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30. 05. 2008, 22:03 #1
Japan sagt ja zu "Fair use": Copyright soll aufgeweicht werden
In Japan soll es nun soweit sein, die Urheberrechtslage soll gelockert werden, um sie verbraucherfreundlicher zu gestalten. Die momentane Lage entspreche nicht mehr dem Zeitgeist und muss somit angepasst werden. Bislang war es strengstens verboten, urheberrechtlich geschütztes Material zu vervielfältigen. Unter Umständen schwappt nun die "Fair Use" Welle auf Japan über und könnte das Kopierverhalten anderer Nation maßgeblich beeinflussen.
Die geplante Auflockerungsaktion, die bereits von der japanischen Regierung offiziell abgesegnet wurde, wird so manchen amerikanischen Copyrightschützern so überhaupt nicht in den Kram passen. Jedoch scheint die momentan noch aktive und gültige Rechtslage selbst der Regierung einen Tick zu streng zu sein.
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31. 05. 2008, 08:39 #2
Re: Japan sagt ja zu "Fair use": Copyright soll aufgeweicht werden
Hey Mr Bush, ist doch eine gute Gelegenheit in Japan einzufallen. Die Begründung wäre einleuchtender als die für den Irak Krieg.
Gott, Schütze, Amerika

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31. 05. 2008, 17:01 #3
Re: Japan sagt ja zu "Fair use": Copyright soll aufgeweicht werden
Die Liste oder das Land?Wenn sich ein Land erstmal auf der Überwachungsliste befindet, wird sie von der US-Regierung sehr intensiv unter die Lupe genommen.
Aber egal, bei beidem würde es der US-Regierung gut tun. Bessere Kenntnis führt zur Erkenntnis, Erkenntnis führt zum idealen Staat. Meinen jedenfalls die klassischen Philosophen. Die kannten aber Bush und Co. noch nicht.
Jetzt mal ehrlich, wen kratzt es auf der Liste zu stehen? Wenn demnächst der ganze Rest der Welt auf der Liste steht? 80% unserer Wirtschaftstätigkeit findet im Binnenmarkt incl. EU statt. Und vom Rest sind die USA auch nur ein Teil. Die Amerikaner sollen sich nicht so wichtig nehmen, sie sind nur ein kleiner Teil der Welt. Aber vielleicht begründen sich gerade darin die immer wiederkehrenden ideologischen Panikattacken. Geopolitisch eingeklemmt zwischen den aufstrebenden Wirtschaftsmächten Mexiko und Kanada, gesamtstaatlich schlechter organisiert als die EU, oft von realitätsfremden Sektenangehörigen regiert, kann schon das Gefühl aufkommen das Cluniumticket gezogen zu haben.
Da ist Japan ganz anders, selbstbewusst, unabhängig, zukunftsorientiert. Sogar in einem Mass, dass viele Bürger davon überfordert sind. Wobei der gescheiterte Workaholic, der mit einem Päderastenmanga in der Hand aus dem Bürofenster springt auch nur ein Klischee ist. Effektiv seltener als der Klischee-Amerikaner, der im Trailerpark eine Existenz als Endlagerstätte für gehärtete Fette fristet.
Mit diesem Selbstbewusstsein könnten die Japaner auf amerikanischen Druck eher gegenteilig reagieren, zB die rechtlich bedenkliche Rückwirkung bei der Verlängerung des Copyrights fallenlassen und beschliessen, dass für jedes Werk nur das Urheberrecht zur Zeit seiner Schöpfung gilt. Ein Bestandsschutz für die Erwerber. Kein Wiederaufleben bereits erloschener Schutzrechte durch gesetzliche Fristverlängerungen. Japan könnte da selbstbewusst den Vorreiter machen. Als Kulturnation der Schnelllebigkeit und der Wegwerfbücher wäre es dafür prädestiniert.
Nicht der, der "Das da ist Scheiße!" ruft, sondern derjenige
welcher hingeschissen hat, ist der Nestbeschmutzer.
An ihrer Scheiße werdet Ihr sie erkennen.
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