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snuke1
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Re: Gier - Debatte

Zitat:
Zitat von E. Teach 
Gibt sogar Quellen, die das so behaupten.
es gibt halt auch verschiedene Methoden die Inflation zu berechnen (die dann natürlich verschiedene Resultate ergeben).
Die Frage, die man sich auch immer stellen muss: Welche Produkte betrachten wir, welche Güter berechnen wir separat oder gar nicht (gerade bei der Energie und den stärker schwankenden Preisen etc).
Alt 16. 05. 2008, 12:36 snuke1 is offline #151
5huichi
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Re: Gier - Debatte

Flachbildschirme werden 20% billiger, Nahrungsmittel 20% teurer, also keine Inflation.

So wird das berechnet.
Alt 16. 05. 2008, 17:24 5huichi is offline #152
cyberny
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Re: Gier - Debatte

Wer auf dem TFT sehen Lebensmittel ja eh besser aus.
Alt 16. 05. 2008, 18:56 cyberny is offline #153
E. Teach
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Re: Gier - Debatte

Zu diesem Themenbereich gibt es einen neuen Beitrag, diesmal von einem:
"Sozialdemokraten" (wie Münti, Clement und Schröder. Sicher nicht sozial, wahrscheinlich nicht mal Demokraten, aber Wurscht!)


Meine Nominierung für den Gierschlund der Woche:
Norbert Hansen

Als damaliger Transnetschef war er als Gewerkschaftsvorsitzender gegen Lohnerhöhungen bei den Lokführern und für das Verscherbeln Privatisieren der DB an Heuschrecken Investoren.

Für diesen Verrat an den diese Untertützung der Interessen der Bahnbeschäftigten und den Besitzern der Bahn (UNS!) wurde er nun mit dem Wechsel in den Bahnvorstand als Arbeitsdirekor bedacht.

Just in Amt und Würden macht er auch schon von sich Reden und prophezeit Arbeitsplatzabbau!

Ganz, ganz grosses Herrentennis!

Als Bürger dieses Staates und somit auch (einer der NOCH-) Besitzer der Bahn möchte ich sagen: "Danke Nobbi!".

Wenn nach mir ginge würde er auf HarzIV versauern!

wie erbärmlich kann man sein? fragt sich
E. Teach
Alt 17. 05. 2008, 12:14 E. Teach is offline #154
5huichi
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Re: Gier - Debatte

Das schlimmste ist ja, dass es scheinbar niemanden wirklich interessiert - na ja, ist ja auch normal heutzutage.
Alt 17. 05. 2008, 12:58 5huichi is offline #155
Destiny666
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Re: Gier - Debatte

Gier gibt es definitiv, Neid auch. Aber immer zu sagen, dass die Leuten nur neidisch sind, wenn die "Reichen" sich noch mehr Geld in die eigene Tasche scheffeln (und dadurch wieder 1.000e Arbeitsplätze wegbrechen), ist schlichtweg falsch.

Wenn unsere Politiker wirklich 100 %ig für diesen Job da sein würden, wären höhere Diäten gerechtfertigt. Aber wenn Ihr mal im TV seht, wenn die was von den Sitzungen zeigen, dann ist der Saal zu 3/4 leer. Die werden aber trotzdem alle dafür bezahlt. Und wenn ich dann höre, dass die nicht mal wissen, wofür sie gerade alle ihre JA-Stimmen vergeben haben, geht mir die Hutschnur hoch. (Agenda 2010 war ein gutes Beispiel.)

Und diese Sache, dass man sich von 4 Euro pro Tag gesund und abwechslungsreich ernähren kann, war einfach nur arrogant und realitätsfern.
Alt 17. 05. 2008, 14:05 Destiny666 is offline #156
E. Teach
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Re: Gier - Debatte

Zitat:
Zitat von Destiny666 
Und wenn ich dann höre, dass die nicht mal wissen, wofür sie gerade alle ihre JA-Stimmen vergeben haben, geht mir die Hutschnur hoch. (Agenda 2010 war ein gutes Beispiel.)

Agenda2010 ist ein Beispiel, ein noch krasseres ist der EU Vertrag von Lissabon.

Über den wurde abgestimmt, obwohl der Text nicht einmal vorgelegen hat!
Ganz, ganz grosses Herrentennis!
Schade dass die Vögel nicht auch Blankoschecks unterscheiben. Dann würd ich denen einen schicken.

Aber im Ernst, von was für Vollignoranten werden wir eigentlich regiert?

Mit Zweifeln am Demokratieverständis der MdB's verbleibt
E. Teach
Alt 17. 05. 2008, 17:16 E. Teach is offline #157
Lucky_Skywalker
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Re: Gier - Debatte

Die Agenda2010 war schon aufgrund der demografischen Änderungen unbedingt notwendig und im Grund ein zu kurzer Schritt.

Man kann hier schon einiges Unwissen über marktwirtschaftliche Themen beobachten.
Deutsche Schüler im „Tal der Ahnungslosen“
http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE27...~Scontent.html
Leider gilt dies nicht nur für Schüler sondern auch für Gullianer - zumindest für die in diesem Thread.

L.
Alt 19. 05. 2008, 13:31 Lucky_Skywalker is offline #158
Der Rebell
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Re: Gier - Debatte

Zitat:
Man kann hier schon einiges Unwissen über marktwirtschaftliche Themen beobachten.

Und bei Dir kann man beobachten, daß Du Dich offensichtlich zu den kapitalistischen Ausbeutern zählst.

Vielleicht kannst Du ja mal erklären, wie lange der gegenwärtige Trend noch andauern soll, daß die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden.

Um Dein offensichtliches Sozialdefizit zu abzubauen, solltest Du den neuesten Armutsbericht lesen, der sicher bald als Text vorliegt.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...554023,00.html
Alt 19. 05. 2008, 13:49 Der Rebell is offline #159
LordPiccolo Spender
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Re: Gier - Debatte

@Lucky:

Dass du dich als "Allwissender" bezeichnest und dich über die anderen Diskussionsteilnehmern hinwegsetzt, zeigt schon, wie "demokratisch" du denkst. Das alleine wäre ein Grund, dich nicht mehr ernstzunehmen. Das ist ein anderes Thema.

Wirtschaft allein ist nicht das A und O des Lebens. Wenn du keine Ahnung hast, wer "in the long run, we are all dead!" gesagt hat, dann solltest du schweigen, was dieser Satz zu bedeuten hat. Die FDP und Konsoten werden mittlerweile mit ihrem Wirtschaftsliberalismus und ihrem Hayek und Co. immer isolierter. Mittlerweile sind wieder Keynes und Marx dabei zurückzukehren. Berechtigt wie ich finde. Mehr als 30 Jahre Neoliberalismus ist genug gewesen. Die Folgen der Weltwirtschaft sehen wir. Bankenkrise, verschärftes Ungleichgewicht auf dem Planeten, Überteurung der Lebensmittlepreise etc.
Alt 19. 05. 2008, 14:03 LordPiccolo is online now #160
Munich
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Re: Gier - Debatte

Guten Tag Gesellschaft,

was mich an dem ganzen so stört ist, das die Politik sowohl im Bundestag als auch in den Lokal Kommunen tun und lassen können was sie wollen.
In München z.b liest sich folgendes .....

Zitat:
Der Aufsichtsrat der Stadtwerke erfüllte jetzt SWM-Chef Kurt Mühlhäuser und den vier weiteren Geschäftsführern den Wunsch nach einer satten Grundgehaltserhöhung von über 50 Prozent!
Die tz erfuhr jetzt, dass das Fixgehalt von Kurt Mühlhäuser von bislang 183.000 Euro im Jahr auf 280.000 Euro steigen soll. Das wäre eine Erhöhung um 97.000 Euro, deutlich mehr als die Hälfte. Dazu kommt eine erfolgsabhängige Zusatzvergütung, die zuletzt bei 120.000 Euro lag. Mühlhäuser könnte somit auf ein Jahresgehalt von 400.000 Euro kommen, das wäre ein Monatslohn von 33.333 Euro! Der Vertrag des 64-jährigen wurde jetzt nochmals um fünf Jahre verlängert. Nach der Pensionierung bekommt Mühlhäuser wie im öffentlichen Dienst 73,78 Prozent des letzten Gehaltes als Pension.

Komisch ist nur das eine debatte zur Gehalterhöhung von Mitarbeitern der SWM betriebe um 1,5% genau von diesen Herren abgeschmettert wurden.

Es sind ja nicht nur solche großen bazen, sondern auch viele kleinigkeiten die das Maß entgültig voll machen.

Z.b bedenkt das Staatsbedienstete nichts zahlen müssen um mit Buss und Bahn fahren zu können oder eben um mit der Lufthansa zu fliegen. Im München am Flughafen haben sich unsere Würdenträger nun einen nächsten freiraum geschaffen und das Parken in den Parkhäusern des Flughafen für sich kostenfrei zu gestalten .

Mir stellt sich die frage WARUM ???

Langsam verstehe ich Deutschland nicht mehr, es verkommt immer und immer mehr zum Staat der nimmersatten.


mfg

Munich
Alt 19. 05. 2008, 14:03 Munich is offline #161
Lucky_Skywalker
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Zitat:
Zitat von LordPiccolo 
@Wenn du keine Ahnung hast, wer "in the long run, we are all dead!" gesagt hat, dann solltest du schweigen, ...

John Maynard Keynes (1883–1946)

L.

Zitat:
Zitat von LordPiccolo 
@Lucky:

Dass du dich als "Allwissender" bezeichnest und dich über die anderen Diskussionsteilnehmern hinwegsetzt, zeigt schon, wie "demokratisch" du denkst. Das alleine wäre ein Grund, dich nicht mehr ernstzunehmen. Das ist ein anderes Thema.


Zitat:
Zitat von LordPiccolo 
Wirtschaft allein ist nicht das A und O des Lebens. Wenn du keine Ahnung hast, wer "in the long run, we are all dead!" gesagt hat, dann solltest du schweigen, was dieser Satz zu bedeuten hat. Die FDP und Konsoten werden mittlerweile mit ihrem Wirtschaftsliberalismus und ihrem Hayek und Co. immer isolierter. Mittlerweile sind wieder Keynes und Marx dabei zurückzukehren. Berechtigt wie ich finde. Mehr als 30 Jahre Neoliberalismus ist genug gewesen. Die Folgen der Weltwirtschaft sehen wir. Bankenkrise, verschärftes Ungleichgewicht auf dem Planeten, Überteurung der Lebensmittlepreise etc.

Ob du es nachdenkenswert findest, daß in den Jahren des strengsten von Dir sog. "Wirtschaftsliberalismus und ihrem Hayek und Co." - nämlich in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts - es Vollbeschäftigung gab während jetzt wo "Keynes und Marx ...wieder ...zurückzukehren" wir vielerlei wirtschaftliche Probleme haben? Vermutlich nicht.
Die Bankenkrise ist ein temporäres sektorspezifisches Problem von dem in 3-5 Jahren niemand mehr redet, das angeblich "verschärfte(s) Ungleichgewicht auf dem Planeten" ist eine inhaltsleere Worthülse von @LordPiccolo und die "Überteurung der Lebensmittlepreise" ist keine Überteuerung sondern die bittere Konsequenz aus der Tatsache, daß die Anzahl der Menschen durch die Decke geht (die Schnapszahl mit den 7 Sechsen haben wir letzten Monat erreicht) während gleichzeitig das verfügbare Ackerland rapide zurückgeht. Das hat mit der Marktwirtschaft oder gar mit dem Threadthema überhaupt nichts zu tun.

Zitat:
Zitat von Der Rebel 
Und bei Dir kann man beobachten, daß Du Dich offensichtlich zu den kapitalistischen Ausbeutern zählst.
Ah, so ist das. Na ja wenn du so willst.Wir wollen uns ja nicht unnötig streiten. Ich werde mir nur erlauben, Dir bei Gelegenheit - wenn du anderer Meinung als ich bist und ich keine Lust habe, Argumente niederzuschreiben - auch irgendwas völlig unpassendes an den Kopf zu werfen.

Und zum Armutsbericht:

Hättest Du ihn zu Ende gelesen hättest Du auch den entscheidenden Satz gelesen aus dem hervorgeht wo in diesem Land die Armut verortet ist:
Zitat:
"alleinerziehend", "Immigration", "schlecht ausgebildet".
Kommt natürlich noch Arbeitslosigkeit hinzu.
Ich denke, man kann sich sogar hier darüber einigen, daß diese 4 Punkte die Hauptprobleme sind. Und da kriegen wir wieder den Bogen zum Threadanliegen: Keiner (na: Einer) der vielen Politiker, die da im Spiegel zitiert werden hat sich zur Lösung dieser Punkte geäußert sondern fast alle haben nur ihre Standardanliegen vorgebracht, die sie sonst auch immer bei jeder sich bietenden Gelegenheit vorbringen.
@Der Rebel=visuelle Wahrnehmungsstörung

L.
Alt 19. 05. 2008, 16:01 Lucky_Skywalker is offline #162
Superskinny
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Re: Gier - Debatte

Es wird einfach oft vergessen, dass das Unser Geld ist, was die Herrschaften da oben zur freien Verfügung haben. Wenn ich also brav einen Haufen Geld an Steuern zahle, möchte ich auch wissen und einen Einblick haben, was damit passiert. Wenn also der Spritpreis so weit steigt, dass 3 Mrd. mehr reinkommen, will ich auch, dass sofort diese Mehreinnahmen an den Bürger zurück gehen. (z.B Pendlerpauschale für nur 2,5 Mrd.)

Warum vergessen so viele Leute, dass Sie doch nichts geschenkt bekommen, wenn sie mehr fordern, sondern es Ihnen zusteht? Ich persönlich bezahle die Diäenerhöhung, und es ist mein gutes Recht eine Gegenleistung dafür zu bekommen. Ich bin nicht der Meinung, dass die Abgeordneten ihren Job gut machen, also gibts auch keine Belohnung. Punkt, Ende, Aus!

Gegen Spitzengehälter in der Wirtschaft kann ich doch nichts sagen, denn ich bezahle diese Gehälter nicht (beziehungsweise muss es nicht wenn ich nicht will).

Die Abgeorneten sind im Dienste der Allgemeinheit eingestellt und haben die Pflicht, für ihre Bezahlung (und Nebeneinkünfte) Rechenschaft abzulegen, denn ich persönlich zahle jeden Monat ihr Gehalt!
Alt 19. 05. 2008, 16:44 Superskinny is offline #163
Der Rebell
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Re: Gier - Debatte

@ Lucky_Skywalker

Wie alle Kapitalismus-Fans hast Du immer noch nicht die Frage beantwortet:

"Wie lange noch soll die Entwicklung fortgesetzt werden, daß die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden?"

Das schlechte Bildungssystem ist übrigens nur die halbe Wahrheit. Von gut ausgebildeten Straßenkehrern hat die Gesellschaft auch nichts. Es muß nämlich auch Menschen geben, die einfache Tätigkeiten ausüben. Und oh Wunder, die wollen auch vom Lohn leben können. So war das jedenfalls früher zu der von Dir genannten Hochzeit des Kapitalismus im Wirtschaftswunder.
Alt 19. 05. 2008, 16:50 Der Rebell is offline #164
hallo173
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Re: Gier - Debatte

Zitat:
Die Agenda2010 war schon aufgrund der demografischen Änderungen unbedingt notwendig und im Grund ein zu kurzer Schritt.

Das wird durch ständiges Wiederholen nun auch nicht richtiger^^! Zu diesem Thema kann ich dir das Buch "Die Reformlüge", wahlweise auch "www.Nachdenkseiten.de" empfehlen. Vielleicht kann dich ja auch das hier http://www.youtube.com/watch?v=KiLMH_p-iao von Deiner irrigen Annahme "heilen" !?


Zitat:
Ob du es nachdenkenswert findest, daß in den Jahren des strengsten von Dir sog. "Wirtschaftsliberalismus und ihrem Hayek und Co." - nämlich in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts - es Vollbeschäftigung gab während jetzt wo "Keynes und Marx ...wieder ...zurückzukehren" wir vielerlei wirtschaftliche Probleme haben? Vermutlich nicht.
Die Bankenkrise ist ein temporäres sektorspezifisches Problem von dem in 3-5 Jahren niemand mehr redet, das angeblich "verschärfte(s) Ungleichgewicht auf dem Planeten" ist eine inhaltsleere Worthülse von @LordPiccolo und die "Überteurung der Lebensmittlepreise" ist keine Überteuerung sondern die bittere Konsequenz aus der Tatsache, daß die Anzahl der Menschen durch die Decke geht (die Schnapszahl mit den 7 Sechsen haben wir letzten Monat erreicht) während gleichzeitig das verfügbare Ackerland rapide zurückgeht. Das hat mit der Marktwirtschaft oder gar mit dem Threadthema überhaupt nichts zu tun.

Also erstens mussten in den 50er und 60er Jahren immense Kriegsschäden beseitigt werden, zweitens gab es nur noch wenige männliche Zeitgenossen, kein Wunder, dass zu dieser Zeit Vollbeschäftigung herrschte. Dies dem Wirtschaftsliberalismus zuzuordnen ist völlig absurd! Die Steigerung der Lebensmittpreise hat weder was mit verfügbarem Ackerland und der Bevölkerungsentwicklung zu tun, sondern fast ausschließlich mit Spekulantenpack das den Hals nicht voll genug bekommt.

Links dazu:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,548456,00.html
http://www.readers-edition.de/2008/0...knappheitpheit

Zitat:
"Wie lange noch soll die Entwicklung fortgesetzt werden, daß die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden?"

Gibt nen tolles Zitat aus der Geschichte von wegen Brot und Kuchen und so !

http://de.wikipedia.org/wiki/Marie_Antoinette
Zitat:
Das schlechte Bildungssystem ist übrigens nur die halbe Wahrheit. Von gut ausgebildeten Straßenkehrern hat die Gesellschaft auch nichts. Es muß nämlich auch Menschen geben, die einfache Tätigkeiten ausüben. Und oh Wunder, die wollen auch vom Lohn leben können. So war das jedenfalls früher zu der von Dir genannten Hochzeit des Kapitalismus im Wirtschaftswunder.

Dazu passt das:

http://www.reinhard-mey.de/content.p...nder=text_main
Alt 19. 05. 2008, 18:33 hallo173 is offline #165
LordPiccolo Spender
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Re: Gier - Debatte

Zitat:
Ob du es nachdenkenswert findest, daß in den Jahren des strengsten von Dir sog. "Wirtschaftsliberalismus und ihrem Hayek und Co." - nämlich in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts - es Vollbeschäftigung gab während jetzt wo "Keynes und Marx ...wieder ...zurückzukehren" wir vielerlei wirtschaftliche Probleme haben? Vermutlich nicht.

Komm mal bitte von deinem hohen Roß runter...In den 50ern und bis Ende 60er hatten wir die Zeit Ludwig Erhards und die des Ordoliberalismus und die Probleme dieser Zeit wurden mit Keynesianismus gelöst. Leider wurden die Probleme des Keynesianismus mit zwei Schritten zurück gelöst, nämlich durch den Neoliberalismus. Ein Mann wie Friedman, der sich die Zeit des Liberalismus des 19. Jh. zurückwünschte, also die Zeit, indem Kinderarbeit und offene Sklaverei vorhanden war, ist einfach lächerlich. International gesehen, wurde der Keynesianismus in den 50ern nur in Großbritannien praktiziert. Der Grund für die Krise des Keynesianismus in den 70ern war nicht der Keynesianismus selber, sondern die Ölkrise, die Auflösung der festen Wechselkurse und andere Faktoren. Marx selber war nichtmal im Ostblock vorhanden, geschweige denn im Westen.

Vollbeschäftigung war nur durch den Korea-Boom möglich gewesen. Der sogenannte Wirtschaftswunder baute zudem auch noch an den intakten Industrieanlagen auf, die kaum zerstört worden sind.

Zitat:
angeblich "verschärfte(s) Ungleichgewicht auf dem Planeten"

Wenn du einem Lateinamerikaner etwas von Nachhaltigkeit und Privatisierung zuflüsterst, dann solltest du dich nicht wundern, wenn er dich beschimpft.

Zitat:
Das hat mit der Marktwirtschaft...

Neoliberale Ausrede...mehr nicht... Die zwangsvolle Öffnung der ausländischen Märkte durch die WTO und die Abschottung der eigenen Märkte hat doch dieses ganze Desaster eingebrockt. Nur in einem Punkt hast du vlt Recht: Das alles ist nur bedingt themenrelevant...

Zitat:
Ich denke, man kann sich sogar hier darüber einigen, daß diese 4 Punkte die Hauptprobleme sind.

Zudem kommen die Sozialkürzungen der letzten Jahre hinzu, aber die sind bei dir ja nicht relevant. Nach deiner Argumentation sollte man am besten die vier Faktoren wegstreichen und sich darüber freuen, wie gut es uns doch eigentlich geht Wusstest du, dass die Regierung bis 2009 den Spitzensteuersatz von 42 Prozent auf 25 Prozent senkt? Jetzt rate mal, woher der fehlende Teil der Steuern herkommen soll. Ein Tip: Es sind nicht die da oben, die zahlen werden

Zitat:
Argumente niederzuschreiben...

die eh in der FAZ vom vorigen Tag drinstanden...Was rede ich denn? Jemand, der Fitna ernstnimmt und empirische Untersuchungen einfach verweigert anzuerkennen, ist nicht mehr zu retten...

Zitat:
Also erstens mussten in den 50er und 60er Jahren immense Kriegsschäden beseitigt werden,

Das kann ich leider nicht im Raum stehen lassen. Immense Kriegsschäden gab es nicht an den Industrieanlagen. Die wurden nur zu 17% zerstört. Ausserdem war man von Reperationszahlungen befreit...
Alt 19. 05. 2008, 19:03 LordPiccolo is online now #166
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Re: Gier - Debatte

Zitat:
Die Steigerung der Lebensmittpreise hat weder was mit verfügbarem Ackerland und der Bevölkerungsentwicklung zu tun, sondern fast ausschließlich mit Spekulantenpack das den Hals nicht voll genug bekommt.
Das ist einfach nicht richtig so.
- Erdölpreis steigt, da nur begrenzt verfügbar. Das macht doch recht viel aus, da viel gebraucht wird (Dünger, Transport, Anbau, Verarbeitung,...)
- Ackerland das verloren geht (nicht unbedingt hier, aber anderswo), beispielsweise durch Urbanisierung und unsachgemässen Einsatz von Dünger und Pestiziden oder chemikalien. Die Industrie frisst sich in den Grosstädten durchaus ins Ackerland vor.
- Abhängigkeiten der Länder steigen zunehmend, da sich die Essgewohnheiten geändert haben (= früher ass man in Asien weniger Fleisch, Pasta, Pizza, Hamburger, ...)
- Die Lager leeren sich langsam und werden teilweise nicht mehr richtig gefüllt = Angst. Indien und China haben sich einen riesigen Devisenberg angehäuft und können mitreden bei der Preisgestaltung. Der, der am meisten bietet, kann einkaufen. Wenn zu viel Ware da ist, verhungern Leute, weil sie es nicht kaufen können. Wenn zu wenig da ist, verhungern Menschen, weils zu wenig hat. China und Indien können jetzt aber mitreden (und das ist eine grosse Bevölkerungszahl!).

Nenn es Spekulation, aber du kannst nicht erwarten, dass China seine Devisen behält, wenn es sie beim Einkaufen einsetzen kann und so Engpässe verhindern möchte - und dir so billigeres Essen verschafft.
- Biotreibstoff
- Das Bevölkerungswachstum hat durchaus auch eine Wirkung. Nicht kurzfristig, doch die Anzahl Menschen wächst über die Jahre gesehen trotzdem (und sorgt für mehr hungrige Mäuler).
Alt 19. 05. 2008, 19:08 snuke1 is offline #167
hallo173
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Re: Gier - Debatte

Zitat:
Das kann ich leider nicht im Raum stehen lassen. Immense Kriegsschäden gab es nicht an den Industrieanlagen. Die wurden nur zu 17% zerstört.

Ich dachte da eher an den Rest ;-) (Infrastruktur, Wohnhäuser etc. pp)!
Alt 19. 05. 2008, 19:13 hallo173 is offline #168
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Re: Gier - Debatte

Zitat:
Zitat von Der Rebell 
@ Lucky_Skywalker

Wie alle Kapitalismus-Fans hast Du immer noch nicht die Frage beantwortet:

"Wie lange noch soll die Entwicklung fortgesetzt werden, daß die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden?"

Das schlechte Bildungssystem ist übrigens nur die halbe Wahrheit. Von gut ausgebildeten Straßenkehrern hat die Gesellschaft auch nichts. Es muß nämlich auch Menschen geben, die einfache Tätigkeiten ausüben. Und oh Wunder, die wollen auch vom Lohn leben können. So war das jedenfalls früher zu der von Dir genannten Hochzeit des Kapitalismus im Wirtschaftswunder.

Dankenswerterweise haben @Lord Piccolo und Du mir die Beantwortung dieser Frage ja schon weitgehend abgenommen:
Frage: "Wie lange...?"
Antwort: Bis wir Keynes und Marx wieder dahin zurückgebracht haben wo sie hingehören. In das Museum für die großen Irrtümer der Sozialökonomie.

Wobei Keynes ja keineswegs völlig unrecht hat. Nach den von ihm gefundenen Ansätzen empfiehlt er ja in wirtschftlich schlechten Zeiten Schulden zu machen und das Geld mit vollen Händen auszugeben ("Flaschen vergraben", "Pferde saufen lassen"). Allerdings - und das ist ja der Knackpunkt seiner Lehre - gehört dazu auch, daß das Geld wieder eingesammelt werden muß wenn die Talsohle verlassen ist und es wieder aufwärts geht. Wenn das so gemacht werden könnte, würde das ja auch funktionieren. Allerdings - und da sind wir wieder beim Threadthema - sind Politiker naturgemäß überhaupt nicht in der Lage (willens wohl auch nicht) sparsam zu sein und einmal gemachte Wohltaten wieder einzusammeln. Das ist ja auch die Beobachtung, die wir in den letzten 50 Jahren gemacht haben. Geld ausgeben - für sich wie für andere - können sie wunderbar aber die gemachten Schulden zurückzahlen geht gar nicht. Deshalb sitzt die Bundesreüublik und vergleichbare Länder auf so einem gigantischen Schuldenberg. Eigentlich dank Keynes. Aber Keynes würde sagen: Die Politiker sind schuld. Ich sage: Keynes=Sozialökonomie im realitätsfernen Raum
Ich kann mir an dieser Stelle die Bemerkung nicht verkneifen, daß die Nationlasozialisten sehr erfolgreiche Anwender von keynes waren - sozusagen die ersten Keynsianer. Auf Pump kauften sie einen Haufen mehr oder weniger nützlicher Dinge (Autobahnen, Panzer, Schlachtschiffe) und verschafften so allen Volksgenossen Lohn und Brot. Genau wie unsere Politiker war auch auch für den Genossen Hitler das Zurückzahlen der Schulden keine Option. Irgendwie hat er das ganze mißverstanden und entschied sich für den Ausweg Krieg.....

So nachdem ich jetzt - wie versprochen - @Der Rebell und @Lord Piccolo in die Ecke gestellt habe, in die man heutzutage gerne Leute stellt mit deren Gedanken man nicht einverstanden ist, steht es jetzt bei den Nettigkeiten 1:1 und wir können uns eventuell wieder der friedlichen Diskussion widmen.

L.
Alt 19. 05. 2008, 19:30 Lucky_Skywalker is offline #169
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Re: Gier - Debatte

Zitat:
Antwort: Bis wir Keynes und Marx wieder dahin zurückgebracht haben wo sie hingehören. In das Museum für die großen Irrtümer der Sozialökonomie.

Wer ist wir? Du, Rebell und ich? Wieso wurde das "Kommunistische Manifest" an der Wall Street als das Buch gefeiert, das den Kapitalismus am besten beschreibt? Warum beantwortest du nicht die einfache Frage?

Zitat:
Ich kann mir an dieser Stelle die Bemerkung nicht verkneifen, daß die Nationlasozialisten sehr erfolgreiche Anwender von keynes waren - sozusagen die ersten Keynsianer. Auf Pump kauften sie einen Haufen mehr oder weniger nützlicher Dinge (Autobahnen, Panzer, Schlachtschiffe) und verschafften so allen Volksgenossen Lohn und Brot. Genau wie unsere Politiker war auch auch für den Genossen Hitler das Zurückzahlen der Schulden keine Option. Irgendwie hat er das ganze mißverstanden und entschied sich für den Ausweg Krieg.....

Der erste Keynesianer war Franklin Roosevelt. Seine Idee des New Deal sollte die Leute in die Schranken weisen, die die Krise von 1929 ausgelöst haben. Parallelen zu heute, wie ich finde...

Der letzte Satz allerdings relativiert die Ideologie des NS und verneint so den imperialistischen Kern, der drin steckt, der zudem im Interesse des deutschen Kapitals war. Dass Hitler wegen der Schuldenpolitik den Krieg began, ist die größte Absurdität, die ich bisher gehört habe...
Alt 19. 05. 2008, 19:42 LordPiccolo is online now #170
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Re: Gier - Debatte

Zitat:
Zitat von Lucky_Skywalker 
Irgendwie hat er das ganze mißverstanden und entschied sich für den Ausweg Krieg.....

Du hast Dich gerade unsterblich lächerlich gemacht.

Der arme arme Hitler war zum Krieg gezwungen.

BTW. Du glaubst doch nicht ernsthaft, daß die Ungleichverteilung auf eine Wirtschaftstheorie zurückzuführen wäre? Zumal angesichts des Steuer-Tohuwabohus und des Durcheinanders von Transferleistungen in jede Richtung sowieso kein System mehr zu erkennen ist.

Oder wie würdest Du die gegenwärtige Wirtschaftspolitik Deutschlands benennen?
Alt 19. 05. 2008, 19:59 Der Rebell is offline #171
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Zitat:
Zitat von LordPiccolo 
Komm mal bitte von deinem hohen Roß runter...
Ja, gerne. War auch etwas unbequem da.

Zitat:
Zitat von LordPiccolo 
In den 50ern und bis Ende 60er hatten wir die Zeit Ludwig Erhards und die des Ordoliberalismus und die Probleme dieser Zeit wurden mit Keynesianismus gelöst.
Ja, aber mit dem ganzen Keynes! Schulden wurden damals noch zurückgezahlt.

Zitat:
Zitat von LordPiccolo 
Leider wurden die Probleme des Keynesianismus mit zwei Schritten zurück gelöst, nämlich durch den Neoliberalismus.
Der Satz ist so unverständlich. Das müßtest Du erlätern.


Zitat:
Zitat von LordPiccolo 
Ein Mann wie Friedman, der sich die Zeit des Liberalismus des 19. Jh. zurückwünschte, also die Zeit, indem Kinderarbeit und offene Sklaverei vorhanden war, ist einfach lächerlich.
Ich glaube nicht daß ein angesehener Ökonom sich Kinderarbeit und Sklaverei wünscht. Das müßtest Du beweisen. Ich denke, daß Du in dieser Frage Fehlinformationen oder Vorurteilen aufgesessen bist.


Zitat:
Zitat von LordPiccolo 
International gesehen, wurde der Keynesianismus in den 50ern nur in Großbritannien praktiziert.
Da galt der Prophet ja mal was im eigenen Lande!

Zitat:
Zitat von LordPiccolo 
Der Grund für die Krise des Keynesianismus in den 70ern war nicht der Keynesianismus selber, sondern die Ölkrise, die Auflösung der festen Wechselkurse und andere Faktoren.
Du bist ja lustig. Keynes hat seine Lehre ausdrücklich für die Behandlung von Krisensituationen vorgesehen. Im Gegensatz zu dem von Dir so gehaßten Milton Friedmann hat er doch gerade empfohlen, daß der Staat bei Problemen gegensteuern soll und dafür auch eine ganze Reihe von Instrumentarien entwickelt und empfohlen. Wir können uns sicher darauf einigen, daß in der fraglichen Zeit Keynes nicht sachgerecht und im Sinne des Namensgebers angewendet wurde. Der Streit zwschen uns könnte sich dann eventuell wieder an der Frage entzünden ob die Theorien von Keynes überhaupt der Realität standhalten (können) oder ob es nicht doch eine Sache für den theoretischen Elfenbeiturm ist. Oder was würdest Du von einem Regenmantel halten, der nur bei schönen Wetter funktioniert?

Zitat:
Zitat von LordPiccolo 
Wenn du keine Ahnung hast, wer "in the long run, we are all dead!" gesagt hat, dann solltest du schweigen, was dieser Satz zu bedeuten hat.

Na, ich habe von meinen Vorlesungen über keynes ja doch noch was behalten?

Zitat:
Zitat von LordPiccolo 
Marx selber war nichtmal im Ostblock vorhanden, geschweige denn im Westen.
Da kannst Du Dich zu dem verehrten Mitgullianer @habek ins Bett legen, dem ich zu einer ziemlich identischen Aussage ungefähr das folgende gesagt habe:
WIR haben nur in Erinnerung, daß die Länder des Ostblock inklusive Jugoslavien, Albanien und VR China sich auf den Marx berufen haben. Davon kannst Du schon mal nicht runter.
Darüber hinaus wurde das in jeden Land durchaus anders interpretiert und die DDR hat in 40 Jahren ihre marxistische Wirtschaftspolitik 3 mal (i.W.: Drei) grundlegend geändert. Und in allen Fällen kam immer nur eins raus: Scheiße.
Nee me