - - 2
21 Österreich 1 2 1 4


Übrigens wie man Olympische Spiele fast perfekt organisiert, haben die Nationalsozialisten schon 1936 vorgeführt. (siehe Leni Riefenstahl Film)
Warum soll das einer kommunistischen Diktatur 72 Jahre später nicht noch besser gelingen?
Träumt weiter den "Olymischen Gedanken!"
Alt 17. 03. 2008, 13:35 alp18109 is offline Mit Zitat antworten #18
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