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  1. #1
    gulli:News Redaktion Avatar von gullinews
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    Standard Diskussion und Umfrage: Wie "öffentlich-rechtlich" darf das Internet sein?

    Am Donnerstag, den 5. Juni findet in Hamburg eine Diskussion zum Thema: "Alzheimer oder öffentliches Gedächtnis - Wie 'öffentlich-rechtlich' darf das Internet sein?" statt. Die Veranstaltung wird übermorgen auch live im Internet ausgestrahlt. Der Trend von Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehsendern und ihren Magazinen geht immer weiter in Richtung Web. Sollten sich politische Fernseh-Magazine wie Panorama & Co. zum Schutz der privaten Presselandschaft wirklich verbieten lassen, die Videomitschnitte ihrer Sendungen länger als sieben Tage im Internet anzubieten?

    Hintergrund der Diskussionsrunde ist die absehbare Novellierung des 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrags, die derzeit von den Staatskanzleien ausgehandelt wird. Diese könnte das Aussehen aller Portale der öffentlich-rechtlichen Anstalten sehr negativ beeinflussen. Verhandelt wird derzeit hinter verschlossenen Türen. Dort tagen die Chefs der Staatskanzleien mit den Vertretern der Tageszeitungen, Zeitschriften und des privaten Fernsehens. Die Lobby der privaten Presse hat in den vergangenen Wochen und Monaten ausreichend viel Staub aufgewirbelt. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen soll zum Schutz der hiesigen Presse per Gesetz vorgeschrieben bekommen, wie sehr man sich im Web engagieren darf. Internetportale wie tagesschau.de sind vielen Konkurrenten von der sogenannten "freien Presse" ein Dorn im Auge. Und wenn diese die Angebote der öffentlich-rechtlichen Konkurrenten schon nicht inhaltlich schlagen können, so bemüht man sich stattdessen um neue gesetzliche Grundlagen, die die "Chancengleichheit" wieder herstellen sollen.


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  2. #21
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    Standard Re: Diskussion und Umfrage: Wie "öffentlich-rechtlich" darf das Internet sein?

    Die Verbreitung der Inhalte der ÖRR über das Internet wird ja als Begründung benutzt, die GEZ-Gebühr für internetfähige Computer auszudehnen. Natürlich unabhängig davon, ob das Angebot tatsächlich benutzt wird. Obwohl es technisch ohne zusätzlichen Aufwand möglich währe, das Angebot auf die Gebührenzahler einzuschränken. Nein Danke.

    Was kommt als Nächstes? Eine öffentlich-rechtliche Zeitung? Mit Gebührenpflicht für Briefkästen?

    Es wird höchste Zeit, das die GEZ abgeschafft wird. Wer kassieren will, soll sein Programm verschlüsseln, fertig. Das spart übrigens auch den willigen Gebührenzahlern eine Menge Geld: die Schwarzseher sind draussen, die teure Institution GEZ entfällt - und man braucht nicht mehr die Senderechte für ganz Europa kaufen.

  3. #22
    -|Serious|- Avatar von Toronto
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    Standard Re: Diskussion und Umfrage: Wie "öffentlich-rechtlich" darf das Internet sein?

    Zitat Zitat von DieRoteZora
    Natürlich ist es eine Subvention, ohne die Gebühren könnte der Laden wirklich dicht machen und die Beamtenstrukturen wohl kaum aufrecht erhalten werden
    Subventionen spielen aber in einer ganz anderen Liga.
    Wenn ich mein Geld für Premiere auf den Tisch lege(n) (würde), würdest du ja auch nicht sagen, dass es sich um Subventionen für Premiere handelt?

  4. #23
    DieRoteZora
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    Standard Re: Diskussion und Umfrage: Wie "öffentlich-rechtlich" darf das Internet sein?

    Premiere hat auch nicht zig Vorstände und Räte, die durchgefüttert werden müssen. Für Leistung zu bezahlen ist nicht das Thema, sondern für überflüssige Posten und Pöstchen!!

  5. #24
    Ein Herz für Katzen Avatar von titus_shg
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    Standard Re: Diskussion und Umfrage: Wie "öffentlich-rechtlich" darf das Internet sein?

    Zitat Zitat von DieRoteZora
    Für Leistung zu bezahlen ist nicht das Thema, sondern für überflüssige Posten und Pöstchen!!
    Da gebe ich Dir Recht.

    Gibt es irgendwo eigentlich detailliert was dazu nachzulesen, welche Kosten die ÖR jährlich haben?

    mfG Andy

  6. #25
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    Standard Re: Diskussion und Umfrage: Wie "öffentlich-rechtlich" darf das Internet sein?

    Die ÖRR verschleudern jährlich die bescheidene Summe von 7,286 Milliarden € Rundfunkgebühren. Tendenz steigend. Zusätzlich kommen noch die Werbeeinnahmen, über deren Höhe wir nur spekulieren können. Allein die GEZ verschlingt für die Kontrolle 162Mio € - das ist ca. zwei Drittel vom Quartalsumsatz von Premiere (~250Mio €)...
    Die Pro7Sat1AG (26Free-TV und 22PayTV-Programme sowie 13 Radiosender in ganz Europa) hatte 2007 einen Gesamtumsatz von ~2,7Mrd.

  7. #26
    -|Serious|- Avatar von Toronto
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    Standard Re: Diskussion und Umfrage: Wie "öffentlich-rechtlich" darf das Internet sein?

    @Zora: Das stimmt natürlich, da muss ich dir Recht geben.

  8. #27
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    Standard Re: Diskussion und Umfrage: Wie "öffentlich-rechtlich" darf das Internet sein?

    Es ist richtig, dass die Öffentlich-Rechtlichen Fernsehgesellschaften auch im Internet Information bereit stellen.

    Den Schrott den private Sender bringen ist eine Katastrophe. Da steht nicht die Information im Vordergrund, sondern nur der reine Profit. Die Wahrheit wird dort so optimiert, daß man es schon gar nicht mehr merkt wenn Eigeninteressen von Firmen so ausgelegt werden, dass man wirklich meint es würde zum Wohle des normalen Bürgers geschehen.

    Eines der schlimmsten Beispiele ist in diesem Jahr die Bild-Zeitung mit der vorsätzlichen Zurückhaltung von Informationen um die eigene große Beteiligung an der Firma PIN nicht zu nennen.

    Angeblich wurden so viele Arbeitsplätze geschaffen... :-(

    Die Wahrheit kam erst später raus. Bis dahin wurden wir genau genommen nicht nur vom gesamten Springer-Verlag belogen, nein, auch von deren Internetseite.

    Aber wer kennt hier wirklich die Wahrheit ?
    Die hohe Beteiligung an PIN führte zu einer sehr fragwürdigen einseitigen Berichterstattung. Die geschaffenen Arbeitsplätze wurden mit Hungerlöhnen bezahlt. ALLE Postzusteller von PIN bekamen zusätzlich zu ihrem Lohn noch staatliche Unterstützung, weil man von dem geringen Lohn nicht leben kann. Auf der anderen Seite wurden Arbeitsplätze mit 'normalen' Lohn bei der Post zerstört.


    Jeder Sender, jeder Verlag der auf Werbung angewiesen ist, wird keine Firma die ihn mit Werbeaufträgen füttert durch negative Berichterstattung ärgern. Oder glaubt wirklich jemand, Günter Wallraff hätte bei einem solchen Sender oder Verlag eine Chance? Wo Lidl jahrelang Werbung gemacht hat, dort bekam Lidl dann auch einen sehr positiven negativen Bericht. Und Lidl stand dieses Jahr zwei Mal in den Schlagzeilen.

    Wenn nur noch private Anbieter mit Eigeninteressen die Informationslandschaft schmücken, so bekommen wir zwar immer mehr Reportagen und Berichte, aber immer weniger Informationen. Die Wahrheit bleibt in jedem Fall auf der Strecke. Denn Informationen die zurück gehalten werden um Eigeninteressen zu fördern sind nur eine Lüge, die wir dann nicht mehr erfahren werden.

  9. #28
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    Standard Re: Diskussion und Umfrage: Wie "öffentlich-rechtlich" darf das Internet sein?

    Du "vergisst" folgende Fakten: die ÖR sind 1. von der Politik abhängig - sieh dir die Intendantenposten an: (fast) alles abgehalfterte Parteibonzen. ernsthafte Kritik an den etablierten Parteien? von den ÖR? = Fehlanzeige
    2. hat man sich auch noch von Werbeeinnahmen abhängig gemacht - Kritik an Konzeren - und anschließend ein Werbespot von einem seiner Produkte? = ausgeschlossen
    3. vergleichbare Qualität kann es natürlich nur geben, wenn die Ausgangsbedingungen gleich ist: was bringen die ÖR ohne 7Milliarden Vorsprung ohne Gegenleistung zustande?
    4. objektive Berichterstattung gibt es sehrwohl: zB. in den Printmedien, auch ohne öffentlich rechtliche Zeitung.

    Wenn die Qualität der ÖR so überzeugend ist, ist doch die Verschlüsselung kein Problem: dann würden die Einnahmen der ÖR doch steigen, weil dann auch die Schwarzseher bezahlen müssten, oder ergeben die Umfragen doch ein ganz anderes Bild?

  10. #29
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    Standard Re: Diskussion und Umfrage: Wie "öffentlich-rechtlich" darf das Internet sein?

    Irgendwie sehen viele Personen nur das was die ÖR durch Gebühren einnehmen.

    Aber: Dem privaten Werbefernsehen entstehen auch Kosten die fast jeder Konsument (spätestens?) an der Kasse begleicht.
    Ein Werbespot sowie die dafür notwendige Sendezeit ist nicht umsonst. Das kostet nicht ein paar lächerliche 100 EUR, da sind je nach Spot vier- oder fünfstellige Summen im Spiel; incl. Produktionskosten, Agentur und Gesicht. Die entstandenen Kosten werden auf das (beworbene) Produkt umgelegt, was bedeutet, das praktisch wir alle dafür bezahlen, ob wir die Werbung uns nun ansehen, den Sender wechseln, das TV ausschalten oder wegschmeißen. Die Werbung wird trotzdem ausgestrahlt.

    Oder wie stellt ihr euch vor wovon die Spots bezahlt werden? Alles völlig kostenneutral und/oder umsonst? Durch Spendengelder?

    Seht ihr irgendwen hysterisch rumkreischen "Ich gucke kein Privatfernsehen, daher will ich gefälligst den Produktpreis ohne die Werbekosten! Diejenigen welche keine ÖR gucken fordern schliesslich auch (zu Recht?) von der GEZ befreit zu werden!"? Nein? Ach, das ist ja unverschämt, oder?

  11. #30
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    Standard Re: Diskussion und Umfrage: Wie "öffentlich-rechtlich" darf das Internet sein?

    Scheinargument:
    1. auch die ÖR realisieren einen Teil ihrer Einnahmen mit Werbung
    2. die Unternehmen wissen genau, ob sich Werbung "lohnt" - dh. ob das Produkt sich mit Werbung mehr verkaufen läßt. Wenn dadurch größere Stückzahlen verkauft werden, rechnet sich die Werbung sehrwohl...
    Es steht dir frei, Produkte zu wählen, die nicht im Fernsehen beworben werden...

    Und es geht darum, die ÖR endlich zu verschlüsseln, statt Gebühren für Geräte zu erheben, die für den Empfang geeignet sein "könnten" und um eine dann überflüssige Einrichtung: GEZ.
    Und um die Verschwendung dieser Gebühren zu stoppen (Posten & Pensionen)

  12. #31
    Gesperrt Avatar von eliveo
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    Standard Re: Diskussion und Umfrage: Wie "öffentlich-rechtlich" darf das Internet sein?

    1. Das ist richtig. Besonders bekannt sind dabei die "Werbefiller" des ZDF, die Mainzelmännchen. Ich habe als Kind erlebt, dass die Werbung zumindest kurz vor der Tagesschau bis zu 5 Minuten gedauert hat.
    Ich finde auch, dass es einem frei steht, die Produkte zu kaufen, die man möchte. Man muss nicht die teuren, beworbenen Produkte konsumieren.

    Also ich finde auch, dass die Gebühren falsch verwendet werden. Als Arbeitnehmer habe ich grundsätzlich keine Probleme, die Gebühren zu zahlen. Ich habe nur Probleme damit, dass ich auch wirklich das bekomme, wofür ich gezahlt habe.
    Und mich stört es, dass man sich mühevoll und mit einem Haufen Geld von der GEZ befreien muss, wenn man angibt, einen defekten und unreparablen Fernseher bzw. ein Radio zu haben. (Ausnahme: Computer bzw. Laptop)

  13. #32
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    Standard Re: Diskussion und Umfrage: Wie "öffentlich-rechtlich" darf das Internet sein?

    Zitat Zitat von Bauer_Lindemann
    Scheinargument:
    Nein. Du bist nur nicht in der Lage mit objektiven Argumenten zu kontern.
    Werbeeinnahmen bescheren RTL Group Rekordergebnis

    Die größte europäische Fernsehsender-Kette RTL-Group hat im ersten halben Jahr 2007 dank sprudelnder Werbeeinnahmen erstmals die Grenze von einer halben Milliarde Euro beim operativen Gewinn überschritten. Den Vorsprung auf dem deutschen Zuschauermarkt vor den Sendern der ProSieben/Sat.1- Gruppe konnte das Unternehmen ausbauen.
    1. auch die ÖR realisieren einen Teil ihrer Einnahmen mit Werbung
    Die weit unter den Einnahmen der privaten Sendeanstalten liegen. Was auch logisch ist, denn bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten wird die Werbung nicht dauernd von einem Film oder einer anderen Ausstrahlung unterbrochen.
    2. die Unternehmen wissen genau, ob sich Werbung "lohnt" - dh. ob das Produkt sich mit Werbung mehr verkaufen läßt. Wenn dadurch größere Stückzahlen verkauft werden, rechnet sich die Werbung sehrwohl...
    Werbung wird immer eingeschaltet um die Verkaufszahlen anzukurbeln. Dabei wird nicht nur die Absicht angepeilt genau jenes beworbene Produkt im Konsum-Spot zu positionieren, sondern die Kunden an einem bestimmten Hersteller quasi zu binden, sozusagen Qualitätsbindung. Viele Billigmarken kommen aus den gleichen Produktionsstrassen vom gleichen Hersteller wie die Markenprodukte. Das bedeutet folglich das auch in deren Produktpreis auch die Kosten für die Werbung des Markenproduktes steckt.
    Es steht dir frei, Produkte zu wählen, die nicht im Fernsehen beworben werden...
    Das ist seit langer Zeit so gut wie ausgeschlossen. Es steht natürlich jedem frei seine Nahrungsmittel selbst zu erzeugen.

  14. #33
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    Standard Re: Diskussion und Umfrage: Wie "öffentlich-rechtlich" darf das Internet sein?

    Wieviel nehmen denn ÖR genau an an Werbeeinnahmen ein? Das wollen sie nämlich gar nicht veröffentlichen. Schön, das du weißt, "das es viel weniger ist". Bloß woher?

    Auch deine Aussage, das die Filme im ÖR nicht laufend durch Werbung unterbrochen werden, ist ein Scheinargument. Die ÖR dürfen nur nach 20.00Uhr keine Werbung bringen - das steht im Rundfunkstaatsvertrag. Beim Betrachten zB. der Sportschau überbietet man die Anzahl der Werbeunterbrechungen im Vergleich zu SAT1 (Ran) locker. Auch die Anzahl der von den ÖR gezeigten halbwegs aktuellen Spielfilme ist wesentlich geringer.

    Wodurch unterscheidet sich zB. ein privat finanzierter Jugendsender im Radio von einem "öffentlich rechtlichen" Jugendsender - für den du bekanntlich Rundfunkgebühren für`s Autoradio abdrücken mußt? Richtig: durch die Verschwendung der Rundfunkgebühren.

    Ich habe nichts gegen ein gebührenfinanziertes Fernsehen, auch eine gebührenfinanzierte Verbreitung über das Internet ist kein Problem. Das sollten aber bitteschön ausschließlich diejenigen bezahlen, die dieses Angebot nutzen. Das würde im Netz überhaupt keinen zusätzlichen Aufwand bedeuten. Auch die Verschlüsselung des Fernsehens währe kostengünstiger als die Institution GEZ.

    Das krampfhafte Festhalten an der GEZ-Gebühr legt doch den Verdacht nahe, das man genau weiß, das man nach einer Umstellung anfangen müsste, die Verschwendung zu stoppen und ein realistisches Preis- Leistungsverhältnis anbieten müsste. Und etliche Posten & Pensionen verschwinden müssten.

  15. #34
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    Standard Re: Diskussion und Umfrage: Wie "öffentlich-rechtlich" darf das Internet sein?

    Zitat Zitat von Bauer_Lindemann
    Wieviel nehmen denn ÖR genau an an Werbeeinnahmen ein? Das wollen sie nämlich gar nicht veröffentlichen.
    Ob die ÖR das wollen kann ich nicht beurteilen. Fakt ist das sie die Zahlen offenlegen. Ende der 90er und dann noch einige male später setzten die ÖR Pläne um, die die Transparenz steigerten.
    Schön, das du weißt, "das es viel weniger ist". Bloß woher?
    Aus den veröffentlichten Zahlen. Ich halte zunächst erst mal fest das Du behauptest das die ÖR Einnahmen durch Werbung erzielen, ich zitiere dich:
    1. auch die ÖR realisieren einen Teil ihrer Einnahmen mit Werbung
    Danach habe ich Zahlen der größten europäische Fernsehsender-Kette RTL-Group verlinkt. Jetzt forderst Du mich auf entsprechende Zahlen der Werbeeinahmen der ÖR vorzulegen; die Du dir auch selber ergooglen könntest. Ohne dich kränken oder angreifen zu wollen: Dieser Sachverhalt offenbart das Du über die Summen gar nicht informiert warst, sondern Phrasendrescherei betrieben hast.
    Hier die Werbeeinahmen der ARD vom kompletten Jahr 2007 (die Zahlen der RTL-Gruppe geben nur die Einnahmen von Anfang bis Mitte 2007 wieder):

    ARD steigert Werbeeinnahmen 2007

    [fr] Frankfurt - Auch im vergangenen Jahr hat die ARD-Werbung Sales and Services GmbH in allen Bereichen eine Umsatzsteigerung erzielt. Insgesamt konnten im Radio und TV 692 Millionen Euro Werbeumsatz eingenommen werden.

    Dabei legte die TV-Werbung um 1,3 Prozent auf 244 Millionen Euro und die Radiowerbung um knapp fünf Prozent auf 448 Millionen Euro zu. "Das TV-Ergebnis kann nicht hoch genug bewertet werden", meint der AS&S-Geschäftsführer Achim Rohnke. "Ohne Sportevents ein WM-Jahr der Superlative zu übertreffen, belegt die hervorragende Vermarktungsarbeit, die 2007 geleistet wurde."
    Zusammengefasst: Während die größte europäische Fernsehsender-Kette RTL-Group in einem halben Jahr 500 Millionen Euro durch Werbung erwirtschaften konnte, schaffte die ARD mit TV und Radio im gesamten Jahr 2007 knapp 700 Millionen Euro zu erwirtschaften.
    Also ich finde das dass ein deutlicher Unterschied ist.
    Auch deine Aussage, das die Filme im ÖR nicht laufend durch Werbung unterbrochen werden, ist ein Scheinargument.
    Du hast mein Posting nicht richtig verstanden. Ich schrieb

    1. das die Werbung nicht dauernd von einem Film unterbrochen wird, und
    2. oder einer anderen Ausstrahlung unterbrochen wird.


    Ersteres soll ein (gemeiner) Scherz sein.
    Zweiteres macht deutlich das ich nicht nur Filme einbeziehe.

    Die ÖR dürfen nur nach 20.00Uhr keine Werbung bringen - das steht im Rundfunkstaatsvertrag. Beim Betrachten zB. der Sportschau überbietet man die Anzahl der Werbeunterbrechungen im Vergleich zu SAT1 (Ran) locker.
    Das ist sicherlich ein Beispiel von Vielen. Es gibt auch Ausstrahlungen die nicht durch einen Werbeblock unterbrochen werden; und diese Fälle sind meiner Meinung eher bei den ÖR.
    Auch die Anzahl der von den ÖR gezeigten halbwegs aktuellen Spielfilme ist wesentlich geringer.
    Wobei ich der Meinung bin das es gar keine aktuellen Spielfilme im TV gibt, es sei denn es sind Eigenproduktionen. Bevor ein sogenannter Blockbuster ins TV (egal ob Privat oder ÖR) kommt vergehen Monate, wenn nicht gar Jahre. Erst landen diese Filme im Kino oder auf einer CD/DVD. Von daher kann von aktuell meiner Meinung nach keine Rede sein.
    Wodurch unterscheidet sich zB. ein privat finanzierter Jugendsender im Radio von einem "öffentlich rechtlichen" Jugendsender - für den du bekanntlich Rundfunkgebühren für`s Autoradio abdrücken mußt? Richtig: durch die Verschwendung der Rundfunkgebühren.
    Und wie finanzieren sich die privaten Radiosender?
    Ich habe nichts gegen ein gebührenfinanziertes Fernsehen, auch eine gebührenfinanzierte Verbreitung über das Internet ist kein Problem. Das sollten aber bitteschön ausschließlich diejenigen bezahlen, die dieses Angebot nutzen.
    Obwohl manche Zeitgenossen nur an eines denken wenn sie von Gebühren und ÖR hören, nämlich "Geldverschwendung", so ist diesen Personen entgangen das gerade die ÖR ihrer Selbstverpflichtung nachgekommen sind und ihre interne (Verwaltungs-)Struktur kosteneffizient angepasst haben. Geht aber noch weiter, diesmal in eine andere Richtung.
    Großartige Comedy-Künstler die heute in den privaten Sendeanstalten große Erfolge vorweisen (können) - ich denke da mal an Mario Barth, Bülent Ceylan, Johann König, Welf Häger, Murat Topal, Hennes Bender aber auch weniger bekannte die eher Karriere als Witz- und Gag-Autoren gemacht haben wie beispielsweise Moritz Nethenjakob (switch, Ladykracher, etc.) - haben ihr Publikum bzw. ihre Karriere auch dem ÖR Fernsehen zu verdanken, wie zum Beispiel dem WDR mit der Sendung "Nightwash" (welche nun bei Comedy-Central untergekommen sind). Genannte Künstler traten Monate vorher in diesem kleinen Waschsalon auf bevor überhaupt einmal die privaten Sendeanstalten auf die Idee kamen die Künstler für eines ihrer Programme zu verpflichten.
    Die Gelder der zahlenden Bürger für die ÖR haben dafür gesorgt das neue Talente ihre Karriere auf- und ausbauen konnten, damit der Zuschauer zu Hause was zu lachen hat.
    Auch dafür werden Gebührengelder eingesetzt, nicht für Nuttenflüge nach Brasilien oder Singleflüge mit einer Chartermaschine oder Sexpartys in NS-Uniform.
    Das würde im Netz überhaupt keinen zusätzlichen Aufwand bedeuten. Auch die Verschlüsselung des Fernsehens währe kostengünstiger als die Institution GEZ.
    Das sehe ich ähnlich wie Du.
    Am liebsten wäre mir einfach eine Pauschale, wie beispielsweise die Kulturflatrate.
    Das krampfhafte Festhalten an der GEZ-Gebühr legt doch den Verdacht nahe, das man genau weiß, das man nach einer Umstellung anfangen müsste, die Verschwendung zu stoppen und ein realistisches Preis- Leistungsverhältnis anbieten müsste. Und etliche Posten & Pensionen verschwinden müssten.
    Nenn mir bitte Beispiele wo das Geld zum Fenster rausgeschmissen wird. Bitte mit Quellennachweis.
    Dein Argument "Pension" bezeichne ich als gravierend. Allerdings an anderer Stelle.
    Was auch wenig bekannt ist: Viele Personen in den ÖR sind lediglich Angestellte, keine Verbeamtete. Der WDR beispielsweise hat konsequent jahrelang einen Einstellungsstop vollzogen. Stellen wurden abgebaut bzw. nicht mehr neu vergeben. Das ist Fakt! Der Sparwille wurde durchgesetzt trotz der Unkenrufe und der Meinungsmacher bzw. Lobbyisten.

  16. #35
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    Standard Re: Diskussion und Umfrage: Wie "öffentlich-rechtlich" darf das Internet sein?

    Es sind also "nur ~700Mio €" Damit ist man natürlich völlig unabhängig von den werbenden Konzernen. Sehr glaubwürdig....
    Ich habe übrigens von halbwegs aktuellen Filmen geschrieben - um damit die auf den ÖR laufende 1000er Wiederholung von Filmen alá Casablanca auszuschließen. Wann aktuelle Filme im Fernsehen landen, weiß ich selber.

    Du bist der Erste, der keine Verschwendung der Rundfunkgebühren sieht? und eine "effiziente Verwendung" der Gebühren. Das ist der blanke Hohn!
    hier ein paar Links, sonst versuchst du das noch abzustreiten.
    http://wissen.spiegel.de/wissen/doku...09&top=SPIEGEL
    http://www.dwdl.de/article/news_10774,00.html
    http://www.jf-archiv.de/archiv01/521yy17.htm
    Bei Bedarf spuckt dir Google auf die Eingabe von Rundfunkgebühr+Verschwendung Lesestoff für längere Zeit aus.

    Es ist schon bemerkenswert, das über 7Milliarden (!) Einnahmen aus der GEZ-Gebühr nicht ausreichen, um ein werbefreies Fernsehen zu gestalten? Was uns dann noch als "notwendige Grundversorgung" verkauft werden soll? Nein Danke.

    Nochmal: ich habe generell kein Problem mit Rundfunkgebühren. Ich habe ein Problem, wie dieser ÖR sich erdreistet mittels GEZ für jedes "empfangstaugliche Gerät" - neuerdings auch internetfähige Computer - kassieren zu wollen, auch wenn diese Geräte überhaupt nicht für den Empfang dieser öffentlch rechtlichen Verschwendung benutzt werden. Es gibt nur einen sinnvollen Weg: Verschlüsseln - damit kann jeder für sich entscheiden, wie sparsam und niveauvoll der ÖR ist.

    Und es würde die Kosten senken: die Schwarzseher müssten dann zahlen, keine GEZ, keine Senderechte für ganz Europa usw...

    Eine Pauschale oder Kulturflatrate würde am heutigen System nichts ändern. Damit müssten wieder auch die Leute mitbezahlen, die das Angebot nicht nutzen. Und wir werden das Geschrei nach noch höheren Gebühren (bis zum Klageweg) weiter anhören müssen.

  17. #36
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    Unhappy Re: Diskussion und Umfrage: Wie "öffentlich-rechtlich" darf das Internet sein?

    Eieiei, diese Diskussion ist genau so schnell vom Kurs abgekommen, wie ein Schiff ohne Ruder. Aber naja, wenn wir schon mal beim leidigen "Nieder mit der GEZ und am Besten gleich mit den ganzen örR"-Thema angekommen sind, will ich eben auch meinen Senf dazu geben:

    Zunächst einmal zum Verschlüsseln/Abschaffen der örR:
    Die Grundidee der örR ist, wie eingangs erläutert, die Sicherstellung einer Grundversorgung der gesammten Bevölkerung. Das sowohl eine Verschlüsselung als auch das komplette Abschaffen dieser Idee nicht zuträglich sind, brauche ich hoffentlich nicht näher zu erläutern.

    Der Zahlungsmodus:
    Ja, hier muss ich den Kritikern Recht geben, die GEZ ist ein Geldverschwendungsapperat und die Abrechnung nach Empfangsgeräten die denkbar dümmste Methode, die man sich ausdenken konnte. Eine einfache Pauschale die jeder zahlen muss, der dazu finanziell in der Lage ist, oder die direkte Zuteilung von Steuergeldern, würden besser zur Grundidee der örR passen. Ob man dieses gröstenteils staatlich getragene Angebot dann auch nutzt, ist jedem natürlich selbst überlassen.
    Zudem würde dies den Verwaltungsaufwand und damit die Kosten erheblich senken.



    Und zuletzt noch ein kleiner Einwurf zu Thema Sachlichkeit der Argumente am Beispiel des letzten Posts:

    Zitat Zitat von Bauer_Lindemann
    Es sind also "nur ~700Mio €" Damit ist man natürlich völlig unabhängig von den werbenden Konzernen. Sehr glaubwürdig.... Es ist schon bemerkenswert, das übEr 7Milliarden (!) Einnahmen aus der GEZ-Gebühr nicht ausreichen, um ein werbefreies Fernsehen zu gestalten...
    Ja wie jetzt? Sind 700Mio im Verhältnis zu 7000Mio jetzt so viel, dass man sich dadurch in eine Abhängigkeit den Werbern gegenüber bringt, oder sind die 7000Mio dann doch so viel, dass man alleine damit ausgesorgt hat?
    Du wiedersprichst dir hier selber in ein und dem selben Post.

  18. #37
    Mitglied Avatar von MFP
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    Standard Re: Diskussion und Umfrage: Wie "öffentlich-rechtlich" darf das Internet sein?

    Mit den Internetgebühren sind wir einzigartig in der Welt. (Das nur am Rande gesagt)

    Wer glaubt, dass die ÖR mit einer neutralen Berichterstattung dienen , der siehe sich die Zusammensetzung der Rundfunkräte an:

    Kirchenvertreter, Lobbyisten der großen VolksparteienMit der Internetgebühr sind wir meines Wissens einzigartig in der Welt.

    Die Geldgier der ÖR ist grenzenlos und ich behaupte mal das das Löwenanteil in irgendwelche verfilzten Löcher versickert. Zudem sind die öffentlich rechtlichen fast ausnahmslos sind die Hofberichterstatter der großen Volksparteien und der Kirchen. (s. Zusammensetzung Rundfunkräte)
    Bis auf Arte und 3Sat kann man fast alles streichen.

    Tageszeitungen funktionieren übrigens auch ohne Zwangsgebühr.

    Beim PayTV bekommt man als Gegenbeispiel für kleines Geld folgende Kanäle:

    National Geograpics
    Planet
    Spiegel TV
    BBC
    History Channel
    etc.

    Die Sender haben im Schnitt mehr zu bieten, als alle ÖR Sender zusammen.

    Auf die Tagesschau kann ich verzichten, diese ist keine Legitimation für 7,3 Milliarden €.

    Schöne Grüße an Gottschalk, auf seinem Schloss Marienfels.

  19. #38
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    Standard Re: Diskussion und Umfrage: Wie "öffentlich-rechtlich" darf das Internet sein?

    Zitat Zitat von Bauer_Lindemann
    Es sind also "nur ~700Mio €"
    Das "nur" stammt von Dir. Ich behaupte das RTL im kompletten Jahr die Einnahmen nahezu verdoppeln konnte, also die ÖR hinsichtlich Werbeeinnahmen übertrifft. Die Differenz wären also 300 Millionen EUR. Stolzes Sümmchen.
    Damit ist man natürlich völlig unabhängig von den werbenden Konzernen. Sehr glaubwürdig....
    Jetzt geht es plötzlich um Glaubwürdigkeit? Fehlen wohl wieder die objektiven Argumente, oder? Zu der Unabhängigkeit unten noch was.
    Ich habe übrigens von halbwegs aktuellen Filmen geschrieben - um damit die auf den ÖR laufende 1000er Wiederholung von Filmen alá Casablanca auszuschließen. Wann aktuelle Filme im Fernsehen landen, weiß ich selber.
    Filme die frühestens 6 oder 10 Monate nach Kinostart ins TV kommen kann man ja wohl kaum als halbwegs aktuell bezeichnen. Das ist Blödsinn.
    Richterin Barbara Salesch, Familiengericht, Richter Alexander Hold, Kallwass, Oliver Geißen-Show, talk, talk, talk, etc. stehen in Sachen Wiederholungen in nichts nach. Die ÖR füllen das Abendprogramm mit Wiederholungen und die Privaten das komplette Nachmittagsprogramm. Und wie wir durch dich wissen ist das Abendprogramm der ÖR werbefrei; das Nachmittagsprogramm der Privaten nicht. Kommt also zur Verblödung auch noch der Konsumterror dazu.
    Du bist der Erste, der keine Verschwendung der Rundfunkgebühren sieht? und eine "effiziente Verwendung" der Gebühren. Das ist der blanke Hohn!
    hier ein paar Links, sonst versuchst du das noch abzustreiten.
    http://wissen.spiegel.de/wissen/doku...09&top=SPIEGEL
    Nette Unterstellung. Der Spiegel gehört im übrigen zum Springer-Konzern. Jener hat sich mit Aktien bei den Privaten eingekauft. Von daher ist diese Quelle als nicht objektiv zu beurteilen.
    Hier mokiert man sich über Baukosten. Weiter steht da:

    Zum einen wurden Flächen, die als offene Besprechungs- und Veranstaltungsräume (Kombizonen) genutzt werden, als Verkehrsflächen, also Flure behandelt. Zum anderen hat der Rechnungshof bei seiner Vergleichsrechnung versäumt, eine behördlich geforderte dreigeschossige Tiefgarage zu berücksichtigen.

    Ein vom NDR beim Institut für Baumanagement der FH Münster in Auftrag gegebenes Gutachten belege, dass der Rechnungshof bei konsequenter Anwendung seiner eigenen Vergleichsmaßstäbe lediglich eine Abweichung von 3 Millionen Euro erklären könne. Doch selbst die Vergleichsmaßstäbe seien falsch gewählt. "Hier werden Hörfunkstudios, Redaktions- und Veranstaltungsräume willkürlich mit Krankenhaus- oder Behördenbauten verglichen - aus Sicht des NDR ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen", heißt es in einer Mitteilung des NDR. Im Vergleich mit GEbäudekosten anderer öffentlich-rechtlicher Sender schneide der NDR hingegen gut ab.
    Klingt deutlich nach Lobbyarbeit. Möchtest Du nicht erstmal lesen und reflektieren was Du zur Diskussion stellst?
    http://www.jf-archiv.de/archiv01/521yy17.htm
    Bei Bedarf spuckt dir Google auf die Eingabe von Rundfunkgebühr+Verschwendung Lesestoff für längere Zeit aus.
    Eins nach dem anderen. Im dem letzten Link ist die Rede von Finanzüberschüssen. Wie wurden die generiert? Die können nämlich durch Lizenzvergabe und ähnlichem zustande gekommen sein, also nicht zu 100% aus Einnahmen der Gebührenzahler! Guten Morgen.
    Es ist schon bemerkenswert, das über 7Milliarden (!) Einnahmen aus der GEZ-Gebühr nicht ausreichen, um ein werbefreies Fernsehen zu gestalten? Was uns dann noch als "notwendige Grundversorgung" verkauft werden soll? Nein Danke.
    Das System hast Du also auch nicht verstanden.
    Diejenigen, die das das System des halbstaatlichen Rundfunks vor mehr als fünfzig Jahren einführten, haben sich etwas dabei gedacht. Die Idee damals war, die deutschen Radio- und Fernsehstationen so unabhängig wie möglich vom staatlichen Einfluss zu machen. Darum bekommen ARD, ZDF und Co. ihr Geld nicht aus Steuern (die ja von Politikern verteilt werden) sondern aus einer Extra-Gebühr, mit deren Erhebung der Staat erstmal nichts zu tun hat. Anfang der Achtziger Jahre kamen dann private Sender wie RTL dazu. Und ein neues Argument für die Rundfunkgebühr, das seitdem als "Grundversorgungsauftrag" durch die Diskussionen geistert: Nachrichten, Politik, Verbraucherschutz – über diese Dinge zu informieren ist Job der öffentlich-rechtlichen Sender, so hat das Verfassungsgericht mehrfach geurteilt. Ob Dir das nun passt oder nicht.
    Viele private Sender würden ihr Nachrichtenprogramm wahrscheinlich lieber heute als morgen einstellen, wäre dieses nicht gesetzlich vorgeschrieben. Und wer, wenn nicht die Tagesschau, hat überhaupt noch Reporter in Afrika? Wo sollen eigentlich Bundestagsdebatten übertragen werden, wenn nicht bei Phoenix, einem Gemeinschaftsprojekt von ARD und ZDF? Und was wäre aus den "TV-Duellen" der Kanzlerkandidaten vor der Bundestagswahl geworden, wenn die Werbeplaner hätten schalten und walten dürfen? Weiß noch irgendjemand, wer die Simpsons zuerst ins deutsche Free-TV geholt hat? (Übrigens mit "wenig Erfolg", wie auf der Webseite von Pro7 einst zu lesen war). Oder wer damals in den frühen Achtzigern anfing Musikvideos ins deutsche Fernsehen zu holen? Und wer als erster deutscher Fernsehsender mit einem ernsthaften Auftritt im Netz war?

    Wusstest Du eigentlich das ein großer privater Sender hochverschuldet ist? Nein? Ich auch nicht. Schau mal bitte hier, ich finde das recht interessant:
    ProSieben-Aktionäre fühlen sich ausgeplündert

    Wenn ich mir das so durchlese komme ich zwangsläufig zu dem Schluss das die ÖR ihre Finanzpolitik im Griff haben. Was man von der im Bericht genannt Sendergruppe wohl nicht behaupten kann. Während Du die vorgebliche Verschwendung anprangerst, wird auf der anderen Seite im großen Stil Kapital vernichtet, und zwar vor den Augen der (Klein-)Aktionäre. Folglich wird man prüfen welche Sparten man veräußern kann, was zur Folge haben wird, das das Angebot kleiner wird.
    Eine Pauschale oder Kulturflatrate würde am heutigen System nichts ändern. Damit müssten wieder auch die Leute mitbezahlen, die das Angebot nicht nutzen. Und wir werden das Geschrei nach noch höheren Gebühren (bis zum Klageweg) weiter anhören müssen.
    Da hast Du mit Sicherheit recht.

  20. #39
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    Standard Re: Diskussion und Umfrage: Wie "öffentlich-rechtlich" darf das Internet sein?

    @M17
    Ziemlich dreist, auf die Qualität der Privaten zu schimpfen, mit 7Milliarden GEZ-Gebühren Vorsprung, oder? Das nenne ich Verblödung durch GEZ-Gebühr. Mich würde die Qualität der ÖR ohne dieses Geschenk interessiern.

    Allein der Stil deiner Komments läßt darauf schließen, das du einer von denen bist, der von den GEZ-Gebühren profitiert.

    Nochmal: Die GEZ-Gebühr hatte vor vielen Jahren gewiss seine Berechtigung, damals konnte man mit Fernsehern und Radios eben nur ÖR empfangen.
    Mittlerweile hat dieses System jede realistische Relation verloren, das System ÖR ist völlig übergequollen und überholt. Die Verschlüsselung ist kostengünstiger als die Institution GEZ. Wir brauchen schlicht keine "Grundversorgung" mehr, jeder mündige Bürger sollte schon selber entscheiden, ob er sich diesen ÖR antun will oder nicht.

    Es gibt keinen plausiblen Grund nicht zu verschlüsseln: Außer die Macher des ÖR wissen genau, das eben das Preis- Leistungsverhältnis schon lange nicht mehr stimmt. Und der ÖR nur noch ein Selbstbedienungsladen ist.

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