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Mitglied
Registrierungsdatum: Feb 2007
Beiträge: 583
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Zum Thema Exekutionen:
Geht man einmal davon aus, dass die veröffentlichte Zahl (10xx) stimmt, liegt die Zahl der Exekutionen in China bezogen auf seine Gesamtbevölkerung etwa um den Faktor 4 - 5 über der Zahl, die von den USA bekannt ist.
Somit kann man das Rechtssystem beider Staaten nicht für besonders zivilisiert halten. Im Vergleich zu den Deutschen Zahlen während des dritten Reichs bietet sich aber ein anderes Bild.
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20. 03. 2008, 07:59
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#101
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Krustentier
Registrierungsdatum: Jun 2007
Beiträge: 169
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Zitat:
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Zitat von jaybeeone
Zum Thema Exekutionen:
Geht man einmal davon aus, dass die veröffentlichte Zahl (10xx) stimmt, liegt die Zahl der Exekutionen in China bezogen auf seine Gesamtbevölkerung etwa um den Faktor 4 - 5 über der Zahl, die von den USA bekannt ist.
Somit kann man das Rechtssystem beider Staaten nicht für besonders zivilisiert halten. Im Vergleich zu den Deutschen Zahlen während des dritten Reichs bietet sich aber ein anderes Bild.
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Ich hab nicht gesagt, dass die USA toll sind. Ich bin generell gegen die Todesstrafe, das war nur ein Beispiel, dass es in China nicht so super zugeht, wie es bei den Olympischen Spielen rüberkommen würde. Oder siehst du das anders?
Jap, bei den USA kann man auch nicht von einem zivilisierten Rechtssysthem reden, auch bei vielen anderen Ländern nicht. Aber China ist extrem. Es gibt öffentliche Hinrichtungen die ausgestrahlt werden, die Gerichtsverfahren dabei sind mehr als undurchsichtig und von einer annährender Meinunsfreiheit ist gar nicht erst zu reden! Und ja, der Holocaust war sehr schlimm! Aber was hat das jetzt mit China zu tun? Müssen die erst alle Tibeter töten, dass man von einer grausamen Regime reden kann?
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20. 03. 2008, 08:09
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#102
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Mitglied
Registrierungsdatum: Jun 2006
Beiträge: 299
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
hm also ich bin derzeit in china und muss sagen: ohne meine kontakte nach deutschland haette ich garnichts mitbekommen wegen tibet.
somit bekommen auch die meisten chinesen nicht wirklich viel davon mit.
was die menschenrechtsverletzungen angeht: sie leben damit, sie kennen es nicht anders, sie haben ihre arbeit, bekommen ihr geld und koennen davon leben.
und den obdachlosen die man so sieht, gehts genauso dreckig wie den deutschen obdachlosen.
hier herrscht einfach nen anderer lebensstandard, als bei uns.
ausserdem fehlt ihnen der vergleich durch die ganzen meinungsfreiheits einschraenkungen.
wenn du nen tier ewigkeiten in einem raum einsperrst und irgendwann die tuer aufmachst wird es auch ne weile dauern, bis es sich aus dem raum wieder rauswagt.
und hier wird halt noch nicht wirklich die tuer aufgemacht,sondern erstmal riegel fuer riegel geoeffnet und sollte es irgendwann mal so sein,dass die tuer offen ist wird es noch einmal ein weilchen dauern.
ein olympia boykott wird das ganze nicht beschleunigen,sondern nur wieder irgendwelche politischen repressalien heraufbeschwoeren.
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20. 03. 2008, 08:26
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#103
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- deadhead -
Registrierungsdatum: Oct 2004
Beiträge: 902
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Zitat:
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Zitat von Sensenmann
Und wenn die Olympiade in der UDSSR boykottiert wurde wegen dem Kommunistischen Staatssystem, dann ist es verwunderlich warum in China die Olympiade nicht boykottiert wird weil es ja noch ein kommunistisches Staatssystem ist.
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Das Staatssystem hatte doch nichts mit dem Boykott von 80 zu tun. Wie kommst du darauf?
Einen Boykott der Spiele in China würde ich auch ein wenig heuchlerisch finden. Und zum Vorgehen der Chinesen in Tibet finde ich dieses Interview recht interessant.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...542568,00.html
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20. 03. 2008, 09:26
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#104
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Mitglied
Registrierungsdatum: Jan 2008
Beiträge: 11
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Denken hier wirklich so viele, dass man nur durch das Boykottieren eines Events die Probleme in Tibet löst? Oh man... seid bitte nicht so naiv
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20. 03. 2008, 10:43
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#105
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Mitglied
Registrierungsdatum: Mar 2006
Beiträge: 64
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Der Grundgedanke eines Olympiaboykotts ist es, einer Diktatur die Basis zur Selbstdarstellung zu nehmen. Es wird auf das Beispiel Nazideutschlands hingewiesen.
Der Gedanke ist aber bereits im Ansatz falsch. Bei den olympischen Spielen im Berlin der nationalsozialistischen Diktatur wurde ein schwarzer amerikanischer Läufer Weltmeister und nicht ein deutscher Herrenmensch. Hitler und Göbbels mieden an diesem Tag öffentliche Auftritte. Filmaufnahmen von dem Ereignis zeigen die beiden mit schmerzverzogenen Gesichtern. Sie hatten richtig gelitten.
Olympia-Boykotte sind Unfug und eher kontraproduktiv. Wenn man es mit der Moral ernst nehmen würde, müßte man auch Sportler aus Ländern ausschließen, die Bürgerkriege anzetteln und Millionen Menschen zu Flüchtlingen machen.
Im übrigen bin ich dafür, daß die olympischen Spiele wieder wie damals in Griechenland ausgetragen werden: Als Zuschauer nur unverheiratete Frauen und die Sportler selbst nackt.
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20. 03. 2008, 13:43
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#106
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Moderator
Registrierungsdatum: Aug 2003
Ort: Niederbayern
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Wenn es je einen passenderen Vergleich zum alten Rom gab dann ist es der heutige Vielvölkerstaat China: "Brot und Spiele"
"Olympia-Boykott sinnvoll"?
Aber ja! Den Mafiösen Organisationen IOC und den diversen NOC soll ruhig mal der reale Wind dieser Welt ins Gesicht blasen. Diese korrupten Macht- und Geldgeilen Managern schadet es überhaupt nicht.
Die armen Sportlern? Welche armen Sportler? Diese mit Drogen vollgepumpten Dummies deren Existenzberechitgung alleine der Wissenschaft und Millionen Fördergeldern der Steuerzahler überhaupt erst möglich ist?
Ich wage jetzt schon die Prognose das die chinesischen Schwimmerinnen einen Weltrekord nach dem anderen aufstellen werden. Milliarden von Trotteln sitzen am TV und bewundern die Leistungen der "Amateure"
Für mich gibt es nichts verlogenere als die Sportverbände und die Sportler. Das Olympische Motto ist ohnehin schon vor 60 Jahren zu Grabe getragen worden.
Wenn ihr ehrlichen Sport sehen wollt dann schaut euch Fußballspiele in den Kreisklassen an oder geht zu Leichtathletik Schülerwettbewerbe.
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20. 03. 2008, 14:19
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#107
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konfessionslos linientreu
Registrierungsdatum: Aug 2001
Ort: Zentrum
Beiträge: 2.227
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
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20. 03. 2008, 17:59
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#108
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|--Blackwater--|
Registrierungsdatum: Oct 2006
Beiträge: 621
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
natürlich würde das dem Image von China sehr helfen.
Aber ich denke die Schuld liegt jedoch bei den Veranstaltern...
Die haben ja entschieden wo das stattfinden soll...
Menschenrechte sind Chinas 1° Problem!!!
Zu wenig Verdienste!
Misshandlung!
Rassismus!
Bewusstes töten der Menschen durch Krankheiten(Aids,ect)
Ich würde sagen daran ist nur die Regierung schuld!
China hat auch gewiss seine guten Seiten und Attraktionen und war unter der Führung der Kaiser vll etwas friedlicher aber trotzdem haben die das in den letzten Tausend Jahren nie in den Griff bekommen...
Da kommt mir nebenbei die fiktive Idee das ne Revolution später herrschen könnte und sich andere Länder die Macht schnappen wie á la Kolonisierung, wie England in Indien...
England hat ja auch seine Spuren hinterlassen, auch viele gute...
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20. 03. 2008, 18:28
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#109
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Einmal Löwe immer Löwe
Registrierungsdatum: Apr 2007
Ort: Freiburg
Beiträge: 533
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Zitat:
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Zitat von RustySpoon
Wo sind da die Relationen? Die paar Sportler, die einen Wettbewerb gewinnen sind doch wirklich ein Furz im Gegensatz zu einem ganzen Volk, das mundtot gemacht wird, wenn die ganze Welt auf China schaut. Was für eine perverse Weltanschauung doch manch hier haben  . Entschuldigung, aber sowas naives hab ich schon lange nicht mehr gehört; auf die Sportler kann man bei so einem Ausmaß wirklich keine Acht geben.
Es geht doch darum, dass durch die Spiele China für die ganzen Bild-Leser (die große Masse) als gut dasteht. Die Realität sieht aber ganz anders aus! Boykottieren wird diese Probleme sicherlich nicht aus der Welt schaffen, aber man unterstützen wird man die Regierung nicht.
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Genau. Wo ist da die Relation.
Die ganze Welt steht hinter Tibet.
Aber was ist die Lösung Olympiaboykott.
Jeder der dafür ist sollte aber dann mit gutem Beispiel voran gehen.
Made in China Sachen verbrennen. Na wie wäre dies.
Oder in eurem Betrieb kündigen wenn eure Firma mit Chinesen Geschäfte macht.
ABer neine.
Setzten wir ein zeichen, dass uns nicht betrifft.
Es lebe die Doppelmoral.
Wenn ihr was tun wollt. Bitte.
Die Sportler sollten aber ihre Spiele haben.
Sie können nichts dafür und sind die einzigen, die unter einem Boykott leiden würden.
Aber wenn es einen nicht betrifft ist es klar, dass man dafür ist.
Ihr habt ja leicht reden.
Ihr müsstet ja dafür nicht eure Träume aufgeben.
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20. 03. 2008, 19:43
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#110
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Moderator
Registrierungsdatum: Aug 2003
Ort: Niederbayern
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Zitat:
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Zitat von igita
Die Sportler sollten aber ihre Spiele haben.
Sie können nichts dafür und sind die einzigen, die unter einem Boykott leiden würden.
Aber wenn es einen nicht betrifft ist es klar, dass man dafür ist.
Ihr habt ja leicht reden.
Ihr müsstet ja dafür nicht eure Träume aufgeben.
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Welche Träume? Reich zu werden? Nicht bei der Dopingkontrolle erwischt zu werden?
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20. 03. 2008, 19:53
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#111
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Heisser Hund
Registrierungsdatum: Oct 2005
Beiträge: 860
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Interessant wie unkritisch der Dalai Lama als geistlicher und politischer Führer anerkannt wird. China ist ein Scheiss-Verein, aber Tibet und ihr Lama sind sicherlich auch nicht der Hort der Aufklärung.
Man könnte es für einen quasi-religiösen Moment halten, wenn ein durch Religion bestimmter Führer als Sprachrohr im Westen fungieren kann und ihm mit voller Ehrfurcht begegnet wird.
Da bekommt das Wort Demokratie eine ganz neue Bedeutung...
Für die Freiheit des Einzelnen ohne geistliche Führer und "die Partei"!!!
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20. 03. 2008, 21:10
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#112
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Mitglied
Registrierungsdatum: Feb 2007
Beiträge: 275
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Olympische spiele zu boykottieren wäre historisch gesehen paradox.
Schließlich, ist ja die Idee von Olympia, dass sie stattfinden unabhängig von der aktuellen Politischen Situation, wenn die Griechen damals auch bei jeder Gelegenheit Olympia Boykottiert hätten, dann gäbe es das heute gar net.
Damals sind die Krieger sogar von den Schlachtfelder abgehauen, um an den Spielen teilzunehmen.
Außerdem müssen doch die Chinesen bei dem Stichwort "Tibet" nur Afghanistan oder Irak sagen, dann sollte eigentlich jeder westliche Politiker schön seine fresse halten.
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22. 03. 2008, 16:39
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#113
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Mitglied
Registrierungsdatum: Sep 2005
Beiträge: 1.010
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Zitat:
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Zitat von jer1cho
Außerdem müssen doch die Chinesen bei dem Stichwort "Tibet" nur Afghanistan oder Irak sagen, dann sollte eigentlich jeder westliche Politiker schön seine fresse halten.
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Oder das Thema Knast ansprechen. Zahlen, die ich neulich im Radio hörte und notierte:
- USA: 2,5 Millionen Personen im Knast, fast 1 Prozent der Bevölkerung.
- China: 1,5 Millionen Personen im Knast
- Russland: 900.000 Personen im Knast
Und die Bevölkerung Chinas ist 5 mal so groß wie die der USA.
Im übrigen ist die Aufregung über Tibet wieder mal Heuchelei reinster Sorte. Es gibt keinen Staat auf dieser Welt, welcher auf die Ausschreitungen der chauvinistischen Tibeter, die bei Gott keine Freunde der Gewaltlosigkeit sind, anders reagieren würde, als es die Volksrepublik China tut.
Wenn ich nur an die Reaktion des Staates anläßlich der Demonstrationen gegen das G-7-Treffen vor einigen Jahren in Genua denke. Es gab Tote, ich weiß nicht mehr, wieviele. Und damals ging es um weit harmlosere Dinge als um Separatismus.
Oder, länger zurückliegend, an die Studenten in Kent/Ohio USA, die bei einer Anti-Vietnamkriegsdemonstration von der Nationalgarde erschossen wurden, 1968 glaube ich.
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22. 03. 2008, 19:52
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#114
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Mitglied
Registrierungsdatum: Aug 2001
Beiträge: 2.252
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Zitat:
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Zitat von Neandertaler
Es gibt keinen Staat auf dieser Welt, welcher auf die Ausschreitungen der chauvinistischen Tibeter, die bei Gott keine Freunde der Gewaltlosigkeit sind, anders reagieren würde, als es die Volksrepublik China tut.
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Na sicher doch. Alle ausländischen Augenzeugen des Landes zu verweisen und anschließend die Demonstrationen gewaltsam von der Armee niedermetzeln zu lassen, würde natürlich jeder Staat der Welt machen.
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22. 03. 2008, 20:54
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#115
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AMoK vom Dienst
Registrierungsdatum: Feb 2007
Beiträge: 207
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Nunja... Dass die Tibeter keine Lämmer sind, da stimme ich zu... allerdings sollte man sich vielleicht auch anschauen wie es dazu kam...
Chiona hat Tibet besetzt und war dabei alles andere als zimperlich... Zudem schlägt China JEDEN Aufstand, jede Demo mit dem Militär nieder... Zu den Toten in Genau..soweit ich Informiert bin, war es ein Toter, der mit einem Feuerlöscher auf ein Polizeiauto losgestürmt ist und ein Polizist sich bedroht gefühl hat und darauf hin auf den Demoteilnehmer geschossen hat.... ob das Vergleichbar ist, mit demw a sin Tibet abgeht, wage ich zu bezweifeln...
Zu der Boykottsache, das ist ein Zweischneidiges Schwert:
Beispiel: Der Irak greift Kuwait an, was passiert? Amerika "interveniert"..der Irak hat imaginär Massenvernichtungswaffen, was passiert? Amerika besetzt den Irak... China annektiert Tibet wegen...der Bodenschätze,..keine interessierts... warum? Handel, China ist ein ZU großer Wirtschaftspartner... Das ist mMn auch der Grund warum unsere Politik so schlapp reagieren...
Ein boykott wäre auf ejden Fall in so weit lustig, als dass China dann die Stadien hat umsonst in aus dem Boden stampfen lassen..hrhr
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22. 03. 2008, 20:54
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#116
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Mitglied
Registrierungsdatum: Sep 2005
Beiträge: 1.010
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Zitat:
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Zitat von ruler
Na sicher doch. Alle ausländischen Augenzeugen des Landes zu verweisen und anschließend die Demonstrationen gewaltsam von der Armee niedermetzeln zu lassen, würde natürlich jeder Staat der Welt machen.
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Unsinnige Scharfmacherei, die sich auf blutrünstige Phantasien gründet. Von einem Niedermetzeln kann einstweilen keine Rede sein. Angesichts des Vandalismus, mit welchem der Mob in Lhasa gewütet hat - nach den Fernsehbildern zu urteilen, welche den Mob in Aktion und das Resultat der Aktionen zeigten -, hielten sich die chinesischen Sicherheitskräfte erstaunlich zurück.
Aber so viel ist natürlich klar: Wenn man mit Gewalt eine Sezession erzwingen will, dann sollte man sich vorher ganz genau überlegen, ob die Kräfteverhältnisse so sind, dass man es auch schafft. Andernfalls riskiert man unvermeidlich sehr hohe Opferzahlen. Sezessionskriege sind stets mit hohen Verlusten verbunden.
Wenn Du das nicht weißt und auch keine Geschichtsbücher lesen magst, dann guck Dir noch mal "Vom Winde verweht" an. Der amerikanische Sezessionskrieg, nicht erst der spätere Weltkrieg I, hat die Strategie des Vernichtungsfeldzugs eingeführt.
Aus diesem Grund handeln die westlichen Politiker erschreckend verantwortungslos, wenn sie den tibetischen Separatisten Hoffnung machen, indem sie den Anschein erwecken, sie würden China zwingen können.
Es wäre ehrlicher und anständiger, den tibetischen Separatisten klar zu machen, dass sie im Ernstfall vollkommen auf sich allein gestellt sind und auch ganz allein die Suppe auslöffeln müssen, die sie sich einbrocken.
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22. 03. 2008, 22:22
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#117
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Mitglied
Registrierungsdatum: Aug 2001
Beiträge: 2.252
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Zitat:
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Zitat von Neandertaler
Von einem Niedermetzeln kann einstweilen keine Rede sein.
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Bei den etwa Hundert Toten, die genannt werden, kann man schon von Metzeln sprechen. Oder darf man das deiner Meinung nach erst, wenn es wieder mal so viele Tote wie auf dem "Platz des Himmlischen Friedens" gibt?
Zitat:
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Sezessionskriege sind stets mit hohen Verlusten verbunden.
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War es nicht China, das mit der Kriegsrhetorik angefangen hat?
Ich sehe hier vielmehr einen verzweifelten Aufschrei des tibetischen Volkes, das der Weltöffentlichkeit verdeutlicht, daß China das Selbstbestimmungsrecht der Völker weiterhin mit Füßen tritt.
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22. 03. 2008, 22:40
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#118
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Mitglied
Registrierungsdatum: Feb 2006
Beiträge: 339
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Zitat:
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Zitat von ruler
Bei den etwa Hundert Toten, die genannt werden, kann man schon von Metzeln sprechen.
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Verbürgt sind bislang neunzehn...
Zitat:
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Zitat von ruler
Ich sehe hier vielmehr einen verzweifelten Aufschrei des tibetischen Volkes, das der Weltöffentlichkeit verdeutlicht, daß China das Selbstbestimmungsrecht der Völker weiterhin mit Füßen tritt.
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Ob das "tibetische Volk", was immer das sein mag, über die Gleichsetzung mit einem plündernden und brandschatzenden Mob sehr erfreut ist, wäre abzuwarten.
so long, cosmo
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22. 03. 2008, 22:54
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#119
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Mitglied
Registrierungsdatum: Sep 2005
Beiträge: 1.010
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Zitat:
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Zitat von ruler
Ich sehe hier vielmehr einen verzweifelten Aufschrei des tibetischen Volkes, das der Weltöffentlichkeit verdeutlicht, daß China das Selbstbestimmungsrecht der Völker weiterhin mit Füßen tritt.
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Solche Propaganda stiftet genau zu dem Blutbad an, das sie vermeintlich verhindern möchte. Man darf nicht in guter Absicht lügen, sondern man muss die Wahrheit sagen, wenn man unnötige Opfer verhindern will.
Und die Wahrheit ist: Die Tibeter sind kein Volk. Sie sind eine von vielen Volksgruppen innerhalb Chinas. Eine "Ethnie" sagt man heute.
Ob aus der Volksgruppe ein Volk wird, hängt davon ab, ob ihr die Sezession und die Gründung eines eigenen Staates gelingt, dessen Staatsvolk sie dann ist.
Diese Möglichkeit darf man für die Tibeter in China ebenso ausschließen wie für die Badener oder sie Sachsen in Deutschland.
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22. 03. 2008, 23:23
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#120
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The dark side of DVDs
Registrierungsdatum: Aug 2003
Ort: ..::sisällä::..
Beiträge: 10.690
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Zitat:
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Zitat von Neandertaler
Diese Möglichkeit darf man für die Tibeter in China ebenso ausschließen wie für die Badener oder sie Sachsen in Deutschland.
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Ach! Sachsen wurde gewaltsam annektiert? Oder wie ist der Vergleich zu verstehen? Wußte ich noch gar nicht...ein Glück haben wir das g:b - sonst würde ich gar nichts mehr (hinzu)lernen...
 Cee ya, CCS
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23. 03. 2008, 10:32
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#121
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Mitglied
Registrierungsdatum: Feb 2006
Beiträge: 339
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Die Gründung des "Deutschen Reiches" war eine Folge des deutsch-Französischen Krieges, der u.a. gerade deshalb angezettelt wurde. Insofern kann man auch die Einverleibung Sachsens in das neugegründete Kaiserreich als gewaltsam erfolgt ansehen. Gleichwohl ist es sicher kein treffender Vergleich mit Tibet und war vom Neandertaler auch nicht so gemeint.
Viel eher bietet sich ein Vergleich zu Irland an, dessen nördliche Provinzen immer noch unter kolonialer Fremdherrschaft stehen. Allerdings wurde (und wird noch heute) die dortige national Befreiungsorganisation, die sich teilweise recht effektiv gegen eine blutberauscht mordende Interventionstruppe zur Wehr gesetzt hatte, im Westen als Terrorgruppe gebrandmarkt.
So unterschiedlich kann man national Bewegungen einschätzen...
so long, cosmo
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23. 03. 2008, 11:06
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#122
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Oberster Systemgegner
Registrierungsdatum: Jun 2006
Beiträge: 695
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Wünschenswerter währe wenn China die Spiele weg genohmen kriegen würde von der Sportorganisation aber das ist leider Utopie.
Von daher schließ Ich Mich dem Boykott an um ein Symbolisches Zeichen zu setzen und von Deutschland würd Ich Mir generel endlich die annerkennung Tibets als eigenen Staat wünschen von der Regierung als offiziele Haltung weil dies ist bis Heute nicht geschehen.
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23. 03. 2008, 14:31
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#123
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Ich bin nicht Deutschland
Registrierungsdatum: Jun 2007
Beiträge: 1.000
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
Endlich boykottieren die ersten Spieler(innen) die Spiele [siehe Taiwan].
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23. 03. 2008, 17:30
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#124
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desillusionierter Sarkast
Registrierungsdatum: May 2005
Beiträge: 521
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Re: Olympia-Boykott sinnvoll?
in genua gab es einen toten.
laecherlich immer wieder zu lesen, wie uebel die tibeter und buddhisten doch sein sollen, was ein hanebuechener schwachsinn...
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23. 03. 2008, 18:18
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#125
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