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Mitglied
Registrierungsdatum: Jan 2007
Beiträge: 169
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Nathan der Weise und die Ringparabel
Hallo, an alle die Nathan der Weise gelesen haben:
Kennt ihr die Ringparabel? Die ist ja heute noch 1 zu 1 zu verwenden!
Warum sind dennoch so wenige Menschen tolerant gegnüber anderen Religionen oder anders: Lesen wirklich so wenig Leute gute/wertvolle Bücher und denken sich was dabei?
Hätte gerne eure Meinung zum derzeitigen Religionskonflikt und der Ringparabel!
Wer hat Nathan der Weise überhaupt gelesen?
lg Flo
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08. 04. 2008, 21:04
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#1
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Drei Punkte...
Registrierungsdatum: Jan 2000
Ort: Auf der Erde...
Beiträge: 1.313
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Re: Nathan der Weise und die Ringparabel
Zitat:
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Kennt ihr die Ringparabel?
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logo, wird in der schule behandelt
Zitat:
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Die ist ja heute noch 1 zu 1 zu verwenden!
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logo, ist ja vonnem klugen köpfchen erfunden worden...
Zitat:
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Warum sind dennoch so wenige Menschen tolerant gegnüber anderen Religionen
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frag doch mal nen nazi... kriegste direkt paar aufs maul. und frag den islamischen selbstmordattentäter... der weiß nur dass er bald 490 jungfrauen für sich alleine hat. das hat schon was...  und frag mal nen ultra-katholischen christen, der seine kinder nicht in die schule schickt, weil die dort das bumsen behandeln. "ich nix verstehen, ich nur tourist" oder auch einfach direkt paar aufs maul. frag mal nen juden, warum der den papst nicht anerkennt, bekommste mit bissl glück einen mitleidigen blick und ne ak47 unters kinn, denn missionieren ist, wie fast überall auf der welt auch in jerusalem verboten.
Zitat:
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Lesen wirklich so wenig Leute gute/wertvolle Bücher und denken sich was dabei?
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hmm... keine ahnung, da musste statisken bemühen. frag doch mal deine eltern, welche wertvollen bücher die in den letzten 3 jahren so gelesen haben. oder noch besser... frag dich selbst
Zitat:
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Hätte gerne eure Meinung zum derzeitigen Religionskonflikt
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puhh... welchen meinste denn? es gibt soviele konflikte wie religionen auf dieser welt. da fast jede religion für sich behauptet, die einzig wahre zu sein, ist ein konflikt also vorprogrammiert.
der dalai lama sagt, jeder sollte bei seiner religion bleiben... was für ein unterschied zum papst, der meint, dass nur jesus wirklich glücklich macht. (der arme kerl hat wahrscheinlich noch nie nen multiplen orgasmus gehabt)
also, da gibt es eine metapher, die besagt, dass wenn ein mensch erwacht ist und gott schauen kann, wie er WIRKLICH ist, auf ihn zeigt und die menschen um ihn herum aber nur auf den finger sehen (wie ein hund, haste bestimmt schon mal beobachtet), der zwar immer zum gleichen, nämlich zum GÖTTLICHEN (nicht zu verwechseln mit GOTT) weist, aber natürlicherweise extrem verschieden sein kann. Der Finger eines schwarzen ist schwarz, also ist gott schwarz. der finger eines alten ist verschrumpelt, also ist gott verschrumpelt... undsoweiter. wenn du dir bewußt bist, dass alles göttliche auf dieser welt tatsächlich EINER quelle entspringt, siehst du darauf, worauf der finger (religion) weist und brauchst keinen finger mehr.
sich jedoch mit dem finger zu identifizieren, heisst, sich für einen schwarzen oder verschrumpelten oder einen dreieinigen oder einen sonstwie gearteten gott zu entscheiden. welche chance haben dann die anders gearteten gotterscheinungen?
Zitat:
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Wer hat Nathan der Weise überhaupt gelesen?
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alle, die in den letzten jahren nach dem 2. weltkrieg eine schule besucht haben und bis zur mind. 8. klasse durchgehalten haben
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08. 04. 2008, 21:43
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#2
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Perfektion
Registrierungsdatum: Jan 2007
Beiträge: 335
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Re: Nathan der Weise und die Ringparabel
Oh gott wie könnt ihrdas nach langer Zeit noch so gut kennen
Die Türhüterparabel von Kafkas "Prozess" hätte ich allerdings parat
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09. 04. 2008, 19:01
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#3
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Drei Punkte...
Registrierungsdatum: Jan 2000
Ort: Auf der Erde...
Beiträge: 1.313
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Re: Nathan der Weise und die Ringparabel
Zitat:
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Oh gott wie könnt ihr das nach langer Zeit noch so gut kennen
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also ich kann deine begeisterung spüren, aber 2 sachen:
- ich heisse nicht gott und bin auch keiner, meinetwegen: "Oh rHamsys!"
- kannst ruhig "du" zu mir sagen, "ihr" klingt nach mittelalter
meine antwort: die richtig guten sachen vergesse ich eben nicht. du doch sicher auch nicht. nur die langweiligen sachen verblassen irgendwann...
Zitat:
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Die Türhüterparabel von Kafkas "Prozess" hätte ich allerdings parat
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dann leg mal los, die kenn ich nämlich nicht...
gruß
rHamsys
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09. 04. 2008, 19:14
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#4
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Mitglied
Registrierungsdatum: Oct 2007
Beiträge: 33
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Re: Nathan der Weise und die Ringparabel
Zitat:
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Zitat von rHamsys
alle, die in den letzten jahren nach dem 2. weltkrieg eine schule besucht haben und bis zur mind. 8. klasse durchgehalten haben 
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Naja, ich weiß nicht wie das in deinem Bundesland ist, aber für Hessens Gymnasien (G9) steht "Nathan der Weise" erst für Klasse 11 auf dem Lehrplan, und manche Klassen besprechen dann nur Lessings Version der Ringparabel und das war's dann vorerst.
Ja, ich weiß, Herzstück des Werkes und so weiter, trotzdem schade um den Rest des Stückes.
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09. 04. 2008, 21:05
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#5
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notorischer Schwarzträger
Registrierungsdatum: Jun 2007
Beiträge: 264
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Re: Nathan der Weise und die Ringparabel
ich hatte das nich in der schule, aber im Konfi-Unterricht^^
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09. 04. 2008, 21:30
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#6
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(Flasher)
Registrierungsdatum: Feb 2006
Beiträge: 1.529
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Re: Nathan der Weise und die Ringparabel
Haben das Buch auch gelesen. Ringparabel ist das enizigste was mit an dem Stück so wirklich gefällt
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09. 04. 2008, 22:39
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#7
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Freiläufertyp
Registrierungsdatum: Apr 2002
Beiträge: 625
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Re: Nathan der Weise und die Ringparabel
Lessing schildert in seinem Stück eine Geschichte. die sich ja ca. 500 Jahre früher abgespielt hat. Mit großem aufwand zeigt er, daß alle 3 Ringe (Religionen) gleich gut sind.
Der Ring (die Religion) macht seinen Träger (den Gläubigen) „vor Gott und den Menschen angenehm“.
Nun haben es Religionen es an sich, daß sie auch mal den Andersgläubigen unangenehm auffalllen.
Nun ist es Dir sicher nicht entgangen, daß derzeit hier im Forum und im RL die Religion der Muslims unangenehm auffällt - und im Gegensatz zum Judenhass durch belastbare Fakten (Bomben).
Nach Lessing soll der Träger des Rings (der Gläubige) den Ring in einer Weise tragen, daß er zuversichtlich sein kann, daß die Menschen ihn mögen. Heutzutage nennt man so etwas selffulfilling profecy.
Es wäre sicher hilfreich, wenn alle bedeutenden islamischen Relegionsgelehrten Lessing gelesen hätten oder lesen würden. Es gibt leider Hinweise, daß im nahen Osten derzeit ein anderes Buch von einem östereichischen Künstler gerne gelesen wird, der Lessing und Nathan der Weise überhaupt nicht gemocht hat.
Ich habe Nathan der Weise in der Schule gelesen und muß sagen, daß es mich nicht sehr beeindruckt hat. Ich lese gerade "Der Tod wird Euch finden - AL-Quaida und der Weg zum 11. September". Nach meinem Eindruck hat keiner der dort aufgeführten Personen (viele Amerikaner dabei) je von Lessing gehört.
Condolezza Rice (schön, schwarz, intelligent, gute Pianistin), die jetzige Außenminsterin der USA, hat Lessing gelesen - wahrscheinlich auch Nathan der Weise.
L.
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11. 04. 2008, 01:58
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#8
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Mitglied, nicht ohne...
Registrierungsdatum: Apr 2008
Beiträge: 32
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Re: Nathan der Weise und die Ringparabel
auch wenn es in deutschland im grunde zu den pflichtlektüren gehört die jeden treffen ist das werk von vielen schnell vergessen. Traurig aber wahr ist einfach dass wer nicht wirklich die eigendliche grundhaltung hat tollerant zu sein, zumindest ansatzweise, dem wird dieses werk auch nicht die augen öffnen. zu soetwas ist viel mehr nötig.
wichtig ist auch dass religion schon seit ewigkeiten zu machtmissbrauch verwendet wird. mir fällt ehrlichgesagt kien wirklich vernünftiger grund ein welcher religion, in der form von welcher hier die rede ist, zu ihrer existenz legitimiert. damit will ich keineswegs sagen es sei besser allen religionen gegenüber feindselig zu sein. ich sage nur religion ist eine sehr unvernünftige und vorallem überflüssige sache, vorallemin unserer welt.
ist euch mal aufgefallen dass die religionen welche am häfigsten agresiv wirken und am meisten zu machtmissbrauch geführt haben allesamt die monotheistischen religionen waren und sind? Und alles nur allein aus dem gedanken herraus dass ein einzelner alle macht besitzt.
noch so am rande:
ich finde die türhüterparabel um einiges mächtiger als die ringparabel und auch viel interessanter
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11. 04. 2008, 03:42
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#9
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Freiläufertyp
Registrierungsdatum: Apr 2002
Beiträge: 625
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Re: Nathan der Weise und die Ringparabel
Schon wieder so ein nervender Atheist/Agnostiker, der uns darlegt wie unheimlich klug er ist und wie blöd alle anderen sind.
Aber:
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.
L.
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11. 04. 2008, 09:47
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#10
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Mitglied
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Jan 2007
Beiträge: 169
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Re: Nathan der Weise und die Ringparabel
Religion ist nicht überflüssig, wenn sie einen dazu bringt, Gutes zu tun!
Ironischerweise gibt Sie auch einen Grund mehr für einen Krieg (Sh. Kreuzzüge, Hl. Krieg)...
Deshalb finde ich die Ringparabel so toll: Um zu beweisen, dass die eigene Religion die beste ist, muss man die anderen Religionen tolerieren und mehr Gutes als die Anhänger der anderen tun!
lg Flo
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12. 04. 2008, 16:29
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#11
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Mitglied, nicht ohne...
Registrierungsdatum: Apr 2008
Beiträge: 32
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Re: Nathan der Weise und die Ringparabel
Ich weis dass Religionen eine moralische Grundlage bilden können, Trost und Geborgenheit wie auch einen Platz in der Gesellschaft. Sie halten einen dazu an Gutes zu tun und geben durch Geschichten und verschiedene Parabeln auch mal einen guten Rat. Aber mal ehrlich, is s nich arm nur Gutes zu tun weil die Religion es so möchte? Sollten wir nicht auch so Gutes tun, unsere Mitmenschen respektieren und aktzeptieren, tollerant gegenüber Anderen sein und versuchen im Leben nicht nur für uns selbst sondern zum Wohl Aller zu handeln? Das ist doch nur vernünftig und sozial, warum braucht man da einen Gott der einem das vorschreibt wenn man es sich doch selbst denken kann? Religionen sind zu unflexibel für eine sich permanent weiterentwickelnde Gesellschaft.
Ich muss zugeben dass religion die jenigen Welche zu dumm oder asozial oder ähnliches sind, durch die Angst vor der Strafe gottes, zum einhalten gewisser Normen und Regeln gebracht werden können. Aber ich finde der Nachteil dass Religion einfach zu sehr zum Machtmissbrauch verführt ist zu groß.
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12. 04. 2008, 20:50
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#12
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