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Superskinny
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

Ich persönlich halte die aktuelle Anti-Islam-Debatte um 100% gesteuerte Propaganda. Plötzlich sieht man 2mal am Tag irgentwelche Dokus oder Berichte über angebliche terroristische Aktivitäten in Europa, Hassprediger oder Ähnliches. Es ist eine durch Medien verbreitete Meinung die da mit voller Absicht verbreitet wird:
- Alle Muslime sind radikal
- Alle muslimischen Frauen werden unterdrückt und geschlagen
- Alle Muslime würden sofort einen Bombengütel umlegen und uns wegbomben
- ...

Besonders deutlich habe ich das neulich wieder bemerkt, als ich mit meiner Freundlin Fernsehen geguckt habe. (Meine Süße ist nicht so Kritisch mit Fernsehen wie ich). Es lieb am frühen Abend eine Reportage auf RTL bei dem ein kleiner 6jähriger Junge im Iran zum Hassprediger gegen den Westen erzogen wird. Der Kleine tritt auf in Moscheen und predigt aller übelste Hasspropaganda...erzählt vor der Kamera sein größtes Ziel sei es im Kampf gegen Amerika zu sterben bla..bla..bla...
Nach der Sendung sagt meine Freundin "Die sind so kaputt die Moslems"...Daraufhin habe ich sie gefragt, ob Sie es gutheissen würde, wenn Amerika und Europa den Iran wegbomben...Sie sagte: "Ich bin immer gegen Krieg". Dann habe ich sie gefragt "Was fändest du mehr OK: Ein Krieg gegen den Iran oder Thailand?" ...darauf sagt Sie: "Na dann natürlich der Iran".

Es wird kontinuierlich und mit Bedacht ein Bild des typischen Moslems von den Medien erschaffen, dass einzig und allein nur eines Suggeriert: Die sind Böse!
Seltsam nur, dass diese Berichte proportional zunehmen mit den militärischen Vorbeitungen gegen den Iran...oder geplante Überwachungsgesetzte...
Alt 09. 04. 2008, 12:40 Superskinny is offline #176
twezz
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

Zitat:
Zitat von Superskinny 
Ich persönlich halte die aktuelle Anti-Islam-Debatte um 100% gesteuerte Propaganda. Plötzlich sieht man 2mal am Tag irgentwelche Dokus oder Berichte über angebliche terroristische Aktivitäten in Europa, Hassprediger oder Ähnliches. Es ist eine durch Medien verbreitete Meinung die da mit voller Absicht verbreitet wird:
- Alle Muslime sind radikal
- Alle muslimischen Frauen werden unterdrückt und geschlagen
- Alle Muslime würden sofort einen Bombengütel umlegen und uns wegbomben
- ...
Ich bin nicht deiner Meinung:
Es gibt sehr viele Dokus über den Islam und über Muslime die sehr positiv sind und "daa wahre Gesicht des Islam zeigen".
Ich finde es auch OK, dass solche radikalen erwähnt werden, jedoch halte ich es zB unsinnig vor einem 6-jährigen Jungen aus dem Iran große Angst zu haben.(RTL sollte man sowieso nicht zu ernst nehmen)
Das schlimme an den Medien ist, dass sie nie erwähnen ,dass das nur Ausnahmen sind, denn wenn man so eine Doku sieht denk man gleich alle Muslime wären so. (Zitat deiner Freundin). In Wirklichkeitkeit sind diese radikalen ein Minimaler Prozentsatz.

-> In der heutigen Zeit ist sowieso nicht klar vor wem wir Angst haben sollen und vor wem nicht..
-Ausländer fürchten sich vor der immer weiter steigenden Anzahl Rechts-Radikaler
- alle haben Angst vor den FOlgen von Gen-Mais
- Wie wird unsere Zukunft aussehen? werden wir dann genug Rente kriegen?
ect pp

Wie werden förmlich von Ängsten umspült und wissen im Grunde nicht was wahr ist und was nicht.
Alt 09. 04. 2008, 13:34 twezz is offline #177
Superskinny
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

Zitat:
Es gibt sehr viele Dokus über den Islam und über Muslime die sehr positiv sind und "daa wahre Gesicht des Islam zeigen".
Leider kommen diese Dokus nicht auf den Privatsendern, die ja bekanntlich einen Großteil der Einschaltquoten haben und sicher nicht zu den Top-Sendezeiten...Der Ottonormal-Verbraucher bekommt sowas also sicher nicht zu sehen...
Alt 09. 04. 2008, 13:39 Superskinny is offline #178
cyberny
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

Die Pseudo-Nachrichten von RTL, Pro7, RTL2 und Co. sollte man imho dogmatisch und ohne jede Diskusion ablehnen.

Einfach umschalten und immer fleißig weitersagen.
Alt 09. 04. 2008, 13:48 cyberny is offline #179
twezz
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

Zitat:
Zitat von Superskinny 
Leider kommen diese Dokus nicht auf den Privatsendern, die ja bekanntlich einen Großteil der Einschaltquoten haben und sicher nicht zu den Top-Sendezeiten...Der Ottonormal-Verbraucher bekommt sowas also sicher nicht zu sehen...
Das ist leider die bittere Wahrheit in den deutschen Medien bzw bestimmt auch in anderen Ländern.
Sie führen zu einem falschen Bild von Vielem, und vorallem vom Islam.
Es wird eigentlich nur in eine Richtung informiert, unzwar gegen den Islam.
Selbst in diesem Thread sind häufig Aussagen gefallen die den Islam im allgemeinen als böse darstellen jedoch gibt es auch noch in der heutigen Zeit Verbrechen gegen Muslime von nicht-Muslimen
Das hier ist ein Beispiel:
Spoiler:

trotz solcher Bilder stempele ich nicht alle nicht-Muslime als Gewaltbereit ab. Ich bin unter Christen aufgewachsen und habe auch noch nie einen richtig Gewltbereiten gesehen oder hatte das Gefühl das jemand denkt ich könnte alles in die Luft jagen.
Es gibt immer Ausnahmen, bei allem, doch das dann auf alle Religionsanhänger (oÄ) zu übertragen ist Unsinn.
Alt 09. 04. 2008, 14:04 twezz is offline #180
Der Rebell
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

Gesteuerte Propaganda?

Ist das wirklich so und wer steuert denn da und warum? Ich mag da nicht so recht dran glauben, daß es da ein übergeordnetes Komplott von Interessen gäbe, die derartige Angstzustände vorsätzlich herbeiführen.

Ich glaube eher, daß es da mal wieder um die vielgelobte freie Marktwirtschaft geht; in diesem Fall um das Produkt "Schlagzeile". Die beste -das heißt aufregenste- Schlagzeile macht das Rennen und den Umsatz des Mediums.

Es geht schon längst nicht mehr um Wahrheit und Sachlichkeit. Das Thema ist auch völlig egal. Soziologen und Psychologen haben das Menschsein inzwischen so gut erforscht, daß sie genau sagen können, wie Schlagzeilen aussehen müssen. Im Zweifel landet auch der dümmste Köter mit einem Forunkel am Arsch auf der ersten Seite.

Und das Internet hilft fleißig mit. Irgendwo im Netz ist auch die Wahrheit verborgen. Aber will Mensch die Wahrheit überhaupt finden oder doch eher die kollektive Empörung?

In vollständiger Ermangelung des eigenen Urteilsvermögens zieht sich der Info-Konsument auf die kollektive Reaktion zurück und richtet sich nach dem Maß der Empörung.

Die Nerven des Volkes sind längst von den Chirurgen der Medienwelt freigelegt und man zupft an ihnen, wie man es gerade für die Gewinnmaximierung braucht.
Alt 09. 04. 2008, 14:04 Der Rebell is offline #181
cosmopolitan
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

@verifyme
Ich bin mir nicht so sicher, dass es nur um Schlagzeilen geht. Leute wie z.B. Schäuble brauchen für Ihren Feldzug gegen das Grundgesetz die islamische Bedrohung wie das täglich Brot...

so long, cosmo
Alt 09. 04. 2008, 14:22 cosmopolitan is offline #182
cyberny
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

Zitat:
Zitat von verifyme 
Ist das wirklich so und wer steuert denn da und warum? Ich mag da nicht so recht dran glauben, daß es da ein übergeordnetes Komplott von Interessen gäbe, die derartige Angstzustände vorsätzlich herbeiführen.

Ich glaube eher, daß es da mal wieder um die vielgelobte freie Marktwirtschaft geht; in diesem Fall um das Produkt "Schlagzeile". Die beste -das heißt aufregenste- Schlagzeile macht das Rennen und den Umsatz des Mediums.
Ok, das habe ich vielleicht falsch ausgedrückt. Ich gehe nicht von einem großen Komplott aus und das benötigt man auch nicht. Wobei ich mir eine Partnerschaft in vielen dieser Bereichen durchaus vorstellen kann, nämlich überall da wo sich die Interessen überschneiden.

Aber der Sender profitiert ja ganz direkt von der Angst, die er verbreitet, indem er dadurch ein williges Publikum für seine Schlagzeilen bekommt, die du beschrieben hast.

Zitat:
Zitat von verifyme 
Die Nerven des Volkes sind längst von den Chirurgen der Medienwelt freigelegt und man zupft an ihnen, wie man es gerade für die Gewinnmaximierung braucht.
Und wegen dieser Methoden, die bewusst und hinterlistig die Meinung manipulieren, spreche ich von Propaganda.
Alt 09. 04. 2008, 14:30 cyberny is offline #183
Der Rebell
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

@ cosmo

Ich glaube aber nicht, daß Schäuble zum Telefon greift und eine Schlagzeile diktiert. Ich glaube eher, daß es sich dabei um den Effekt "Gunst der Stunde" handelt; so eine Art sich automatisch ergänzender Interessen.
Alt 09. 04. 2008, 14:31 Der Rebell is offline #184
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

Zitat:
Zitat von cyberny 
Wird der Selbstmord im Islam als schlimmer angesehen als der Mord an uns Ungläubigen? Die Christen halten das ja auch sehr streng mit dem Selbstmord handhaben.

kurz dazu: selbstmord ist die zweithöchste sünde, die ein moslem begehen kann, ein vergleich:

wenn ein moslem auf die straße gehen würde, und einfach irgend einen moslem, den er nicht kennt, ohne irgendeinen grund, erschießt, ist das genauso schlimm, wie wenn er selbstmord begeht.

nochmal ein auszug aus einem zeit interview mit dem amerikanischen Islamwissenschaftler Bernard Lewis:

Zitat:
Zitat von amerikanischer Islamwissenschaftler Bernard Lewis 
Selbstmordattentate sind für den Islam völlig unvorstellbar. Selbstmord ist die schlimmste Todsünde. Wer sich umbringt, wird dadurch bestraft, dass er bis in alle Ewigkeit den Moment seines Selbstmordes immer wieder erleben muss. Wenn die Attentäter wüssten, was sie erwartet, würden sie es nicht tun.

Selbstmörder werden vom Islam also nicht toleriert. Und noch was zum sogenannten 'Heiligen Krieg':

Zitat:
Zitat von amerikanischer Islamwissenschaftler Bernard Lewis 
Aber weil der Heilige Krieg gesetzlich verpflichtenden Charakter für alle Muslime hat, ist er auch nach dem islamischen Recht genau geregelt. Wie man Feindseligkeiten eröffnet, wie man sie durchführt und beendet, wie man Gefangene macht und wie man mit ihnen umgeht – all das ist genau festgelegt. Auch dass Kinder und alte Menschen in jedem Fall verschont werden müssen, ebenso Zivilisten. Sogar der mögliche Einsatz von chemischen Waffen (wie vergifteten Pfeilen) und ballistischen Geschossen (Katapulten) ist geregelt – fast so wie in einer vorweggenommenen Genfer Konvention.

Also, stellt der Islam ansich keine Gefahr dar, nur die radikalen Fundimentalisten könnten eine Gefahr werden. und genau dort muss man auch differenzieren, man darf nicht sagen 'alle moslems sind gefährlich', es geht hier nur um eine kleine radikale, fundamentalistische Gruppe:

Die Wahhabiten:

Zitat:
Zitat von amerikanischer Islamwissenschaftler Bernard Lewis 
Die wahabitische Lehre ist eine völlig marginale Strömung aus Saudi-Arabien, die es erst in allerletzter Zeit durch das Zusammenspiel von Macht, Öl, Geld und Fundamentalismus zu einiger Berühmtheit gebracht hat. In der Geschichte des Islams spielt sie aber praktisch keine Rolle. Leider fällt sogar der Westen auf die Wahhabiten herein – aus bloßer Ahnungslosigkeit. In vielen Ländern wie Deutschland oder den USA liefern die Wahhabiten gratis Lehrbücher für den Religionsunterricht, die eine besonders radikale Version des Islams verbreiten. Wir haben also die völlig paradoxe Situation, dass Kinder in Hamburg oder in Kalifornien eine fanatischere und intolerantere Version des Islams gelehrt wird als irgendwo sonst in der islamischen Welt – außer in Saudi-Arabien.

hier der ganze, durchaus interessante artikel: http://www.zeit.de/2004/13/BernLewis
Alt 09. 04. 2008, 14:38 ALLAHs-Diener is offline #185
cyberny
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

Nunja, aber da die Medien noch nicht gleichgeschalten sind halte ich es für total überzogen von einer allgemeinen Hetze gegen Muslime zu sprechen. Ich habe jedenfalls in den letzten Wochen weder im Radio noch in der Zeitung übertriebene islamkritische Nachrichten gehört.

Und nur weil ein paar Leute es sich nicht verkneifen können der Boulevardpresse zu zuhören soll plötzlich jede Kritik am Islam verboten sein?
Selbst wenn RTL den ganzen verdammten Tag über unterdrückte Frauen sprechen würde, würde das die Unterdrückung der Frauen im Islam doch um kein Stück besser machen, oder?

Destroyah: In Anbetracht der Taten von Muslimen ist es schwer zu glauben, dass Selbstmord so schlimm sein soll aber sei's drum. Also Mord an einem anderen Muslim ist so schlimm wie Selbstmord, verstanden, die Frage war allerdings wie es sich mit dem Mord an uns Ungläubigen verhält.
Wenn der Heilige Krieg einen gesetzlich verpflichtenden Charakter für alle Muslime hat, wie du zitierst, dann finde ich diese Frage sehr wichtig.
(Ich persönlich finde übrigens, dass ein Religiöses Gesetz welches einen Heiligen Krieg gegen Ungläubige verlangt ein ziemliches KO-Argument gegen die Akzeptanz einer Religion ist.)
Alt 09. 04. 2008, 14:47 cyberny is offline #186
Al Capone
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

Der Heilige Krieg ist in der Begrifflichkeit des Islam genau genommen kein Krieg, zumindest kein Krieg gegen andere, sondern ein Krieg gegen sich selbst und die böse Seite. Wie die genaue Definition jetzt genau aussieht, kann ich auch nicht genau sagen, sollte aber per Google leicht herauszufinden sein.
Alt 09. 04. 2008, 15:12 Al Capone is offline #187
Superskinny
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

Zitat:
Und nur weil ein paar Leute es sich nicht verkneifen können der Boulevardpresse zu zuhören soll plötzlich jede Kritik am Islam verboten sein?
Selbst wenn RTL den ganzen verdammten Tag über unterdrückte Frauen sprechen würde, würde das die Unterdrückung der Frauen im Islam doch um kein Stück besser machen, oder?
Die Kritik ist völlig in Ordnung, niemand verbietet über Missstände zu berichten...aber hier geht es um einseitige Bereichterstattung die meiner Meinung nach bei diesem Thema zugenommen hat.
Es ist ja kein Geheimnis, dass im nahen und mittleren Osten ganz schön üble Zustände herrschen, aber eben nicht nur dort. Was ist mit den Menschenrechtsverletzungen in ganz Asien, Russland, Afrika? Und niemand kann wirklich behaupten, dass die Regierung keinen Einfluss auf die Medien hat...habt ihr mal in den USA ferngesehen? Bei uns hat die Propaganda bestimmt nicht dieses Ausmass, aber glaubt bitte nicht es gibt keine Einmischung...Es muss ja nicht die Regierung sein die sich da einmischt...es gibt ja auch eine sehr einflussreiche Wirtschaftslobby, die extreme Vorteile aus einer neuen Krise zieht.
Alt 09. 04. 2008, 15:36 Superskinny is offline #188
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

wie erklärt ihr euch dann die zahllosen selbstmordattentate von moslems?
sind das alles ungläubige?

oder können die nur nicht richtig lesen?
Alt 09. 04. 2008, 16:05 #189
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

Zitat:
Zitat von cyberny 
Destroyah: In Anbetracht der Taten von Muslimen ist es schwer zu glauben, dass Selbstmord so schlimm sein soll aber sei's drum. Also Mord an einem anderen Muslim ist so schlimm wie Selbstmord, verstanden, die Frage war allerdings wie es sich mit dem Mord an uns Ungläubigen verhält.
Wenn der Heilige Krieg einen gesetzlich verpflichtenden Charakter für alle Muslime hat, wie du zitierst, dann finde ich diese Frage sehr wichtig.
(Ich persönlich finde übrigens, dass ein Religiöses Gesetz welches einen Heiligen Krieg gegen Ungläubige verlangt ein ziemliches KO-Argument gegen die Akzeptanz einer Religion ist.)

ich glaub du hast irgendwie nichts verstanden, da geht es um kriege, kriege zwischen z.b. zwei ländern, also osmanisches reich und russland.

außerdem brauchen alle nicht-moslems gar keine angst vor moslems haben.
ich als moslems darf gar nicht heir in deutschland alle moslems abschlachten, das liegt ganz einfach daran, dass ich hier lebe, schutz und nahrung von nicht-moslems erhalte. denkt ihr da, darf ich diese menschen töten? sicherlich nicht!

und außerdem seh ich hier oft aus dem kontext gerissene, einzelnde Verse, genauso wird es in 'futna' gemacht, was natürlich unhaltbar ist, da vieles nicht beachtet wird:

Zitat:
Zitat von islam.de 
3. Warum gibt es Verse im Koran, die von manchen als "kriegerisch" bezeichnet werden? – Steht im Koran, dass man "Ungläubige" töten darf?

Zunächst ist zu sagen, dass der Koran nicht an einem Stück herabgesandt wurde, sondern über einen Zeitraum von 24 Jahren, jeweils einige Verse/Suren zu einer aktuellen Situation bzw. Problem. Dies ist durchaus wichtig zu wissen, da jeder Vers in seinem historischen, gesellschaftlichen Kontext zu interpretieren ist – also zu jedem Vers die Frage zu stellen ist, in welcher Situation ein Vers herabgesandt wurde und nicht "blind anzuwenden" ist. Dies haben bereits über Jahrhunderte hinweg muslimische Wissenschaftler getan und niemand von ihnen wird sagen, dass ein Muslim einen Nichtmuslim zu töten hat.

Die meisten der häufig als "kriegerisch" zitierten Verse stammen aus einer Zeit in der die Muslime von Mekka nach Medina auswanderten (sog. Hidschra), da sie dort von Unterdrückern von ihrer Glaubensausübung gehindert und gefoltert wurden und ihr Leben bedroht war. Sie wurden jedoch verfolgt und es kam in Medina zu einer kriegerischen Auseinandersetzung (auf deren Einzelheiten und teilweise religiösen Parteien wir hier in Kürze nicht eingehen können). In dieser Situation wurde den Muslimen die Kampfhandlung zur Verteidigung auferlegt. Die meisten Verse in denen solche Konflikte angesprochen werden, beziehen sich auf eine solche oder ähnliche Sachlage. Der Koran ist jedoch als Ganzes zu sehen und man kann wie bei jedem Text immer einzelne Verse kontextlos herausreißen und ein verzerrtes Bild zeichnen.

Quelle: www.islam.de
Alt 09. 04. 2008, 16:25 ALLAHs-Diener is offline #190
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

Zitat:
Zitat von Destroyah 
....

das mag ja alles zutreffen. aber kannst du mir nur annähernd so viele stellen aus der bibel zitieren? auch christen wurden verfolgt, auch christen waren in kriegen..
Alt 09. 04. 2008, 16:54 #191
Al Capone
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

Du kannst die Bibel doch auch nicht mit dem Koran vergleichen. Der Koran hat sowohl eine ganz andere Struktur als die Bibel als auch ein ganz anderes Ziel. Die Bibel gibt bereits vergangene Geschehnisse aus der Sicht bestimmter Zeugen oder Nachfahren wieder. Der Koran besteht zu einem großen Teil aus Richtlinien, Lobpreisungen und natürlich auch aus Geschichten der/des Propheten.

"Auge um Auge, Zahn um Zahn" finde ich auch nicht sonderlich vernünftig oder gar unbrutal.

Die Christen wurden genau genommen nicht so verfolgt wie der Islam. Da vergleichst du momentan Äpfel und Brinen. Nach der Kreuzigung Jesu war erst mal eine gewisse Ruhe eingekehrt, damals handelte es sich nur um eine kleine, zum Teil belächelte jüdische Sekte. Die Christenverfolgung in Rom geschah zu einer Zeit, in der die Bibel noch in der Entstehungsphase war, damals gab es so etwas wie die Bibel auch nicht richtig. Der Koran wurde an die Menschen bereits als Richtlinie weitergegeben. Die Bibel beabsichtige nie eine Richtlinie zu sein, die Thora schon eher und die ist nun wirklich nicht sonderlich nett.

Außerdem kann ich mich nicht an einen Krieg zwischen den damaligen Christen und einer Unterdrückermacht erinnern? Du etwa?

Wie bereits gesagt, der Koran ist ein Buch voller Richtlinien, die zum Teil in den historischen Kontext gebracht werden müssen. Wenn im Koran steht "Bekämpfe die Ungläubigen" und das zu der Zeit herabgesandt worden ist, als Krieg zwischen den Moslems und Mekka herrschte, dass ist ja wohl klar, dass man das nicht auf heute beziehen kann?
Alt 09. 04. 2008, 18:44 Al Capone is offline #192
snuke1
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

Zitat:
und außerdem seh ich hier oft aus dem kontext gerissene, einzelnde Verse, genauso wird es in 'futna' gemacht, was natürlich unhaltbar ist, da vieles nicht beachtet wird:
Betrachtet man neben den Zitaten auch das Videomaterial, darf man - als nicht Koran-Bewanter - die Zitate hinterfragen. Ausserdem sagt das Bildmaterial ohne den Zitaten fast genau so viel aus.
Ich habe Mühe, wenn nur der Film (z.T. berechtigterweise) kritisiert wird, die Attentate aber nicht unbedingt gleich verurteilt werden. Es wäre doch eine gute Möglichkeit.
Kein Mensch würde sich sonst um solche Zitate kümmern, wenn sie sowieso bei niemandem Anklang finden.
Alt 09. 04. 2008, 20:40 snuke1 is offline #193
cyberny
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

Zitat:
Zitat von Destroyah 
ich glaub du hast irgendwie nichts verstanden, da geht es um kriege, kriege zwischen z.b. zwei ländern, also osmanisches reich und russland.
Also von "nichts" verstanden würde ich nicht reden aber die Sache mit dem heiligen krieg, der ja immer wieder gegen ungläubige ausgerufen wird scheint mir doch arg schwammig zu sein. Du legst das jetzt so aus... wie machts ein anderer?

Zitat:
Zitat von Destroyah 
ich als moslems darf gar nicht heir in deutschland alle moslems abschlachten, das liegt ganz einfach daran, dass ich hier lebe, schutz und nahrung von nicht-moslems erhalte. denkt ihr da, darf ich diese menschen töten? sicherlich nicht!
Und was ist wenn ein Muslim wieder heimgeschickt wird, weil die Verfolgung, die ihn ins Asyl getrieben hat beendet wurde? (Asyl wurde ja eigentlich für politisch Verfolgrte und nicht zur allgemeinen Wohlfahrt eingeführt.) Außerdem wird unser bis an die Grenzen ausgenutztes Sozialsystem früher oder später zusammenbrechen. Was ist, wenn das Füttern zu teuer wird? Ändern sich deine Ansichten dann?
Alt 09. 04. 2008, 22:44 cyberny is offline #194
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

Zitat:
Und was ist wenn ein Muslim wieder heimgeschickt wird, weil die Verfolgung, die ihn ins Asyl getrieben hat beendet wurde? [...] Was ist, wenn das Füttern zu teuer wird? Ändern sich deine Ansichten dann?

Da vertauschst du aber etwas. Wenn ein Mensch (egal welcher Religion) aus dem Land gewiesen wird, weil die Zustände in seinem Heimatland besser geworden sind und er daher, immer angemerkt laut der Meinung des deutschen Staates, in sein Land wieder zurückkehren kann und daraufhin um sich schießt, Leute umbringt oder den Beamten in der Behörde zusammenschlägt, dann sind das doch keine religiösen Motive und daher total irrelevant.
Es kann sich dabei um einen chistlichen Albaner oder Serben handeln, genau so wie einen Juden aus dem Iran oder ähnliches.
Oder will du behaupten, dass Moslems grundsätzlich anfälliger sind für Rachefeldzüge gegen den deutschen Staat?

Selbst wenn ich oben statt "um sich schießen, Leute umbringen und Beamten verprügeln" ein Selbstmordattentat oder Bombe angeführt habe, würde das auch nicht automatisch auf einen Moslem schließen. Selbstmordattentate oder Sprengsätze sind nämlich keine reine muslimische Sache geschweige denn eine Erfindung des Islam.

Füttern hat der Herr, den zu zitiert hat, auch ziemlich schlecht ausgedrückt. Nicht jeder Moslem oder Ausländer, der in Deutschland ist, lässt sich durchfüttern. Viele arbeiten, die, die nicht arbeiten, sind zu einem Teil Kinder und Frauen. Ich kenen auch viele deutsche Hausfrauen und deutsche Kinder, die nicht arbeiten. Die erwerbslosen Ausländer/innen sind vergleichbar zur gesamt Einwohnerzahl sicherlich nicht weit höher als bei der deutschen Bevölkerung, wenn man Kinder und Hausfrauen abzieht.
Außerdem sind ja wohl nicht alle Ausländer Moslems, gibt da auch noch römisch-katholische Italiener und viele andere, davon gibt es auch viele Ausländer.
Ich kann mich auch nicht an irgendwelche Ausländer erinnern, die auf Mallorca ein Wonneleben führten, während sie in Deutschland Sozialhilfe bezogen, das waren irgendwie Deutsche.
Alt 09. 04. 2008, 23:09 Al Capone is offline #195
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

Al Capone: Es geht ja auch überhaupt nicht darum ob irgendwelche Ausländer oder Deutsche nun arbeiten oder dem Staat in Form von Arbeitslosenzahlen nur auf der Tasche liegen. Das ist ein anderes Thema und gehört hier nicht hin.

Aber wenn jemand im Kontext der Islamischen Glaubensgesetze sagt, dass er niemanden abschlachtet weil er gefüttert wird, stellt sich mir die Frage was passiert wenn er nicht mehr gefüttert wird. Ist doch klar, oder?
Alt 09. 04. 2008, 23:52 cyberny is offline #196
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

Zitat:
Zitat von Al Capone 

"Auge um Auge, Zahn um Zahn" finde ich auch nicht sonderlich vernünftig oder gar unbrutal.

klar, ist ja fast das gleiche wie "bratet ihre häute, und wenn sie verbrannt sind gebt ihnen neue und macht weiter"

da hast du natürlich völlig recht.

Zitat:
Zitat von Al Capone 
Die Christen wurden genau genommen nicht so verfolgt wie der Islam. Da vergleichst du momentan Äpfel und Brinen.
Außerdem kann ich mich nicht an einen Krieg zwischen den damaligen Christen und einer Unterdrückermacht erinnern? Du etwa?
http://de.wikipedia.org/wiki/Christe...enverfolgungen

Zitat:
Zitat von Al Capone 
Wie bereits gesagt, der Koran ist ein Buch voller Richtlinien, die zum Teil in den historischen Kontext gebracht werden müssen. Wenn im Koran steht "Bekämpfe die Ungläubigen" und das zu der Zeit herabgesandt worden ist, als Krieg zwischen den Moslems und Mekka herrschte, dass ist ja wohl klar, dass man das nicht auf heute beziehen kann?

das problem ist doch, dass nicht ich diese sätze auf heute beziehe, sondern die islamisten.
Alt 09. 04. 2008, 23:55 #197
Al Capone
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?

Zitat:
Aber wenn jemand im Kontext der Islamischen Glaubensgesetze sagt, dass er niemanden abschlachtet weil er gefüttert wird, stellt sich mir die Frage was passiert wenn er nicht mehr gefüttert wird. Ist doch klar, oder?

Klar, da stimme ich dir auch vollkommen zu. Die Gefahr, dass diese Person, die nicht mehr gefüttert wird, durchdreht ist auf alle Fälle da - betont sollte jedoch werden, dass es sich nicht um einen Moslem handeln muss.
Im Fall von Destroyah aber auf alle Fälle, der ist ja immerhin Moslem.

Ich habe auch irgendwie das dumpfe Gefühl, dass Destroyah sich einfach nicht richtig ausdrücken will/kann. Der deutsche Staat füttert ihn, zumindest so lange er nicht arbeitet. Wenn er arbeitslos ist, kann das entweder daran liegen, dass er nicht arbeiten will, dann wäre das sehr verwerflich, oder weil er keine Arbeit findet, was nicht nur an ihm liegen muss. Wenn er noch Schüler ist, dann füttert ihn der deutsche Staat zumindest mit Schulbildung. Diese wird wohl kaum in absehbarer Zeit kostenpflichtig.

Ein Moslem, der hier gelernt hat, seine Schulausbildung beendet hat, eine Lehre beginnt (oder eben einen akademischen Weg beschreitet) und später dem Staat steuern zahlt, schuldet dem Staat nichts und wurde auch nicht gefüttert, er zahlt das immerhin später wieder, zumindest für die nächste Generation.

Also von Deutschland gefüttert werden, ist doch irgendwie ein komischer Begriff.


Zitat:
klar, ist ja fast das gleiche wie "bratet ihre häute, und wenn sie verbrannt sind gebt ihnen neue und macht weiter"

"Auge um Auge, Zahn um Zahn" bedeutet genau genommen, genau so wie dein Zitat aus dem Kontext gerissen: "Was die mir antun, tu ich oder meine Glaubensbrüder denen an".
Wenn also mein Glaubensbruder verbrannt wird (Nero), dann verbrenn ich diejenigen, die ich verbrannt habe.
Also was daran nicht brutal sein soll, verstehe ich nicht. Kannst du mal die Sure und die Zeile zitieren, in dem dein zitierter Satz vorkommt? Danke.

Zitat:
http://de.wikipedia.org/wiki/Christe...enverfolgungen

Und was soll mir dein Zitat jetzt bringen? Die Christen wurden natürlich verfolgt, das habe ich nie bezweifelt. Ich habe lediglich gesagt, dass der Islam eine sehr hohe Verfolgungsrate in seiner Anfangsgeschichte hatte, was jetzt von beidem schlimmer ist, will ich gar nicht beurteilen.

Außerdem bestätigt deine Verlinkung meine Aussage, dass es nie einen direkten Krieg zwischen den Christen und der Unterdrückermacht gegeben hat, also einen richtigen Krieg, mit Soldaten und so weiter.

Außerdem muss dabei erwähnt werden, dass die Schriften, die jetzt in der Bibel im neuen Testament verewigt sind (wurden ja nicht alle übernommen, was das jüngst aufgenommene Thema des Judas-Evangeliums zeigt) zum Zeitpunkt der Christenverfolgung in Rom so gut wie fertig geschrieben waren. Der Koran wurde während der Kriege und der Verfolgung noch herabgesandt.