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Der Rebell
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Re: Gier - Debatte

Schon wieder dieser Fehler.

Wieso sind gut bezahlte Leute automatisch kompetent?
Alt 06. 05. 2008, 12:52 Der Rebell is offline #26
Habek
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Re: Gier - Debatte

Das habe ich nie behauptet.

Du solltest dir aber überlegen, ob jemand mit überragenden Kompetenzen eher in die Politik geht, oder in die Wirtschaft, wo er möglicherweise das Doppelte verdient.

Ein Allheilmittel gegen schlechte Politiker gibt es sowieso nicht, insofern sind die Diäten da auch nur ein Schritt.

Im Klartext:

Natürlich besteht der Bundestag nicht bei höheren Diäten nur noch aus altruistischen, hochtalentierten Volksvertretern, aber es würden sich sicherlich mehr von denen bewerben.

Wobei man dann wohl die Regelung aus den USA übernehmen könnte, dass Diatenerhöhungen erst nach der nächsten Wahl gelten.
Alt 06. 05. 2008, 12:53 Habek is offline #27
foxxy
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Re: Gier - Debatte

Zitat:
Zitat von Provokateur
??
Ja auch die lieben integeren Gewerkschaftsfunktionäre sind Scheinheiligkeit nicht zu übertreffen, sitzen sie doch in fast allen Aufsichtsräten und segnen Millionenabfindungen und Gehälter ab

Je näher man dem Trog kommt, desto eher wird man zum Schwein.
Alt 06. 05. 2008, 12:54 foxxy is offline #28
Provokateur
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Re: Gier - Debatte

Zitat:
Zitat von Habek
Es ging ja gerade darum, dass höhere Diäten kompetentere Leute anlocken.

Ein Bundestag, der nur aus Lehrern und Anwälten besteht, leistet eben nix.

Falsch! Ein Abgeordneter soll den Durchschnitt der Bevölkerung verdienen nicht mehr und nicht weniger und solange er MEIN Angestellter ist und von MEINEN Steuergeldern entlohnt wird, WILL ich darüber mit entscheiden.
Hier geht es nicht um obskure Neiddebatten sondern darum das man nicht ständig Wein saufen und Wasser predigen kann. Und am Ende dann auch noch die Frechheit besitzt sich über die Politikverdrossenheit zu beklagen.
Alt 06. 05. 2008, 12:55 Provokateur is offline #29
foxxy
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Re: Gier - Debatte

Zitat:
Zitat von Habek
Du solltest dir aber überlegen, ob jemand mit überragenden Kompetenzen eher in die Politik geht, oder in die Wirtschaft, wo er möglicherweise das Doppelte verdient.

Es kommt doch wohl darauf an,welche Kompetenzen bei Politikern gefragt sind. Da sehe ich nicht unbedingt Deckungsgleichheit. Es ist schon ein Unterschied, ob ich eine Firma leite oder Politiker bin. Beim Staat geht es ja nicht in erster Linie darum seinen Gewinn zu maximieren.
Alt 06. 05. 2008, 12:57 foxxy is offline #30
Der Rebell
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Re: Gier - Debatte

Zitat:
Zitat von Habek
Du solltest dir aber überlegen, ob jemand mit überragenden Kompetenzen eher in die Politik geht, oder in die Wirtschaft, wo er möglicherweise das Doppelte verdient.

Schon wieder falsch.

Es gibt also nur die Alternative zwischen Politik und Wirtschaft? Merkst Du was?

Wo bleibt denn zB die Sozialkompetenz?
Alt 06. 05. 2008, 12:58 Der Rebell is offline #31
Habek
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Re: Gier - Debatte

Selbstverständlich kann man auch an der Uni Professor werden.

Allerdings hatten wir doch bereits festgestellt, dass Gier nunmal in der Gesellschaft weit verbreitet ist.
Alt 06. 05. 2008, 13:01 Habek is offline #32
DUDE6
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Re: Gier - Debatte

Meiner Meinung nach ist die Annahme falsch, zu glauben, dass die Herren Politiker auf Grund ihrer nicht vorhandenen Kompetenz nicht wie gewünscht handeln. Man handelt ja bewusst NICHT im Sinne des Volkes, sondern für die Wirtschaft und somit die eigene Tasche. Was helfen da höhere Diäten, wenn Lobby XY sowieso mit Beträgen jenseits von Gut und Böse schmiert? Da sind die Diäten doch nur Peanuts.. <- Thema Gier!
Alt 06. 05. 2008, 13:03 DUDE6 is offline #33
Habek
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Re: Gier - Debatte

Es geht mir ja nicht um die derzeitigen Pfeifen, sondern um beispielsweise die nächsten Wahlen.
Zitat:
verdienen nicht mehr und nicht weniger und solange er MEIN Angestellter ist und von MEINEN Steuergeldern entlohnt wird, WILL ich darüber mit entscheiden.
Wenn du von DEINEN Angestellten GUTE Leistungen erwartest, bezahlst du sie natürlich auch anständig.

Und eine richtige Mitbestimmung hast du auch bei niedrigen Diäten nicht, da bräuchte man schon Volksentscheide.
Alt 06. 05. 2008, 13:04 Habek is offline #34
Der Rebell
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Re: Gier - Debatte

Dann muß man eben dafür sorgen, daß nicht die Gier ein Karrieremittel ist sondern die sachliche Entscheidung.

Warum wollte Schrempp eine Welt-AG errichten? Wer hätte einen Vorteil gehabt?

Irgendwann wird nämlich jede Übernahmeschlacht völlig unsinnig; auch volkswirtschaftlich gesehen.

Schrempp wollte das meiste und er wollte der Größte sein. Gottseidank wurde er kein Politiker.
Alt 06. 05. 2008, 13:06 Der Rebell is offline #35
5huichi
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Re: Gier - Debatte

Es ist auch falsch, Abgeordnete besser zu bezahlen, um Personen anzulocken. Ich brauche keine Politiker, die das nur wegen dem Geld werden wollen.
Alt 06. 05. 2008, 13:10 5huichi is offline #36
DUDE6
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Re: Gier - Debatte

Zitat:
Zitat von 5huichi
Es ist auch falsch, Abgeordnete besser zu bezahlen, um Personen anzulocken. Ich brauche keine Politiker, die das nur wegen dem Geld werden wollen.

Warum sollte man sonst in die Politik? Politik = Geld und Macht.

Woher wollt ihr eigentlich die Idealisten nehmen, die diesen Staat zum Wohle aller leiten?
Alt 06. 05. 2008, 13:12 DUDE6 is offline #37
Habek
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Re: Gier - Debatte

Und wie willst du dann an anständige Abgeordnete kommen?

Aus reinem Altruismus fängt keiner in der Politik an, genauso wie keiner kostenlos in der Fabrik arbeitet.
Alt 06. 05. 2008, 13:12 Habek is offline #38
Der Rebell
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Re: Gier - Debatte

Genauso, wie man an gute Bundesrichter kommt.

Die bekommen dasselbe Geld und sind auch zufrieden.
Alt 06. 05. 2008, 13:18 Der Rebell is offline #39
Habek
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Re: Gier - Debatte

Gebe mich geschlagen, mir gehen die Argumente aus.

Freut mich übrigens, dass jemand außer mir an Karlchens Geburtstag denkt.
Alt 06. 05. 2008, 13:23 Habek is offline #40
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Re: Gier - Debatte

Zitat:
Zitat von Habek
Und wie willst du dann an anständige Abgeordnete kommen?

Aus reinem Altruismus fängt keiner in der Politik an, genauso wie keiner kostenlos in der Fabrik arbeitet.

Was hält du den von ANGEMESSENER Bezahlung?
Warum verdienen Politiker in anderen EU Ländern weniger als unser?

[quote]Spaniens Parlament gibt es kein heißeres Eisen als eine Debatte über die Erhöhung der Abgeordnetenbezüge. Die Angst, sich mit einer öffentlichen Debatte über eine „Selbstbedienung der Politiker“ im Volk unbeliebt zu machen, ist groß. Nennenswerte Erhöhungen, die über einen Inflationsausgleich hinausgingen, gab es schon jahrelang nicht mehr. Dabei sind die spanischen Parlamentarier relativ bescheiden, jedenfalls im direkten Vergleich mit anderen westeuropäischen Nationen. Ihre Mandatsträger bekommen 4700 Euro brutto im Monat, die ganz normal versteuert werden müssen. „Jeder Bürgermeister verdient mehr als wir“, jammern manche. Ralph Schulze[/QUOTE

Zitat:
In den Niederlanden gibt es keine Aufregung über die Diäten. Skandale hat es in letzter Zeit nicht gegeben. Parlamentsmitglieder erhalten zurzeit eine Aufwandsentschädigung von 7180 Euro im Monat. Ein Übergangsgeld nach dem Ausscheiden gibt es nicht, nur wenn der Abgeordnete stirbt, erhalten die Hinterbliebenen noch drei Monate lang Geld. Darüber hinaus können Abgeordnete maximal ein Jahr lang von dem für alle Arbeitslosen zur Verfügung stehenden Eingliederungsprogramm in den Arbeitsmarkt Gebrauch machen. Das Maximalbudget pro Abgeordneten liegt hier bei 15 000 Euro. Dieses Geld kann bei Bedarf als Subvention an einen Arbeitgeber ausgezahlt werden.Klaus Bachmann

Der Rest:
Transparenz: Einmal im Jahr müssen Abgeordnete ihre zusätzlichen Einkünfte, ihre Vermögensverhältnisse, ihre Berater- und Lobbytätigkeiten sowie ihre Steuererklärungen offen legen - teilweise werden sie sogar ins Internet gestellt. (USA, Irland, Großbritannien, Polen, Tschechien)

Ausscheiden aus dem Parlament: Die Übergangsgelder sind moderat, auf wenige Monate begrenzt und dienen nur dazu, beim Wiedereinstieg in den Beruf zu helfen. Wer sofort eine Arbeit findet, bekommt teilweise gar nichts. (Polen, Irland, Niederlande)

Krankenversicherung: Abgeordnete müssen sich wie alle Bürger bei einer Kasse krankenversichern. Sie werden nicht wie Beamte behandelt und bekommen ihre Krankheitskosten nicht aus Steuermitteln bezahlt. (Irland, Niederlande, USA)

Altersversorgung: Abgeordnete erwerben durch ihre Parlamentstätigkeit keine speziellen Pensionsansprüche. Sie zahlen von ihren Diäten einen bestimmten Betrag in die gesetzlichen oder privaten Rentenkassen ein. (Polen, Niederlande, USA, Schweiz)
Alt 06. 05. 2008, 13:25 Provokateur is offline #41
foxxy
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Re: Gier - Debatte

Zitat:
Zitat von Habek
Selbstverständlich kann man auch an der Uni Professor werden.


Das schützt auch nicht...
Alt 06. 05. 2008, 13:26 foxxy is offline #42
NewFaCe
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Re: Gier - Debatte

Diäten erhöht - na und? Diese paar Euro sollte uns unsere staatliche Führung schon Wert sein.
Denn solange die Wirtschaft mehr bezahlt als der Staat es tut, gehen nun die Besten Leute da hin wo sie am Meisten bekommen. Was meint ihr warum wir einen Lehrermangel in Fächern wie Mathe und Physik haben, ganz einfach, weil die Posten in der Wirtschaft besser bezahlt sind. Die Schulen bekommen, wenn es nicht gerade Idealisten sind und den Beruf als Berufung sehen, nur den Lehrerabfall in den gerade angesprochenen Fächern. Deshalb bin ich für wirtschaftsnahe Entlohnung von Lehrern und die Aufhebung des Beamtenstatusses, damit Stümper die die Zeit nur absitzen gefeuert werden können.
Das gleiche Bild kann man auf die Politiker übertragen. Mit diesen Gehältern krigt man halt keine Spitzenleute, denn Politiker sein ist keine 40 h Woche, rechnet mal eher mit dem doppeltem und dann kann man ja den Stundenlohn runterrechnen.
Akademiker mit mehreren Jahren Berufserfahrung in entsprechen wirtschaftsnahen Fächern haben sicherlich mehr als die Politiker die für ein ganzes Land Verantwortung haben.
Die Chance das sich fachlich bessere Leute steigt mit der Höhe der Löhne. Mal ehrlich wieviele gute Leute hätten wir im Bundestag wenn die Politiker den Durchschnittslohn von 2000€ Brutto (?) verdienen würden.
Natürlich gebe ich verifyme Recht das die Leistung mit der Höhe der Löhne steigen muss, bzw. voneinander abhängig ist, doch sollte es der Regelfall sein, da im Endeffekt eh jeder an sich denkt - das Idealdenken brauchen wir hier gar nicht auszupacken.
Alt 06. 05. 2008, 13:55 NewFaCe is offline #43
igita
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Re: Gier - Debatte

Typisch deutsch. Immer diese Neiddebatten.

Ich finde die Diäten sind zu niedrig. Politiker müssen mehr verdienen um unabhängig zu sein. Es ist meiner Meinung nach ein Unding, dass Politiker Nebentätigkeiten nachgehen dürfen.
Die Politik sollte sie doch ausfüllen. Wenn ich aber die Liste der Abgeordneten durchgehe, hat jeder mindestens 2 Nebenjobs in irgendwelchen Aufsichteräten und geht noch seinem eigentlichen Beruf nach. Dies darf nicht sein.

Wenn ich dann die Rechtfertigungen der Politiker höre. Ja aber wir müssen doch im Beruf bleiben, weil wir ja nicht wissen wie lange wir im Parlament sind und wir vielleicht dann nicht in unsere alten Berufe zurückkommen.
Ich sage dann nur Berufsrisikio bzw Pech.
Abgeordneter ist kein Nebenjob. Entweder oder muss es heißen.


Daher wäre ich für ein Verbot der Berufsausübung und aller Nebentätigkeiten solange man Abgeordneter ist.
Dafür aber auch Diäten in Höhe von 15000 Euro, die dann aber auch ganz normal versteuert werden. Keinen Sonderstatus.
Jedoch sollte der Abgeordnete vom Staat eine Wohnung bekommen und die Kosten für eine Büro und die Mitarbeiter sollte auch derselbige übernehmen.
Alt 06. 05. 2008, 14:02 igita is offline #44
Der Rebell
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Re: Gier - Debatte

@ NewFaCe,

Du kommst auch wieder mit dem Geldvergleich.

Ein guter Mathematiker in der "freien" Wirtschaft ist noch lange kein guter Lehrer und umgekehrt. Du unterstellst auch, daß alle Menschen nur die Fächer studieren, wo sie später das meiste Geld verdienen können.

Das ist falsch.

Die Lustlosigkeit der Lehrer an den Schulen hat ganz andere Gründe.
Alt 06. 05. 2008, 14:11 Der Rebell is offline #45
Provokateur
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Re: Gier - Debatte

Zitat:
Zitat von verifyme
@ NewFaCe,

Du kommst auch wieder mit dem Geldvergleich.

Ein guter Mathematiker in der "freien" Wirtschaft ist noch lange kein guter Lehrer und umgekehrt. Du unterstellst auch, daß alle Menschen nur die Fächer studieren, wo sie später das meiste Geld verdienen können.

Das ist falsch.

Die Lustlosigkeit der Lehrer an den Schulen hat ganz andere Gründe.

Zudem warum wird jemand Maurer, Installateur, Lehrer, Physiker etc? Weil es seinen Neigungen entspricht. Warum sollte also nicht jemand Politiker werden weil er dies wünscht?

Keine Privilegien, keine Beamtenversorgung normale Steuern, minimale Übergangsregelungen. Basta!

Im Übrigen soll die Anzahl der Abgeordneten proportional zur Wahlbeteiligung sinken.
Alt 06. 05. 2008, 14:43 Provokateur is offline #46
glidesurfer
 
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Re: Gier - Debatte

Zitat:
Zitat von verifyme
Du unterstellst auch, daß alle Menschen nur die Fächer studieren, wo sie später das meiste Geld verdienen können.

Um es noch einmal zu verdeutlichen: Hauptauswahlkriterium der meisten Jugendlichen, welche/s Ausbildung/Studium sie absolvieren moechten, ist das persoenliche Interesse fuer ein Fachgebiet. Eine minimale Marktorientierung mag nicht abzustreiten sein, aber es haelt sich in Grenzen und wird zur Nebensache.

Wer also in die Politik gehen moechte, der laesst sich nicht vom Markt beeinflussen. Solange Bundestagsabgeordnete sich nicht an der Lohnuntergrenze befinden, und das ist nun auf Garantie nicht der Fall, darf es keine weitere Erhoehungen geben.

Mal gaenzlich davon abgesehen, dass die Begruedungen mehr als duerftig sind...
Alt 06. 05. 2008, 14:57 #47
Hirk
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Re: Gier - Debatte

Gier ist, so wurde festgestellt menschlich, normal und diejenigen, die sich diesbezüglich als besonders schamlos erweisen genießen das größte Ansehen.

Ich finde für das Privatisieren von Volkseigentum, für das verzocken der Rentengelder, für das Erzeugen zunehmender Rechtsunsicherheit und für viele andere Dinge, die ganz offensichtlich der Gemeinschaft schaden sollte es zusätzliche Prämien geben.

Eine Erhöhung der Diäten allein reicht da nicht.

Diese Prämien Gelder sollten für Politiker UND Manager gezahlt werden und könnten über eine weitere Senkung von Sozialhilfe, Arbeitslosengeld und Rente finanziert werden.

Ich bin sicher, dass die Betroffenen armen Schlucker nichts dagegen haben, denn Bewunderung und Identifikation mit den großen Absahnern dürfte wohl das überwiegende Gefühl sein.

Meine Oma hat immer gesagt: "Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber"
Alt 06. 05. 2008, 15:24 Hirk is offline #48
Neandertaler
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Re: Gier - Debatte

Das einzige, was man diesen Abgeordneten vorwerfen kann: Mehrheitlich sind sie ehrlich, aber dämlich. Andernfalls würden sie wegen dieser lumpigen 6 Prozent nicht so ein Theater riskieren. Sie hätten das gar nicht nötig.

Wenn ein US-Senator aus dem Amt scheidet und hat ein Jahr später keine Million auf dem Konto, dann weiß man dass er eine Pfeife gewesen ist.

Und natürlich gibt es auch in der deutschen Politik neben dem Mittelmaß die Spitzenkräfte. Noch kein Kanzler, kein einziger, starb anders denn als Millionär.

Aber wenn man gut ist, braucht man nicht unbedingt Kanzler werden. Staatssekretär reicht, Minister ist natürlich besser. Und unterdessen bei der Wirtschaft schon mal das Bettchen machen, in welches man sich später legen wird.

Alle machen das. Hombach, Schröder, Müller von der SPD fallen mir gerade ein, oder Wiesheu von der CSU.
Alt 06. 05. 2008, 16:54 Neandertaler is offline #49
herr-k
 
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Re: Gier - Debatte

Die Gier oder der Geiz, ihres Zeichens eine der Kardinalsünden, also die welche der Volksmund gerne Todsünden nennt, wurde ja kürzlich selbst noch mal von der katholischen Kirche abgemahnt. Müsste somit ja auch dem typischen Unionswähler sauer aufstoßen, denkt man sich. Schön wär's ja. Stellen sie doch einen nicht unerheblichen Anteil der Besserverdiener und Steuerhinterzieher.

Über Maßlosigkeit bezüglich der Abgeordnetengehälter zu streiten, halte ich aber ebenfalls eher für müssig. Zugegeben, augenblicklich gönne ich den meisten Politikern nicht mal die Butter auf dem Brot, doch ich muss auch eingestehen dass es sich unterm Strich, hier eher um Peanuts handelt. Und sollen sie von mir aus ruhig gut bezahlt werden. Ich will die Korruptionsgefahr ja nicht ins Unermessliche steigern. Der Volkswirtschaftliche Schaden, welcher allein durch schlecht bezahlte und korruptionsanfällige Beamte verursacht wird, wird uns wohl auf ewig im Verborgenen bleiben. Unerheblich ist er aber sicher nicht.

Meiner Meinung nach aufschlussreicher und ergiebiger: Das Thema Steuerhinterziehung und wie diese von unserer Regierung geduldet und auch gefördert wird. Allein hier in NRW, wurden zum letzten Jahresende rund 1000 Finanzbeamte wegen Sparmaßnahmen entlassen. Und nach dem Zumwinkel-PR-Rummel, sind auch keine neuen Steuerfahnder eingestellt worden, obwohl sich das volkswirtschaftlich augenblicklich rechnen würde.

Ein anderes Thema und politischer Dauerbrenner, das vor dem moralischen Hintergrund betrachtet besonders bizarr schillert, ist aber die Staatsverschuldung. Einer Diskussion die ja gerne angeführt wird, um Sparsamkeit und Bescheidenheit im Volksgewissen zu triggern.
Bei einer Gesamtverschuldung von rund 1,5 Billionen €, im Verhältnis zu 5,4 Billionen € offen gelegtem (ich wiederhole: offen gelegtem) Privatvermögens, müsste sich doch jeder gottesfürchtige Katholik hier fragen, was da schief läuft.
Alt 06. 05. 2008, 17:10 #50
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