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Mitglied
Registrierungsdatum: Sep 2005
Beiträge: 1.010
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Bei Nacht sind alle Katzen grau...
... und alle Parteien schon bei Tage.
Das sah in der Geschichte der BRD schon mal anders aus. Beispiele:
CDU für die Wiederbewaffnung, SPD strikte Ablehnung
CDU für transatlantisches Bündnis, SPD für Neutralität
CDU: Kinder nur mit Heiratsurkunde, und dann "Mami gehört mir". SPD: Geht den Staat nichts an.
CDU: Abtreibung verbieten, SPD: Abtreibung erlauben
CDU: Kalter Krieg, SPD: Neue Ostpolitik
Das waren noch Entscheidungen "Entweder oder", nicht "ein bißchen weniger oder ein bißchen mehr".
Da wusste man noch, was die Parteien unterscheidet und was sie wollen. Da hatte man ein Debattenthema, und man erinnert sich noch Jahre später daran.
Heute dagegen: Was CDU und SPD unterscheidet, weiß ich wirklich nicht. Die Grünen sagen immer Öko, aber von Ende der Autogesellschaft sprechen sie schon lange nicht mehr. Die FDP ist für die Marktwirtschaft, aber wer ist denn dagegen? Nicht mal die Linkspartei. Von der weiß ich dank LordPiccolos Signatur immerhin, dass sie den Mindestlohn will. Aber wollen den die anderen denn nicht auch, wenigstens ein bißchen? Immer nur ein bißchem weniger oder ein bißchen mehr - das ist mein Eindruck.
Woran liegt das? Mehrere Gründe sind denkbar.
1. Konsolidierung
Die Zeit der großen Entscheidungen ist vorbei. Der Laden hat seine endgültige Gestalt angenommen, und eigentlich kommt es nur noch darauf an, ihn zu verwalten. Man braucht keine entscheidungsfreudigen Unternehmer mit Visionen, sondern ein zuverlässiges Rechnungswesen.
2. Machtverlust der Politik
Im Zeitalter der Globalisierung ist die Nation gleichsam Gastgeber für die multinationalen Konzerne. Die Politik muss dafür sorgen, dass sie kommen und sich wohl fühlen. Sonst verschwinden sie nämlich, und mit ihnen verschwinden auch die Arbeitsplätze, an deren Anzahl der Erfolg einer Regierung gemessen wird. Man hat sich die Nation vorzustellen wie ein von Politikern geführtes Hotel. Damit sind die Politiker zu Managern in der Dienstleistungsbranche geworden, und große politische Kontroversen entfallen.
3. Übermacht der Medien
Meinungen bilden sich heute kaum noch direkt beim Bürger. Alles erreicht ihn hundertfach vorgekaut. Die Medien haben sich zu einem zuverlässigen Filter entwickelt, der nur für bestimmte Inhalte durchlässig ist. Das bedeutet: Was immer eine Partei mal als Ziel definiert haben mag, bis es die Öffentlichkeit erreicht, wurde es derart glatt gebürstet und auf windschnittige Form gebracht, dass es sich von den Konkurrenzprodukten kaum noch unterscheidet.
4. Verlagerung der Entscheidungsmacht in die Bündnisse
Wichtige Entscheidungen werden nicht mehr innerhalb der Nation, sondern innerhalb der Bündnisse getroffen: Osterweiterung der NATO, neue Mitgliedländer der EU - Themen, die innerhalb der Nationen durchaus strittig sein könnten.
Vier Hypothesen also - aber natürlich sind viele weitere denkbar. Was meint Ihr?
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01. 05. 2008, 18:02
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#1
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Mitglied
Registrierungsdatum: Apr 2007
Beiträge: 3.309
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Dein Fehler ist, dass du in der obigen Liste nur Sachen angeführt hast, die das Kapital nicht betreffen und unten dann welche, die mit dem Kapital zusammenhängen, wie den Mindestlohn.
Heirat und Abtreibung und Überwachungsgesetze stören das Kapital auch Heute nicht, so dass dann CDU und SPD für mehr Überwachung sein können und FDP, Linke und Grüne dagegen.
Die Politik war doch in der Vergangenheit auch immerwieder Steigbügelhalter des Kapitals, wobei die Intensität dieser Beziehung natürlich auch immerwieder mit seiner derzeitigen Macht zusammenhing.
Seit es mehr Massenmedien gibt, kann es auch mehr Einfluss nehmen.
Man muss sich also zuerst mal fragen, wieso die Massenmedien sich immermehr gleichen.
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01. 05. 2008, 18:22
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#2
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blue boy
Registrierungsdatum: Mar 2007
Ort: Bielefeld
Beiträge: 183
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Das ist sicherlich auch eine selektive Wahrnehmung. Wenn du dir aus 50 Jahren 3, 4 kontroverse Entscheidungen raussuchst, kommst du natürlich auf andere Ergebnisse, als wenn du nur das Tagesgeschehen berücksichtigst. Auch heute finden zukunftsweisende Entscheidungen statt. Und dann ist da natürlich noch die Große Koalition und die Parteienzersplitterung.
Gerade die zeigt doch, dass immer noch Veränderungen gewünscht sind. Nur hat halt jeder da seinen eigenen Kopf. Eine große schwarze Macht will möglichst alles beim Gewünschten halten und 4 bunte haben jeweils andere Ideen und müssen Kompromisse eingehen um überhaupt etwas zu verändern.
Ich finde du siehst das alles ein wenig zu pessimistisch.
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01. 05. 2008, 19:23
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#3
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Mitglied
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Sep 2005
Beiträge: 1.010
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Zitat:
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Zitat von Scorpicon
Das ist sicherlich auch eine selektive Wahrnehmung. Wenn du dir aus 50 Jahren 3, 4 kontroverse Entscheidungen raussuchst, kommst du natürlich auf andere Ergebnisse, als wenn du nur das Tagesgeschehen berücksichtigst. Auch heute finden zukunftsweisende Entscheidungen statt.
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Selektive Wahrnehmung - das ist in der Tat eine Möglichkeit, und zwar eine, die ich gerne einräume.
Aber mir wäre mehr geholfen, wenn Du eine der Deiner Meinung nach stattfindenden UND zwischen den Parteien strittigen zukunftsweisenden Entscheidungen nennen würdest.
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01. 05. 2008, 19:55
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#4
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.935
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Wenn überhaupt, sollten auch die entsprechenden "Herausforderungen der Zeit" miteinander verglichen werden.
Da wären:
- Ethik des Umgangs mit Stammzellen (als Vergleich mit der Abtreibung)
- Europa-Vertrag (als Vergleich mit der Wiederbewaffnung oder der Ostpolitik)
- doppelte Staatsbürgerschaft und Integrationsproblematik
- deutsche Beteiligung an einer schnellen internationalen Eingreiftruppe
- Herausforderung der chinesischen Wirtschaft
- last but not least: Der Klimawandel
Wenn man danach sucht, findet man jede Menge Probleme. Außerdem ist eine Zeit nach einem Krieg mit anderen Herausforderungen konfrontiert.
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01. 05. 2008, 20:10
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#5
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gulli's dead, ich bin weg
Registrierungsdatum: Oct 2006
Beiträge: 1.715
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Das liegt daran, dass der Kalte Krieg vorbei ist und Deutschland wiedervereinigt, sowie der Kapitalimus gewonnen hat. Außerdem geht es uns einfach zu gut.
Im Kalten Krieg hatten wir große Polarisierungen (SU, USA) und die SPD sozusagen als moderne Partei dazwischen. Heute ist diese Richtung (z.B. Antikommunismus) verloren gegangen, wir sind ziellos geworden. Die USA hatten das gleiche Problem, weshalb sie sich in Form islamistischer Terroristen einfach ein neues Feindbild geschaffen haben.
Außerdem sind die großen Fragen, die schon angesprochen worden, bereits entschieden worden und werden momentan ziemlich als Konsens angesehen.
=> Es gibt kein Ziel und auch keine Feindbilder mehr. Wir leben nur noch in den Tag hinein. Und so machen es auch die Parteien, weshalb sie immer mehr untereinander verwischen.
Der Klimawandel ist nur eine große Panikmache. Wenn man genau hinschaut, wird sehr wenig dagegen getan, von den Bürgern, aber vor allem auch von unternehmerischer Seite. Dazu fehlen einfach noch die Anreize. Deshalb wird auch nicht viel Geld in die Entwicklung z.B. von Brennstoffzellenmotoren gesteckt: Das Öl wird zwar immer teurer und geht aus, aber es geht noch. Zumindest für die Unternehmen. Und die Bürger sind bereit, die hohen Spritpreise in Kauf zu nehmen für die erworbene Mobilität.
Hier sehe ich übrigens viele Parallelen zum Thread: "Das politische Hufeisen".
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01. 05. 2008, 20:11
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#6
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Harley Quinn Lover
Registrierungsdatum: Dec 2004
Ort: Gotham
Beiträge: 2.652
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Spam phlibbi gelöscht...Was ist los? Als igita so eine provokante Signatur gegenüber linken Menschen hatte, hat keiner gemeckert. Aber wenn es mal selber einen trifft, dann macht man einen Aufstand...jaja
Übrigens, die Aussage stammt von Friedrich Küpperbusch
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01. 05. 2008, 20:21
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#7
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.935
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Zitat:
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Zitat von Tequila_Sunrise
Der Klimawandel ist nur eine große Panikmache.
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Und die Angst vor dem Kommunismus war auch eine große Panikmache.
Außerdem beweist Nichtstun nicht, daß es ein Problem nicht gäbe. Für das Nichtstun gibt es auch noch andere Beispiele zB Bildungsnotstand.
P.S. "...z.B. von Brennstoffzellenmotoren..." Hast Du Wasserstoff? Die Brennstoffzelle ist zwar ganz nett, löst aber nicht das Auto-Problem.
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01. 05. 2008, 20:25
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#8
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gulli's dead, ich bin weg
Registrierungsdatum: Oct 2006
Beiträge: 1.715
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Zitat:
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Zitat von verifyme
Und die Angst vor dem Kommunismus war auch eine große Panikmache.
Außerdem beweist Nichtstun nicht, daß es ein Problem nicht gäbe. Für das Nichtstun gibt es auch noch andere Beispiele zB Bildungsnotstand.
P.S. "...z.B. von Brennstoffzellenmotoren..." Hast Du Wasserstoff? Die Brennstoffzelle ist zwar ganz nett, löst aber nicht das Auto-Problem.
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Brennstoffzelle war ja nur ein Beispiel.
Der Unterschied ist, dass der Kommunismus sehr präsent war, in Berlin musste man nur mal über die Mauer schauen. Der Klimawandel kommt erst in 50 Jahren, der ist ziemlich abstrakt. Die Leute machen erst was, wenn sie richtig drunter leiden müssen. Das wird beim Klimawandel zwar so sein, aber dank der hohen Verweildauer der Gase in der Atmosphäre wird es da schon zu spät sein.
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01. 05. 2008, 20:31
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#9
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.935
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Nun gut,
dann vergleichen wir eben die panische Angst vor dem Kommunismus mit der panischen Angst vor dem Terrorismus.
Dann paßt der Vergleich.
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01. 05. 2008, 20:34
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#10
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Mitglied
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Sep 2005
Beiträge: 1.010
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Zitat:
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Zitat von Tequila_Sunrise
Hier sehe ich übrigens viele Parallelen zum Thread: "Das politische Hufeisen".
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Stimmt, dieser Thread ist Verlängerung von und Resümee aus jenem. Dort hatte man ganz eifrig die Übergänge zwischen den Extremen diskutiert, und das war ja auch nicht falsch, aber eben doch auch ein bisschen so wie im Märchen von des Kaisers neuen Kleidern. Weil die Analyse der Extreme zwar als Denksportaufgabe reizvoll ist, diese Extreme aber in der politischen Realität heute überhaupt keine Rolle spielen.
Richtig schön verquirlt sind rechts und links nicht an den Rändern, sondern in der Mitte, mit dem Effekt, dass die Unterscheidung von rechts und links im Hinblick auf die Einordnung von Parteien sinnlos geworden ist.
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01. 05. 2008, 20:50
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#11
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.935
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Das ist so ja auch nicht richtig.
Es gibt immer noch Rassismus und eine gewalttätige autonome (anarchistische ?) Gruppierung, die man heute wieder bei der "Arbeit" beobachten konnte.
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01. 05. 2008, 20:53
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#12
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blue boy
Registrierungsdatum: Mar 2007
Ort: Bielefeld
Beiträge: 183
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Zitat:
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Zitat von Neandertaler
Selektive Wahrnehmung - das ist in der Tat eine Möglichkeit, und zwar eine, die ich gerne einräume.
Aber mir wäre mehr geholfen, wenn Du eine der Deiner Meinung nach stattfindenden UND zwischen den Parteien strittigen zukunftsweisenden Entscheidungen nennen würdest.
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Thema Schulsystem z.B. -> Extremisierung der jetzigen Zustände mit Zentralabitur, G12 und strenger Trennung der 3 Schulformen oder individualistische Einheitsschule mit weniger Leistungsdruck und größerer Fachfreiheit + Förderung
Thema Kriegsbeteiligung an US und NATO-Aktionen z.B. komplett verweigern oder Beteiligung unter bestimmten Bedingungen. "Krieg gegen den Terror" ja oder nein
Thema Grundgesetz - offene Abschaffung, inoffizielle Aushöhlung oder strenge Beachtung der Freiheiten des Einzelnen
Nur um mal einige nationale und internationale Themen unterschiedlicher Bedeutung zu nennen. Man könnte auch mit Umweltpolitik (Co-Reduzierung/ Atomausstieg die zweite/ Ökologisierung) und vielen anderen Beispielen kommen.
Die Tatsache, dass sich die regierenden Parteien vor ihren größten Streitpunkten drücken ist nicht ungewöhnlich, das hat unser System nun einmal zur Folge.
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01. 05. 2008, 21:16
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#13
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Mitglied
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Sep 2005
Beiträge: 1.010
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Zitat:
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Zitat von Tequila_Sunrise
Im Kalten Krieg hatten wir große Polarisierungen (SU, USA) und die SPD sozusagen als moderne Partei dazwischen. Heute ist diese Richtung (z.B. Antikommunismus) verloren gegangen, wir sind ziellos geworden.
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Tja, vor lauter Bäumen sieht man manchmal den Wald nicht. Das ist in der Tat ein zentraler Punkt und in keiner Weise zu vergleichen mit den eher neckischen Spielchen heute. Terrorismus, Klimawandel - das Gesprächsstoff, das ist Hysterie, die man andrehen und abstellen kann, alles flüchtig und nicht weiter tragisch. Man redet viel drüber, ohne dass was passieren würde, und dann ist man das Gerede auch wieder leid und sucht sich einen neuen Nervenkitzel von befristeter Dauer und begrenzter Wirkung - die Gentechnik beispielsweise.
Die Ost-West-Konfrontation mit den atomar bestücken B 52 in der Luft und der Polaris Flotte unter Wasser hatte hingegen ein ganz anderes Format. Es gab eine nicht ganz unbegründete Angst vor dem tatsächlich machbaren nuklearen Weltuntergang, die Ostermärsche sind als Reaktion darauf entstanden. Und gemächlich an den möglichen Langzeitfolgen eines eventuellen Klimawandels herumzupuhlen ist eine ganz andere Situation, als sie auf dem Höhepunkt der Kuba-Kriese herrschte. Da hockte man mit angehaltenem Atem nachts am Radio, um es wenigstens mitzukriegen, wenn es losgehen würde, und das war keine Spinnerei, denn im Pentagon, im Weißen Haus und an den Raketensilos waren auch alle wach.
Die Frage, die sich für das Thema hier ergibt, wäre dann die, ob eine politisch so lebendige Szenerie wie damals auch der damaligen Bedrohungen bedarf, und wenn das so ist, dann soll es doch lieber politisch so mausetot wie heute sein, als dass wir wieder das damalige Säbelrasseln inkauf nehmen müssten.
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01. 05. 2008, 21:18
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#14
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Einmal Löwe immer Löwe
Registrierungsdatum: Apr 2007
Ort: Freiburg
Beiträge: 584
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Sehe ich nicht so.
Die Parteien sind noch so verschieden wie vor 50 Jahren.
Nur muss man immer bedenken, dass die Welt nicht mehr wie vor 50 Jahren ist.
Deshalb sich auch die Wahrnehmung der Menschen geändert.
Die Welt ist nicht mehr so einfach wie zur Zeit des Kalten Krieges.
Daher kann es auch keine einfachen Lösungen geben.
Trotzdem gibt es noch genug JA NEIN Themen, die zeigen wie verschieden die PArteien sind.
CDU FDP pro Atom, SPD Grüne strikte Ablehnung
CDU FDP contra Mindestlohn SPD Grüne Linke pro Mindestlohn
CDU FDP pro Gentechnik SPD Grüne contra Gentechnik
Es gibt also noch genügend Themen, die die Verschiedenheit der PArteien zeigen und ihre ideologische Grundhaltung
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01. 05. 2008, 21:59
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#15
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ex-Moderator
Registrierungsdatum: Aug 2003
Ort: Niederbayern
Beiträge: 3.150
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Zitat:
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Zitat von igita
Es gibt also noch genügend Themen, die die Verschiedenheit der PArteien zeigen und ihre ideologische Grundhaltung
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Wovon aber nur zwei Minderheitenparteien wie die FDP und DieLinken eine in Stein gemeißelte Ideeologie haben. Alle anderen Parteien haben die Belibigkeit als Parteiprogramm das stets mit "Volkspartei" gerechtfertigt wird.
Hier liegt das eigentliche Problem. Bei den alten "Führern" wie z. B. Willy Brandt wussten die Bürger welche Grundhaltung er und seine Partei verkörpern. Sie gaben der Partei Profil und Schärfe erst die Schröderische Idee der Mitte brachte die SPD in politische Schwierigkeiten und leitete die Geburtsstunde DER LINKEN ein.
Merkel ist eine Technokratin der Macht, das hat sie über Jahre bewiesen und würde die DDR noch bestehen wäre sie sicherlich im ZK der SED zu finden. Merkel verkörpert keine Ideologie was allen Menschen gemein ist die Macht als Primat anstreben.
Insofern sind tasächlich alle Katzen grau weil die politischen Gegenheiten eben so sind wie sie sind und es oftmals nicht mehr die Optionen wir früher gibt sondern eben nur EINE gangbare.
Wo stehen wir den heute Innenpolitisch?
Jeder elfte Erwerbsfähige zwischen 15 und 64 Jahren ist auf staatliche Fürsorge angewiesen! Im Osten liegt die Quote der Älteren, die auf Hartz IV angewiesen sind, mit fast 13% doppelt so hoch wie im Westen. Berlin führt die Armutsstatistik mit 14,4% an, dicht gefolgt von Sachsen-Anhalt (14,2) und Mecklenburg-Vorpommern (13,9). Am niedrigsten ist die Hartz-IV-Quote der 50- bis 64-Jährigen in Bayern (4,3%) und Baden-Württemberg (4,3).
Und es wird nicht weniger! Immer mehr ältere Menschen rutschen in die Altersarmut ab und sind auf Hartz IV angewiesen. Seit der Einführung des Arbeitslosengeldes II im Jahr 2005 ist die Zahl der älteren Hilfebedürftigen bis Ende 2007 um mehr als 22% - und damit fast doppelt so stark gestiegen wie bei den anderen Altersgruppen – ein mehr als bedrückendes Ergebnis, vor allem vor dem Hintergrund des einsetzenden demografischen Wandels!
Im vergangenen Jahr haben sich zwar weniger der 50- bis 64-Jährigen arbeitslos gemeldet, aber die Arbeitslosenstatistik ist für sich allein nicht aussagefähig. Betrachtet man die Entwicklung der Hartz-IV-Empfänger, ergibt sich ein anderes Bild: Von 11/2006 bis 11/2007 sank deren Zahl zwar wegen des Aufschwungs um 3,8% auf rund 5,1 Mio. In der Gruppe der 50 - 64-Jährigen stieg sie im selben Zeitraum aber um 3,3% auf 1,2 Mio!
Lösungen? Es gibt nur eine: Staatliche Transfergelder. Nur über die Höhe kann man diskutieren aber auch hier sind die Grenzen vorgegeben.
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02. 05. 2008, 07:54
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#16
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Rechtschreibung?
Registrierungsdatum: Jun 2007
Beiträge: 115
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Zitat:
Nur muss man immer bedenken, dass die Welt nicht mehr wie vor 50 Jahren ist.
Deshalb sich auch die Wahrnehmung der Menschen geändert.
Die Welt ist nicht mehr so einfach wie zur Zeit des Kalten Krieges.
Daher kann es auch keine einfachen Lösungen geben.
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So sehe ich das auch. In vielen Themen mögen sich die Parteien mittlerweile sogar recht einig sein, was ich nicht so schlimm finde. Denn schließlich gibt es ja noch Punkte, auch auf langfristige Betrachtung (also, was wäre wenn jene Partei mehrere Jahre die Macht hätte), und mann kann nicht immer nur Dafür und Dagegen sagen. Ohne kompromisse der Parteien würde wir ja zu gar nichts mehr kommen.
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02. 05. 2008, 08:59
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#17
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Mitglied
Registrierungsdatum: Jun 2006
Beiträge: 62
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Ich muss sagen ich sehe das in vielen Teilen wie Provokateur und kann mich seinem Kommentar nahezu ersatzlos anschließen.
Denoch ist mein persönliches empfinden was FDP und die in "Steingemeißelte" Ideologie angeht etwas anders. Gerade die FDP ließ sich in der Vergangenheit mehr und mehr als Mehrheitsgeber abstempeln, wobei man ihr zugestehen muss, dass sie zumindest in Hessen erfreulicherweise Linie bewiesen hat.
Über die Linke vermag ich dahingehend keine wirkliche Aussage zu treffen, wobei meine persönlichen Ansicht nach viel des Plauderdampfs zurück in die ideologischen Auffangbecken fließen würde, alsbald hinter den kühnen Worten Regierungsverantwortung steht.
Doch angesichts des Machthungers und des geringen bis kaum noch vorhandenen politischen Verantwortungsbewustseins kann ich nur zu folgendem Satz gelangen : Ein wirklich klares Bild von einer Partei von der ich sagen kann "ja die wähle ich mit Überzeugung" gibt es für mich in dieser Deutschen Parteieinlandschaft nicht. Ich muss wirklich enorm stark selektieren und war mir zuletzt muss ich wirklich zugeben nicht sicher die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
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03. 05. 2008, 23:53
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#18
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ex-Moderator
Registrierungsdatum: Aug 2003
Ort: Niederbayern
Beiträge: 3.150
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
@ Drakken
Sich meiner Meinung anzuschließen kann gefährlich sein.
FDP: Ich meine damit die Zeit nach Genscher. Hier sehe ich schon das die FDP das nach außen schärfste Profil hat. Würde man die Wähler fragen wofür die FDP steht dann denke ich das die Antwort sehr eindeutig wäre.
Als klassische "Umfallerpartei" ist sie längst von den Grünen überholt worden. Das süße Gift der Regierungsverantwortung zwingt diese Partei zu fast jeden Kompromiss . Zuletzt deutlich zu sehen in Hamburg.
DieLinke lebt vor allem von ihrem Propagandisten und Frontgauklern Oskar und Gysi. Beides sind excellente Strategen wie überhaupt diese Partei eine Vielzahl von sehr klugen Köpfen in allen Parteigliederungen hat.
Ich durfte während meiner politischen Tätigkeit viel Politiker außerhalb ihrer Parteien kennen lernen wovon mich neben Willy Brandt am meisten Oskar Lafontaine und Guido Westerwelle beeindruckt haben. Fischer ist ein Kotzbrocken ebenso wie Otto Schily. Schröder konnte einen ganzen Saal mit Witzen und Stegreifreden aus dem Bauch heraus unterhalten. Willy Brandt war innerhalb der Partei ein lebender Gott stets von 4 Leibwächtern umgeben die zuerst das W.C. durchsuchten bevor Brandt dorthin durfte. Selbst die bekanntesten Journalisten waren ganz klein und über die Maßen höflich wenn Sie mit Brandt sprechen durften.
Ich erinnere mich an eine Story als einer der bekanntesten ZDF Journalisten Willy Brandt Monatelang hinterherlief um ein Interview zu einem bestimmten Thema zu erhalten. 1990 in Halle(Saale) war Brandt dann Ehrengast der SPD. Geladen waren auch ein paar Schüler. Ein ca. 14jähriges Mädchen hatte einen Block in der Hand und wollte offensichtlich ein Schülerinterview machen. Brandt der neben dem gebürtigen Hallenser, Genscher an einem Tisch saß "schickte" dann Genscher um das Mädchen an seinen Tisch zu holen. Er sprach denn ca. 45 Minuten mit dem Mädchen und verbesserte am Schluß ihre Notizen. Als das Mädchen dann wieder zu ihrem Tisch ging, stürzte der ZDF Journalist auf sie zu, drückte ihr 1500 D-Mark in die Hand und "erwarb" so das Interview von ihr.
Das Interview wurde dann in allen Zeitungen abgedruckt - nicht aber die von Brandt hinzugefügt Wörter:"Lieber ... Sie sehen, wie unwichtig Sie sind." Das Interview befindet sich heute in Archiv des Willy Brandt Hauses.
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04. 05. 2008, 10:47
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#19
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NOMAAM
Registrierungsdatum: May 2008
Beiträge: 61
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Zitat:
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Zitat von Provokateur
Ich durfte während meiner politischen Tätigkeit viel Politiker außerhalb ihrer Parteien kennen lernen wovon mich neben Willy Brandt am meisten Oskar Lafontaine und Guido Westerwelle beeindruckt haben. Fischer ist ein Kotzbrocken ebenso wie Otto Schily. Schröder konnte einen ganzen Saal mit Witzen und Stegreifreden aus dem Bauch heraus unterhalten. Willy Brandt war innerhalb der Partei ein lebender Gott stets von 4 Leibwächtern umgeben die zuerst das W.C. durchsuchten bevor Brandt dorthin durfte. Selbst die bekanntesten Journalisten waren ganz klein und über die Maßen höflich wenn Sie mit Brandt sprechen durften.
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Inwiefern? Ich halte Westerwelle eigentlich für den größten Kotzbrocken, ebenso Fischer, darum frage ich.
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04. 05. 2008, 11:15
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#20
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 17.935
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Man muß ja nicht der politischen Position Westerwelles folgen um zu erkennen, daß er ein gewiefter und cleverer Politiker ist.
Diesen neoliberalen Mist finde ich auch zum Kotzen.
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04. 05. 2008, 11:30
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#21
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seit 2 Jahren dabei...
Registrierungsdatum: Aug 2006
Beiträge: 4.890
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Ich bin im Oktober 07 18 geworden,und bin nun in Zukunft auch Wähler.
Doch obwohl ich mich für politisch interessiert halte,spiele ich mit dem Gedanken,nicht wählen zu gehen.
Ich zähle mich auch irgendwie schon zu den frustrierten Kategorie  ie machen doch eh alle das gleiche.
Eine Partei mit Überzeugungen,die dann auch notfalls in der Opposition verteidigt werden,ist kaum auszumachen.Jede der Parteien wirkt,als würde irgendwie krampfhaft versucht,die Macht zu erhalten.
Wirklich glaubwürdeige Politiker sind wahrscheinlich ausgestorben.
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04. 05. 2008, 11:56
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#22
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Mitglied
Registrierungsdatum: Apr 2007
Beiträge: 3.309
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Herrn Westerwelles Cleverness wird die Partei innerhalb der nächsten Jahre wohl auch nicht vor der 5% Hürde retten, wenn die Entwicklung so weiter geht.
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04. 05. 2008, 11:58
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#23
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Hoffentlich undogmatisch
Registrierungsdatum: Nov 2007
Ort: Köln/Bonn
Beiträge: 482
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Zitat:
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Zitat von Habek
Herrn Westerwelles Cleverness wird die Partei innerhalb der nächsten Jahre wohl auch nicht vor der 5% Hürde retten, wenn die Entwicklung so weiter geht. 
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Wir werden sehen. 2009 wird uns auf jedenfall eine Jamaika-Koalition erwarten... Die rot-rote Opposition wird extrem spannend zu beobachten sein, vor allem die SPD.
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04. 05. 2008, 13:23
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#24
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Mitglied
Registrierungsdatum: Feb 2005
Beiträge: 172
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Re: Bei Nacht sind alle Katzen grau...
Wer da meint, die Parteien hätten noch Profil und Programmatik, der täuscht sich aus meiner Sicht gewaltig. Wenn es um den Machterhalt geht, dann tanzen selbst die mehr oder weniger christlichen "C"-Parteien mit dem Teufel.
Die FDP behauptet irg | |