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Ruegenrabe
Mitglied
 
Registrierungsdatum: May 2008
Beiträge: 11
Müritz - Gedicht



Im Bann der Müritz

Verträumt hör ich der Müritz
ihr rauschendes Klagen,
wenn der Wind mit dieser leise spricht,
steh allein oft am Ufer, in Gedanken versunken,
spät abends, - dann im Dämmerlicht.

Hat der Dunst -
einen Teil von jenem See mal verschluckt,
weil er mag soviel Anmut nicht,
wird die Schönheit der Müritz aufs Neue geboren
wenn auf ihr sich das Mondlicht bricht.

Die Sterne am Himmel
könnten viel von ihr erzählen,
doch sie schweigen darüber und bleiben stumm,
diese schauen wie in Ehrfurcht auf den See herab -
wer weiß schon schon, weshalb und warum.

Mir das Herz pocht in der Brust
seh ich weit in die Nacht,
über die Müritz, wenn sie funkelt in der Ferne,
sagt, - wo kann auf Erden es noch schöner sein,
ja, - ich habe diesen See wirklich gerne.

Horst Husner
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg 2.jpg (35,2 KB, 5x aufgerufen)
Alt 18. 05. 2008, 13:28 Ruegenrabe is offline Mit Zitat antworten #1
rHamsys
Drei Punkte...
 
Benutzerbild von rHamsys
 
Registrierungsdatum: Jan 2000
Ort: Auf der Erde...
Beiträge: 1.478
Re: Müritz - Gedicht

Hallo... bist du der Horst? Oder was ist deine Intension, das hier zu posten?

Ich finde das Gedicht jetzt nicht sooo wahnsinnig berauschend...

Zitat:
Mir das Herz pocht in der Brust
Wird da die deutsche Sprache nicht etwas sehr dolle vergewaltigt?

LG
rHamsys
Alt 21. 05. 2008, 12:22 rHamsys is offline Mit Zitat antworten #2
Gyorn
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Registrierungsdatum: Apr 2007
Beiträge: 441
Re: Müritz - Gedicht

Zitat:
Zitat von rHamsys 
Zitat:
Mir das Herz pocht in der Brust
Wird da die deutsche Sprache nicht etwas sehr dolle vergewaltigt?
Wird sie?
Vielleicht nicht mehr "modern", aber mMn korrekt...

Sry 4 Spam aber das will ich jetzt doch genauer wissen
Alt 21. 05. 2008, 18:05 Gyorn is offline Mit Zitat antworten #3
wharfinger
.extra.hu
 
Benutzerbild von wharfinger
 
Registrierungsdatum: May 2006
Beiträge: 249
Re: Müritz - Gedicht

Ich denk mal er ist der Horst.
Find's übrigens öde, wenn auch handwerklich gut. Insofern kann ich auch nichts Konstruktives beitragen. Just my 2 cents
Alt 21. 05. 2008, 19:16 wharfinger is offline Mit Zitat antworten #4
rHamsys
Drei Punkte...
 
Benutzerbild von rHamsys
 
Registrierungsdatum: Jan 2000
Ort: Auf der Erde...
Beiträge: 1.478
Lightbulb Re: Müritz - Gedicht

Definition:
  • Subjekt: "Das Herz"
  • Prädikat: "mir"
  • Objekt: "die Brust"

Satzbau:

Code:
"Das Herz pocht mir in der Brust" 1. Satzbauplan – Hauptsatz Subjekt - Prädikat – Objekt

oder

Code:
"Mir pocht das Herz in der Brust" 2. Satzbauplan – Inversion Prädikat – Subjekt – Objekt

oder

Code:
"Pocht mir das Herz in der Brust?" Fragesatz mit Verschieben des finiten Verbs an den Anfang, Rest wie bei Inversion Prädikat – Subjekt – Objekt

Wenn der Autor jetzt schreibt:

Code:
"Mir das Herz pocht in der Brust" Prädikat - Subjekt - Objekt

...scheint es so, als hätten wir hier einen inversen Satzbauplan, aber das Verb steht einfach an der falschen Stelle, und dafür gibt es keine Entschuldigung, denn:

Zitat:
Zitat von Deutsche Grammatik 
Das Verb ist das führende Glied im Prädikat (Satzaussage), es ist der Prädikatskern.

Wenn es so bissl wie Meister Yoda klingen soll, müsste es jedoch in etwas so heissen:

Zitat:
Zitat von Meister Yoda 
"In der Brust das Herz mir pocht"

Objekt - Subjekt - Prädikat

...was einem invertierten Hauptsatz entsprechen würde. ABER - die Stellung des Verbs ist davon unberührt! Es heisst immer: Er kocht, Mir pocht, es läutet... usw.

Interpretation:

Ok, was für einen Grund könnte es geben, den Satzbau derart fremd umzustellen? Schauen wir uns alle ersten Zeilen der Strophen an:

Zitat:
  1. "Verträumt hör ich der Müritz " (<- korrekt)
  2. "Hat der Dunst - " (<- korrekt)
  3. "Die Sterne am Himmel" (<- korrekt)
  4. "Mir das Herz pocht in der Brust" (<- nicht korrekt)

Also ein Stilmittel kann es nicht sein, denn dafür ist es ein Ausreißer und es müsste irgendwie einen Sinn ergeben. Diese Form des Satzbaus taucht nur bei dieser Zeile auf, sonst im ganzen Gedicht nicht. Das gibt dem Satz ein (unausgewogenes) Gewicht, das weder begründet noch nötig ist.

Damit möchte ich in keinem Fall die Kreativität in der Literatur auf Regeln begrenzen, aber es sollte schon künstlerisch verarbeitet werden und nicht einfach nur schräg, damits anheimelnd klingt. So, ich hoffe, das ich jetzt niemanden gekränkt habe und wünsche viel Spaß noch...

rHamys
Alt 21. 05. 2008, 19:44 rHamsys is offline Mit Zitat antworten #5
Gyorn
Mitglied
 
Registrierungsdatum: Apr 2007
Beiträge: 441
Re: Müritz - Gedicht

Jetzt hast du dich aber ganz schön überschlagen
Ich weis, dass die Wortstellung "falsch" ist, dachte aber mit so einer starken Aussage
Zitat:
Wird da die deutsche Sprache nicht etwas sehr dolle vergewaltigt?
denkst du an einen "richtigen" Fehler...

Zur Deutung:
Ich hab absolute überhaupt garkeine Ahnung (nicht die geringste) von Versmaß, aber kann es damit zusammenhängen?

Und wieso sollte sich jemand gekränt fühlen?
Alt 22. 05. 2008, 10:46 Gyorn is offline Mit Zitat antworten #6
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