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reddread
Kanalratte
 
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Zahl der demonstranten auf demos ?!

@Seal
FAZ am Sonntag:
Zitat:
Ungefähr 5000 von den erwarteten 50000 Teilnehmern waren gekommen
HA ! FAZ am Sonntag in einem anderen artikel:
Zitat:
die Veranstalter (...) sprachen von bis zu 35.000 Teilnehmern allein in Berlin, die Poizei schätzte die Zahl auf rund 15.000
TAZ:
Zitat:
nach Polizeiangaben 25.000 Menschen an den Kundgebungen, nach Angaben der Veranstalter waren es bis zu 60.000

Die Medien geben wegen Konkurenz alles unverändertweiter was sie kriegen ?

Zitat:

Die Rolle der Medien
Wir manipulieren nicht. Wir verfälschen nicht.
Wer dann ? Hält die Polizei 2 Pressekonferenzen mit unterschiedlichen Schätzungen ?

@all
Wie ihr vielleicht mitbekommen habt haben am 12. in Berin/Stuttgart Gorssdemos gegen den Krieg stattgefunden.
da z.B. im Fall von Berlin die Zahlen die in den Medien angegeben werden von 5000 bis 50000 schwanken, würde ich gerne mal wahre Zahlen kennen.
Ich weiss, das es schon immer soviele Angaben über die Menge der Demonstranten wie es Zeitungen gibt gab, aber mit dem heutigen technichen möglichkeiten kann man das doch wohl genau bestimmen, oder ?!
Da muss man sich doch nicht an Schätzungen der Polizei(15.000), der Veranstalter(35.000-50.000) oder des WDR(5.000)*entäuscht* halten.

War selber da, und hab eben mitbekommen das der Gendarmenmarkt bis zum erbrechen voll war. 3 mal musste zum enger zusammenrücken aufgefördert werden, damit die leute noch alle auf den platz passen !!! ( Von daher würde mir auch die genaue grösse des Gendarmenmarkts schon weiterhelfen )

Meine eigendliche Frage:
Wo gibt es Luftaufnahmen oder seriöse Angaben ?

thx
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Alt 15. 10. 2001, 02:45 reddread is offline Mit Zitat antworten #1
Dexter
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Sorry, wenn ich Dir nicht weiterhelfen kann aber eins muss ich loswerden: (die Unabhängigkeit der Medien) Mir glaubt ja immer keiner. Übertrieben gesagt: Jede Zeitung schreibt halt, wie's ihren Lesern am besten in den Kram passt...
Sorry für's OT...
Alt 15. 10. 2001, 03:28 Dexter is offline Mit Zitat antworten #2
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Nirgendwo.
Es kann immer nur grobe Schätzungen geben. Luftbildaufnahmen werden mit Sicherheit nicht frekigegeben. Aber i.R. trifft es die Mitte zwiwschen Polizei und 'Veranstalter' rechrt gut.


OT: Was die Medien postulieren ist eh für den Arsch. Ich beobachte das schon seit Jahren. Die privaten Sender versuchen sich gegenseitig mit Zahlen zu überbieten, wobei nach meiner Beobachtung SAT1 am heftigsten übertriebt. Das gilt sogar für die Wettervorhersage.
Ich schaue mir noch Nachrichten im öffentlich rechtlichen TV an, das ist wenigstens nicht ganz so überzogen. (Und ich brauche auch keine bunten Bilder von US-Studios und Fokus artige Grafiken im Hintergrund).


Alla
Alt 15. 10. 2001, 12:13 Mit Zitat antworten #3
Seal
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Wenn über eine Demo berichtet wird, fragen wir die Polizei und die Organisatoren. Unter anderem fragen wir sie auch, wieviele Leute dabei waren. Da niemand in der Lage ist, die Anzahl der Demonstranten genau zu bestimmen, kommt es dabei zu wilden Schätzungen, wobei der Organisator (ist ja schließlich seine Demo) nach oben, die Polizei nach unten schätzt.

Diese Quellen stehen ja auch in Reds Auszügen dabei. Was soll ich in einem solchen Fall machen? Die Demonstranten selbst zählen, um die Polizei und die Organisatoren mit einer realistischeren Zahl übertreffen zu können? Nicht machbar.

Wo hier ein Beweis für Manipulation und Fälschung liegen soll, wird mir nicht klar. Die Polizei sagt eine Zahl, die wir wiedergeben. Der Veranstalter sagt eine andere Zahl, die wir wiedergeben.

Du wunderst Dich über die unterschiedlichen Zahlen aus derselben Quelle, in diesem Fall der Polizei? Ganz einfach zu machen: Man rufe einmal morgens den PvD (Polizeiführer vom Dienst) und einmal seinen Kollegen von der Spätschicht an. Schon hast Du zwei Zahlen mit einer recht großen Differenz. Ich hatte auf diese Weise schon völlig verschiedene Schilderungen desselben Brandes oder Unfalls. Offenbar kommt niemand auf die Idee, die Lieferanten dieser seltsamen Zahlen mal ins Kreuzfeuer zu nehmen.
Alt 15. 10. 2001, 18:08 Seal is offline Mit Zitat antworten #4
reddread
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Zitat:
Offenbar kommt niemand auf die Idee, die Lieferanten dieser seltsamen Zahlen mal ins Kreuzfeuer zu nehmen.
Sollte das nicht aufgabe der Journalisten seine ?!?!
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Alt 15. 10. 2001, 21:38 reddread is offline Mit Zitat antworten #5
Seal
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Aber sicher, und wir tun es auch. Allein das Abdrucken der Tatsache, dass Polizei und Veranstalter völlig unterschiedliche Zahlen liefern, soll auf diese paradoxen Infos, mit denen wir konfrontiert werden, hinweisen. Der Leser muss dabei ja wohl merken, dass hier etwas nicht stimmt.
Alt 16. 10. 2001, 00:12 Seal is offline Mit Zitat antworten #6
reddread
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Zitat:
Der Leser muss dabei ja wohl merken, dass hier etwas nicht stimmt.
Und wessen Aufgabe ist es, dem Leser die Augen zu öffnen, wenn er nicht merkt, das hier etwas nicht stimmt ?
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Alt 16. 10. 2001, 16:07 reddread is offline Mit Zitat antworten #7
Seal
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Sorry, Red, aber ich will mich nicht wiederholen. Meine These über die Selbstverantwortung der Leser und Zuschauer steht deutlich im Thread "Die Rolle der Medien". Was ist aus Deiner Manipulations-Theorie geworden?
Alt 16. 10. 2001, 17:15 Seal is offline Mit Zitat antworten #8
reddread
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meine?
Aber zu der Manipulationstheorie kann ich immoment nur auf diverse US-Medien verweisen:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,161148,00.html
http://www.f-r.de/archiv/fr30t/h120010925125.htm

Wickert wird der Mund verboten...

Die auslegung der Informationen und das Weglassen wichtiger infos ist zwar nicht gelogen, aber manipuliert dennoch. Vor allem in einer Bevölkerung die nicht begreifen will, das dieses System hier nur durch ihr mitwirken und handeln im Sinne des Volkes funktionieren kann
.
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Alt 16. 10. 2001, 17:57 reddread is offline Mit Zitat antworten #9
Seal
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Verweise auf US-Medien nutzen mir nichts, schließlich diskutiere ich mit Dir und will deshalb auch Deine Meinung hören.

Ich muss meine Frage wiederholen: Wo wurden in Deinen Beispielen "wichtige Nachrichten weggelassen", wo wurden "Informationen ausgelegt"? Ich kann in den von Dir zitierten Quellen nichts davon finden. Im Gegenteil: Alle zur Vefügung stehenden Zahlen wurden veröffentlicht. Dass diese einander widersprechen, ist nicht die Schuld des Mediums, sondern der Quellen.

Zitat:
Eine Bevölkerung, die nicht begreifen will, dass dieses System nur durch ihr Mitwirken und Handeln im Sinne des Volkes funktionieren kann

Du schießt hier weit übers Ziel bzw. den Rahmen unserer Debatte hinaus. Wie, warum und unter welchen Voraussetzungen Demokratie (die meinst Du wahrscheinlich mit "diesem System") funktioniert, lässt sich nicht mit derart pauschalen und, sorry, ziemlich pathetischen Sätzen erfassen. "Die Bevölkerung" gibt's nicht. Und was ist ein "Mitwirken und Handeln im Sinne des Volkes"? Was liegt denn Deiner Ansicht nach im Sinne des Volkes?
Alt 16. 10. 2001, 20:39 Seal is offline Mit Zitat antworten #10
PeterPanter
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Ahoi,

dann will ich mich mal einmischen in die Diskussion und möchte am Beispiel des
Jugoslawienkrieges einige kritische Anmerkungen zur unrühmlichen Rolle deutscher
Medien machen .
Bis auf ganz wenige Ausnahmen (Berliner Tagesspiegel, wenn ich mich richtig erinnere)
machte die deutsche Presse einen gleichgeschalteten Eindruck.
Da wurden die haarsträubenden Geschichten des Kriegsministers Scharping kritiklos
übernommen und die Dämonisierung der Serben mit einer Inbrunst betrieben, als
wollten sich die Gazetten gegenseitig überbieten, wer am eindrucksvollsten die
Kriegspropaganda der Bundesregierung verbreitet. Da wurden "wichtige Nachrichten
weggelassen", "Informationen ausgelegt", ja mehr noch: da wurde gelogen, dass sich
die Balken bogen!

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass diejenigen Medien,die sich willfährig als
kriegspropagandistisches Werkzeug der Bundesregierung missbrauchen liessen,
jetzt plötzlich die patri(di)otische Haltung ihrer amerikanischen Pendants kritisch
unter die Lupe nehmen. Heuchelei ist noch das Mildeste, was mir dazu einfällt.

Achso, wenn mir schon mal der Kamm geschwollen ist :
@Seal
Ich bin schon öfter die Lobeshymnen gestolpert, die du -für meinen Geschmack doch
reichlich pauschal- auf die investigative und aufklärerische Rolle der (Print-)Medien singst.
Es mag der Tatsache geschuldet sein, dass du selbst in diesem Metier tätig bist,
aber ein wenig mehr (Selbst-)Kritik stünde auch dir ganz gut zu Gesicht.
Nix für ungut.

Und zum Thema:
Das ist so alt wie die Berichterstattung über Demonstrationen.
Als über Lichterketten gegen Ausländerfeindlichkeit berichtet wurde, gab es
kaum Differenzen über die Teilnehmerzahlen. Da wurde grosszügig nach oben aufgerundet.
Warum wohl? Weil es Eindruck machen sollte (auch und gerade im Ausland).
Aus vergleichbaren Motiven wird die Zahl von link(sradikal)en Demonstranten (ausser von
den Veranstaltern und einigen linken Zeitungen) grundsätzlich klein geredet/geschrieben.

greetz

PeterPanter
Alt 17. 10. 2001, 09:13 PeterPanter is offline Mit Zitat antworten #11
Seal
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Und das hier hälst Du für eine sachliche und substantielle Diskussion? Ich nicht. Ebenfalls nix für ungut.

Zur Klarstellung: Ich singe keinesfalls Lobeshymmnen. Schon gar nicht pauschal. Diese gesamte Debatte hier ist ein Widerspruch in sich:
Als ich im Thread Ulrich Wickert Zeitungen zitierte, die sich kritisch mit Bush und den US-Angriffen auseinandersetzten, hat man mir vorgeworfen, ich würde nur die halbe Wahrheit posten. Wenn ich darum bitte, die Vorwürfe der Manipulation, Lüge und ähnlichem mit Tatsachen zu belegen und sie nicht nur mit Inbrunst zu posten, wirft man mir vor, ich würde pauschale Lobeshymmnen singen.

Du hingegen präsentierst pauschale Vorwürfe, die Du nicht einmal im Ansatz belegst. Du behauptest einfach, es wird "gelogen, dass sich die Balken bogen". Aber wo? Wie? In welcher Form? In welchem Medium? Beweise sind offenbar unnötig.

Und welche Charakterzüge mir gut zu Gesicht stehen und welche nicht, ist mit Sicherheit nicht Deinem Urteil unterworfen. Ich will hier auf sachlicher Ebene diskutieren, nicht auf persönlicher. Also bringt mir bitte Beweise der Manipulation, und ich werde mich mit ihnen auseinandersetzen. Bisher habe ich jedoch noch keinen einzigen gesehen, dafür aber viel Pathos und Voreingenommenheit.

Sorry, Leute, ich spiele hier gern den Verfechter der Journalistenethik, aber ich erwarte Fairness von Euch. Als ungerechtfertigt in diese Rolle gedrängter Board-Buhmann fühle ich mich nicht wohl.
Alt 17. 10. 2001, 11:48 Seal is offline Mit Zitat antworten #12
PeterPanter
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Ahoi,

Zitat:
NATO-Sprecher Jamie Shea in einem Fernsehinterview

Kosovo war der erste Medienkrieg. (...) Die Journalisten waren gleichsam Soldaten in dem Sinne, dass sie der Öffentlichkeit erklären mußten, warum dieser Krieg wichtig war.

upps, da bin ich wohl in der Tat einem Irrtum erlegen, als ich davon ausging, es sei inzwischen nicht mehr nötig, die Behauptung von der unrühmlichen Rolle der Medien im Jugoslawienkrieg im Einzelnen zu belegen...

Zitat:
Original geschrieben von Seal

...
Du hingegen präsentierst pauschale Vorwürfe, die Du nicht einmal im Ansatz belegst. Du behauptest einfach, es wird "gelogen, dass sich die Balken bogen". Aber wo? Wie? In welcher Form? In welchem Medium? Beweise sind offenbar unnötig.
...

Dann will ich mal auf ein paar links verweisen, die sich zu diesem Thema auslassen:

http://www.neuer-weg.com/Politik/BeiAndruckMord.htm

http://amselfeld.com/Dokumentation/loquai01.htm

http://home.nikocity.de/schmengler/balkan/ak437.htm

http://gib.squat.net/infowar/gib-ver...tung-2000.html

http://www.dju-hamburg.de/juhorror.htm

Ich denke, da dürfte einiges zu finden sein, das als Beleg für meine Behauptungen dient.

Übrigens Seal, meine Anmerkungen bzgl. selbstkritischerer Sicht über die Rolle der Medien war nicht als persönlicher Angriff gemeint. Sollte es bei dir so angekommen sein, sorry for that.

greetz

PeterPanter
Alt 17. 10. 2001, 12:48 PeterPanter is offline Mit Zitat antworten #13
reddread
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@Seal
Nochmal:
Ich schätze deine Haltung zur Verbreitung/Weitergabe von Informationen sehr hoch ! So, wie ich deine Argumentation/Verdeidigung der Medien hier in vielen threads lese, würde ich gerne auch die Umsätzung dieser Journalistichen Grundsätze auch in der Realität sehen.

Und ich bin mir sicher, das der dpa und andere Presseagenturen die Informationen die sie bekommen nicht Verfälschen. Aber die Zeitungen legen die Infos eben ihrer Interressen-/Ziel-gruppe entsprechend aus.

Aber wir sind uns doch einig, das wenn die einzelnen Zeitungen, wenn sie nicht durch eine andere auslegungen der Infos ( Die Prioritäten welche Infos am wichtigsten sind, weglassen für seine Leser "Unwichtiger" Infos, die Beurteilung bestimmter Infos )
alle Zeitungen gleich aussehen würden.

Zitat:
Verweise auf US-Medien nutzen mir nichts, schließlich diskutiere ich mit Dir und will deshalb auch Deine Meinung hören.
Ich dachte eben, wenn ich im Kontext "Medien Manipulieren, Ja oder Nein" bekenntisse von journalisten poste, die öffentlich kunttuen das sie für ihre Regierung Manipulieren werden b.z.w. auf keinen fall ihre Regierung kritisieren, meine Sicht der Dinge dazu beitrage. Zur ergänzung: Meine Meinung dazu ist, das dies eine sehr grosse Gehahr ist, ja eine Schweinerrei. Sie verbietet uns nämlich eigendlich uns noch ein Realpolitisches Bild von den ganzen Geschehnissen zu machen welches ja schliesslich auf die Aussagen der Medien angewiesen ist. in einer Zeit in der die Aufgabe der Medien zu Informieren besonders wichtig ist, muss man sich als leser besonders Bemühen noch handfeste Infos zu bekommen. Das sind nicht nur Medien "schuld", sondern auch zensuren von den Diensten.
Zitat:
Wo wurden in Deinen Beispielen "wichtige Nachrichten weggelassen", wo wurden "Informationen ausgelegt"?
Das waren keine Bsp. für wegglassen/auslegen, sondern die Beweise dafür, das journlaisten dies im Sinne ihrer Regierung tun werden. und diese infos habe ich aus den Medien [size=5]*EinDickesLob ! *[/size]

Im übrigen finde ich meine Anspielnug auf
Zitat:
Eine Bevölkerung, die nicht begreifen will, dass dieses System nur durch ihr Mitwirken und Handeln im Sinne des Volkes funktionieren kann
hier nicht fehl am Platz da es um eine Breite Bevölkerungsmasse (Ich denk schon das es die gibt) geht, die Informiert werden möchte um an diesem System(Demokratie) mitwirken zu können.
Zitat:
Was liegt denn Deiner Ansicht nach im Sinne des Volkes?
Vielleicht hasst du Recht, das das hier jetzt langsam den Diskusionsrahmen sprengt, aber ich kann mal ein zitat (welches meine Meinung zu der Sache widergeben soll !) posten :"Politik ist ein Wettstreit der Interessen, der sich als Wettstreit der Prinzipien maskiert." -- Ambrose Bierce
was genau im "Sinne des Volkes" ist, kann ich als einzelperson wohl schlecht sagen
Zitat:
Als ungerechtfertigt in diese Rolle gedrängter Board-Buhmann fühle ich mich nicht wohl.
Sorry, das sollte nicht so wirken. Wie gesagt schätze ich die journlistenethik und ich finde gut das hier jemand ist der diese Vertreten kann. *lächtsNachAufklärungWarum DieseNichtGelebtWird*Aber von der Journalistenethik bis zu den Publizisten-interressen ist leider oft ein grosser unterschied. Hattest du in deiner Zeit als Journalist noch keine konflikte mit der Redaktionsleitung oder ähnlichen Instanzen ?
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Alt 17. 10. 2001, 14:33 reddread is offline Mit Zitat antworten #14
Seal
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Zitat:
Hattest du in deiner Zeit als Journalist noch keine konflikte mit der Redaktionsleitung oder ähnlichen Instanzen?

Konflikte ist ein zu harter Begriff, auch wenn dein Gedankengang prinzipiell in die richtige Richtung geht. Der Redakteur hat die Verantwortung für seinen Bereich und auch die völlige Entscheidungsfreiheit, muss diese aber in täglichen Konferenzen begründen können. Das heißt: Wenn ich eine Fraktion im Stadtrat einer der Städte meines Bereichs wegen einer bestimmten Entscheidung, die in meinen Augen falsch, unmmoralisch oder sogar unrechtlich war, in einem Kommentar angreifen will, so muss ich meine Recherche darlegen und meine Gedankengänge vermitteln können. Mache ich das richtig, gibt es keine Einwände. War ich nicht gründlich genug, kommt ein Veto.
Ob der Fraktionsvorsitzende Eigentümer eines großen Autohauses und unser bester Anzeigenkunde ist, spielt dabei absolut keine Rolle. Die Interessen der Anzeigenkunden und die redaktionellen Entscheidungen sind verschiedene Welten. Bei uns zumindest, ich weiß, dass es andere Blätter und Sender mit anderen Präferenzen gibt.

Ein Journalist, der erklärt, dass er für seine Regierung (oder für was auch immer) lügen und fälschen und manipulieren würde, ist kein Journalist. Trotzdem gibt es von der Sorte jede Menge. In Deutschland ist die Situation noch annehmbar. In den USA dagegen nicht. Dort wird in vielen Fällen, wie übrigens in England auch, die Funktion der Meinungsbildung (Diskussionsanregung per Kommentar) mit peinlicher Hetze und unerträglicher Inkompetenz und Dreistigkeit verwechselt. Beispiele: Daily Star, Sun (beide England), Inside View, Hard Copy (Washington) und andere. Dagegen ist sogar Bild, die in die gleiche Kategorie fällt, eher harmlos.

Ich bin mir allerdings nicht sicher, inwieweit dieses Verhalten von dem Willen der politischen Manipulation gesteuert wird. Größtmöglicher Profit ist hier eher wahrscheinlich. Die Medien bieten den Lesern das, was diese haben wollen? Klar. Stimmt. Die Leser wollen mehr Sport? Bitte schön. Eine Fernsehseite mehr? Kein Problem. Mehr Artikel über die Milzbrand-Gefahr? Hier sind sie. Eine Jugend-Serie? Machen wir. Aber lügen und verfälschen für oder gegen die Regierung oder etwas anderes haut einfach nicht hin.
Warum? Die Leser würden es merken. Ich habe keine Ahnung, wer von meinen 400000 Lesern pro oder contra USA, rechts, links, grün oder schwarz ist. Also weiß ich auch nicht, in welche Richtung ich meine Zeitung "färben" müsste. Experimente wären tödlich. Blätter, die dagegen verstoßen, werden geächtet. Aber zu meinem immer wieder großen Erstaunen werden sie trotzdem gelesen. Bild geht es finanziell hervorragend.

Fazit: Ich gebe den Lesern, was sie MEINER ANSICHT NACH haben wollen: möglichst aktuelle, möglichst sachliche, möglichst ungefärbte Berichterstattung. Manipuliert wird nicht. Bei uns herrscht eher Heiterkeit darüber, dass Ihr die TATSÄCHLICHEN Fehler, die auch wir täglich machen, bisher mit keinem Wort erwähnt habt.
Alt 17. 10. 2001, 15:54 Seal is offline Mit Zitat antworten #15
reddread
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Zitat:
Ich gebe den Lesern, was sie MEINER ANSICHT NACH haben wollen: möglichst aktuelle, möglichst sachliche, möglichst ungefärbte Berichterstattung. Manipuliert wird nicht.
Ich glaube dir das !!!
Zitat:
In Deutschland ist die Situation noch annehmbar. In den USA dagegen nicht. Dort wird in vielen Fällen, wie übrigens in England auch, die Funktion der Meinungsbildung (Diskussionsanregung per Kommentar) mit peinlicher Hetze und unerträglicher Inkompetenz und Dreistigkeit verwechselt.
Danke für das Eingeständnis.
Was mir eben Sorgen macht, ist das dieser Trend auch immer mehr nach .de übergreift. Weil die Leser NACH DER ANSICHT DER JOURNALISTEN (du, und diejenigen die ihren job so machen wie du es schilderst ausgeschlossen *leiderEineMinderheit*) immer mehr diese Meinungsbildenden Kommentare haben wollen um sich sowenig wie möglich mit dem Thema auseinandersetzen zu müssen.

Eigendlich reicht mir Tatsache das es in anderen Ländern, so wie du es geschildert hasst gehandhabt wird aus, um "die Medien" sehr sehr kritisch zu sehen. Vor allem aufgrund der Tatsache das "die Medien" bei einem Ereigniss wie dem am 11.9 ziemlich gleichgeschaltet mit denen aus Amerika sind. Und dazu kommt noch das ich zwanghaft versuche die Probleme ein bisl. globaler zu betrachten als "In Deutschlan ist ja alles noch heile Welt".

PS:
Zitat:
Original geschrieben von PeterPanter
upps, da bin ich wohl in der Tat einem Irrtum erlegen, als ich davon ausging, es sei inzwischen nicht mehr nötig, die Behauptung von der unrühmlichen Rolle der Medien im Jugoslawienkrieg im Einzelnen zu belegen...

Dann will ich mal auf ein paar links verweisen, die sich zu diesem Thema auslassen:
http://www.neuer-weg.com/Politik/BeiAndruckMord.htm
http://amselfeld.com/Dokumentation/loquai01.htm
http://home.nikocity.de/schmengler/balkan/ak437.htm
http://gib.squat.net/infowar/gib-ver...tung-2000.html
http://www.dju-hamburg.de/juhorror.htm

Ich denke, da dürfte einiges zu finden sein, das als Beleg für meine Behauptungen dient.
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Geändert von reddread (19. 10. 2001 um 14:49 Uhr).
Alt 19. 10. 2001, 14:41 reddread is offline Mit Zitat antworten #16
reddread
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@seal
Zitat:
Also bringt mir bitte Beweise der Manipulation, und ich werde mich mit ihnen auseinandersetzen.
Zitat:
Original geschrieben von PeterPanterupps, da bin ich wohl in der Tat einem Irrtum erlegen, als ich davon ausging, es sei inzwischen nicht mehr nötig, die Behauptung von der unrühmlichen Rolle der Medien im Jugoslawienkrieg im Einzelnen zu belegen...
Dann will ich mal auf ein paar links verweisen, die sich zu diesem Thema auslassen:
http://www.neuer-weg.com/Politik/BeiAndruckMord.htm
http://amselfeld.com/Dokumentation/loquai01.htm
http://home.nikocity.de/schmengler/balkan/ak437.htm
http://gib.squat.net/infowar/gib-ve...ltung-2000.html
http://www.dju-hamburg.de/juhorror.htm
Ich denke, da dürfte einiges zu finden sein, das als Beleg für meine Behauptungen dient.

Ich warte gespannt....
oder sind das keine Beweise ?
Alt 24. 10. 2001, 17:58 reddread is offline Mit Zitat antworten #17
Seal
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Nein, Red, das sind keine Beweise. Das sind traurige Geschichten, die wahr sein können, halb wahr sein können oder auch leicht übertrieben sein können. Ich weiß es nicht und Du auch nicht. Diese Links will ich allerdings nicht abwerten, noch will ich behaupten, sie seien erlogen. Der Punkt ist der: Was die Medien schreiben, ist zu kritisieren. Texte aus anderen Quelle mit medienkritischen Inhalten dagegen sind wesentlich glaubwürdiger, allein schon deswegen, weil sie die Medien angreifen.
Alt 24. 10. 2001, 22:22 Seal is offline Mit Zitat antworten #18
PeterPanter
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schwach
Alt 25. 10. 2001, 07:46 PeterPanter is offline Mit Zitat antworten #19
Seal
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Schwach, Mister Panter, könnte man auch die Vorgehensweise nennen, die hier im Moment abläuft: Ich lasse irgendwelche Links für mich sprechen und erwarte darauf eine umfassende analytische Reaktion. Für eine solche hatte ich gestern Abend bedauerlicherweise keine Zeit mehr. Aber gut, sehen wir uns die Sache an.

Bei Anruf Mord - die deutsche Propaganda und der Balkankrieg

Die in diesem Text geschilderten Sachverhalte treffen punktuell zu. Sie werden vom Autor allerdings in einer Art und Weise präsentiert, mit der er sich genau für die Vorwürfe öffnet, die er den Medien macht. Soll heißen: Er sucht sich Quellen wie anonym bleibende UNO-Mitarbeiter oder "umgefallene" Journalisten, die an ihrem Job und der Welt verzweifeln. Diese Quellen werden so dargestellt, als wären sie allgemeingültig und repräsentativ für alle. Überprüfbar sind diese Quellen nicht. Er lässt es allerdings so aussehen. Diese selektive darstellung und Präsentation der "halben Wahrheit" ist jedoch genau das, was Ihr den Medien unter anderem in diesem Thread vorwerft. Nur seid Ihr natürlich hier auf der Seite des Autors, weil er Eure Sichtweise mitträgt.
Ich werde jetzt keine das gegenteil beweisenden Links posten, weil ich diese Art der Diskussion nicht gut finde. man überzeugt nicht mit Links, sondern mit Argumenten.
Zitat:
Ebenfalls versenkt wurde im jugoslawischen Krieg der professionelle Auftrag, alle Seiten einer Geschichte zu erfassen und ihr nachzugehen - trotz Hindernissen. Eine
britische Journalistin erinnerte sich wütend daran, wie sie im Mai 1992 in Belgrad einen wichtigen Hinweis bekommen hatte. Mehr als tausend serbische Zivilisten -
Männer, Frauen, Kinder und viele Alte - aus Dörfern rund um die bosnische Stadt Bradina im Südwesten wurden von Muslimen und Kroaten in einem teilweise zerstörten
Eisenbahntunnel in Konjid in der Nähe von Sarajevo gefangengehalten. »Meine Redaktion sagte, sie sei an der Geschichte interessiert. Aber ich erklärte, ich würde drei
Tage brauchen, um dort hinzugelangen, etwa einen Tag, um den Bericht zu machen, und weitere drei Tage, um zurückzukehren. Da sagten sie, das würde zu lange
dauern.« Monate später arbeitete sie in der Nähe von Konjid an einer anderen Sache, und es gelang ihr, Einzelheiten über jeden früheren Zwischenfall in Erfahrung zu
bringen, obwohl die serbischen Gefangenen inzwischen nicht mehr dort waren. »Die Geschichte stimmte, nur waren seither einige Monate vergangen. Ich schrieb den
Bericht dennoch, aber wegen des späten Zeitpunkts wurde er nicht gerade gut plaziert.«
Gegen Ende 1992 war die Mehrheit der Medien vor lauter Konzentration auf serbische Aggression und Grausamkeiten schon so konditioniert, daß manche gar nicht
mehr fähig waren, zahlreiche Episoden des Grauens und der Feindseligkeiten gegen Serben in Kroatien und später in Bosnien-Herzegowina zu studieren oder
weiterzuverfolgen.

Wer ist diese Journalistin? Wie heißt ihre Zeitung? Wieso habe ich das Gefühl, dieser Blödsinn ist frei erfunden? Die letzte Frage kann ich Euch beantworten: Ich war 1992 natürlich nicht im Kriegsgebiet, sondern gerade frisch an der Uni. Aber mittlerweile habe ich mit einigen Kollegen gesprochen, die vor Ort waren. Jacques Laradis von der Agence France Presse, Günther Weihrauch vom Tagesspiegel, Hector Labyorteaux von der Washington Post gehören dazu. Ihre Artikel habe ich gelesen. Auf diese trifft keiner der Vorwürfe aus dem zitierten Text zu. das macht sie nicht frei von Fehlern, ganz und gar nicht. Doch auch ein Journalist ist kein Zauberer. Er schreibt das, was er hört und sieht. Das hat mit der kriminellen Schlamperei und dem völlig unmoralischen Vorgehen der Journalisten in dem zitierten Text nichts zu tun.

Sei es Bosnien-Herzegowina, Afghanistan oder andere: Es gibt ebenso viele Beweise für sauberen, nach bestem Wissen ausgeübten Journalismus, wie es Beweise für kriminell fahrlässigen oder bewusst gefälschte Darstellungen gibt. Würde es etwas nutzen, wenn ich Euch jetzt zwanzig Links poste? Nein. Meine Überzeugung ist nicht auf Dinge begründet, die ich irgendwo im Netz gefunden und dann in meine Argumentationskette übernommen habe, sondern auf Beobachtungen, die ich selbst gemacht habe und immer noch mache. Es gibt sauberen, produktiven, kritischen Journalismus. Er ist nur nicht so bequem konsumierbar. Verfehlungen wie die hier aufgeführten schaffen ihn nicht aus der Welt.

Zitat:
Schon bald nach Beginn der Nato-Luftangriffe, als kritische Fragen nach dem Sinn dieses Krieges aufkamen und sich die humanitäre Katastrophe
erst in ihrem ganzen Ausmaß zu entfalten begann, wurde die Öffentlichkeit über einen geheimen Plan der jugoslawischen Führung informiert. Am
29. März 1999 wies Clintons Sprecher darauf hin, daß Milosevic ethnische Säuberungen seit langem geplant habe. Er hätte auch ohne Eingreifen
der Nato diesen Plan ausgeführt. Von diesem Tag an vertrat auch der Pressesprecher der Nato bei den täglichen Presse-Unterrichtungen
wiederholt die gleiche unspezifizierte These. Diese allgemeinen Behauptungen hätten sich aber wohl, als die übliche Kriegspropaganda eingestuft,
nach einiger Zeit totgelaufen. Doch Anfang April änderte sich die Qualität der Anschuldigung gegen die BRJ (Bundesrepublik Jugoslawien, d.
Red.) ganz erheblich. Der deutsche Verteidigungsminister versicherte nämlich, er habe einen Operationsplan der serbisch-jugoslawischen Führung
zur Ver-treibung der kosovo-albanischen Bevölkerung aus dem Kosovo in den Hän-den.


Kausaler Zusammenhang: Clintons Sprecher sagt etwas, was vom Nato-Pressesprecher in den Konferenzen weitergegeben wird. Er vertritt diese These nicht, er gibt sie weiter. Ein Medium, das darüber berichtet, übernimmt diese These ebenfalls nicht. Sondern gibt sie weiter. Ein Medium, das über Scharpings Äußerungen und Thesen berichtet, unterstützt diese nicht. Sondern gibt sie weiter. Es gibt bei uns ein Motto: Jeder blamiert sich, so gut er kann. Die differenzierte, kritische Betrachtung solcher Äußerungen können und wollen wir den Lesern und Zuschauern nicht abnehmen. Ich wiederhole mich, ich weiß.

Sorry, Mister Panter, aber das Posting wird zu lang, ich breche hier ab. Ich werde in Zukunft keine Links mehr kommentieren, sondern nur noch Argumente. Wenn sie aus mehr bestehen als aus nur einem Wort. Siehe Dein letztes Posting.
Alt 25. 10. 2001, 13:16 Seal is offline Mit Zitat antworten #20
reddread
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Zitat:
Würde es etwas nutzen, wenn ich Euch jetzt zwanzig Links poste? Nein. Meine Überzeugung ist nicht auf Dinge begründet, die ich irgendwo im Netz gefunden und dann in meine Argumentationskette übernommen habe, sondern auf Beobachtungen, die ich selbst gemacht habe und immer noch mache. Es gibt sauberen, produktiven, kritischen Journalismus. Er ist nur nicht so bequem konsumierbar. Verfehlungen wie die hier aufgeführten schaffen ihn nicht aus der Welt.
Bitte, Bitte Bitte poste diese Links.
Das ich dir das glaube das du nicht verfälschst und maniulierst muss ich ja nicht immer wieder wiederholen. Das es auch kollegen gibt die dies nicht tun glaub ich auch.
Aber überleg doch mal was mich(uns) zu dieser Meiner bringt.

Würdest du die links posten, hättest du uns vom gegenteil überzeugt ! Und eben nicht nur deine positive sicht der medien vermittelt. Du bist doch nicht nur hier aufm board um deine Meinung "Journalismus kann auch gut sein" kundzutuen. Ich konsumiere auch gerne unbequem, wenn ich mich dann nicht über das Konsumierte Produkt aufregen muss.

Zitat:
Ich werde in Zukunft keine Links mehr kommentieren, sondern nur noch Argumente.
Seh die links doch einfach als Zitate der virtuellen Welt.
zitate in ein Argument einzubringen ist doch wohl in Ordnung, oder ?


Zitat:
Du behauptest einfach, es wird "gelogen, dass sich die Balken bogen". Aber wo? Wie? In welcher Form? In welchem Medium? Beweise sind offenbar unnötig.
Zitat:
Es gibt ebenso viele Beweise für sauberen, nach bestem Wissen ausgeübten Journalismus, wie es Beweise für kriminell fahrlässigen oder bewusst gefälschte Darstellungen gibt.
Du verlangst Beweise, auch wenn du weisst das es diese gibt ?

Bitte um nur ein paar links die mir sauberen, produktiven, kritischen Journalismus präsentieren. Bin mir sicher das es diese gibt.
Die liste di du mir schonmal gemailt hasst war ja eine Willkürliche liste von allen .de Zeitungen. bis ich da die richtige rausgefunden hab...
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Alt 25. 10. 2001, 14:44 reddread is offline Mit Zitat antworten #21
PeterPanter
Mitglied
 
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Registrierungsdatum: Jun 2000
Beiträge: 663
quote:
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Schon bald nach Beginn der Nato-Luftangriffe, als kritische Fragen nach dem Sinn dieses Krieges aufkamen und sich die humanitäre Katastrophe
erst in ihrem ganzen Ausmaß zu entfalten begann, wurde die Öffentlichkeit über einen geheimen Plan der jugoslawischen Führung informiert. Am
29. März 1999 wies Clintons Sprecher darauf hin, daß Milosevic ethnische Säuberungen seit langem geplant habe. Er hätte auch ohne Eingreifen
der Nato diesen Plan ausgeführt. Von diesem Tag an vertrat auch der Pressesprecher der Nato bei den täglichen Presse-Unterrichtungen
wiederholt die gleiche unspezifizierte These. Diese allgemeinen Behauptungen hätten sich aber wohl, als die übliche Kriegspropaganda eingestuft,
nach einiger Zeit totgelaufen. Doch Anfang April änderte sich die Qualität der Anschuldigung gegen die BRJ (Bundesrepublik Jugoslawien, d.
Red.) ganz erheblich. Der deutsche Verteidigungsminister versicherte nämlich, er habe einen Operationsplan der serbisch-jugoslawischen Führung
zur Vertreibung der kosovalbanischen Bevölkerung aus dem Kosovo in den Händen.
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Zitat:
Original geschrieben von Seal

Kausaler Zusammenhang: Clintons Sprecher sagt etwas, was vom Nato-Pressesprecher in den Konferenzen weitergegeben wird. Er vertritt diese These nicht, er gibt sie weiter. Ein Medium, das darüber berichtet, übernimmt diese These ebenfalls nicht. Sondern gibt sie weiter. Ein Medium, das über Scharpings Äußerungen und Thesen berichtet, unterstützt diese nicht. Sondern gibt sie weiter. Es gibt bei uns ein Motto: Jeder blamiert sich, so gut er kann. Die differenzierte, kritische Betrachtung solcher Äußerungen können und wollen wir den Lesern und Zuschauern nicht abnehmen. Ich wiederhole mich, ich weiß.

Sorry, Mister Panter, aber das Posting wird zu lang, ich breche hier ab. Ich werde in Zukunft keine Links mehr kommentieren, sondern nur noch Argumente. Wenn sie aus mehr bestehen als aus nur einem Wort. Siehe Dein letztes Posting.


Ahoi Seal,

schade, ich dachte du kommst auf die peinliche Rolle des überwiegenden Teils der Medien in Deutschland (damit wir mal von dem unsäglichen Pauschalisieren wegkommen, denn die Medien gibts natürlich nicht) zu sprechen, als du die Hufeisenplangeschichte zitiertest.
Die kritiklose Übernahme der von Scharping eifrig verbreiteten Lügen war nämlich bei fast allen! Blättern in .de zu beobachten.
Wenn 'deine' Zeitung dies nicht getan haben sollte: chapeau!
Und sorry für mein unzulässiges Verallgemeinern.
Gerade die Geschichte mit dem Hufeisenplan ist ein Exempel, wie (auch vermeintlich kritische Blätter mit investigativen Journalisten wie die SZ) in vorauseilendem Gehorsam die Redakteure quasi strammstanden und unrecherchiert nicht nur Scharpings Märchen kolportierten, sondern auch die vereinzelten kritischen Stimmen rüde abbügelten, die den Plan als das sahen, was er auch tatsächlich war: ein fake.


quote: »Auf der Suche nach dem Hufeisen« ,Süddeutsche Zeitung, 6.4.2000:
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Der Krieg gegen Serbien muß nicht durch ein Dokument der Vertreibung gerechtfertigt werden.

Ob der Plan nun Hufeisen hieß oder gar nicht existiert, interessiert höchstens die Historiker.

Weil nun ein paar Konspirationstheoretiker Zweifel an der Echtheit des (»Hufeisen«-)Plans hegen, zweifeln sie auch an der Legitimation für den Einsatz.

Um es kurz zu m