Der Filesharing Prozess gegen Jammie Thomas, in welchem diese zu 222.000 US-Dollar Strafe verurteilt wurde, wird scheinbar neu aufgerollt. Michael Davis, der vorsitzende Richter bei den Verhandlungen, gestand jetzt ein, dass ihm ein schwerer juristischer Fehler bei der Instruierung der Jury unterlaufen war. Deshalb muss das Verfahren noch einmal neu verhandelt werden.
Den konkreten Fehler habe er dadurch begangen, dass er die Jury darüber aufklärte, was eine Urheberrechtsverletzung sei. So teilte er ihnen mit, dass "das zur Verfügung stellen von urheberrechtlich geschützten Tonaufnahmen in einem Peer-to-Peer Netzwerk ohne eine Lizenz des Rechteinhabers eine Verletzung der exklusiven Rechte des Urhebers, wie etwa das Recht zur Vervielfältigung darstellt, ungeachtet dessen ob eine tatsächliche Verbreitung des Materials stattgefunden hat."
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