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Mitglied
Registrierungsdatum: Sep 2004
Beiträge: 755
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
Zitat:
Mir wäre allerdings neu, dass es während des Apartheid-Regimes in Südafrika nennenswerte schwarze Eliten gegeben hätte. Ob nun Wirtschaft oder Politik. Gegenbeispiele die überzeugen sind natürlich gern gesehen, werden definitiv aber nicht kommen. Zitat:
Die Gleichstellung des Dalai Lama und Hitlers stößt schon arg an die Grenzen der Dummheit und muss darüber hinaus glaube ich nicht weiter kommentiert werden. Im Übrigen waren die Beispiele mit dem Essen die lebensnächsten. Auch Essen ist Kultur. Für Dich vielleicht neu, für mich und viele anderen Menschen ist es aber ein essentieller Bestandteil der Kultur. MfG achi. |
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#101
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Harley Quinn Lover
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Dec 2004
Ort: Gotham
Beiträge: 2.305
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
"Real existierender Pluralismus"
Das was du da ansprichst, ist Multikulturalismus. Hier sehe ich Möglichkeiten, dass innerhalb eines Staates mehrere Kulturen mehr oder weniger friedlich miteinander leben können. Bei den Historikern, Politologen und vlt Soziologen nennt man soetwas Vielvölkerstaat. Dafür gibts in der Geschichte mehrere Beispiele. Nehmen wir die Türkei als Beispiel, da auch Carl Schmitt für seinen Freund-Feind-Begriff die Türkei als Beispiel genommen hat. Das Osmanische Reich war ohne Zweifel ein Vielvölkerstaat. Nach dem I. Weltkrieg wird ein weiterer Krieg gegen die Besatzer unternommen, der "Unabhängigkeitskrieg". Nach diesem Krieg wird der türkische Nationalstaat ausgerufen. Ein Gefühl des Nationalismus breitet sich aus, die bis heute spürbar ist und sich gegen anderen ethnischen und religiösen Minderheiten richtet, allen voran den Kurden und Aleviten. |
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#102
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Fisch
Registrierungsdatum: Dec 2001
Ort: Dorf
Beiträge: 3.021
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
Zitat:
Als Geschwätz bezeichne ich es ganz einfach deshalb, weil das Wort selbst zwar erwähnt, dass es sich um mehrere Kulturen handelt aber keinerlei Umgang mit diesen nennt und somit im wesentlichen sinnfrei bleibt. Ein Land, das ein anderes überfällt und dessen Bevölkerung zur Sklavenarbeit heranzieht könnte beispielsweise auch problemlos von Multikulti reden. Der Pluralismus liefert hingegen Ansätze zum Umgang miteinander, auf die sich eine Minderheit zur not auch beziehen kann, was ihm einen ganz praktischen Wert verleiht. Zitat:
Erst der Pluralismus betrachtet die individuelle Verwirklichung, Vertretung und Artikulation der Wünsche einer Minderheit als legitim und erwünscht. Man muss dabei bedenken, dass das, nur weil es in unserer Kultur zum guten Ton gehört und somit in den überaus schwammigen begriff Multikulti hineininterpretiert wird, anderswo weder automatisch gegeben ist noch in irgendwelche Buzzwörter hinein interpretiert wird. Die häufigen Übergriffe auf Christen zeigen jedenfalls, dass dieses Prinzip in der Türkei nicht flächendeckend angewandt wird, was ja bei aufklärerischem Gedankengut in einem überwiegend islamischen Land auch nicht sonderlich überraschend ist. Zitat:
aber man darf nicht vergessen, dass der Pluralismus ein wichtiger Teil unseres politischen Systems ist und nicht nur irgend eine utopische Theorie.
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#103
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Harley Quinn Lover
(Threadstarter)
Registrierungsdatum: Dec 2004
Ort: Gotham
Beiträge: 2.305
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
Ich glaube wir reden aneinander vorbei.
Zitat:
Soetwas wird in einem Staat, der ethnopluralistisch angehaucht ist, nicht geben. Homogenität heisst das Stichwort. Nichts anderes. Keine ethnischen, religiösen und politischen Minderheiten mehr. Carl Schmitt und Ernst Jünger würden sich freuen. Zitat:
Nebenbei auch noch einen schönen Seitenhieb auf eine Religion, anstatt auf die Extremisten selber zu zielen. Aber das ist nicht das Thema hier... |
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#104
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Gesperrt
Registrierungsdatum: Sep 2005
Beiträge: 1.010
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Re: Ist Ethnopluralismus utopischer als Kommunismus?
Zitat:
Da geht es nicht um eine Argumentation - die Passage, auf die ich mich beziehe, ist mir keine Erwiderung wert -, sondern da geht es um einen Glückstreffer, welcher sich einzige daraus ergibt, dass man ein deutsch klingendes, aber nicht zum deutschen Wortschatz gehöriges Wort darauf hin überprüft, ob und wie es überhaupt verwendet wird. PS: Damit es ganz, ganz klar wird: Es gibt kein "überpfropfen". Das ist falsches Deutsch. Es gibt "überstülpen" und "aufpfropfen". Deshalb ist die Neubildung "überpfropfen" das eigentlich Auffällige an einer Argumentation gewesen, die selber derart abgenudelt ist, dass ich es mir erspare, darauf einzugehen. |
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#105
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