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22. 04. 2008, 14:14 #1
Open Source Schuld an 60 Milliarden Dollar Schäden: Studie zu freier Software
Einer Studie der Standish Group International zufolge ist Open Source nicht die Rettung von verkorkster, überteuerter Software. Vielmehr ist sie die Ursache für einen immensen Verlust der kommerziellen Softwareindustrie in Amerika. Der Betrag sowie die Studie scheinen dabei vor allem eins mitteilen zu wollen: Wer Open Source benutzt, macht sich mitschuldig an dieser "äußerst disruptiven Technologie".
Wer die Aussagen der Studie überfliegt, findet schnell heraus, dass es hierbei vor allem um eines geht: Stimmungsmache.
Haupttenor der ganzen Studie ist die Behauptung, welche mit netten Zahlen unterlegt wird, dass Open Source Software die Hauptschuld trage, wenn wirtschaftlich arbeitende Softwareunternehmen Gewinneinbußen, oder gar Verluste, hinnehmen müssten. Exakt beziffert wird dieser Betrag auf 60 Milliarden (!) US-Dollar in einem Jahr. Wenigstens ist die Studie so fair festzuhalten, dass die Ursache für die Abwanderung zahlreicher Unternehmen auf Open Source Lösungen in erster Linie nicht auf "Sparwahn" zurückzuführen ist.
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22. 04. 2008, 14:26 #2
Re: Open Source Schuld an 60 Milliarden Dollar Schäden: Studie zu freier Software
wieso spricht man hier eigentlich von schaden?
auf einmal ist es auch noch böse wenn man opensource-sofwtare benutzt? weil schaden füge ich damit ja nur indirekt der "konkurenz" zu welche minderwertige und/oder überteuerte sofwtare verkauft...
die art der aussage erinnert mich irgendwie an die musikindustrie...
wieso also nicht gebühren für oos einführen
? für jedes mb einen euro der an die grossen armen firmen geht
mfG toredo
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22. 04. 2008, 14:28 #3
Re: Open Source Schuld an 60 Milliarden Dollar Schäden: Studie zu freier Software
ja und?!
es ist das recht eines jeden, open source software herzustellen und sie der menschheit anzubieten
...dann sollen die unternehmen, die damit ihr brot verdienen mehr fürs geld bieten
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22. 04. 2008, 14:42 #4
Re: Open Source Schuld an 60 Milliarden Dollar Schäden: Studie zu freier Software
Warum man von "Schaden" spricht?
Es ist neuwirtschaftlich für "Es ist kein Geld geflossen"
Quis custodiet ipsos custodes?
liberté, l'égalité et musiqueDas Tutorial mitsamt Workshop zum Thema Linux: Linux verstehen und einsetzen
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22. 04. 2008, 14:53 #5
Re: Open Source Schuld an 60 Milliarden Dollar Schäden: Studie zu freier Software
Naja... die Lobbys werden einen neuen Liebling gefunden haben. Das wird gut bezahlt. Lässt sich bestimmt gegenüber Politikern wunderbar einsetzen:
oO ( denkt der Politiker )
"In einer 100000$ teueren Studie" oO( aha, das muss stimmen ) "ist heraus gekommen, dass OpenSource Software den Haushalt stärker belastet" oO ( stimmt, das kapiere ich eh nicht ) "und dass deswegen proprietäre" oO ( bitte was, ach egal, er hat recht ) "Software" oO ( das war das neben der Hardware, oder?) "eingesetzt werden sollte".
Es ist so einfach Unwissende zu manipulieren.
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22. 04. 2008, 14:58 #6
Re: Open Source Schuld an 60 Milliarden Dollar Schäden: Studie zu freier Software
Wenn ich das richtig verstanden habe, beziehen sie das eher auf Ämter und Co. - also Regierungseinrichtungen. Gerade diese sind in den letzten Jahren sehr Stark auf OpenSource umgestiegen.
Irgendwo kann ich das Problem ja sehen, aber ändern kann man da wohl nichts. Der offene Quellcode ist/bleibt die Zukunft. Da nur so, sehr schnell ein Produkt immer Aktuell und Sicher gehalten werden kann.Bill Gates: "If you can't make it good, at least make it look good."
Steve Jobs: "Design is not just what it looks like and feels like. Design is how it works."
Linux Torvalds: "Linux is evolution, not intelligent design."
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22. 04. 2008, 15:25 #7
Re: Open Source Schuld an 60 Milliarden Dollar Schäden: Studie zu freier Software
Darauf muss man auch erst kommen - Amis halt.
Zitat von gullinews
So ist das nun mal im freien Wettbewerb, dem sich jede Software stellen muss.
Naja, das kann der FIFI-Club auch ganz gut!Wer die Aussagen der Studie überfliegt, findet schnell heraus, dass es hierbei vor allem um eines geht: Stimmungsmache.
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22. 04. 2008, 15:29 #8
Re: Open Source Schuld an 60 Milliarden Dollar Schäden: Studie zu freier Software
Genau, recht hat sie die Studie
Und wer auf einer Party kostenlos trinkt ist schuld am Niedergang deutscher Brauerein
Aber am schlimmsten sind natürlich die, die den ganzen Tag kostenlos Sauerstoff einatmen - anstatt sich diesen teuer zu kaufen."Es wird ja hier so dargestellt, als müsse man die Bürger vor dem Staat schützen. Dabei ist das doch anders herum!" Uwe Schünemann
[Tutorial zur Suchfunktion] [Mein System] [Mein Desktop] [Mein/e Held/in des Tages]
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22. 04. 2008, 15:36 #9
Re: Open Source Schuld an 60 Milliarden Dollar Schäden: Studie zu freier Software
Ausnahmsweise muss ich Gravenreuth voll und ganz zustimmen. Hat genau dies gesagt, was ich ursprünglich auch schreiben wollte. Hut ab!
mfg Claymore
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22. 04. 2008, 15:47 #10
Re: Open Source Schuld an 60 Milliarden Dollar Schäden: Studie zu freier Software
"Vielmehr ist sie die Ursache für einen immensen Verlust der kommerziellen Softwareindustrie in Amerika."
Wie kann die Industrie etwas verlieren was ihr von vornherein nicht gehörte?
Wenn ich mir OOS-Software zulege mache ich das doch, weil die einfach besser ist als der kommerzielle Quark...Warnung: mindestens 50% meiner Beiträge bestehen aus Ironie und/oder Sarkasmus.
Abmahnanwälte gehören aufgeknüpft
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22. 04. 2008, 15:59 #11Dark SpiritGast
Re: Open Source Schuld an 60 Milliarden Dollar Schäden: Studie zu freier Software
Hm... Seltsame Studie. OS ist nicht kostenlos und genug Unternehmen verdienen Geld damit. Klar ist, dass der Markt sich im Wandel befindet und gerade kleine und mittlelgroße Hersteller von "Standardsoftware" zu den Verlierern gehören...
MfG,
Dark Spirit
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22. 04. 2008, 16:06 #12
Re: Open Source Schuld an 60 Milliarden Dollar Schäden: Studie zu freier Software
oO ...
Zitat von Kontrolltroll
Takt
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22. 04. 2008, 16:13 #13Mitglied
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- Oct 2004
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Re: Open Source Schuld an 60 Milliarden Dollar Schäden: Studie zu freier Software
tja und wenn reactos fertig werden sollte, braucht man sogut wie gar keine kommerzielle software mehr.

ich finde der beruf des programmierers sollte dazu dienen, beispielsweise firmenmaßgeschneiderte software zu programmieren, nicht aber so standardsachen, die es auch als opensource gibt. diese studie ist ja schon fast "frech", zu behaupten, opensource sei schuld...
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22. 04. 2008, 16:20 #14
Re: Open Source Schuld an 60 Milliarden Dollar Schäden: Studie zu freier Software
Ich hätte jetzt gerne mal Beispiele, welche Open Source Progs denn gemeint sind.
Open Office? Suckt! Da benutze ich lieber meine 2000er Word Version. (Legal damals gekauft und es geht immer noch.
)
Gimp? Ist nicht mal Photoshop Light. (Da ist sogar paint.net besser.)
Irgendwelche Videobearbeitungsprogramme? Ihhh, ich komm gut klar mit Adobe Premiere Elements und sooo teuer ist das Progi nun auch wieder nicht.
Bei Photoshop gibt es eine billigere Variante: Students Edition!!!
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22. 04. 2008, 16:23 #15
Re: Open Source Schuld an 60 Milliarden Dollar Schäden: Studie zu freier Software
Die Amis wurden auch am Fürzen Geldverdienen wen die könnten

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22. 04. 2008, 16:25 #16DasFragezeichendeaktiviertes Benutzerkonto
Re: Open Source Schuld an 60 Milliarden Dollar Schäden: Studie zu freier Software
Lasst uns OpenSource verbieten und die Welt ist gerettet. Wer protestiert ist ein Terroist, Basta.
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22. 04. 2008, 16:33 #17Mitglied
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- 41
Re: Open Source Schuld an 60 Milliarden Dollar Schäden: Studie zu freier Software
Dadurch das Atemluft frei erhältlich ist geht der Industrie jedes Jahr billiarden US-Dollar durch die Lappen...DAS ist ein echtes Prpoblem

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22. 04. 2008, 16:39 #18_Kerberos_Gast
Re: Open Source Schuld an 60 Milliarden Dollar Schäden: Studie zu freier Software
Ah, wurden in der Studie die Unternehmen die professionellen Support für Ihre OpenSource Produkte bieten auch eingerechnet, oder würde das die Studie zu sehr in Richtung Gewinnsteigerung verfälschen?

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22. 04. 2008, 16:47 #19Mitglied
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- 131
Re: Open Source Schuld an 60 Milliarden Dollar Schäden: Studie zu freier Software
War doch klar, dass das irgendwann so kommt. Bald ist der Hobbyprogrammierer also auch mitschuldig an der Misere der Industrie, und der Hobbymusiker und der Hobbymaler und der Hobbyfilmemacher und so weiter.
Es kann kaum noch besser kommen. Kein Witz ist so gut, wie der, der sich gerade anbahnt. Lachen kann man trotzdem nicht, oder besser: Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
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22. 04. 2008, 17:06 #20Mitglied
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- 162
Re: Open Source Schuld an 60 Milliarden Dollar Schäden: Studie zu freier Software
Das tut ja echt weh... Wenn da tatsächlich Geld "verloren" geht (weil wir es nciht ausgeben) dann ja wohl deswegen weil die Firmen ihren Job nicht richtig gemacht haben.
Und muss meinem Vorredner Destiny666 zustimmen, Photoshop und Office Suite können damit nicht gemeint sein. Die sind ihren kostenlosen Counterparts meilenweit überlegen, zumindest jemand der Tag für Tag mit Excel arbeitet (und nicht nur Kuchenverkauf-Tabellen oder Einkaufslisten damit macht) wird nicht auf OOo zurückgreifen. Punkt.
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