Also ich hab selbst ne Schreckschusswaffe und führe sie regelmäßig im geladenen Zustand mit Pfeffer und CS Munition. Zur Selbstverteidigung ist ne SSW meienr Meinung nach wesentlich besser geeignet als Pfefferspray, Schlagstöcke oder gar Messer. 1. bringt eine SSW einen enormen psychologischen Faktor mit sich, 2. ist die Wirkung sehr stark, aber dennoch ungefährlich. Der Besitz ist überings für alle Erwachsenen legal, Führen darf man die SSW nur mit einem kleinen Waffenschein.
Hier auch ne kleine Zusammenfassung Quelle ist
http://www.co2air.de/wbb2/thread.php?threadid=23537 :
"Ein kleines Essay über Gaswaffen als Selbstverteidigungsmittel
Vorwort:
Ich weiß, es ist ein ziemlich überdiskutiertes Thema, und die Mehrheit der CO2Air-User sind gegen Selbstverteidigung mit diesem Mitteln. Gassprays werden meistens als bessere Alternative zu Gaswaffen erwähnt, daher möchte ich die beiden Systeme vergleichen. (Lasst mich hinzufügen, dass mein Standpunkt nicht die absolute Wahrheit ist.)
1. Nutzbare Einsatzreichweite und Notwendigkeit des Zielens:
Die Randfeuermunition (6mmFlobPlatz und .22Knall) schaffen nicht mehr als 1-1,5 Meter und die Wolke ist recht klein und nicht dicht genug. Die CN-Ladung ist die schwächste der erhältlichen drei Reizstoffvarianten. Nicht so brauchbar für Verteidigungszwecke.
Die Zentralfeuerkaliber (.315K, 8mmK, 9mmRK, 9mmPAK, .35K, .45ShortK) sind imstande, eine großvolumige Reizstoffwolke zu erzeugen. Dabei ist die effektive Reichweite nicht gleich der Reichweite der sichtbaren Wolke (Feststoffanteil). Es tritt auch außerhalb der sichtbaren Wolke eine Reizung auf!
In den Quellen werden recht unterschiedliche Reichweiten für die Zentralfeuermuniton angegeben, je nachdem, ob visuelle Mittel (Augen oder Kameras) oder chemische Analysegeräte (Gaschromatographen) eingesetzt wurden.
Die Ergebnisse ergeben 2-3 Meter für erstere Variante und 3-4,5 Meter für letztere.Wir können also sicher sein, dass diese Kaliber auf 3 Meter effektiv wirken. Das ist mehr als genug, um Kontakt mit einem Angreifer zu vermeiden.
Gassprays verfügen über etwas andere Methoden des Reizstoffausstoßes (in flüssiger Form mit organischen Lösungsmitteln). Hat man ein "long-range"-Spray (2-4 Meter), so wird ein Strahl erzeugt, der genau auf den sich schnell bewegenden Kopfbereich gezielt werden muss. Dies ist unter Stress recht schwierig. Im Falle der wolkenerzeugenden Sprays ist die effektive Reichweite sehr eingeschränkt, oft nur 1-1,5 Meter.
Schlussfolgerung:
Die Zentralfeuer-Gaswaffen haben grössere effektive Wolken, womit es leichter ist, das Gesicht unter Stress zu treffen und verfügen über gleiche oder grössere Einsatzreichweite als die meisten Sprays. Durch die Waffenform ist mit ihnen leichter zu zielen (auch wenn man es nicht braucht) als mit Sprays (wo man zielen muss).
Die Sprays mit Pistolengriffen und großer Reichweite (z.B. Hoernecke Pepper-GIGANT/Jet) sind unmöglich zu führen.
2. Psychologischer Effekt (Eskalation/Deeskalation)
Gassprays verfügen über keinerlei abschreckenden Effekt aufgrund ihres Aussehens. Wenn man ein Gasspray zieht, muss man es sofort benutzen (Eskalation?), niemand wird durch das Teil an sich eingeschüchtert.
Wenn man internationale Statistiken über die defensive Verwendung von Feuerwaffen vergleicht, wird man herausfinden, dass in den meisten Fällen (90+%) nicht ein Schuss gefallen ist (Deeskalation?). Der unbewaffnete Angreifer wird vermutlich nicht versuchen herauszufinden, ob das wie eine Waffe aussehende Ding echt ist oder nicht.
Oft wird gegen die Gaswaffen zitiert, dass "der Angreifer eine echte Waffe ziehen und dich töten wird". Aber wie wahrscheinlich ist dies? Es gibt mehrere Zehnmillionen Gaswaffen in Europa, trotzdem findet man nicht viele Beweise für diese Behauptung. Wie oft wurde im letzten Jahr ein gesetztestreuer Gaswaffenbesitzer in berechtigter Notwehrsituation durch eine echte Waffe getötet?
Die Wahrheit ist, dass es fast nie passiert!
Wie sollten nicht vergessen, dass wir normal Durchschnittsbürger sind, nicht Mafia-Mitglieder, welche durch mit Maschinenpistolen Gangster ermordet werden. Der normale Bürger - laut der Kriminalstatistiken - wird meist mit den bloßen Händen, abgebrochenen Gläsern/Flaschen, Küchenmesser usw. angegriffen.
Gegen diese ist eine Gaswaffen effektiv und brauchbar.
Es gibt ein anderes hohes Risiko für den Durchschnittsbürger: angreifende Hunde.Die Hunde werden nicht nur durch den Reizstoff abgewehrt, sondern auch durch die Druckwelle und den Mündungsblitz. Die Hunde werden keine Waffe gegen dich ziehen, da bin ich sicher.
(Druckwelle und Mündungsblitz haben auch einen gewissen psychischen Effekt auf menschliche Wesen.)
Schlussfolgerung:
Für den Fall, dass der Angreifer eine Feuerwaffe besitzt, zieht man sine Gaswaffen einfach nicht. Wenn man ein normaler gesetztestreuer Bpürger ist, ist die Wahrscheinlichkeit beinahe Null, in einen Konflikt mit feuerwaffentragenden zu geraten (im zivilisierten Europa). Oft haben die Gassprays mehr Potential, eine Situation zu eskalieren.
3. Einfachheit der Benutzung, Verdeckbarkeit, Preis
Gassprays sind wirklich einfacher einzusetzen, in den meisten Fällen muss na nur den Knopf auf der Flasche drücken.
Wobei man im Falle moderner DoubleAction-Revolver auch keine andere Aufgabe hat, einfach nur den Abzug betätigen. Bei den besten halbautomatischen Pistolen hat man die gleiche Aufgabe.
Nichtsdestotrotz sind die führbaren Gassprays viel leichter und oft auch kleiner als Gaswaffen. Aber manchmal ist ein kleiner und leichter Revolver in einem Hosenbundholster komfortabler zu tragen und daraus leichter zu ziehen als ein Pfefferspray vom Boden der Handtasche. Die schlanken Taschenpistolen tragen in der Tasche oft weniger auf als 50-70ml-Sprays und sind oft auch kürzer.
Gassprays sind für gewöhnlich viel billiger als Gaswaffen, aber sie sind nur für ein einmaliges "Ereignis" brauchbar, dann sollte man eine neue Flasche kaufen. Gaswaffen sind nachladbar. Wenn wir korrekt sein wollen, so sollte wir den Preis einer Gaspatrone mit dem einer Spraydose vergleichen.
Fürs Training ist die Gaswaffe besser geeignet, preiswerter und das Training (Verfeuern von Platzpatronen) stärkt das Selbstvertrauen eher als andere Geräte.
(Wir sollten nicht vergessen, dass Gaswaffen auch andere Einsatzgebiete haben, z.B. das Verschießen von Feuerwerk.)
Schlussfolgerung:
Die Sprays haben hier ein paar Vorteile, aber diese sind nicht so extrem bedeutend. Es hängt immer davon ab, welche Gaswaffen man wählt. Fürs tägliche Führen sind kurzläufige Revolver (Arminius HW88SA, Röhm RG59) am besten und zuverlässigsten. Kleine, hochqualitatative Pistolen mit SA/DA-Mechanismus (Röhm RG90, RG100) währen die zweite Wahl.
4. Verletzungsgefahr bei Nahschüssen
Die wirkliche Gefahr bei Nahschüssen mit Gaswaffen wird sehr überbewertet.
Laut Tests durch ungarische Waffensachverständige besteht erst unterhalb von gut 30 Zentimetern (Zentralfeuerkartuschen mit NC-Ladung) die Gefahr von Hautverbrennungen und Augenschäden. Erst bei direktem Kontakt ist es möglich, ein maximal 5 Zentimeter große Wundhöhle im Körper zu erzeugen.
Schlussfolgerung:
Gaswaffen sind am gefährlichsten für den Menschen, wenn man damit auf den Kopf schlägt.
5. Andere Aspekte
A: Man weiß immer, wieviele Schuss (wenn überhaupt welche) man noch in der Waffe hat.
Man weiß nie, ob sein Spray beim nächsten Druck aufs Ventil auch funktioniert oder man hört nur ein "pssshhh".
Die normalen (tragbare Größe) Gassprays sind nach 4-8 Sekunden leer.
B: Die Reichweite von Gassprays nimmt ab, wenn die Flasche sich leert, die Reichweite einer Gaswaffe bleibt konstant.
C: Gassprays sind nur Sprühdosen, den Druck innen oder ob es beim nächsten funktioniert, kann man nicht abschätzen. Die Funtkionsfähigkeit einer Gaswaffe kann mit ein paar Schuss überprüft werden. Das Vertrauen dahinein sollte größer sein.
D: Die verteilbare Reizstoffmenge pro Zeiteinheit ist bei einer Gaswaffe deutlich höher. In Deutschland sind dies 80mg CS pro Dose (egal, wie groß diese ist) in 4-8 Sekunden gegenüber 3-4mal 80mg pro Sekunde bei ständigen Abfeuern der Gaswaffe.
6. Internationale Aspekte - nicht alle gültig für Deutschland!
In den meisten europäischen Ländern ist der Besitz erlaubnisfrei, der Staat akzeotiert diese als nichttödliche Selbstverteidigungsmittel. Zahlreiche Länder erlauben das Führen (in der Öffentlichkeit verdeckt) ohne Lizenz, einige verlangen eine vereinfachte Erlaubniserteilung wie z.B. den deutschen "Kleinen Waffenschein" oder die ungarische "Gaz-riaszto Fegyverviselesi
Engedely".
Wie auch immer, wir sollten die Möglichkeiten der Gaswaffen an den anderen Gesetzen der Länder messen.
In Ungarn z.B. darf man keine Gassprays mit mehr als 20Gramm Inhalt führen. Daher ist das Spray keine Alternative, die erlaubten sind zu klein.
Elektroschocker, Teleskop-Schlagstöcke und Messer mit mehr als 8cm Klingenlänge dürfen auch nicht geführt werden.
Es ist hingegen nicht verboten, seine Gaswaffe mit einem Gummikugel-Abschussbecher (15mm), der auf den Lauf geschraubt wird, zu führen. Diese sollten einen Angreifer auf 3-5 Meter aufhalten, man kann aber immer noch mit Tränengas/Pfeffer (gegen Menschen erlaubt) weiterfeuern. Diese Kombination ist in Frankreich ebenfalls erlaubt.
Schlussfolgerung:
Gaswaffen sind ziemlich effektive und nichttödliche Geräte zur Selbstverteidigung. Natürlich muss man die zahlreichen Einschränkungen wie Wetter (Wind, Regen), geschlossene Räume oder menschliche Resistenz gegen einige Reizstoffe kennen. Aber es ist viel besser zu führen als zum Opfer zu werden."