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Mr.Gato
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Registrierungsdatum: Mar 2007
Beiträge: 308
Werkstatt hat mein Auto kaputt gemacht - Was tun?

Hi!

Also, ich war da, weil ich Verteilerkappe und Finger wechseln lassen wollte (ca. 80€ ink. Arbeit). Aber die Kappe liess sich wegen ner festgerosteten Schraube net abnehmen. Deswegen ist es dem Mechaniker passiert, daß er die Kappe abgerissen hat mit nem Stück vom Verteiler selbst (Gusseisen oder Alu; irgendwas Gussmässiges).

Jetzt brauch ich einen neuen Verteiler (370€ ohne Arbeit).


Muss die Werkstatt komplett zahlen?


Fakten:

- Schraube der Verteilerkappe war wirklich gut festgerostet (ist sie wohl immernoch; die andere Schraube ging problemlos ab).
- Der Mechaniker hat ca. ne halbe Std. versucht, diese loszukriegen, bevor die Kappe mitsamt Stück vom Verteiler selbst abging (Schraube hing noch fest an Kappe und Stück vom Verteiler).
- Werkstatt bezahlt mir nen Mietwagen, bis meiner wieder flott ist und bezahlt den Einbau des neuen Verteilers (den Verteiler selbst aber net)
- Mein Auto: 190E 1.8, ´93, 230.000Km
- Der Vorgesetzte des Mechanikers laberte was von wegen, daß die Schraube beim letzten Kappenwechsel ohne irgendwelche vorsorgliche Hilfsmittel zur späteren Aufschraubung eingeschraubt wurde (ok, klingt komisch der Satz, aber ihr versteht^^) und daß das Abbrechen des Stücks vom Verteiler wegen Hitze/Kälte/Alter (wie gesagt, Guss) nach den ganzen Jahren und nach Krafteinwirkung durch den Mechaniker durchaus vorkommen kann.


Muss mir die Werkstatt jetzt im Prinzip den neuen Verteiler bezahlen, oder ist es einfach sehr Kulant, daß sie mir den Mietwagen und Einbau des neuen Verteilers bezahlen?


Wenn ersteres... Was muss ich machen? Anwalt? Hab null Erfahrung mit Anwälten, da bisher noch net gebraucht. Hab keine Rechtsschutzversicherung. Und hab auch vergessen, die ausgebaute Verteilerkappe mit Stück des Verteilers mitzunehmen.
Alt 09. 05. 2008, 23:42 Mr.Gato is offline Mit Zitat antworten #1
westberliner
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Registrierungsdatum: Jan 2006
Ort: na,da wo ich wohne
Beiträge: 5.107
Re: Werkstatt hat mein Auto kaputt gemacht - Was tun?

Also ich würde auf jeden Fall drauf bestehen, das sie mir die kaputten Teile ersetzen!

Stell dir mal vor, da wechselt dir einer die Reifen und macht nen Bremsschlauch kaputt oder so. Warum solltest du des zahlen bitte, wenn er das kaputtgemacht hat?

Und für Rost gibts Rostlöser.
Alt 10. 05. 2008, 00:45 westberliner is offline Mit Zitat antworten #2
greeky Spender
Boardpriester
 
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Registrierungsdatum: Aug 2004
Ort: Beichtstuhl
Beiträge: 672
Re: Werkstatt hat mein Auto kaputt gemacht - Was tun?

Zitat:
Zitat von Mr.Gato
- Der Mechaniker hat ca. ne halbe Std. versucht, diese loszukriegen, bevor die Kappe mitsamt Stück vom Verteiler selbst abging
- Werkstatt bezahlt mir nen Mietwagen, bis meiner wieder flott ist und bezahlt den Einbau des neuen Verteilers (den Verteiler selbst aber net)
- (...) und daß das Abbrechen des Stücks vom Verteiler wegen Hitze/Kälte/Alter (wie gesagt, Guss) nach den ganzen Jahren und nach Krafteinwirkung durch den Mechaniker durchaus vorkommen kann.

Also bei aller Liebe, aber bei so einer Werkstatt würde ich freundlich aber sachlich ziemlich Rabatz machen...
1.) Ich unterstelle einem Mechaniker, das er in der Lage sein sollte zu beurteilen, ob eine Schraube gefahrlos lösbar ist oder nicht... Ist sie das nicht, dann sollte er einfach die Finger weglassen und den Kunden darüber informieren, BEVOR er es trotzdem mit brachialer Gewalt versucht. Dann wird die Kappe halt erstmal nicht getauscht...

2.) Er hat es eine halbe Stunde versucht? Selbst ich als Nicht-Mechaniker würde die Schraube erstmal ordentlich mit Rostlöser einsprühen, das Zeug ein paar Stunden einwirken lassen, nochmal sprühen und es erst dann wieder versuchen, die Schraube zu lösen... Geht immer noch nicht? Zurück zu 1.) ...

3.) ...kann ja nach den ganzen Jahren vorkommen.. Ja nee, is klar...
Mercedes gibt also damit offiziell zu, daß ihre verbauten Teile nicht für den langjährigen Gebrauch geeignet sind? Ziemlich peinlich...

Fakt ist, das wahrscheinlich der Lehrling Mist gebaut hat und Dir den Verteiler ruiniert hat.
Das Dir für die verlorene Zeit ein Ersatzwagen gestellt wird, halte ich für das Mindeste, was eine seriöse Werkstatt in dem Fall für Dich tun sollte.
Der "Vorgesetzte" versucht sich natürlich jetzt rauszureden, was widerum nicht gerade für seine Seriösität spricht...

Gut, der Verteiler ist natürlich auch nicht mehr neu, an Deiner Stelle würde ich also zumindest versuchen, auf 50:50 zu kommen, d.h. Du zahlst die Hälfte des (Einkaufs!)-Preises für den Verteiler, die Werkstatt den Rest. Ein kostenloser Einbau sollte ebenfalls selbstverständlich sein.

Immerhin wäre das ein guter Kompromiss, der für beide Seiten akzeptabel und ohne Rechtsstreitigkeiten möglich sein könnte.

Klar, es kann immer mal etwas beim Reparieren kaputtgehen, das ist mir auch schon passiert (auch Handwerk, aber völlig anderes Genre), aber ich persönlich würde eher sagen, daß die Werkstatt einen Fehler gemacht hat und auch dazu stehen sollte.
Es kann nicht angehen, daß man die Folgekosten versucht, auf den Kunden abzuwälzen

Die Aussagen dieses "Vorgesetzten" klingen mir jedenfalls etwas arg fadenscheinig...

Viel Glück!
Alt 10. 05. 2008, 00:52 greeky is offline Mit Zitat antworten #3
wolfkid
Mitglied
 
Registrierungsdatum: Feb 2008
Beiträge: 692
Re: Werkstatt hat mein Auto kaputt gemacht - Was tun?

Zitat:
Der Vorgesetzte des Mechanikers laberte was von wegen, daß die Schraube beim letzten Kappenwechsel ohne irgendwelche vorsorgliche Hilfsmittel zur späteren Aufschraubung eingeschraubt wurde (ok, klingt komisch der Satz, aber ihr versteht^^)
Jaja... versteh ich schon.
Wäre mir aber neu, dass eine Schraube mit vorsorglichen Hilfsmitteln zur späteren Aufschraubung eingeschraubt werden muss.

Zitat:
und daß das Abbrechen des Stücks vom Verteiler wegen Hitze/Kälte/Alter (wie gesagt, Guss) nach den ganzen Jahren und nach Krafteinwirkung durch den Mechaniker durchaus vorkommen kann.
Na klar, das kann schon mal vorkommen. Besonders durch Krafteinwirkung durch einen Mechaniker.
Ändert aber nichts daran, dass er das Teil beschädigt hat. <- PUNKT!
Ich würde also darauf bestehen, dass der Schaden ersetzt wird.

Im Grunde muss sich die Werkstatt auch gar nicht so anstellen, die sollten eigentlich gegen so etwas versichert sein.

Zitat:
Muss mir die Werkstatt jetzt im Prinzip den neuen Verteiler bezahlen, oder ist es einfach sehr Kulant, daß sie mir den Mietwagen und Einbau des neuen Verteilers bezahlen?
Was heißt kulant? Die Werkstatt hat einen Schaden verursacht und ist deshalb schadensersatzpflichtig. Und das beinhaltet auch, dass dir ein Mietwagen gestellt wird oder du ersatzweise mit Geld entschädigt wirst. Letzteres dürfte auch gelten, wenn es um Folgeschäden geht. Beispielsweise Stornokosten, weil du einen Urlaub nicht antreten kannst.
Grundsätzlich hast du allerdings Schadensminderungspflicht, es darf also kein Luxus-Mietwagen sein.

Ist zumindest erst mal meine Rechtsauffassung und mein bescheidenes juristisches Halbwissen.
Wenn du wirklich sicher gehen willst, geh halt zum Anwalt.
Das erste Beratungsgespräch ist meistens kostenlos, da kannst du grob deinen Fall schildern, Angst haben musst du aber nicht. Anwälte beißen nicht, zumindest die meisten nicht.

Zitat:
Und hab auch vergessen, die ausgebaute Verteilerkappe mit Stück des Verteilers mitzunehmen.
Das wäre natürlich ideal gewesen. Andererseits ist der Verteiler ja bestimmt noch da. Und der ist ja auch beschädigt.
Es wäre aber vielleicht nicht schlecht, wenn du den schriftlichen Reparaturauftrag hättest. Damit kannst du beweisen, welche Arbeiten durchgeführt werden sollten.
Alt 10. 05. 2008, 01:17 wolfkid is offline Mit Zitat antworten #4
TBuktu
seit Hartz IV Moderator
 
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Registrierungsdatum: Aug 2001
Ort: zu Hause, in 123XX
Beiträge: 9.182
Re: Werkstatt hat mein Auto kaputt gemacht - Was tun?

Hat der 190 Schrauben???

War bei Daimler nicht eher so ein Bajonett-Prinzip?
Reindrücken und drehen?

Es gibt Schrauben, wo halt Molykote ran muss. Wenn das von Daimler vorgeschrieben ist...nachfragen.

Gruss
Tim
Alt 10. 05. 2008, 09:57 TBuktu is offline Mit Zitat antworten #5
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