Tracklist
Recht überraschend wie aus dem Nichts, nach über 10 Jahren ohne Neuveröffentlichung, taucht nun endlich das dritte Portishead Album - "Third" auf.
Sie klingen noch besorgter noch melancholischer als auf den vorherigen Alben, aber auch kläppriger und schräger.
Das Album ist insgesamt recht ruhig gehalten, überall hört man akustische Gitarren und verspielte Piano Sequenzen. Was aber nicht heißen soll, dass Portishead nun auf Richard Kleidermans Spuren wandelt und sich der Romantik verschrieben hätte.
Ganz im Gegenteil, das Album glänzt gerade mit skurilen Einfällen und ungewöhnlichen Nicht-Melodien.
Das ganze gipfelt in dem absoluten Highlight der CD "We carry on", dass so gnadenlos gegen den Strich gebürstet ist, dass wenn Laurie Amat anstatt Beth Gibbions bei den Vocals stehen würde, diese Nummer sich durchaus auf einer Residents CD wiederfinden könnte.
Eine weiteres Filestück dieser CD ist "The Rip", dessen melancholischer Anfang, in der Mitte einen (melodischen) swingenden, hypnotischen Apsekt bekommt.
"Plastic" direkt im Anschluss kontert mit Helikopter Sounds und ständigen Brüchen.
Natürlich sind auch 1-2 weniger gute Nummer auf dem Album. "Deep Water" ist einfach überflüssig und langweilig, aber zum Glück recht kurz.
"Thrid" ist recht sperrig und man muss sich drauf einlassen, kurz mal reinhören liefert nur einen unzureichenden Eindruck.
Auf jeden Fall ein hörenswertes Eindruck, bei dem man sofort weiß das Portishead es nicht verlernt hat.
Mindestens 8 von 10 Punkten, mit einer Tendenz zu 9.