Großbritannien ist wieder einmal Vorreiter in Sachen Videoüberwachung. Nun sollen Schülerlotsen mit Kameras ausgestattet werden, um Verkehrssünder aufzuspüren. Die Kameras sollen in erster Linie eine abschreckende Wirkung haben. Die Aufnahmen könnten allerdings auch als Beweismaterial zur Verfolgung von Verkehrssündern benutzt werden.
Nachdem im letzten Jahr rund 1.400 Verkehrsunfälle gemeldet wurden, beschlossen einige Gemeinden, darunter Dudley und Kirklees, Schülerlotsen mit Videokameras auszustatten.
Diese gut sichtbaren Kameras sollen an den Griffen der Warnschilder oder an den Kopfbedeckungen der Lotsen angebracht werden. Die Gemeinden hoffen insbesondere auf eine abschreckende Wirkung. Die Aufzeichnungen der Kameras sollen jedoch auch als Beweismittel für die Verfolgung von kriminellen Handlungen benutzt werden können.
Die Städte hatten insbesondere bemängelt, dass die Schülerlotsen und die von ihnen begleiteten Kinder oftmals beschimpft worden seien. Manche der sogenannten Lollipops seien des Weiteren oft einfach ignoriert worden.
"Autofahrer sind so egoistisch, dass sie bereit sind, Leben zu riskieren, indem sie sich weigern, an Schulkreuzungen 30 Sekunden zu halten", so das Statement von David Sparks vom lokalen staatlichen Verkehrsgremium.
Autofahrern, die bei einem Schülerlotsen nicht halten, droht nun ein Bußgeld von 1.000 Pfund und drei Strafpunkte in der britischen Verkehrssünderkartei. Dafür investieren die Briten auch gerne mal je 890 Pfund pro neues Warnschild, die von der Firma Routesafe in Oxford entwickelt wurden.
Dass die typisch britische Videoüberwachung nutzlos ist, wurde bereits in der Vergangenheit häufiger bewiesen. Die nahezu lückenlose Überwachung hat auf die Kriminalitätsrate in England kaum Einfluss genommen. Dennoch investieren britische Behörden weiterhin in die orwellsche Überwachung. (Autor: Malo)
(Via Daily Mail & Fefes Blog)
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