-
22. 05. 2008, 10:49 #1
Industrie drängt auf Einführung der eCard: Ärzte und Datenschützer warnen
Der Präsident von BITKOM hat auf dem 111. Deutschen Ärztetag stellvertretend für die Hightech-Industrie vor weiteren Verzögerungen bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte gewarnt. Gegensätzliche Interessen der Ärzte, Apotheker, Krankenkassen und Kliniken hätten den Zeitplan aus dem Jahr 2006 zunichtegemacht. Vertreter des NAV-Virchow-Bunds warnen dem hingegen in einem kürzlich veröffentlichten Artikel im Deutschen Ärzteblatt eindringlich vor der mangelnden Wirtschaftlichkeit, Transparenz und Sicherheit der eCard. Sie sehen das geplante Modell als einen Weg hin zum gläsernen Patienten.
Nach Meinung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) wären die Vereinbarungen zwischen Krankenkassen und Ärzten darüber, wer die Kosten für die technische Ausrüstung der Arztpraxen übernimmt überfällig. BITKOM forderte die Ärzteschaft auf, sich konstruktiv am Aufbau des Systems zu beteiligen. Viele Ärzte scheuen die notwendigen Investitionen in die Kartentechnik und fürchten, die Daten der Patienten seien nicht sicher. BITKOM versucht die Bedenken aus dem Weg zu räumen: "Die Sorgen der Ärzte sind unbegründet. Die Investitionskosten für die Praxen amortisieren sich mittelfristig. Und gegenüber den heute gängigen Verfahren im Umgang mit Patientendaten ist die elektronische Gesundheitskarte ein Quantensprung für mehr Sicherheit", so Präsident Scheer in einer Pressemitteilung des Verbandes.
weiterlesen
-
22. 05. 2008, 11:41 #2
Re: Industrie drängt auf Einführung der eCard: Ärzte und Datenschützer warnen
Jaja Sicherung der Daten, das ich nicht lache! Verloren gegangene CDs in England, deutsche Patientendaten unverschlüsselt nach Asien geschickt zur weiteren Bearbeitung! Die Industrie verarscht uns wieder einmal mehr.
Es geht denen nur darum eine weiter Abhängigkeit zu schaffen um uns das Geld aus den Taschen zu ziehen. Ich wette das die Industrie später die Preise garantiert anziehen wird wenn das System zum Standard geworden ist. Damit schaffen wir eine potentielle Krankenkassenbeitragserhöhung!
Ich werde es auf jeden Fall nicht dulden (mangels Vertrauen) meine Krankengeschichte auf einem Server zu speichern. Ich werde diese Karte zerstören wenn ich sie erhalte!
Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein um sicher Unrecht zu tun, muß man die Rechte studiert haben.
Georg Christoph Lichtenberg
-
22. 05. 2008, 11:45 #3BusenfreundGast
Re: Industrie drängt auf Einführung der eCard: Ärzte und Datenschützer warnen
Bin dabei
Zitat von anco

-
22. 05. 2008, 11:51 #4Mitglied
- Registriert seit
- May 2008
- Beiträge
- 1
Re: Industrie drängt auf Einführung der eCard: Ärzte und Datenschützer warnen
ich auch...
ich werde mich so weit es mir möglich ist diese "gläserner mensch" aktionen ablehnen.
-
22. 05. 2008, 12:10 #5Mitglied
- Registriert seit
- Jun 2007
- Beiträge
- 201
Re: Industrie drängt auf Einführung der eCard: Ärzte und Datenschützer warnen
und was soll das bringen? die daten liegen auf nen server
Zitat von anco
aber wenn der wirklich so gut geschützt ist wie die erzählen wird da sowieso jedes script kiddy reinkommen und allerhand unfug anstellen
da is ein usb stick sicherer, denn an den kann nicht die ganze welt ran sondern nur die leute dennen ich den gebe dann noch ein verschlüsseltes backup auf ne cd gebrannt und unauffällig in die cd sammlung gestellt wer soll da noch rankommen?
im gegensatz zu einen server ist diese variante um mehrere größenordnungen sicherer
-
22. 05. 2008, 12:30 #6
Re: Industrie drängt auf Einführung der eCard: Ärzte und Datenschützer warnen
Ich hoffe das die Daten erst auf den Server gelangen wenn ich die Karte beim Arzt abgebe. Aber danke für deine Frage. Würde mich doch jetzt interessieren ob die Daten dort auch schon vorher landen können, ohne das ich die Karte meinem Doc in die Hand drücke?und was soll das bringen? die daten liegen auf nen serverUm sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein um sicher Unrecht zu tun, muß man die Rechte studiert haben.
Georg Christoph Lichtenberg
-
22. 05. 2008, 13:10 #7Niemand
- Registriert seit
- Feb 2006
- Beiträge
- 325
Re: Industrie drängt auf Einführung der eCard: Ärzte und Datenschützer warnen
-----------------------------
-
22. 05. 2008, 15:18 #8
Re: Industrie drängt auf Einführung der eCard: Ärzte und Datenschützer warnen
glaube nur den statistiken die du selbst gefälscht hast
Zitat von psycholoader
Geld macht nicht glücklich! Macht aber vieles leichter.
-
22. 05. 2008, 15:42 #9Pädagogisch wertvoll!
- Registriert seit
- Jun 2005
- Beiträge
- 1.193
Re: Industrie drängt auf Einführung der eCard: Ärzte und Datenschützer warnen
Ach, die USB-Sticks können heimlich ausgelesen werden! OMG! Wie wäre es dann mit Verschlüsselung? Der Arzt kann lesen, der Patient kann lesen, der Patient kann einfach ein Backup machen (eines wie die "Hundemarke" am Hals, eines zu Hause) oder was auch immer.
Und vielleicht könnten sich die Arztpraxen dezentral vernetzen, dann erfährt Arzt A aus dem Stift, welche Ärzte diese Person noch behandeln und kann diesen dann seine Akten über den Patienten zugänglich machen (sofern nötig/gewünscht/sonstwas), damit die ihre Behandlung hinsichtlich Verträglichkeit darauf abstimmen können.
Gibt natürlich haufenweise redundante Daten, aber so hat man gleich Sicherungskopien in guten Händen (und außerdem gibt es Versionskontrollsysteme)./\.....This is Hammer, the arch-nemesis of brick, the arch-nemesis of
II====.'Bunny'. Cut'n' Paste it into your signature to destroy the brick,
II.....squashing Bunny's plans for world domination.
-
23. 05. 2008, 14:58 #10
Re: Industrie drängt auf Einführung der eCard: Ärzte und Datenschützer warnen
Achja, USB-Sticks können verlorengehen? "Seine" eGK wohl nicht oder wie? Die Karte wird keiner je auspacken und wie Bankkarte/EC-Karte usw. immer mit sich herumschleppen (ein aus Faulheit), womit das Risiko eines Verlustes deutlich höher ist als bei einem USB-Stick, den ich nur einstecke, wenn ich wirklich zum Arzt gehe.Dr. med. Carl-Heinz Müller vom Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung für den hausärztlichen Bereich hält dagegen, dass USB-Sticks auch verloren gehen könnten. […] Die USB-Technologie ist ihm wegen der exponierten Schnittstelle zu anfällig für Beschädigungen.
Und die "exponierte Schnittstelle" ist sowas von einer vorgeschobenen Ausrede, das grenzt schon an Frechheit: Als wären all die USB-Sticks der Welt, die in Umlauf sind, dauernd kaputt, da ihre Schnittstelle so außerordentlich exponiert ist. Daß praktisch jeder USB-Stick heutzutage eine Kappe über der/für die achso "exponierte(n) Schnittstelle" hat, ist an dem Herrn wohl vorbeigegangen. Soviel also zu seiner Realitätsverbundenheit - der Mann hat sich spätestens damit selbst disqualifiziert!Geht's noch? Unsere Daten, unsere Verantwortung! Außerdem wird der behandelnde Arzt jawohl auch eine Kopie der Daten auf seinem PC behalten (dürfen), damit er damit arbeiten kann. Somit haben wir schonmal zwei voneinander getrennte Verantwortungen für die Sicherheit und Aufbewahrung der Patientendaten, dezentral noch dazu. Was will der Mann überhaupt? Ah, ich ahns schon … unser Geld.Er möchte den Versicherten zudem nur ungern die alleinige Verantwortung über die Sicherheit ihrer Daten überlassen.
Da befindet er sich vermutlich schon in "guter" Gesellschaft und darf von mir aus gerne dort verbleiben. Dann soll er uns aber mit seinem Schmarn in Ruhe lassen.
Ich hab das Thema ja nun auch schon eine Weile verfolgt und ich muss sagen, die Idee mit dem USB-Stick gefällt mir deutlich besser als die eGK. Sobald ausreichend gute Verfahren dafür verfügbar sind, könnte man z.B. auch Röntgenbilder oder allg. Bilder von Verletzungen darauf speichern. Wenn man weiterdenkt, könnte man auch Krankheitsverläufe in Diagrammform, EKGs, EEGs usw. auf dem Ding speichern. Später könnte man daraus eine Entwicklung ablesen, falls benötigt oder gewünscht.
Außerdem könnte jeder selbst entscheiden, ob er diese Form der Datenaufbewahrung/-weitergabe wünscht. Jeder kann sich den Stick dann selbst kaufen und die Ärzte hätten zumindest diesbezüglich keine Kosten zutragen.
"Gesundheits-Stick: Entdecke die Möglichkeiten"
Verdächtige Datei? => Online-Virenscanner (Mitte) - Anfang vom Ende oder Ende vom Anfang?
"Nich persönlich nehmen, ich wollte einfach mal wieder einen Wirrschreiberling zurechtstutzen.
Das kommt vor." (ich) {-_-} Sig v1.60i
-


Zitieren
mehr lesen...





IT-Geschichte: Spender können...
Gestern, 23:04 in gulli:news