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watiano
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Re: China und die Menschenrechtler

Zitat:
Zitat von achi 
Du kannst wohl kaum von einem 21-jährigen verlangen, dass er schon soweit gereift ist, Fehlentwicklungen zu korrigieren und ein gutes Wertesystem politischerseits aufgebaut zu haben. Vielleicht musste er sich ja auch erst von seinen Beratern lösen. Und das ein Jugendlicher Freundschaft mit einem "Nazi" schließt kann man dem Dalai Lama ja nun wirklich nicht vorwerfen, immerhin war er zu der Zeit noch ein Kind und die Ereignisse rund um Nazi-Deutschland Welten entfernt.
Ja Entschuldigung das Ich am Guru des Friedens rüttele, aber deine Argumentation hat hier in diesem Fall etwas auf dem ersten Blick, muss ich eingestehen.

Trotzdem sei doch wohl mal erlaubt zu sagen das nicht alles Gold ist beim Lama was glänzt, so wie uns das hier verkauft wird. Es gibt durchaus genügend umfangreiche kritische LITERATUR was den Dalai Lama und seiner dunklen Praktiken angeht, kannst ja mal gerne reinlesen und versuchen das mit westlichen Maßstäben zu messen. Und wenn hier jemand aus dem gulli-board bereits schon erzählt hat, welcher selbst in China war (unter anderem) und das andere Buddhisten ihn zur dunklen Seite der Macht ansehen so bestärkt sich dann die These. Und wenn Ich mir so seine fragwürdigen Zitate durchlese, da kann man schon sagen das hinter sein lächeln sich kein Unschuldslamm verbirgt.

Also ich werde den Guru des Friedens nicht folgen oder wie sagt man das hier ?


Spoiler:



Spoiler:


Spoiler:



kriegerischer Charakter ?



Zitat:
Wenigstens gab es beim religiösen Oberhaupt der Tibeter ein Umdenken, wenn auch in gewissen Strukturen. Dies kann man ja von den Chinesen nun nicht wirklich behaupten, begehen sie doch denselben Fehler wie damals 1989.
Für mich sind das nur Marketing Technische Gründe, die Fassade dahinter sieht leider anders aus und was 1989 angeht solltest du dir nochmal den KOMMENTAR eines Chinesen aus Deutschland bitte mal durchlesen

Zitat:
Selbstverständlich ist dies nur eine CIA-Operation mit ungewissem Ausgang. Ein Volk von sechs Millionen kann natürlich ohne Weiteres die restlichen 1.2 Milliarden in Schach halten und so ein Riesenreich erschüttern. Alles klar.
Und selbstverständlich geht es den Westen primär nur um die Menschenrechte, wie edel...



Gruß,
Watiano
Alt 04. 04. 2008, 18:58 watiano is offline Mit Zitat antworten #51
Neandertaler
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Re: China und die Menschenrechtler

Zitat:
Zitat von PeterPanter 
Aus meiner Sicht ist die derzeitige Anti-China Kampagne nichts anderes als die nächste Etappe in der Strategie der Counter Insurgency Abteilungen diverser (hauptsächlich US-amerikanischer) Geheimdienste.
Die erfolgreichen Destabilisierungskampagnen in Staaten des ehem. 'Realsozialistischen Lagers' haben diese Leute ermuntert, sich jetzt dem 'Problem China' zu widmen.
Es läuft immer nach demselben Muster ab:
Zunächst wird mit Hilfe von 'Kronzeugen' der ahnungslosen Bevölkerung die Unmenschlichkeit des Gegners suggeriert (Rudolf Scharping, der von serbischen Soldaten zu berichten wusste, die mit abgeschlagenen Kinderköpfen Fußball spielten).
Danach konnte ohne entscheidende Gegenstimmen der Angriffskrieg gegen Jugoslawien starten.

Auch hier möchte sich die imperialistische Macht die moralische Legitimität besorgen, die es ihr ermöglicht, ihre Ziele ohne lästigen massenhaften Protest der eigenen Bevölkerung durchzusetzen.
Nur hat die chinesische Führung
1. dies durchschaut und öffentlich gemacht.
2. andere (,auch militärische) Optionen, sich gegen die imperialistischen Begehrlichkeiten zur Wehr zu setzen.

Imo wird es Tenzin Gyatso (so der bürgerliche Name des 'Ozean der Weisheit') noch bitter bereuen, dass er sich vor den Karren seiner Freunde vom CIA hat spannen lassen.

Schöner Beitrag. Hoffen wir, dass Du Recht behältst.

Allerdings: Diese Destabilisierungskampagnen setzen natürlich ein Objekt voraus, das sich destabilisieren lässt. Und so eines war Jugoslawien nach Tito leider. Destabilisierbar wurde das Land durch die restlosen Auflösung des Bundes der Kommunisten in eine Handvoll korrupter, rivalisierender ökonomischer Machtgruppen. Leider auch in Serbien: Ein Teil der Mafia für Zoran Đinđić, ein anderer für Slobodan Milošević.

Ohne Risse im System funktioniert die trickreichste CIA-Strategie nicht. Und die Frage ist halt, ob sich solche Risse nicht derzeit in China abzeichnen. Wie schon gesagt: Hinter diesem sogenannten Menschenrechtler müssen ziemlich einflußreiche Gruppen stehen, sondern würde er nicht für chinesische Verhältnisse geradezu im Luxus leben können.
Alt 04. 04. 2008, 19:53 Neandertaler is offline Mit Zitat antworten #52
achi
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Re: China und die Menschenrechtler

Du zitierst aber sehr selektiv, wenn Du solche Äußerungen weglässt, die auf der selben Seite zu finden sind:

Zitat:
"Die ganze Idee des Krieges passt nicht mehr in unsere Zeit", sagt er, und die Zuhörer jubeln. "Wer in der heutigen Welt seinen Nachbarn zerstört, zerstört auch einen Teil von sich selbst."

Was das von Dir gepostete Zitat betrifft, hat er doch gar nicht so unrecht. Pazifismus als Selbstzweck und oberste Richtschnur ist vielleicht in 99 Prozent der Fälle die optimale Lösung. Es wird aber immer wieder Gegebenheiten geben, wo man eben nicht mehr pazifistisch agieren und argumentieren kann sondern einschreiten muss, wie im Zweiten Weltkrieg zum Beispiel.


Wer behauptet denn das der Dalai Lama als gottgleich und über alles erhaben hingestellt wird? Ich glaube nicht an den Buddhismus oder Lamaismus oder wie man es auch immer nennen mag. Deswegen denke ich das der Dalai Lama eine ganz normale Person ist, aber eine mit Ausstrahlung die durchaus die Gemüter bewegt.

Trotz alledem ist mir so ein religiöses Oberhaupt mit Fehlern oder Fehleinschätzungen tausendmal lieber als ein Regime welches Gegner bedroht, foltert und umbringt.

Deswegen würde ich mich, würde ich mich entscheiden müssen, auf die Seite des Underdogs stellen der versucht gewaltfrei den Konflikt zu befrieden.

Zitat:
Hinter diesem sogenannten Menschenrechtler müssen ziemlich einflußreiche Gruppen stehen, sondern würde er nicht für chinesische Verhältnisse geradezu im Luxus leben können.

Friedrich Engels lebte auch in relativem Luxus. Oder Oskar Lafontaine. Viele einflussreiche Persönlichkeiten die sich für die Menschenrechte einsetzten waren keine armen Schlucker. Erst die finanzielle Unabhängigkeit und die Bildung die sie erhalten hatte, führte dazu, dass sie sich überhaupt erst Gedanken machen konnten.

Und nur weil ein Menschenrechtler, den Du im TV gesehen hast, relativ wohlhabend schien, heißt das doch nicht, dass alle so leben. Es gibt genug Bauern die zum Beispiel aufbegehren gegen eben Umweltzerstörung oder ihr tristes Dasein. Diese werden aber relativ schnell beiseite geschafft, so das sie eben erst gar keine mediale Aufmerksamkeit bekommen, denn diese resultiert eben auch aus dem urbanen Umfeld, aus dem die Leute kommen.

MfG
achi.
Alt 04. 04. 2008, 20:54 achi is offline Mit Zitat antworten #53
watiano
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Re: China und die Menschenrechtler

@achi
Durch die selektive Auswahl wollte Ich nur verdeutlichen nach welchen Grundschema das ganze verläuft...

Gewalt/Krieg "Nein" aber wenn nötig dann "Ja" ...

Du kannst ja mal gerne nach weiteren Aussagen/Interviews recherchieren bezüglich des Krieges, vielleicht geht Dir dann ein Licht auf! Also für mich ist das ne geistliche Prostituierte der Medien, der uns als die Weisheit und Heiligkeit verkauft wird und hier wiederum besteht meiner Meinung nach die perfide Gefahr, begünstigend wiederum auf unsere (westlich/christliche) Bevölkerung mit ablehnende Meinung zum Kriege einwirken zu können.

"Gottesgleich" wurde z.B. im renommierten Spiegel-Baltt Ausgabe Nr. 29/2007 im Thema "Gott zum Anfassen" suggeriert , innerhalb des Artikels kam man allerdings zur Erleuchtung das es sich durchaus nicht um einen Gott handelt. Getrost kann man dementsprechend really trendy seinen "Ratschlägen" folgen und trotzdem fromm bleiben. Er ist halt der moderne Friedensapostel, wie man ihn sich halt gerne wünscht in NATO-Kreisen


Meine Meinung...


Gruß,
Watiano
Alt 04. 04. 2008, 22:38 watiano is offline Mit Zitat antworten #54
Neandertaler
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Re: China und die Menschenrechtler

Zitat:
Zitat von achi 
Deswegen denke ich das der Dalai Lama eine ganz normale Person ist.
Wenn Du es denken musst, hast Du daran gezweifelt? Müssen wir es nun schon eigens erklären, dass dieser Lama ein ganz normaler Sterblicher, wenn auch einer mit Erleuchtungswahn ist, und kein Gott?

Nicht ist bezeichnender für die traurige geistige Verfassung des gesellschaftlichen Klimas in der Bundesrepublik als die unwiderlegliche Tatsache, dass hier schon wieder das Interesse sich nach Art der Yellow Press auf irgendeinen Grinsguru konzentriert und alle Fragen nach der ökonomischen und politischen Basis der Vorgänge in China offensichtlich nicht interessieren.

Es ist wirklich zwecklos, solche Diskussionen führen zu wollen. Der Hang zur Personalisierung ökonomischer und politischer Vorgänge und Phänomene war früher zu Recht als typisch für die ungebildete und entpolitisierte Unterschicht beschrieben worden, deren Helden der Shah von Persien und seine Soraya waren. Inzwischen ist ein typisches Mittelschichtssyndrom daraus geworden.
Alt 04. 04. 2008, 23:11 Neandertaler is offline Mit Zitat antworten #55
Hornfeilchen
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Re: China und die Menschenrechtler


Aus den Seiten dieser Diskusion könnte man glatt ein Buch machen.
Dabei kann man das Thema in ganz kurzen Worten fassen:

Menschenrechte hin, Menschenrechte her,
denen, die am Drücker sitzen(auch ind der "freien Welt"), geht es nur um wirtschaftliche Interessen und sonst nichts.
Alt 05. 04. 2008, 14:16 Hornfeilchen is offline Mit Zitat antworten #56
achi
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Re: China und die Menschenrechtler

Zitat:
Wenn Du es denken musst, hast Du daran gezweifelt?

Für viele Tibeter ist der Dalai Lama eben keine "normale Person" wie Lieschen Müller, ebenso wenig wie für viele Katholiken der Papst eben nicht nur Joseph Ratzinger ist. Das sollte man in dem Zusammenhang respektieren.

Zitat:
Nicht ist bezeichnender für die traurige geistige Verfassung des gesellschaftlichen Klimas in der Bundesrepublik als die unwiderlegliche Tatsache, dass hier schon wieder das Interesse sich nach Art der Yellow Press auf irgendeinen Grinsguru konzentriert und alle Fragen nach der ökonomischen und politischen Basis der Vorgänge in China offensichtlich nicht interessieren.

Ach komm, dass tun sie zur Genüge. Braucht man sich doch nur mal die Titel verschiedener Magazine anschauen. Die ökonomische und politische Entwicklung, wenn man sie so nennen mag, ist durchaus ein breites Thema in den deutschen Medien.

Aber am Dalai Lama, den Menschenrechtlern und allgemein dem Umgang mit demokratischen Grundrechten wird deutlich welche Fortschritte erreicht wurden und wo es noch hapert. Ökonomie ist halt nicht alles und man kann durchaus als Mitglied der internationalen Staatengemeinschaft ein anderes darauf hinweisen, wenn irgendwo etwas schief läuft.

Die chinesische Führung wehrt sich mit Händen und Füßen gegen eine weitere Demokratisierung der chinesischen Gesellschaft. Dies ist aber ein Kampf den sie nur verlieren können meiner Meinung nach. Die ungeheuren Ressourcen die dafür aufgewendet werden kann man auch anderweitig und sinnvoller einsetzen, zum Beispiel für die Entwicklung des ländlichen Raums, denn lässt man die wirtschaftlich erfolgreichen Zone n an der Küste mal außer Acht, ist China immer noch ein Entwicklungsland.

MfG
achi.
Alt 06. 04. 2008, 09:49 achi is offline Mit Zitat antworten #57
watiano
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Re: China und die Menschenrechtler

Ich bin über ein sehr interessanten Bericht (The Brainwashed Germans) gestolpert. Eine 20 Jährige Chinesen welche in einer deutschen Firma arbeitet, schildert frustrierend ihren genervten Tagesablauf über den Umgang ihrer Kollegin bezüglich der Tibet-Frage. Es ist ein Kampf zweier Ideologien und beide sehen sich in ihrem Recht gestärkt

Vorher wäre es besser angebracht Anti-CNN zu besichtigen...

Zudem kann ich sehr gut die Berichte von Spiegelfechter weiterempfehlen
auch die Kommentare erwiesen sich dort als sehr Kontrovers.


Gruß,
Watiano
Alt 11. 04. 2008, 21:57 watiano is offline Mit Zitat antworten #58
cyberny
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Re: China und die Menschenrechtler

But I am willing to believe what is said by our television. I also think that your media are lying and what you see is not real! If you want to criticize German media, you better go home and criticise your own Chinese media first!

"Ich glaube was bei uns im Fernsehen gesagt wird [...] Wenns du nicht passt geh zurück nach China und kritisier euer eigenes Fernsehen."

Ja klaaa..... als ob das jemand sagen würde...
Deutsche UND Chinesen bashen... super Kombi... gibts das auch mit ner großen Cola?
Alt 12. 04. 2008, 00:01 cyberny is offline Mit Zitat antworten #59
marcuswald
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Re: China und die Menschenrechtler

http://www.sueddeutsche.de/,tt4m1/au...el/486/168995/
Zitat:
Droht der nächste kalte Krieg?

Der wütende Protest gegen China und das herzlichste Engagement für die tibetische Sache ist derzeit der größte gemeinsame Nenner, unter dem sich westliche Machtpolitik, westliche Sehnsüchte und westliche Medienstrategien vereinen lassen. An dieser Einheitsfront marschieren George Bush mit Hillary Clinton, Angela Merkel mit Nicolas Sarkozy, der Spiegel gemeinsam mit der Bild-Zeitung, alle endlich vereint mit Hollywood, den Bürgerrechtsaktivisten und den Esoterikern.

eine erste sehr sachliche ANALYSE der Tibetproblematik.
Alt 14. 04. 2008, 20:22 marcuswald is offline Mit Zitat antworten #60
Chicken
Hahn im Korb..
 
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Re: China und die Menschenrechtler

Meiner Meinung nach ist dieser Gottkönig der Tibeter auch nicht gerade ein Menschenrechtler, Demokrat oder irgendetwas vergleichbares..
Sein Ziel ist, meiner Meinung nach, in Tibet am besten einen von China finanzierten Gottestaat zu errichten..
Da wirds dann auch nichts mit Religionsfreiheit oder andern Menschenrechten..

Da könnte man genauso die USA auffordern in Afghanistan die Taliban wieder einzusetzten.. man muss doch die Tradition der Bevölkerung respektieren

Außerdem glaube ich auch nicht, das so ein kleiner Mönch morgens aufsteht und überhaupt die Entscheidung treffen darf, auf eine Demo zu gehen, ein paar Bullen zu verprügeln und sich anschließend erschießen zu lassen.. nee, das ist auch alles gesteuert...
Da kommt der große Guru zum kleinen Mönch und sagt ihm was er zu tun hat.. genauso wie irgendwelche islamitischen Selbstmordattentäter losgeschickt werden..

Grundsätzlich glaube ich auch nicht dass es den Tibetern schlechter geht als den Bauern im ländlichen China oder den Niedriglohnarbeitern irgendwo im Smock.. solange sich das Lama irgendwo in Indien verkriecht, sehe ich eigentlich kein Tibetproblem.. wenn, dann hat ganz China viele soziale Probleme.. von daher finde ich die Richtung, in die diese Diskussion hierzulande trifftet ziemlich kontraproduktiv, kurzsichtig und doof..

Burma war besser^^
Alt 14. 04. 2008, 23:58 Chicken is offline Mit Zitat antworten #61
watiano
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Re: China und die Menschenrechtler

Zitat:
Zitat von cyberny 
But I am willing to believe what is said by our television. I also think that your media are lying and what you see is not real! If you want to criticize German media, you better go home and criticise your own Chinese media first!

"Ich glaube was bei uns im Fernsehen gesagt wird [...] Wenns du nicht passt geh zurück nach China und kritisier euer eigenes Fernsehen."

Ja klaaa..... als ob das jemand sagen würde...
Deutsche UND Chinesen bashen... super Kombi... gibts das auch mit ner großen Cola?
Wie bitte
Ich habe mich selbst und unter anderem noch die Chinesen ge bashed, da hast Du wohl mein Grinsen anscheinend falsch interpretiert, zudem glaube Ich das Dir einige meiner Beiträge entgangen sind.


Gruß,
Watiano
Alt 15. 04. 2008, 20:09 watiano is offline Mit Zitat antworten #62
watiano
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Re: China und die Menschenrechtler

Zitat:
Zitat von marcuswald 
http://www.sueddeutsche.de/,tt4m1/au...el/486/168995/

eine erste sehr sachliche ANALYASE der Tibetproblematik.

Danke

Zitat:
Qu Yingpu ist offizieller Sprecher des Fackellaufs der Olympischen Spiele in Peking. Normalerweise ist er stellvertretender Chefredakteur der englischsprachigen Pekinger Tageszeitung China Daily und gehört zu denen, die in China unter der Knute der Parteizensur für einen unabhängigeren Journalismus kämpfen. Doch jetzt tourt Qu mit der Fackel um die Welt. Er sah zu, wie der »olympische Geist von Demonstranten entführt wurde«, sorgte sich über die »öffentliche Meinung infolge einer Medienberichterstattung, die nur die eine Seite der Geschichte kennt«. Und er fragte: »Welche Botschaft versuchen die Demonstranten und Medien an die Chinesen zu senden? Wird das die Samen des Hasses säen?«

Sehr interessant fand Ich auch den Artikel von DIE ZEIT

Naja was den Fackellauf angeht, scheint es ja wohl ne neue olympische Disziplin zu sein aber leider nicht im Geiste des Friedens. Die Welt dreht durch...


Gruß,
Watiano
Alt 15. 04. 2008, 20:30 watiano is offline Mit Zitat antworten #63
PeterPanter
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Re: China und die Menschenrechtler

Ahoi,

erstaunlich, dass des Dalai Lama Freundin A. Vollmer hier das Zeugnis "sehr sachliche Analyse" für ihren Besinnungsaufsatz attestiert wird.
Ich kann in diesem Artikel weder erkennen, dass die Hintergründe des mittelalterlichen tibetischen Lama-Kultes beleuchtet werden, noch dass Motive für die Anti-China Kampagne benannt werden.

Zu Ersterem lege ich den Interessierten M. Hammerschmitts Rezension von C. Goldners Standardwerk ans Herz.

Unterschiedliche Aspekte zu China-Bashing Motiven kann man hier, hier, hier, hier und natürlich hier erfahren.



greetz

PeterPanter
Alt 16. 04. 2008, 01:33 PeterPanter is offline Mit Zitat antworten #64
marcuswald
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Re: China und die Menschenrechtler

@PeterPanter,

das mag ja sein, dass die Vollmer eine Freundin des Dalai Lama ist. Allein für Ihre Offenheit hätte sie Applaus verdient.

http://www.faz.net/s/Rub12B8DA96820F...~Scontent.html
Zitat:
Mittelbar gilt das Gegenteil. Antje Vollmer, jene Grünen-Politikerin, die 1995 als Vizepräsidentin des Bundestages den ersten Empfang des Dalai Lamas im höchsten deutschen Parlament organisierte, beschrieb es in der „Zeit“ Ende vorigen Jahres so: „Es gibt westliche Strategien gegenüber China, und die Tibet-Frage kann eine Trumpfkarte im großen weltstrategischen Poker mit China werden.“ Allerdings sei es nicht gesagt, dass das auch die Karte sei, „die dem realen Schicksal der Tibeter am meisten nutzt“. Heißt: Tibet kann nicht nur als innenpolitischer, sondern auch als außenpolitischer Hebel von den internationalen Gegenspielern Pekings eingesetzt werden, wobei das Schicksal der Tibeter nicht das handlungsleitende Motiv ist.

Die anti-chinesische Kampagne, angeführt von Spiegel und Bild hat bereits das Meinungsbild über China nachhaltig beeinflusst, dagegen können die Links, die du hier angeführt hast nicht viel erreichen, nicht mals Bruchteil der Bevölkerung wissen dass solche Seiten überhaupt exisiteren. Und finden würden sie die andere Meinung sowieso nie! Versuchst mal "Tibet" in Google einzugeben, die ersten 100 Seiten werden von mehr oder wenig gut getarnte Free-Tibet-Anhänger betrieben.
Alt 16. 04. 2008, 09:25 marcuswald is offline Mit Zitat antworten #65
bad_bud
 
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Re: China und die Menschenrechtler

Natürlich steckt da Strategie dahinter, wenn so kurz vor den Olympischen Spielen Proteste in Tibet losbrechen (was auch von Seiten der Protestierenden bestätigt wurde). Ich finde jetzt leider den Artikel nicht mehr, aber im Interview antwortete einer der Organisatoren der Proteste auf die Frage nach dem Warum mit folgendem Wortlaut: Wenn wir es jetzt nicht schaffen das Interesse der Welt auf die Situation in Tibet zu lenken, werden wir nie wieder autonom werden.
Ich muss sagen, dass ich da voll und ganz zustimme. Sind die Olympischen Spiele vorbei interessiert die Tibet-Frage keinen Mensch mehr, weil sie dann einfach uninteressant für die Medien ist. Ein großteil der Bevölkerung informiert sich nunmal schlicht und ergreifend nur über die "Mainstream-Medien".
Die Tiber wollen auch keinen Gottesstaat oder ähnliches, sie wollen nocht nicht mal unabhängig sein, sie wollen bloß das Recht auf Selbstbestimmung, so, wie es früher immer gewesen ist.
... und sehr amüsant finde ich auch, wie sich hier einige Leute über den Dalai-Lama äußern (z.B. "Gottkönig"... wohl zu viel "300" gesehen oder was?). Den Dalai-Lama als "dunkle Seite der Macht" darzustellen grenzt auch schon irgendwie an Lächerlichkeit. Ich gebe ja zu, dass der Mann großen Einfluss auf die Tibeter hat und einen noch größeren auf die Buddisten, aber es ist doch Paradox, wenn die chinesische Regierung den Mann als Strippenzieher der Aufstände bezeichnet, gleichzeitig aber das tibetische Fernsehen Interviews mit dem Dalai-Lama senden lässt, in denen er zu Besonnenheit und friedlichem Wiederstand aufruft. Bis jetzt habe ich circa 5-6 Interviews mit "Aufständischen" gelesen und deren Aussagen deckten sich zu 80%: Der Aufstand hat nichts mit Religion oder dem Dalai-Lama zu tun. Es ist das tibetische Volk, was die Unterdrückung durch China nicht mehr hinnehmen will. So werden unter anderem alte Bräuche (auch noch Jahre nach der Kulturrevolution) verboten und mit harten Strafen geahndet. Es fehlt grob und einfach das Recht auf Selbstbestimmung.
Oft musste ich hier im Thread Sachen lesen, wie z.B.: Wir können aus unserer Situation nicht viel dazu sagen, deswegen sollten wir China nicht kritisieren und als Beispiel werden dann (fragwürdige) Artikel von "echten" Chinesen vorgelegt, die die Sache komplett verdreht darstellen oder z.B. der Link zu einem Artikel der Zeit, der aber in Wirklichkeit aber einfach nur ein Leserkommentar/-artikel ist und mehr nicht. Nirgendwo wird ernsthaft hinterfragt, ob da nicht chinesische Propaganda hinter steckt oder ein durch die Propaganda beeinflusster Chinese. Jetzt werden mich einige wahrscheinlich als paranoiden Spinner sehen, damit kann ich leben. Tatsache ist einfach, dass China immerwieder mit merkwürdigen Aktionen auf sich aufmerksam macht z.B. letzes Jahr war da der Skandal, um die chinesischen Hacker, die sich ins Kanzleramt gehackt haben. Zwei einhalb Jahre davor gab es in China diese großflächigen Bauernaufstände, über die kaum berichtet wurde, weil die Regierung einfach eine Pressesperre rausgegeben hat. Es wundert mich, dass sowas so wenige Leute misstrauisch macht. Oder auch das hier: http://www.tagesschau.de/ausland/china128.html
Allein diese letzte Aussage:
Ma: China ist ein Rechtstaat. Egal, wer das chinesische Gesetz verletzt, der wird gesetzmäßig bestraft. Das ist eine innere Angelegenheit der chinesischen Souveranität und hat mit Menschenrechten nichts zu tun. Wir wünschen, dass andere Länder chinesische Gesetze und die Souveranität respektieren.
Die Sharia z.B. ist auch ein Gesetz und die Länder die es anwenden sind auch Rechtsstaaten. Nur muss man auch mal sehen, wie die Gesetze aussehen und in wie weit sie denn auch wirklich gerecht sind.
Um nochmal zum Menschenrechtler zurück zu kommen: Wieso muss ein Menschenrechtler arm sein? Als Reisbauer oder Wanderarbeiter kann man kein Menschenrechtler sein, höchsten für 7 Tage, danach stirbt man dann den Hungertod. Es bedarf einfach gewisser Vorraussetzungen, um überhaupt Menschenrechtler werden zu können. Und dass sich diese nicht für die Wanderarbeiter einsetzen stimmt auch nicht. Vor circa einem Jahr gab es noch eine große Medienkampagne, ausgelöst durch mehrere chinesische Menschenrechtler, die das Dasein und Lebensbedingungen der Wanderarbeiter stark anprangerten. Zuletzt wurde Kritik deutlich, als zum Neujahresfest die Zugverbindungen ausfiehlen und viele Wanderarbeiter Tage am Bahnhof warteten. In diesen Berichten wurde immer wieder erwähnt, dass die Wanderarbeiter im Schnitt alle 8 Jahre für wenige Tage ihre Familie besuchen können und dies nur aus dem Grund, weil sonst zu wenig Geld für Nahrungsmittel und die Grundversorgung zu Verfügung stehe. Das finde ich schon relativ kritisch...
Wie dem auch sei, viele Menschenrechtler haben ihr Leben riskiert oder sind aufgrund ihrer Kritik umgebracht worden, auch wohlhabende Menschenrechtler. Demnach sollte man ihre Arbeit respektieren, denn ich wage zu bezweifeln, dass jeder von uns den Mut hätte seine Meinung in Ländern, wie China frei zu äußern.
Aja, fast vergessen... Zum Thema "in China knallt es bald":
Wer schonmal in China war und sich nicht nur in den "glitzernden Metropolen" (wirklich beeindruckend zum Teil, was dort durch Menschenhand geschaffen wurde und vieles allein durch Muskelkraft) rumgetrieben hat, bzw. das ein oder andere Gesrpäch mit Lebensmittelverkäufern oder einem Schneider geführt hat, wird festgestellt haben, dass die Chinesen sich zum Teil nicht trauen, sich kritisch gegenüber ihrer Regierung zu äußern oder (das was ich am öfftesten mitbekommen habe und was ich sehr erschreckend fand) dass sich die Leute mit ihrem Schicksal abgefunden haben, es akzeptieren und mit dem was sie haben zufrieden sind (für einen "Westler" unter den gesehen Lebensumständen praktisch garnicht nachvollziehbar). Deshalb glaube ich, es wird dort nie "knallen". Unter anderem auch, weil Gewerkschaften praktisch verboten sind und es für die Oppositionellen eigentlich keine Möglichkeit gibt sich zu organisieren. Kleinere Aufstände (die gibt es dort wirklich!) werden sofort von den örtlichen Polzeikräften mit gröbster Gewalt niedergeschlagen und direkt im Keim erstickt und in der Zeitung wird man darüber nichts finden.
Alleine aus diesen Gründen erlaube ich mir das Recht auf Kritik (und natürlich, weil mir die BRD dieses Recht zugesteht )!
Alt 16. 04. 2008, 14:02 Mit Zitat antworten #66
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Re: China und die Menschenrechtler

@bad_bud
Selten so'n Schwachsinn gelesen...

Zitat:
Zitat von LordArion 
Also ist auch Taiwan allen Eigenbekundungen zum Trotz chinesisches Staatsgebiet ?
Selbstverständlich! Dies wird auch von niemanden in Frage gestellt. Taiwan selbst bezeichnet sich offiziell als Republic of China (ROC). So what?

Im Übrigen könnte die Tatsache, dass die antichinesische Kampagne ganz maßgeblich von deutschen Medien getragen wird, mit Merkels mehr als unnötigen diplomatischen Fauxpas, dem Empfang einer so merkwürdigen Figur wie Herrn Lhamo Dhondrub, alias Tenzin Gyatso, alias Dalai Lama zusammenängen, oder nicht?

so long, cosmo
Alt 16. 04. 2008, 14:04 cosmopolitan is offline Mit Zitat antworten #67
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Re: China und die Menschenrechtler

Zitat:
Zitat von watiano 
Ich habe mich selbst und unter anderem noch die Chinesen ge bashed, da hast Du wohl mein Grinsen anscheinend falsch interpretiert, zudem glaube Ich das Dir einige meiner Beiträge entgangen sind.
Nö, ich hab ja auch nichts über dich gesagt, nur eben, dass der Text schlecht gemacht ist. Er entstammt vermutlich einem Chinesischen Propagandabüro, das mit den Zuständen in dem Land, in dem sie ihre fiktive Geschichte spielen lassen, nicht besonders vertraut ist.

Zitat:
Zitat von Chicken 
Meiner Meinung nach ist dieser Gottkönig der Tibeter auch nicht gerade ein Menschenrechtler, Demokrat oder irgendetwas vergleichbares..
Sein Ziel ist, meiner Meinung nach, in Tibet am besten einen von China finanzierten Gottestaat zu errichten..
Da wirds dann auch nichts mit Religionsfreiheit oder andern Menschenrechten..
Wie kommst du denn auf die Idee? Ich finde das ziemlich bescheuert.
Oder um mal wieder mein Lieblingszitat von Dalai L. zu bringen: Hühühühü..
Alt 16. 04. 2008, 16:05 cyberny is offline Mit Zitat antworten #68
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Re: China und die Menschenrechtler

@ cosmo,

ich werde den Eindruck nicht los, daß Du China als letzten Hort des weltbeglückenden Kommunismus betrachtest?
Alt 16. 04. 2008, 16:13 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #69
bad_bud
 
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Re: China und die Menschenrechtler

@cosmo: aja, was denn daran? wenn schon denn schon...

...und btw. wenn hier einer Schwachsinn redet bist du das. Es ist eher anzunehmen, dass LordArion wissen wollte, ob Taiwan sich als Teil der Volksrepublik China sieht und das tut es definitiv nicht. Es sieht sich als den souveränen Staat, Republik China... reicht halt eben doch nicht einen Artikel/Buch zu lesen ohne den Inhalt zu verstehen...
und übrigens blieb Merkel ja wohl kaum etwas anderes übrig, als den Dalai Lama zu empfangen. Er ist nunmal der religiöse Führer des tibetischen Buddhismus und damit für seine Anhänger genauso wichtig, wie für die Katholiken der Papst, dessen Besuch Merkel auch nicht ablehnen würde/könnte, schon garnicht, weil die BRD sich nunmal als Multi-Kulti-Staat darstellt, der nunmal alle Religionen akzeptiert solange sie keinem Gesetz wiedersprechen. Dass die Medien das so gepusht haben liegt einfach daran, dass China daraufhin alle Treffen gecanceled und durch diesen Aufstand eben selber die Aufmerksamkeit (zumindest in Deutschland) auf sich gezogen hat..
Ich bestreite auch überhaupt nicht, dass die Medien ein negatives Bild Chinas zeichnen... aber komplett grundlos ist es eben nicht. Es ist unbestritten, dass China die Menschenrechte mit Füßen tritt. Und deswegen hagelt es eben ständig Kritik, es ändert sich ja nichts. Würde von Seiten der chinesischen Regierung endlich mal Besserung eintreten würde das mit Sicherheit auch von deutschen Medien begrüßt, bzw. positiv gewertet werden. Von den ganzen kopierten Sachen (.. ja ich weiß, dass in China das kopieren als große Kunst angesehen wird ...), die unsere Wirtschaft eben auch schädigen, und giftigen Spielsachen ganz zu schweigen.
Und wenn du meinst, in einem Land wie China ohne außenpolitischen Druck irgend etwas ändern zu können, brauchen wir garnicht mehr weiter zu diskutieren.
Alt 16. 04. 2008, 16:41 Mit Zitat antworten #70
marcuswald
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Re: China und die Menschenrechtler

@bad_dude

was??
Alt 16. 04. 2008, 17:39 marcuswald is offline Mit Zitat antworten #71