Boing Boing ist eigentlich eher ein Sammelbecken für alles, was geekig, außergewöhnlich und überflüssig ist und was man als Normalsterblicher eigentlich überhaupt nicht braucht. Überdimensionale Gitarren, die als Statuen verkauft werden, Programme für analoge Wählscheiben für iPhones, aber auch einiges von Interesse in Bezug auf Datenschutz und Anonymität. Der Videoblog-Ableger "Boing Boing TV" hat kürzlich ein interessantes Interview mit John Gaeta, dem Visual-Effects Supervisor der Matrix-Trilogie und dem neuen Werk der Wachowski-Brüder "Speed Racer", durchgeführt. Der neue Film wirkt wie ein knallbunter Kaubonbon, mitten aus einer Nintendo-Werbung. Können die Macher den hohen Erwartungen nach dem Vendetta-Flop gerecht werden?
Sieht man sich die Ausschnitte aus dem Interview an, kommt man sich vor, als wäre man bei "F-Zero X" oder anderen Spielen des Nintendo 64 gelandet.
Knallbunt geht es dort zu, Speed satt, die Erdanziehungskraft oder Physik spielt scheinbar keine Rolle mehr. Eine Verfilmung eines japanischen Animes über einen Jungen, sein Rennauto und seine Freundin - viele werden dort den philosophischen Hintergrund und den nötigen Tiefgang vermissen, der den ersten Teil von Matrix so erfolgreich machte. Es ist irgendwie so, als wenn man ein Videospiel zockt aber von Beginn an die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hat.
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