Zahlreiche Verbände forderten VW und Adidas in einer heutigen Presseerklärung auf, sich künftig stärker für die Menschenrechte in China zu engagieren. Sie sollen "ihr unternehmerisches Engagement in China und ihre Rolle als Olympiasponsoren mit einem deutlichen Engagement für die Verbesserung der Menschenrechtslage in China verbinden." Auf der morgigen VW-Aktionärsversammlung in Hamburg will Bernd Moritz von den Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre den Aufruf der Öffentlichkeit vorstellen.
Sowohl Adidas als auch VW betonten in der Vergangenheit immer wieder ihre Wachstumsaussichten auf dem boomenden chinesischen Markt. Sie tragen als wichtige Handelspartner von China andererseits auch eine Verantwortung, auf den Schutz der Menschenrechte in China zu drängen.
Vor allem als Olympiasponsoren seien sie "dem Bekenntnis der Olympischen Charta zur Schaffung einer friedlichen Gesellschaft unter Wahrung der Menschenwürde verpflichtet." Die Organisationen fordern von den Unternehmen, sich in China deutlicher als bisher zu den Werten der Olympischen Charta zu bekennen und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der dortigen Menschenrechtssituation einfordern. Dazu zählt die Freilassung aller wegen ihrer Kritik an den Olympischen Spielen in Haft sitzenden Personen, die Umsetzung der zugesagten landesweiten freien Berichterstattung sowie eine unabhängige Untersuchung der Ereignisse in Tibet und einen politischen Dialog mit dem Dalai Lama.
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