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Mitglied
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
Ist es wahrscheinlicher eine Ökonomie zu erschaffen, die nicht auf der kapitalistischen Mehrwertbildung basiert, als die gesamte Weltbevölkerung nach Frisuren zu sortieren?
Antwort: JA!
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06. 05. 2008, 16:03
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#76
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Harley Quinn Lover
(Threadstarter)
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
Zitat:
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Zitat von Neandertaler
Mir wird der ganze Thread allmählich zu mystisch. Ist das noch Aufklärung, oder wird da nicht umgekehrt für diesen trivialen Ethnokrimskrams eine Aura zusammengebastelt, wird ihm nicht der Anschein von etwas Geheimnisvollem und Bedeutsamem verliehen, eben dadurch, dass keiner präzise sagt, was gemeint ist, sondern man immer nur Andeutungen und Vermutungen bekommt? Ist das noch Kritik an diesem Ethnokrimskrams oder Promotion für ihn?
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Hier soll weiterhin Aufklärung über den Ethnopluralismus getrieben werden. Es liegt nicht in meiner Absicht, den Ethnopluralismus zu beschönigen oder zu mystifizieren, nur weil, laut Eichberg, Bakunin und Co Beiträge zum Ethnopluralismus geleistet habe. Dieser Thread soll dazu dienen, den Ehtnopluralismus zu identifizieren. Wer sind die wahren Feinde der Menschenrechte? Wo sitzen sie? Ist die sogenannte Mitte auch davon betroffen, da ein ehemaliger SPD-Mitglied sich mit den Ideen der NPD sympathisiert, sodass man auch die Mitte bekämpfen sollte? Solche Fragen beschäftigen mich und sollte auch die anderen User beschäftigen, da der Judas auch neben einem sitzen könnte...
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10. 05. 2008, 00:53
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#77
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Fisch
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
Ich sehe gerade, dass mir die Rechtschreibprüfung Kulturpluralismus als Ersatz für Ethnopluralismus anbietet.
Wie wär's denn damit? Oder fehlt ohne Rassismus der nötige Aufhänger?
Zitat:
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Zitat von LordPiccolo
Solche Fragen beschäftigen mich und sollte auch die anderen User beschäftigen, da der Judas auch neben einem sitzen könnte...
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Ich dachte die Judas-Jagd hätten wir nach "dem Untergang" aufgegeben... 
Oder soll das nach dem Ethnopluralismus als nächstes neu aufleben?
Zitat:
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Zitat von LordPiccolo
Dieser Thread soll dazu dienen, den Ehtnopluralismus zu identifizieren. Wer sind die wahren Feinde der Menschenrechte? Wo sitzen sie? Ist die sogenannte Mitte auch davon betroffen, da ein ehemaliger SPD-Mitglied sich mit den Ideen der NPD sympathisiert, sodass man auch die Mitte bekämpfen sollte?
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Naja, spätestens seit Mahler sollte ja klar sein, dass der Einzugsbereich dieser Leute keine Grenzen kennt. Ich finde es macht schon aus rein taktischen Gründen keinen Sinn alle oder auch nur die Mitte anzugreifen. Davon auszugehen, dass alle anderen falsch liegen, während man selbst den Durchblick hat, ist selten ein gutes Zeichen und oft ein Weg in den Extremismus.
Aber Spinner, um einen meiner ehemaligen Lehrer zu zitieren, die irgendwo am Rand rumhängen, sind wesentlich ungefährlicher als die harmlos erscheinenden Kerle an den Hebeln der Macht. Es ist natürlich deutlich einfacher Extremisten (wohlgemerkt jene Art von Extremisten, die man selbst identifiziert und nicht jene Art, zu der man selbst durch den Kampf gegen die Mitte wird!  ) zu jagen, indem man willkürlich einen Punkt festsetzen und jeden in der Schublade rechts davon als Feind markiert, wie es in den Medien (hier passt Marxens Sprüchlein zur herrschenden Meinung der Herrschenden) vorgemacht wird, aber ob die soviel schlimmere Feinde der Menschenrechte sind wie jene, die unsere Rechte (also die Bürgerrechte, nicht die politische Rechte) Stück für Stück beschneiden und am liebsten wieder Sklavenmärkte aufmachen würden, wage ich zu bezweifeln.
Kurz: Das Diskutieren über irgendwelche abgedrehten Utopien mag genauso unterhaltsam sein wie das Anfertigen von Schachtelsätzen aber zur Rettung der Menschheit oder der Menschenrechte wird beides nicht beitragen.
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10. 05. 2008, 03:33
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#78
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Mitglied
Registrierungsdatum: Sep 2005
Beiträge: 1.010
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
Zitat:
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Zitat von LordPiccolo
Dieser Thread soll dazu dienen, den Ehtnopluralismus zu identifizieren.
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Das tut er aber nicht, sondern er macht eine recht einfache und klare Sache nebulös. Deshalb, weil dann, wenn man Klartext redet, ganz schnell die Fetzen fliegen, was nicht passiert, wenn man sich in irgendwelchen geistesgeschichtlichen Ahnengallerien verliert.
Also reden wir nicht von Eichberg irgendwo verborgen im dunklen Norden.
Reden wir von den Palästinensern, den Tibetern, den Kroaten, den Kosovaren und wie die sonst noch alle heißen, und warum in drei Teufels Namen die eigentlich alle ihren eigenen Staat brauchen sollen, wo sie doch froh sein sollten, wenn ein anderer Staat sie bei sich unterschlüpfen lässt.
Und wenn Du die Frage so stellst, wirst Du sehen: 1. Ethnopluralismus ist nicht Eichberg, sondern das ist die übergroße Mehrheit der Politiker und Meinungsmacher hier. 2. Weil dies Forum ein Spiegel der restlichen Gesellschaft ist, ist auch die übergroße Mehrheit hier für diesen Ethno. 3. Dieser Ethno ist nicht das, als was Eichberg meint. Eichberg sagt: Ethnos ist gut für uns. Die übergroße Mehrheit sagt: Ethno ist gut, aber für andere (nämlich die Feinde unseres Feindes). 4. Wenn es konkret wird, nehmen wir Palästinenser oder Kroaten, hört das bräsige Herumgetüftel auf. Dann wird es ganz schnell bissig.
Und darum diskutiert man lieber über Eichberg. Cyberny hat schon recht, wenn er sagt:
Zitat:
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Zitat von cyberny
Es ist natürlich deutlich einfacher Extremisten (wohlgemerkt jene Art von Extremisten, die man selbst identifiziert und nicht jene Art, zu der man selbst durch den Kampf gegen die Mitte wird!  ) zu jagen
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Einfacher und weniger riskant. Leg Dich mal mit dem Mainstream an, dann werden die Grenzen der Toleranz ganz schnell spürbar.
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11. 05. 2008, 00:00
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#79
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
Zitat:
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Zitat von cyberny
Ich finde es macht schon aus rein taktischen Gründen keinen Sinn alle oder auch nur die Mitte anzugreifen. Davon auszugehen, dass alle anderen falsch liegen, während man selbst den Durchblick hat, ist selten ein gutes Zeichen und oft ein Weg in den Extremismus.
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Mit anderen Worten "Wer die Mitte angreift, ist ein Extremist" und "Extremisten sind in jedem Fall schlecht" und die Mitte ist gut? Dann müssen wohl einige Kapitel der Geschichte (wie zB der Widerstand gegen Hitler) umgeschrieben werden.
Zitat:
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(wohlgemerkt jene Art von Extremisten, die man selbst identifiziert und nicht jene Art, zu der man selbst durch den Kampf gegen die Mitte wird! )
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Und es ist Dir nun gar nicht vorstellbar, daß die eine extremistische Minderheit Recht haben könnte und die andere extremistische Minderheit das Übel schlechthin sein kann?
Zitat:
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Das Diskutieren über irgendwelche abgedrehten Utopien mag genauso unterhaltsam sein wie das Anfertigen von Schachtelsätzen aber zur Rettung der Menschheit oder der Menschenrechte wird beides nicht beitragen.
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Warum postest Du nicht im "Feedback" und schlägst die Schließung des Politik-Forums vor?
Arbeite einfach mal an Deiner Sprache und stelle fest, daß der Begriff "Extremist" zu absolut gar nichts taugt; jedenfalls nicht ohne schmückende Beiwörter.
Könnte es sein, daß diejenigen gerne von Utopie reden, die sich selber in der Mitte an den Trögen suhlen?
Was für ein Schmonz.
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11. 05. 2008, 00:35
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#80
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Harley Quinn Lover
(Threadstarter)
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
@cyberny: Ich habe nicht "Ich habe Recht und alle anderen sind im Unrecht!" gesagt. Was ich mit meinem Hieb auf die sogenannte Mitte bezwecken wollte war, zu zeigen, dass die Mitglieder der sogenannten Mitte von dieser Idee gar nicht so abgeneigt sind. Daher die Bezeichnung "Judas". Die dir am ehesten stehen, könnten dich morgen rauswerfen wollen.
@Neandertaler: Du bist genauso ein Teil der Diskussion, wie ich, verifyme und die anderen. Es ist unsere Aufgabe die Diskussion so zu erweitern, dass sie in den gesamten Rahmen passt. Ich habe den Eichberg in einem Satz erwähnt und du hast darauf rumgetrampelt. Du hast vorgeschlagen über die ganzen Leute zu sprechen, die für Tibet, Palästina etc. einen eigenen Staat fordern und ich habe zugestimmt. Worauf wartest du denn? Auf mich?
Du trampelst die ganze Zeit auf ihn rum, anstatt die Diskussion auf die aktuellen Probleme weiterzuleiten...
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11. 05. 2008, 11:51
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#81
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Mitglied
Registrierungsdatum: Oct 2007
Beiträge: 2
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
soweit ich das verstanden hab hätte dann jede Nationalität eigenes Territorium?
Das halte ich für recht utopisch und vorallem sollte man stets die Frage stellen "wem nützt es?"
Der Kommunismus ist nichts Utopisches. Er ist die herrschaft der Arbeiterklasse über sich selbst
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11. 05. 2008, 13:18
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#82
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Fisch
Registrierungsdatum: Dec 2001
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
Zitat:
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Zitat von Leninist
soweit ich das verstanden hab hätte dann jede Nationalität eigenes Territorium?
Das halte ich für recht utopisch und vorallem sollte man stets die Frage stellen "wem nützt es?"
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Die meisten Nationen verfügen ja ohnehin über ein Hoheitsgebiet. Auch haben die meisten eine nationale und kulturelle Identität. Das nützt hauptsächlich den Bürgern z.B. bei der Verwaltung des alltäglichen Miteinanders und Findung von Normen, die ihrerseits wiederum auf die Identität einwirken. (Müllabfuhr, SVO, Sozialleistungen, DIN, etc.)
Ein paar Fälle bei denen das als Utopie angesehen werden kann hat Neandertaler ja erwähnt und im Fall von Tibet scheinen ja wirklich viele Menschen für die Erfüllung dieser Utopie einer selbstbestimmten Lebensweise zu sein, da das seit der Aufklärung ja allgemein als angenehmste Lebensweise empfunden wird.
Zitat:
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Zitat von verifyme
Mit anderen Worten "Wer die Mitte angreift, ist ein Extremist" und "Extremisten sind in jedem Fall schlecht" und die Mitte ist gut? Dann müssen wohl einige Kapitel der Geschichte (wie zB der Widerstand gegen Hitler) umgeschrieben werden.
[...]
Und es ist Dir nun gar nicht vorstellbar, daß die eine extremistische Minderheit Recht haben könnte und die andere extremistische Minderheit das Übel schlechthin sein kann?
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Ja, die Mitte anzugreifen ist immer mehr oder weniger extremistisch aber ob das gut oder schlecht ist hängt zum einen davon ab, ob die Mitte gut oder schlecht ist und zum anderen natürlich von den Extremisten selber.
Die Definition des Übels schlechthin fällt mir allerdings etwas schwer, da ich heute morgen nicht in der Kirche war, und mit den antidemokratischen Vorstellungen von Staufenberg und Co. könnte man einen separaten Threat füllen.
Zitat:
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Zitat von LordPiccolo
Ich habe nicht "Ich habe Recht und alle anderen sind im Unrecht!" gesagt. Was ich mit meinem Hieb auf die sogenannte Mitte bezwecken wollte war, zu zeigen, dass die Mitglieder der sogenannten Mitte von dieser Idee gar nicht so abgeneigt sind.
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Das wollte ich dir auch nicht unterstellen, ich wollte lediglich auf die Gefahren eines Angriffs auf die wie auch immer geartete Mitte hinweisen. Aber es stimmt, diese Mitte frisst nun mal alles mögliche und Medien sind hervorragende Werkzeuge um die Mitte zu steuern. Vielleicht ist es ja bereits extremistisch die Glotze auszulassen oder sich einen Sender zu kaufen.
Aber bleiben wir mal bei Tibet als Beispiel, das wird ja gerade öffentlich von "der Mitte" (und ihren Vordenkern) behandelt. Muss man davon ausgehen, dass die Medien, die den Staatsterror der Chinesen aufzeigen, das tun um Ethnopluralismus zu verbreiten?
Selbst die aktuellen Probleme in Birma(/Burma/Mynmar), die ebenfalls von den Medien hochgekocht werden, könnte man in den selben Kontext ziehen, da dort (wieder vorausgesetzt die Berichte stimmen) ein Volk durch eine Diktatur von seiner Selbstbestimmung abgehalten wird. Ließe sich der Ethnopluralismus damit nicht sogar als Argument gegen eine Diktatur heranziehen?
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11. 05. 2008, 15:58
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#83
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 16.687
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
Zitat:
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Zitat von cyberny
.....und mit den antidemokratischen Vorstellungen von Staufenberg und Co. könnte man einen separaten Threat füllen.
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Ich sprach vom Widerstand und nicht von Stauffenberg.
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11. 05. 2008, 17:37
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#84
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schubdubbiduba barambambu
Registrierungsdatum: Oct 2004
Ort: inner großen stadt
Beiträge: 2.524
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
Zitat:
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Zitat von Leninist
soweit ich das verstanden hab hätte dann jede Nationalität eigenes Territorium?
Das halte ich für recht utopisch und vorallem sollte man stets die Frage stellen "wem nützt es?"
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nein, jede ethnie.
Zitat:
Der Kommunismus ist nichts Utopisches. Er ist die herrschaft der Arbeiterklasse über sich selbst
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<g>
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11. 05. 2008, 20:24
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#85
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Mitglied
Registrierungsdatum: Sep 2005
Beiträge: 1.010
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
Zitat:
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Zitat von cyberny
Die meisten Nationen verfügen ja ohnehin über ein Hoheitsgebiet.
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Nicht die meisten, sondern alle, weil die Horde per definitionem erst durch Verfügung über ein Territorium zur Nation wird.
Zitat:
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Zitat von cyberny
Auch haben die meisten eine nationale und kulturelle Identität.
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Also die meisten Nationen haben eine nationale Identität. Lieber cyberny, Du bist genial! Aber ich bin auch nicht schlecht: Die meisten Katzen haben eine Katzenidentität! Richtig? Falsch! Alle Katzen haben das. Bei der Kultur hingegen liegst Du völlig daneben. Irgendwelche Sitten und Bräuche haben die Horden zwar alle. Kanibalen zum Beispiel die Angewohnheit, Missionare zu verspeisen. Aber Kultur haben sie alle nicht.
Zitat:
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Zitat von cyberny
Ein paar Fälle bei denen das als Utopie angesehen werden kann hat Neandertaler ja erwähnt und im Fall von Tibet scheinen ja wirklich viele Menschen für die Erfüllung dieser Utopie einer selbstbestimmten Lebensweise zu sein, da das seit der Aufklärung ja allgemein als angenehmste Lebensweise empfunden wird.
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Es handelt sich nicht um "selbstbestimmte Lebensweise", was immer mit dieser verschwiemelten Formulierung gemeint sein soll, sondern um Unterwerfung unter das Kollektiv, Herr Aufklärer! Den deutschen Vormärz mit den Enzyklopädisten verwechseln - das ist schon eine schlimme Bildungslücke.
Zitat:
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Zitat von cyberny
Aber bleiben wir mal bei Tibet als Beispiel, das wird ja gerade öffentlich von "der Mitte" (und ihren Vordenkern) behandelt. Muss man davon ausgehen, dass die Medien, die den Staatsterror der Chinesen aufzeigen, das tun um Ethnopluralismus zu verbreiten?
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Einen "Staatsterror der Chinesen" gibt es nicht. Kann es gar nicht geben. Weil Staatsterror vom Staat ausgeht und nicht von den Chinesen. Dies mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass chinesische Sicherheitskräfte gottlob denn tibetischen Rassistenmob zu zügeln wissen, der gern chinesische Geschäfte niederbrennt, am besten inklusive Eigentümer und Mitarbeiter.
Zitat:
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Zitat von cyberny
Selbst die aktuellen Probleme in Birma(/Burma/Mynmar), die ebenfalls von den Medien hochgekocht werden, könnte man in den selben Kontext ziehen, da dort (wieder vorausgesetzt die Berichte stimmen) ein Volk durch eine Diktatur von seiner Selbstbestimmung abgehalten wird. Ließe sich der Ethnopluralismus damit nicht sogar als Argument gegen eine Diktatur heranziehen?
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Ein Volk wird durch Diktatur von seiner Selbstbestimmung abgehalten! Also das ist wirklich arg schlicht gedacht. Es müsste sich doch inzwischen bis in die Hauptschule hinein herumgesprochen haben, dass es gerade umgekehrt ist. Gruppen unterwerfen sich dann einem Führer, wenn sie selber zur Herrschaft nicht fähig sind.
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11. 05. 2008, 20:49
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#86
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Harley Quinn Lover
(Threadstarter)
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
@Lindener: Dir ist schon klar, dass du dein Respekt sehr verspielt hast und ich mittlerweile von dir gar nichts mehr halte! Schpam gelöscht...
Zitat:
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Aber bleiben wir mal bei Tibet als Beispiel, das wird ja gerade öffentlich von "der Mitte" (und ihren Vordenkern) behandelt.
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Interessant finde ich auch die Kritik an der Siedlungspolitik der Volkrepublik. Mittlerweile leben dort auch, bedingt durch die Siedlungspolitik, auch eine nicht zu unterschätzende Anzahl an Han-Chinesen. Neandertaler hat es schon angesprochen. Dort wächst rassistisches Potenzial, die sich gegen die Han-Chinesen richtet. Einige fordern nun, dass diese Siedlungspolitik aufhören solle und man den Tibetern einen eigenen Staat schenken sollte (klar die meisten wollen mehr Autonomie). Diese betrachten diese Siedlungspolitik als ein Verbrechen an der Menschheit und empören sich darüber, wenn Erdogan hier in Köln die "Assimiliation" so benennt...
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11. 05. 2008, 21:20
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#87
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Mitglied
Registrierungsdatum: Nov 2007
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
So Neandertaler, ich hab mal was zu mosern: ich bezieh mich auf folgendes: "Irgendwelche Sitten und Bräuche haben die Horden zwar alle. Kanibalen zum Beispiel die Angewohnheit, Missionare zu verspeisen. Aber Kultur haben sie alle nicht.".......Ich geh mal davon aus dass mit "Horde" nicht irgendwelche Urwaldkollegen gemeint sind. Ich versteh dich so, dass du meinst bei sämtlichen Völkern handele es sich um "Horden" (derartige Formulierungen würde selbst JungeFreiheit-Schreiberlinge zum erröten bringen).
Wenn du es tatsächlich so meintest muss ich fragen: mit welcher Arroganz gibst du solche Äusserungen von dir???......Weisst du was der Begriff "Kultur" beinhaltet???.....
Deinen abstrusen Beispielen entnehme ich mal, dass dus nicht ganz ernst gemeint hast
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11. 05. 2008, 21:23
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#88
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Mitglied
Registrierungsdatum: Sep 2005
Beiträge: 1.010
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Zitat:
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Zitat von blackandtrve
Ich geh mal davon aus dass mit "Horde" nicht irgendwelche Urwaldkollegen gemeint sind. Ich versteh dich so, dass du meinst bei sämtlichen Völkern handele es sich um "Horden"
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Das ist richtig. Denn bei der Volkwerdung gilt steht:
Gemeinsam sind wir unausstehlich!
Zitat:
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Zitat von LordPiccolo
Diese betrachten diese Siedlungspolitik als ein Verbrechen an der Menschheit und empören sich darüber, wenn Erdogan hier in Köln die "Assimiliation" so benennt...
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Interessant in diesem Zusammenhang war ja einerseits, dass China deshalb "Kultureller Völkermord" vorgeworfen wurde, und andererseits, dass diese Parole sich nicht richtig durchsetzen konnte. Sie war zu offenherzig, sie sprach zu freimütig aus, was empfunden wurde. Sie erlaubte einen Blick unter die Tünche des Bekenntnisses zu Weltoffenheit, Flexibilität, Anpassung, kultureller Bereicherung etc.
Diese Tiefenschicht haben die Nazis auf die Formel "Blutschande ist Rassenmord" gebracht. Heute eben nicht mehr die Rassen, die gemordet zu werden drohen, sondern die Völker. Es ist ein inzestuöser Trieb, der dahinter steckt, welcher vom Exogamiegebot nichts wissen will. Enger Kontakt bedeutet Vermischung, Vermischung bedeutet Veränderung, und Veränderung ist Gift.
Faktisch verändert sich aber jedes und alles permanent. Nicht nur die Lebensverhältnisse der Tibeter verändern sich durch zuwandernde Chinesen, sondern natürlich verändern die Lebensverhältnisse der zuwandernden Chinesen sich auch. Das ist der normaler Verlauf der Geschichte, das passiert zu allen Zeiten und überall.
Betrachtet man nun diesen unvermeidlichen und wünschenswerten Prozess als etwas Krankhaftes oder Schädliches, so wird man diese Betrachtungsweise normalerweise unterdrücken müssen. Aber sie bleibt in Bereitschaft, willkürlich aus irgendeinem Anlass aktiviert zu werden und zuzuschlagen.
Und es ist erstaunlich, in welchem Maße dann der atavistische Instinkt jede Vernunft beiseite schiebt. Diese komische Dalai Lama ist ja immerhin kein unbeschriebenes Blatt. Seine CIA-Kontakte sind ebenso bekannt wie seine Verbindungen zu Tiroler Separatisten und zur schweizerischen SVP, die hier als fremdenfeindlich eingestuft wird. Egal - die Dalai Lama bleibt der Zahnartzgattin Lieblingsheiliger, und alle Deutschen mögen ihn.
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11. 05. 2008, 21:41
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#89
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Fisch
Registrierungsdatum: Dec 2001
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
Zitat:
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Zitat von Neandertaler
Enger Kontakt bedeutet Vermischung, Vermischung bedeutet Veränderung, und Veränderung ist Gift.
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Könntest du erläutern, wie du aus irgend einem Pluralismus, sei es nun Ethno- oder Kultur- zu der Erkenntnis gelangst, dass sich das betroffene nicht verändern darf? Dass Ethnien, Völker und Kulturen veränderlich sind liegt doch wohl in ihrer Natur. Diesen die Möglichkeit zur Veränderung zu nehmen und sie zwangsweise im Status Quo zu fixieren wäre imho alles andere als pluralistisch!
Zitat:
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Zitat von Neandertaler
Es handelt sich nicht um "selbstbestimmte Lebensweise", was immer mit dieser verschwiemelten Formulierung gemeint sein soll, sondern um Unterwerfung unter das Kollektiv, Herr Aufklärer!
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Jeder Staat, auch unserer, basiert auf der Unterwerfung des Individuums.
Problematisch wird das erst wenn der Staat undemokratisch wird.
Überleg dir mal, weshalb du Steuern zahlst.
Zitat:
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Zitat von LordPiccolo
Mittlerweile leben dort auch, bedingt durch die Siedlungspolitik, auch eine nicht zu unterschätzende Anzahl an Han-Chinesen. Neandertaler hat es schon angesprochen. Dort wächst rassistisches Potenzial, die sich gegen die Han-Chinesen richtet.
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Nun, das wusste man wohl bereits als man diese Politik beschloss.
Destabilisierung durch Siedlungspolitik ist ja kein neuer Einfall.
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12. 05. 2008, 15:03
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#90
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Mitglied
Registrierungsdatum: Sep 2004
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
Zitat:
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Mittlerweile leben dort auch, bedingt durch die Siedlungspolitik, auch eine nicht zu unterschätzende Anzahl an Han-Chinesen. Neandertaler hat es schon angesprochen. Dort wächst rassistisches Potenzial, die sich gegen die Han-Chinesen richtet.
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Die Han-Chinesen bilden dort sogar schon die Mehrheit. Erscheint mir aber mehr als unlogisch, dass eine Ethnie die in der Minderheit ist, wohl was die Bevölkerungszahl betrifft als auch den Anteil an Eliten, rassistisch sein kann. Rassist ist man ja meistens aus der Position der Stärke heraus, ob das nun zahlenmäßig ist oder von Positionen in Politik, Polizei und Wirtschaft abhängt, ist da irrelevant. Deutsche Neonazis fahren höchstens in die Türkei um sich in Side zu bräunen und nicht um ein paar Türken aufzuklatschen.
Wird einer bestehenden Kultur eine andere übergepropft wird es immer Abwehrbestrebungen geben, dass ist schon immer so gewesen und wird sich auch, solange es Menschen gibt, nicht ändern, ich würde ihn als einen gesunden Abwehrreflex einordnen. Es wäre hier ja auch nicht sonderlich gern gesehen, wenn man auf einmal türkisch sprechen müsste und Schweinefleisch sowie Alkohol verboten werden würden. Dies sind jetzt nur plakative Beispiele, aber genauso stelle ich mir die Situation in Tibet vor. Wenn ich als Kultur einen Heiligen verehre, meine höchste heilige Autorität und plötzlich kommen Personen an und verbieten mir diesen anzubeten oder öffentlich zu lobpreisen wird es immer Widerstand geben.
MfG
achi.
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12. 05. 2008, 15:19
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#91
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Fisch
Registrierungsdatum: Dec 2001
Ort: Dorf
Beiträge: 3.023
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
Achi: Minderheiten können auch rassistische Tendenzen haben, sonst käme es ja nicht zur Bildung von Parallelgesellschaften.
Und vielleicht wäre es auch mal sinnvoll eine Abgrenzung zum allgemeinen Pluralismus herauszuarbeiten, Schließlich ist der, gerade beim Schutz von Minderheiten, ein wichtiges Element der freiheitlich demokratischen Grundordnung.
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12. 05. 2008, 15:39
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#92
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Mitglied
Registrierungsdatum: Sep 2004
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
Zitat:
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Achi: Minderheiten können auch rassistische Tendenzen haben, sonst käme es ja nicht zur Bildung von Parallelgesellschaften.
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Das ist in meinen Augen ein Unterschied. Ich meine auch eher den praktizierten Rassismus. Diesbezüglich hat eine Ethnie in der Minderheit keine Chance diesen auszuleben. Etwas anderes sind Ressentiments.
Warum sollte man auch jemanden zwingen den anderen zu mögen? Warum sollte man sich auch nicht abgrenzen dürfen?
MfG
achi.
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12. 05. 2008, 16:03
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#93
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Just another freak...
Registrierungsdatum: May 2007
Ort: Göttingen
Beiträge: 235
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
Zitat:
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Zitat von achi
Das ist in meinen Augen ein Unterschied. Ich meine auch eher den praktizierten Rassismus. Diesbezüglich hat eine Ethnie in der Minderheit keine Chance diesen auszuleben. Etwas anderes sind Ressentiments.
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Klar haben sie das... Ich kenne auch Türken, Russen etc. die rassistische Tendenzen haben und damit meine ich kein "Alle Deutschen stinken" sondern wohl überlegte (ob man das in diesem Zusammenhang sagen darf ist vllt. fraglich), bzw. relativ druchdachte Meinungen die auf Empiristik beruhen.
Anderes Beispiel: Der Priester des nächsten maerikanischen Präsidenten. Ein Rassist par excellence, der den Rassenhaß einfach nur in eine andere Richtung umlenkt.
Und alle diese Menschen bleiben nicht nur "theoretisch" Rassisten.
Und zu dem Tibet-Beispiel.
Wird die Siedlungspolitik der VR China jetzt auf einmal als gerechtfertigt empfunden nur weil mittlerweile dort mehr Han-Chinesen leben ist es legitim das Territorium als chinesisch anzusehen?
Genau das hab ich jedenfalls aus den Beiträgen rausgehört.
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12. 05. 2008, 18:19
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#94
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Mitglied
Registrierungsdatum: Sep 2005
Beiträge: 1.010
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Zitat:
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Zitat von achi
Die Han-Chinesen bilden dort sogar schon die Mehrheit. Erscheint mir aber mehr als unlogisch, dass eine Ethnie die in der Minderheit ist, wohl was die Bevölkerungszahl betrifft als auch den Anteil an Eliten, rassistisch sein kann.
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Sonderbares Weltbild. Noch nie etwas vom südafrikanischen Apartheits-Regime gehört?
Zitat:
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Zitat von achi
Wird einer bestehenden Kultur eine andere übergepropft wird es immer Abwehrbestrebungen geben, dass ist schon immer so gewesen und wird sich auch, solange es Menschen gibt, nicht ändern, ich würde ihn als einen gesunden Abwehrreflex einordnen.
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Ich hatte mich an dem "Überpfropfen" gestoßen, weil das ziemlich schadhaftes Deutsch ist. Ich wollte einfach nachschauen, in welchem Zusammenhang so ein unschönes, verlottertes Verb gebraucht wird. Google hat auch nicht viel zu bieten, ganze 34 Einträge. Einer von ihnen:
Zitat:
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Das Ausleben , das überpfropfen UNSERES Landes und UNSERER Kultur mit einer Anderen , fremden , werden wir nicht dulden !
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An ihrer Sprache sollt ihr sie erkennen!
Zitat:
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Zitat von achi
Es wäre hier ja auch nicht sonderlich gern gesehen, wenn man auf einmal türkisch sprechen müsste und Schweinefleisch sowie Alkohol verboten werden würden. Dies sind jetzt nur plakative Beispiele, aber genauso stelle ich mir die Situation in Tibet vor.
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Interessant, es einmal so schön bestätigt zu bekommen, dass hinter der Identifikation mit den Tibetern die Identifikation mit den Fremdenfeinden steckt. Als Deutscher, der von türkischen Döner überfremdet wird, sieht man im Tibeter, welchen die Chinesen strangulieren, den Bruder im Leid.
Zitat:
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Zitat von achi
Wenn ich als Kultur einen Heiligen verehre, meine höchste heilige Autorität und plötzlich kommen Personen an und verbieten mir diesen anzubeten oder öffentlich zu lobpreisen wird es immer Widerstand geben.
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Ich weiß, es war bitter, als die Alliierten gesiegt hatten und dann das Ding mit der Reeducation kam, also dass man nicht mehr seine höchste heilige Autorität lobpreisen und öffentlich "Heil Hitler!" brüllen und den Arm dazu strecken durfte. Aber Du wirst sehen: Die Zeit heilt alle Wunden.
Zitat:
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Zitat von cyberny
Könntest du erläutern, wie du aus irgend einem Pluralismus, sei es nun Ethno- oder Kultur- zu der Erkenntnis gelangst, dass sich das betroffene nicht verändern darf?
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Brauche ich nicht, achi hat das schon erledigt. Einfach seine Beiträge lesen. Er will Schwein und Schnaps und Blümchenkaffee, und dabei soll es bleiben.
Übrigens, woher kommt eigentlich der Blümchenkaffee? Vom Blümchenmuster auf dem Boden der Porzellantasse. Deutscher kaffe ist nämlich traditionsgemäß so dünn, dass man dieses Muster durch die Brühe hindurch erkennen kann. Daher der Name.
Aber natürlich ist alles viel komplizierter. Wäre der Ethnopliralist mit Schwein und Schnaps glücklich, wäre das überhaupt kein Thema für ihn. Warum auch. Es will ihm doch keiner die Sau und den Fusel nehmen.
Das Dumme ist nur, dass ihn die orientalischen Wohlgerüche doch mächtig reizen. Er braucht viel Energie, um der lockenden Versuchung nicht zu erliegen. Und zwecks Molibiliserung dieser Energie wird der Abwehrreflex mobilisiert: Haut ab, ihr betörenden Wohlgerüchte, duftet woanders, aber nicht hier! Raus mit euch!
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12. 05. 2008, 21:12
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#95
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