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DerRofler
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Re: China und die Menschenrechtler

Hallo.
Ich habe den Thread jetzt nicht ganz durchgelesen, möchte aber trotzdem meine Meinung dazu mit euch teilen.

Wenn man die aktuelle -vor allem "menschenrechtliche" und wirtschaftliche- Situation in China betrachtet darf man nicht vergessen, dass China in seiner jetzigen Entwicklung einen ähnlichen Weg durchmacht, wie ihn auch wir, die heute "fortschrittlichen" westlichen Nationen, Ende des 19 Jahrhunderts bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts erlebten.
Wie man jetzt schon absehen kann, möchte ich auf die Industrielle Revolution hinaus. Schließlich macht China jetzt auch eine Arte Industrieller Revolution durch und hat dadurch mit den -anscheinend nicht/schlecht vermeidbaren- Folgen des Fortschrittes zu kämpfen.
Denn auch in Europa hatte der Fortschritt seine Folgen, nämlich die Soziale Frage mit ihren Misständen in der Gesellschaft.
Nur war damals noch nicht die Rede von Menschenrechten und deren Verletzung, da der Fortschritt wesentlich wichtiger erschien und es, im Gegensatz zum Fall China, keine ausländische Mächte gab, die von diesen Werten predigten.

Natürlich ist es schlimm von den sozialen und rechtlichen Missständen in China zu hören (wie viel davon stimmt oder nicht, sei dahin gestellt) aber man darf nicht vergessen, dass es bei uns einst ähnlich war.

Und jetzt warte ich darauf in der Luft zerissen zu werden.

MfG
Alt 29. 04. 2008, 16:02 DerRofler is offline Mit Zitat antworten #101
BlackBloc
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Re: China und die Menschenrechtler

Aus aktuellem Anlass pushe ich das Teil hier mal mit einer Meldung von Amnesty International. Es ist wirklich unglaublich, dass dort nichts passiert. Wirtschaftsinteressen waren ja immer schon wichtiger als Menschenleben. Einfach zum Kotzen.


29.07.2008
Bericht zur Menschenrechtslage vorgelegt
Amnesty spricht von "Säuberungen" in China

Entgegen anderslautender Zusagen hat sich die Lage der Menschenrechte in China vor den Olympischen Spielen nach Einschätzung von amnesty international (ai) nicht verbessert. Die Regierung in Peking habe ihr Vorgehen gegen Aktivisten in den vergangenen Jahren sogar verschärft, heißt es in einem jetzt veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation.

Der Bericht, den amnesty wenige Tage vor Olympia vorlegt, fällt schlecht aus.



Arbeitsdienst ohne Prozess


Die Olympischen Spiele, von den chinesischen Behörden und Sportverantwortlichen als Gelegenheit zur Förderung der Menschenrechte gepriesen, hätten die Regierung vielmehr dazu veranlasst, Kritiker zum Schweigen zu bringen, um der Welt ein Bild der Harmonie und Stabilität zu vermitteln, so amnesty. Allein im vergangenen Jahr seien tausende Bittsteller, Reformer und andere Kritiker als Teil einer Kampagne zur "Säuberung" Pekings vor den Olympischen Spielen festgenommen worden. Viele von ihnen seien ohne Prozess zum Arbeitsdienst verurteilt worden.

Mit einem Großaufgebot an Sicherheitskräften will China ungestörte Spiele garantieren. ai wirft der Regierung vor, mit "Säuberungsaktionen" gezielt Kritiker zum Schweigen zu bringen.


ai: Hilfe für Erdbebenopfer Grund für Festnahme

Auch in anderen Landesteilen seien Menschenrechtsaktivisten ins Visier genommen worden. Als Beispiel nannte amnesty den Fall des Aktivisten Huang Qi aus Sichuan, der im Juni wegen Besitzes von Staatsgeheimnissen festgenommen wurde. Tatsächlich habe er sich aber offenbar den Zorn der Behörden zugezogen, weil er Familien von Kindern, die beim Erdbeben im Mai getötet wurden, juristische Hilfe für die Vorbereitung eines Prozesses gegen mutmaßlich Verantwortliche leistete. ( Quelle )

BB
Alt 29. 07. 2008, 17:41 BlackBloc is offline Mit Zitat antworten #102
Karl Marx
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Re: China und die Menschenrechtler

China hätte die Spiele NIE kriegen dürfen solang die Umstände dort so sind wie sie sind.
In 10 eher 20 - 30 Jahren hätte man noch mal schauen und drüber reden können aber solang diese Kapitalistische 1 Parteien Diktatur dort so weiter macht wahr es der gröste Fehler im Sinne der Menschenrechte China die Spiele zu geben.
Ich würd es gut heißen wenn man den Fehler noch rückgängig macht und die Spiele dort streicht aber die Olympia Funktionäre sind auch letzendlich nicht an Menschenrechten intresiert.
Alt 29. 07. 2008, 18:34 Karl Marx is offline Mit Zitat antworten #103
blackdruid
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Re: China und die Menschenrechtler

Zitat:
Zitat von Karl Marx 
China hätte die Spiele NIE kriegen dürfen solang die Umstände dort so sind wie sie sind.
In 10 eher 20 - 30 Jahren hätte man noch mal schauen und drüber reden können aber solang diese Kapitalistische 1 Parteien Diktatur dort so weiter macht wahr es der gröste Fehler im Sinne der Menschenrechte China die Spiele zu geben.
Ich würd es gut heißen wenn man den Fehler noch rückgängig macht und die Spiele dort streicht aber die Olympia Funktionäre sind auch letzendlich nicht an Menschenrechten intresiert.


Schröder unser Held sagte uns ja, es sei nicht klug China in der heutigen Zeit aufgrund politischer Macken zu kritisieren.
Deshalb hat er sich gleich 'nen Flug dorthin gebucht, um ja einen guten Eindruck von DE zu hinterlassen.
Es geht halt lediglich um wirtschaftliche Interessen....wie immer.
Alt 29. 07. 2008, 18:48 blackdruid is offline Mit Zitat antworten #104
Nostiens
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Re: China und die Menschenrechtler

Egal wo die Kommerz- und Leistungsshow der Dopingfirmen stattfindet. Aber wenn ai und die Menschenrechtsgruppen nach Olympia Zeit haben, sollten sie mal wieder Deutschland besuchen.
Arbeitsdienste ohne Urteil, Menschenrechtsaktivisten, Demonstranten, Regimekritiker ins Visier nehmen. Na so was….
Würde Schäuble bestimmt nie machen oder?
Alt 29. 07. 2008, 19:02 Nostiens is offline Mit Zitat antworten #105
ReignOfTerror
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Re: China und die Menschenrechtler

Also ich verstehe euch nicht. Die Spiele haben doch rein gar nichts mit der politischen Lage dort zu tun. Spiele und Sport sind neutral und nicht vom politischen Denken abhängig. Ich will nicht den Sportlern das zumuten, was sich Politiker und Wirtschaft nicht trauen.
Die Tibeter werden unterdrückt, das ist tragisch und auch kritisierenswert, aber hat doch mit den Spielen gar nichts zu tun.

Außerdem muss ich da mal ne Aussage aus ner Übertragung von Phoenix zitieren, der ich recht gebe. Dort wurde gesagt, dass wir doch froh sein können, dass die SPiele in China sind, dadurch wurden doch erst die Proteste der Tibeter und auch andere soziale Probleme öffentlichkeitswirksam. Denkt ihr denn wirklich, heute würde so eine breite Diskussion vorhanden sein, wenn in China die Spiele nicht wären? Da würde doch ne Tageszeitung nur ne viertel Seite drauf verschwenden und dann am nächsten tag gar nichts mehr drüber sagen.
Alt 29. 07. 2008, 19:05 ReignOfTerror is offline Mit Zitat antworten #106
<<P@trick>>
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Re: China und die Menschenrechtler

Ist doch interessant zu sehen wie die Politik deren Aufgabe es eigentlich sein sollte durch diplomatisches Handeln an den Verhältnissen in China etwas zu ändern, die Verantwortung komplett an die Sportler übergeben hat.

btw: könnten wir wohl am meisten in China bewirken wenn wir vorleben würden wie gut eine Demokratie funktionieren kann. Wir sind aber auf den besten Weg in eine Wirtschaftsgesteuerte Diktatur, also dahin wo China schon angekommen ist.
Alt 29. 07. 2008, 22:11 <<P@trick>> is offline Mit Zitat antworten #107
marcuswald
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Re: China und die Menschenrechtler

Zitat:
Es ist wirklich unglaublich, dass dort nichts passiert. Wirtschaftsinteressen waren ja immer schon wichtiger als Menschenleben. Einfach zum Kotzen.
Was genau bitte ist in China passiert? "ICH-NICHTS-WISSEN, ABER-TROTZDEM-MEINUNG-HABEN-WOLLEN", diese Beschreibung passt zu dir .


Kein Land der Welt und keine Regierung der Welt hat jemals soviel für die Verbesserung der Menschenrechte getan als die heutige chinesische Regierung - 400Mio Menschen innerhalb von 30 Jahren aus der bittersten Armut befreit, die durchschnittliche Lebenserwartung des 1300Mio-Volkes verdoppelt, das durchschnittliche Einkommen verzwanzigfacht, den Analphabetismus um 80% gesenkt.

Nein, die Menschenrechte hat sich in China überhaupt nicht verbessert, überhaupt nicht.

Zitat:
Also ich verstehe euch nicht. Die Spiele haben doch rein gar nichts mit der politischen Lage dort zu tun. Spiele und Sport sind neutral und nicht vom politischen Denken abhängig. Ich will nicht den Sportlern das zumuten, was sich Politiker und Wirtschaft nicht trauen.
Über 50% aller Berichterstattungen über Cihna waren im Vorfeld des Spiels negativ (bei dem Spiegel sind es sogar 90%, das nenne ich "objektive" Berichterstattung), in Athen waren es gerade mal 5%.

Menschenrechte? Tibet? Dalai-grins-Lama?

Das Thema Menschenrecht nach unserer Definition ist für die Chinesen gar kein Thema, noch nicht.
Das Thema Tibet wird völlig übertrieben dargestellt und besteht 40% aus Unwissenheiten und gefährlichen Halbwahrheiten, 40% aus Leichtgläubigkeit und Vorurteilen.
Das grinsende Lama wird von einem feudalen sklavenhaltenden Bergprediger zu dem makellosen "Gott-König" ohne Schatten hochgejubelt und schön geredet.

Ja, die negativen Berichterstattungen und China-bashing hatten weder mit dem Spiel, mit dem Menschenrecht, oder mit Tibet zu tun, noch liefern sie die Lösung für die Umweltprobleme.
Auch verbessern sie weder die Menschenrechtslage noch verändern sie Pekingspolitik gegenüber dem Dalai Lama.

Es geht einzig und allein darum dem aufstrebenden China möglichst mehr Steine in den Weg zu legen.

Darum ist es besonders lustig, wenn einiger "Gutmenschen-"Sportler meinten sie müssten unbedingt in Peking für/gegen XY demonstrieren gehen... nicht wissend, dass sie benutzt und manipuliert wurden.
Alt 30. 07. 2008, 15:00 marcuswald is offline Mit Zitat antworten #108
marcuswald
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Re: China und die Menschenrechtler

Zitat:
Zitat von blackdruid 
Es geht halt lediglich um wirtschaftliche Interessen....wie immer.

gerade deswegen sind die Menschenrechte und Tibet HEUTE ein Thema, aber nicht vor 10 Jahren, als China noch ein reiner Absatzmarkt war und die Menschenrechtslage noch schlechter war.

Und heute...

Plötzlich realisiert man, dass das heutige CHina der Konkurrent von morgen ist...also siehe da: die heuchlerischen Themen wie Tibet spielen wieder eine Rolle.
Alt 30. 07. 2008, 15:03 marcuswald is offline Mit Zitat antworten #109
Klimawandel
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Re: China und die Menschenrechtler

Zitat:
Zitat von marcuswald 
Das grinsende Lama wird von einem feudalen sklavenhaltenden Bergprediger zu dem makellosen "Gott-König" ohne Schatten hochgejubelt und schön geredet.
Naja, für die Aussage, die Lama-Clique würde sich Sklaven halten gibt es nur wenige Quellen, oder?
Also besonders für die Aussage der aktuelle Lama wäre "sklavenhaltend" und würde sich ein feudales System zurückwünschen halte ich für echte Pro-China-Propaganda.
Für die Sklaven-Story finde ich drei Quellen, einmal einen Beitrag von Rainer Rupp in der "JungenWelt", einen englischen Artikel von Michael Parenti und einen in der "LinkeZeitung".
Die Beschreibungen enden aber alle so um die 1960er, der aktuelle Lama kämpft meines Wissens nicht für den Feudalismus sondern für den Erhalt der tibetanischen Kultur.

Zitat:
Zitat von marcuswald 
Plötzlich realisiert man, dass das heutige CHina der Konkurrent von morgen ist...also siehe da: die heuchlerischen Themen wie Tibet spielen wieder eine Rolle.
Stimmt aber auch nur teilweise.
Damit kann man die Kritik an den (durchaus immer noch vorhandenen und nicht zu leugnenden) Missständen zwar relativieren.
Denn früher war es schlimmer und es wird sichtbar was getan.
Damit wird die Kritik wieder etwas objektiver, da stimm ich dir zu.
Aber wenn AI darüber berichtet, sollte man das auch so ernst nehmen.

Das Bashing betrieben wird aus Konkurrenzdenken, also eine Kampagne läuft um dem Chinas Ruf zu schaden, kann ich nicht feststellen.
Denn das passiert eben nicht weil China der Konkurrent von morgen ist, wie du es behauptest, sondern weil die Olympiade dort ist.
In wenigen Monaten ist das Medienlevel wieder normal, selbst wenn China weiter wächst.
Alt 30. 07. 2008, 16:01 Klimawandel is offline Mit Zitat antworten #110
blackdruid
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Re: China und die Menschenrechtler

Zitat:
Zitat von marcuswald 
gerade deswegen sind die Menschenrechte und Tibet HEUTE ein Thema, aber nicht vor 10 Jahren, als China noch ein reiner Absatzmarkt war und die Menschenrechtslage noch schlechter war.

Und heute...

Plötzlich realisiert man, dass das heutige CHina der Konkurrent von morgen ist...also siehe da: die heuchlerischen Themen wie Tibet spielen wieder eine Rolle.

Ach ja...deshalb versucht man China auch mehr Steine in den Weg zu legen ??
Deutsche Unternehmer z.B dringen doch umso mehr auf den Ausbau der Beziehungen zwischen DE und China, weil sie genau wissen das die dortige Wirtschaft gewaltig expandiert....da will sicher niemand den Zug verpassen.
Ich denke, diese Problematik mit den Menschrechten ist mehr ein Nebenprodukt, welches erst durch die Spiele entstanden ist...natürlich versuchen Reporter die Lage dort dramatisch darzustellen, IMO dient diese Dramatisierung wahrscheinlich keinen politischen/wirtschaftlichen Interessen.(vll eher für Leute wie McPain)

Wenn man die Sache aus dem Standpunkt betrachtet, sollte es klar sein das zB Steinmeier o. Merkel sich China gegenüber nicht so löblich verhalten wie Schröder...was macht es denn für einen Eindruck auf die Masse die nach einem "Free Tibet" schreit ? Und das noch von der Regierungsspitze...ist nur ein temporärer Zustand, der bald vorbei ist, und unserem Lande schöne neue Verhältnisse bringen wird.
Naja...das war nur meine bescheidene Meinung dazu
Alt 30. 07. 2008, 16:45 blackdruid is offline Mit Zitat antworten #111
marcuswald
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Re: China und die Menschenrechtler

Zitat:
für die Aussage, die Lama-Clique würde sich Sklaven halten gibt es nur wenige Quellen, oder?
Also besonders für die Aussage der aktuelle Lama wäre "sklavenhaltend" und würde sich ein feudales System zurückwünschen halte ich für echte Pro-China-Propaganda..
ist dies auch ein Pro-China-Propaganda?
"Verklärt, verkitscht - Hollywood feiert den Dalai Lama:"
http://daserste.ndr.de/panorama/media/dalailama74.html
Dalai Lama STOP LYING:
http://www.westernshugdensociety.org...ama-stop-lying

das Problem an der Sache ist ist fehlende Objektivität. Ohne sie zu überprüfen, wird alles was China sagt als Propaganda abgetan und unter dem Teppich gekehrt, ebenfalls wird ohne sie zu überprüfen alles was der Dalai Lama produziert als die reinste Wahrheit aufgesaugt und zig-fach verbreitet.


Zitat:
Für die Sklaven-Story finde ich drei Quellen, einmal einen Beitrag von Rainer Rupp in der "JungenWelt", einen englischen Artikel von Michael Parenti und einen in der "LinkeZeitung".
Die Beschreibungen enden aber alle so um die 1960er, der aktuelle Lama kämpft meines Wissens nicht für den Feudalismus sondern für den Erhalt der tibetanischen Kultur.
richtig! 1960 endete die Sklavenhaltergesellschaft des Dalai Lamas, gleichzeitg floh er nach dem von ihm anzettelten Aufstandes mit CIA's Hilfe nach Indien.
Also stelle ich mir die Frage: wer waren die Aufständischen? waren es DIE Tibeter, als ein Individum das sich gegen die Unterdrückung der CHINESEN sich gewehrt hatte, oder waren es in Wirklichkeit nur die TIBETISCHEN UNTERDRÜCKER, die für das Erhalten der alten feudalen Ordnung gekämpft hatten?

Zitat:
der aktuelle Lama kämpft meines Wissens nicht für den Feudalismus sondern für den Erhalt der tibetanischen Kultur.
Der Dalai Lama ist bekanntlich ein Meister des blumigen und nebulösen Wortes, einerseits schwafelt er ständig was von Frieden und Gewaltlosigkeit, gleichzeitig aber will der sich auch nicht distanzieren von der "Tibetan Youth Association" einer NGO, die sich offen für die Verwendung von Bomben und Selbstmordattentat ausprach. (die übrigens in 61 Länder der Welt Verbindungsbüros mit Festangestellten unterhält...woher kommt das Geld?)

Und was ist denn bitte die tibetansiche Kultur. Gehört auch die Sklavenhaltergesellschaft dazu?
Analog zu der Evolutionstheorie muss auch jede Kultur mit der Zeit gehen sich anpassen, sich verändern und sich erneuern; oder sie wird aussterben...

Das gilt für die der Deutschen, das gilt auch für die der Chinesen, nur für die tibetansiche Kultur sollt aber eine andere Regel gelten. Hier wird seit 50 Jahren jede noch so kleine kulturelle Veränderung als "kultureller Völkermord" bezeichnet.
Wenn Peking ihnen sagt, sie sollten in Städten mit Zugang zum Gesundheits- und Bildungssystem wohnen, schreien die Lama-Fanboys sofort, die Chinesen würden ein Normadenvolk ihre Lebensgewohnheit rauben-->"kulturelle Völkermord"
Wenn aber Peking die Tibeter vogelfrei durchs Land ziehen ließ, werden uns die gleichen Lama-Fanboys die Folgen des Normadentums - überdurchschnitllich hohes Analphabetismus und die hohe Kindersterblichkeitsrate als der ultimative beweis für die "kulturelle und ethnische Völkermorde" verkaufen wollen.
...wie du siehst, es kommt immer drauf man wie objektiv die Medien arbeiten und wessen Worte sie öfteres ziteren.

Zitat:
Stimmt aber auch nur teilweise.
Damit kann man die Kritik an den (durchaus immer noch vorhandenen und nicht zu leugnenden) Missständen zwar relativieren.
Denn früher war es schlimmer und es wird sichtbar was getan.
Damit wird die Kritik wieder etwas objektiver, da stimm ich dir zu.
Aber wenn AI darüber berichtet, sollte man das auch so ernst nehmen.
AI ist eine Bereicherung für die Welt, dennoch besteht AI aus einem Hauf jungen naiven und radikalen Idealisten. Und die größte Krankheit der Idealisten ist, sie wollen immer kompromisslos das theoretische Beste erreichen....in einer realen Welt, die nur aus Verkettung von Kompromissen besteht.
AI hat was von der PDS, Geld verteilt sie gerne, über die Finanzierung denkt sie nicht nach; so macht AI sich auch nie Gedanke über die Realisierungsprozesse und deren Folgen....naiv eben.

Zitat:
Das Bashing betrieben wird aus Konkurrenzdenken, also eine Kampagne läuft um dem Chinas Ruf zu schaden, kann ich nicht feststellen.
Du sollst mal den Spiegel lesen, nicht unbedient alles, die Titelseiten der letzen 2-3 Jahren reichen. Da werdest du merkten wie die Stimmung sich schlagartig gewandelt hat. (Vielleicht hat sich auch nur der Chefredakteur gewechselt)

Zitat:
Denn das passiert eben nicht weil China der Konkurrent von morgen ist, wie du es behauptest, sondern weil die Olympiade dort ist.
In wenigen Monaten ist das Medienlevel wieder normal, selbst wenn China weiter wächst.
das bezweifele ich aber , über Griechenland 2004 und Australien 2000 wurden nicht so viel und schon gar so ausführlich negativ berichtet.
Alt 30. 07. 2008, 19:31 marcuswald is offline Mit Zitat antworten #112
marcuswald
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Re: China und die Menschenrechtler

Zitat:
ist dies auch ein Pro-China-Propaganda?
"Verklärt, verkitscht - Hollywood feiert den Dalai Lama:"
http://daserste.ndr.de/panorama/media/dalailama74.html
übrigens stammte das Filmchen aus dem Jahr 1997!!
Warum hat also niemand im Jahr 2008, das Jahr des "gott-königs" diese Seite des Bergpredigers zu durchleuten versucht, (Von den Chefredakteuren gestrichen wegen "Themaverfehlungen" etwa?)
stattdessen bekommen die Menschen nur die dumpfen einheitlichen Pro-Lama Gejaulen preäsentiert?
Alt 30. 07. 2008, 19:37 marcuswald is offline Mit Zitat antworten #113
ruler
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Re: China und die Menschenrechtler

Zitat:
Zitat von marcuswald 
Kein Land der Welt und keine Regierung der Welt hat jemals soviel für die Verbesserung der Menschenrechte getan als die heutige chinesische Regierung - 400Mio Menschen innerhalb von 30 Jahren aus der bittersten Armut befreit, die durchschnittliche Lebenserwartung des 1300Mio-Volkes verdoppelt, das durchschnittliche Einkommen verzwanzigfacht, den Analphabetismus um 80% gesenkt.

Ist das eigentlich Zynismus? In dieses Elend wurde China ja erst durch Maos Steinzeitkommunismus gestürzt. Wenn die chinesische KP nun eine wirtschaftspolitische 180°-Wende vollzogen hat, mag das vielleicht als späte Einsicht gewertet werden, aber sicher nicht als Verdienst um die Menschrechte.

Zitat:
Nein, die Menschenrechte hat sich in China überhaupt nicht verbessert, überhaupt nicht.

So gut wie gar nicht. Wo ist denn die Pressefreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Meinungsfreiheit?

Warum landen Millionen Menschen grundlos in Arbeitslagern?

Die KP hat das Land weiterhin eisern in ihrem Würgegriff. Es wird alles dafür getan, jegliche Opposition im Keim zu ersticken. Der einzige Fortschritt ist die geänderte Wirtschaftsordnung.

Zitat:
Das Thema Menschenrecht nach unserer Definition ist für die Chinesen gar kein Thema, noch nicht.

Um so trauriger. Immerhin sind die Menschenrechte universal und unteilbar.
Alt 30. 07. 2008, 22:24 ruler is offline Mit Zitat antworten #114
ReignOfTerror
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Re: China und die Menschenrechtler

Aber das nur für die Staaten, die die Menschenrechtscharta unterschrieben haben. Ich weiß nun nicht, ob das China gemacht, hat, dann könnte man es vllt kritisieren, aber zu denken, dass man Menschenrechte durchzudrücken braucht, zeigt, dass du keine Ahnung vom Völkerrecht hast. Es gibt keine universellen Rechte. Rechte haben sich mit der Zeit entwickelt und leider muss sich kein land zwingend dran halten. Wenn morgen 130 Länder sich entschließen würden, dass Folter toll ist und zwanglos praktiziert werden kann und solche Aussagen Beweiskraft haben, wäre das ab den Zeitpunkt legales Völkerrecht.

Und was gibt uns das Recht unsere Vorstellung von Demokratie auf China zu übertragen? Dort geht halt die Entwicklung einen anderen Weg. Das passiert. Wieviele demokratische Staaten haben denn alles Arbeitslager, von denen du nichts weißt? Wieviele hat denn die USA noch außer Guantanamo? Nach deiner Logik wäre die USA genauso undemokratisch wie China. Dort leben auch mehrere Millionen in Elend und Armut, haben keinen festen Job, wegen dem Hire-Und-Fire-Prinzip, dort gibt es Folterlager und das Menschen dort nicht zwingend alle Grundrechte haben ist auch bekannt.

/edit: USA wurde genommen, da er von vielen als freiester Staat par excellance angesehen. Es hätte auch ejder andere x-beliebige Staat sein können, der von den westlichen Staaten untersützt wird, wie Lybien, Südafrika oder die serbische Provinz Kosovo (wobei Kosovo ja kein Staat ist, sondern, wie gesgat nur serbische Provinz.)
Alt 30. 07. 2008, 22:35 ReignOfTerror is offline Mit Zitat antworten #115
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Re: China und die Menschenrechtler

Beitrag von Blackghost689 wegen Unsachlichkeit gelöscht. Es geht in diesem Thread um die Menschenrechte in China und nicht um die Frage, ob die Menschenrechte weltweit ja sowieso keine Bedeutung hätten.
Alt 31. 07. 2008, 01:00 Der Rebell is offline Mit Zitat antworten #116
marcuswald
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Re: China und die Menschenrechtler

@ich wiederhole mich gerne:
Zitat:
Zitat von marcuswald 
@ruler
Dein Fehler ist, arrogant wie du bist, gehst immer von deiner Situation aus und projektierst deine ethnischen und moralischen Vorstellungen auf eine völlig fremde Kultur in einer anderen sozialen Entwicklungsphase.
Alt 31. 07. 2008, 08:27 marcuswald is offline Mit Zitat antworten #117
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Re: China und die Menschenrechtler

Zitat:
Ist das eigentlich Zynismus? In dieses Elend wurde China ja erst durch Maos Steinzeitkommunismus gestürzt.

Zum einen siehe den letzten Post von marcuswald zum anderen bitte ich dich mal nachzuschauen, wie die Situation vor dem verrückten Mao war und du wirst erkennen, dass mitnichten immer der böse Mao schuld daran war, dass China früher Entwicklungsland war und immer noch ist. Aber nein. Man muss ja immer im Trend bleiben und immer alles und jeden verteufeln, der im Realsozialismus gelebt hat. Deswegen habe ich da gar keine Hoffnung, dass dein populistischer Hirn, der mit Phrasen und Plattitüden vollgestopft ist, in dieser Sache mal anders denken wird. Der Nationalsozialismus hat in den 50ern und 60ern, der CDU seid dank, nicht mal so etwas erlebt.

Meinungsfreiheit ist das Recht für jeden Menschen. Aber auch das Recht Lesen und Schreiben zu können oder auch nicht verhungern zu müssen ist das Recht für jeden Menschen und in diesem Moment sollten die Kritiker mal die Klappe halten und sich um die Situation im Westen kümmern. Wie soll ich mir meine Meinung bilden, wenn ich jeden Tag ums Überleben kämpfen muss, wenn ich nicht Lesen und Schreiben kann?
Alt 31. 07. 2008, 13:59 LordPiccolo is offline Mit Zitat antworten #118
ruler
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Re: China und die Menschenrechtler

Zitat:
Zitat von LordPiccolo 
Zum einen siehe den letzten Post von marcuswald

Diese Plattitüde sehe ich und habe ich schon damals gesehen, als er sie das erste Mal schrieb. Und ich kann nur das gleiche darauf antworten, das ich schon mal schrieb:

Viel arroganter ist es, zu denken, daß Menschenrechte und Demokratie nur etwas für uns hier im Westen seien, während die rückständigen Chinesen dazu aus kulturellen Gründen nicht fähig sind und auch keinen Bedarf dafür haben.

Menschenrechte sind nunmal universal gültig.

Zitat:
zum anderen bitte ich dich mal nachzuschauen, wie die Situation vor dem verrückten Mao war und du wirst erkennen, dass mitnichten immer der böse Mao schuld daran war, dass China früher Entwicklungsland war und immer noch ist.

Die Situation war nicht gut. Er ist mithin (aber wer hätte das auch behauptet?) an den Zuständen vor seiner Machtergreifung nicht schuld. Aber an allem, was er und seine KP seitdem angerichtet haben.

Allein Mao hat mind. 70 Millionen Menschen auf dem Gewissen. Seine kommunistischen Parteigänger sind auch an der immer noch katastrophalen Situation außerhalb der Städte verantwortlich, wo hunderte Millionen im Elend leben.

Zitat:
Man muss ja immer im Trend bleiben und immer alles und jeden verteufeln, der im Realsozialismus gelebt hat.

Nicht die, die im Realsozialismus leben oder gelebt haben, verteufle ich, sondern die, die für diese verbrecherische Ideologie verantwortlich sind. Die Herrschende verteufle ich also, nicht die Beherrschten.
Alt 31. 07. 2008, 22:19 ruler is offline Mit Zitat antworten #119
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Re: China und die Menschenrechtler

Zitat:
Viel arroganter ist es, zu denken, daß Menschenrechte und Demokratie nur etwas für uns hier im Westen seien, während die rückständigen Chinesen dazu aus kulturellen Gründen nicht fähig sind und auch keinen Bedarf dafür haben.

Das habe ich nicht gesagt, zumal ich Menschen nicht in Kulturkreise unterteile und denen bestimmte Eigenschaften zuschreibe...

Zitat:
Seine kommunistischen Parteigänger sind auch an der immer noch katastrophalen Situation außerhalb der Städte verantwortlich, wo hunderte Millionen im Elend leben.

Und wieviele Menschen leben in den demokratischen Ländern in Elend? (Fokus: Lateinamerika) Die Situation verbessert sich aber.

Zitat:
Die Herrschende verteufle ich also, nicht die Beherrschten.

Na da bin ich aber sehr überrascht. Hoffe unter die Beherrschten gehören auch diejenigen, die in die Regierungspartei eintreteten mussten und müssen.
Alt 31. 07. 2008, 23:33 LordPiccolo is offline Mit Zitat antworten #120
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