Nun ist es ja seit längerem bekannt, dass Steven Soderbergh an der Filmbiografie über den kubanischen Revoluzzer und die Merchandise-Ikone schlechthin, Ernesto Che Guevara, arbeitet.
Das Biopic ist ein Zweiteiler. Den Anfang macht dabei "
The Argentine" und in "
Guerrilla" findet die Verfilmung deren Ende.
"The Argentine" spielt in der Zeit der kubanischen Revolution und thematisiert den Sturz des Batista-Regimes und die Machtergreifung Fidel Castros und Ernesto Che Guevaras mit Hilfe der von ihnen angeführten Guerilla-Armee.
In "Guerilla" widmet sich Soderbergh Che Guevaras Leben nach den Ereignissen während der kubanischen Revolution. Die Ansprache vor den Vereinten Nationen und der gescheiterte Versuch die sozialistische Revolutionen auch in Afrika und Süd-Amerika durchzuführen.
Die Rolle der Hauptfigur übernimmt der Oscar-prämierte puerto-ricanische Schauspieler Benicio del Toro, der schon in Filmen wie Traffic, Fear and Loathing in Las Vegas, oder Die üblichen Verdächtigen sein Können unter Beweis stellen konnte.
Auch Franka Potente spielt eine Rolle in beiden Teilen.
Finanzielle Unterstützung soll Soderbergh von den großen US-Filmstudios angeblich nicht erhalten haben, wegen der Brisanz um die Person Che Guevara und das ohnehin problematische Verhältnis zwischen USA und Kuba.
Steven Soderbergh beendete zu allererst die Arbeiten an dem zweiten Teil und konnte gerade noch rechtzeitig mit "The Argentine" fertig werden, um an den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes teilzunehmen. Während des Drehs wurde zusätzlich eine Dokumentation gedreht, auf die man sich ebenfalls freuen darf.
Die Dreharbeiten des Mammutprojekts, welches sich insgesamt auf eine Laufzeit von satten vier Stunden beläuft, sind demnach abgeschlossen, und die Filme nehmen am 61. Wettbewerb von Cannes teil.
Noch dieses Jahr soll der Film in die Kinos kommen. Ob auch die deutschen Kinofans mit dem ersten Teil noch dieses Jahr rechnen können, steht noch nicht fest.
Nach dem Wettbewerb, welcher von 14-25 Mai laufen wird, werden erfahrungsgemäß Rezensionen folgen, die mehr Aufschluss über diese Verfilmung geben werden.
Die ersten Impressionen, in Form von Bildern, könnt ihr euch hier abholen:
Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt was aus dem Projekt geworden ist und hoffe, dass man die Vorlage angemessen verfilmt hat. Der Regisseur ist kein Anfänger und die Darstellerriege scheint treffend zu sein, darum denke ich, dass man sich auf ein interessantes Produkt freuen kann.
Und wenn man sich den wunderbaren Benicio del Toro mit dem Bart und der Baskenmütze so ansieht, dann ist eh sofort klar, dass es wohl keine bessere Besetzung für diese Rolle geben könnte. Che lebt!
Gruß anZen