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gullinews
gulli:News Redaktion
 
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Registrierungsdatum: Apr 2002
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Industrie drängt auf Einführung der eCard: Ärzte und Datenschützer warnen

Der Präsident von BITKOM hat auf dem 111. Deutschen Ärztetag stellvertretend für die Hightech-Industrie vor weiteren Verzögerungen bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte gewarnt. Gegensätzliche Interessen der Ärzte, Apotheker, Krankenkassen und Kliniken hätten den Zeitplan aus dem Jahr 2006 zunichtegemacht. Vertreter des NAV-Virchow-Bunds warnen dem hingegen in einem kürzlich veröffentlichten Artikel im Deutschen Ärzteblatt eindringlich vor der mangelnden Wirtschaftlichkeit, Transparenz und Sicherheit der eCard. Sie sehen das geplante Modell als einen Weg hin zum gläsernen Patienten.

Nach Meinung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) wären die Vereinbarungen zwischen Krankenkassen und Ärzten darüber, wer die Kosten für die technische Ausrüstung der Arztpraxen übernimmt überfällig. BITKOM forderte die Ärzteschaft auf, sich konstruktiv am Aufbau des Systems zu beteiligen. Viele Ärzte scheuen die notwendigen Investitionen in die Kartentechnik und fürchten, die Daten der Patienten seien nicht sicher. BITKOM versucht die Bedenken aus dem Weg zu räumen: "Die Sorgen der Ärzte sind unbegründet. Die Investitionskosten für die Praxen amortisieren sich mittelfristig. Und gegenüber den heute gängigen Verfahren im Umgang mit Patientendaten ist die elektronische Gesundheitskarte ein Quantensprung für mehr Sicherheit", so Präsident Scheer in einer Pressemitteilung des Verbandes.


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Alt 22. 05. 2008, 10:49 gullinews is offline Mit Zitat antworten #1
anco
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Registrierungsdatum: Feb 2005
Beiträge: 45
Re: Industrie drängt auf Einführung der eCard: Ärzte und Datenschützer warnen

Jaja Sicherung der Daten, das ich nicht lache! Verloren gegangene CDs in England, deutsche Patientendaten unverschlüsselt nach Asien geschickt zur weiteren Bearbeitung! Die Industrie verarscht uns wieder einmal mehr.

Es geht denen nur darum eine weiter Abhängigkeit zu schaffen um uns das Geld aus den Taschen zu ziehen. Ich wette das die Industrie später die Preise garantiert anziehen wird wenn das System zum Standard geworden ist. Damit schaffen wir eine potentielle Krankenkassenbeitragserhöhung!

Ich werde es auf jeden Fall nicht dulden (mangels Vertrauen) meine Krankengeschichte auf einem Server zu speichern. Ich werde diese Karte zerstören wenn ich sie erhalte!
Alt 22. 05. 2008, 11:41 anco is offline Mit Zitat antworten #2
Busenfreund
 
Beiträge: n/a
Re: Industrie drängt auf Einführung der eCard: Ärzte und Datenschützer warnen

Zitat:
Zitat von anco 
Ich werde es auf jeden Fall nicht dulden (mangels Vertrauen) meine Krankengeschichte auf einem Server zu speichern. Ich werde diese Karte zerstören wenn ich sie erhalte!
Bin dabei
Alt 22. 05. 2008, 11:45 Mit Zitat antworten #3
RAIDNET
Mitglied
 
Registrierungsdatum: May 2008
Beiträge: 1
Re: Industrie drängt auf Einführung der eCard: Ärzte und Datenschützer warnen

ich auch...
ich werde mich so weit es mir möglich ist diese "gläserner mensch" aktionen ablehnen.
Alt 22. 05. 2008, 11:51 RAIDNET is offline Mit Zitat antworten #4
griever92
Mitglied
 
Registrierungsdatum: Jun 2007
Beiträge: 101
Re: Industrie drängt auf Einführung der eCard: Ärzte und Datenschützer warnen

Zitat:
Zitat von anco 
Ich werde diese Karte zerstören wenn ich sie erhalte!
und was soll das bringen? die daten liegen auf nen server
aber wenn der wirklich so gut geschützt ist wie die erzählen wird da sowieso jedes script kiddy reinkommen und allerhand unfug anstellen

da is ein usb stick sicherer, denn an den kann nicht die ganze welt ran sondern nur die leute dennen ich den gebe dann noch ein verschlüsseltes backup auf ne cd gebrannt und unauffällig in die cd sammlung gestellt wer soll da noch rankommen?
im gegensatz zu einen server ist diese variante um mehrere größenordnungen sicherer
Alt 22. 05. 2008, 12:10 griever92 is offline Mit Zitat antworten #5
anco
Mitglied
 
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Registrierungsdatum: Feb 2005
Beiträge: 45
Re: Industrie drängt auf Einführung der eCard: Ärzte und Datenschützer warnen

Zitat:
und was soll das bringen? die daten liegen auf nen server

Ich hoffe das die Daten erst auf den Server gelangen wenn ich die Karte beim Arzt abgebe. Aber danke für deine Frage. Würde mich doch jetzt interessieren ob die Daten dort auch schon vorher landen können, ohne das ich die Karte meinem Doc in die Hand drücke?
Alt 22. 05. 2008, 12:30 anco is offline Mit Zitat antworten #6
Jens345
Niemand
 
Registrierungsdatum: Feb 2006
Beiträge: 325
Re: Industrie drängt auf Einführung der eCard: Ärzte und Datenschützer warnen

-----------------------------
Alt 22. 05. 2008, 13:10 Jens345 is offline Mit Zitat antworten #7
money
das schönste auf der welt
 
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Beiträge: 318
Re: Industrie drängt auf Einführung der eCard: Ärzte und Datenschützer warnen

Zitat:
Zitat von psycholoader 
Jau wenn ich eine Umfrage über mein Raumschiff starte, würde ich auch nur Leute in meiner Statistik aufführen die positiv reagiert haben..die anderen Leute hat es nie gegeben

glaube nur den statistiken die du selbst gefälscht hast
Alt 22. 05. 2008, 15:18 money is offline Mit Zitat antworten #8
Bewa
Pädagogisch wertvoll!
 
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Beiträge: 981
Re: Industrie drängt auf Einführung der eCard: Ärzte und Datenschützer warnen

Ach, die USB-Sticks können heimlich ausgelesen werden! OMG! Wie wäre es dann mit Verschlüsselung? Der Arzt kann lesen, der Patient kann lesen, der Patient kann einfach ein Backup machen (eines wie die "Hundemarke" am Hals, eines zu Hause) oder was auch immer.
Und vielleicht könnten sich die Arztpraxen dezentral vernetzen, dann erfährt Arzt A aus dem Stift, welche Ärzte diese Person noch behandeln und kann diesen dann seine Akten über den Patienten zugänglich machen (sofern nötig/gewünscht/sonstwas), damit die ihre Behandlung hinsichtlich Verträglichkeit darauf abstimmen können.
Gibt natürlich haufenweise redundante Daten, aber so hat man gleich Sicherungskopien in guten Händen (und außerdem gibt es Versionskontrollsysteme).
Alt 22. 05. 2008, 15:42 Bewa is online now Mit Zitat antworten #9
Schattenspieler
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Registrierungsdatum: Jul 2006
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Beiträge: 987
Re: Industrie drängt auf Einführung der eCard: Ärzte und Datenschützer warnen

Zitat:
Dr. med. Carl-Heinz Müller vom Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung für den hausärztlichen Bereich hält dagegen, dass USB-Sticks auch verloren gehen könnten. […] Die USB-Technologie ist ihm wegen der exponierten Schnittstelle zu anfällig für Beschädigungen.
Achja, USB-Sticks können verlorengehen? "Seine" eGK wohl nicht oder wie? Die Karte wird keiner je auspacken und wie Bankkarte/EC-Karte usw. immer mit sich herumschleppen (ein aus Faulheit), womit das Risiko eines Verlustes deutlich höher ist als bei einem USB-Stick, den ich nur einstecke, wenn ich wirklich zum Arzt gehe.
Und die "exponierte Schnittstelle" ist sowas von einer vorgeschobenen Ausrede, das grenzt schon an Frechheit: Als wären all die USB-Sticks der Welt, die in Umlauf sind, dauernd kaputt, da ihre Schnittstelle so außerordentlich exponiert ist. Daß praktisch jeder USB-Stick heutzutage eine Kappe über der/für die achso "exponierte(n) Schnittstelle" hat, ist an dem Herrn wohl vorbeigegangen. Soviel also zu seiner Realitätsverbundenheit - der Mann hat sich spätestens damit selbst disqualifiziert!
Zitat:
Er möchte den Versicherten zudem nur ungern die alleinige Verantwortung über die Sicherheit ihrer Daten überlassen.
Geht's noch? Unsere Daten, unsere Verantwortung! Außerdem wird der behandelnde Arzt jawohl auch eine Kopie der Daten auf seinem PC behalten (dürfen), damit er damit arbeiten kann. Somit haben wir schonmal zwei voneinander getrennte Verantwortungen für die Sicherheit und Aufbewahrung der Patientendaten, dezentral noch dazu. Was will der Mann überhaupt? Ah, ich ahns schon … unser Geld.
Da befindet er sich vermutlich schon in "guter" Gesellschaft und darf von mir aus gerne dort verbleiben. Dann soll er uns aber mit seinem Schmarn in Ruhe lassen.

Ich hab das Thema ja nun auch schon eine Weile verfolgt und ich muss sagen, die Idee mit dem USB-Stick gefällt mir deutlich besser als die eGK. Sobald ausreichend gute Verfahren dafür verfügbar sind, könnte man z.B. auch Röntgenbilder oder allg. Bilder von Verletzungen darauf speichern. Wenn man weiterdenkt, könnte man auch Krankheitsverläufe in Diagrammform, EKGs, EEGs usw. auf dem Ding speichern. Später könnte man daraus eine Entwicklung ablesen, falls benötigt oder gewünscht.
Außerdem könnte jeder selbst entscheiden, ob er diese Form der Datenaufbewahrung/-weitergabe wünscht. Jeder kann sich den Stick dann selbst kaufen und die Ärzte hätten zumindest diesbezüglich keine Kosten zutragen.

"Gesundheits-Stick: Entdecke die Möglichkeiten"
Alt 23. 05. 2008, 14:58 Schattenspieler is offline Mit Zitat antworten #10
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