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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?
Zitat:
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Ein frei denkender Mensch hat vielleicht noch andere Gründe als ein Verbot um die ihn unterstützenden Menschen nicht zu bedrohen aber viele Moslems scheinen sich so sehr an ihre omnipräsenten Gesetze gewöhnt zu haben, dass solche Gedanken gar nicht auftauchen.
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Mir ist schleierhaft, warum der Islam voraussetzt, dass man nicht frei denkt? Der Islam hat eine gewisse Moralvorstellung, die sich zum Teil vom Christentum unterscheidet. Die Moralvorstellungen unserer oft im überheblichen Ton erwähnten "Frei denkenden Welt" entstanden aus den Religionen und Verhaltsregeln.
Der Islam ist keine "nicht frei-denkende" Religion, allerhöchstens eine Religion, die sich an ihre, wie ein gläubiger Religiöser sagen würde, gottgegebenen Gesetze strikter hält als das Christentum mitlerweile - und das ist auch nur in Deutschland so. Christen in den USA oder Irland denken zum Teil anders darüber.
Der Islam in seiner Urgesellschaftsform hat jahrelang problemlos funktioniert. Blütezeiten waren nicht gerade selten und durchzogen zum Teil ganze Jahrhunderte. Dass es mitlerweile zum Teil veraltete Moralvorstellungen sind, liegt einfach an der Zeit, die vergangen ist. Dass Moslems ihre Moralvorstellungen betonen, liegt eher an der Gläubigkeit, Christliche Ur-Gläubige zeigen auch nicht gerade "frei denkende" Züge.
Zitat:
Das setzt die für Europäer normalen und durch das Christentum gewachsenen Moralvorstellungen voraus. Möglicherweise ist das für Islamisten ja gar nicht so verwerflich. Es könnte beispielsweise auch als bestrafenswerte Schwäche ausgelegt werden, dass so etwas überhaupt möglich ist.
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Es ist ja wohl klar, dass jemand, der Menschen tötet, weil der Staat ihn nicht mehr durchfüttern will, keine wahren religiösen Ziele verfolgt. Wir vermuten doch auch keine religiösen Ziele bei Christen oder Juden, die andersgläubige oder gleichgläubige umbringen, auch wenn Bush gerne der Polemik des Kreuzzugs verfällt.
Zitat:
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Ja, das habe ich auch, wie so oft bei ähnlichen Diskussionen mit Muslimen...
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Das ist ja jetzt nun nicht dein Ernst? Christen labern genau so viel Müll wie Juden und Moslems und der Dalai Lama hat auch nicht immer recht. Das gleiche, was du über Muslime denkst, habe ich schon oft genug bei Christen erlebt, bei denen ich im großen Maße deren Ausdrucks- und Diskussionsfähigkeit zu bezweifeln habe, bei mir zum Teil doch auch?!
Versuch mal einem bestimmten US-Amerikaner, der zum Beispiel Bush-Anhänger ist, den Irak-Krieg schlecht zu reden? Da wirst du sicherlich mehr Schwierigkeiten haben mit ihm zu diskutieren als mit einem Moslem, der seinen Glauben vertritt.
Ich betone hier bewusst:
Der Islam ist keine feindselige Religion. Die meistens Moslems sind nette Menschen, die gastfreundlich sind und keine Probleme mit andersgläubigen haben. Dass Islamisten leider die Religion für schlechte Taten missbrauchen ist kein rein moslemischen Problem, sondern auch im Christen- und Judentum zu finden.
Der normale gläubige Christ, Moslem oder Jude ist kein Verbrecher denn Gläubigkeit und der Wille seine Religion zu verteidigen ist weder eine Straftat noch moralisch verwerflich
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10. 04. 2008, 00:54
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#201
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?
Zitat:
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Zitat von kieropipas
wie erklärt ihr euch dann die zahllosen selbstmordattentate von moslems? sind das alles ungläubige? oder können die nur nicht richtig lesen?
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Die sogenannten Selbstmordattentate sind in der Tat äußerst widerlich, weniger die sogenannten Selbstmordattentäter selber, die ja oft noch halbe Kinder sind, als vielmehr die bösen Alten, welche Kinder dazu anstifen, statt - wenn sie schon glauben, die Welt brauche sowas - die Sache selber in die Hand zu nehmen, was nur zu nahe liegen täte, denn sie selbst haben ihr Leben sowieso schon hinter sich. Ich werde auch nie die Bilder von fanatisierten Kurden vergessen, die eine ganze Zeitlang das fiese Hobby hatten, sich vor laufenden Fernsehkameras mit Benzin zu übergießen und sich selber anzuzünden. Und wieder war es eben leider nicht dieser furchtbare Öcalan selber, der solches tat, sondern es waren oft junge Mädchen, Mädchen in einem Alter, wo sie für Hysterie anfällig sind, und das hat man ausgenutzt.
ABER: Trotz berechtigter Aversion darf man noch einen Rest Verstand bewahren, statt selber in Hysterie zu verfallen. Und wenn man den einschaltet, ist die erste Erkenntnis die: "Selbstmordattentäter" ist unser Schimpfname für die Leute. Aber als Selbstmörder verstehen sie sich natürlich nicht, und deshalb haben sie auch keine Probleme mit irgendwelchen Geboten ihrer Religion, welche Selbstmord verbieten. Sie bringen sich ja nicht aus Liebeskummer oder Lebensüberdruss um.
Sie selber würden sagen, dass sie ihr Leben für die gute, große, gemeinsame Sache opfern. Sie nennen sich Märtyrer. Das sind sie aus ihrer Sicht auch. Und als Märtyrer hat man in allen Religionen gute Karten. Wenn man Katholik ist und etwas Glück hat, dann spricht der Papast einen heilig. Ich kenne mich mit den Regeln nicht aus, aber ich denke mal, eine Heiligsprechung ist sowas wie ein Freifahrtschein ins Paradies. Wie sich die Gotteskinder überall auf der Welt doch gleichen!
Nun sind die katholischen Märtyrer wohl meistens schon etwas länger tot, und wir sollten wieder näher an die Gegenwart kommen. Kein Problem: Bei der Wehrmacht gabe es für die Soldaten mitunter Aufträge, die sich einprägsamerweise "Himmelfahrtskommando" nannten. Wäre das nicht auch ein schöner Name für die Aktionen der sogenannten Selbstmordattentäter?
Und hatten wir nicht neulich einen Thread über den Plan, bei der Bundeswehr als Tapferkeitsmedaille wieder das "Eiserne Kreuz" einzuführen? So ein Stück Blech kriegt man wohl, wenn man besonders gefährliche Sachen gemacht hat; solche, bei denen die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass man draufgeht. Und genau das, also dass einer draufgegangen ist, ist ja der beste und eindeutigste Beweis dafür, dass er was Hochgefährliches gemacht hat; dass er tapfer war. D.h. wenn du krepierst, ist dir die Medaille sicher - der Lohn für den Heldentod. Da unterscheiden sich der Wilde Westen und der Nahe Osten leider überhaupt nicht.
Mann muss einfach nur wieder mal jenen Irrsin, den wir nicht mehr wahrnehmen, weil wir uns daran gewöhnt haben, etwas mehr in Blickfeld rücken, und schon sehen die anderen zwar nicht normal aus, aber eben auch nicht verrückter als wir.
Aber genau das tut man nicht gern und lenkt die unangenehmen Empfindungen über den eigenen Schwachsinn, die im Hinterkopf schlummern, als Angriffswaffe gegen vermeintlich Fremdes. Vermeintlich - denn es ist uns nur allzu vertraut.
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10. 04. 2008, 00:55
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#202
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wissender
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?
Zitat:
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Zitat von Al Capone
Mir ist schleierhaft, warum der Islam voraussetzt, dass man nicht frei denkt? Der Islam hat eine gewisse Moralvorstellung, die sich zum Teil vom Christentum unterscheidet. Die Moralvorstellungen unserer oft im überheblichen Ton erwähnten "Frei denkenden Welt" entstanden aus den Religionen und Verhaltsregeln.
Der Islam ist keine "nicht frei-denkende" Religion, allerhöchstens eine Religion, die sich an ihre, wie ein gläubiger Religiöser sagen würde, gottgegebenen Gesetze strikter hält als das Christentum mitlerweile - und das ist auch nur in Deutschland so. Christen in den USA oder Irland denken zum Teil anders darüber.
Der Islam in seiner Urgesellschaftsform hat jahrelang problemlos funktioniert. Blütezeiten waren nicht gerade selten und durchzogen zum Teil ganze Jahrhunderte. Dass es mitlerweile zum Teil veraltete Moralvorstellungen sind, liegt einfach an der Zeit, die vergangen ist. Dass Moslems ihre Moralvorstellungen betonen, liegt eher an der Gläubigkeit, Christliche Ur-Gläubige zeigen auch nicht gerade "frei denkende" Züge.
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Unsere Moralvorstellungen entstanden durch die Säkularisierung. Eine Entwicklung, die der Islam niemals hinter sich gebracht hat.
Zitat:
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Zitat von Al Capone
Das ist ja jetzt nun nicht dein Ernst? Christen labern genau so viel Müll wie Juden und Moslems und der Dalai Lama hat auch nicht immer recht. Das gleiche, was du über Muslime denkst, habe ich schon oft genug bei Christen erlebt, bei denen ich im großen Maße deren Ausdrucks- und Diskussionsfähigkeit zu bezweifeln habe, bei mir zum Teil doch auch?!
Versuch mal einem bestimmten US-Amerikaner, der zum Beispiel Bush-Anhänger ist, den Irak-Krieg schlecht zu reden? Da wirst du sicherlich mehr Schwierigkeiten haben mit ihm zu diskutieren als mit einem Moslem, der seinen Glauben vertritt.
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Na bitte, du bestätigst ja noch bei anderen Fällen, was ich über den Islam geschrieben habe.
Blos: Man kann nun mal nicht alle Situationen über einen Kamm scheren und bei manchen Gruppen (besonders bei solchen, die eine Säkularisierung bekämpfen) tritt das deutlich stärker auf als bei anderen.
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10. 04. 2008, 01:28
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#203
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Mitglied
Registrierungsdatum: Aug 2001
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?
Der Islam als Rechts- und Gesellschaftsform wurde in vielen muslimischen Staaten zu Gunsten der Säkularisierung aufgegeben: Türkei, Tunesien, Marrokko, Indonesien, Ägypten, Libanon, Syrien, Irak. Wobei man sagen muss, dass der Libanon bereits nach dem Ersten Weltkrieg säkularisiert worden ist, nach dem die Herschafstmacht der Osmanen durch ein Mandat der Franzosen ersetzt worden ist. Der Staat und das Recht sind zumindest in diesen Ländern säkularisiert. Dass Volk hat damit zum Teil seine Schwierigkeiten, Deutschland hatte zu Beginn auch Schwierigkeiten mit der Demokratie anstatt des Kaisertums. Das ist ganz normal und kann mitunter jahrzehnte dauern.
Dass die Säkularisierung zum Teil anhand der islamischen Moral-, Rechts- und Gesellschaftsnormen durchgeführt worden ist und diese in die durch die Säkularisierung neu aufgenommene politsche und gesellschaftliche Struktur eingebracht worden ist, ist nichts verwerfliches und war in fast allen Ländern der Fall, die nicht durch eine Fremdmacht säkularisiert worden sind.
Zitat:
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Man kann nun mal nicht alle Situationen über einen Kamm scheren und bei manchen Gruppen (besonders bei solchen, die eine Säkularisierung bekämpfen) tritt das deutlich stärker auf als bei anderen.
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Was hat die Diskussionsfähigkeit mit der Religion zu tun? Oder gar die Selbstreflexion? Viele berühmte Philosophen waren Moslems, Al Ghazali, Al Farabi oder Ibn Sina, um nur einige Beispiele zu nennen. Diese sind ja auch keine Idioten, im Gegenteil, die westliche Naturwissenschaft und Medizin baut auf diesen auf. In der Zeit der Hexenverbrennungen und Exkommunizierung Galileos, wusste man in islamschen Ländern bereits, wie die Schilddrüse funktioniert und wie man Krebs entfernt. Zu diesem Zeitpunkt war die islamische Welt noch weit weniger säkularisiert, genau genommen gar nicht. Dass islamische Länder momentan zurückbleiben, liegt an den Regentschaften und der Armut des Landes. Geförderte Muslime aus Palästina werden zum Teil Jahrgangsbeste in Harvard.
Der Islam ist leider momentan etwas zurückgeblieben, ein Verlierer der Globalisation regelrecht und vor allem durch Armut geplagt, die zum Teil selbstverschuldet ist und zum anderen Teil auferlegt wurde.
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10. 04. 2008, 01:36
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#204
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Mitglied
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Beiträge: 1.010
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?
Zitat:
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Zitat von cyberny
Unsere Moralvorstellungen entstanden durch die Säkularisierung. Eine Entwicklung, die der Islam niemals hinter sich gebracht hat.
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Die Säkularisierung ist gewiss eine ganz nette Sache, die so genannte Säkularisierung, sollte man besser sagen, denn richtig hat sie ja bis heute nicht geklappt.
Nur liegen auch hier die Dinge leider viel, viel komplizierter. Denn erst die Säkularisierung, der Zusammenbruch der goßen christlichen Glaubenssysteme, hat den neuheidnischen Rassenglauben der Nazis und mit ihm Auschwitz möglich gemacht.
Ein solches Verbrechen, das furchtbarste überhaupt, soweit wir die Geschichte der Menschhheit kennen, verträgt sich mit keiner der großen Religionen, schon aus rein machtpolitischen Nützlichkeitserwägungen nicht, weiil alle diese Religionen danach streben, universell zu werden, also die Anzahl ihrer Anhänger zu vermehren. Und deshalb sind für die Religionen alle Menschen Gotteskinder. Die Idee von der Gleichheit aller Menschen, mit der wir uns heute so dicke tun, wie wenn wir sie erfunden hätten, ist religiösen Ursprungs, sie beutete Gleichheit vor Gott.
Insofern sind gerade die Deutschen nach ihrer neuheidnischen und für eine Unzahl von Menschen tödlichen Episode dergestalt in den Schoß der Kirche zurückgekehrt, dass sie sich nun wieder zu einer ihrer - also der Kirchen - zentralen Wertvorstellungen bekennen, nämlich der Idee der Menschheit, also der Gleichheit aller menschlichen Lebenwesen vor Gott.
Es ist deshalb - man muss es so hart sagen - auch riesiger Blödsinn, wenn behauptet wird, unsere Moralvorstellungen seien durch Säkularisierung entstanden. Wirklich Blödsinn, denn die Säkularisierung war selber keine produktive, Moralvorstellungen erschaffende, Werte setzende Kraft, sondern sie war Kritik an den Moralvorstellungen der Kirche. Sie hat gottlob die Menge dieser Moralvorstellungen reduziert, aber vielleicht ist sie damit gelegentlich über das Ziel hinausgeschossen. Man kann fast zu keinem andere Schluss kommen, wenn man an die Vernichtungslager denkt.
Und dass mir bitte jetzt keiner wieder damit kommt, man solle den alten Nazidreck ruhen lassen. Dafür bin ich immer. Aber nicht, wenn nur zu dem Zweck, dem heutigen Islam etwas anzuhängen, sich Leute hier zu religionsgeschichtlichen Höhenflügen steigern und damit in Vergangenheiten und Tiefen gucken, die sonst gewiss nicht ihr Terrain sind.
Also wenn OT hier dauernd mal wieder irgendwelche Koransuren erörtert werden, von den der Henker weiß, wo die Diskutanten das Zeug aufgeschnappt haben, oder wenn es um die Person Mohammed geht, 600 nach Christus, glaube ich, dann bitte in anderem Zusammenhang bitte nicht mit der Ausflucht kommen: Auschwitz - ist doch vorbei.
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10. 04. 2008, 07:31
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#205
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Mitglied
Registrierungsdatum: Aug 2007
Beiträge: 321
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?
Was die Nazis gemacht haben war extrem übel. Darüber denke ich sollten sich alle einig sein.
Aber nicht nur das die Nazis zum Glück schon ein paar Tage her sind, man kann die Nazis auch nicht mit der gesamten westlichen, von mir aus säkularisierten Welt, vergleichen.
Mir kommt es so vor als wenn einige in Europa mit ihrer politisch korrekten Denkbehinderung eine Diskussion über den radikalen Teil des Islams verhindern möchte. Und den gibt es nunmal. Hierzu könnte man mal die Veröffentlichungen der Soziologin Necla Kelek durchlesen.
Warum sieht der friedliche Teil der islamischen Welt z.B. den Film Fitna nicht als Chance?
Eine Chance zu sagen:
Ok Wilders, das sind Aufnahmen von Idioten die unsere Religion Mißverstehen/Mißbrauchen für ihre idiotischen Ansichten. Hiermit sind die Anhänger dieser gruppierungen offiziell und Weltweit aus der Glaubensgemeinschaft des Islams ausgeschlossen. Sie dürfen keine Moschee betreten und Mekka ist für sie auch ab sofort Tabu. Eine Art Exkommunikation auf muslimisch (gibts das?).
Das wäre die richtige Reaktion auf den Film gewesen meiner Meinung nach.
Meine befürchtung ist, dass sich in einiger Zukunft Teile des Islams nach und nach - ganz langsam und heimlich radikalisieren wird. Die Bildungsfernen Schichten allen vorran (aus Perspektivlosigkeit). Der gleiche Grund also warum in einigen Regionen Deutschlands mangels Perspektive junge Menschen sich bei den Neonazis heimisch fühlen. Und das behaupte ich gibt es bei den Moslems auch. Nur darüber wollen oder können einige nicht nachdenken.
Der Unterschied ist, dass die Selbstmordattentäter in ihrer (Religions)Gemeinschaft teilweise toleriert, ja manchmal sogar als Märtyrer verehrt werden (siehe reaktion auf den Film Fitna). Die Nazispacken werden Weltweit zum Glück geächtet.
Dabei geht es nicht um Gerechtigkeit. Dabei gehts meiner Meinung nach um "Wehret den Anfängen"
Nachtrag:
Es kann auch überhaupt kein Gegenargument sein was die westliche Welt (inkl. Kirche etc.) früher einmal gemacht hat. Das weiß jeder dass das nicht immer das gelbe vom Ei war. Jeder vernünftig denkende Mensch sollte aus den Fehlern vergangener Tage gelernt haben.
Wir leben aber in der Gegenwart. Das was heute passiert ist von bedeutung. Das was heute schiefläuft sollte man anhand der Erfahrungen aus der Geschichte korrigieren. Nur anscheinend die die Aussage richtig das sich Geschichte wiederholt.
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10. 04. 2008, 10:13
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#206
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.948
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?
Nein,
es gibt nur Hochschullehrer und wichtige Imame, die als Autoritäten anerkannt sind. Es gibt keine verbindliche Koran-Auslegung.
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10. 04. 2008, 10:33
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#207
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Mitglied
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Apr 2007
Beiträge: 3.309
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?
Zitat:
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Denn erst die Säkularisierung, der Zusammenbruch der goßen christlichen Glaubenssysteme, hat den neuheidnischen Rassenglauben der Nazis und mit ihm Auschwitz möglich gemacht.
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Das ist falsch.
Hitler selbst hatte seine Ideen zu großen Teilen aus pseudobiologischen Schriften, die mit dem Heidentum nichts zu tun hatten.
Dazu mal die englische Wikipedia:
Zitat:
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Hitler did not adhere to esoteric ideas, occultism, or neo-paganism,[81] and ridiculed such beliefs in Mein Kampf.[82] Rather, Hitler advocated a "Positive Christianity",[83] a belief system purged from what he objected to in traditional Christianity, and which reinvented Jesus as a fighter against the Jews.
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Zitat:
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Hitler expressed admiration for the Muslim military tradition. According to one confidant, Hitler stated in private, "The Mohammedan religion too would have been much more compatible to us than Christianity. Why did it have to be Christianity with its meekness and flabbiness...".[86
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In der Tat war der "Führer" also dem Islam sehr zugeneigt und auch die christliche Kirche hat er ertragen, solange sie ihm nicht dazwischengefunkt hat.
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10. 04. 2008, 12:21
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#208
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Mitglied
Registrierungsdatum: Sep 2005
Beiträge: 1.010
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?
Zitat:
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Zitat von muskelbiber
Was die Nazis gemacht haben war extrem übel.
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So richtig uncool, ne? Oh Junge, wenn ich solche Sprüche lese, dann weiß ich immer schon, was kommt. Wer seinen Beitrag mit einer Distanzierung vom Nationalsozialismus beginnt, tut dies in der Regel, weil der Beitrag selbst in die Gegenrichtung weist. Aber dies nur nebenbei.
Was mich amüsiert, ist vielmehr das Chaos in den Hirnen, welches vom dringenden Wunsch verursacht wird, auf irgendeine Weise die Muslime herabsetzen zu können:
Zitat:
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Zitat von muskelbiber
Warum sieht der friedliche Teil der islamischen Welt z.B. den Film Fitna nicht als Chance?
Eine Chance zu sagen:
Ok Wilders, das sind Aufnahmen von Idioten die unsere Religion Mißverstehen/Mißbrauchen für ihre idiotischen Ansichten. Hiermit sind die Anhänger dieser gruppierungen offiziell und Weltweit aus der Glaubensgemeinschaft des Islams ausgeschlossen. Sie dürfen keine Moschee betreten und Mekka ist für sie auch ab sofort Tabu. Eine Art Exkommunikation auf muslimisch (gibts das?).
Das wäre die richtige Reaktion auf den Film gewesen meiner Meinung nach.
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Vor lauter Strafwünschen und Ausgrenzungsbedürfnis wird nun der Islam nicht nur autorisiert, sondern sogar aufgefordert, exakt nach Art des Gottesstaates zu handeln, den wir ihm sonst immer so eifrig ausreden wollen. Und im Gegenzug hätte dann der Vatikan den Lügenkrieger Busch mit einem Bannfluch zu belegen und ihm jeden Aufenhalt an geweihtem Ort zu untersagen? Hellau!
Genau das, woran wir mit Recht Anstoß nehmen, also dass im Namen des Islam ein Karikaturist oder eine andere missliebige Person zum kollektiven Feind erklärt und zur Verfolgung freigegeben wird, genau das erwarten wir nun vom Islam, nur dass es bitte statt einen unserer Karikaturisten den Osama Bin Laden treffen möge?
Ich muss gestehen, dass solche Beiträge mir Freude machen, nämlich Schadenfreude, zeigen sie doch, dass an ihrem Verfolgungswahn zuallererst die Verfolger geistigen Schaden nehmen.
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10. 04. 2008, 16:05
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#209
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Mitglied
Registrierungsdatum: Aug 2001
Ort: Lübeck
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?
Zitat:
Ok Wilders, das sind Aufnahmen von Idioten die unsere Religion Mißverstehen/Mißbrauchen für ihre idiotischen Ansichten. Hiermit sind die Anhänger dieser gruppierungen offiziell und Weltweit aus der Glaubensgemeinschaft des Islams ausgeschlossen. Sie dürfen keine Moschee betreten und Mekka ist für sie auch ab sofort Tabu. Eine Art Exkommunikation auf muslimisch (gibts das?).
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Eine Exkommunikation gibt es im Islam so direkt nicht, zumindest so weit ich weiß. Moslems, die sich nicht an die Regeln Gottes halten, werden aber oftmals von anderen Moslems, die dies tun, als Ungläubige bezeichnet. Da es, wie gesagt, im Islam keinen direkten Führer gibt und auch kein Gremium, was entscheidet, was richtig oder falsch ist, gibt es auch nie vom Islam eine offizielle Stellungnahme oder ähnliches.
Jedoch muss auch gesagt werden, dass sich genug islamische Organisationen von jenen wichtigen terroristischen Aktivitäten distanziert haben. Es gab also eine Distanzierung.
Zumal man sagen muss, dass man einen Terroristen wohl kaum am Aussehen erkennt. Diese Leute sehen ja nicht anders aus als andere Moslems. Daher geht das über meinen Verstand, wie man denen den Zutritt nach Mekka untersagen dürfte, zumal die Barmherzigkeit Gottes im Islam eine wichtige Rolle spielt. Auf die Reise nach Mekka folgt ein reiner Segen an Barmherzigkeit durch Gott, diesen Gang einem Moslem zu verwehren, würde in der ganzen islamischen Welt zu Aufschreien führen.
Aber um die Reaktion auf das Fitna Video mal anzusprechen, fandest du die Reaktion der Vertreter der Moslems in Deutschland so übertrieben? Die haben sich für mich sehr belustigt über das Video angehört.
Also ich sehe keinen Widerspruch in deinen Zitaten von Wikipedia und der Aussage von Neandertaler.
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10. 04. 2008, 18:48
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#210
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Mitglied
Registrierungsdatum: Oct 2006
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?
Zitat:
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Zitat von Neandertaler
Die Säkularisierung ist gewiss eine ganz nette Sache, die so genannte Säkularisierung, sollte man besser sagen, denn richtig hat sie ja bis heute nicht geklappt.
Nur liegen auch hier die Dinge leider viel, viel komplizierter. Denn erst die Säkularisierung, der Zusammenbruch der goßen christlichen Glaubenssysteme, hat den neuheidnischen Rassenglauben der Nazis und mit ihm Auschwitz möglich gemacht.
Ein solches Verbrechen, das furchtbarste überhaupt, soweit wir die Geschichte der Menschhheit kennen, verträgt sich mit keiner der großen Religionen, schon aus rein machtpolitischen Nützlichkeitserwägungen nicht, weiil alle diese Religionen danach streben, universell zu werden, also die Anzahl ihrer Anhänger zu vermehren. Und deshalb sind für die Religionen alle Menschen Gotteskinder. Die Idee von der Gleichheit aller Menschen, mit der wir uns heute so dicke tun, wie wenn wir sie erfunden hätten, ist religiösen Ursprungs, sie beutete Gleichheit vor Gott.
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Soll ich dir sagen was den Holocaust möglich gemacht hat?
1000 Jahre Christentum, 1000 Jahre Hasspredigt gegen Juden.
Im Mittelalter gab es immer wieder kleiner Kreuzüge, in den irgendwelche Pfaffen zum Kampf gegen die Ungläubigen aufgerufen haben. Denn nach ansichten vieler damaliger Priester waren die Juden die Mörder des Herren.
Selbst der so hoch geschätzte Luther war ein Antisemit von ganzen Herzen.
Er verfasste mehrere antijüdische Schrieften, und hatte sogar ein Plan, Juden zur Feldarbeit zu zwingen.
Nicht umsonst sagte Hitler einmal "Luther war ein Riese, seiner Zeit weit voraus..."
Aber das wird natürlich nach Möglichkeit verheimlicht.
Und der Rassenglauben der Nazis war bestimmt nicht "neuheidnisch", nein, es gab und gibt viele Christen die diesem Wahn haben.
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10. 04. 2008, 18:51
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#211
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Mitglied
Registrierungsdatum: Aug 2007
Beiträge: 321
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?
Zitat:
So richtig uncool, ne? Oh Junge, wenn ich solche Sprüche lese, dann weiß ich immer schon, was kommt. Wer seinen Beitrag mit einer Distanzierung vom Nationalsozialismus beginnt, tut dies in der Regel, weil der Beitrag selbst in die Gegenrichtung weist. Aber dies nur nebenbei.
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Dein Junge bin ich noch lange nicht. Merk dir das. So so Gegenichtung... das erspar ich mir. Hast du schon den Schäuble Thread gefunden indem ich pro Schäuble bin. Das hast du mir doch auch schon vorgeworfen.
Noch nicht gefunden? Such weiter.
Ab auf die Ignore Liste.
@Al Capone
Aber es gibt doch eine Art Dachverband oder?
Ich weiß auch das es solche Distanzierungen gegeben hat. Nur kommt mir persönlich es immer so vor als wenn es so na gewisserweise halbherzig rüberkommt. Wie gesagt, kommt mir persönlich so vor.
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10. 04. 2008, 18:58
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#212
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Mitglied
Registrierungsdatum: Aug 2001
Ort: Lübeck
Beiträge: 3.254
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?
Zitat:
Aber es gibt doch eine Art Dachverband oder?
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Nicht, dass ich wüsste. Es gibt in jeder Generation hoch angesehene Imame und Rechtsschulen, die bestimmte Auszüge aus dem Koran, der Sunna oder der Sharia interpretieren. Ein Moslem ist nicht verpflichtet diesen "Anweisungen" zu folgen, daher gibt es auch verschiedene Gegenrichtungen. Unter den Schiiten und unter den Sunniten gibt es verschiedne Aufteilungen, deren Anhänger sich an einen bestimmten Imam halten, der Schriften, Interpretationen und Meinungen verfasst hat.
Ein Dachverband für Muslime gibt es nicht, die Al Azhar Universität in Kairo nimmt jedoch oft diese Stellung ein, die Meinung dieser Universität ist jedoch weder verbindlich noch stellvertretend. Grundsätzlich bestimmt jeder Herscher oder jede Regentschaft eines Staates selbst über die Interpreationen der islamischen Schriften und im Endeffekt ist jeder selber dafür verantwortlich, wie er missverständliche Sachen nach bestem Wissen und Gewissen interpretiert. Bestimmte unmissverständliche Regeln, wie das Alkohol- oder Schweinefleischverbot werden nie diskutiert. Hingegen gibt es Glaubensrichtungen, die gerne Musik verbieten würden, da sie angeblich gegen die Religion sei. Inwiefern Drogen verboten sind, wird zum Teil immernoch diskutiert. Da obsiegt aber meistens der frei denkende Moslem und bestimmt für sich ohne jeglichen religiösen Zusammenhang, dass Drogen wohl nicht so gut sind und verzichtet auf diese, oder auch nicht, jeder für sich.
Zitat:
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Ich weiß auch das es solche Distanzierungen gegeben hat. Nur kommt mir persönlich es immer so vor als wenn es so na gewisserweise halbherzig rüberkommt. Wie gesagt, kommt mir persönlich so vor.
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Man bekommt im Fernsehen und in Zeitungen auch immer recht wenig davon mit. Wenn es einen Terroranschlag gegeben hat, dann wird natürlich stundenlang darüber berichtet bzw. ellenlange Texte darüber geschrieben, auf die Distanzierung von islamischen Stellvertretern wird meist nur in einem Satz á la "Der Rat der Muslime in Deutschland distanzierte sich von den Taten und verurteilt den Mord an Zivilisten" abgearbeitet.
Halbherzig reagieren die ganz bestimmt nicht drauf, immerhin müssen die ja auch schnell in solchen Momenten ihren Arsch retten, wenn es mal zu einem Anschlag kommt, da bleibt keine Zeit für Halbherzigkeit.
Im Falle des Videos "Fitna" reagierte der Muslimrat in Deutschland bewusst halbherzig und eher locker auf die Austrahlung, einerseits um keine Gemüter aufzuheizen und natürlich auch um den Film zu deklassieren. Ich war beeindruckt von der Rückmeldung des Islamrats und muss sagen, besser hätten die in so einem Fall nicht handeln können. Der dänische Rat der Muslime (oder eine andere Organisation, weiß nicht mehr genau, über welche ich das damals gelesen habe) ist damals leider etwas durchgedreht, vielleicht hätte eine ähnliche Rückmeldung wie in Deutschland zu weitaus geringeren Reaktionen geführt.
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10. 04. 2008, 19:22
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#213
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...gegen alle Flaggen!
Registrierungsdatum: Feb 2004
Beiträge: 1.586
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?
Zitat:
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Zitat von Waron
Soll ich dir sagen was den Holocaust möglich gemacht hat?
1000 Jahre Christentum, 1000 Jahre Hasspredigt gegen Juden.
Im Mittelalter gab es immer wieder kleiner Kreuzüge, in den irgendwelche Pfaffen zum Kampf gegen die Ungläubigen aufgerufen haben. Denn nach ansichten vieler damaliger Priester waren die Juden die Mörder des Herren.
Selbst der so hoch geschätzte Luther war ein Antisemit von ganzen Herzen.
Er verfasste mehrere antijüdische Schrieften, und hatte sogar ein Plan, Juden zur Feldarbeit zu zwingen.
Nicht umsonst sagte Hitler einmal "Luther war ein Riese, seiner Zeit weit voraus..."
Aber das wird natürlich nach Möglichkeit verheimlicht.
Und der Rassenglauben der Nazis war bestimmt nicht "neuheidnisch", nein, es gab und gibt viele Christen die diesem Wahn haben.
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Ziemlich polemisch und in der Sache zudem falsch.
Der Holocaust war eine staatlich gesteuerte, jedoch nie eine religiöse Angelegenheit! Auch wenn viele (christliche) Priester auf den Zug aufgesprungen sind, zeigt dies einfach nur einen seelischen Abgrund, der in allen mosaischen Kulturen (Muslime, Christen, Juden) zu finden ist.
Das Judentum ist quasi die Mutterreligion des Christentums, fast alle von den Christen zu verantwortende Verbrechen gegen die Menschlichkeit findest Du genauso oder zumindest änlich bei Juden und auch den Moslems wieder:
man könnte auch sagen, die Moslems haben aus den Fehlern ihrer Vorgänger genauso wenig gelernt wie die Christen aus den Fehlern der Juden gelernt haben.
Das Problem ist ein menschliches, kein religiöses!
Gruss
kesrith
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10. 04. 2008, 21:46
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#214
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Harley Quinn Lover
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?
Rechtspopupulistische "Meinungen" von Zombiexyz und von CyberBlubb gelöscht. Hier soll sachlich diskuttiert und nicht gehetzt werden
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10. 04. 2008, 22:11
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#215
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Mitglied
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?
Zitat:
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Zitat von kesrith
Ziemlich polemisch und in der Sache zudem falsch.
Der Holocaust war eine staatlich gesteuerte, jedoch nie eine religiöse Angelegenheit! Auch wenn viele (christliche) Priester auf den Zug aufgesprungen sind, zeigt dies einfach nur einen seelischen Abgrund, der in allen mosaischen Kulturen (Muslime, Christen, Juden) zu finden ist.
Das Judentum ist quasi die Mutterreligion des Christentums, fast alle von den Christen zu verantwortende Verbrechen gegen die Menschlichkeit findest Du genauso oder zumindest änlich bei Juden und auch den Moslems wieder:
man könnte auch sagen, die Moslems haben aus den Fehlern ihrer Vorgänger genauso wenig gelernt wie die Christen aus den Fehlern der Juden gelernt haben.
Das Problem ist ein menschliches, kein religiöses!
Gruss
kesrith
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Das der Holocaust nicht direkt religiöse bedingt war, ist mir schon klar.
Aber die Bereitwilligkeit des Volkes hatte unter anderem die Ursache einer jahrhunderterd-langen Schlechtredung der Juden von Seiten christlicher Priester.
Mir ging es in dem Beitrag besonders darum, Neandertaler zu wiedersprechen, der behauptet hat, der Holocaust sei "neuheidnisch".
Mir ist auch klar, das es auch bei Juden und Moslems Verbrechen gegen die Menschlichkeit gab.
Bei diesen drei Religion kann so etwas deshalb so leicht passieren, weil sie alle einen absoluten Wahrheitsanspruch und eine extreme Überheblichkeit gegenüber anderen Religionen haben.
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11. 04. 2008, 00:22
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#216
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Mitglied
Registrierungsdatum: Aug 2001
Ort: Lübeck
Beiträge: 3.254
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?
Zitat:
Bei diesen drei Religion kann so etwas deshalb so leicht passieren, weil sie alle einen absoluten Wahrheitsanspruch und eine extreme Überheblichkeit gegenüber anderen Religionen haben.
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Rein theoretisch hat der Islam an sich keinen absoluten Wahrheitsanspruch gegenüber den Christen und Juden. Eine Judenverfolgung gab es bei muslimischen Ländern und Großreichen z.B. nie.
Wie gesagt, rein theoretisch. Mitlerweile ist diese grundsätzlich sehr löbliche Gedanke leider etwas vergangen. Früher bekleideten Juden mit die höchsten Ränge in der Regierung des osmanischen Reichs.
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11. 04. 2008, 00:34
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#217
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wissender
Registrierungsdatum: Dec 2001
Ort: Dorf
Beiträge: 3.021
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?
Zitat:
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Zitat von Al Capone
Eine Judenverfolgung gab es bei muslimischen Ländern und Großreichen z.B. nie.
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Also Israel warnt alle Nase lang vor den antisemitischen Auswüchsen des Irans.
So ein heikles Thema sollte man dann doch nicht unter den Teppich kehren.
Aber es gibt ja auch keine muslimischen Selbstmordattentäter...
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11. 04. 2008, 04:05
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#218
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Nihilist.
Registrierungsdatum: May 2006
Ort: Playstation-Network
Beiträge: 1.685
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Re: Der Islamthread - oder: Brauchen wir wieder einen Feind?
Woher soll denn der Antisemitismus im Iran herkommen?
Etwa vom Islam?
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11. 04. 2008, 08:22
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#219
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Mitglied
Registrierungsdatum: Mar 2008
Beiträge: 82
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Zitat:
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Zitat von Destroyah
Woher soll denn der Antisemitismus im Iran herkommen?
Etwa vom Islam?
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Da in den entsprechenden arabischen Sendern Juden gerne als "Affen und Schweine" bezeichnet werden und es zahlreiche Suren im Koran gibt, die gegen Juden Stellung beziehen, ist ein Zusammenhang zweifelsohne nicht von der Hand zu weisen.
Oder der hier:
http://www.dailymail.co.uk/pages/liv...n_page_id=1811
Und der Koran ist da auch ganz eindeutig:
2, 65
"Und gewiss habt ihr diejenigen unter euch gekannt, die das Sabbat-Gebot brachen. Da sprachen Wir zu ihnen: "Werdet ausgestoßene Affen."
5, 60
"Sprich: Soll ich euch über die belehren, deren Entlohnung bei Allah noch schlimmer ist als das? Es sind, die Allah verflucht hat und denen er zürnt und aus denen er errichtet hat die Affen und die Schweine und Götzendiener. Diese befinden sich in einer noch schlimmeren Lage und sind noch weiter vom rechten Weg abgeirrt."
7, 166
"Und als sie trotzig bei dem verharrten, was ihnen verboten worden war, da sprachen Wir zu ihnen: Werdet denn verächtliche Affen !"
Usw. usf.
Ich gehe davon aus, dass du den Koran kennst?
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