Im Fall von Phorm und dem Mitloggen von Surfverhalten sieht das britische Datenschutzbüro keine Bedenken. Nach intensiven Gesprächen mit Phorm und Sichtung der Technologie gäbe es keine Nachteile für Netzanwender, gaben sie heute bekannt. Die Daten würden anonym erhoben und gespeichert werden. Gleichzeitig geht der Protest weiter und eine Petition gegen Phorm und deren Methoden hat die Grenze von 10.000 Unterschriften bereits überschritten.
Wie Gulli berichtete nutzen einige Internet Service Provider Datenschnüffel-Methoden, um diese Daten an Werbeunternehmen zu verkaufen. An der Speerspitze steht Phorm, ein Werbeunternehmen, dass diese Technologie entwickelt hat und propagiert. Zusammen mit dem britischen Serviceprovider BT haben sie heimliche Tests durchgeführt und möchten diese Technologie weiterhin zum Einsatz bringen. Das Verfahren hat für öffentlichen Protest gesorgt.
Heute gab das britische Datenschutzbüro "Information Commissioners Office" (ICO) bekannt, dass sie bei der Anwendung dieser Technologie kein Problem sehen. Daten würden anonymisiert erhoben und gespeichert werden. Ein Datenschutzrisiko sei nicht vorhanden. Sie kündigten an, weiterhin in Gesprächen mit den Anbietern und Anwendern der Technologie bleiben zu wollen. Ein Kriterium für die Anwendung ist nach Ansicht von ICO, ob Internet-Nutzer diesen Service akzeptieren oder nicht. Man will einen Test mit 10.000 freiwilligen Teilnehmern veranstalten. Über die heimlichen Versuche von 2006 und 2007 dagegen schweigt man sich aus.
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