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Mitglied
Registrierungsdatum: Aug 2007
Beiträge: 107
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Zitat:
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Zitat von Boomzilla
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in anderen Ländern besser ist. Jede Gesellschaft hat ihre 'Schichten' und es wird immer abgebrühte und weniger abgebrühte Leute geben. Warum sollte es hier schlimmer als anderswo sein?
Boomzilla
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Wenn Du viel reist und viel Kontakt mit den Menschen aufbauen kannst, dann wirst Du erkennen, dass gerade die, die am wenigsten haben, die gastfreundlichsten Menschen sind.
Je mehr der Mensch besitzt (ist ja der Fall in reichen Ländern), desto ängstlicher wird dieser sein Hab und Gut zu verlieren, er wird misstrauischer und wirkt dadurch viel kälter.
Mitake
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09. 05. 2008, 11:29
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#26
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Stets am Durchdrehen
Registrierungsdatum: Oct 2007
Beiträge: 18
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
um da mitake mal zu stützen, es gab erst kürzlich eine studie, ich habe gerade keine zeit nach den links zu googlen, die sich mit Lotto-Gewinnern beschäftigte, und feststellte, dass die freude über einen hohen gewinn sehr bald der angst wich, diesen wieder zu verlieren.
Ich war zwar noch nicht in all zu vielen Ländern, aber ich bin auch ein wenig rumgekommen, und kann betätigen, dass die ärmeren länder tendenziell die gastfreundlicheren sind. Man muss aber auch nicht weit ausschweifen: Schon hier in Deutschland bekomme ich immer wieder mit, dass diejenigen mit viel Besitz auch mehr auf formalien, regeln und bräuchen bestehen, als solche mit weniger. Ich denke, das liegt vor allem daran, dass regeln, sitte und formalien wie knigge etc. dem menschen ein gefühl von sicherheit geben. sie lenken jede handlung oder unterhaltung in bahnen, die sicherheit vermitteln. der mensch fühlt sich in bekannter umgebung eben sicherer.
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09. 05. 2008, 11:38
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#27
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powered by fuel
Registrierungsdatum: Jan 2006
Ort: Motorblock
Beiträge: 3.125
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Aber das ist doch eine normale Eigenschaft. Ich meine, wer will schon gerne sein Erarbeitetes wieder abgeben - Ich denke, niemand! Wer also nichts zu verlieren hat, wird sich immer offener gegenüber Fremden zeigen, als jemand, der viel hat.
Boomzilla
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09. 05. 2008, 12:51
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#28
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Mitglied
Registrierungsdatum: Apr 2006
Beiträge: 42
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Das Leben ist eine Qual ohne ein konkretes Ziel. Natürlich leben wir in einer Ellbogengesellschaft, aber das liegt vorallem daran, dass viele Menschen nicht wissen wer sie sind und wohin sie mit sich wollen. Darum hetzen die meisten Menschen durch die Welt ohne Zeit, Geduld und Gefühle für andere Menschen zu "verschwenden."
Würden mehr Menschen wissen was sie selbst und die Menschen in ihrer Umgebung sind, wüssten sie ganz genau was zutun ist und was nicht. Wenn Menschen sich nicht für andere Menschen interessieren, tun sie das, weil sie glauben sie hätten nicht genug Kraft dafür. Jeder Mensch ist stärker als er denkt. Und die Meisten möchten erstmal gar nichts in ihrem Leben ändern, sondern mit den alten Problemen und Ängsten leben.
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09. 05. 2008, 13:56
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#29
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mit Glied
Registrierungsdatum: Feb 2007
Ort: Seven Seas
Beiträge: 365
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Es liegt weniger daran, dass der Mensch so ist, wie er sich uns präsentiert.
Eigentlich ist der Mensch ein soziales Wesen, dass sich einer gegenseitigen Solidarität sicher sein konnte. Wäre es anders gewesen, wären wir längst ausgestorben.
Das System des Kapitalismus konditioniert uns aber zu kalten Egoisten. Konkurrenzkampf und das Schüren der Angst verhindern menschliche Solidarität. Welche Angst? Die Angst vor dem bösen Nachbarn, dem Vergewaltiger usw. BILD Dir Deine Meinung!
Dazu kommt die systematische Vernichtung des Familienverbandes. Vater und Mutter arbeiten und die Grosseltern sind im Heim. Woher sollen die Kinder dann wohl Solidarität, Hilfsbereitschaft und menschliche Wärme erfahren. Erst wurden die Stämme zerschlagen, dann die Sippen und Grossfamilien und jetzt ist die Keimzelle dran. Aber das ist natürlich reiner Zufall...
Natürlich wird jetzt Verschwörungstheorie geschrien, die Emanzipation beschworen bla bla, aber ich sag Euch was: Das ist so gewollt.
Solidarische Eltern könnten sich dafür stark machen, dass eine gute Bildungspolitik stattfindet.
Solidarische Arbeiter würden sich für vernünftige Löhne einsetzen.
Solidarische Bürger würden sich ihr Land zurück erstreiten.
Ein Volk von Egoisten ist viel leichter zu kontollieren als eine Gemeinschaft selbstbewusster, hilfsbereiter, warmherziger und solidarischer Menschen.
Aber das ist natürlich alles reiner Zufall...
Die Feinde der Freiheit sind die zufriedenen Sklaven. Und deren Anzahl wurde gezielt maximiert als es noch ein alternatives Modell gab.
Nun ist es egal geworden, ob die Sklaven zufrieden sind.
Aber das Allergeilste finde ich als Konfessionsloser: das sich berufen auf die christlichen Werte des 'Abendlandes'. Die größte Lachnummer nach Erfindung des Papstums.
Mal abgesehen, was Christus zum Thema Zinsen gesagt hatte, geschieht in diesen 'Gesellschaften' alles, was Christus verdammt hätte.
Nächstenliebe? *ROTFL*!
Wir alle hängen an den Fäden von skrupellosen, lügnerischen Heuchlern, die noch egoistischer sind als wir selber. Kontrollfreaks. Mündige Bürger ist das Letzte was gewollt wird.
So ist das und so wird das auch bleiben.
Natürlich ist unsere Gesellschaft kalt, und das ist auch so gewollt!
Wir werden so konditioniert.
E. Teach
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09. 05. 2008, 18:04
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#30
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Printmedien-Schlampe
Registrierungsdatum: Oct 2007
Ort: neben Gott
Beiträge: 269
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
irgendwann kommt die Erkenntniss das dir das Leben nichts schenkt. Jeder will dein Geld, niemand will dir helfen. Würde ich mir ständig Gedanken über Menschen machen die nichts mit mir zu tun haben (etwa KinderNutten oder ähnliches) könnte ich mein leben lang weinen und würde mich irgendwann erhängen.
Man muß einfach Abstriche machen, ich habe irgendwann beschlossen mich nur noch auf die dinge zu konzentrieren die mich direkt oder indirekt betreffen. Das hat nichts mit kälte zu tun, ich bin ein warmherziger Mensch im Umgang mit anderen Menschen, aber trotz dem interessiert mich z.B. die Lage einer 14 jährigen Stricherin einen dreck. selbst wenn so jemand umkommt interessiert es mich einen dreck. täglich sterben hunderte menschen, es interessiert mich nicht, es darf mich nicht interessieren, denn wenn ich meine Energie darin verschwende über das Schicksal anderer, ferner menschen nachzudenken habe ich nicht mehr genug um mein eigenes leben produktiv zu bestreiten.
Des weiteren finde ich es selbst furchtbar wenn sich menschen die ich nicht kenne um mich sorgen machen oder über meinen Kopf hinweg über mich diskutieren.
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09. 05. 2008, 18:26
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#31
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Mitglied
Registrierungsdatum: Apr 2007
Beiträge: 3.191
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Es geht auch garnicht darum, dass du dir über jeden Einzelfall Gedanken machst, sondern über gesamtgesellschaftliche Probleme.
Solidarität sieht so aus, dass verschiedene gesellschaftliche Gruppen füreinander sind(Beispiel: Alt und Jung).
Deinen Nachbarn mögen musst du höchstens im Totalitarismus.
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09. 05. 2008, 18:29
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#32
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rentseeker
Registrierungsdatum: Jan 2004
Ort: Tau Ceti
Beiträge: 297
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
ich kann ungesund nur beipflichten!!!
ich mache mir über sowas auch keine gedanken mehr!!
wenn, dann ist es ein problem der politik verschiedene interessensgruppen gleichermaßen zu befriedigen oder soziale netze aufzubauen. für sowas gibt es immerhin experten und beratungsstellen.
den kapitalismus als ursache für allgemeine kälte zu verurteilen mag ich mal bezweifeln. natürlich geht es dem vorstand heute nur noch um profitmaximierung, jedoch ist das zwischenmenschliche dadurch sicher nicht absolut beeinträchtigt, dh. es ist immer noch sache der menschen was dadraus zu machen was sie am besten halten.
ich wüsste auch nicht, wie man menschen solche grundsätzliche ethik vorschreiben sollte ,immerhin darf jeder so leben wie er es für richtig hält. das ist ein recht.
das ist wohl eher ein grundsätzliches problem der erziehung/elternhaus.
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10. 05. 2008, 15:58
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#33
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Mitglied
Registrierungsdatum: Oct 2007
Beiträge: 2
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Der Kapitalismus wie wir ihn heute vorfinden forciert ja diese Aspekte. Er spaltet die Gesellschaft um sie Schwach zu amchen und aufgrund der Spaltung glaubt keiner mahe an solidarität weil den leuten eingetrichtert wird das die Werte der Solidrität utopisch wären. was aber faslch ist. Der Mensch der im kapitalismus aufwächst wird aufgrund von seinem Willen immer mehr zu wollen als fortschrittlich angesehen. Deshalb denken die Menschen hier nur an sich selbst. jeder zieht nur sein Ding durch scheissegal was es kostet. Das kapital lässt das Volk schuften und schuften. Dir armen mehr oder weniger mit Brot und Spielen vor die Hunde gehen und die Arbeiter regelrecht versklaven. Niemand glaubt hier auch nur noch an irgewndwas. schau dir einafch mal die Kriminalitätsstatistik an. Die Jugend heut zu Tage verliert ihr gesciht und ihr ICH. Den meisten geht es nur noch darum Recih zu werden und den eigenen Arsch anch Hawai und die Sonne zu bekommen. Der Kapitalismus nennt sowas fortschrittlich. aber ich würde sagen es ist nicht fortschrittlich sondern ein verbödetes ausbeuterregime.
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11. 05. 2008, 13:25
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#34
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Imperator
Registrierungsdatum: Sep 2000
Ort: Monaco
Beiträge: 29.941
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Ich würde es anders definieren:
Das Schlimmste am Kapitalismus ist die Dekadenz.
Das Schlimmste am Komunismus ist die Uniformität.
Ich geh mal vom Beispiel DE aus:
Argument: Die Gesellschaft wird "kälter"
Gegenargument: Mehrere Mio. Menschen hier engagieren sich in DE und im Ausland als unbezahlte Helfer für zahlreiche Projekte jedes Jahr.
Mentalitäten wie: Geiz ist Geil, signaliersieren nur eine Werbebotschaft. Sowas ist Substanzlos.
"Kälte" kann man nicht am System festmachen, sondern nur am einzelnen Individum.
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11. 05. 2008, 16:53
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#35
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Zitat:
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Zitat von Surrender
Das stimmt schon deshalb spricht man auch von einer Ellenbogengesellschaft.
Laut Statistik fahren 8 von 10 deutsche an einem Unfall vorbei ohne zu helfen, jeder ist sich selbst der nächste.
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Es ist zumindest eine Entwicklung in den letzten Jahrzehnten zu beobachten. Die Globalisierung hat vieles weiter verschärft, insbesondere die Rücksichtslosigkeit in der Gesellschaft. Ich glaube vieles hat mit der veränderten Lebensweise zu tun. Wenn Kinder vermehrt vor dem Computer oder dem Fernseher geparkt oder früh in Kindertagesstätten abgeschoben werden, dann können sich bestimmte soziale Bindungen nicht richtig entwickeln. Es zählt nur noch der Konkurrenzgedanke. Das bekommen Kinder heute recht früh zu spüren, schon in der Schule. Als Hauptschüler ist man heute von vornherein mit einem Vorurteil belastet. Früher war das anders. Die Eltern verlangen immer mehr von ihren Kindern.
Der Druck auf das Individuum hat sich erhöht, alles muss immer schneller gehen. Mitleid gilt als Schwäche. Wenn Konzerne ohne mit der Wimper zu zucken tausende Mitarbeiter vor die Tür setzen, dann bekommt man das als Individuum mit. Der Mensch wird zu einem Sachobjekt, das funktionieren muss.
Es ist eine sukzessive Degeneration von Moral- und Wertevorstellungen. Viele Menschen suchen dann Trost in Religion, Arbeit, Alkohol oder Drogen. Deshalb verwundert es auch nicht, das wenn der Nachbar heute in der Großstadt stirbt, die anderen Nachbarn meist überhaupt nichts davon bemerken. Jeder ist anonym und auf sich und sein unmittelbares soziales Umfeld fixiert. Der Rest wird ausgeblendet.
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11. 05. 2008, 19:09
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#36
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Mitglied
Registrierungsdatum: Sep 2006
Beiträge: 345
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Zitat:
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Zitat von Surrender
Jeder sollte mal seinen Freundeskreis betrachten und aussortieren, welche Freunde melden sich wenn sie einen nicht brauchen...
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Guter Ratschlag, der aber immer nach hinten losgeht.
So hab ichs mir auch gedacht. Seitdem sitzt ich Samstag-Abend alleine in meiner Bude.
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11. 05. 2008, 20:00
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#37
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Der dunkle Prinz
Registrierungsdatum: Sep 2003
Ort: Bremen
Beiträge: 2.240
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Zitat:
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Zitat von Solvum
So hab ichs mir auch gedacht. Seitdem sitzt ich Samstag-Abend alleine in meiner Bude.
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Es gibt halt "solche" und "solche" Freunde. Für das Feierabendbierchen genügen in aller Regel beide.
Zitat:
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Zitat von E. Teach
Dazu kommt die systematische Vernichtung des Familienverbandes. Vater und Mutter arbeiten und die Grosseltern sind im Heim. Woher sollen die Kinder dann wohl Solidarität, Hilfsbereitschaft und menschliche Wärme erfahren. Erst wurden die Stämme zerschlagen, dann die Sippen und Grossfamilien und jetzt ist die Keimzelle dran. Aber das ist natürlich reiner Zufall...
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Ein sonderbares Vokabular, dessen du dich da bedienst. Einzig den Volkskörper vermisse ich bis zuletzt.
Aber damit Spaß beiseite, denn ich verfehle wohl das Thema. Mir will sich aus deinen Worten nicht so recht der Nutzen des Viel-Generationen-Haushaltes erschließen.
Um menschliche Wärme und Solidarität zu erlernen, bedarf es zumindest meines Erachtens nach dieser anachronistischen Familienkonstellation nicht.
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11. 05. 2008, 22:03
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#38
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mit Glied
Registrierungsdatum: Feb 2007
Ort: Seven Seas
Beiträge: 365
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Zitat:
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Zitat von LordArion
Mir will sich aus deinen Worten nicht so recht der Nutzen des Viel-Generationen-Haushaltes erschließen.
Um menschliche Wärme und Solidarität zu erlernen, bedarf es zumindest meines Erachtens nach dieser anachronistischen Familienkonstellation nicht.
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Das in die rechte Ecke zu rücken (Volkskörper) ist sinnlos. Mag es ein Anachronismus für Dich sein.
Die Alternative ist welche? Moral und Ethik zu vermitteln den Medien und Schulen zu überlassen? Echt viel besser!
Lies das mal
Könnte ich nie so gut formulieren, kommt aber meiner Ansicht sehr nahe. Es ist gewollt, solidarische Strukturen zu zerstören. Darunter gehört, wenn für Dich auch überholt, das Modell der Familie. Selbstsüchtige Einzelkämpfer sind in ihrer Arbeitskraft leichter zu vermarkten.
Der Viel-Generationen-Haushalt wäre ein konträres Modell. Der Nutzen läge auf der Hand. Aber die Banken würden weniger an privaten Rentenversicherungen verdienen. Und andere Unannehmlichkeiten mehr. Solidarisch erzogene Menschen kämen vielleicht sogar auf die Idee gerechte Löhne und Demokratie einzufordern.
Macht mal die Augen von wem - und in welche Richtung wir konditioniert werden.
Dem zu entgehen wäre die Familie u.a. eine Basis. Aber diese Gedanken an sich sind schon rechts und verboten. Ehrlich, Du wärst der erste der mich in der rechten Ecke vermuten würde.
Aber guter Versuch!
Pawlowschen Gruss
E.Teach
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11. 05. 2008, 22:23
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#39
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mit Glied
Registrierungsdatum: Feb 2007
Ort: Seven Seas
Beiträge: 365
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Zitat:
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Zitat von Matthias1253
Es ist zumindest ... Der Rest wird ausgeblendet.
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Eindeutig. Du musst jetzt nur zuende denken und nach dem Wer und Warum fragen! Als ob das Zufall wäre. Ist es nicht!
E. Teach
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11. 05. 2008, 22:26
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#40
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 16.687
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Ich halte auch sehr viel von der Großfamilie. Ich befürchte aber, daß sie angesichts der heutigen Arbeitswelt (Mobilität) nicht mehr durchzuhalten ist.
Jedenfalls sehe ich einen Verlust in der Entwicklung. Es muß ja nicht sein, daß die Großfamilie abends gemeinsam vor demselben TV sitzt.
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11. 05. 2008, 23:06
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#41
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Mitglied
Registrierungsdatum: Oct 2004
Beiträge: 1.042
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Also die Lobhudelei auf die Großfamilien geht doch an allen Realitäten vorbei. Guckt doch mal in die lateinamerikanischen, die arabischen und die afrikanischen Länder, wo die Famile noch über allem steht. Da wollt ihr Empathieausnahmetalente sicher nicht leben.
Es ist eine Illusion der Wohlstandsverwahrlosten, dass Armut sexy und erhaben macht. Und als wir noch Großfamilien hatten, da haben wir andere Familien in Gaskammern gesteckt und fremde Länder angegriffen, so wie es die heutigen Familienoasen auf dem Globus untereinander immer noch handhaben.
Im Gegenteil, dass wir uns zivilisieren konnten lag ausschließlich daran, das uns bewusst wurde, dass der einzelne Mensch individuelle Rechte hat, die nicht durch Familienstrukturen nichtig werden.
Das wir momentan in Westeuropa etwas verunsichert sind, weil wir jahrelang nicht für unsere individuellen Rechte kämpfen mussten (weil es Konsens war), ist eines. Aber nach dem ersten Schreck werden wir uns die Rechte schon wieder einholen. Solche Prozesse dauern immer ein paar Jahre. Aber man sieht die Tendenz ja schon, die Umfragen gehen mehr und mehr deutlich in Richtung Abschaffung der Agenda 2010 und des Neoliberalismus. Das wird auch so kommen, da muss man keine Angst haben. Selbst die Amis kommen ja auf den Trichter, dass ne gesetzliche Versicherung langsam mal sein muss.
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12. 05. 2008, 00:18
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#42
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 16.687
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Was Du alles den Großfamilien unterstellst, also nenene ......
Das ist viel zu monokausal gedacht. Es geht hierbei ja auch nicht um das entweder/oder sondern zB darum, daß unsere heutige singlegesteuerte Lebensweise auch einige antisozoale Trends entwickelt hat. Die Sozialfälle unserer Gesellschaft werden irgendwelchen Institutionen übergeben, damit diese die Lästigkeiten erledigen und man selbst weiter das Leben genießen kann.
Das ist nicht unbedingt gut.
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12. 05. 2008, 00:42
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#43
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Mitglied
Registrierungsdatum: Oct 2004
Beiträge: 224
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Zitat:
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Zitat von frogger9
Mentalitäten wie: Geiz ist Geil, signaliersieren nur eine Werbebotschaft. Sowas ist Substanzlos.
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Zufall das sowas jetzt genau in dieser Zeit Anklang findet, wo doch früher so eine Aussage einfach als Geschmackslos abgestempelt würde.
Zitat:
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Zitat von frogger9
"Kälte" kann man nicht am System festmachen, sondern nur am einzelnen Individum.
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Und woraus besteht ein System? Eben, an diesen einzelnen Individuen.
Zitat:
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Zitat von Dr.G0nzo
ich wüsste auch nicht, wie man menschen solche grundsätzliche ethik vorschreiben sollte ,immerhin darf jeder so leben wie er es für richtig hält. das ist ein recht.
das ist wohl eher ein grundsätzliches problem der erziehung/elternhaus.
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Man merkt dass du dich noch nie mit Massenmanipulation und über die Macht der Meinungmacher auseinander gesetzt hast.
Wir leben in einer Gesellschaft, in der uns schon ab der ersten Klasse an Konkurrenzdenken beigebracht wird. Du musst besser sein als dein Nachbar, damit dir später besser ergeht als dein Kollege, denn aufs Gymnasium können schließlich nicht alle, also wird einem getrichtert du musst besser, besser und nochmal besser als alle anderen werden.
Auch sieht man es nicht in der Schule gerne wenn man sich gegenseitig hilft, jeder muss auf sich allein gestellt sein, man darf seinem Nachbarn nicht helfen. Unser System ist so ausgelegt, dass wir Egoisten aufziehen, denn der Mensch an sich ist von Natur aus sozial. Das kapitalistische System hat nur Interesse an Egoisten. Stellt euch mal eine Multinationale-Konzernführung die sozial ist und viel von Nächstenliebe hält, das ist undenkbar.
Unsere Gesellschaft wird zunehmend gewaltsamer, wie man es auch an den Kriminalstatistiken sehr gut sieht. Glaubt ihr dies sei nur Zufall? Nein, alles Folgen der neolibarelen Politik die zurzeit überall ihre Wurzeln schlägt oder schon lange geschlagen hat.
Maria Mies(siehe Sig.) nennt diesen Prozess "Ramboisierung" bzw "Brutalisierung" unserer Gesellschaft.
Wir erleben eine zunehmende Veralltäglichung von Krieg, Militarisierung, Gewaltverherrlichung, Verbreitung von Waffen als Spielzeug für kleine Jungen, Tarnanzüge und Uniformen als normale Kleidung, vor allem für männliche, aber auch weibliche Kinder und Jugendliche, Veralltäglichung von Gewalt in den Medien, Gewaltvideos, Gewaltpornos, Gewalt in der Werbung.
Alles nur Zufall?
Was hat uns die Geschichte gezeigt? Wenn Herrscher sich von etwas gefürchtet haben, dann war das gewiss eine starke Front von aufgeklärten und zusammenhaltenden Menschen mit sozialem Gedankengut.
Gruß Rivle
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12. 05. 2008, 00:49
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#44
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Visionär
Registrierungsdatum: May 2005
Beiträge: 699
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
wenn kalt soviel wie krank bedeutet, dann ja.
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12. 05. 2008, 00:49
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#45
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undefiniertes Wesen
Registrierungsdatum: Jun 2005
Ort: Stammheim
Beiträge: 316
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Auch wenn ich diese Gesellschaft verabscheue und jeden Fremden als potentiellen Feind oder Konkurrenten betrachte...
Arbeite ich zw. 5-10h die Woche ehrenamtlich für Leute die wirklich nichts haben, dass "Danke" was ich dafür bekomme ist mir scheissegal.
Sich zu engagieren kostet nur und bringt nix, das muss einem immer klar sein!
Mir bringt es die Freude den IT Pfuscherfirmen das Geschäft etwas zu verderben!
Seitdem ich dies tue ist der Schaden bzw. Geschäftsausfall sicher über 50000€  .
Diese Momente bei denen IT Chefs einem gemeinnützigen Verein ein unsinniges und überteuertes Angebot machen, ich im Raum bin und sage völlig unsinniges Angebot, ich mach das ehrenamtlich und verlange nur Materialkosten... sind einfach zu schön!
Die Gesichtsentgleisung zu sehen, die Enttäuschung über das entgangene Geschäft ist einfach geil!
So kann meine Bosheit auch gute Ergebnisse haben.
Jeder kann ein kleines Stück gegensteuern auch wenn er wie ich nur in Rücksichtslosigkeit, Gleichgültigkeit und Aggression lebt!
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12. 05. 2008, 01:47
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#46
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Mitglied
Registrierungsdatum: Feb 2005
Beiträge: 48
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Ich muss der These, die Familie sei eine solidarische Struktur, widersprechen. Meines Erachtens nach ist die Familie vielmehr ein soziales Konstrukt, das den Zussamenhalt Weniger sicherstellt, einer solidarischen (gesellschaftlichen) Struktur aber durchaus monolith im Wege stehen kann. Die Familie ist glaube ich eher Teil der Problematik, die hier auch mehrmals erwähnt wurde, das die Menschen sich auf ihr direktes soziales Umfeld fixieren und alles andere ausblenden, auch wenn sie sicher nicht Schuld an der Ellenbogengesellschaft ist. Dennoch bleibt die Familie Teil eines Wertemodells, das an ein Herrschaftssystem angepasst ist, welches wiederum offenbar diese Gesellschaftsform hervorruft, und muss deswegen hinterfragt werden. Und im historischen Kontext sollte ja auch festgehalten werden, dass das Konstrukt Familie schon immer Instrument zur Erhaltung von Macht- und Klassenzuständen war.
Und in gewisser Weise ist das heute auch noch so, denn auch heute noch konzentriert sich gesellschaftlicher Reichtum in den Händen einer Minderheit, der durch familiäre Strukturen zur weiteren Akkumulation weitergegeben wird (da ändert auch nichts die Erbschaftssteuer dran).
Kindergärten halte ich übrigens für sehr wichtige Einrichtungen, warum sollten Kinder dort nicht erzogen werden? Alle Menschen werden egozentristisch geboren. Gerade im Kindergarten können Kinder gemeinsam Erfahrungen sammeln und verstehen, dass sich die Erde nicht um sie dreht, sondern um die Sonne. Sehr wichtig ist dabei auch der heterogene Aspekt: Ein Kindergarten sollte multikulturell und klassenübergreifend geprägt sein, um Parallelgesellschaften entgegenzuwirken. Das ist meiner Meinung nach eine viel effektivere Basis für ein solidarisches Verständnis.
Naja, erstmal ins Bett jetzt...
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12. 05. 2008, 04:58
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#47
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ehemaliger ex-ex
Registrierungsdatum: Aug 2004
Beiträge: 16.687
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Das ist ja ein ganz schlimmes kommunistisches Bild von der Familie.
Und dann die Kleinen auch noch im Kindergarten indoktrinieren; ganz schlimm.......
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12. 05. 2008, 09:21
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#48
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Mitglied
Registrierungsdatum: Dec 2007
Ort: Freihafen 7
Beiträge: 60
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Zitat:
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Wir legten uns ein Handy zu, vernetzten uns mit Computern um uns näher zu kommen aber sind uns doch so fern, während dessen vereinsamen wir wie taube Vögel im Wald. Und an das Fernsehen haben wir uns auch noch gwöhnt wie Fische ans trübe Wasser - dabei haben wir abgedroschene Phantasien und durchleben Abenteuer anderer - sind Reizen von Wünschen ausgesetzt, die niemals vollendet befriedigt werden können. Und dann gab es für das, was man sich nicht angucken konnte auch bald keine Tabus mehr - im Namen unserer Freiheit versteht sich! Und gegenüber Pornographie & sinnloser Morde sind wir jetzt letztendlich auch noch abgestumpft. Zwischen diesem kalten Lebensstil, unserer "Einsamkeit" und der großen Zeitkrankheit Depression gibt es einen Zusammenhang.
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etwas prosaisch aber /signed
Wieso anderen helfen, wenn man selsbt aller Vorraussicht nach keine Hilfe braucht...
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12. 05. 2008, 09:38
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#49
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Dachgeschossbewohnerin
Registrierungsdatum: Apr 2000
Beiträge: 319
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Re: Unsere Gesellschaft = Kalt?
Interessante Diskussion.
Ob unsere Gesellschaft jetzt kälter ist als zu anderen Zeiten, wage ich zu bezweifeln.
Vielleicht ist es nur offensichtlicher geworden.
In den hier teilweise etwas verklärt gesehenen Zeiten von familiären Großverbänden galt Empathie auch in erster Linie denen, die im weitesten Sinne zu diesem Verband gehörten, dann vielleicht noch denen, die zur nächstgrösseren Gemeinschaft gehörten, also z.B. Religionsgemeinschaft, Nation, ethnische Gruppe usw., also im Grunde für das, was man als "Meins" empfindet. Dieses "Meins" bietet mir persönlich Sicherheit, Schut | |