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U1Pr0
Mit Glied
 
Registrierungsdatum: Mar 2008
Beiträge: 39
UlPro's Kurzgeschichten, Lyrik und ähnliches Undefinierbares

Hier mal ein paar Storys von mir, inspiriert von kurzer Prosa von Stermann & Grissemann Gleich vor ab: Eher was fuer die rare Masse und nix fuer den Durchschnittsleser (achja, Rechtschreibfehler vorbehalten ) :



Von nun an hatte er kein Lebensmotto


Von nun an hatte er kein Lebensmotto, da sich Britney Spears eine Glatze rasiert hatte. Doch solange er beim Zielpunkt, 44 Meter von seinem Haus entfernt, die um 10 Cent erhöhten Preisschildchen von den Öl-Sardinen runterkratzen und anschließend an Obdachlose verkaufen konnte, sollte sein Leben in Ordnung sein. Als ihm jedoch ein gehörloser Zirkusartist das erste Album der Fantastischen Vier gestohlen hatte, veränderte sich sein gesamtes Leben. Von nun an sollte er nur noch mit Einkaufswagen und überdimensionalen Müllcontainern den ganzen Tag lang Canasta spielen. Als ihm jedoch nach 4 Jahren klar wurde, dass er gar nicht Canasta spielen konnte, erschoss er die Einkaufswagen und Müllcontainer und lebte von nun an in der Geschirrspüler-Abteilung von Saturn. Dort ernährte er sich nur noch von Playstation2-Grafikchips und wehrlosen Verkäufern und Beratern. Eines Tages wurde er allerdings von einer Waschmaschine aus dem Stock über ihm erschlagen und konnte erst nach einer 278-jährigen Gehirn-OP, die ausschließlich von Nashörnern durchgeführt wurde, wieder auf beiden Händen gehen. Dass er von nun an mit den Zehen sah und mit der Zunge hörte, störte ihn dabei kaum bis wenig. Er begann ein neues Leben als Heizungsverkäufer in Tunis. Das Geschäft lief ziemlich gut und er verdiente Milliarden. Nach 4 Tagen merkte er aber, dass ihm die Abwechslung in seinem Beruf schon sehr fehlte und so schenkte er das gesamte Geld einem manisch depressiven Berufskiller. Mit 14 Jahren kam er aus der Pubertät und besuchte von nun an täglich Rave-Festivals und Selbstmordgruppen. 2 Wochen später war er der berühmteste Psychedelic-Trance-DJ von ganz Australien. Danach gründete er die erste Buslinie von Kapstadt nach New York. Da der Bus bei der Jungfernfahrt jedoch von einer russischen Metal-Sängerin eingefroren wurde, wurde die hervorragende Verbindung nie international bekannt. Also entwickelte er jetzt nur mehr Passagier-Dampfer und Internorm-Fenster. Im September 1943 brachte Mustafa-Olaf (So lautete sein Name) alle 3 Austin-Powers-Filme in einer DVD-Box heraus und eroberte damit einmal mehr die Welt. 2003 erfand Olaf den ersten Farb-Fernseher und konnte damit in seinem Gemeindebau prahlen. Der Spaß hört blitzartig auf, als an einem Fernseh-Vorabend Homer Simpson aus dem TV-Gerät stieg und sämtliche Insassen der Wohnung mit einer Kettensäge zerfleischte. Mustafa konnte von Glück reden, dass er gerade auf dem Dachboden war, um nach seiner Leichensammlung zu sehen. Als er zurückkam ärgerte er sich schon etwas darüber, dass es nun wieder an ihm wäre, den Teppichboden und die Winnie-Pooh-Tapeten zu putzen. Da ihm dies zu lange gedauert hätte, zog er aus seiner Wohnung aus und kaufte sich zusammen mit einem rechtsradikalen Unterwasserstaubsaugerverkäufer und einer grunzenden Hippiemasochistin ein Haus in Rio de Janeiro. Dort lebte sie 40 Jahre zusammen und erfreuten sich an ihrer einzigartigen Kreissägensammlung und ihrer CD „Die beschissensten Countrylieder aus den 20ern“. Als jedoch am 4. Oktober 1374 der Unterwasserstaubsaugerverkäufer mit einem Unterwasserstaubsauger über den Kopf gestülpt, einem Flüssiggastank um den Rücken geschnallt und zwei Mundharmonikas in den Ohren nach Hause kam überfuhr in die Hippiemasochistin mit ihrem Roller und es war Schluss mit dem fröhlichen beisammen leben. Der Tod des Unterwasserstaubsaugerverkäufers und der anschließende Selbstmord der Hippiemasochistin nahmen Olaf sehr mit. Beim Begräbnis der beiden erschoss er aus Trauer zwei siamesische Zwillinge, die am Nebengrab um ihre Urgroßtante trauerten, und wurde deshalb wegen Doppelmord verklagt und –urteilt. Nach 333 Jahren im Gefängnis von Moskau kam Olaf wieder frei und wollte ein neues Leben beginnen. Als erstes lies Mustafa-Olaf in Arschloch Saubär umbenennen, damit sein alter Name in seinem neuen Leben keinen Schaden mehr anrichten könnte. Nachdem dies erledigt war, kaufte er sich einen Gamboy Color und spielte 3 Jahre lang Super Mario Land 1, um etwas Zeit zu verlieren. Da Arschloch wusste, dass er nun etwas Auszeit benötigte hüpfte er mit einem gestohlenen Pogo-Stock von Bulgarien in die Alpen. Dort wollte Saubär etwas Zeit verbringen, da man dort auch endlich mal seine Ruhe hat. Dort unterhielt er sich mit einem Hängebauchschwein, dass er unterwegs in einem Swingerclub kennen gelernt hatte, über die 5 besten Jump&Run-Games für Nintendo 64. Da die beiden in ihrem Gespräch keinen gemeinsamen Nenner finden konnten, schossen sie sich gegenseitig so lange in den Kopf, bis der klügere nachgab. Da aber keiner von ihnen klug war starb Blockflöte, wie Arschloch das Hängebauchschwein liebevoll nannte. Da trat ein afrikanischer Rucksacktourist aus dem Wald hervor und gab Saubär so einen heftigen Arschtritt, dass er schnurstracks in das nächste Eishockeystadion katapultiert wurde. Als er dort plötzlich nackten übergewichtigen Pensionisten beim kickboxen zusah, war Arschloch so überrascht, dass er Posaune spielte. Währendessen erfand er mit den Füßen die Schriftart „Alien Encounter“ für Microsoft Word und strich sich ein Butterbrot. Als er sich damit beschäftigte, kotzte Auf einmal eine minderjährige Bergziege in die Posaune und er erstickte an ihrem Erbrochenen. Wie durch kein Wunder lebte der Kopf nicht weiter. Von nun an hatte er kein Lebensmotto mehr, da sich Britney Spears eine Glatze rasiert hatte…




Der Schullball

Mit vier l


Er liegt am Asphalt und erbricht in den Nacken des vom Orkan herbei gewehten Nashorns, das neben ihm auf dem Rücken liegt. Ein anderer unterpriviligierter Vollidiot sitzt in einem Autodrom-Gefährt in der Wiese, welches am Heck Feuer fängt. Dort genießt er seinen Vollrausch mit 287 Promille und simuliert dabei mit Schmerzensschreien die Zusammenstöße. Niemand – er selbst auch nicht – bemerkt dass diese Schreie dem Schmerz seines brennenden Fußes gewidmet sind.
Ein weiteres Bündel pubertärer Hormone schält sich in einer riesigen Wolke Nikotin aus dem Gehäuse. Wenn man den Tanzsaal eintritt, fühlt man sich als könnte man schweben. Dies liegt allerdings nicht am Vollrausch, sondern an der meterhohen Masse aus Alkohol, Erbrochenem und Glasscherben, auf der man sich fortbewegte. Der Dj bricht erschöpft hinter dem Turntable zusammen und verschwindet in dem Haufen Zigarettenstummel unter ihm. Durch sein Erbrochenes, das zufällig auf der Schallplatte landet, entsteht ein schleimiges krächzendes Geräusch, welches die Ballgäste als Disco-Beat empfinden und dazu abtanzen. Die in Anzüge und Kleider gestopften Figuren erscheinen wie glühende Wärmelampen an einem Punschstand, da die durchschnittliche Körpertemperatur der tanzenden Personen mittlerweile 59 Grad beträgt. Viele brechen bereits zusammen und werden von den tanzenden Füßen zerquetscht. Ihre Eingeweide werden blitzschnell von der tödlichen Säure am Boden aufgesaugt.
Während verpickelte Computerfreaks in den Ecken auf den Bänken vollnüchtern verweilen, schreitet ein volltrunkener Lehrer mit Weinflasche und Glas die Stiegen von der klassischen Tanzfläche hinab. Die Weinflasche ist nur mehr zu einem Zehntel voll und das Glas ist bereits am Rand zerbrochen und blutverschmiert. Das merkt der Philosophielehrer allerdings nicht und setzt an, um den nächsten Schluck zu tätigen. Doch gerade als er einen Schluck nehmen will, landet ein 99-jähriger Pensionist auf ihm. Dieser hat sich heimlich als durchtrainierter Türsteher eingeschlichen, um seinen goldenen Lebensabend noch einmal so richtig auszuleben. Ihm bricht bei dem Sturz der Kopf ab und rollt direkt auf die Damentoilette. Genau dort übergibt sich soeben eine Dame in die Klomuschel, die auf dem Boden kniet. Sie erschrickt sehr über den plötzlichen Beobachter und tritt den Kopf aus dem geschlossenen Fenster. Der Kopf stirbt sehr schnell.
Nach einiger Zeit kommt der Lehrer wieder zu sich. Vor ihm sitzt eine beige Ratte, die ihn mit ihren gelben verrotteten Zähnen frech angrinst. Empört über diese Frechheit wirft er ein Messer auf die Ratte. Anschließend geht er mit der toten Ratte spazieren. Dabei kommt er an einem ausgebrannten Autodrom vorbei. Er ärgert sich darüber, da er damit doch anreiste. Hinter ihm tanzen die Massen immer noch. Er blickt auf seine Uhr und erstaunt, da es schon 13: 49 ist aber dennoch stockdunkel.
Als er den Marktplatz entlang schleicht – ganz leise, um niemanden aufzuwecken – entwischt ihm die tote Ratte, als sie einen Marder erblickt und jagt. Ein obszönes Bild ergibt sich ihm. Der Marder wirft das Autokabel, das er soeben durchbiss, auf eine Dachrinne und schwingt sich elegant mit seiner Liane hinauf. Während die Ratte auf ihrer Jagd eine Pause einlegt, um an eine Laterne zu urinieren, verschwindet der symphatische Marder zwischen den Schornsteinen. Von den Erlebnissen unberührt kehrt der Lehrer zurück zum Schulball.
Dort verwandelt er sich urplötzlich in eine tibetanische Kampfkatze und wird von einem Fahrrad überfahren. Ein sibirisches Känguru hüpft vorbei, steckt den Kadaver der Katze in seinen Beutel und springt auf die Tanzfläche. Es wird zum Star des Abends, obwohl es in seiner Freizeit tibetanische Kampfkatzen verspeist. Die traurige Geschichte eines Schullballs .



Der REB BULL-Faktor



Heinz Staubke fehlte seit seinem 88. Lebensjahr dir Linke Hälfte seines Körpers. Der heute 25-jährige Rechts-Rock-Fan verbringt seine Freizeit mit seinem heiß geliebten Gokartlenkrad. Er sparte 23 Jahre auf das Lacklederlenkrad, bis er es sich auf dem Flohmarkt für 5,20 € zulegen konnte. Als nächstes spart er auf das Bremspedal. Er träumt von einem riesigen Vergnügungspark. Bedenkt man sein Kapital als Sonnenfinsternisbrillenverkäufer mit einem Einkommen von 20 c pro Jahr, dürfte der Park erst nächste Woche fertig werden! Deprimiert von diesen Aussichten stopfte er sich 28 Stierhoden in Nase und Rachen, überschüttete sich mit Red Bull, brandmarkte sich „RED BULL-Faktor“ auf die Hühnerbrust und ging in Flammen auf. Der Körper wurde auf Wunsch der Angehörigen noch einmal verbrannt und anschließend liegen gelassen.




Gedicht der Sinnlosigkeit



Er verweilte in einsamer Dreisamkeit und war sich im Klaren darüber, dass sein Leben eindeutig zweideutig war. Im Keller sammelte er Lehrer und Comicfiguren.
Die Lehrer waren seine Kur,
Doch er brach den Blutschwur
So zog er also von dannen
Und sah von nun an nur noch Tannen
Er eilte durch Straßen und fraß
Unterwasserstaubsauger und Sicherheitsglas
Eröffnete bald schon ein Vasengeschäft
Hatte kein wildes Schwertgefecht
Man trifft viele Leute und Menschen und Katzen
Doch man weiß wie sinnlos das Leben im eigentlichen Sinne ist
Man schlägt und verprügelt etliche Fratzen
Während die Katze Katzenfutter frisst.
Da man auch keine fliegende Waschmaschine braucht
Hilft es auch nicht, wenn man sich Mayonese oder ein Taschentuch kauft
Der eine sägt mit Ketten, die Opfer um ihr Leben bangen
Der zweiter will helfen, liest den intelligentesten Comic seit Langem!
Sucht man den Sinn in diesem Pseudo-Gedicht,
vergesst es, geht schlafen, ihr findet ihn nicht!


JaJa, die Augenhöhlen


In einer Welt, in der es bereits Kreissägen-Jonglierende Bergziegenvergewaltiger und bulgarische Tischtennismeister gibt, die ausschließlich auf blutigen Autopsie-Tischen spielen gibt, kann es durchaus sein, dass wir morgen alle ohne Augen aufwachen. Dann würde es in Zukunft heißen: „Vier-Augenhöhlen-Gespräch“, „Werd mal ’ne Augenhöhle drauf werfen “, „Da drück ich noch mal eine Augenhöhle zu!“, oder „Ich behalt dich in der Augenhöhle“. Seien wir also froh, dass dies bisher nicht eingetreten ist.





Und noch was düsteres zum Schluss:

Der Fetzer


Er lag am Boden und labte sich am Blut seines Opfers. Die Wände waren verziert mit der roten Körperflüssigkeit. Er konnte sich noch erinnern, wie es geschah. Es war in einer Seitengasse. Eine Frau tänzelt vergraben unter Einkäufen zu ihrem Auto. Da erhebt sich eine schwarze Gestalt aus einer finsteren Ecke. Langsam bewegte sich die unscheinbare Figur auf die Dame zu. Hinterher liegen die Einläufe am Boden verstreut und ihr Auto ist weg.
Nun lagen die Reste von ihr auf dem Boden verteilt. Das Auto war unbrauchbar und zerstört. Es stand ein paar Straßen weiter, gegen einen Baum gepresst und blutverschmiert. Polizeisirenen näherten sich dem Tatort und erklangen immer lauter. Nachdem er sich das Blut abgewaschen hatte, verschwand er.
Der Fetzer trieb sein Unwesen bereits seit mehreren Monaten und gab der Polizei Rätsel auf. Seine Opfer waren als Menschen nicht mehr wieder zu erkennen. Die Eingeweide überzogen den Boden in einer riesigen Blutlache. Er wählte anscheinend nach keinen Kriterien. Es traf sowohl Männer und Frauen, denen er in dunklen Gassen dem Zufallsprinzip nach auflauerte. Die Überreste fand man in nahe gelegenen Gebäuden. Man konnte keinerlei Spuren verfolgen, da es keine gab.
Es war wieder so weit. Er war in Ketten gefesselt und hing wehrlos in der Mitte der Garage. Vor ihm ein Werkzeugtisch. Darauf befanden sich ein Kettensäge, mehrere Zangen und Utensilien, die sich eigentlich nur als Utensilien für Operationen einordnen ließen. Dann betrat der Fetzer den Raum und betrachtete seine Werkzeuge, bevor eine Wahl traf. Schlussendlich entschied er sich für seine heiß geliebte Motorsäge. Er riss sie vom Tisch und warf sie an. Das laute dröhnen des Benzinmotors übertönte das Wimmern seiner Beute. Der junge Mann schrie, als in seinen Augen die rotierenden Zacken der Kettensäge reflektiert wurden. Er spürte, wie die Ketten in seinen Magen hinein bohrten und ihn die Lebensenergie langsam verließ. Als er dachte es würde endlich aufhören erkannte er in verschwommenen roten Zügen seinen Mörder im schwarzen Umhang auf ihn zukommen mit einem Skalpell. Mit einem feinen Schnitt durchtrennte er seine Zunge und durchbohrte anschließend sein Auge. Als die Fontänen aus Blut aufhörten zu sprühen, erkannte er, dass seine Arbeit getan war. Die bemitleidenswerte verkrüppelte Person vor ihm war nun zu Ende gequält. Der Fetzer ging zum Werkzeugtisch und zog unter ihm einen schwarzen Müllsack hervor. Die Leiche wurde abtransportiert und entsorgt, so dass wieder Platz für Arbeit geschaffen wurde. Die Augen, die Zunge und der Darm, den er aus dem Opfer entfernt hatte legte er in Essig ein und bewahrte sie als Trophäen auf.
Nach der Entsorgung ging er erneut auf die Jagd. In einer düsteren Straße neben einem Einkaufszentrum und wartete.


___________________________________________________________


Sollten weitere Texte folgen, werde ich sie bei Interesse hier einstellen^^

enjoy

mfg

UlPro
Alt 15. 04. 2008, 18:03 U1Pr0 is offline Mit Zitat antworten #1
U1Pr0
Mit Glied
(Threadstarter)
 
Registrierungsdatum: Mar 2008
Beiträge: 39
Re: UlPro's Kurzgeschichten, Lyrik und ähnliches Undefinierbares

Kritik, Meinungen etc. erwünscht!
Oder ist hier so wenig los, dass es nur Hits gibt, aber noch keiner gelesen hat
Alt 17. 04. 2008, 20:04 U1Pr0 is offline Mit Zitat antworten #2
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