-
03. 06. 2008, 17:42 #1
Großbritannien: Auch Vodafone ließ den eigenen Vorstand überwachen
Strikt nach dem Vorbild der Deutschen Telekom gesellt sich nun auch der Telefonanbieter Vodafone in die Runde der Überwacher. Das Unternehmen hat aus vergleichbaren Motiven heraus seiner britischen Chefetage ganz genau auf die Finger geschaut. Es war offensichtlich vor allem die Furcht, interne Informationen könnten nach draußen gelangen.
Der englischen Zeitung "The Daily Mail" ist es gelungen, den nächsten großen Überwachungsskandal aufzudecken. Aus einem umfassenden Bericht geht hervor, wie Vodafone im Jahr 2006 systematisch seinen eigenen Vorstand überwachen ließ. Primär aus Angst davor, dass die falschen Informationen an die Presse gelangen könnten, wurden Verbindungsdaten von Mobiltelefonen aufgezeichnet.
weiterlesen
-
03. 06. 2008, 19:06 #2
Re: Großbritannien: Auch Vodafone ließ den eigenen Vorstand überwachen
Überrascht? Nein, nicht wirklich. Ich gehe davon aus, daß nahezu alle großen Unternehmen, besonders AGs, dies getan haben. Die technischen Möglichkeiten gibts schon lange dazu. Verhindern lassen wird sich das in Zukunft auch nicht wirklich. Mt genug krimineller Energie läßt sich jede Sicherheitsstruktur umgehen. Man muß nur die richtigen Leute an der richtigen Stelle sitzen haben. Allerdings sollte daß Strafmaß bei solch gravierenden Datenschutzverletzugen gravierend nach oben gesetzt werden. Die derzeitigen Buß/Strafgelder zahlen die doch aus der Portokasse.
Loddafnir
-
03. 06. 2008, 22:13 #3
Re: Großbritannien: Auch Vodafone ließ den eigenen Vorstand überwachen
Der Vorstand ist das geschäftsführende Organ. Wer hat denn veranlasst, dass die oberste Führungsebene überwacht wird? Gott? Die Regierung? Ein Controller? Oder wurde bei der Abfassung der Meldung "Vorstand" mit "Aufsichtsrat" verwechselt? Was ist denn der Unterschied zwischen "Vorstand" und "Aufsichtsrat"?Vodafone ließ den eigenen Vorstand überwachenDer Anus: Einzigartig wie die Iris, individueller als ein Fingerabdruck.
Bald auch in Deinem Personalausweis!
-
03. 06. 2008, 22:22 #4
Re: Großbritannien: Auch Vodafone ließ den eigenen Vorstand überwachen
du glaubst doch nicht tatsächlich das das irgend ein politiker machen würde?
Zitat von Loddafnir
damit schneiden sie sich doch ins eigene fleisch
die machen doch im grunde das gleiche nur klüger und mit dem unterschied das wir dafür bezahlen das man uns überwacht
und wenn die strafen so sind wie sie sind bleibt mehr schmiergeld übrig
was mich aber interessiert ist was für "sensieble daten" das sind das stinkt gerade zu nach bösen logs
im algemeinen ist das in letzter zeit mode leute zu überwachen -.-
mfgGeld macht nicht glücklich! Macht aber vieles leichter.
-
04. 06. 2008, 06:39 #5Chefredakteur
gulli:Redaktion
- Registriert seit
- Jun 2006
- Ort
- Düsseldorf
- Beiträge
- 6.230
- NewsPresso
- 244 (Virtuose)
Re: Großbritannien: Auch Vodafone ließ den eigenen Vorstand überwachen
@Killer-Plautze: Da steht doch explizit drin, dass die sich haben selber überwachen lassen.
-
04. 06. 2008, 09:02 #6
Re: Großbritannien: Auch Vodafone ließ den eigenen Vorstand überwachen
Wie soll denn das gehen? Übertragen auf ein mittelständisches deutsches Unternehmen würde dies bedeuten, daß z.B. ein leitender Angestellter veranlasst, daß die Geschäftsführung überwacht wird. Unter welchen Voraussetzungen würde das denn Sinn machen?Das Unternehmen hat aus vergleichbaren Motiven heraus seiner britischen Chefetage ganz genau auf die Finger geschaut.
Bei der Telekom war es (vermutlich) so, daß der Vorstand (Geschäftsführung) offenbar in Kenntnis einiger Aufsichtsräte (u.a. Zumwinkel) einzelne Aufsichtsratsmitglieder (überwiegend Arbeitnehmervertreter) überwachen ließ. Die Motivation dazu ist nachvollziehbar, das Verhalten kriminell, auch wenn es möglicherweise nicht strafrechtlich belangt werden kann bzw. wird.Der Anus: Einzigartig wie die Iris, individueller als ein Fingerabdruck.
Bald auch in Deinem Personalausweis!
-
04. 06. 2008, 17:03 #7
Re: Großbritannien: Auch Vodafone ließ den eigenen Vorstand überwachen
Wieso eigentlich kommen wenn ein Fall ans Licht gekommen ist 100 andere? Ich mein, die überwachen ja nicht erst seit gestern.
Hab heute übrigends einen Bericht in der Zeitung gelesen, dass viele ehemalige Stasi-Mitarbeiter jetzt bei Detekteien arbeiten... Hat mich schon irgendwie beunruhigt, dass die einfach weiter ihrem altvertrautem Job nachgehen dürfen. Bei denen ist ind diesem Bereich das Rechtsbewusstsein viel niedriger und die Hemmschwelle viel höher. (ich liebe Verallgemeinerungen
)
-
05. 06. 2008, 21:31 #8Chefredakteur
gulli:Redaktion
- Registriert seit
- Jun 2006
- Ort
- Düsseldorf
- Beiträge
- 6.230
- NewsPresso
- 244 (Virtuose)
Re: Großbritannien: Auch Vodafone ließ den eigenen Vorstand überwachen
Warum sich selbst überwachen? Damit sich jeder kontrolliert fühlt und keiner mehr Details an die Presse ausliefert - das war wohl die Idee dahinter. Aber das zu umgehen dürfte nicht schwer sein.
-
05. 06. 2008, 21:58 #9HustinettenbärGast
Re: Großbritannien: Auch Vodafone ließ den eigenen Vorstand überwachen
Rein aus meinem Berufsleben gesprochen ist eine gewisse Überwachung heutzutage durchaus normal. Gerade, was elektronische Überwachung betrifft, gibt es meist keine Skrupel. Bei meinem Ex-Arbeitgeber wurde auch jede verfasste und erhaltene Mail in Kopie ins Chef-Postfach gelegt, Verbindungsdaten in der TK Anlage geloggt und aufgerufene Sites in der Firewall gesammelt. Von einem Bekannten von mir versuchte ein eingeschleusster Detektiv Pot zu kaufen und das Horst Wessel Lied gebrannt zu bekommen.
Ich mach mir da keine Illusionen mehr und gehe einfach davon aus, dass ich überwacht werde und vermute einen Honigtopf, wo vielleicht gar keiner ist. Das mag jetzt noch paranoid klingen, aber bald wird das ganz normales Verhalten bei Menschen, die die Möglichkeiten der Überwachung kennen.
In gewisser Weise habe ich sogar Verständnis für eine gewisse Überwachung, niemand hat noch etwas zu verschenken und jeder will seine Investitionen schützen. An sich fordern die Menschen die Überwachung durch ihr Verhalten ja auch heraus.
-


Zitieren
mehr lesen...





IT-Geschichte: Spender können...
Gestern, 23:04 in gulli:news