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n0b0dy
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Re: Die politische Linke – ein Luftschloss?

Es stimmt das wir im internationalen vergleich nicht schlecht abschneiden.
Aber nur weil es die anderen noch schlechter machen, heißt es nicht, dass wir da grundlegend was ändern könnten.
Igita gehn die Argumente aus, darum leugnet er einfach die Fakten...auch ne Lösung.
Einsamer Reichtum basiert auf der Verarmung der Bevölkerung
bzw.
Gemeinsamer Reichtum basiert auf der Beschränkung der Reichen


Die beiden Hauptargumente der liberalen/koservativen wenn es um die Rechtfertigung dieser Entwicklung geht sind:
Sonst Kapitalflucht -> Schwachsinn, da man diese verhindern kann und bei gewinnbringendem Vermögen gar nicht möglich ist.
Globalisierung, Wettbewerbsfähigkeit -> Schwachsinn, da es dann Deutschland allgemein schwieriger haben müsste, aber den Reichen und Unternehmen gehts immer besser nur der Mittelstand und die Unterschicht haben Probleme.
Ich kann es wirklich nicht nachvollziehen wie jemand ernsthaft solche CDU/FPD Theorien vertreten kann, wenn diese bei genauerem Betrachen einfach falsch sind.
Die Linke hat es vorallem aufgrund ihrer Vergangenheit leider ziemlich schwer in Deutschland, bleibt aber vom Programm her die einzige Partei die an den bestehenden Verhältnissen was ändern könnte.
Eine Regierung aus den Grünen & der Linken wäre meine persönliche Utopie. x)
Alt 24. 05. 2008, 22:56 n0b0dy is offline Mit Zitat antworten #76
E. Teach
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Re: Die politische Linke – ein Luftschloss?

Zitat:
Zitat von n0b0dy 
Eine Regierung aus den Grünen & der Linken wäre meine persönliche Utopie. x)

Nein Danke. Das was Fischer und seine "Realos" von den Grünen übriggelassen haben, ist mittlerweile im Establishment angekommen.
Die legen sich sogar mit Ole ins Bett und bauen Kohlekraftwerke, wenn es der Zugang an die Diätentröge erfordert.
Die sind genauso unwählbar geworden, wie der Rest der Mischpoke.

Selbst in der Linken sehe ich keine echte Alternative. Von der WASG ist auch nichts übrig gebleiben. Sobald es eine Partei zu geben scheint, die die Interessen der Leistungsträger (ich meine die echten, die die arbeiten!) zu vertreten scheint, wird diese unterwandert und von der Millionärspresse verleumdet und kleingeschrieben.
Alles böööööse Kommunisten. *BUH*

Das gerade ein RCDS-Mitglied direkt nach Roman Herzogs Attacke erneut einen Ballon startet, die Demokratie auszuhebeln und ein Klassenwahlrecht einzuführen, wird sogar noch neutral bis positiv dargestellt.
[Das dieses Unterfangen grundgesetzwidrig wäre, gehört ja schon fast zum guten Ton - aber der VS überwacht die Linke, ja nee, is klar!
Hat alles seine Logik.
Solange die nach links schauen, kann man mit den (Spenden-)Geldkoffern ganz locker rechts überholen...]

Der zu erwartende Aufschrei der Empörung unterbleibt, wie üblich.
Die 4te Säule der Demokratie ist verkommen und versagt, und mit ihr eben auch die Demokratie, aber keinen stört's. Statt Journalisten nur noch Tintenpisser!
Wieso sollten Nichtsteuerzahler auch überhaupt wählen dürfen, HÄ?
Willkommen im Meudalismus.

Und für die zukünftigen Strategien, wie sie aus den Reihen der CSU kamen, ist Wahlvieh eh nur hinderlich.
Unsere Freiheit muss am Hindukush und unsere Ressourcen sonstwo auf der Welt verteidigt werden. Zur Not auch ohne UN-Mandat und am Parlament vorbei. Auf einen Ölengpass muss man 'in time' reagieren, ewiges Lamentieren ist da nicht hilfreich.
Kanzler/in befiehl, wir folgen Dir. Spätestens nach der erfolgten "Sympathieoffensive" der Streitkräfte sind wir alle brav auf Kurs, oder im Knast.

Kimme Korn ran!
Wir sind wieder wer, endlich!
Auch wenn wir das eigentlich nie wieder werden wollten...

Mündige Bürger ohne unabhängige Presse gibt es eben auch nicht! Das wissen "die" aber auch. So werden gute Schriften zu Anzeigenblättern mit Textunterbrechungen minderer Qualität. So wird Schulbildung zu minderer Qualität. So wird Zugang zu höherer Bildung einkommensabhängig.
Damit oben und unten bleibt, was unten und oben ist!
So werden Verlautbarungen aus Ministerien als "redaktionelle Inhalte" verkauft. Und die Unternehmen machen sich ihre Gesetze der Einfachheit auch gleich selber. Abgeordnete sind mit Abnicken auch nicht so schnell überfordert. Zu was taugen die eigentlich sonst noch, ausser sich selbst die Bezüge zu erhöhen? Die können so froh sein, dass sie nicht leistungsbezogen entlohnt werden. (Ausnahmen mag's geben)

Das GG dient gewissen Herrschaften scheinbar auch nur noch zum A* abwischen. Insofern auch kein Problem Lissabon abzunicken, obwohl es keiner gelesen hat. Somit ist auch das BVG nicht mehr oberste Instanz. Deckel auf, GG rein, Deckel zu! So einfach ist das. Man muss das Volk ja nicht mal fragen. Basisdemokratie, verstehste?

Eigentlich wäre es langsam an der Zeit, dass sich eine wirkliche demokratische und linke Kraft konstituiert, die sich nicht so schnell unterwandern und korrumpieren lässt. Die das Interesse der Menschen nicht den Interessen einiger globaler Konzerne unterordnen hilft.
Aber auf was will man noch hoffen, wenn selbst Gewerkschaftsführer gekauft werden, wie Eier. Im Dutzend billiger!

Gute Nacht res publica, war schön, solange es gedauert hat. Hätte funktionieren können, wenn die Leute nicht einfach zu blöde wären.
Die erkennen das Bild nicht mal, wenn man das Puzzle vor ihren Augen zusammenbaut. Statt dessen drücken Ihren Schlachtern das Schussgerät auch noch selbst in die Hand. Man glaubt es echt nicht...

E. Teach
Alt 25. 05. 2008, 18:44 E. Teach is offline Mit Zitat antworten #77
n0b0dy
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Re: Die politische Linke – ein Luftschloss?

Ok, dann verbesser ich mich mal.... eine Regierung mit dem Parteiprogramm der Grünen + Linke.
Demokratie im Sinne der Volksherrschaft ist faktisch nicht vorhanden.
Was wir haben ist eine representative Demokratie, wobei ich mich frage warum wir soviele Abgeordnete brauchen wenn die Mehrheit der Gesetze von der EU kommt?
Die Politik spaltet sich immer mehr von der Bevölkerung ab wie die Finanzmärkte zur Realwirtschaft.
Aber da die Linke auch versärkt Volksabstimmungen fordert habe ich da noch etwas Hoffung.
btw. hier das 100 Punkte Programm der Linken:
http://dokumente.linksfraktion.net/p...7796609757.pdf
Alt 25. 05. 2008, 19:58 n0b0dy is offline Mit Zitat antworten #78
Superskinny
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Re: Die politische Linke – ein Luftschloss?

Wie göttlich die Vorstellung ist die Linke wird bei der Bundestagswahl drittstärkste Kraft. Ich stelle mir das als ultimativen Schockmoment für die deutsche Politiklandschaft vor...stellt euchmal einen Aussenminister der Linken vor... Und wie der Beckbär kleinlaut kuschen muss...schon allein das ist ein Kreuz wert
Alt 25. 05. 2008, 22:17 Superskinny is offline Mit Zitat antworten #79
wuiii
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Re: Die politische Linke – ein Luftschloss?

Meiner Meinung nach hat die Linke natürlich eine Daseinsberechtigung, auch wenn sie überwiegend vom (gar nicht so machtlosen) Proletariat gewählt wird, denn wie heißt es so schön im GG: Alle Menschen = Wählerstimmen sind gleich.
Vor allem sollte man auch den Anteil an Intellektuellen und Studenten, welche von den Grünen mittlerweile mehr als enttäuscht sein dürften, nicht vergessen.

Außerdem muss man um jeden wieder animierten Nichtwähler dankbar sein, und dieses Motivieren schaffen die Linken derzeit am Besten, da sie (noch) eine wirkliche Alternative darstellen. Dies kann sich natürlich auch schnell wieder ändern, wenn sie in der Regierungsverantwortung (falls es jemals soweit kommt) die hohen Anforderungen nicht erfüllen.

Was mich aber noch interessieren würde ist, warum sich die SPD (und auch jede andere Partei) so gegen die Aussicht auf eine Regierungsbeteiligung der Linken sträubt. Haben die anderen Parteien wirklich so viel Angst vor einer aufstrebenden Kleinpartei?
Nur an den in der Partei vertretenen Kommunisten, die den ach so bösen Kommunismus wieder einführen wollen, kann es doch wirklich nicht liegen, denn dann dürfte mit keiner Partei koaliert werden, da in allen Parteien ehemalige Nazis oder Kommunisten sitzen/gesessen sind.
Da ich in Österreich wohne, bekomme ich (gottseidank) die täglichen populistischen Kampagnen gegen die Linken nicht so sehr mit. Interessieren würden mich die sonstigen Argumente gegen eine Regierungsbeteiligung allerdings schon.
Alt 27. 05. 2008, 17:09 wuiii is offline Mit Zitat antworten #80
E. Teach
mit Glied
 
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Registrierungsdatum: Feb 2007
Ort: Seven Seas
Beiträge: 396
Re: Die politische Linke – ein Luftschloss?

Zitat:
Zitat von wuiii 
Da ich in Österreich wohne, bekomme ich (gottseidank) die täglichen populistischen Kampagnen gegen die Linken nicht so sehr mit. Interessieren würden mich die sonstigen Argumente gegen eine Regierungsbeteiligung allerdings schon.

Primär wird's darum gehen den Anschein der Demokratie im PArlament aufrecht zu erhalten, ohne dass das Spielchen DER Scheindebatten durch echte Opposition zu sehr gestört wird.

Den eigenen linken Restflügel im Zaum halten, der könnte sich durch den Zuspruch ermutigt fühlen und sozialdemokratische Politik einfordern. Da würde den Funktionären aber das Kotzen kommen.

Schlussendlich soll ja keiner der Plebejer auf die Idee kommen, die Patrizier könnten sich am Sozialsystem beteiligen müssen. Stell Dir mal vor jeder wäre gesetzlich Krankenversichert, oder jeder zahlte in die gesetzliche Rentenversicherung. Oder den Spitzensteuersatz anheben. Oder so ketzerisch-rotes Gedankengut mehr.
Das wäre ja eine rote Revolution, wenn auch zielführend.

Nee, jedwede linke Kraft muss kleingemacht, kleingeschrieben und geächtet werden. Unsere Besitzstandswahrer haben andere Auftraggeber. Da stören Linke nur.

Macht Dir das die Lage nun klarer

Wer hat uns verraten?
E. Teach
Alt 27. 05. 2008, 17:55 E. Teach is offline Mit Zitat antworten #81
Neandertaler
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Registrierungsdatum: Sep 2005
Beiträge: 1.010
Re: Beschwerden und Kommentare zum Politik-Forum und was wir hier nicht sehen wollen

Zitat:
Zitat von wuiii 
Da ich in Österreich wohne, bekomme ich (gottseidank) die täglichen populistischen Kampagnen gegen die Linken nicht so sehr mit. Interessieren würden mich die sonstigen Argumente gegen eine Regierungsbeteiligung allerdings schon.
Hier ist es auch nicht anders. Von täglichen populistischen Kamapagnen gegen die Linken kann überhaupt keine Rede sein. Überhaupt ist es mit Politik ziemlich mau. Von der Boulevardpresse wird sie fast vollkommen ignoriert. Zu langweilig, die ganze Suppe. Wenn jemand hier noch versucht, angestrengt gegen die Linken zu agitieren, kriegen alle das groß Gähnen. Nicht etwa, weil sie Partei für die Linken ergreifen würden, sondern weil die Sprüche schon zu oft abgespult wurden.

Warum die SPD nicht mit der Linken koalieren will, weiß keiner außer mir: Der Grund ist nämlich, dass die Parteien sich so ähnlich sind. Deshalb sprechen sie genau die gleichen Wählerschichten an, und deshalb wiederum sind sie erbitterte Rivalen.

Beispiel:

Wenn die Linkspartei fordern würde:

Mindestrente 1000 Euro + Aufstockung geringerer Einkommen auf den gleichen Betrag + Verstaatlichung von Energiesektor und Banken

Und die SPD würde fordern:

Mindestrente 1000 Euro + Aufstockung geringerer Einkommen auf den gleichen Betrag

- dann wäre alles kein Problem. Beide Parteien wären links, würden aber trotzdem verschiedene Wählergruppen ansprechen und könnten sich auf ein gemeinsames Kompromissprogramm für eine Koalition verständigen.

Es ist aber anders, nämlich, dass die Verstaatlichungsforderung (oder Ähnliches) auch im Programm der Linkspartei nicht vorkommt.
Alt 31. 05. 2008, 18:23 Neandertaler is offline Mit Zitat antworten #82
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