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03. 04. 2008, 14:20 #1
Radiohead: Zahlt, erst dann dürft ihr einen Remix erstellen!
Der britischen Rockband Radiohead, die unter anderem für ihre innovative Vermarktungsidee bekannt geworden ist, ihr Album im Internet als Download anzubieten, wobei die Musikfreaks selbst den Preis festlegen durften, scheint ein neuer PR-Gag gelungen zu sein. In Zusammenarbeit mit GarageBand und iTunes können kauffreudige Kunden ab sofort die fünf Bestandteile des Liedes "Nude" von Radiohead herunterladen und mithilfe der GarageBand Software remixen.
Ein Upload auf RadioheadRemix.com ist nach getaner Arbeit erwünscht, wenngleich die Angelegenheit mit höchst interessanten Bedingungen verknüpft wurde. Was anfangs sicherlich einladend klingt, und dem überzeugten Fan eine einzigartige Möglichkeit bietet, entpuppt sich erst nach langem suchen als Mogelpackung. Den Zugang zu der Software erhält man erst, wenn man alle fünf Elemente kostenpflichtig heruntergeladen hat, welche Bass, Stimme, Gitarre, Effekte und Schlagzeug sind. Ein Verwenden der GarageBand eigenen Software ist zuvor nicht möglich.
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03. 04. 2008, 14:36 #2
Re: Radiohead: Zahlt, erst dann dürft ihr einen Remix erstellen!
Die News sind sehr abgehakt...
wird das noch gefixt?Wer dies wahrnimmt, gibt auch sein Einverständnis zu den Nutzungsbedingungen des Angebots. Diese zeigen sich
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03. 04. 2008, 14:49 #3Chefredakteur
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Re: Radiohead: Zahlt, erst dann dürft ihr einen Remix erstellen!
Danke vielmals für den Hinweis, ist jetzt okay!
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03. 04. 2008, 14:54 #4Auch Einer
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Re: Radiohead: Zahlt, erst dann dürft ihr einen Remix erstellen!
"selbst wenn der Name ge.."
Image ist alles
... ist doch super, ich mach des und kann dann überall in der welt rumposaunen ich hab für REM und Warner ne Remix gemacht und damit Werbung machen ...
ansonsten find ich es eigentlich ärmlich-----
und es gibt nochwas zu sagen ...
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03. 04. 2008, 15:56 #5Mexikanischer Apfeldieb
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Re: Radiohead: Zahlt, erst dann dürft ihr einen Remix erstellen!
Schrott. Würde ich mich gar nicht drauf einlassen.
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03. 04. 2008, 16:12 #6
Re: Radiohead: Zahlt, erst dann dürft ihr einen Remix erstellen!
Prinzip AAL: Andere Arbeiten Lassen.
Radiohead haben mit ihrer marketingträchtigen Aktion, die Tracks des letzten Albums kostenlos zu veröffentlichen, doch nur den geregelten Filesharingkanälen das Wasser abgegraben. RH haben ihre feste Fanbase, die auch die dreihundertste Fehlpressung einer Amnesiac-Vinyl aus Japan besitzen wollen und selbstverständlich dementsprechend auch die CD in der Luxusversion kaufen. Bei den, sowieso downloadenden, Filesharern bittet man um einen frei wählbaren Obulus und die Aktion selber ist -- dem globalen Medienhype sei Dank -- die bestmögliche Promotion.
Die aktuelle Aktion zeigt doch nur noch einmal deutlich, dass da neben der unbestrittenen musikalischen Genialität auch ein Sinn für effiziente Wertschöpfungsstrategien in Thom Yorkes Schädel steckt. Alles in allem betrachtet macht mir das die Band ein bißchen weniger sympathisch.
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03. 04. 2008, 16:18 #7Mitglied
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Re: Radiohead: Zahlt, erst dann dürft ihr einen Remix erstellen!
Da dürften sich Radiohead und Warner aber ziemlich mit in die Nesseln setzen: Sollte der Remix-Track kommerziell genutzt werden, ohne dass der Remixer dafür eine Entlohnung erhält, dürfte es für Warner und Radiohead ziemlich schnell ziemlich teuer werden! Denn das Urheberrecht am Remix dürfte immer noch beim Remixer selbst liegen - auch wenn Warner und Radiohead dieses aktuell noch anders sehen!
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03. 04. 2008, 21:38 #8Chefredakteur
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Re: Radiohead: Zahlt, erst dann dürft ihr einen Remix erstellen!
Ja, das könnte durchaus sein...
Zitat von koelnmedia
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03. 04. 2008, 21:54 #9wharfingerGast
Re: Radiohead: Zahlt, erst dann dürft ihr einen Remix erstellen!
Erst in Songs und Artworks das geldgeile System verteufeln (Moneybear etc. etc.) und dann eine solche Kommerzmaschinerie auffahren: ekelhaft. Im waste-shop kannst du neben etlichen Shirts (absurd: auch in Kindergrößen) Tassen und Anoraks kaufen, Kalender und Schlüsselbänder. Ein Bedarf scheint da zu sein. Die Die-Hards kann man nämlich ausnehmen wie eine Weihnachtsgans. Mir wird das zu viel. Das neue Album gefällt auch nicht sonderlich gut, die Band ist mir nur noch unsymphatisch...
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03. 04. 2008, 22:23 #10Mitglied
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Re: Radiohead: Zahlt, erst dann dürft ihr einen Remix erstellen!
Hallo!
Skandalös!
Ein eifriger Remixer erhält die vielleicht einmalige Chance "seinen" Titel kostenlos und außerordentlich medienwirksam zu verbreiten und erhält dafür im Gegenzug nicht einmal einen Penny für seine Arbeit!
Ich will nur mal anmerken, dass man IMHO für gewöhnlich erst eine Einwilligung des Rechteinhabers erhalten muss, bevor man ein Musikstück verändert, covert oder remixt, um es anschließend veröffentlichen zu können besser: dürfen. Selbst dann behält der Rechteinhaber den größten Batzen für sich, was ja nur allzu logisch ist.
Aber was soll hieran kunden- bzw. fanunfreundlich sein?
Die offical terms - man hätte auch gleich die "richtige" Quelle verlinken können - kann jederzeit und deutlich nachgelesen werden. Direkt zu Anfang wird deutlich auf die Abtretung der eigenen Rechte hingewiesen und nicht etwa erst am Ende des Textes im Kleingedruckten vermerkt.
Und wie gesagt, man erhält dafür die (fast) kostenlose Chance sein eigenes Können einem wohlmöglich großen Publikum darzubieten.
Gruß
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03. 04. 2008, 23:53 #11Mitglied
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Re: Radiohead: Zahlt, erst dann dürft ihr einen Remix erstellen!
Zitat von wharfinger

da lässt man sich als band schon auf die neue internetmusikwelt ein und schon wird einem verboten für seine kunst gerecht entlohnt zu werden: ekelhaft.
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04. 04. 2008, 18:59 #12wharfingerGast
Re: Radiohead: Zahlt, erst dann dürft ihr einen Remix erstellen!
@gruntl: Definiere "gerecht".
Außerdem denke ich, dass die letzte Aktion genügend Kohle in die Kassen gespühlt hat. Und viele, die schonmal für die Musik bezahlt haben werden sich sicher die noch die CD gekauft haben. Glaub mal nich, dass sich die Fans die Musik in ihre Taschen gestopft haben und davongelaufen sind, getreu dem Motto "Take the money and run"
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