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wizard2k
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Olympia-Boykott sinnvoll?

Hallo.
Ich könnte kotzen. China verletzt Menschenrechte aber alle fliegen hin und feiern.
Politiker sagen, man solle auf die teilnehmenden Sportler Rücksicht nehmen und die Olympiade deshalb nicht boykottieren.
Was meint Ihr dazu? Ich finde, das ist eine scheinheilige Scheiße!
Entschuldigt meine Ausdrucksweise. Ich rege mich über diese Grausamkeit auf.
Der Erfolg der Sportler wird über das Leben der Menschen in Tibet gestellt.
Ich würde gerne Eure ehrliche Meinung dazu lesen.
Vielen Dank, wizard2k
Alt 18. 03. 2008, 00:45 wizard2k is offline Mit Zitat antworten #1
Neuro
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

In diesem Thread finden sich dazu schon einige Kommentare:
http://board.gulli.com/thread/104475...ibet-gesperrt/
Alt 18. 03. 2008, 00:56 Neuro is offline Mit Zitat antworten #2
wizard2k
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

Vielleicht habe ich mich gerade zu sehr aufgeregt. Aber auf chinesisches Essen zu verzichten bringt sicher nix. Auch ist China sicher ein kulturell reiches Land. Aber sollte man dort Olympische Spiele abhalten?
Alt 18. 03. 2008, 00:56 wizard2k is offline Mit Zitat antworten #3
Habek
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

Es besteht überhaupt kein Grund, die olympischen Spiele zu boykottieren.

Seit wann stehen die im Zusammenhang mit Staatsform und irgendwelchen Menschenrechten? Soll jetzt die Bevölkerung, sollen die Athleten darunter leiden, dass ihre Regierung ein Rad ab hat?
Alt 18. 03. 2008, 00:58 Habek is online now Mit Zitat antworten #4
wizard2k
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

Es besteht überhaupt kein Grund? Vielleicht sollte man sich überlegen, in welchem Land das "heilige" Feuer entzündet werden soll.

Aber ich sehe auch, dass die Olympia vielleicht auch ein mehr an Menschenrechten bringen kann, für China, zu spät für Tibet.
Alt 18. 03. 2008, 01:03 wizard2k is offline Mit Zitat antworten #5
Habek
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

Und nach welchen Kriterien?

Als Nächtes wird die notwendige Heiligkeit dann noch an der Religion festgemacht.
Alt 18. 03. 2008, 01:06 Habek is online now Mit Zitat antworten #6
wizard2k
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

Demokratie kommt wie die olympischen Spiele aus Griechenland. Oder nicht?
Alt 18. 03. 2008, 01:09 wizard2k is offline Mit Zitat antworten #7
Neuro
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

Grundsätzlich habe ich Respekt vor jedem qualifizierten Sportler, der sich weigert in China anzutreten, um damit ein Zeichen zu setzen.
Denke daran kann man auch nichts kritisieren, da es für den Sportler außer einem höheren Ansehen beruflich wahrscheinlich nur Nachteile mit sich bringt.

Ich sehe da allerdings ein anderes Problem, welche Alternative bietet sich denn an, wo man nicht ebenso wie an China Kritik üben könnte ?
Alt 18. 03. 2008, 01:10 Neuro is offline Mit Zitat antworten #8
Habek
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

Zitat:
Demokratie kommt wie die olympischen Spiele aus Griechenland. Oder nicht?
Und wo ist jetzt der Zusammenhang? Tyrannei/Diktatur gabs in Griechenland auch.

Zuletzt 1967-74 sogar eine recht unfreundliche Militärdiktatur, die das heutige China teilweise in den Schatten stellt.
Alt 18. 03. 2008, 01:13 Habek is online now Mit Zitat antworten #9
wizard2k
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

@ HabeK Wollte Dir damit sagen, dass das für mich nix mit Religion zu tun hat.
@ Neuro Wenn ich Dich richtig verstanden habe, stimme ich Dir zu. Welche andere Möglichkeit gibt es, an China Kritik zu üben?
Alt 18. 03. 2008, 01:16 wizard2k is offline Mit Zitat antworten #10
Allgaeuer
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

ich hätte keine lust die olympische medaille aufzuhängen wo in komischen gassen noch katzen oder hunde ermordet und gekocht und verspeisst werden.

verficktes land!
Alt 18. 03. 2008, 01:16 Allgaeuer is offline Mit Zitat antworten #11
wizard2k
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

Was spielt das für eine Rolle, ob sie Hunde und Katzen essen? Nur weil wir diese Tiere als Haustiere halten, heißt das nicht das sie nicht schmecken
Aber was ist mit den Menschenrechten?
Alt 18. 03. 2008, 01:20 wizard2k is offline Mit Zitat antworten #12
Allgaeuer
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

Zitat:
Zitat von wizard2k
Von mir aus können die soviel Katzen und Hunde essen wie sie wollen!

idiot !

Zitat:
Zitat von wizard2k
Aber was ist mit den Menschenrechten?

wer weiss wieviele menschen bei der olympiade heimlich zur chinesischen mahlzeit gekocht werden?

chinesische feinschmecker gibt es ja....
Alt 18. 03. 2008, 01:32 Allgaeuer is offline Mit Zitat antworten #13
Neuro
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

@wizard2k

Hast mich nicht ganz richtig verstanden, wobei ich über deine Interpretation identisch denke.
Für einen Sportler ist wäre es die einzige Art Kritik zu üben, die auch gehört wird.

Was ich meinte, wo sollte man die Spiele ansonsten ausführen, also in welchem Land ?
An sehr vielen könnte man nämlich ebenso Kritik üben.
Alt 18. 03. 2008, 01:35 Neuro is offline Mit Zitat antworten #14
wizard2k
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

Guter Einwand. Pressefreiheit sollte aber schon Vorraussetzung sein.
Alt 18. 03. 2008, 01:40 wizard2k is offline Mit Zitat antworten #15
Habek
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

Man sollte sich doch mal die Frage stellen, um was es geht:

Olympische Spiele oder eine Menschenrechtskonvention?

Ginge es um eine Menschenrechtskonvention, so könnte man sagen:
"Ihr bösen Folterchinesen, bleibt , wo der Pfeffer wächst, ihr Hundefresser."

Wenn es aber um die olympischen Spiele geht, in einem Land, das sich in den letzten Jahrzehnten prächtig entwickelt hat, einem Land, ohne das man auf globaler Ebene in vielen Bereichen nichtmehr auskommt, dann kann es nur gerecht sein, die olympischen Spiele auch hier stattfinden zu lassen.

Einem Land, das dem Westen so genutzt hat, durch seine Westöffnung, in dem unsere Konzerne für niedrigste Löhne beste Profite machen können, jetzt auch noch die olympischen Spiele zu verweigern, ist mehr als unverschämt.

Was wäre , wenn ein neuer Mao käme und einfach das Westloch wiederzumacht? Kauft ihr dann wieder Produkte, made in Germany, 10 fach so teuer?
Alt 18. 03. 2008, 01:44 Habek is online now Mit Zitat antworten #16
watiano
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

  • Es wird über Menschenrechte gesprochen aber andererseits oder Orts wird sie mit Füssen getreten.
  • Es wird über kriminelle Machtoberhäupter gesprochen aber andererseits oder Orts werden Sie befördert.
  • Es wird über Wahlfälschungen gesprochen aber andererseits oder Orts wird sie als Gültig erklärt.
  • Es werden Religionen kritisiert aber Andere sind anscheinend nicht bedürftig

Die Liste könnte Ich noch weiter führen aber Ich muß doch erstmal meinen Brechreiz befriedigen, übrigens weißt jemand wo Ich ein Mob finde ?


Zurück zum Thema: Die Olympiade findet dieses Jahr definitiv staat, schon alleine deshalb da man Taiwan die Gelegenheit bieten möchte, seine Unabhängigkeit erklären zu dürfen. Mein Boykott werde Ich aber trotzdem weiterführen, falls Ich aber auf einen Wetterbericht angewiesen bin oder sonstigen lokalen-Nachrichten oder mich über den kollektiven Bewusstseinszustand informieren möchte, soll´s mir gestattet sein Geld für die "Informationen" auszugeben. Und ja, Ich gehe trotzdem weiter noch Chinesisch essen, da die Einwanderer über Außenpolitik ihres Landes keinen Einfluss haben, geschweige den etwas dafür!


Gruß,
Watiano
Alt 18. 03. 2008, 01:48 watiano is offline Mit Zitat antworten #17
Der Rebell
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

Auch 1936 gab es Versuche, die Olympiade in Deutschland zu boykottieren. Und was war?

Ihr solltet Euch darüber klar sein, daß die Olympiade eine ziemliche Hure ist. Ihr glaubt nicht, was die Organisatoren da für Geld abschleppen; inclusive dem deutschen Vice.

Niemand kontrolliert das System Olympia auch die UNO nicht. Es ist eine private wenn auch internationale Organisation.
Alt 18. 03. 2008, 01:58 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #18
Habek
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

Was soll sie auch Andres sein?

Erwartet ihr denn von der Fußballwm, dass neuerdings alle kostenlosen Zutritt haben , weil das ja so ein gesellschaftliches Ereignis ist? Der Superbowl auch? Was ist mit aktuellen Kinofilmen?

Sport ist für den Zuschauer nichts als Unterhaltung,genau wie ein Zirkusbesuch.
Alt 18. 03. 2008, 02:02 Habek is online now Mit Zitat antworten #19
BurnerR
Anders?
 
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

Einige Beiträge hier klingem mir sehr danach, die Grausamkeiten in Chinas herunterzuspielen.

Das die Olympischen Spiele in China stattfinden ist ein politsches Signal. Es öffnet natürlich auch die Möglichkeiten die breite Masse auf die Probleme in diesem Land aufmerksam zu machen. Ich meine, es beginnt mit der Verständigung im eigenen Land und dann gehts weiter mit Völkerverständigung.

Das China gut für die Weltwirtschaft ist ist doch kein Argument.
Einfach nur die Olympischen Spiele eine Runde konsumieren heißt diesmal die Augen vor krassem Unrecht zu verschließen, schon das die Spiele dort stattfinden ist eine unpassende Legitimation der dortigen Herrschaftsweise.

Ich wüsste übrigens nicht, wie man einen Begriff wie "Gerechtigkeit" sinnvoll auf einen Staat anwendet. Der arme Staat, der jetzt nicht die Olympischen Spiele bekommt, weil er nicht artig war.

Ich sehe insgesamt also eher eine Chance als ein Problem.
Aber wenn ich dahinfliege essen ich auf jeden Fall ein paar gut zubereitete Hunde und Katzen. Ich frag mich schon länger, was besser schmeckt, ich denke mal katzen. Ich mag Katzen. Und aus den Fellen lass ich mir einen hübschen Schal machen. Ein paar Happen nehm ich auch für zuhause mit und dann guck ich, ob Katze besser schmeckt als Kuh, Schwein oder Bambi, niedlicher gucken tun sie ja schonmal.
Hast du Katzen/Hunde, Allgäuer? Ich finde es gut, dass du dich so konstruktiv hier und gewiss auch emotional in deinem Umfeld engagierst und möchte deshalb genausoviele Katzen und Hunde essen wie bei dir zuhause rumlaufen.
Hast du auch Schweine oder eine Kuh? Das kann ich morgen direkt erledigen, oder nein, ich hab ne bessere Idee, denn ich habe ein Hausschwein. Iss du also morgen ein Stück totes Schwein und ich dafür dann in China ein Stück tote Katze.

mfg
Alt 18. 03. 2008, 02:04 BurnerR is offline Mit Zitat antworten #20
wizard2k
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

Es geht doch hier nicht darum, was Sport ist, sondern ob Du, Habek, durch dein Verhalten etwas erreichen kannst.
EDIT: Burner, Du warst schneller
Alt 18. 03. 2008, 02:05 wizard2k is offline Mit Zitat antworten #21
Der Rebell
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

@ Habek,

es kommt eben immer auf den Verteilungsschlüssel an.

Und die Herren Olympia-Manager besitzen ein internationales Monopol. Irgendjemand hat auch mal untersucht und festgestellt, daß es unmöglich ist, dieser Clique iregndwelche Vorschriften zu machen oder Rechte abzunehmen.

Soweit ich weiß erfolgen die Berufungen in das IOC (wohl gemerkt nicht NOK) von oben nach unten also ohne Wahlvorgang von unten nach oben.
Alt 18. 03. 2008, 02:09 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #22
Habek
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

Zitat:
Das die Olympischen Spiele in China stattfinden ist ein politsches Signal. Es öffnet natürlich auch die Möglichkeiten die breite Masse auf die Probleme in diesem Land aufmerksam zu machen. Ich meine, es beginnt mit der Verständigung im eigenen Land und dann gehts weiter mit Völkerverständigung.

Das China gut für die Weltwirtschaft ist ist doch kein Argument.
Einfach nur die Olympischen Spiele eine Runde konsumieren heißt diesmal die Augen vor krassem Unrecht zu verschließen, schon das die Spiele dort stattfinden ist eine unpassende Legitimation der dortigen Herrschaftsweise.
Dass die Spiele hier groß als politisches Signal dargestellt werden, wundert mich.

Seit langer Zeit werden in China regelmässig Joint Ventures mit deutscher Beteiligung ins Leben gerufen, deutsche Unternehmen produzieren in China, zahlen den Arbeitern dort Hungerlöhne und maximieren ihre Profite, leben ihre Gier aus, Deutsche kaufen Produkte "Made in China", unabhängig von den Arbeitsbedingungen, die in China herrschen.

Wo man also die deutsch-chinesische Beziehung anguckt, es heißt immer: Deutsche machen in China Sache X und profitieren ganz ordentlich davon.

Das ist aber kein typisch deutsches Phänomen, denn bei genauerer Betrachtung müsste man mehr nach einem reicheren Land suchen, dessen Einwohner und Unternehmen nicht von China und dessen Öffnung profitieren, ganz egal, wie es dem Großteil der Chinesen dabei geht.

Die olympischen Spiele als Massenveranstaltung zur Unterhaltung und zur Schaffung ordentlicher Profite sind da keine Ausnahme, mit dem einzigen Unterschied, dass diesmal nicht jedes Land einzeln irgendwas in China macht, sondern alle zusammen.
Hierbei profitieren auch die Chinesen, vor allem aber die Regierung , ordentlich.

Wenn man jetzt also den Chinesen die olympischen Spiele nicht gönnt, könnte es passieren, dass man sich unbequemen Fragen stellen muss:
"Warum habt ihr euer Unternehmen in ein Land verlagert, das foltert? Womöglich sind eure Steuern für Folterknechte und die dazugehörigen Folterinstrumente eingesetzt worden!"

Oder:
"Warum habt ihr ein Gerät gekauft, von dem ihr wisst, dass es möglicherweise durch übelste Ausbeutung, eine Menschenrechtsverletzung, in China entstanden ist?"

Es ist zwar sicherlich nichts gegen Menschenrechtsaktivisten einzuwenden, die Frage nach der Scheinheiligkeit darf aber wohl gestellt werden.
Zitat:
Und die Herren Olympia-Manager besitzen ein internationales Monopol. Irgendjemand hat auch mal untersucht und festgestellt, daß es unmöglich ist, dieser Clique iregndwelche Vorschriften zu machen oder Rechte abzunehmen.

Soweit ich weiß erfolgen die Berufungen in das IOC (wohl gemerkt nicht NOK) von oben nach unten also ohne Wahlvorgang von unten nach oben.
Daran ist in diesem Fall ja auch nicht viel auszusetzen, wenn man bedenkt, dass das einzelne Produkt, in diesem Fall die Olympischen Spiele, immer beim Einzelnen liegt.

Microsoft-Bosse waren sicher teilweise sehr entnervt, als sie feststellten, dass Apples Iphone auf dem Vormarsch ist und Apple offenbar das Patent nicht teilen will.
Alt 18. 03. 2008, 02:18 Habek is online now Mit Zitat antworten #23
BurnerR
Anders?
 
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

Zitat:
Die olympischen Spiele als Massenveranstaltung zur Unterhaltung und zur Schaffung ordentlicher Profite sind da keine Ausnahme, mit dem einzigen Unterschied, dass diesmal nicht jedes Land einzeln irgendwas in China macht, sondern alle zusammen.
Hierbei profitieren auch die Chinesen, vor allem aber die Regierung , ordentlich.

Wenn man jetzt also den Chinesen die olympischen Spiele nicht gönnt, könnte es passieren, dass man sich unbequemen Fragen stellen muss:
"Warum habt ihr euer Unternehmen in ein Land verlagert, das foltert? Womöglich sind eure Steuern für Folterknechte und die dazugehörigen Folterinstrumente eingesetzt worden!"

Oder:
"Warum habt ihr ein Gerät gekauft, von dem ihr wisst, dass es möglicherweise durch übelste Ausbeutung, eine Menschenrechtsverletzung, in China entstanden ist?"

Es ist zwar sicherlich nichts gegen Menschenrechtsaktivisten einzuwenden, die Frage nach der Scheinheiligkeit darf aber wohl gestellt werden.
Du hast einen wesentlichen Punkt gut herausgearbeitet .
Ich sehe keine Scheinheiligkeit. Niemand sagt, dass er perfekt lebt und kein Mensch für die eigene westeuropäische Existenz leiden muss. Man kann nicht Engagement Scheinheilig nennen, nur weil es nicht allumfassend ist. Irgendwo muss man anfangen, ansetzen, weitermachen.
Der Sinn eines Boykotts ist doch gerade auf diese Missstände aufmerksam zu machen und wie der Einzelne hier in Westeuropa sie aufrecht erhält und stärkt und dementsprechend auch seinen Teil zu einer Änderung beitragen kann.

mfg, gn8.
Alt 18. 03. 2008, 02:40 BurnerR is offline Mit Zitat antworten #24
Habek
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?

Zitat:
Man kann nicht Engagement Scheinheilig nennen, nur weil es nicht allumfassend ist. Irgendwo muss man anfangen, ansetzen, weitermachen.
Dann fangt bei "Made in China" an!

Es geht in der Tat nichtmal um Engagement, sondern um Nicht-Unterstützung von Unrecht.

Wenn man den Fernseher nicht einschaltet, um die olympischen Spiele zu sehen, ist man noch kein großer Menschenrechtsaktivist, sondern hat einfach etwas unter Umständen Schädliches nicht unterstützt, anstatt etwas dagegen zu tun.

Genauso kann sich also auch statt einem Gameboy , "Made in China by workers living in poverty", einfach ein Unterhaltungsgerät kaufen, dass nicht von Sklaven hergestellt wurde.

Wo liegt das Problem? Es könnte ähnlich der wieder aufkommenden Boykotaktionen gegen Coca Cola einfach da liegen, dass man Sachen fallen lassen will, die man nie in der Hand hatte.

Vermutlich sagen sich die Sportmuffel, zu denen auch ich gehöre:
"Seit Jahren schaue ich mir die olympischen Spiele nicht an. Jetzt werde ich endlich dafür belohnt und bin ein Menschenrechtsaktivist!"

Ähnlich machen es dann sicher Leute, die Gameboys nicht mögen.

In Wirtschaftsbelangen könnte das Ausland viel langfristiger Einfluss nehmen,weil die Chinesen auch auf die Wirtschaft angewiesen sind, während etwas Kritik höchstens die Minderheit unter den Soldaten stört, die bei der Niederschlagung von Aufständen die Schläge abbekommen.

Auf rein politischer Ebene lässt sich nämlich der Konflikt ohne einen Atomkrieg nicht lösen.
Alt 18. 03. 2008, 02:54 Habek is online now Mit Zitat antworten #25
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