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jonny10
Mitglied
 
Registrierungsdatum: Jan 2005
Beiträge: 26
Fantasy Buchvorstellung: mein erstes Buch

So hallo leute. Für die Schule bin ich gerade dabei ein fantasy Buch, als Jahresarbeit, zu schreiben.
Um mir mal die Meinung von möglichst vielen leuten an zu hören, habe ich mir gedachte stelle ich mal den Anfang ins Internet. Ich hoffe es melden sich einige leute, mit konstruktiven Beiträgen dazu und bei bedarf kann ich gerne noch mehr von meinem Buch posten.
Hf

Prolog



Es war spät in der Nacht, als das Schicksal seinen Lauf nahm. Die ganze Stadt lag still und versank halb im Nebel, nur das Schloss des Königs auf einer kleinen Anhöhe blieb von dem weißen Dunst befreit, als wolle es seine Unabhängigkeit von der Natur beweisen.
Die Straßen waren leer und kein Laut war zu hören.
Der einzige Ort, an dem sich Regung zeigte, war außerhalb der Stadtmauern.
Zwei Männer, denen man offensichtlich wenig Intelligenz in die Wiege gelegt hatte, standen hinter dem Tor, ihre schwarze Kutsche mit zwei majestätischen Pferden an der Spitze, stand am Waldrand. Sie waren spärlich ausgerüstet mit einer ledernen Rüstung, die aussah, als würde sie nicht einmal einem verrosteten Dolch standhalten können und einem kleinen Schwert, welches so stumpf war, dass man nicht einmal Holz damit spalten konnte.
Wenn man sie für die Drecksarbeit bestellt hatte, waren sie bisher eigentlich immer zuverlässig gewesen, doch heute verlangte das Schicksal etwas anderes von ihnen.
Der etwas dicklichere von den beiden hielt zitternd einen kleinen Korb in seinen Händen und flüsterte mit dem andern.
„Ich kann das einfach nicht Boris, kuck es dir doch mal an, das ist einfach nicht richtig“.
„Du weist doch, was er gesagt hat. Wir müssen das hier zu Ende bringen, wir haben gar keine andere Wahl“.
Ein kalter Wind wehte vom Wald her in ihr Gesicht und erinnerte sie daran, in was für einer Gefahr sie eigentlich schwebten.
Er öffnetet den Korb und sah in die leuchtend grünen Augen eines kleinen Babys, das ihn irritiert mit einem Finger im Mund beobachtete.
Hastig stellte Grubbert den Korb auf den Boden.
„Nein ich werde das kleine Ding ganz sicher nicht umbringen und ich werde es auch nicht von dir umbringen lassen“, sagte er aufgeregt.
„Ich bin ja auch dagegen,“ sagte Boris „aber was willst du denn statt dessen tun? Auf uns wartet Schlimmeres als der Tod wenn raus kommt, dass wir es am Leben gelassen haben.“ Eine lange Pause entstand.
„Ich hab’s“, rief Grubbert laut, wir setzen ihn im Wald aus.
„Bist du verrückt? Den kleinen willst du nicht töten, aber ihn den Nebulanern zum Fraß vorwerfen, scheint dir nichts auszumachen?“
Schuldbewusst schaute Grubbert auf den Boden. Er war sichtlich angespannt und schaute immer wieder auf das Baby, das sich inzwischen schlafen gelegt hatte.
„Hast du vielleicht ne bessere Idee?“.
Ohne weiter auf die Frage einzugehen dachte Boris angestrengt nach, aber es sah
hoffnungslos aus. Sie wussten nicht einmal, warum sie den kleinen töten sollten, aber für gewöhnlich stellten sie keine Fragen.
„Was wäre, wenn wir ihn einfach vor eine Haustür legen?“
„Nein so wird unser kleines Geheimnis mit Sicherheit nicht lange gewahrt. Wir müssen den kleinen irgendwohin weit weg bringen, aber dazu fehlt uns die Zeit!“
Der Nebel verdichtet sich zunehmend und mit ihm die Kälte, die ihnen, wie der eisige Hauch eines Ungeheuers, aus dem Wald entgegen blies.
„Jetzt hab ich‘s wirklich,“prustete Grubbert geradezu enthusiastisch heraus, „wir setzten ihn auf den
Fluss, dann treibt er, ohne dass wir irgendwas unternehmen müssen, weit weg.“ Er freute sich, dass er auf solch einen guten Gedanken gekommen war und wartete gespannt die Reaktion seines Freundes ab.
„Hast du schon wieder die Nebulaner vergessen?Wo hast du nur immer deinen Kopf?“
rief Boris genervt.
Grubbert lächelte verstohlen, als hätte er geradezu auf diese Frage gewartet um nun sein Wissen kund tun zu können
„Weist du denn nicht, dass sie den Fluss meiden? Auf dem ist der Junge bestens geschützt. Vermutlich besser, als er‘s gerade in diesem Moment ist .“
Daraufhin nickte Boris nur kurz und sah sich kurz um. Sie mussten jetzt auf schnellstem Wege zum schwarzem Fluss, der berechtigterweise seinen Namen trug, denn das Wasser in ihm war pechschwarz. Um diesen Fluss rankten sich viele Mythen und dunkle Geheimnisse und niemand wusste, wohin genau er eigentlich führte. Aber er war ihre einzige Chance den kleinen Jungen vor dem Tod zu bewahren.
Der Fluss befand sich tief im Wald. Die beiden wussten genau was sie erwarten, wenn sie sich zu lange in ihm aufhielten, also stiegen sie ohne ein weiteres Wort zu verlieren in ihre Kutsche ein und preschten los.
Vor kurzem erst waren die Nebulaner in den Wäldern aufgetaucht. Angeblich holten sie sich die Seelen der Menschen und machten sie zu Sklaven ihres Meisters, ein furchtbarer Gedanke, der eben durch Gruberts und Boris Köpfe huschte.

Der Fahrtwind blies den beiden ins Gesicht und der Lärm, den sie mit der Kutsche verursachten, war ihnen niemals so laut vorgekommen wie jetzt. Regungslos und steif saßen sie da und spähten in die Dunkelheit, die sie umgab.
Jetzt waren sie sich gar nicht mehr so sicher, ob das Baby die ganze Mühe überhaupt Wert war. Es würde sich ja nicht mal an sie erinnern. Aber um wieder umzukehren, war es jetzt zu spät.
Der Pfad, auf dem sie ritten, wurde immer schmaler und holpriger. Ihr Ziel konnte nicht mehr weit entfernt sein. Boris nahm den Korb und schaute kurz nach dem Baby, das durch das ganze Geholpere aufgewacht war und einen gequälten Eindruck machte. Als sie das Glänzen des vom Mond beschienen Flusses durch das Dickicht sahen, hatten sie endlich wieder Gelegenheit aufzuatmen. Hastig stellten sie die Pferde ab und rannten den kleinen Trampelpfad hinunter zum Fluss, der geradezu melancholisch und ruhig den Empfang des Kindes zu erwarten schien.
Sie setzten den Korb in das schwarze Wasser und stupsten ihn vom Ufer weg. Viel Zeit zur Verabschiedung blieb nicht, nur ein trauriger Blick auf den ins Ungewisse treibende Korb.
Angesichts der Tatsachen waren sich die beiden sicher, dass der Kleine nicht überleben würde, aber eine Alternative hatten sie nun mal nicht. So schnell wie möglich wollten sie weg von dem Teufelsfluss und die ereignisvolle Nacht vergessen. Sie liefen eilig zurück zur Kutsche die sie zurück zu ihrem Meister führen würde. Sie hofften, dass er niemals etwas von ihrem versagen erfahren würde. Der Junge im Korb nahm die Umgebung mit seinen großen grünen Augen aufmerksam in sich auf. Mit einem Daumen im Mund beobachtete er voller Ehrfurcht die vom Mond beschienenen und vom Wind gestreichelten riesigen Bäume, die sich schützend über den Fluss beugten, als befände er sich am sichersten Ort auf Erden.













Kapitel 1
Veränderungen
(15 Jahre später)


Die Sonne strahlte an jenem Morgen mit all ihrer Wärme auf die große Stadt Metheronia. Trotz der Tatsache, dass es noch sehr früh am Morgen war, herrschte bereits reger Verkehr auf den Straßen. Die Bauern aus den umliegenden Dörfern bauten ihre Stände im Marktviertel auf, die Narren hopsten leichtfüßig durch die Gassen und überall ging man seiner Tätigkeit nach.
Von eben diesem Lärm wachte Thalomir auf, er wischte sich den Schlaf aus den Augen und setzte sich in eine aufrechte Lage. Vom Schlaf noch etwas benommen lächelte er matt.
Heute war der große Tag, auf den er sich schon so lange gefreut hatte. Er war nun endlich bereit für die Aufnahme. Aufgeregt stieg er aus seinem Bett und zog sich schnell etwas über. Der Duft von frischem Gebäck machte sich bemerkbar, als er die Tür von seinem Zimmer aufriss und versetzte ihn in eine Stimmung, die nicht perfekter hätte sein können. Hastig zog er seine Schuhe an und schlenderte die Treppe herunter. Auf dem Tisch wartete bereits das Frühstück, das er gierig herunterschlang. Völlig alleine saß er da und träumte vor sich hin, während er aß. Er sah sich schon in der dunklen Robe die große Treppe, die in den geheimen Saal führte, herunter steigen und seinen Schwur auf Enel den Gott der Diebe schwören. Seine Gedanken wurden durch ein metallisches Klirren, das durch das große Haus hallte, unterbrochen.
„Vater ist wohl in der Schmiede,“ dachte er und stand mit dem letzten Stück Brot in der Hand auf, um zu ihm zu eilen.
Er ging aus dem Haus und öffnete behutsam die Tür, die zur Schmiede führte. Er wusste, wie konzentriert sein Vater beim Schmieden war, auch wenn er nicht verstand, warum er es tat. Ihm war klar, dass es zur Tarnung nötig war, aber ein paar wenige Spezialanfertigungen würden es auch schon machen. Stattdessen ging er der Arbeit nach, als wäre es seine Einzige .
Als Thalomir die Axt in den Händen seines Vaters sah, erkannte er, dass sie fast fertig war. Das konnte er nach all den Jahren letztendlich mit Bestimmtheit sagen, auch wenn er sich nie sonderlich für das Schmieden interessiert hatte.
Als er seinen Vater beobachtete, dachte er darüber nach, was die Leute der Stadt wohl sagen würden, wenn sie wüssten, dass er ein Dieb war. Für ihn war es normal. Er war mit dem Diebeshandwerk aufgewachsen und endlich würde auch er ein Mitglied der Schwarzen Hand werden.
Der Vater legte die Axt beiseite. Als er seinen Sohn an der Tür bemerkte, entglitt ihm ein sanftes Lächeln. „Was für ein prächtiger Junge er geworden ist,“ dachte er . „Na hast du ausgeschlafen, Schlafmütze?“
„Noch nicht ganz,“ sagte Thalomir noch ein wenig schläfrig. „Ich hab gestern an Mutter denken müssen. Sie war ja immer ein Gegner der Schwarzen Hand gewesen. Denkst du, sie wäre trotzdem stolz auf mich, wenn sie noch hier wäre?“ fragte Thalomir vorsichtig.
„Weißt du, auch wenn sie andere Ideale anstrebte, als wir es tun, das, was dich ausmacht, wären ihr Grund genug gewesen, stolz auf dich zu sein, glaub mir.“ Er schaute ihn wieder mit seinem sanften Lächeln an, das Thalomir schon oft den Tag gerettet hatte, aber diesmal verschmolz es langsam, in schmerzhafte Züge,
„Was hast du?Ist alles in Ordnung?“, fragte Talomir besorgt.
„Ja, es geht schon. Komm wir gehen ins Haus,“ antwortete der Vater.
Thalomir hatte schon lang nicht mehr über seine Mutter nachgedacht. Sie war früh gestorben und er hatte kaum noch Erinnerungen an sie. Sie hatte schnell gemerkt , dass etwas anders an ihrem Sohn war, schneller als es ihm selbst aufgefallen war. Er hatte sich schon einige Erklärungen zurechtgelegt, aber eine Antwort, die ihn zufriedenstellte, hatte ihm bis heute noch niemand geben können. Es war nicht so, dass ihn seine Fähigkeiten sonderlich störten, ganz im Gegenteil, sie waren sogar sehr nützlich, aber irgendwie fühlte er sich alleine und unverstanden.
So oft hatte er sich schon gefragt, warum er all diese Dinge konnte, die dem Rest der Welt verschlossen blieben. Das Dunkel der Nacht zum Beispiel, hatte Talomir festgestellt, war den anderen Menschen wie ein Hindernis, wie ein schwarzer Schleier, den sie nicht zu durchdringen vermochten. Für ihn war das gänzlich unvorstellbar. Sein Vater meinte dazu, er wäre eben für das Diebeshandwerk geschaffen, aber etwas tief in Thalomir drinnen, sagte ihm, dass seine Bestimmung irgendwo anders lag. Er wusste nur noch nicht wo. Nichts desto trotz liebte er das Stehlen. Nicht den gewöhnlich Taschendiebstahl, sondern viel mehr die Raubzüge in die Häuser der reichen Bürger, in denen wesentlich mehr zu holen war als in deren Taschen. Er liebte es, in den dunklen stillen Häusern umher zu geistern und den unbekannten Duft des Hauses einzuatmen. Es war jedesmal aufs Neue eine Entdeckungsreise in unbekanntes Terrain. Die meisten Leute in der Stadt wären vermutlich entsetzt, würde ihnen jemand flüstern, wieviele einflussreiche Männer ihren Reichtum aus der Gilde bezogen und ihr im Gegenzug einen erheblich Sold an Macht leisteten. Es befanden sich leider auch jede Menge zwielichtiger Gestallten unter den Mitgliedern, die es beim einfachen Bestehlen oft nicht beließen und Morde begangen. So war die Gilde die letzten paar Jahre immer schärfer in das Augenmerk der Stadtwache geraten und das Stehlen wurde Tag für Tag gefährlicher.
„Ich muss etwas Wichtiges mit dir bereden, Thalomir“, sagte sein Vater ernst und setzte sich auf einen Stuhl in der Küche.
„Ich wollte es dir eigentlich erst später sagen“, sprach er langsam weiter, „aber ich glaube es ist besser, wenn du es jetzt gleich erfährst. Du wirst vielleicht nicht ganz damit einverstanden sein, aber mein Entschluss steht fest und daran ist auch nichts mehr zu ändern.“ Er seufzte und nahm einen tiefen Luftzug bevor er weiterredete.“
„Du weißt ja, dass es momentan drunter und drüber bei uns in der Gilde geht. Ein Haufen Dreckskerle hat sich bei uns eingenistet und wir befürchten, dass wir einen Verräter unter uns haben.“
„Was?“, rief Thalomir entgeistert.
„Wir konnten es auch erst kaum glauben, aber alles deutet darauf hin. Immer mehr Mitglieder werden nach und nach verhaftet, ohne dass sie auch nur irgendwie auffällig geworden wären, Dokumente verschwinden und jetzt.... .“ Der Vater sah seinen Sohn bekümmert an,
„Wir nehmen an, dass der Verrat von einem der hohen Mitglieder kommt, der Zugriff auf das Mitgliedsbuch hat. Seit heute Morgen gilt es als vermisst und wenn die Stadtwache das in die Hände bekommt, falls das nicht schon der Fall ist, werden sie einen nach dem andern von uns hängen lassen. Und deswegen möchte ich, dass du aus der Stadt fliehst, noch heute Nacht. Ich habe bereits alles in die Wege geleitet
„Und was ist mit dir?“, fragte Thalomir völlig verwirrt.
„Solange du weg bist, werde ich mich irgendwo in der Stadt verstecken. Ich kann hier nicht weg, zumindest vorerst nicht.“
Thalomir sah ihn mit leerem Blick an. Die Welt schien verrückt geworden zu sein. Er wollte gerade den Mund aufmachen, um zu protestieren, hielt sich dann aber doch noch zurück. Er wusste, dass er gegen die Entschlossenheit seines Vaters nicht ankam, also stand er auf und rannte die Treppe hoch. Im Moment gab es nur eins für ihn, er musste alleine sein. Er öffnete das Fenster in seinem Zimmer und kletterte auf das Dach. Hier kam er immer hin, wenn er Zeit für sich brauchte, um nachzudenken.
Der weite Blick über die Stadt, vermittelte ihm jedes mal ein Gefühl von Freiheit. Er konnte von hier oben aus sogar über die Stadt hinweg sehen, auf das grüne Tal und in der Ferne sah er sogar bereits die verschwimmenden Konturen der Goya Berge. Über die Dächer der Häuser hinwegschauend, atmete er tief ein. Er machte sich keine Illusionen. Die Sache galt es keineswegs zu unterschätzen. Er konnte nicht begreifen was den Vater noch in der Stadt hielt aber er wusste das er ihn Heute vielleicht sogar zum letzten Mal sah. Sich mit diesem Gedanken vertraut zu machen fiel ihm schwer, schwerer als alles andere Vergleichbare. Erst als die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand, machte er sich wieder auf in sein Zimmer.


















Kapitel 2
Der Aufbruch

Thalomir wartete auf seinem Bett, bis sein Vater ihn holen würde. Irgendwie hatte er Angst vor dem, was ihn erwarten würde. Er war noch nie weit außerhalb der Stadt gewesen. Als Kind streifte er häufig in den Wäldern der Umgebung umher und ab und zu besuchte er mit seinem Vater ein paar Bauern, um Nahrung einzukaufen, aber das jetzt war etwas anderes. Soweit er das richtig mitbekommen hatte, würde seine Reise mehrere Tage andauern
Er hörte, wie jemand die Treppe herauf kam. Kurz danach erschien sein Vater im Zimmer. Er hielt Kleidungsstücke und einen kleinen runden Sack in seinen Händen.
„Hier, zieh das an.“, sagte er hastig und warf Thalomir die Sachen hin. „In dem Beutel befinden sich Proviant für einige Tage, eine Karte und noch einiges was du auf deiner Reise brauchen wirst.
Thalomir zog die sich die einfachen Klamotten aus Wolle an , streifte sich seine braune Lederweste über und schwang den Beutel, der mit einem Lederriemen versehen war, über seine schultern.
„Außerdem möchte ich, dass du ein bisschen Geld mitnimmst und diesen Brief. Den gibst du Thasos. Zu ihm führt deine Reise hin, er schuldet mir noch einen kleinen Gefallen und in dem Brief steht alles, was er wissen muss.“
Nachdem er ausgesprochen hatte, schaute er ihn mit einem besorgten lächeln an und drückte ihn fest an sich.
„Deine Reise wird lange und gefährlich“ sagte er ruhig „also pass gut auf dich auf. Es ist schon spät,um Mitternacht müssen wir am Treffpunkt sein“, sagte der Vater etwas in Eile. „Du wirst auch nicht alleine reisen müssen, Tandriel wird dich bis zum Haus seiner Tante begleiten. Sie wohnt in Sâlatas. Und jetzt hör mir gut zu. Es ist wichtig, dass du in Salatas mit Merilia Kontakt aufnimmst. Thasos hat mir gesagt, dass sie dich zu ihm führen wird.
„Und wie soll ich sie finden?“ fragte Thalomir verwirrt.
„Sie ist diejenige die dich finden wird“, antwortet der Vater bestimmt, „mehr kann ich dir auch nicht sagen.“
Sie gingen durch die Tür in die Nacht und Thalomir war sehr erleichtert, dass jemand mit ihm reisen würde. Tandriel war zwar nicht wirklich sein Freund, aber sie kannten sich recht gut und das konnte er nicht von vielen gleichaltrigen behaupten.
Während sie durch die einsamen Gassen eilten erklärte ihm sein Vater schnell, wie alles von statten gehen würde. Sie gingen geradewegs zu Olaf dem Müller. Seine Hütte stand etwas außerhalb von den anderen Häusern am Fluss. Er hatte sich bereit erklärt, die beiden hinten auf seinem Mehlkarren zu verstecken und bis zu der Kreuzung mitzunehmen, an der sich ihre Wege teilen würden. In den letzten Jahren hatte er immer mal wieder Leute aus der Stadt geschleust, was bis heute problemlos von statten gegangen war.
Thalomir vernahm das Plätschern des Flusses und kurz danach konnte er Tandriel sehen, wie er ungeduldig neben dem Karen stand. Beinah hätte er ihn nicht wieder erkannt, er hatte langes zotteliges Haar und war fein eingekleidet, jedenfalls besser als Thalomir. Als sie näher gekommen waren, begrüßte er seinen Weggefährten schüchtern. Tandriel war schlecht gelaunt und nahm die Begrüßung nur wiederwillig entgegen.

„Ihr seit spät dran“, warf Olaf schroff ein und setzte sich demonstrativ vorne auf den Karren um zur Abfahrt zu drängen.
Thalomir hätte sich gerne länger von seinem Vater verabschiedet, aber es kam nur zu einer kurzen Umarmung. Danach stieg er in den Karren, der mit einer Plane aus Baumwolle bedeckt war. Augenblicklich fing der Ochse an zu ziehen und die Fahrt begann. Er öffnete die Plane einen Spalt breit und sah seinem Vater nach, dessen Augen voller Trauer hinter ihm her blickten. Von da an wusste er, dass er ihn heute zum letzten Mal sah und eine warme Träne kullerte über sein Gesicht. Dann legte er sich hin. Er wollte seinen Kopf nicht weiter mit Trauer beladen und versuchte seine schlechten Gedanken zu verdrängen.
Einsam rollte der Wagen durch die Nacht und es dauerte eine Weile, bis sie zum Ende der Stadt gelangten, was Thalomir daran erinnerte, wie groß sie eigentlich war.
Als sie an den Wachen vorbeifuhren, hörte er, wie sie mit Olaf draußen redeten und ihre Stimmen drangen gedämpft durch die Plane an sein Ohr,
„Na Olaf, was musst du denn noch so spät in der Nacht erledigen?“
„Ich hab eine Lieferung, die bis zum Morgengrauen eintreffen muss“, antworte er ruhig.
„Du versuchst doch wohl nicht hier, was an uns vorbei zu schmuggeln, oder ?“ Sagte der andere Wachmann und lachte mit seiner tiefen Bärenartigen Stimme, in der etwas mitschwang, das einem viel über seine Persönlichkeit enthüllte. Er war bekannt dafür, dass er seine Position als Wachmann missbrauchte.
Olaf war sichtlich angespannt und versuchte, so gut es ging, zu lächeln. Er wusste, wie die Strafen in Meteronia ausfielen und das Schmuggeln von zwei Personen war sicherlich kein Kavaliersdelikt.
„Tut uns leid, aber wir haben den Befehl, jeden Wagen zu durchsuchen, also können wir nen kurzen Blick auf deine Fracht werfen?“
„Das würde ich nicht tun.....“, sagte Olaf verzweifelt. Er hatte sich zwar auf diese Situation vorbereitet, aber jetzt, wo es so weit war, übermannte ihn seine Angst und seine Stimme begann zu zittern.
„Warum denn nicht?“ fragte der Wachmann der vorhin noch gelacht hatte nun wesentlich ernster.
„Ich habe hoch ansteckende Seuchenleichen geladen, die unverzüglich verbrannt werden sollen.“, sagte Olaf in einem ernsten Ton.
Thalomir und Tandriel saßen ganz ruhig im Karren und lauschten angestrengt. Sie hofften inständig, dass die Wachen auf diese Szenario reinfallen würden, doch es sah schlecht aus. Was sollte auch ein Müller mit dem Transport von Leichen zu tun haben.
„Hm Leichen soso, ich hab aber nichts von so einem Transport gehört, du etwa?“
„Ne!“ antwortet der mit der tiefen stimme.
„Natürlich habt ihr nichts davon gehört“, sagte Olaf und sprach leise weiter „das ist ja auch streng geheim und wenn ihr beide nicht eure Klappe haltet und überall in der Stadt Panik ausbricht, dann werde ich persönlich dafür sorgen, dass mein Kopf nicht der Einzige sein wird, der rollt! Haben wir uns verstanden?“
Der Wachmann mit der tiefen Stimme beobachtete ihn skeptisch, ließ ihn dann aber widerwillig passieren.
„Sollten wir raus finden, dass an deiner Geschichte irgendwas faul ist, dann bist du dran!“, rief er dem von dannen rollenden Karren hinterher.

Thalomir wusste nicht, wie lange er geschlafen hatte, aber das Geholper des Wagens, das ihn vorher so ruhig hatte einschlafen lassen, weckte ihn nun unsanft. Sie mussten wohl auf einen holprigen Pfad gekommen sein. Er warf einen kurzen Blick nach draußen, der seinen Verdachte bestätigte und steckte seinen Kopf aus der Plane. Sie fuhren auf einem kleinen, von Gras bewachsenen Weg. Auf der rechten Seite war ein dicht bewachsener Wald mit kleinen Bäumen und auf der linken eine hügelige Wiese, die es einem erlaubte weit in die Ferne auf die majestätische Goya Bergkette zu blicken. Die Luft kam ihm unglaublich frisch vor, so wie immer, wenn er bisher auf dem Land gewesen war und die gerade aufgestandene Sonne wärmte sein Gesicht. Er nahm einen Tiefen Atemzug und verschwand dann wieder im Karren.
Tandriel schien das Gewackel nicht sonderlich zu stören, denn er lag seelenruhig und zusammengekauert neben Thalomir und schlief. Wie weit sie wohl schon von Zuhause weg waren, fragte er sich. Den Bergen nach zu urteilen, die ein ganzes Stück näher gekommen waren, hatten sie bereits eine lange Strecke hinter sich gelegt. Er packte die Karte aus seinem Beutel und versuchte ungefähr heraus zu finden, wo sie waren.
Als nächstes mussten sie den Geisterpass durchqueren, der sie direkt ins Königreich Goran geleiten würde. Nach allem was Thalomir wusste, musste es dort zauberhaft sein. Er hatte als Kind immer wieder Geschichten aus diesem Land gehört und sich sehnlichst gewünsch, auch einmal dort zu sein. Ihr König Garolan ist ein weiser und mächtiger Mann, der das Reich in seine goldenen Jahre führte. Er hatte nach Jahrhundertelangen Kriegen gegen die Elfen und ihre Verbündeten, die Drachen, wieder frieden gebracht und dem Reich zur vollen Blüte verholfen.
Ruckartig und unerwartet machte der Waagen plötzlich halt, wovon Tandriel aufwachte. „Was ist denn Passiert?Warum halten wir“ fragte er gähnend und sichtlich schlaftrunken.
„Ich hab keine Ahnung. Vielleicht sind wir ja da“, antwortete Thalomir und nutze die Gelegenheit, um sich ein wenig die Beine zu vertreten. Draußen angelangt, hatte er eigentlich damit gerechnet, Olaf in der Nähe zu entdecken, doch auf die Schnelle konnte er ihn nicht ausfindig machen.
„Komisch, wo kann er nur hin sein? Hier ist weit und breit nichts, was es Wert wäre anzuhalten“. Daraufhin kam auch Tandriel nach draußen mit einer Hand vor dem Gesicht, um sich vor den Sonnenstrahlen zu schützen.
„Vielleicht ist er ja einfach eingeschlafen“, sagte er grimmig.
Thalomir ging, ohne auf die mufflige Anspielung einzugehen, an das vordere Ende des Wagens, um nachzusehen ob Tandriel mit seiner Vermutung recht hatte, doch da saß niemand. Er war wie vom Erdboden verschluckt von einer Sekunde auf die andere.
„Und ist er da hinten?“, fragte Tandriel.
„Nein“, antwortete Thalomir nachdenklich. Der Ochsen am vorderen Ende des Karrens hob gelangweilt seinen Kopf nach hinten und beobachtete ihn mit leerem Ausdruck.
„Wo kann er nur sein? Ich will verdammt noch mal weiter“, sagte Tandriel genervt.
Und wie die Antwort auf ihre Frage hörten sie ein schrilles und kaltes kreischen, dass ihn einen schauer verpasste.
„Hast du das auch gerade gehört?“, fragte Thalomir leise, und blickte sich zu allen Seiten um. „Natürlich hab ich es gehört“, antwortete Tandriel mit zitternder Stimme. Dann hörten sie es ein zweites Mal, nur diesmal schien es bereits viel näher zu sein.
Hals über Kopf stürzten sie zurück in den Karren, um sich unter der Plane zu verstecken und noch während sie rannten, sah Thalomir über den Bäumen das, was den schrecklich Lärm verursacht hatte, drei riesig Vögel in goldener Rüstung.
„Was sind das für Wesen?“, fragte Thalomir schließlich, als sie sich versteckt hatten
„Wieso, hast du sie etwa gesehen?“, fragte Tandriel aufgeregt.
Thalomir schüttelte den Kopf. „Es waren Vogelkrieger oder so etwas in der Art, mit einer metallenen Rüstung.“
Tandriel schaute ihn entsetzt an. „Was?“, schrie er laut, „das kann nicht sein, das sind Harpyien, was wollen die von uns?“ Er atmete heftig. „Wenn das wirklich stimmt und sie unseretwegen hier her kommen, dann müssen wir hier sofort raus!“
Draußen hörten sie die Flügelschläge der unbekannten Angreifer und es hörte sich ganz so an, als ob sie zum Landen ansetzen würden. Thalomir und Tandriel saßen unter der Plane fest. Sie mussten jetzt handeln. Waren die Harpyien erst mal auf der Erde, hatten sie keine Chance mehr ihnen zu entfliehen.
„Wir müssen zum Geisterpass rennen,“ sagte Thalomir schnell.“ Ich weiß von meinem Vater, dass Tiere den Pass intuitiv meiden, also hoffen wir darauf, dass das auch für Harpyien zutrifft.“
„Ok, dann nichts wie los“, rief Tandriel und die beiden stürmten aus ihrem Versteck. Direkt über ihnen schwebten die majestätischen Vogelkrieger. Ihre Rüstung und ihr Helm glänzten in der grellen Morgensonne so sehr, dass sie davon geblendet wurden. Sie rannten so schnell sie konnten und bauten gleich zu Beginn einen guten Vorsprung auf, aber der Pass schien ihnen noch ewig weit weg zu sein. Die Bäume am Rand des Weges rauschten nur so an ihnen vorbei und die kreischenden Harpyien kamen immer näher. Thalomir blickte kurz über seine Schultern nach hinten. Sie hatten sie beinah eingeholt und kamen mit gewaltigen Schritten auf sie zu. Der Pass war nur noch wenige Schritte von ihnen entfernt, aber die Harpyien saßen ihnen im Nacken und waren kurz davor ihre Opfer nieder zu werfen und zu ergreifen
Thalomir meinte den Atem eines Vogels am Nacken zu spüren, da ertönte ein gewaltiger Schrei. Ohne sich um zu drehen, rannten sie in den großen Spalt des Berges.
Es dauerte eine Weile, bis sich Thalomir überwunden hatte ein zweites Mal hinter sich zu blicken. Erleichtert stellte er fest, dass ihre Angreifer gelandet waren und vor dem gewaltigen Pass halt machten. Völlig außer Puste und mit viel Überwindungskraft rief er
„Stop!“
Er ließ sich auf den Boden fallen und atmete tief durch. Noch nie war er in seinem Leben derart schnell vor etwas davongerannt. Die Freude, das Wettrennen überstanden zu haben, ließ ihn lächeln, das schon bald in lautes Lachen überging , in das Tandriel sofort mit einstimmte. Sie erhoben sich von Boden und sahen sich zufrieden an.
„Das war verdammt knapp“, sagte Thalomir und sah den Vögeln am Eingang des Passes nach, die sich mit wütendem Gebrüll davon machten.
„Das kannst du laut sagen. Nur was in Enèls Namen wollten die von uns? Harpyien greifen eigentlich nie grundlos an, die, oder irgendjemand wollte etwas von uns haben, oder uns tot sehn.“
„Was meinst du mit irgendjemand?“, fragte Thalomir verwirrt und immer noch heftig atmend.
„Harpyien sind Söldnerwesen, die meist unter dem Einfluss eines Meisters stehen.“
Schweigsam standen sie auf und erst jetzt, wo der Schrecken aus ihren Knochen gewichen war, nahmen sie die Umgebung wahr. Die gigantischen Felswände an jeder Seite bildeten eine gerade Linie deren Ende sie nicht erblicken konnten und in der Höhe übertraf es alles, was sie jemals gesehen hatten. Die Steinwände war bröselig, so dass immer wieder Brocken von oben herab stürzten und einen hellen, hallenden Klang verursachten. Irgendetwas hatte der Ort an sich das Thalomir nicht ganz geheuer war, sicherlich hatten die Harpyien auch einen guten Grund gehabt sie nicht biss in den Pass hinein zu verfolgen.

Die Sonne stand bereits hoch über ihnen und sie hatten noch keine Pause gemacht, zu wertvoll erschien ihnen die Zeit. Mit den Harpyien, hatten sie für den Tag schon genug Ärger gehabt. Die Worte Tandriels, machten Thalomir große Sorgen, denn sie hatten nichts von besonderem Wert bei sich, zumindest das konnte er von sich mit Sicherheit behaupten. Also musste irgendjemand sie tot sehen wollen. Aber wer? Es wäre ihm neu, dass die Stadtwache von Metheronia im Besitz von Harpyien Söldnern wäre und das war der einzige Feind, den er in dieser Hinsicht kannte. So angestrengt er auch nachgrübelte, er kam auf kein schlüssiges Bild.
„Warst du schonmal in Goran?“, fragte Thalomir um ein wenig auf andere Gedanken zu kommen.
„Früher war ich öfters mal da, um meine Tante zu besuchen, aber das ist schon sehr lange her.“
„Und?“, fragte Thalomir interessiert, „ist es da wirklich so, wie man es sich erzählt?“
„Naja, besser als in Meteronia ist es allemal“, sagte Tandriel und lächelte warm. „Zu viel Hass und Macht regieren die Stadt. Ich bin eigentlich ganz froh mal ein wenig weg zu kommen.“
„Und wieso warst du jetzt schon so lange nicht mehr da?“
„Tja, der Geisterpass ist nicht der eigentliche Weg nach Goran, von dem haben wir erst durch deinen Vater gehört, sondern das Tor der Riesen. Man weiß nicht, von wem es erbaut wurde. Aber ich kann dir sagen, es macht seinem Namen alle Ehre. Schon seid einigen Jahren ist es jetzt geschlossen und keiner weis so richtig was dort vor sich geht.“
„Wie kann denn das möglich sein? Man muss doch irgendwie versucht haben Kontakt durch den Pass aufzunehmen.
„Ich glaube nicht, dass sonst noch jemand außer uns von dem Pass weiß. Ich bin schon eine menge herum gekommen, was nicht viele in diesem verkorksten Land von sich behaupten können und habe trotzdem nichts von einem zweiten Pass nach Goran gewusst, noch davon gehört.“
„Der Pass schien mir aber recht offensichtlich und kaum zu übersehen sein.“
„Vom Pass an sich wissen vermutlich schon einige, aber nicht wohin er führt, genauso wenig wie man weiß ob das Tor der Riesen wirklich von Menschen erbaut wurde.“
„Ich glaube kaum, dass es von Tieren gebaut wurde.“
Tandriel lachte laut auf. „Es gibt noch jede Menge, was du Grünschnabel lernen musst.“
„Was soll denn das heißen?“, fragte Thalomir beleidigt.
„Das heißt nur, dass du noch nicht viel von der Welt gesehen hast, aber das holen wir schon noch nach!“, gab Tandriel mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Thalomir hatte nie sonderlich Sehnsucht nach einem Bruder gehabt, aber so wie Tandriel stellte er ihn sich vor und er war froh, dass er ihn begleitete.
Die Zeit zog sich hin und es der Ausgang war immer noch nicht in Sicht. Thalomir kam es vor, als ob sie bereits Stunden unterwegs waren, aber die Sonne im Gegenzug bewegte sich kaum. Die Zeit schien im Pass eine völlig andere Bedeutung und andere Regeln zu haben. Auch wenn es eigentlich keinen Grund gab sich zu fürchten, wuchs sein Angstzustand, je weiter sie in den Pass schritten. Er fühlte sich beobachtet und all seine Sinne hatten sich verändert, er sah die Welt durch andere Augen, durch eine Art Schleier. Es war wie ein beängstigender Traum, bei dem er nicht genau wusste, ob er echt ist, oder nicht. Die Sonne schien heiß und die kalten Schweißperlen kullerten von seinem Gesicht. Er schaute unauffällig zu Tandriel, den er in der Zwischenzeit völlig vergessen hatte. In seinen Augen erkannt er, dass er ähnliches durchmachte. Sie schauten riesengroß und angsterfüllt stur auf den Boden. Plötzlich ertönte ein schrilles Piepsen direkt an seinem Ohr, das immer lauter wurde. Es war als versuchte etwas in ihn einzudringen. Er wusste nicht, ob er weiter laufen sollte, oder doch lieber so schnell wie möglich zurück rennen, denn viel länger hielt er es nicht mehr durch. Es fiel ihm schwer zu atmen, sein Herz raste und zu allem Übel durchbrach ein schriller Schrei Tandriels die Luft. Thalomir dreht sich zu ihm um, er schaute panisch auf den Boden, der über und über mit schwarzen Vipern bedeckt war. Hilflos und kurz davor seinen Verstand zu verlieren blickte er ihn mit eisig kalten Augen an. In diesem Augenblick, dem Höhepunkt aller schrecklichen Geschehnisse wurde Thalomir vollkommen ruhig, all seine Angst verwandelte sich in pure Gelassenheit und er konnte sehen, was dem Pass seine neuen Ordnungen gab. Es waren Geister, die um sie herum schwebten und ihre eigenen Regeln zu denen des Passes machten. Aber er sah nicht nur die Geister. Alles erstrahlte in einem anderen Licht . Selbstbewusst stand er den Kreaturen gegenüber, die Einlass in seine Seele forderten. Er hatte keine Angst mehr, denn er wusste genau, dass er über ihnen stand. Die Geister hörten auf sich zu bewegen und standen still. Ihre Blicke waren auf Thalomir gerichtet. Er sah direkt in ihre Augen, die stechend scharf und hilflos zugleich versuchten, ihn zu durchdringen. Wie auf einen Befehl hin ließen der Geist Tandriel aus seinem eisigen Griff los und wich von ihm zurück. Er sah mitgenommen aus und blickte verwirrt auf Thalomir. Dann fiel er in Ohnmacht.
Es dauerte über eine Stunde, bis Tandriel wieder zu sich kam. Er blickte um sich und man sah ihm an, dass es ihm bereits viel besser ging.
„Was ist denn passiert?“, fragte er noch etwas niedergeschlagen.
„Geister haben uns angegriffen. Sie wohnen hier im Pass“, antwortete Thalomir ruhig, um ihn nicht in Panik zu versetzen. „Aber keine Sorge, sie sind weg.“
„Das einzige, an das ich ich mich erinnern kann, bist du irgendwo vor mir, aber da waren keine Geister.“
„Dann konntest du sie wohl nicht wahrnehmen“, antworte er nachdenklich. „Aber die Geister waren nicht das einzige, das ich gesehen habe. Da war noch ein Mann.“
„Ein Mann?“, fragte Tandriel ungläubig „Ich glaube nicht, dass sich hier sonst noch irgendjemand reinwagt. Was soll er denn auch hier gesucht haben?“
„Ich konnte nicht allzuviel von ihm erkennen, aber ich glaube er hat uns geholfen.“
„Und wie kommst du darauf?“
„Ich hab ihn zufällig bemerkt, als der Geist dich los gelassen hat. Er stand auf einem Felsvorsprung. hat uns beobachtet und es sah mir ganz danach aus, dass er die Geister unter Kontrolle gehalten hat.“
„Was denkst du, wer das war?“
„Ich weiß es nicht, aber ich denke wir werden es noch herausfinden. Komm jetzt, wir sollten den Pass endlich hinter uns lassen.“ Er reichte ihm die Hand und erst jetzt bemerkte Tandriel, wo sie sich die ganze Zeit befunden hatten, denn der Ausgang des Passes lag nur noch wenige Schritte von ihnen entfernt. Ein beängstigendes Gefühl beschlich ihn bei dem Gedanken, dass er beinah, so kurz vor dem Ziel, den Verstand verloren hätte. Erleichtert traten sie aus dem Spalt des geheimnisvollen Berges und atmeten die frische Luft Gorans ein.
Der Tag neigte sich langsam dem Ende, und die untergehende Sonne tauchte den Himmel in ein Spiel roter Farben. Sie standen auf einem kleinen Felsen und direkt vor ihn war ein Abgrund der ihnen einen Blick auf das Blätterdach eines riesigen Waldes gewährte. Eine sommerlich warme Briese wehte um ihr Gesicht und sie genossen die zauberhafte Sicht über das Land.
„Wir sollten unser Lager aufschlagen.“, sagte Thalomir noch immer mit dem Blick über die Landschaft schweifend. „Hier sind wir sicherer als im Wald und ich will heute auch nicht mehr weiter.“
„Dann geh ich jetzt erstmal Holz fürs Feuer holen.“
Ohne zu antworten, oder den Blick abzuwenden setzte sich Thalomir nieder und genoss den Frieden.

Kapitel 3
Salâtas


Am nächsten Morgen wachte Thalomir vom Geraschel Tandriels auf, der gerade seine Sachen packte. Er bemerkte die Feuerstelle direkt neben ihm und blickte begierig auf den silbernen Topf inmitten der schwach glimmernden Glut.
„Ich hab gestern noch was zu essen gemacht. Wenn du willst, kannst du es als Frühstück haben.“
Ohne näher auf den Inhalt einzugehen, schnappte sich Thalomir den Topf und schlang die Grütze aus zerdrückten Kartoffeln und Hirse hinunter. Er hatte gestern nicht besonders viel gegessen und war froh, endlich wieder etwas in den Magen zu bekommen.
„Sag mal“, fragte er mit noch halb vollem Mund, „haben wir auch noch Wasser?“
„Nein, das letzte hab ich gestern zum Kochen der Hirse verwendet.“
„Und jetzt?“, fragte er.
„Jetzt müssen wir hoffen, dass wir möglichst schnell irgendwo welches her bekommen, aber die Chancen stehen nicht schlecht, dass wir im Wald was finden.“
Tandriel, der zu Ende gepackt hatte, nahm seinen Bogen in die Hand und überprüfte ob er Schaden genommen hatte. Er war aus dunklem Holz mit wunderschönen Verzierungen und Thalomir dachte, er würde selbst einem König alle Ehre machen.
„Woher hast du denn den Bogen?“, fragte er und versuchte dabei nicht zu beeindruckt zu klingen.
„Den hat mir meine Tante geschenkt. Er ist anscheinend aus einem sehr alten und seltenen Holz. Ich kann nur sagen, dass er sich beim Jagen mehr als bewährt hat, aber die Sehne muss erneuert werden, sie spannt nicht mehr richtig.“
„Darf ich ihn mal nehmen?“
Tandriel reichte ihm den Bogen. Er war viel leichter, als es sich Thalomir vorgestellt hatte. Er packte den ledernen Griff und spannte die Sehne.
„Meinst du, wir können uns später mal was kleines jagen?“ Fragte Thalomir noch immer mit dem gespannten Bogen in der Hand.
„Klar, warum nicht?“

Der schöne Himmel von gestern war einem trüben Grau gewichen und die Luft hatte über Nacht stark abgekühlt, was Thalomir jedoch nicht die Stimmung verdarb. Er freute sich auf den heutigen Tag und auf das schöne Goran. Ein letzter Blick über das weite Land bedeutete den Aufbruch der beiden und sie machten sich an den Abstieg. Mehr oder weniger reibungslos kamen sie unten an und fanden sich plötzlich von dicht neben einander stehenden Bäumen wieder. Der nächste Halt auf ihrer Reise würde Sâlatas sein, die Hauptstadt Gorans und Tummelplatz der exotischsten Dinge der Welt.
Alt 08. 04. 2008, 22:02 jonny10 is offline Mit Zitat antworten #1
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Lightbulb Re: Fantasy Buchvorstellung: mein erstes Buch

Zitat:
Es war spät in der Nacht, als das Schicksal seinen Lauf nahm.

bissl früh für einen hinweis auf das ende. also, lass den leser erstmal ruhig in die vernebelte stimmung eintauchen, bevor du zuviel verrätst...

Zitat:
doch heute verlangte das Schicksal etwas anderes von ihnen.

wortwiederholung innerhalb weniger sätze... gestrichen! ausserdem auch hier wieder viel zu früh der hinweis, dass die kerle blöd sind und zur bösen seite gehören. warum dem leser die spannung abnehmen?

Zitat:
kleines Geheimnis mit Sicherheit nicht lange gewahrt. Wir müssen den kleinen

achte auf wortwiederholungen... das wirkt öde

Zitat:
„Jetzt hab ich‘s wirklich,“prustete Grubbert geradezu enthusiastisch heraus, „wir setzten ihn auf den
Fluss, dann treibt er, ohne dass wir irgendwas unternehmen müssen, weit weg.

wenn die typen, wie am anfang beschrieben strohdoof sind, sollte sich das auch in ihrer ausdrucksweise wiederspiegeln. sehr einfache sätze, einfache grammatik, gerne auch mal was falsches. wie gesagt, du musst die charaktere schon durchziehen, sonst -> unglaubwürdig. ausserdem falsche zeitform...

Zitat:
Wege zum schwarzem Fluss, der berechtigterweise seinen Namen trug, denn das Wasser in ihm war pechschwarz.

nimm dem leser nicht immer alles denken ab, der will selber kombinieren...

Zitat:
rannten den kleinen Trampelpfad hinunter zum Fluss, der geradezu melancholisch und ruhig den Empfang des Kindes zu erwarten schien.

och ja... das ist wirklich toll! weiter so...

Zitat:
So schnell wie möglich wollten sie weg von dem Teufelsfluss und die ereignisvolle Nacht vergessen.

Ausdruck -> 4... verbessern!

Zitat:
erfahren würde. Der Junge im Korb nahm die

hier sollte ein absatz rein...

Zitat:
Schlaf aus den Augen und setzte sich in eine aufrechte Lage. Vom Schlaf

Wortwiederholung bei wichtigen weil einprägsamen substantiven!

Zitat:
Als Thalomir die Axt in den Händen seines Vaters sah, erkannte er, dass sie fast fertig war. Das konnte er nach all den Jahren letztendlich mit Bestimmtheit sagen, auch wenn er sich nie sonderlich für das Schmieden interessiert hatte.

das klingt komisch... lass das mal auf dich wirken, nachdem du für 10miuten die augen geschlossen hast und dich in die örtlichkeit und zeit des kerls eingefühlt hast. würde der wirklich sooo denken? ich fühle: nein.

Zitat:
entglitt ihm ein sanftes Lächeln

ich spüre dein talent, viele unterschiedliche synonyme zu finden und zu benutzen. hier ist das etwas danebengangen... "Die Fliege plautzte sanft auf den Tisch"

Zitat:
Er liebte es, in den dunklen stillen Häusern umher zu geistern

er wurde mir doch grad als meisterdieb vorgestellt. warum jetzt dieses zwanghafte verhalten?

------------------

äähhmmm... ich mach jetzt hier mal schluss, weils baby schreit, ich hoffe du hast genug input von mir bekommen... viel spaß noch bei deinem spannenden text und schreib nochmal, wenns fertig ist...

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Alt 08. 04. 2008, 22:24 rHamsys is offline Mit Zitat antworten #2
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Re: Fantasy Buchvorstellung: mein erstes Buch

Vielen dank für deine Mühe, dass waren alles sehr gute beiträge und ich hab sie auch gleich alle verbessert
Nur noch allgemein für die leute die das hier lesen. Wenn ihr das Buch bewertet, dann wertet es bitte nicht als Schulaufgabe, sondern als ein echtes Buch!
Alt 09. 04. 2008, 16:17 jonny10 is offline Mit Zitat antworten #3
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Re: Fantasy Buchvorstellung: mein erstes Buch

also, ich beacker mal noch den rest vom text... wenns recht ist:

Zitat:
ihren Reichtum aus der Gilde bezogen und ihr im

zuviel "Gilde 2" gespielt?

Zitat:
befanden sich leider auch jede Menge zwielichtiger Gestallten

warum "leider"? wer bewertet das? doch sicher nicht die von der Gilde, oder? Gestalten-> Rechtschreibung...

Zitat:
und wir befürchten, dass wir einen Verräter unter uns haben.“

ich glaube "vermuten" klingt hier besser...

Zitat:
hielt sich dann aber doch noch zurück.

"noch" zurück? danach kommt keine äußerung mehr von ihm, also weg mit dem "noch"...

Zitat:
Im Moment gab es nur eins für ihn, er musste alleine sein.

also das ist nicht gerade literaturdeutsch... Wie wärs mit: "Er fühlte das starke Bedürfnis, alleine zu sein." das andere ist eher slang vom ende des 20. jahrhunderts

Zitat:
Hier kam er immer hin...

Heisst wohl eher: Hier kam er immer her..."

Zitat:
Der weite Blick über die Stadt, vermittelte ihm jedes mal ein Gefühl von Freiheit.

fast in jedem satz steckt ein bezug zu dem, wie es "sonst" ist. das geht zumindest mir auf dauer auf die ketten. die story spielt im moment, das interessiert nicht, wie es "sonst" ist und lenkt immer wieder störend von dem "jetzigen" weil wichtigen moment ab. wenn es wichtig ist, dass er schon früher hier war, dann mach ganze sätze dazu und formulier die ganze geschichte, aber immer so brocken hingeworfen zu bekommen ist für den leser ermüdend. (gilt auch für die anderen stellen, die ich nicht extra anmarkere...)

Zitat:
sogar über die Stadt hinweg sehen, auf das grüne Tal und in der Ferne sah er sogar

wortwiederholung...

Zitat:
Er machte sich keine Illusionen

illusionen von was?

Zitat:
machte er sich wieder auf in sein Zimmer.

was für ein ausdruck... klingt danach, als ob der schreiber froh ist, dass das kapitel zu ende ist. also ehrlich... bissl mehr mühe mit der schönen deutschen sprache

... weiter im nächsten post...
Alt 09. 04. 2008, 17:40 rHamsys is offline Mit Zitat antworten #4
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Re: Fantasy Buchvorstellung: mein erstes Buch

Zitat:
schultern...gleichaltrigen

groß-/kleinschreibung musste mal prüfen, sind überall paar fehler, aber nimm dir kein beispiel an mir!

Zitat:
ihre Wege teilen würden

heisst das nicht eher "trennen" statt "teilen"?

Zitat:
begrüßte er seinen Weggefährten schüchtern

das passt nicht so ganz, denn so wie du ihn eingeführt hast gibts dazu keine grund... oder doch?

Zitat:
Trauer hinter ihm her blickten. Von da an wusste er, dass er ihn heute zum letzten Mal sah und eine warme Träne kullerte über sein Gesicht. Dann legte er sich hin. Er wollte seinen Kopf nicht weiter mit Trauer beladen

wortwiederholung. vieleicht traurigkeit oder berührung statt trauer?

Zitat:
das ist ja auch streng geheim

also sehr spannend bis hierher, aber diese passage klingt ein wenig unglaubwürdig.

Zitat:
„Was?“, schrie er laut, „das kann nicht sein

also ich in dieser situation würde direkt nicht schreien, ausser ich möchte riskieren dass die mich entdecken. aber warum verstecken die sich dann unter der plane?

Zitat:
Die Zeit zog sich hin und es der Ausgang war immer

wort zuviel?

Zitat:
...aber die Sonne im Gegenzug bewegte sich kaum.

ausdruck... besser: "...aber im Gegensatz dazu bewegte sich die Sonne kaum."

Zitat:
...und andere Regeln zu haben.

vorschlag: "...und anderen Regeln zu folgen."

Zitat:
heiß und die kalten Schweißperlen kullerten von seinem Gesicht.

"kullern" passt irgendwie nicht zu der bedrückenden stimmung im pass mit der heissen sonne. das klingt einfach zu niedlich...

Zitat:
und man sah ihm an, dass es ihm bereits viel besser ging.

"man"? wer war denn noch mit im pass? du verwendest öfter das wort "man". das ist schlechtes deutsch und bedeutet soviel wie "gar niemand". mal ist es ja angebracht, aber nicht so oft und vor allem nicht als stilmittel...

################

also ich sag mal, spannender text, der rest liest sich gut. vor allem der zweite teil ist besser als der erste. ich merke, du hast da schon mehr übung... ich hoffe ich war nicht zu kleinlich und ich bin gespannt wies weiter geht.

Alt 09. 04. 2008, 19:05 rHamsys is offline Mit Zitat antworten #5
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Re: Fantasy Buchvorstellung: mein erstes Buch

Vielen dank nochmal dass du dir die ganze mühe machst, dass find ich wirklich spupie
Ich poste hier nochmal nen kleinen Teil weil er, wie ich denke, einige wichtige Dinge beinhaltet. Mit dem Rest der dann noch fehlt bin ich selbst noch nicht ganz zufrieden. Ich denke am weekend kommt dann noch einiges dazu und dann poste ich das was noch fehlt.



Der Wald wirkte sehr geheimnisvoll auf Thalomir so, als würde er das Leben oder die Seele des Waldes spüren. Es kam ihm sogar manchmal so vor, als würde er den Atem des Waldes hören. Das ohnehin schon schwache Licht wurde von dem gewaltigen Blätterdach zusätzlich gedämpft und ließ den Wald in einem milchig, nebligen Licht erscheinen, das zusammen mit dem weichen Moos auf dem Boden einen harmonischen und friedlichen Eindruck machte. Die Bäume sahen sehr alt aus und sie knarrten gequält unter dem kühlen Wind, der über ihre Wipfeln fegte.
„Ich freu mich schon auf den Salâtesischen Markt“, sagte Thalomir mit einem Lächeln auf den Lippen. „Ich hab ja so einiges gehört, was es da alles geben soll, aber ich trau dem Ganzen erst wenn ich es mit eigenen Augen gesehen habe.“
„Was hast du denn gehört?“
„Einmal hat mir jemand von einem Tier erzählt, das dort anscheinend zur Schau gestellt wurde. Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wie er es beschrieben hat, aber ich weiß noch, dass es äußerst bizarr war.“
„Na, das kann schon sein, es kommt oft vor das die Jäger der Umgebung ihre neuen Fänge darbieten und ab und an ist auch mal was Außergewöhnliches dabei. Zum Beispiel hab ich mal ein drachenjunges dort gesehen.“
„Was?“ rief Thalomir entgeistert „Du hast schon einen echten Drachen gesehen?“
„Ja, aber wie gesagt, noch einen sehr kleinen“ antwortete Tandriel lachend „Du hast ja wirklich hinter dem Mond gelebt.“
„Ich weiß“ gab Thalomir kleinlaut zu. „Aber ich hab das Gefühl, dass mich mein Vater absichtlich nie von Zuhause weg gelassen hat.“
„Warum sollte er das denn tun?“
„Ich weiß nicht, ist nur so ein Gefühl. Warum sollte er sonst...“
„Pst!“, unterbrach ihn Tandriel, „hörst du das auch?“
„Was denn?“
„Hört sich an wie ein Fluss.“
Beide lauschten nach dem noch weit entfernten Klang des Wassers. Sie hatten beide Durst und das Bedürfnis sich zu waschen. Sie folgten dem Geräusch, das immer lauter wurde, bis sie plötzlich vor einem kleinen Wasserfall standen, der in ein Becken rauschte, das zum Schwimmen geradezu einlud. Die eine Seite des nachfolgenden Flusses war durch einen langen Felsen aus rötlichem Gestein versperrt und auf der anderen bot sich ein Blick auf einen kleinen roten Strand, der sich langsam im Wald verlor. Der Boden war überwuchert von dicken, kräftigen Wurzeln, die sich durch den Sand schlängelten und ausgewaschenen Felsbrocken. Es war ein Ort der Entspannung, der sicher sein übriges dazu beigetragen hätte wenn es an diesem Tag nicht so kalt gewesen wäre.
„Wer zu letzt im Wasser ist, ist ein Verlierer“, rief Tandriel und zog sich so schnell es ging aus. Thalomir brauchte eine Weile, bis er verstanden hatte und riss sich schließlich hektisch die Klamotten vom Leib. Tandriel sprang als erster, kurz darauf war auch Thalomir so weit. Auch wenn es nicht besonders hoch war hatte er doch Respekt davor ins tiefe, unbekannte Wasser zu hüpfen.
„Hast du etwa Angst?“rief Tandriel und spritzte Thalomir Nass. Ein paar eisige tropfen landeten auf ihm und brachten ihn zum frösteln. Er gab sich einen Ruck und landete schließlich mit einem lauten Platschen im Fluss.
Das Wasser war geradezu eisig kalt, aber es beruhigte ihre von der langen Wanderung angespannten Muskeln und löschte ihren Durst. Begierig tranken sie und genossen die Sorglosigkeit, mit der sie die letzten Tage nicht all zu oft konfrontiert wurden. Der Wasserfall rauschte an der kargen, schwarzen Felswand hinunter und gab sein munteres Glucksen von sich.
„Ich bin wirklich froh, aus Meteronia raus zu sein“, sagte Tandriel gelassen auf dem Wasser treibend. „Als ich gehört habe, dass sie das Tor der Riesen geschlossen haben, dachte ich schon ich komme nie wieder da raus“
„Warum seid ihr nicht in Goran geblieben?“
„Wir haben mal darüber nachgedacht, aber das ist leider nicht so einfach, wie man es sich vorstellt.“
Thalomir tauchte kurz unter um seinen Kopf etwas zu kühlen. Das Wasser war an dieser Stelle sehr tief, Er konnte den Boden nicht einmal erreichen, was ihm immer ein Gefühl der Unsicherheit gab und zusammen mit dem Dröhnen des Wasserfalls tauchte er unbehaglich wieder auf.
„Hey, du kannst doch nicht während ich gerade rede, einfach so abtauchen“, sagte Tandriel lachend und bespritzte ihm mit einer Ladung Wasser
„Na warte!“, rief er Tandriel hinterher der bereits von ihm flüchtete. Kurz bevor er ihn eingeholt hatte, hob Tandriel ernst den Finger vor den Mund. Thalomir musste erst überlegen ob er seinen Ernst nur vortäuschte oder nicht, aber er merkte schnell, dass irgendetwas nicht stimmte.
„Was ist den los?“, fragte er leise.
„Da hinten war irgendwas.“
„Meinst du nicht dass du dir das bloß einbildest?“
„Nein, ich bin mir sicher, dass dort hinten etwas war“, sagte er bestimmt und schwamm langsam Richtung Ufer, wo er seinen Bogen griffbereit hingelegt hatte. Er nahm sich drei Pfeile mit und schwamm langsam rückwärts auf einen großen Stein, der mitten im Fluss stand, immer den Wald im Blickfeld. Den Bogen hielt über dem Wasser so, dass er ständig schussbereit war. In der kurzen Zeit, in der er auf den Stein kletterte, blieb Thalomir im Wasser und erblickte plötzlich ihren Beobachter mit samtig leisen Schritten aus dem Wald treten. Es war das schönste Tier, das Thalomir jemals zu Gesicht bekommen hatte. Es sah aus wie eine Löwin, nur noch größer und kräftiger, aber keineswegs unbeholfen. Es stolzierte majestätisch und selbstsicher am Flussufer hin und her und wendete seinen Blick nicht von Thalomir ab. Sein bräunliches Fell glänzte seidig weich und seine geheimnisvollen Augen schienen direkt in Thalomirs Seele blicken zu können. Er verspürte eine tiefe Verbundenheit zu dem Tier und seltsamerweise keine Angst, so wie er es eigentlich erwartet hätte. Im letzten Moment sah er Tandriel, der seinen Bogen bereits gespannt hatte und auf das Tier zielte.
„Lass das!“ rief er laut. „Es gehört zu mir!“
„Was?“, fragte Tandriel angespannt „entweder wir oder er? Da fällt einem die Entscheidung leichter“ antwortete er schroffe und spannt wieder seinen Bogen.
„Nein, er wird uns nichts machen, vertrau mir.“
Thalomir schwamm langsam auf das Tier zu, das sich bereits vor Freude auf sein kommen auf dem Boden wälzte.
„Bist du verrückt?“ rief ihm Tandriel hinterher „Komm zurück.“
Thalomir hörte ihm gar nicht mehr zu und ging weiter darauf zu. Es lag ruhig auf dem sandigen Boden und beobachtete ihn eindringlich. „Aus der nähe sieht es noch viel schöner aus“ dachte er sich und streckte die Hand aus um es zu berühren. Es sah fast so aus als würde es Thalomir angrinsen und begann zufrieden an zu schnurren. Sein Fell war erstaunlich weich und von seinem Körper ging eine wohlige wärme aus.
Tandriel der seinen Augen kaum traute kam nun auch ans Ufer geschwommen.
„Bist du etwa ein Tier Guru oder so etwas in der Art?“, fragte er verwirrt.
„Nein.“, sagte Thalomir und lachte, „eigentlich nicht, aber das ist kein normales Tier.“
„Sieht aber ganz schön normal aus.“
„Ja, aber es ist mir so vertraut als ob es schon immer zu mir gehört hat.“
„Und was machen wir jetzt damit?“
„Mit dem Tier?“, fragte er und Tandriel nickte, „Ich weis nicht. Ich denke es wird uns folgen.“
Sie zogen sich ihre Klamotten wieder an, rafften ihr Gepäck zusammen und machten sich auf den Weg um dem Tier zu verdeutlichen, dass es weiterginge. Doch es blieb sitzen und schaute ihnen mit angewinkeltem Kopf hinterher. Thalomir schaute immer wieder zurück und befürchtet schon es würde ewig sitzen bleiben.
„Komm jetzt endlich“, rief er, und schließlich stand das Tier auf und trottete den beiden hinterher. Thalomir war selbst erstaunt darüber wie schnell es gehorcht hatte und blickte stolz auf Tandriel, der nicht ganz von den guten Absichten des Tieres überzeugt war.
Der Tag verlief ruhig und am Abend gelangten sie schließlich ans ende des Waldes, wo sie eine endlos weite Wiese erwartet. Es wurde zunehmend stürmisch und die Wolken wurden schwärzer. Sie mussten sich schnellst möglichst einen Unterschlupf suchen, wo sie übernachten konnten.
„Und was willst du mit deinem Tier machen wenn wir um Verpflegung beten?“, fragte ihn Tandriel, der fast schon schreien musste damit seine Stimme nicht im Wind Unterging. „Die werden uns wohl kaum was zu essen geben, wenn sie selbst befürchten gegessen zu werden.“
„Da wird uns schon noch was einfallen“ rief Thalomir zurück.
Der Wind peitschte ihnen die harten Regentropfen ins Gesicht und es sah nicht danach aus, das der Sturm bald mit seinem Toben aufhören würde. Verzweifelt und schon fast ohne Hoffnung, erblickten sie in der Ferne eine kleine Bauernhütte mit einer Scheune. Sie erhöhten ihr Lauftempo ein wenig und freuten sich innerlich schon auf das Warme Haus.
„Was meinst du, sieht ziemlich dunkel aus da drinnen.“, sagte Tandriel als sie vor der Hütte standen.
Thalomir schaute das Tier an, dass ihm sofort seine Aufmerksamkeit schenkte. „Du gehst und wartest hinterm Haus auf uns.“, sagte er ihm. Es schaute ihn mit seinen großen Augen an, als wolle es ihm zustimmen und ging schließlich, wie ihm befohlen wurde.
Tandriel schaute vollkommen ratlos auf seinen Freund. „Zuerst dachte ich ja du währst übergeschnappt, aber vielleicht ist ja doch was dran an dem was du gesagt hast.
Thalomir lächelte und klopfte schließlich an der Tür, die unerwarteter Weise offen war und durch das klopfen mit einem lauten knarren auf ging. Als sie rein gingen wurden sie von einem stechenden, unangenehmen Geruch überrascht.
„Hallo, ist da jemand?“ rief Thalomir und hob sich eine Hand vor die Nase.
Das Haus was dreckig, überall waren Möbel umgeschmissen und jede menge Gegenstände waren auf dem Boden verteilt.
„Was ist denn hier passiert?“, fragte er.
„Ich weis es nicht, aber ich denke das möchte ich auch gar nicht!“, antwortete ihm Tandriel blass und zeigte auf den Boden in der Küche. Thalomir kam sofort herbei geeilt und sah ein Bild des Schreckens vor sich. Auf dem Boden lag ein Haufen toter Menschen, darunter auch Kinder, was Thalomir nur anhand ihrer Größe schließen konnte. Ihre Gesichter waren von Angst verzerrt und entsetzlich zugerichtet. Überall flogen Fliegen und der Verwesungsgestank ließ ihnen die Leichen noch näher erscheinen als sie es ohnehin schon waren. So schnell es ging stürzten sie wieder aus dem Haus.
„Wer tut so etwas schreckliches“, rieft Thalomir angeekelt und entsetzt. Tandriel stand noch immer unter schock und zitterte.
„Schnell lass uns in die Scheune gehen, bevor wir noch erfrieren“, schlug Thalomir vor und packte Tandriel am Arm der immer noch fassungslos war.
Sie öffneten das große Tor zur Scheune in der das Heu meterhoch gestapelt war. Das Tier hatte sich bereits auf einem kleinen Haufen gemütlich gemacht und hob seinen Kopf als die beiden eintraten.
„Hier haben wir´s erstmal trocken.“, sagte Thalomir und schmiss seine Sachen auf den Boden. Tandriel hatte sich mittlerweile auch wieder beruhigt und setzte sich.
„Wer bringt so etwas nur zustande?“, fragte er traurig, „eine ganze Familie einfach so ausgelöscht.“
„Wir sollten jetzt besser schlafen und uns erholen, sonst machen wir nur noch alles schlimmer.“, antwortete ihm Thalomir und machte sich einen kleinen Schlafplatz aus Heu. Als er sich hingelegt hatte, stand das Tier auf und lief zu ihm rüber. Es legte sich direkt neben ihn und wärmte seinen von der Nässe unterkühlten Körper. Der Wind heulte über die Scheune hinweg und der Regen plätscherte auf das Dach. Mit der sich immer weiter entfernenden Melodie des Sturmes, trat er hinüber in die Welt der Träume.

Er Befand sich weit oben auf einem Berg wieder und schaute auf eine große wunderschöne Stadt herunter, die in der Sonne glänzte.
„Da bist du ja Thalomir“, sprach eine helle,reine Stimme hinter ihm.
Er drehte sich um und sah in die leuchtenden Augen seines Tieres.
„Mein Name ist Karash und ich bin dein Seelentier.“, sprach es mit seiner sanften Stimme weiter. „Wenn das Schicksal es zulässt, ist es uns möglich im Traum miteinander zu sprechen und es gibt einiges was du von mir erfahren musst.“
„Du bist mein Seelentier?“, fragte Thalomir, der nicht genau wusste was er darunter verstehen sollt, „Und warum habe gerade ich ein Seelentier?“
„Das wirst du selbst herausfinden müssen. Ich bin nicht da um Fragen zu beantworten, dazu ist die zeit zu knapp, sondern um dir sagen was du wissen musst. Also höre mir gut zu.“ Karash lief auf Thalomir zu und stellte sich schließlich neben ihn an die Klippe und blickte auf die unbekannte Stadt.
„Vor einigen Jahren, noch vor deiner Zeit, kamen drei mächtige Magier von einer anderen Welt zu uns. Einer Welt die unserer sehr verschieden ist und ihr doch gleicht. Die dort herrschende Magie ist weit aus umfangreicher und vertrauter als wir es hier gewohnt sind. Sie wollten unserer Welt mit ihrem Wissen helfen, dass sie eine bessere wird, so wie ihre. Aber mit zwei Dingen haben sie nicht gerechnet. Macht und Gier beschlichen ihre Herzen. Zwei Gefühle die sie aus ihrer Welt nicht kannten und so verfielen sie der dunklen Magie! “
„Dunkle Magie?“, fragte Thalomir, für den vieles was er hörte neu und fremd war.
„Magie ist überall in jedem Baum und jedem Stein, in manchem mehr und in manchem weniger. Mann muss sie nur spüren und lernen zu nutzen. Nun gibt es aber zwei verschiedene Wege ihr näher zu kommen. Bei der einen lernt mann ihre Sprache und bei der anderen nutz mann sie aus und zieht sie aus den Gegenständen heraus bis sie schließlich zerstört sind. Die Magier, die der dunklen Magie verfielen hießen Fogriel und Solumal. Sie unterjochten das Land Feral und machten sich zu seinen Königen. Seid dem führten sie Kriege, und gierten nach immer mehr Macht. Sie beuten das Land aus, immer auf der Suche nach dem Erz mit der stärksten Magie. Doch sie begannen sich über die Jahre sich zu misstrauen und sahen einen Verräter in dem Andern. Bis es zum Kampf der beiden kam und Fogriel durch die Hand seines Freundes starb. Seit dem regiert Solumal alleine und unbarmherzig über sein Land. Schon lange wünscht er sich die Herrschaft über Goran. Ich weiß nicht was er sich erhofft dort zu finden. Aber ich weiß, dass die Zukunft große Probleme mit sich bringen wird, wenn mann ihn nicht aufhält und zwar nicht nur für unsere Welt.“
„Aber was hab ich damit zu tun?“, fragte Thalomir völlig verwirrt und überfordert „Ich kann doch gar nichts dagegen tun! Wie soll ich denn gegen einen mächtigen Magier irgendetwas anrichten?“
„Noch können wir nichts machen. Aber ich habe dir noch nicht von dem dritten Magiern erzählt. Er ist nicht von der dunklen Magie beeinflusst und lebt abgeschieden im Gebirge. Sein Name ist Thalos und er wird dich unterrichten in allem was er weiß.“
Thalomir war fassungslos, er konnte sich das alles nicht erklären. Der Mann zu dem ihm sein Vater schickte war plötzlich ein Magier aus einer anderen Welt und er sollte die unheilvolle Zukunft ändern und Solumal aufhalten. Es passte einfach alles nicht zusammen, er war ja noch nicht mal irgendetwas besonderes.
„Das kann nicht sein, du musst mich verwechseln, ich kann das alles nicht.“
„Ich bin dein Seelentier!“, sagte Karash während seine Konturen langsam verschwommen und er sich auflösten, „Ich kann dich nicht verwechseln.“

Schweissgebadet wachte Thalomir auf. Er ließ seinen Blick über die Scheune schweifen und bemerkte Tandriel, der neben ihm noch vor sich hin schlummerte. Durch die Ritzen der alten Scheune schien die Sonne und bestrahlte fleckenweise das Heu. Thalomir dachte nochmals über den Traum nach, den er gehabt hatte. Er konnte es immer noch nicht Fassen was er gehört hatte. Woher kannte sein Vater Thasos und wusste er überhaupt, dass er ein Magier war? Konnte er wirklich der Richtige für diese Aufgabe sein? Bevor er noch Kopfschmerzen bekam beschloss er, sich lieber anzuziehen und auf andere Gedanken zu kommen.
Alt 10. 04. 2008, 16:03 jonny10 is offline Mit Zitat antworten #6
rHamsys
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Post Re: Fantasy Buchvorstellung: mein erstes Buch

Zitat:
Der Wald wirkte sehr geheimnisvoll auf Thalomir so, als würde er das Leben oder die Seele des Waldes spüren.

wunderbar...

Zitat:
Es kam ihm sogar manchmal so vor, als würde er

Da haben wir wieder diese ständige "also sonst ist immer so" Form. Sag doch, dass es ihm jetzt so vorkommt...

Zitat:
harmonischen und friedlichen Eindruck machte. Die Bäume sahen sehr alt aus und sie knarrten gequält

erst harmonisch und friedlich und dann gequält... irgendwas stimmt da nicht. Wechsel doch nicht ständig die Stimmungen... Da kommt der Leser aus dem Rhytmus...

Zitat:
„Du hast ja wirklich hinter dem Mond gelebt.“

Ist vom Ausdruck her nicht grad allererste Sahne...

Zitat:
„Ich weiß“ gab Thalomir kleinlaut zu. „Aber ich hab das Gefühl, dass mich mein Vater absichtlich nie von Zuhause weg gelassen hat.“
„Warum sollte er das denn tun?“
„Ich weiß nicht, ist nur so ein Gefühl. Warum sollte er sonst...“
„Pst!“, unterbrach ihn Tandriel, „hörst du das auch?“
„Was denn?“

Du hast ein Talent für wörtliche Rede. Wirklich. Bau das ruhig noch mehr aus...

Zitat:
Ein paar eisige tropfen landeten auf ihm und brachten ihn zum frösteln. Er gab sich einen Ruck und landete schließlich mit einem lauten Platschen im Fluss.
Das Wasser war geradezu eisig kalt

WW: eisig, Rechtschreibung = katastrophal, "Platschen" klingt zu tölpelhaft und nicht richtig in Übereinstimmung mit "Ruck"

Zitat:
und genossen die Sorglosigkeit, mit der sie die letzten Tage nicht all zu oft konfrontiert wurden.

klingt komisch, denn mit Sorglosigkeit wird man nicht "konfrontiert", genausowenig wie man von Liebe angepöbelt wird

Zitat:
was ihm immer ein Gefühl der Unsicherheit gab

ach menno... warum denn hier nun "immer"??? hat hier nix verloren. bleib im MOMENT!

Zitat:
„Nein, er wird uns nichts machen, vertrau mir.“

"nichts machen"??? Wasn das für deutsch?

Zitat:
Der Wind peitschte ihnen die harten Regentropfen ins Gesicht und es sah nicht danach aus, das der Sturm bald mit seinem Toben aufhören würde.

Schöner Satz...

Zitat:
erhöhten ihr Lauftempo ein wenig und freuten sich innerlich schon auf das Warme Haus.

Lass das "schon" weg und schon klingts besser...

Zitat:
Als sie rein gingen

Slang... "Als sie hinein gingen..."

Zitat:
Auf dem Boden lag ein Haufen toter Menschen,

...klingt komisch...

Zitat:
„Wir sollten jetzt besser schlafen und uns erholen, sonst machen wir nur noch alles schlimmer.“

Das klingt noch komischer, weil sie doch nichts "gemacht" haben...

Zitat:
Er Befand sich weit oben auf einem Berg wieder und schaute auf eine große wunderschöne Stadt herunter, die in der Sonne glänzte.

"Er fand sich weit oben auf einem Berg wieder und schaute auf eine große, wunderschöne Stadt, deren golden schimmernde Dächer in der Sonne glänzten."

Zitat:
„Dunkle Magie?“, fragte Thalomir, für den vieles was er hörte neu und fremd war.

„Dunkle Magie?“, fragte Thalomir, dem vieles neu und fremd war, was er hörte.

Zitat:
Doch sie begannen sich über die Jahre sich zu misstrauen

einmal "sich" zuviel...

Zitat:
Es passte einfach alles nicht zusammen, er war ja noch nicht mal irgendetwas besonderes.

Schrecklicher Satz, einfach besser weglassen oder komplett umformulieren...

Zitat:
Konnte er wirklich der Richtige für diese Aufgabe sein?

Ein bisschen früher Hinweis, dass es sich um eine Aufgabe handelt... Klingt immer bisschen nach 0815 Fantasy, so mit Quest und Held, der noch nicht glaubt, der Auserwählte zu sein... naja... Wäre schön, er würde sich selbst dies zur Aufgabe machen und nicht so sehr fremdgesteuert erscheinen.

Gut gemacht bis hierher... Ich hoffe ich war nicht zu hart zu dir.

Schönes Wochenende
rHamsys
Alt 11. 04. 2008, 21:32 rHamsys is offline Mit Zitat antworten #7
jonny10
Mitglied
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Registrierungsdatum: Jan 2005
Beiträge: 26
Re: Fantasy Buchvorstellung: mein erstes Buch

Das war wieder einmal sehr hilfreich. Wie gesagt, im laufe der nächsten Woche wird noch was kommen aber dann, denke ich, hast d